In der Nacht, wenn der Hamster erwacht

In der Nacht, wenn der Hamster erwacht
Iris Schürmann-Mock
Mareike Engelke
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

„Hamster haben keine Taschen. Was sie sammeln, was sie naschen, stecken sie in ihre Backe. Picke packe, picke packe.“ Das ist die erste Strophe des Hamstergedichts. Da geht’s um jede Menge Tiere und die Gedichte sind nicht nur wunderschön gereimt, sie verraten uns auch ganz viel über diese Tiere. 
Der Dachs ist auf Wohnungssuche, für die Jungen, braucht er fünf, sechs Kammern. Aber er muss da schon selbst graben.

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Bei den F-Fragen geht es um die Fledermaus, „Falsch herum wie angebunden, Kopf nach unten?“
Vor dem Feuersalamander wird gewarnt. „Und auch du, präg dir gut ein: staunen gerne, streicheln nein!“
Jedem Gedicht ist eine Doppelseite gewidmet und die Bilder dazu sind wie mit Stiften gemalt und passen hervorragend zur den Texten.

Ein rundum gelungenes Bilderbuch mit Reimen, die man sicher früher auswendig gelernt hätte, verdient hätten sie es allemal. 

Dagmar Mägdefrau

Die Schwalbe, die den Winter sehen wollte

Die Schwalbe, die den Winter sehen wollte
Philip Giordano
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Die Bilder sehen aus wie gedruckt, ich weiß es nicht genau, so wie Linolschnitt. Ich habe mal gesucht und lese, dass der Künstler in Japan wohnt. Auf jeden Fall sind die Bilder sehr schön und passen mit den Pastellfarben gut zur Geschichte.
Denn die kommt auch sehr leise daher. Die Schwalbe ist einfach neugierig, sie kommt als erste, wenn der Sommer beginnt und möchte einmal den Winter erleben. Wissen, was passiert, wenn sie nicht hier ist.

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Also fliegen alle ohne sie in den Süden. Natürlich  wird es im Winter viel zu kalt und die Schwalbe muss vom Eichhörnchen gerettet werden. Die beiden verleben einen schönen Winter und bleiben auch im darauffolgenden Sommer zusammen. Im nächsten Winter möchte die Schwalbe aber wieder in den Süden fliegen, obwohl ihr der Abschied schwer wird. Aber es wird ja wieder Frühjahr…

Die kurzen Texte sagen alles über Freundschaft und Unterstützung, ein wunderschönes Bilderbuch.

Dagmar Mägdefrau

Frau Giraffe zieht um!

Frau Giraffe zieht um!
Guido Hammesfahrt
illustriert von Markus Zöller
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Frau Giraffe, die das ganze Buch hindurch so genannt wird, lebt in der Afrikanische Steppe und braucht einen Tapetenwechsel. In der ersten Nacht steht sie beim Krokodil im Wasser. Da ihr das nicht behagt, versucht sie es wieder im Baum bei den Vögeln, die stehen aber zu früh auf. Durch die Bekanntschaft der Schildkröte gerät sie aufs Meer und der Wal bringt sie wieder an Land, wo sie die Biber kennen lernt.

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Mit ihnen zusammen baut sie eine Giraffenburg, die alle Vorteile der vorherigen Stationen vereint. Hier lädt sie, wie häufig am Ende von Bilderbüchern, ihre Freunde zu einem Fest ein.

Die Bilder sind einfach niedlich, große Augen, fast ein wenig Disney. Die Geschichte ist interessant geschrieben, ein wenig Natur und viel Fantasie. Ich  will hoffen, dass Frau Giraffe mit dem Umzug keinen Fehler gemacht hat.

Dagmar Mägdefrau

Meine wilde Wut

Meine wilde Wut
Jan von Holleben
BELTZ & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Hinten auf dem Buch ist ein Stempel zu sehen „Vom Kinderpsychologen A.J. Kjosbakken mitentwickelt – Kompetenzgarantie“. Den Namen habe ich natürlich sofort gegooglet und herausgefunden, es ist ein norwegischer Psychologe, der ein Buch über Scheidungskinder „Was wird aus mir?“ veröffentlicht hat. Kann also hinkommen mit der Kompetenz. Das Buch ist ab 4 Jahren, aber aus dicker Pappe, keine Ahnung, ob das so ist, damit es die Kinderwut aushält??

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Schon auf dem Cover sehen wir einen Jungen mit richtig wütendem Gesicht. Auf dem Kopf hat er gelb und rote Bänder, dazwischen Luftballons, Kabel, ein Wäscheklammer, eine rosa Schraube, ein Würfel, eine Feder und vielen mehr. Das Foto auf der nächsten Seite zeigt zwei Mädchen, die an einem Teddy ziehen, während andere Spielzeuge unbeachtet am Boden liegen, der Text dazu „WUTsch“. Dann ein Mädchen mit dem Rücken unter der Decke und den Beinen nach unten, eines möchte vielleicht treten. Die Hände sind zu Fäusten geballt und das Gesicht zeigt Trotz und Wut. „Dampf geht unter die Decke, kühlt ab, wird Wasser, fällt… Fang!“

Ein paar Seiten weiter das Gesicht eines Junge mit angespanntem Gesichtsausdruck zwischen Hüpfbällen. „eng, eng, eng, eng, eng, peng!“. Wieder einige Seiten weiter ein Kaleidoskop aus geballten Kinderfäusten und Vaterhänden mit Handy. Dazu ein Gedicht das endet…. „ene mene Eierdreck und ich bin WEG.“ Die letzte Seite handelt von der fliegenden Roberta, passend zum fliegenden Robert aus dem Struwelpeter. 

Kinder und Wut, ein Thema, dass immer wieder auftaucht, eigentlich bleibt es ja nicht bei Kinder… auch Erwachsene kennen das Gefühl. Vielleicht kann man mit diesem Buch die Wut erkennen und benennen? Vielleicht erkennt man sich einfach wieder und weiß, dass man auch mit diesem negativen Gefühl nicht alleine steht und ganz vielleicht kann man mit den Fotos die Wut weglachen.

Dagmar Mägdefrau

Vom Walross, das nicht einschlafen konnte

Vom Walross, das nicht einschlafen konnte
Ciara Flood
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Flynn schläft zum ersten Mal in seinem neuen Bett und sieht ein dickes Walross in seinem Bett liegen. Natürlich wollen ihm die Eltern die Geschichte nicht glauben. Flynn hat kaum Platz in seinem Bett, weil das Walross viel Platz einnimmt und dann hat es auch noch Hunger, also holt Flynn ihm zu essen. Danach nießt das Walross und Flynn holt viele Decken, damit das Walross es warm hat.

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Dann gibt`s noch Milch und zum Schluss singt Flynn ein Schlaflied für seinen Bettgenossen. Erst nachdem Flynn mit dem Walross kuschelt kann es einschlafen. Aber der Platz ist einfach zu knapp für Flynn, deshalb fragt er seine Eltern, ob Walross bei ihnen schlafen kann. Endlich kann Flynn sich in seinem neuen Bett ausstrecken und schlafen. Auf dem letzten Bild liegt Flynn im Bett und das Hinterteil des Walross, dass durch die Tür geht. Es bleibt offen, was die Eltern mit dem Tier machen.

Mir hat das Buch deshalb gut gefallen, weil nicht das Kind nicht schlafen kann, sondern der ungewollte Untermieter. Die Bilder sind groß und sehr realistisch, die Texte kurz und leicht zu verstehen in einer schönen Sprache geschrieben.

Dagmar Mägdefrau

Opa Rainer weiß nicht mehr

Opa Rainer weiß nicht mehr
Kirsten John
Illustrationen von Katja Gehrmann
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

Ein Buch mit Gänsehauteffekt für mich, als Erwachsene. Am Anfang läuft Opa Rainer noch mit Mia zur Schule, die beiden haben Spaß miteinander. Dann weiß Opa Rainer nicht mehr wo seine Schuhe sind, er fragt sich, wozu der Stecker da ist, er isst die Erbsen einzeln, weiß den Tag nicht, kennt die Putzfrau nicht mehr und weiß am Ende nicht mehr wer Mia ist. 

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Zu Letzt hat Opa Rainer einen Schokokeks und bittet Mia ihn aufzumachen. Der letzte Satz lautet „Früher waren Schokoladenkekse noch Schokoladenkekse, einfach so, sie waren völlig unkompliziert. Ich nehme noch einen und mache ihn für Opa auf.“

Schöne realistische Bilder mit einem modernen, recht rüstig wirkenden Opa mit Dreitagebart und Mütze. Kurze Texte, die durch die Bilder gut erklärt werden.
Ein Thema, was uns immer mehr beschäftigt und damit auch für die Enkel wichtig ist. Warum benimmt sich Opa plötzlich so eigenartig? Hier wird es sehr einfühlsam beschrieben.

Dagmar Mägdefrau

Die allerbeste Prinzessin

Die allerbeste Prinzessin
Ursula Poznanski
Sabine Büchner
Loewe
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Von der Autorin Ursula Poznanski ist man ja Thriller im Bereich Jugend- und Erwachsenenliteratur gewohnt, jetzt gibt es von ihr ein Bilderbuch über Prinzessinnen. Da bin ich erst mal sehr gespannt.
Bianca, Violetta und Rosalind tanzen ihrem Vater, dem König, der seine Land mit aller Strenge regiert, immer wieder auf der Nase herum. So verstecken sie seine Krone und er muss ohne sie regieren. Da kommt ihm eine Idee, die wir aus vielen Märchen kennen. Die Töchter sollen verheiratet werden.

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Doch alle möglichen Prinzen haben zu tun, nur einer meldet sich als Heiratskandidat an. Zunächst sitzen die drei Prinzessinnen gut gekleidet und frisiert im Schlossgarten und warten auf den Prinzen. Da aber immer jede die Beste sein möchte, kommt es zum Streit und nach einigen schlimmen Situationen sind die drei völlig lädier als der Prinz ankommt. Als der Prinz bemerkt, dass er noch ein paar Drachen erledigen müsse, haben die Mädchen eine Idee.

Die Bilder zeigen schelmische, jugendliche Prinzessinnen, ausgefallene Drachen und viele schöne Situationen. Der Text ist sehr kompakt und sicher noch nicht für jeden 4-jährigen Zuhörer geeignet. Die Geschichte ist nicht die gewohnte Prinzessinnenstory, sie entwickelt sich ganz anders und zeigt, die Ehe ist nicht immer die Lösung. Auch nicht für Königskinder.

Ich freu mich aufs Vorlesen und weiß, dass sehr viele Kinder ihren Spaß an dem Buch haben werden.

Dagmar Mägdefrau

Malika Khan – Eine Rennmaus legt los

Malika Khan - Eine Rennmaus legt los
Nele Handwerker
Maxi Richter
Eigenverlag
Autorenempfehlung ab 4 Jahre

Das Bilderbuch ist eine Mischung aus Abenteuer- und Sachbuch. Auf den ersten Seiten wird uns die Rennmaus vorgestellt und wir erfahren, warum und wie sie bei Emma lebt.
Obwohl die beiden Rennmausschwester Malika und Toja ein sehr komfortables Terrarium bewohnen, träumt die Abenteurerin Malika vom Garten, von den Gerüchen und den Blumen dort. Ihre vorsichtige Schwester findet es besser im gemütlichen Heim zu bleiben.
Dann taucht auch noch der Kater auf und da er die Mäuse nicht erreichen kann macht Malika sich mit einem Lied über ihn lustig.

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Beim Freilauf im Kinderzimmer findet Malika unter dem Bett einen Geheimgang und da am Abend die Glastür zum Terrarium nicht ganz geschlossen ist, nimmt sie die Chance wahr und läuft in den Garten. Dort kann sie mit einem Trick dem Kater entkommen, aber ihre Abenteuerlust ist damit nicht befriedigt. Sie möchte  für Emma unbedingt eine Rose pflücken. Deshalb geht sie bei nächster Gelegenheit durch den Geheimgang in den Garten. Diesmal trifft sie auf einen Hund. Sofort ergreift sie die Flucht zurück ins Zimmer. Doch der große Hund Batu wollte ihr nur helfen und wird ihr Freund. So kann die kleine Rennmaus in Zukunft mit Unterstützung des Hundes weiter den Garten erobern. Noch einmal singen die Mäuse ein Lied und „So endet ein wunderbarer Tag.“

Der Text ist schon sehr kompakt und Vierjährige müssen schon geübte Zuhörer sein, um dem Buch folgen zu können. Dafür bietet es aber auch viele Informationen und das Abenteuer ist in Kapitel eingeteilt, diese sind durch die großformatigen Bilder auch nur 3-4 Halb/Seiten lang. Die Bilder sind groß und ohne Details, bei der Vorstellung des Terrariums hätten sie mehr Unterstützung bieten können.
Das Buch ist als Entscheidungshilfe bei der Suche nach einem Haustier sicher eine sehr große Unterstützung, zumal Rennmäuse vielleicht nicht ganz so bekannt sind. Schön finde ich auch, dass Emma ihre Tiere aus dem Tierheim geholt hat.

Dagmar Mägdefrau

Die kleine Maus und die große Mauer

Die kleine Maus und die große Mauer
Brigitte Teckentrup
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Die Bilder im Buch sind matt und haben auf den ersten Seiten düstere Farben. Ich weiß nicht, wie die Technik heißt, es sieht nach einer Art Druck aus. Die Texte sind kurz bestehen aus ausgesuchten Worten. Der Fuchs grinst und schlendert davon.
Alle Tiere wohnen in einen Ort, der von einer großen roten Mauer umgeben ist. Alle finden das normal und kennen es nicht anders. Nur die kleine Maus, wundert sich und fragt sich, was hinter der Mauer sei.

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Bis ein Vogel kommt und sie mit nimmt über die Mauer. Dort ist die Landschaft bunt und fröhlich. Als die Maus zurück kommt, gibt es gar keine Mauer, der graue Ort steht einfach so da. Die Freund gehen mit der Maus alle durch die Mauer hindurch, nur der Löwe ist noch nicht soweit.
„Wenn du aber dein Herz und deinen Geist öffnest, werden die Mauern verschwinden … du wirst erkennen, wie wunderbar diese Welt ist“

Ein poetisch, philosophisches Bilderbuch, von dem ich annehme, dass sich Kinder damit etwas schwer tun. Eine gedankliche Mauer ist ihnen wahrscheinlich schwer zu erklären. Viele Erwachsen könnten das Buch brauchen.

Dagmar Mägdefrau

Die Wiese – Ein Zoom-Bilderbuch

Die Wiese - Ein Zoom-Bilderbuch
Hans Baltzer
Christa Holtei
BELTZ & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Auf der ersten Doppelseite sehen wir die Wiese aus der Storchperspektive, denn ein Storch fliegt über das Feld unten auf der Wiese sehen wir sein Nest und auf der Weide grasen Kühe. Eine Erklärung zu dem Bild finden war am Rand, dessen Text endet mit der Aufforderung eine Straße zu suchen. Die nächste Seite nennt sich „Vogelparadies“ und hier sind Vögel mit Erläuterungen abgebildet.

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Auf der nächsten Seite sitzt der Bauer auf dem Traktor und ihm begegnen zwei Mädchen eines zu Pferde. Diesmal wird auf  Pflanzen hingewiesen. Danach geht es um Tiere, die wir im Gras finden. Wiese ist das nächste Thema, dann schauen wir immer näher zwischen die Pflanzen bis wir die kleinen Löcher im Boden sehen. So lernen wir auf den Zwischenseiten ein Menge an Vögel, Würmer und Insekten kennen. Es ist spannend auf diese Weise  die Natur vor unserer Tür zu entdecken. Sicher findet man die meisten Pflanzen und Tiere ganz in der Nähe. 

Dagmar Mägdefrau

Paffi – Ein kleiner Drache bringt Glück

Paffi - Ein kleiner Drache bringt Glück
Bettina Göschl
Leonie Daub
Jumbo
Leseempfehlung ab 4 Jahre

Die Familie Engel, Leon, Marie und ihre Eltern wohnen in einem schönen Haus mit einem tollen bunten Garten. Also eine ganz normale Familie. Bis es schellt und ein kleiner grüner Drache vor der Türe steht. Er sucht eine neue Drachenhöhle und findet sie im Kinderzimmer. Die Eltern sind zunächst erstaunt, erlauben dem Gast aber zum Essen zu bleiben.

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Zunächst frisst der kleine grüne Drache die Servietten, weil er die Rosen für echt hält. Doch dann lernt er sogar mit Messer und Gabel umzugehen. Als es schellt lernen wir das Monster kennen, vor dem Paffi geflüchtet ist. Es ist der Hund des Nachbarn. Dieser ist wütend, weil Paffi seine Rosen gefressen hat. Alle Engels behaupten keinen Drachen gesehen zu haben und dann darf er auch über Nacht bleiben. Als Paffi am Abend Papas Brille findet, wird er zum Glücksdrachen erklärt und darf am nächsten Tag bei der Familie bleiben.

Die Zeichnungen sind groß und bunt, bis auf die etwas großen Köpfe der Kinder durchaus realistisch.

Die Kinder werden zu Anfang alleine zu Hause gelassen und machen dem Drachen die Türe auf, weil sie ihm helfen müssen. Die Familie belügt den Nachbarn um Paffi zu schützen. Beides Situationen, die ich nicht besonders schön finde. Wenn man seine kleinen Kinder schon alleine lässt, dürfen sie unter keinen Umständen die Tür öffnen und lügen ist etwas, was ich überhaupt nicht mag. Aus diesem Grund stehe ich dem Vorlesen des Buches etwas skeptisch gegenüber.

Dagmar Mägdefrau

Atuk

Atuk
Mischa Damjan
Józef Wilkon
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Die Bilder sind düster, das Thema hart. Der Inuitjunge Atuk bekommt zu seinem 5. Geburtstag den Hund Taruk. Als der mit dem Schlitten des Vaters zur Jagd fährt, wird er vom Wolf tot gebissen. Atuk ist untröstlich und will Rache an dem Wolf. Er will groß und stark werden um den Wolf zu töten. Er lernt alles, was er dazu braucht und bald ist er groß genug.

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Da begegnet er einem Blaufuchs, der keine Angst vor ihm hat und der ihm erklärt, dass der Stern sein Freund sei. Atuk ist nun groß genug und erlegt den Wolf. Jetzt waren Taruk und der Wolf tot und „nichts hatte sich geändert“. Da findet Atuk eine Blume, die auch gerne einen Freund haben möchte und Atuk verspricht der Blume, dass er sie beschützen und auf sie warten wird. So hat das Buch einen versöhnlichen Schluss.

Atuk hat seine ganze Kindheit und Jugend an den Hass verloren. Er hatte keine Freunde, denn der Hass hat ihn vollständig in seinem Bann. Erst das Gespräch mit dem Blaufuchs lässt ihn nachdenklich werden. Trotzdem tötet er den Wolf, aber daraus entsteht keine Befriedigung, erst die Blume weckt positive Gefühle in ihm.

Das Buch wurde in 2018 neu aufgelegt.

Dagmar Mägdefrau

Die Geschichte vom Löwen, der nicht kochen konnte

Die Geschichte vom Löwen, der nicht kochen konnte
Martin Baltscheit
BELTZ & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

Diesmal möchte der Löwe, den wir aus vielen anderen Büchern kennen, seiner Löwin etwas zum Geburtstag kochen. Natürlich kann er nicht kochen und fragt, wie immer seine Freunde um Rat. Jeder empfiehlt sein Leibgericht, von Wurmfliegenmus über Mückenkroketten bis Froschburger mit Dip.

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Da erstellt der Löwe ein ganzes Menü, leider weiß er immer noch nicht, wie er es kochen soll. Sein Versuch endet dann mit „Kawumm! Explosion!“ Um dem Zorn des Löwen zu entgehen, raten die Tiere zu Blumensalat und die Löwin ist begeistert.

Dieses Buch begeistert mich nicht so sehr wie seine Vorgänger. Vielleicht ist langsam die Luft aus dem Thema. Irgendwie stoße ich mich auch daran, dass er die Tiere um Hilfe bittet und sie nachher auf die Speisekarte setzt. Und dann gibt es am Ende ein vegetarisches Essen…..

Dagmar Mägdefrau

Habt ihr schon vom Wolf gehört?

Habt ihr schon vom Wolf gehört?
Quentin Gréban
orell füssli
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

In diesem Bilderbuch erfahren wir, warum die Wölfe einen so schlechten Ruf haben.
Die nette Wolfsmutter lacht der Lamm freundlich an und zeigt dabei alle ihre Zähne. Allerdings erschrak das Lamm vor den spitzen Zähnen und erzählt dem Schwein, der Wolf wollte es beißen.

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Und dann erzählt das Schwein es der Gans, die dem Esel und so weiter. Natürlich wird der Wolf immer gefährlicher, am Ende streift ein grausames Monster durch die Gegend und vernichtet jeden.  Als das die Wölfin hört bekommt auch sie Angst und rennt weg.

Der Text ist kurz und die Bilder sehr realistisch gezeichnet. Auch das Rotkäppchen finde seinen Platz in der Geschichte.
Man darf eben nicht alles glauben, was einem erzählt wird, es wäre besser sich selbst ein Bild vom bösen Wolf zu machen.

Dagmar Mägdefrau

Der Elefant

Der Elefant
Jenni Desmond
Aladin
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

„Es war einmal ein Junge, der nahm sich ein Buch aus dem Regal und begann zu lesen…“ so beginnt dieses wundervolle, informative Bilder/Sachbuch über Elefanten. Im Hintergrund der dunkle Himmel mit dem Regenbogen und davor die kleine Gruppe Elefanten, dahinter der kleine Junge mit dem Buch.

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Von der Landkarte, die die Vorkommen der Elefanten erklärt, über die Gegenüberstellung der beiden Elefantenarten geht es zur Größe. Da steht der Elefant hinter vier bunten übereinander gereihten Autos und man kann sich die Höhe von 4 Metern und das Gewicht von 7 Tonnen vorstellen. Wieder sehen wir den Jungen mit dem Buch, das wir lesen in der Hand an den Kühlschrank gehen und erfahren wie das bei Elefanten mit dem Laufen funktioniert. Dann liegt der Junge mit einem Freund auf dem Stoßzahn und auch hier hat man den Bezug zur Größe. Diesmal hat der Freund das Buch dabei. 

Ein Buch, das sicher nicht nur mich begeistert, sondern alle, die sich für die großen grauen Tiere interessieren.

Dagmar Mägdefrau

Gian und Giachen und der Sternschnuppenberg

Gian und Giachen und der Sternschnuppenberg
Illustriert von Amélie Jackowski
NordSüd
Leseempfehlung ab 4 Jahre

Wir begleiten die beiden Steinböcke, unterstützt durch sehr schöne Bilder von Graubünden, durch dieses besondere Bilderbuch. Giachen war die ganze Nacht wach und wollte Sternschnuppen beobachten, leider waren zu viele Wolken am Himmel. Also brechen die beiden auf zum Sternschnuppenberg, von dort, so hat der Specht versprochen, sieht man die Sternschnuppen besonders gut.

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Unterstützung finden sie durch einen Bartgeier, eine Libelle und einen Luchs, gemeinsam finden sie den Berg und beim Aufstieg hilft ihnen eine Gämse. Zunächst geraten sie in einen Nebelwolke, aber sie gehen mutig weiter und erreichen den Gipfel. Dort sitzen sie die ganze Nacht und sehen den Sternschnuppen zu.

Ein Buch über Freundschaft und gegenseitige Hilfe, aber auch über die Umsetzung eines Traumes. Außer dem recht kurzen Text, gibt es noch Kommentare der beiden Steinböcke auf Schwyzerdütsch. Nun fahre ich seit vielen Jahren nach Vorarlberg und wenn ich mir den Text laut vorlese, kann ich es verstehen. Ich denke, beim Vorlesen hier im Ruhrgebiet, werde ich wohl übersetzen müssen.

Dagmar Mägdefrau

Pauli Fußballstar

Pauli Fußballstar
Brigitte Weninger
Eve Tharlet
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Ein Buch, wie gemacht für die WM in diesem Sommer. Pauli Kaninchen spielt mit seinen Freunden Fußball, die Cousine Kuki darf im Tor stehen. Als der alte Stoffball kaputt geht, erfahren die Langohren, dass es bald ein Waldfußballturnier gibt, bei dem die Siegermannschaft einen richtigen Ball gewinnen kann.

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Natürlich sind alle Feuer und Flamme und sie trainieren fleißig für ihr Ziel. Mama Kaninchen näht ihnen einen Ball und  Papa Kaninchen rodet ihnen einen Sportplatz. Die frechen Dachse, die bisher die Sieger des Turniers  waren, lachen natürlich über diese Mannschaft, die sogar Mädchen mitspielen lässt.

Ein Buch mit schönen weichen Bildern und etwas mehr an Text, das sicher in diesem Jahr viel Anklang finden wird.

Dagmar Mägdefrau

Echte Bären fürchten sich nicht

Echte Bären fürchten sich nicht
Elisabeth Dale
Paula Metcalf
mit Reimen von Paul Maar
Oetinger
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

„Papa Bär lacht: „Kein Monster in Sicht! Und außerdem: Bären fürchten sich nicht…“
So macht Papa Bär einer Familie Mut, denn sie sind im dunklen Wald unterwegs, weil Baby-Bär Bodo wach wurde und sicher ist, dass das Grunzen, das er gehört hat von einem Monster ist. Weshalb die ganze Familie sich in den Wald aufmacht, ist mir wohl unklar, aber nur so entsteht diese schöne Geschichte.

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Papa Bär geht mit Klein-Bodo vorneweg und merkt nicht, dass er seine ganze Familie verliert. Erst als er sich umschaut und keine anderen Bären sieht, vermutet Papa Bär, dass da doch Monster die Familie geraubt haben. Und dann sieht er in der Ferne beängstigende Gestalten, die sich aber als seine verlorene Familie entpuppen.
So kommen alle wieder gut zu Hause an und dort geht es gleich ins Bett. Als Bodo wieder von diesem geheimnisvollen Grunzen wach wird, erklären ihm die anderen, dass das nur sein Schnarchen ist.

Große Bilder mit etwas eigenartig gezeichneten Bären und wunderschöne Reime von Paul Maar machen diese Buch zu einem Vorlesespaß.

Dagmar Mägdefrau

Du nicht!

Du nicht!
Isabel Pin
Hinstorff
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Die drei Pinguine spielen zusammen, als Kautschuk, eine Robbe, auftaucht. Die vier Freunde spielen begeistert miteinander, zumal der Neue immer wieder tolle Ideen hat, was man machen kann. Zudem ist er immer gut gelaunt und hatte eine besondere Art zu lachen.

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Obwohl sie immer zusammen spielen, spricht Kautschuk nicht und als er eine Nase für einen Schneepinguin bringen soll, stellen die drei Pinguine fest, dass er sie nicht versteht. Ja, sie stellen fest, dass Kautschuk anders ist als sie.  Sie machen sich lustig über ihn und er verschwindet. Weil er ihnen fehlt, machten sie sich auf den Weg, um ihn zu suchen. Am Ende spielen die Vier wieder zusammen.

Die Texte sind kurz, die Bilder einfach gestaltet, die Aussage ist leicht zu erkennen.

Dagmar Mägdefrau

Zwei für mich, einer für dich

Zwei für mich, einer für dich
Jörg Mühle
Moritz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Der Bär fand drei Pilze und brachte sie dem Wiesel nach Hause, der kochte ein leckeres Gericht daraus. Als aber die drei Pilze auf dem Teller lagen, argumentierten beide, dass sie das Recht hätten, zwei Pilze zu essen. Aber wir wissen ja, wenn zwei sich streiten…. am Ende hat der Fuchs den dritten Pilz gegessen.

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Und wir können uns vorstellen, was mit den drei Walderdbeeren geschieht, die das Wiesel gefunden hat.

Ganz wenig Text, klare verständliche Bilder und ein Dialog, der jedem Kind vertraut ist. Sicher bietet das Thema viele Lösungen an, die man mit dem Kind besprechen kann. Ein gutes Buch, weil es nah am Leben ist.

Dagmar Mägdefrau

Das kleine Walhorn

Das kleine Walhorn
Jessie Sima
Loewe
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Tief unter dem Meer wird die kleine Nori aus einer Muschel geboren. Sie sieht aus wie ein Einhorn, wird aber von den Narwalen groß gezogen. Sie merkt aber immer wieder, dass sie anders ist. Da schwimmt sie eines Nachts an die Meeresoberfläche und sieht dort ein Einhorn.

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Die sucht und findet eine ganze Herde dieser Fabelwesen und weiß nun, dass auch sie ein Einhorn ist. Doch sie bekommt Heimweh nach ihren Pflegeeltern und schwimmt wieder zu den Walen zurück. Muss Nori sich entscheiden, wo sie leben möchte. Das muss sie zum Glück nicht. Auf der letzten Seite sind ihre beiden Welten vereint.

Das Buch ist niedlich gemacht, die kleine Nori ist zum liebhaben und wir wünschen ihr deshalb sicher alle diese tolle Happyend. Ich bin nicht der Meinung, dass in jedem Buch dringend ein Problem behandelt werden muss, aber hier ist mir die Welt zu rosarot, obwohl das Buch in hellblau gehalten ist.

Dagmar Mägdefrau

Die Welt der Gorgel

Die Welt der Gorgel
Jochen Myer
Rick de Haas
Freies Geistesleben
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Dieses Bilderbuch ist der zweite Band über die Gorgel und am Ende wird angedeutet, dass es wohl noch mehr Abenteuer geben wird. Mit den Gorgeln lernen wir eine neue Spezies kleiner „Menschen“ kennen. Diese leben in alten Kaninchenhöhlen am Strand. Nachts, wenn die Menschen den Strand verlassen, kommen sie aus den Dünen und bevölkern den leeren Strand, spielen in den Sandburgen und schwimmen im Meer.

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Die Hauptfigur dieses Buches ist Bobba, er besucht die Schule und wird zum Wachgorgel ausgebildet. In den Monaten mit R soll er Melle vor Scheußlingen beschützen, damit er nicht krank wird. Im Mai kehrt er für den Sommer zu seiner Familie zurück. „Jubeldibambam!“

Schöne Bilder aus dem Gorgel und Kinderleben, mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Texte mit schönen Wortkreationen der Gorgelsprache.  „Wirst du auch voll-und-ganz gut auf dich achtgeben, Bobba, sozusagen doch oder sozusagen nicht-oder-doch?“ nur um eine Beispiel zu nennen. Das und Worte wie „Dämmerschlummernickerbam“ fordern den Vorlesen schon ganz schön heraus. Aber die Kinder werden eine höllische Freude daran haben.

Die Welt der Gorgel gefällt mir sehr gut und der Gedanke an einen Gorgel, der auf unsere Kinder aufpasst ist doch auch schön, oder findet ihr nicht?

Dagmar Mägdefrau

Regen

Regen
Sam Usher
annette betz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Schon das Cover macht auf dieses Buch neugierig. Die Regentropfen kann man fühlen und sie glänzen, dass man meint, sie wären wirklich nass.
Der kleine Junge sieht vom Bett aus dem Fenster und er sieht nur Regen, am liebsten möchte er sofort raus und in die Pfützen springen. Aber Opa findet es besser im Haus zu bleiben. Er will warten, bis es aufhört. In der Zwischenzeit liest er die Post und schreibt einen Brief.

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Der Junge langweilt sich und schaut immer wieder nach draußen in den Regen. Die Welt draußen ist grau und verschwommen. Das Wasser steigt und am Bildrand erkennen wir ein Stück einer Gondel. Der Junge schaut Bilder von Venedig und wünscht sich in eine schwimmende Stadt zu reisen. Dann ist es soweit, der Opa muss den Brief zur Post bringen. Vor der Tür sieht es aus, als wenn dort ein Meer entstanden wäre. Aber es regnet nicht mehr. Als die beiden vor die Tür treten, sieht man nur das Spiegelbild auf dem Boden bzw. im Wasser. Mit einer Gondel fahren die beiden los und es beginnt wieder zu regnen. Durch Venedig im Karneval kommen die beiden an den englischen Briefkasten und werfen den Brief ein. Wieder zu Hause machen es sich die beiden bei einer heißen Schokolade gemütlich und hoffen, dass es morgen wieder regnet.

Eine sehr fantasievolle Geschichte mit wunderschönen Bildern, die es verstehen die Atmosphäre  einzufangen.

Dagmar Mägdefrau

Ein Ei wie kein anderes

Ein Ei wie kein anderes
Dianna Hutts Aston
Sylvia Long
Loewe Naturkind
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Der Titel steht in goldener Schreibschrift auf dem Cover, dazu schon einige Eier mit Bezeichnung. Auf den ersten Seiten werden uns schon die verschiedensten Eier vorgestellt. Dann eine Doppelseite mit einem gefleckten Ei (Schwarznacken-Stelzenläufer) und dem Satz „Ein Ei ist leise“. Es folgt „Ein Ei ist farbenprächtig“ und wieder sehen wir viele Eier in vielen Farbschattierungen. Es geht über Formen, Größen, Struktur bis zum Dinosaurierei.

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Wir sehen das Innerer eines Eis und erfahren, wie unterschiedlich lange es braucht um? Ja, um laut zu werden. Die letzten Seiten zeigen Tiere, die aus Eiern schlüpfen, vom Pinguin über den Leopardenfrosch zum Marienkäfer.
Bezaubernde naturgetreue Bilder und ganz kurze Texte, die viel Wissen vermitteln, machen  dieses Buch zu etwas besonderem. Ein Sachbuch für den kleinen Forscher, egal welchen Geschlechts. Da kann man so viel sehen und vielleicht auch in der Natur wiederfinden.

Die Reihe Naturkind zeichnet sich  zudem noch durch eine umweltfreundliche Herstellung aus.

Dagmar Mägdefrau

Fell und Feder

Fell und Feder
Lorenz Pauli
Kathrin Schärer
Atlantis
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

Schon die erste Seite ist besonders, denn das Buch geht sofort los. Huhn und Hund sind aufgeregt, wegen ihrer Theatervorführung. Dann, mit dem Heben des Vorhangs, fängt das Buch und die Geschichte an. Die Geschichte einer besonderen Freundschaft. Das Huhn ist aus dem Käfig ausgebrochen und der Hund ist weggelaufen.

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Das Huhn sucht das Abenteuer und einen Piratenschatz, der Hund sucht einen Freund. Einen Freund der groß und stark und gescheit ist und der ihm Geschichten erzählt. Er weiß auch wie der Freund vielleicht heißt: Marulan oder Taluros. Das Huhn will bei der Suche nach dem Freund helfen.

Nach der Theaterpause weiß das Huhn nicht mehr ganz genau ob es den Schatz noch finden will und der Hund meint jemand mit dem erfundenen Namen sei ein böser Pirat. So stellen die beiden fest. „Einen Freund zu haben, der anders ist, ist das beste Abenteuer.“
Dann fällt der Vorhang und das Publikum, das wir nur als Schatten sehen, klatscht begeistert. Und auf den letzten beiden Seiten gehen die beiden Darsteller nach Hause. „Das Publikum hat gespürt, dass es im Theater um das richtige Leben geht.“

Ein ansprechend gemaltes Bilderbuch mit einer etwas anspruchsvolleren Freundschaft, die uns als Theaterstück dargeboten wird. Die beiden Tiere realistisch und zottelig gezeichnet sind richtig liebeswerte Geschöpfe.

Dagmar Mägdefrau

Das Spiel

Das Spiel
Baptiste Paul
Jacqueline Alcántara
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Das Spiel, man sieht es schon auf dem Cover, ist Fußball. Die Jungen des Dorfes gehen auf das Feld und bauen aus Bambus ein Tor. Zuerst müssen sie die Kühe vertreiben, dann kann es losgehen. Als der Regen fällt, denkt keiner ans Aufgeben, auch im Matsch wird weitergespielt, zuletzt sogar ohne Schuhe. Auch als die Mütter sie rein rufen und es Abend wird, träumen sie Kinder weiter vom Fußball.

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Zum Ende des Buches beschreibt der Autor, dass er als Kind so Fußball gespielt hat, zudem erklärt er etwas zur kreolischen Sprache, die auch in dem Buch vorkommt. Ich muss zugeben, dass ich mir das nicht so ganz einleuchtet, da für uns Europäer, diese Sprache keine Bedeutung hat.

Die Bilder und Texte in dem Buch zeigen die Dynamik eines Fußballspieles, wie Kinder es überall in der Welt es spielen. Da ist man sofort mittendrin und es ist immer schön, wenn es Bücher gibt, mit denen sich auch Jungs angesprochen fühlen. Sicher wird beim Anschauen des Buches über das Spiel gesprochen und Vermutungen angestellt werden. Und was gibt es schöneres, als ein Bilderbuch, dass zu Erzählen anregt?

Dagmar Mägdefrau

Der Riese Knurr

Der Riese Knurr
Astrid Henn
Heinz Janisch
Ravensburger
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

„Rumms und Kawumm!
Im Wald geht was rum!
Die Sonne versteckt sich,
die Luft wird kalt.
Der Riese Knurr stapft durch den Wald.“

Mit diesem Spruch beginnen die ersten Seiten des Bilderbuchs. Alle Tiere haben Angst vor dem Riesen und verstecken sich schnell. Doch dann ist ausgerechnet eine kleine Maus so mutig und spricht den hungrigen Riesen einfach an.

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Da Maus Lilli ihren vierten Geburtstag feiert, lädt sie Knurr kurzerhand dazu ein eine Torte mitzuessen. Bis spät in die Nacht wird gefeiert und getanzt, allen voran der Riese.
Große, kantige Bilder mit sich aufrecht bewegenden Tieren, die nicht sehr realistisch gezeichnet sind, dominieren das Buch. Teilweise wird die Schrift dem Stil angepasst. Die Bilder geben die Situation sehr  gut dar und unterstreichen den Text sehr genau. Ein Buch in Reimen, das sicher das Zeug hat ein Klassiker zu werden. Die Kinder lieben es und sprechen gerne mit.

Dagmar Mägdefrau

Drachen machen Krach

Drachen machen Krach
Barbara Peters
Illustration: Henriette Kröger
BVK Buch Verlag Kempen
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Michi , der kleine Drache hat eine Krach-Allergie. Er kann Krach einfach nicht vertragen. Dann wird er krank und es kommt sogar zum gefürchteten Feuerstau. Er kann kein Feuer spucken, nicht mal Rauch machen.
Aber Drachen lieben Krach. Sogar der Nachtwächter versieht seine Arbeit mit ganz viel Lärm.

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Auch Papa und Mama Drache fällt nicht anderes ein, als Lärm zu machen um den kranken Michi aufzumuntern.

Ich denke, das Buch können auch schon jüngere Kinder anschauen und verstehen. Kinder macht es ja einfach immer Spaß, wenn die Erwachsenen sich kindlich benehmen. Wenn es nicht die eigenen Eltern sind.
Die Texte sind sprachlich sehr gut verfasst und die Bilder bunt und schön anzusehen. Ich freu mich schon, auf das erste Vorlesen dieses Buches. Ich finde es ist ein tolles Bilderbuch.

Dagmar Mägdefrau

Smon Smon

Smon Smon
Sonja Danowski
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

„Zuerst pflückt das Smon Smon ein Ron Ron.“ „Oh nein, da fällt das Ron Ron! Und das Ton Ton! Und das Smon Smon!“ sind Sätze aus diesem fantastischen Bilderbuch Die Bilder sind wunderschön und märchenhaft. Auf dem Planeten Gon Gon ist einfach alles anders. Smon Smon ist ein menschenähnliches Wesen mit einem niedlichen Gesichtchen und einem Ziehharmonikahals.

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Es zieht durch eine fremde Welt und begegnet anderen Wesen wie den Klon Klons oder den Ston Stons. Diese Wesen helfen dem Smon Smon, so dass er am Ende mit dem anderen Smon Smon zusammentreffen kann.

Die Bilder sind einfach zauberhaft und wunderschön, der Text ist zunächst etwas befremdlich und auch schwierig zu lesen. Ich denke aber, dass die Kinder einen Riesenspaß an den Wiederholungen der unsinnigen Begriffe haben werden. Ich bin sehr gespannt auf das erste Vorlesen. Das Buch hat aber durchaus eine Aussage, gegenseitige Hilfe und Freundschaft kann man da herauslesen, vielleicht auch Liebe.

Dagmar Mägdefrau

Buddy und Carl

Buddy und Carl
Maureen Fergus
Carley Sookockeff
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

Buddy, ein eigentlich gehorsamer und braver Hund, wir von einem Igel zu einigen Streichen verführt wird. Dabei können die Tiere miteinander sprechen und auch die Menschen verstehen. Nur die verstehen natürlich die Tiere nicht.
Zunächst weiß Buddy nicht, was in der Schachtel ist und Carl erzählt ihm die verrücktesten Sachen. Er sei z.B. eine Giraffe, aber Buddy merkt schnell, dass das nicht stimmt.

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Dann geht es umgekehrt, ist Buddy vielleicht ein Hochhaus? Zu all diesen Idee gibt es entsprechende Zeichnungen, die ich sehr gelungen finde.
Dann sind die beiden Piraten und besonders Carl hat eine tolle Fantasie. Natürlich kann Mama das alles nicht verstehen und obwohl sie mit Buddy schimpft, freut er sich über seinen neuen Freund.

Ein rasantes Bilderbuch mit  aussagekräftigen Zeichnungen und einer schönen Geschichte.

Dagmar Mägdefrau