Eichhörnchenversprechen – Eine Geschichte über Freundschaft und Liebe

Eichhörnchenversprechen – Eine Geschichte über Freundschaft und Liebe
Stefanie Steenken
Isabelle Flow
Eigenverlag
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Anto, der kleine Eichhörnchenjunge, fragt seine Mama nach der Liebe und sie erklärt ihm Anzeichen wie Herzklopfen und Bauchkribbeln. Da Mama ihm versichert, dass das schön sei, fragt Anto sie „Werde ich auch mal die Liebe spüren?“  
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Schon am nächsten Schultag kommt ein neues Mädchen in die Klasse und Lili lässt sein Herz höherschlagen und auch die anderen, von seiner Mutter genannten Anzeichen treten ein. Schon in der nächsten Pause teilen sich die beiden ihr Essen und am nächsten Tag beeilt sich Anto, um ganz früh in der Schule zu sein, strahlend begrüßt er Lili, auch die freut sich, ihn zu sehen. Nach einem Schultag, an dem sich Anto nicht konzentrieren konnte, gehen die beiden gemeinsam nach Hause. 
Es ist einfach wundervoll zu lesen, wie der kleine Junge die Liebe entdeckt und er hat das große Glück, mit Lili auch ein Mädchen gefunden zu haben, das seine Gefühle erwidert und die zudem sehr einfühlsam ist.
Schon das Coverbild, dass das niedliche Liebespaar auf der Schaukel zeigt, spricht mein Herz an, auch die übrigen Bilder sind liebevoll gestaltet. Der Text zeigt, dass die Autorin die Gefühle der Kinder ernst nimmt und gut versteht. Da ist nichts kitschig oder peinlich, eine zarte junge Liebe, die die beiden verbindet, einfach schön!

Dagmar Mägdefrau

Eichhörnchenbrüder – Eine Geschichte vom Abschiednehmen

Eichhörnchenbrüder – Eine Geschichte vom Abschiednehmen
Stefanie Steenken
Isabelle Flow
Eigenverlag
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Anto, der kleine Eichhörnchenjunge, möchte nicht ohne seinen besten Freund Mika, der ein gebrochenes Bein hat, am Ausflug teilnehmen, zumal es auch noch regnet. Doch Mika verspricht Anto, dass er, wenn die Sonne wieder scheinen würde, wüsste, dass Mika an ihn denkt und so steigt Anto doch in den Bus.
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Kaum sitzt er auf seinem Platz, kommt die Sonne heraus. Als es am nächsten Tag einen Freundschaftswettbewerb in der Schule gibt, kennen sich die beiden Eichhörnchenfreunde so gut, dass sie in allen Antworten übereinstimmen und gewinnen. Als beide am Abend nach Hause gehen, drücken sich die beiden und verabschieden sich. Doch als Antos Vater später heimkommt, berichtet er, dass Mika von einem Auto angefahren wurde und jetzt im Krankenhaus liegt. Als sein Freund stirbt, kann Anto nicht mehr fröhlich sein, seine Klassenkameraden und seine Eltern können ihn nicht trösten. So möchte Anto auch nicht auf ein Feste gehen, doch da spricht seine Mutter ganz ruhig mit ihm und erklärt ihm, dass er durchaus wieder lachen darf und nicht immer traurig sein muss, und sie stellt ihm die Frage „Meinst du, dass Mika wollen würde, dass du für immer traurig bist?“ 
Leider werden auch unsere kleinen Kinder immer wieder mit dem Tod konfrontiert, besonders schlimm ist es natürlich, wenn es, wie hier, einen gleichaltrigen Freund trifft. Da in solch einer Situation oft auch wir Erwachsene überfordert sind, ist ein kleines Buch wie dieses eine kleine Hilfe, wenn es sicher auch kein professionelles Angebot ersetzen kann.
Der Text ist schon etwas kompakter, aber gut verständlich und die Bilder zeigen auf liebevolle Weise die Freundschaft, aber auch den Trost der Eltern.

Dagmar Mägdefrau

Opa hat Krümel im Kopf

Opa hat Krümel im Kopf
Ruth Katharina Breuer
Paran Kim
Brunnen Verlag
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sitzt Kalle bei Opa auf dem Schoß und Opa liest ihm vor. Weiter hinten im Buch gibt es ein ähnliche Bild, nur Opa ist älter und Kalle größer geworden, diesmal liest der Junge Opa vor.
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Als Kalle geboren wurde, hat sich Opa sehr gut um ihn gekümmert und sie haben im Laufe der Zeit viel zusammen unternommen. Aber dann kann Opa die Zeit nicht mehr an der Uhr ablesen und seine Eltern erklären Kalle, dass Opas Gehirn nicht mehr gesund ist. Wenn unser Gehirn ein Puzzle wäre, würden einige Teile fehlen, das kann Kalle verstehen, denn in seinem Feuerwehrpuzzle fehlen auch einige Teile. Bald weigert sich Opa seine Zähne zu putzen und Mama erklärt, dass man ihm das nicht mehr beibringen kann. Als Opa im Schlafanzug und Bademantel zur Arbeit geht, ist die Unterbringung in einem Pflegeheim nötig. Dort besucht Kalle seinen Opa und erlebt, wie er immer mehr vergisst. Doch seine Mama tröstet ihn, als er befürchtet, Opa würde auch ihn vergessen.
Leider ist Alzheimer eine Krankheit, mit der sich auch junge Kinder auseinandersetzen müssen, darum ist es schön, wenn die Krankheit auf eine kindgerechte Art erklärt wird. Die liebevoll gezeichneten Bilder in diesem Buch haben etwas beruhigendes, tröstliches. Die Texte sind behutsam geschrieben und beantworten in der Handlung viele Fragen. So kann ich dieses Buch besonders für Betroffene empfehlen.

Dagmar Mägdefrau

Herzlichen Glückwunsch! – Gedichte für schöne Tage

Herzlichen Glückwunsch! – Gedichte für schöne Tage
Diverse Dichter
Sabine Wilharm Illustration
Kindermann Verlag
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover hält der Hase einen Strauß schöner gelber Blumen in seinen Händen, zwischen den Pflanzen sind noch viele kleine Tiere mit Geschenken zu entdecken. 
Der Elefant hat einen Blumenstrauß gepflückt.
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Das kurze Goethe-Gedicht „Der Strauß, den ich gepflückt“ passt hier sehr gut, allerdings war der Elefant wohl nicht sehr vorsichtig und so sind die Möbel und das Geschirr zerbrochen. An einer langen Tafel sitzt ein Kind und ganz viel unterschiedliche Tiere kommen, ihm zu gratulieren. Alle feiern mit einem Gedicht Rumpumels Geburtstag. Auf einer Geige fliegen die Töne hin zum Mädchen im Heißluftballon, dazu Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht „An meine Mutter“. Ringelnatz gratuliert dem Vater und dazu sieht man ihn am Schreibtisch sitzend, keine Reime findend, aber an Ende wortlos den Vater umarmend. Zwei Vogelfreunde fassen sich fröhlich an den Flügeln, das Gedicht ist dem Freund gewidmet. Mit Fontane geht es weiter, hier wird mit vielen Geschenken zum Namenstag gratuliert. Das Kind sitzt in einem großen roten Sessel und alles wird über eine Treppe zu ihm hinaufgetragen. 
Ein wunderschönes Buch voller Poesie und zarter Illustrationen. Sicher ein passendes Geschenk zu einem Ehrentag, vielleicht mag der Überbringer oder die Überbringerin gleich ein Gedicht zum Besten geben.

Dagmar Mägdefrau

Wenn wir ins Gras beißen… – Das Buch vom Tod für große & kleine Menschen

Wenn wir ins Gras beißen… - Das Buch vom Tod für große & kleine Menschen
Eric Wrede
Emily Claire Völker
EMF
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Das Bild auf dem Cover entspricht dem Titel, da liegt jemand auf einer Wiese und kaut an einem Grashalm. 
Das Buch beginnt nach dem Inhaltsverzeichnis mit einem Vorwort an die Großen geschrieben vom Autor, der als Bestatter tätig ist.
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Die Frage „Warum leben wir?“ wird zunächst beantwortet. Die Bilder zeigen eine weibliche Person in sechs Stationen ihres Lebens. Danach wird beschrieben, was mit dem Körper beim Sterben geschieht. Gründe für den Tod junger Menschen werden genannt und auch der Begriff Sternenkinder erklärt. Beeindruckend finde ich die Abbildung eines Mannes, der in zwei Körperhälften den Unterschied zwischen lebendig und tot zeigt. Danach werden die verschiedenen Bestattungsmethoden beschrieben und die Arbeit eines Bestatters dokumentiert. Auch die Nachhaltigkeit ist Thema in diesem Sachbilderbuch. Trauer zeigt sich unterschiedlich und kein Kind sollte sich die Schuld am Tod eines Menschen geben, sind sehr verständlich erklärt. In Laufe des Buches lernen wir einige Familien unterschiedlicher Glaubensrichtungen kennen, denen wir immer wieder begegnen. 
Mir gefällt es sehr gut, dass einige der abgebildeten Menschen im Rollstuhl sitzen, eine Hörhilfe benutzen oder ein Messgerät für Diabetes tragen. Das Buch ist sehr umfassend und beschreibt alles um den Tod in klaren Worten, die auch für Kinder gut verständlich sind und keine Angst machen.

Dagmar Mägdefrau

Ava und der Baum des Lebens

Ava und der Baum des Lebens
Lu Fraser
Paddy Donnelly
DK
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Zwischen den Bäumen umarmen sich Opa und Enkelin, von hinten werden sie durch eine strahlende Sonne beleuchtet, die herabfallenden Blätter sind Kupfern. 
Ein Mädchen sitzt dick bekleidet auf einem Baumstumpf und schaut einem kleinen Vogel zu. Sie wartet auf ihren Großvater, der bald darauf durch das Törchen kommt.
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Nachdem er seine Enkelin umarmt hat, will er ihr etwas zeigen. „Ava strahlt: „Ein Abenteuer? Du weißt, das mag ich ungeheuer!“ Zusammen gehen sie zu einem großen Baum, an dem eine Schaukel hängt. Ich habe deshalb nicht verstanden, weshalb das Kind den Baum nicht bereits kannte. Es ist eine alte Eiche, die laut dem Großvater weise ist. Man hört sie „Wispern, Knistern, Singen“, zudem klingt sie nach Frühling. Das Mädchen sitzt auf der Schaukel und der Großvater gibt ihr viel Schwung. So erleben wir das Jahr mit den beiden, im Baum wohnen Tiere und der Großvater verspricht Ava, „Wenn du lachst, lacht die Welt zurück. Du findest Freunde, kein Problem. Wart´s ab, Ava, und du wirst seh´n.“ Diesen Spruch lesen wir einige Male in dem Buch. Im Herbst laufen beide durch die herabgefallen Blätter, doch dann kommt der Winter. Da wird der Opa krank und liegt im Bett. Ava fragt sich, ob der Baum den Opa auch vermisst und saust in den verschneiten Wald, um dort den Baum zu umarmen. Im Frühjahr machen sich Opa und Ava wieder auf den Weg, diesmal benötigt der alte Mann einen Stock. Als sie am Baum ankommen, ist dieser tot und liegt auf dem Boden. Doch dank einer Eichel gibt es einen Neubeginn.
Das Buch zeichnen stimmungsvolle Bilder aus, der gereimte Text tut sich manchmal etwas schwer. Ich finde es erstaunlich, dass so ein alter Baum scheinbar grundlos umfällt, kenne mich damit aber auch nicht so aus.

Dagmar Mägdefrau

Puschel packt aus   

Puschel packt aus
Fee Krämer
Sophia Stephani
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Puschel, so heißt der kleine weiße Hase, den wir mit seinem Headset auf der Titelseite des Buches sehen. Er preist uns ein weihnachtliches Enthüllungsbuch an, er will auspacken. Denn er ist es, der die ganze Organisation für Weihnachten macht.
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Zunächst lesen wir seinen Steckbrief aus seinem Freundebuch. Danach tauchen die vertrauten Bilder vom Weihnachtsmann auf, aber immer sehen wir auch Puschel, der im Hintergrund die Fäden zieht. Nachdem er uns gezeigt hat, wo die ganzen Geschenke herkommen, erfahren wir etwas über den Weihnachtsmann und seinen Mantel. Das Erschreckendste dabei ist, dass unter dem bauschigen Mantel ein kleiner zarter Mann steckt. Der Wohnort des Weihnachtsmanns ist auch nicht, wie bisher angenommen, der Nordpol (dort ist es ja viel zu kalt) sondern die Weihnachtsmanninseln, die irgendwo im Pazifik liegen. Während der Weihnachtsmann einen chilligen Tagesablauf hat, arbeite Puschel hart und weil er zudem keinen Dank bekommt, will er den Weihnachtsmann verlassen.
Das Buch ist durchaus sehr witzig und die Handlung ist durchdacht und am Ende wird auch alles wieder gut. Trotzdem tue ich mich schwer mit dieser Enthüllung. Weihnachtmann und Nikolaus sind schon zwei schwierige Figuren, dessen Unterscheidung den Kindern schwerfällt. Jetzt wird ausgerechnet durch einen Hasen, der ja eigentlich erst Ostern auftaucht, alles in Frage gestellt. Deshalb würde ich das Buch eher größeren Kindern, die mit Ironie etwas anfangen können und die nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, vorlesen. Die werden ihren Spaß haben, ohne dass es zu Verwirrung kommt.

Dagmar Mägdefrau

Das Weihnachtsgeschenk

Das Weihnachtsgeschenk
Erwin Moser
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover saust der kleine orange Kater auf einem rosa Schneemoped durch die weiße Landschaft. Erwartungsvoll schauen die Katzeneltern zu, wie der Kleine unter dem Tannenbaum ein Paket auspackt. „Freddy erwartet von seinen Eltern ein ganz außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk.“ Und ist deshalb wütend und enttäuscht, als nur gewöhnliche, langweilige Bücher in dem Paket sind. 
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Enttäuscht schmeißt er sich auf sein Bett, da kommt der Postbote und bringt von Onkel Julius für Freddy ein rosa Schneemoped. Mit dem saust der kleine Kater sofort los, rücksichtslos fährt er die Skipiste hinauf. Alle Tiere gehen auf Sicherheitsabstand. Doch durch seine Unachtsamkeit versinkt er in einem See und muss aus dem eiskalten Wasser geborgen werden. So kommt es, dass Freddy am Ende des Buches in seinem Bett liegt und sich freut, dass er so viele spannende Bücher geschenkt bekommen hat.
Ein kleines Büchlein, dass zeigt, dass Bücher durchaus nicht langweilig sind und dass manche tollen Geschenke vielleicht auch gefährlich sein können. Hübsche Illustrationen und kurze Texte zeigen hier zunächst das Gefühl der Enttäuschung, dann aber auch die Rücksichtlosigkeit mit der Freddy los düst. Da gibt es schon einiges zu besprechen und zu erklären.

Dagmar Mägdefrau

Es war einmal ein kleiner Baum

Es war einmal ein kleiner Baum
Manfred Schlüter
Edition Buntehunde
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Dieses Bilderbuch mit seinen wunderschönen Illustrationen erzählt die Geschichte eines Baumes. Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen, wie er fröhlich auf einer Schaukel sitzt, die am Baum hängt.
Auf der ersten Doppelseite sitzt er zu Füßen des riesigen Baumes, im Hintergrund sehen wir leicht verschwommen die große Stadt. Danach beginnt die Geschichte. Ein Ritter auf einem Pferd steht vor einer Flusslandschaft, als einziges Haus ist eine Burg zu sehen.
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Die Landschaft ist in oranges Licht getaucht, obwohl die Sonne hinter einer sehr dunklen Wolke nur ein wenig hervorschaut, strahlt dieses Bild und ein kleiner zarter Baum kommt aus der Erde. In einer Gewitternacht ist der Baum zu sehen, dunkel hebt er sich vor dem blauen Hintergrund ab und auf der Wiese sehen wir Damwild. Auf der nächsten Seite kommt ein Mensch mit einer Kutsche daher, zusammen mit ihm tauchen auch die ersten Haustiere auf. Ein Haus wird gebaut, es entsteht ein kleines Dorf und Äcker werden angelegt. Während das Dorf langsam zur Stadt heranwächst, wächst auch unser Baum. Bald schon gibt es eine moderne Stadt mit Lichtern, Geschäften und einem Park. Und in diesem Park treffen wir wieder auf den Jungen, den wir von der ersten Doppelseite kennen.
Eine leise Geschichte wird hier mit wenigen Worten erzählt. Beeindruckend sind die Bilder, die in unterschiedlichen Wetterlagen die Veränderung der Landschaft dokumentieren. Wie oft haben wir an so einem alten Baum gestanden und uns gefragt, was dieser Baum schon alles gesehen haben mag?

Dagmar Mägdefrau

Einfach Mensch

Einfach Mensch
Mehrnousch Zaeri-Esfahani
Mehrdad Taeri
Edition Buntehunde
Verlagsempfehlung ab 4 -104 Jahre
Auf dem weißen Grund des Covers sehen wir ein Mädchen auf einer Schaukel. Das Kind schaut ernst, vielleicht sogar ängstlich. Zunächst stellt sich dieses Mädchen uns vor. „Ich bin Ausländerin“ lautet ihr erster Satz. Sie wurde im Iran geboren, aber wenn man sie am Telefon hört, denkt man, sie sei Deutsche. 
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Jeder Satz wird durch ein einfaches Bild dargestellt und hier geht das Mädchen telefonierend über ein Seil und die Zuschauer jubeln ihr zu, zumal sie gerade ein besonders schwieriges Wort sagt. Sie berichtet über ihre Flucht und dass sie unerwünscht war, als sie angekommen ist. So wird sie erwachsen und sie wird von anderen ganz unterschiedlich wahrgenommen. Zusammen mit dem Reichsadler isst sie Spaghetti und darunter steht „Dabei war ich schon längst eine Deutsche.“ So wird sie mehrfache Mutter und wünscht sich, „Einfach Mensch“ zu sein, findet das aber nicht so einfach.
Die Bilder sind schlicht gehalten, als einzige Farbe wurde ein dunkles Rot benutzt, trotzdem sagen sie sehr viel aus. Neben den knappen Sätzen zeigen sie uns die Situation einer Frau, die als Flüchtling nach Deutschland kam und hier ihr Leben aufgebaut hat. Da Buch bietet viel Stoff zur Diskussion und es hält uns einen Spiegel vor, wie wichtig es ist, alle einfach als Mensch zu sehen.

Dagmar Mägdefrau

10 Katzen

10 Katzen
Emily Grawett
minedition
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Nach dem „10 Hunde“-Buch, das im Sauerländer-Verlag erschienen ist, geht es nun bei Emily Grawett um 10 Katzen. Auf dem Cover sieht man die weiße Katzenmama und rund herum ihre ganz unterschiedlich gefärbten Kinder.
Farbklekse und Farbtöpfe lassen ahnen, was da passieren wird. Aber zunächst sitzen alle 10 Katzen brav nebeneinander, naja, vielleicht sind nicht alle brav.
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Dann wird die Mama mit dem Text „1 Katze im weißen Fell“ vorgestellt, 2 Katzen sind schwarz, 3 getigert und 4 gefleckt. Bei 5 kommt Farbe ins Spiel, denn sie haben rote Farbflecken, so werden die Katzen immer bunter, bis sie am Ende in die Wanne kommen. 
Neben den unterschiedlichen Farben geht es natürlich um das Zählen. Aber es ist auch nicht immer ganz einfach, die vielen verschiedenen Farbflecken zu entdecken. Ein Buch nicht nur für Katzenliebhaber, aber die werden ihre Freude an den schönen Tieren haben. Die Kinder zählen begeistert und freuen sich, alle Katzen zu finden.

Dagmar Mägdefrau

Wo ist Popcorn? – Ein Hunde-Suchspaß-Abenteuer – Band 6

Wo ist Popcorn? – Ein Hunde-Suchspaß-Abenteuer – Band 6
Ralf Butschkow
Baumhaus
Da stimmt doch was nicht!
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir Lisa, die im Supermarkt nach ihrem Hund Popcorn sucht. Er schaut nicht nur unter einer Fußbodenfliese hervor, er ist auch viele Male als Abbildung zu finden. 
Lisa liegt faul auf der Couch und schaut fern, sie hat keine Lust mit Popcorn rauszugehen, das geht der kleine Hund einfach alleine los.
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Die Fahrradfahrerin, die einen Topf auf dem Kopf hat, sehen wir zunächst durch das offene Fenster, jetzt ist sie auf der Straße unterwegs und Lisa schaut aus dem Fenster, so verändert sich die Perspektive. Aber auf dem Bild gibt es noch einige ungewöhnliche Dinge zu sehen, so steht auf der Straßenbahn ein Toaster und vorne ist ein Stecker zu sehen. Am lustigsten finde ich den Abfall auf Beinen, der seine Zunge herausstreckt. Auch beim Hausbau gibt es viel zu entdecken. Der First besteht aus einem Bleistift und in der Baggerschaufel liegt ein Ball. Das Rohr wurde in Schlangenlinien verlegt und im Gerüst hängt eine Lampe. Auch im Bücherladen geht es verrückt zu, da greift der `Teppich nach einer Tasse und eine Hand reicht ein Buch aus dem Regal. An der Kasse gibt es Möhren und auf dem dicken Buch liegt ein Burger. Auf zehn Seiten geht es so weiter und am Ende gibt es eine Auflösung der „Fehler“. 
Auf jeder Seite ist ein kleiner Text vorzulesen, aber meist suchen die Kinder ohne Information einfach los, denn auf jeder Seite ist natürlich auch Popcorn zu finden. Aber der größte Spaß sind die verrückten Dinge, die auf jeder Seite zu finden sind. Die Kinder überbieten sich mit ihren Entdeckungen und amüsieren sich sehr.

Dagmar Mägdefrau

Ritter Rost und die drei Prinzessinnen – Band 22

Ritter Rost und die drei Prinzessinnen – Band 22
Jörg Hilbert
Felix Janosa
Annette Betz
Ritter Rost
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir die drei Prinzessinnen auf Skateboards, denn Drache Koks bringt ihnen das Fahren auf diesen Brettern bei. Ganz im Vordergrund winkt uns Ritter Rost zu.
Wie immer werden erst die drei Protagonisten vorgestellt und die kleine Insel, auf der die Eiserne Burg steht, ist auch zu sehen.
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Die Geschichte beginnt mit der Ankunft der drei Prinzessinnen, die aus einem Internat kommen und ein Praktikum absolvieren sollen. Da sie durch dreifaches Klopfen um Eintritt bitten, heißt auch das dazugehörige Lied, das auf der ersten Seite mit Text und Noten abgedruckt ist, „Klopf, klopf, klopf“. Vorne im Buch findest du eine CD mit den Liedern, denn das Buch ist ja ein Musical für Kinder. Du kannst die Lieder aber auch online abrufen.
Ein Praktikum auf der Eisernen Burg bedeutet nicht, „anmutige Zierschleifen zu binden“, sondern da lernt man handfeste Dinge. „Unser Zuhause ist kein Streichelzoo, sondern eine rüstige rostige Burg!“ meint dazu der Ritter Rost. So lernen Rosa, Pink und Pank tapezieren, Pferde beschlagen, backen und skaten.
So emanzipierten sich die drei süßen Prinzessinnen im Lauf des Buches, wissen, was sie mal werden wollen und fahren in der Skateboard-Nationalmannschaft mit. Sie haben ja in Bö ein tolles Vorbild, denn auch sie gibt in den Geschichten des Ritter Rost meist den Ton an.
Zu der Musik kann ich nur sagen, dass sie mir gefällt, sicher werden einige Lieder die Kinderzimmer meiner Enkel erobern, das Buch war auf jeden Fall ein Vorlese-Erfolg.

Dagmar Mägdefrau

Stimmt das?   

Stimmt das?
Anna Schindler
Katrin Dageför
Edition Pastorplatz
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Preis der Jugendjury des Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis
Da sitzt ein Mädchen im Schneidersitz auf einer großen Banane mit Reißverschluss. Das Buch ist voller Behauptungen, deren Wahrheitsgehalt am Ende aufgelöst wird.
Zunächst geht es um japanische Bücher, fangen sie von hinten an? Und sind darin wirklich keine Buchstaben zu lesen, sondern Schriftzeichen?
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So ein Buch ist in einer typisch japanischen Umgebung abgebildet und das kleine Mädchen schaut, wie der Bücherwurm ein winziges Stück ihres Buches abgeknabbert hat. So stellt sich natürlich auch die Frage, gibt es diese Würmer in echt? Dass die Zunge des Chamäleons besonders lang ist, wissen die meisten Kinder, aber ist sie doppelt so lang wie das Tier?Lustig ist die Behauptung, dass die Giraffe mit der Zunge in der Nase bohren kann. Ein echter Brüller ist die Frage, ob Marmorkuchen in Schweden Tigerkaka heißt.
Ja, wer darauf und auf viele andere Fragen ein Antwort haben möchte, der muss sich dieses lustige Bilderbuch vorlesen lassen. Es lohnt sich sicher und nebenbei lernt man noch eine Menge. Und bald kann man auf die Frage ganz hinten im Buch „Hast du alles gewusst?“ klar mit „JA“ antworten.
Übrigens, meinem Enkel hat das Buch sehr gut gefallen.

Dagmar Mägdefrau

Kuscheln

Kuscheln
Angelika Huber-Janisch
Maria Over
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Schon auf dem Cover geht es kuschelig zu, denn die beiden Koalas, die hier abgebildet sind, haben jeweils ein kleines Stück wunderschönes, weiches Fell. 
Genauso realistisch wie die beiden kuschelnden Koalas sind auch alle anderen Bilder in diesem Buch gezeichnet.
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Nach dem Inhaltsverzeichnis geht es zu den Löwen, hier sehen wir eine Mutter mit ihrem Kleinen, das sie liebevoll leckt. Die Überschrift beinhaltet einiges zu der Gattung der Löwen zu ihrer Heimat und ihrem Lebensraum. In einem kurzen Text wird die Situation, die wir sehen können, beschrieben. Auf der nächsten Seite ist die gesamte Löwenfamilie abgebildet, einschließlich des Vaters mit seiner beeindruckenden Mähne. Hier gibt es 7 Textfelder mit einer kurzen Überschrift zum Beispiel „Echt jetzt?“, „Gut gebrüllt, Löwe“ oder „Guck doch mal genau hin!“ Hier erfahren wir eine Menge über die Löwen, die, genau wie wir Menschen, gerne miteinander kuscheln. Das Bild auf der nächsten Seite, das eine Orang-Utan-Mama mit ihrem Baby zeigt, ist voller Mutterliebe. Auch hier sehen wir auf der nächsten Seite die große Familie, die sich gegenseitig laust. Weiter geht es mit den Erdmännchen, die in einem großen Verband zusammenleben und unter der Erde riesige Höhlen und Tunnelanlagen bauen. Hier führt immer ein weibliches Tier die Gruppe an und sorgt dafür, dass immer jemand darauf achtet, wenn sich Feinde nähern. Dann geht es zu den Pinguinen. Hier sorgt der Papa dafür dass die Kleinen gut versorgt sind, während die Mutter das Futter besorgt. Dann geht es zu den Koalas, die wir ja schon vom Cover kennen, es folgen noch einige andere Tiere, die sich anfreunden und miteinander Zärtlichkeiten austauschen.
Dieses wunderschön gestaltete Sachbuch wird sicher auch schon kleine Kinder interessieren. Die Texte sind immer von einem der Tierkinder geschrieben, was sicher der Identifikation guttut. Ganz am Ende sehen wir ein Kind, das mit geschlossenen Augen ein Elternteil umarmt, hier wird die Frage erläutert „Und warum kuschelst du?“

Dagmar Mägdefrau

Wie spricht man eigentlich über den Tod? 

Wie spricht man eigentlich über den Tod?
Anna Fiske
Hanser
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem grünen Cover sehen wir einige Icons, die zum Thema Tod passen. Das Buch beginnt mit einigen nachdenklichen Sätzen, ob und wie Menschen über den Tod nachdenken.
„Manche Menschen haben viele Fragen zum Tod“, dieser Satz steht unter einem großen Fragezeichen.
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Und für einige Fragen wird es auch keine Antworten geben. Anhand des Alterns einer Frau und der Entwicklung eines Schmetterlings wird gezeigt, dass der Tod zum Leben dazugehört. Nur wenn eine Pflanze verblüht, kann Samen entstehen, aus der neues Leben entsteht. Zunächst geht es um verstorbene Tiere, danach wird erklärt, dass es einfach zu viel Leben auf der Welt gäbe, wenn nichts sterben würde. Der nächste Teil befasst sich mit Stammbäumen, dann wird in kleinen Bildern in Zehnerschritten das Leben einer Hundertjährigen leuchtet. Organversagen ist oft schuld am Tod eines Menschen. Unfalltode kommen seltener vor, aber manchmal sterben auch Ungeborene und Babys. In klaren Sätzen wird gesagt, dass der Tod das Ende ist, wir aber den Verstorbenen immer in unserer Erinnerung behalten werden. Dafür steht ein rotes Herz, dass in seiner Gedankenwolke viele rosa Herzchen hat. Alle Arten von Beerdigungen werden danach in kurzen Texten und mit klaren Bildern beschrieben. Auf den nächsten Seiten geht es um die Trauer und wie wir mit unserer beziehungsweise mit der Trauer anderer umgehen. 
Dieses Sachbuch lässt eigentlich keine Frage über den Tod offen, sachlich und klar wird alles detailliert beschrieben. Die kleinen comicartigen Bilder ergänzen den Text sehr gut. Selbst Kita-Kinder stellen Fragen über den Tod. Ich bin der Überzeugung, dass es gut ist, ihnen auch diese Fragen zu beantworten und dabei kann diese Buch eine große Hilfe sein.

Dagmar Mägdefrau

Gleich…

Gleich…
Katja Reider
Sabine Wilharm
Hanser
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover zeigt schon sehr genau worum es in diesem Buch geht.  Das Kind hält beide Eltern an den Hosenbeinen fest, der Papa kümmert sich um das Geschirr und die Mama repariert eine Steckdose. 
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Nach dem Aufwachen hat Lenny einiges zu spielen, zusammen mit Teddy Eddy ist er im Dschungel unterwegs. Doch die Eltern rufen schon nach ihm und seine Antwort ist „gleich“. Auch im Bad gibt es viel zu tun, da müssen Entchen sortiert werden, und natürlich müssen seine Kuscheltiere beim Frühstück auch etwas abbekommen. Immer wieder antwortet Lenny auf die drängenden Elternrufe mit „gleich“. Doch statt auf den Waldspielplatz zu starten, fällt Papa ein, dass er noch eine Fuhre Wäsche in die Maschine schmeißen kann. Als Mama die Räder holen will, brennt kein Licht im Schuppen und sie macht sich an die Reparatur. So finden die Eltern immer wieder etwas, was man im Haushalt machen könnte, da wird auch noch in den Baumarkt und in den Supermarkt gefahren und immer wenn Lenny drängelt, bekommt auch er das Wort „gleich“ zu hören. Als dann endlich alle soweit sind, fängt es an zu regnen und die Eltern beginnen wieder mit ihrer Hausarbeit. Doch dann gibt es kein „gleich“, dann müssen die beiden schnell zu Lenny kommen, weil eine wunderbare Überraschung auf sie wartet. So endet alles mit einer wunderschönen Umarmung.
Das Buch beschreibt den Alltag, den sowohl Eltern als auch Kinder kennen. Sicher wird der eine oder andere sagen, genauso geht es bei uns zu und was kann man mehr verlangen von einem Bilderbuch.
Es ist einfach toll, wie diese dynamischen Bilder den schönen Text ergänzen. Das macht das Buch zu einem idealen Vorlesebuch.

Dagmar Mägdefrau

Wer hat von meinem Keks genascht?  

Wer hat von meinem Keks genascht?
Lucy Astner
Nadine Y. Resch
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Nachdem er aus dem Winterschlaf erwacht ist, hat der Igel einen riesigen Hunger und deshalb freut er sich über den schönen runden Keks, der vor seiner Tür liegt. Doch erst will er sich noch einen Serviette umbinden, wegen der Krümmel. Als er zu seinem Keks zurückkehrt, findet er ihn angebissen vor. 
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Es folgt eine Art Déjà-vu, denn sofort fällt uns der kleine Maulwurf ein, denn auch der Igel geht los, um den Verursacher zu finden. Nachdem er den Keks durch den Wald gerollt hat, trifft er auf das Eichhörnchen, dessen Unschuldsbeteuerungen der Igel nicht so ganz glaubt, aber das Eichhörnchen kann es durch einen beherzten Biss in den Keks beweisen. Sein Abdruck sieht ganz anders aus. Auch der Maulwurf kann durch einen Biss seine Unschuld beweisen. Haselmaus-, Frosch- und Spechtgebissabdrücke sind ebenfalls anders. Da der Igel merkt, dass sein Keks immer kleiner wird, gibt er die Suche auf. 
Am Anfang des Buches kann man das Rezept für den leckeren Keks finden und ganz am Ende gibt es noch ein paar Tiere und ihre Bisse in den Keks, da kann man den Dieb finden.
Ein fröhliche Suchbuch mit einen kleinen Happy-End und schönen Bildern. Erstaunlicherweise hat die umgebundenen Serviette des Igels dasselbe Muster wie die Schnuffeldecke des Siebenschläfers. Vielleicht gibt es nur einen Stoffladen im Wald?

Dagmar Mägdefrau

Das Neinhorn und der Geburtstag   

Das Neinhorn und der Geburtstag
Marc-Uwe Kling
Astrid Henn
Carlsen
Das Neinhorn
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Es ist schön, mal wieder vom NEINhorn und seinen Freund*innen zu hören. Alle sind wieder zusammengekommen, die KönigsDOCHter, der WASbär und der NahUnd. Wie gewohnt streiten NEINhorn und KönigsDochter und die anderen beiden wetten darum, ob die beiden Streitenden wohl einen Tag ohne Streit auskommen würden. 
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Als dann der Streit in ein Schubsen übergeht, eskaliert die ganze Situation und die KönigsDOCHter kündigt dem NEINhorn die Freundschaft und schlimmer noch, sie lädt ihn nicht zu ihrem Geburtstag ein und er darf auch nicht die Torte probieren. Als sich dann herausstellt, dass heute ihr Geburtstag ist, läuft das NEINhorn einfach weg, um die KönigsDOCHter mit einem Geschenk zu besänftigen. Ein Geschenkt findet das NEINhorn nicht, aber neue Freunde, die ebenfalls kleine Macken haben und sehr nervig sind. Kann er die als Geschenk mit zur Feier ins Schloss bringen.
Beim Lesen laut lachen ist eine völlig normale Reaktion bei den NEINhorn-Büchern, absurde Situationen, verrückte Gewohnheiten und Sätze wie „Und vielleicht, nur vielleicht -man weiß ja nicht -, hatte sie ja selber schubsen wollen.“ machen diese Bücher zu etwas Besonderem. Ergänzt wird die Komik noch durch die Bilder und die Sprechblasen, in denen das „Nein“ und das „Doch“ nur so hin und her fliegen. Zum Schluss lernen die Beteiligten noch ein neues Wort, das sie aber auf ein „Sch“ abkürzen. Nein, nicht was Sie vielleicht denken, es geht um das Wort „Entschuldigung!“

Dagmar Mägdefrau

Earhart – Der abenteuerliche Flug einer Wühlmaus um die Welt     

Earhart – Der abenteuerliche Flug einet Wühlmaus um die Welt
Torben Kuhlmann
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Zehn Jahre nach dem ersten Teil dieser wundervollen Reihe gibt es wieder ein neues Flugabenteuer. Amelia Earhart brach 1937 zur Umrundung der Welt auf und verschwand hinter Australien im Pazifik. 
Die kleine Wühlmaus, von der dieses Buch berichtet, schafft es ebenfalls bis dorthin. Aber ich fange mit dem Ende an, jetzt also zurück auf Anfang.
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Auf dem Cover sehen wir die Flugpionierin, mittig als Menschenfrau und zu ihren Füssen die kleine Wühlmaus. Diese Maus tüftelt tief unter der Erde in ihrer Werkstatt an neuen Erfindungen, als ihr eine Briefmarke aus Uganda mit einem Löwenbild in die Pfoten fällt. Das macht sehr neugierig und als sie erfährt, dass die Erde rund ist, erwächst in ihr der Wunsch, um die Welt zu fliegen. So nimmt sie Kontakt zu der Maus auf, die in einem früheren Buch geflogen ist. Dieser alte Mäuserich, der beim Flugzirkus nicht mehr gefragt ist, hilft ihr mit seinen Plänen und unterstützt ihren Traum vom Fliegen. So schafft es die kleine Wühlmaus, ein Flugzeug zu bauen und damit über ihrer Gartenanlage in die Lüfte zu starten. Nach einigen Problemen startet sie dann Richtung New York. 
Das Bild dieser Stadt ist sicher eines der beeindruckendsten Illustrationen diese wunderschönen Bilderbuches. Jede Seite kann man immer wieder anschauen und man findet ständig neue schöne Details, die naturgetreu sowohl die Mäusewelt als auch die Menschenwelt darstellen.
Auch dieser fünfte Band über Mäuse, die Ungewöhnliches geleistet haben, ist wieder ein Meisterwerk und ich hoffe, es werden noch viele Bücher folgen.

Dagmar Mägdefrau

Füchslein in der Kiste

Füchslein in der Kiste
Antje Damm
Moritz
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Wir so oft hat Antje Damm auch diese Bilderbuch als Diorama gestaltet und schon auf dem Titel sehen wir das Füchslein, das auf einer Kiste im Wald schläft. Die Kiste ist wohl ein Sarg und man sieht auch Grabsteine im Hintergrund.
Der müde Fuchs sitzt auf seinem Sarg, den er auf eine Lichtung gebracht hat.
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Als der Fuchs eingeschlafen ist, tauchen einige Hasen auf. Zunächst sind sie vorsichtig, doch als der Fuchs aufwacht, sagt er ihnen, dass sie keine Angst haben müssen, weil er inzwischen alt und zahnlos sei. Deshalb hat er in der Kiste auch Tomatensuppe in Dosen, die bietet er auch den Hasen an. So haben sie gemeinsam eine schöne Zeit, in der sie spielen und er den Hasen Geschichten aus seinem Leben erzählt. Doch als die Suppen langsam alle gegessen sind, sagt der Fuchs „Ich bin müde. Bald werde ich gehen.“ So stirbt das alte Tier und die Hasen beerdigen ihn. So bekommt der Fuchs ein Grab mit einem Kreuz auf den „Fuchs“ steht und die Hasen denken noch oft an ihn und essen Tomatensuppe in seinem Gedenken.
Obwohl die Geschichte vom Tod handelt, ist sie doch sehr tröstlich und die Hasen behalten den Fuchs in liebevoller Erinnerung. Diese Buch kann die Kinder auf zarte Weise mit der Thematik Trauer und Tod vertraut machen, ohne sie zu erschrecken oder ihnen Angst zu machen. Obwohl wir (alten) Erwachsenen uns oft schwer mit diesem Thema tun, sollten wir es nicht außen vorhalten, denn auch der Tod gehört zum Leben und der Fuchs ist sicher, dass es dort, wo er hingeht, „bestimmt schön sein wird.“.

Dagmar Mägdefrau

Das Noris sagt Nein!

Das Noris sagt Nein!
Antje Damm
Moritz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Dieses Buch ist in der Scherenschnitt-Technik erstellt und beschränkt sich auf die Farbe Schwarz mit einigen kleinen Farbtupfern. Das Cover zeigt das kleine Noris unterwegs auf einer Wiese.
Das kleine Körbchen hat es dabei, um die leckeren roten Beeren zu sammeln. Für uns wird auch die kleine Wohnhöhle unter der Erde sichtbar, in der das Noris sitzt und genüsslich seine Beeren verspeist. Nebenbei sehen wir einen Vogel, der nach einem Wurm pickt, der in der Erde verschwindet.
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So gibt es immer viel neben der eigentlichen Geschichte zu entdecken.  Mit einen lauten „Tap, Tap“ sehen wir nackte Füße auf der Wiese und eine bunte Glasmurmel. Das Noris „hält den Atem an…“ Dann fällt die Murmel in seine Höhle und das Nori steckt neugierig seinen Kopf aus der Öffnung und sieht eine Riesin. Dieses Mädchen nimmt das Noris mit zu sich nach Hause, um mit ihm zu spielen. Doch im Laufe der Zeit merkt es, dass das kleine Wesen sich nicht wohl fühlt und bringt es wieder zurück auf seine Wiese.
Diese Scherenschnitte sind wundervoll gestaltet und erzählen die gefühlvolle Geschichte sehr eindringlich. Das Noris ist ein geschlechtsloses kleines Wesen, das dem Mädchen zeigt, dass es keine Spielzeug ist, dass es nicht gefüttert werden will, dass es wieder in seiner Umgebung leben möchte und das Mädchen ist einfühlsam genug, das zu verstehen und sich wieder vom Noris zu trennen.

Dagmar Mägdefrau

Lotte niest

Lotte niest
Marcel K. Bosdorf
Mattias Gordon
Hälsinglands Kupa
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover zeigt schon ganz klar, worum es in diesem Buch geht. Lotte hat den Mund weit auf und man hört förmlich ihr Niesen. In kleinen, fast comichaften Bildern wird die Geschichte von Lotte erzählt, ihr Problem ist ihr lautes Niesen, das sich wie Kanonen oder wie ein Gewittersturm anhört. 
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Auf einer Busreise zu ihrer Oma passiert dann das zu Erwartende und die Busfahrerin bremst sehr heftig. Nachdem Lotte verschämt zu früh aussteigt, kommt sie an einen Sportplatz und startet mit ihrem Niesen die Läuferinnen. Im Wald erschreckt sie die Tiere, aber dann kann Oma sie in ihre Arme schließen. Es wird dann ein kleiner informativer Teil eingefügt, bevor die Geschichte weitergeht und Lottes Niesen durchaus noch seine Vorteile hat.
Niesen müssen wir alle mal und die Geräusche, die dabei zu hören sind, sind sehr unterschiedlich, wie auch ihre Lautstärke variieren. Diese Buch widmet sich diesem Thema mit einer tröstlichen Erzählung und vielen Informationen. Die kleinen Bilder sind wie Comics gestaltet und witzig gezeichnet.

Dagmar Mägdefrau

Der kleine Siebenschläfer – Das machen wir im Herbst!

Der kleine Siebenschläfer – Das machen wir im Herbst!
Sabine Bohlmann
Kerstin Schoene
Thienemann
Der kleine Siebenschläfer
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Nach den Bilder- und Geschichtenbüchern vom kleinen Siebenschläfer, der mit seiner türkisen Kuscheldecke mit den weißen Punkten, ein alter Bekannter der Kinder ist, gibt es hier ein Spiel- und Bastelbuch. Auf dem Cover tragen der Siebenschläfer und sein Freund, die Haselmaus, Laternen in der Hand. 
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Alles dreht sich hier um den Herbst, der mit Wind und Wolken daherkommt. So kann ich mich auf den ersten Seite an einem Wolkengedicht erfreuen und Papierflugzeuge falten und fliegen lassen. Es gibt eine Anregung für ein Windspiel und mir gefällt das Windrad besonders gut. Natürlich gehört das Basteln eines Drachen zum Herbst und hier gibt es Tipps zum Fliegen lassen, sogar ein Drachenfest könnten wir planen. Pflaumenkuchen mit Streuseln, da bin ich immer dabei und Esskastanien mag ich sehr gerne. Was man alles mit Blättern und Kastanien machen kann, auch da fällt Sabine Bohlmann viel ein. Kerstin Schoen hat auch diese Büch wieder mit wundervollen Illustrationen ausgestattet.
Es gibt noch viele schöne Bastelideen, aber alle habe ich schon irgendwo gesehen. Am Ende des Buches ist die Geschichte „Der letzte Blätterfalltag“ abgedruckt, die ich auch aus einem anderen Buch kenne.
Sicher ist das Buch sehr schön zusammengestellt und gestaltet, aber leider gibt es schon viele Bücher in dieser Art.

Dagmar Mägdefrau

Tine & Tupf erleben ein Winterabenteuer    

Tine & Tupf erleben ein Winterabenteuer
Lisa Moroni
NordSüd
Tine & Tupf
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover fahren Tine und Tupf fröhlich mit dem Schlitten den Berg hinunter und auf der nächsten Seite sehen wir die Spuren der beiden im Schnee. 
Tupf, der gelbe Marienkäfer, und Tine, die ich für ein Maulwurfmädchen halte, haben schon viele Vorräte für den Winter angelegt.
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Sie wohnen in einem sehr gemütlich eingerichteten Baumstumpf. Tupf möchte diesmal nicht so früh seinen Winterschlaf beginnen, er möchte auch einmal den Winter erleben. So näht Tine für ihren kleinen Freund Wintergarderobe, so können die beiden dick eingepackt in die Natur gehen und Schlittschuh laufen. Doch als sie ein Schneesturm überrascht, verlieren sie die Orientierung, so folgen sie den Spuren im Schnee und finden eine Eichhörnchenfamilie, mit der sie toll im Schnee spielen können. Mit den Spitzmäusen fahren sie Schlitten, als eine Katze sie in eine Höhle treibt. Hier bleiben sie die ganze Nacht, um dann festzustellen, dass sie ihr eigenes Haus im Dunkel nicht erkannt haben.
Eine hübsche kleine Wintergeschichte, mit viel Schnee und einem niedlichen Freundespaar. Die Bilder haben etwas von der skandinavischen Gemütlichkeit und strahlen viel Wärme aus.

Dagmar Mägdefrau

Die zauberhafte Wichteltür   

Die zauberhafte Wichteltür
Nicola Anker
Lena Heger
Loewe
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
In vielen Haushalten und Kitas treffen wir auf Wichteltüren und hier wird aus Sicht des Wichtels Mikkel, der uns auf dem Cover fröhlich zu lächelt, erzählt, wie das Wichtelleben von uns Menschen aus gesehen hinter der Tür abläuft.
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Mikkels beste Freundin ist ein Glühwürmchen namens Lämpchen, aber die kann Mikkel leider auch nicht bei der Wahl einer Wichtelaufgabe beraten, so kommt es, dass Mikkel ein Türwichtel wird. Sozusagen ein flexibel einsetzbarer Wichtel mit besonderen Aufgaben. 
In diesem Jahr soll er der kleinen Lu ihren sehnlichsten Wunsch nach einem schönen Weihnachtsfest erfüllen, denn im letzten Jahr fiel Weihnachten bei der Familie Herbst völlig aus. So zieht Mikkel mit seiner roten Wunschtür bei den Herbst ein und Lu versorgt ihn mit Legosteinen für seine Tür, die leider etwas hoch hängt für den kleinen Wichtel. Anhand eines Handbuches „Weihnachtswichtel für Anfänger“ planen Mikkel und Lämpchen, Vater und Mutter Herbst für Weihnachten zu begeistern. Leider ist ihnen der Kater Kalle, anders als erwartet, zunächst keine Hilfe.
In 13. Kapitel wird Mikkels Geschichte mit vielen bunten Bildern erzählt. Die Erzählung startet am 29.11. im Wichtelland und geht dann in großen Schritten auf den Heiligen Abend zu, der bei den Herbst sehr feierlich begangen wird. Wir nehmen an den Sorgen und Rückschlägen des kleinen unerfahrenen Wichtels teil und hoffen mit ihm, dass alles irgendwie gut läuft, wenn auch nicht perfekt.

Dagmar Mägdefrau

Süßes oder Saures Palomino

Süßes oder Saures Palomino
Michael Escoffier
Matthieu Maudet
Mixtversion
Palomino
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Schon das Cover lässt Horror erwarten, Palomino hat sich als Kürbis verkleidet, aber sein Mädchen Scarlett geht als Zombie. Gemeinsam mit ihren Freunden machen sie sich mit ihren Körbchen auf, Süßes zu sammeln. 
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Auch wenn Palomino mit seinem Kostüm und einem „Buh“ eher Gelächter als Angst erzeugt, so ist doch einiges an Süßem zusammengekommen, als sie an das „Geisterhaus“ kommen. Scarlett hat keine Angst und stürmt sofort hinein und weil sie Palominos Mädchen ist, muss er hinterher und erlebt einiges, was ihn erschreckt. Aber das gibt er natürlich nicht zu, als alle zusammen auf dem Nachhauseweg sind.
Die Illustrationen haben viele Details und allein Scarlett mit dem Beil im Kopf ist erstklassig.
Die Umkehrung, dass ein Pferd ein Mädchen hat, ist einfach toll, aber diese Halloween-Geschichte ist richtig lustig, wenn man selbst nicht zu schreckhaft ist. Ängstlichen Kindern würde ich sie nicht unbedingt im Vorschulalter vorlesen. Aber Schulkinder haben sich auch noch viel Spaß an diesem lustigen Horror-Bilderbuch.

Dagmar Mägdefrau

Wer macht das Chaos in meinem Kopf

Wer macht das Chaos in meinem Kopf
Leonie Muth
Mabuse-Verlag
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das kleine Büchlein im Format der Pixie-Bücher erklärt kindgerecht ADHS, eine Störung, die bei vielen auftritt. Nach dem kurzen Vorwort für die Eltern gibt es ein noch kürzeres Vorwort für die Kinder von der Autoren. Und dann stellen sich das blaue Oval Anni, das grüne Dreieck Dennis, der sattgelbe Fast-Kreis Hans und die lila Raute Susie vor. Uns Erwachsenen sagen ihre Nachnamen etwas, so heißt Anni Adrenalin und saust flink durch unser Hirn. 
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Dennis Hausname ist Dopamin, er hat gute Laune und ist motiviert. Hans Hormon gibt es in etlichen Ausführungen und er ist u.a. für alles zuständig, was mit Energie zu tun hat. Serotonin heißt die Susie und sie ist eine Freundin von Dennis, ist aber auch für unseren Appetit und den Schlaf zuständig. Alle diese Freunde wohnen in den Synapsen unseres Hirns. Und wenn jetzt die Aufforderung, einkaufen zu gehen, in unsere Ohren dringt, erklärt uns diese kleine Geschichte, was alles geschehen kann und weshalb es nicht klappt mit Mamas Wunsch.
Ich finde diese bildlich dargestellte Reaktion im Hirn sehr gut dargestellt, die einfachen Illustrationen zeigen genau, was da nicht richtig läuft und warum. Ich finde, dadurch können auch die nicht Betroffenen verstehen, warum jemand mit der Diagnose ADHS nicht wie gewünscht funktioniert.

Dagmar Mägdefrau

Die Band, die keiner kennt

Die Band die keiner kennt
Nadia Budde
Peter Hammer Verlag
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Uwe Lüders Preis für Illustrationskunst im Kinder- und Jugendbuch 2025
So ein Cover gibt es nur bei Nadia Budde, diese skurrilen bunten Figuren erkennt man sofort. Diesmal wird uns eine Band vorgestellt. 
Zunächst lernen wir ein türkises Wesen, dessen Haar wie Gras aussehen und das zwei gelbe Augen hat, kennen. „Fell im Gesicht/Kennen wir nicht!“ Die Gestalt mit der grauen Perücke trägt Filzstiefeletten, ist aber auch nicht bekannt.
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Ebenso unbekannt ist der mit dem gewürfelten Rock. Auch die mit „Ohren wie Papier“ ist „Niemand von hier!“ Dann sehen wir die Vier mit ihren ungewöhnlichen Instrumenten, die sie dann auch spielen. Erstaunlich, wie diese eigenartigen Figuren so etwas wie Musik herüberbringen. Und schon strömen alle hin zur Band und es wird getanzt, bis alle erschöpft sind. Und so wird unsere Band zu einer, die man kennt. 
Diese kleinen kurzen Sätze, die sich reimen und diese ungewöhnlichen Kreaturen, ergeben wieder eine ganz besonderes Bilderbuch, das ich mit viel Spaß vorlesen werde und das sicher auch die Kinder wieder lieben werden.

Dagmar Mägdefrau

Wer hat Angst vor dem Licht?

Wer hat Angst vor dem Licht?
Anna McGregor
Leykam:
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Coverbild verschwindet hinter dem riesigen, in leuchtendem Gelb gedruckten Titel. In einer Sprechblase, die von zwei Augen ausgeht, steht, dass der Umschlag im Dunkeln leuchtet. Wow!!!
Die Möwen, der Delfin und der Kalmar auf den nächsten Seiten verweisen darauf, dass wir noch weiter nach unten in den Ozean müssen.
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Dort ist alles schwarz wie die Seiten des Buches. Da taucht die Sprechblase mit der Information auf, dass Rufus dort im Dunkel sitzt. 
„Wie aufregend, einer waschechten Tiefseekreatur begegnen zu dürfen.“ freuen wir uns. Rufus findet die Dunkelheit toll, sie ist sicher für ihn. „Die wahren Monster verstecken sich im Licht.“ Nachdem wir feststellen konnten, dass Rufus Augen haben muss, sehen wir diese erdachten Augen. Er selbst hält sich für niedlich und so stellen wir ihn uns vor. Als ein Licht auftaucht, verschwindet Rufus und das Licht gehört zu einem Anglerfisch. Erst als er verschwindet, taucht Rufus wieder auf und wir bekommen die Information, dass er einen Schwanz hat. So sprechen jetzt Augen und ein kleiner Fischschwanz zu uns. Es tauchen noch andere ungewöhnliche Lebewesen der Tiefe auf, aber die größte Überraschung ist die Identität von Rufus.
Ein witzig-frisches Sachbilderbuch zum lustigen Gruseln, so wird das Buch vom Verlag angeboten und damit ist so ziemlich alles gesagt. Allein die Aufmachung ist außergewöhnlich. - Die wenigen Illustrationen, die diese Tiefsee-Kreaturen so realistisch auf den schwarzen Seiten zeigen. Die Sprechblasen von Rufus, die unserer Fantasie anregen und die Realität, die am Ende überrascht.
Ungewöhnlich und beeindruckend, dieses Sachbuchs, das dabei so leicht und witzig ist.

Dagmar Mägdefrau