Letzte Runde Geisterstunde

Letzte Runde Geisterstunde
Nadia Budde
Kunstmann
Leseempfehlung ab 2 Jahre

Wie immer hat Nadia Budde hier tolle Reime mit fantasievollen Bilder zu einem besonderen Buch zusammengebracht. Die Geister sind sehr vielfältig erdacht. „Grün. orange, gescheckt, kariert, allein, zu zweit, zu dritt, zu viert“ beginnt das Buch und mit aufsteigenden Zahlen geht es auch weiter, die Menge der Geister auf den Bildern steht immer im Bild und es wird sicher sehr schwierig sie zu zählen. Nach einer riesigen Aufzählung der Geistersorten, sehen wir die Geistermeister. Menschenkinder mit nackten Beinen und Tüten oder Lacken über dem Kopf. Denn „Geister lassen sich vertreiben… oder… lassen wir sie bleiben?“ So endet alles mit einem lustigen Bild von der Geisterbahn.

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Die Sprache des Buches ist so schön und es macht riesenspaß es vorzulesen. Die Bilder haben ihren eigenen Stil und sind schon kleine Kunstwerke. Trotzdem des Themas sind sie nicht wirklich gruselig.

Dagmar Mägdefrau

Häschen tröstet

Häschen tröstet
Cori Doerrfeld
Zuckersüß
Leseempfehlung ab 2 Jahre

Schon das Cover mit dem kleinen Kind, das sich an das Häschen kuschelt, ist zum liebhaben. Das Kind heißt Charlie und es baut mit seinem Bausteinen „etwas Großartiges“. Leider stürzt dann alles zusammen und Charlies sitzt traurig vor den Steinen. Dann kommen Tiere, wie das Huhn, der Bär, der Elefant und das Känguru, die Ratschläge geben. Immer nach den Eigenschaften, die man von ihnen kennt.

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So säuselt die Schlange „Lasss unsss wass von jemand anderem kaputt machen,“ Da Charlie nicht auf die Vorschläge eingeht, gehen die Tier wieder fort. Dann kommt das Häschen und es setzt sich ganz ruhig neben das Kind. Es bleibt bei Charlie, während er alle Ratschläge durchspielt. Dann hat Charlie einen neuen Plan und kann sich wieder freuen.

Die Texte sind sehr kurz und gut zu verstehen, die Bilder können sehr eindrucksvoll die Gefühle des kleinen Charlie veranschaulichen. Ein tröstliches, ruhiges Buch, das mein Enkel sehr mag.

Dagmar Mägdefrau

Wenn Männer weinen

Wenn Männer weinen
Jonty Howley
Zuckersüß
Leseempfehlung ab 3 Jahre

Der Einband ist blau und man sieht viele Taschentuchboxen, ein schöner Einstieg. Levis erster Schultag steht bevor und er hat natürlich Angst. Papa sagt beim Abschied tröstend zu ihm „Männer weinen nicht“. Mit dem Ratschlag macht Levi sich auf den Weg. Dann kommt er an einem Fischer vorbei, der sich für eine lange Reise bei der Familie verabschiedet. Er sieht einen Harfenisten und Poeten, die ebenfalls ergriffen weinen. Levi wiederholt sein Mantra „Männer weinen nicht“. Er sieht noch viele Männer in unterschiedlichen Lebenssituationen und erkennt „Männer weinen überall!“  In der Schule verläuft alles gut und auf dem Heimweg denkt Levi nach. Zu Hause hatte Papa Tränen in den Augen und musste gestehen, dass auch er Angst hatte. So nehmen sich die beiden in die Arme und „Männer weinen doch“ ist die Erkenntnis dieses Buches.

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Die Geschichte spielt an der See und die Bilder zeigen wunderschön die Situationen. Es gibt viel zu entdecken und die Bilder sind einfach sehr wirkungsvoll. Der Text ist sehr kurz und prägnant, die Kinder verstehen schnell um was es geht und vielleicht tragen sie auch einen dieser schnell gesagten Sätze mit sich rum und finden hier ihre Bestätigung.

Dagmar Mägdefrau 

Conni im Schnee

Conni im Schnee
Liane Schneider
Janina Görrissen
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Das kleine broschierte Heft ist handlich und gut für unterwegs zu nutzen. Der Preis ist mit 3,99 € sehr günstig, zusätzlich gibt es in der Mitte noch eine „Mitmach-Zeitschrift der Lesemaus“ mit Bastelvorschlägen.

Die Bilder zeigen realistisch den Alltag von Conni und wie der Titel sagt, schneit es. Der Schnee muss erst mal vom Weg und Auto entfernt werden, dann geht es mit dem Schlitten in den Kindergarten. Die Kinder legen sich in den Schnee und hinterlassen einen Engel. Dann wird eine Schneemannfamilie samt Katze gebaut. Die schauen, als die Kinder sich mit Tee und Obst versorgt eine Geschichte anhören ins Fenster hinein. Zu Hause kümmert sich Conni um die Vögel im Garten. Zusammen mit Mama kocht sie Vogelfutter. Am Ende taut es wieder und der Schneemann ist schon etwas kleiner geschmolzen. 

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Die Texte sind nicht zu lang und erzählen kindgerecht vom Schneeerlebnis. Obwohl die Bilder übersichtlich sind, gibt es viel zu sehen.

Dagmar Mägdefrau

Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen

Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen
Kathryn Cristald
Kristyna Litten
Mixtvision
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Ein wirklich verrücktes Bilderbuch mit herrlichen Bildern. Zunächst sehen wir die Kühe noch auf der Weide, doch dann folgen Bilder mit einer Rakete zum Weg zum Mond und Kühe, die eine Raumstation bedienen. „.. auf den Mond, zu fremden Sternen und in unerreichte Fernen..“ Nach dem Titel folgt dieser gereimte Teil, dann wieder der Titel. 

„Ich liebe dich, bis die Yaks verreisen“ geht es weiter im Buch. Sie reisen mit einem Feuerwehrauto, das ein Yak fährt und hinten hängt ein Yak waagerecht dran. Die anderen reisen mit dem Cabrio. Die Schafe segeln und wir sehen die Seekühe und den Buckelwal im Meer. Die Wölfe schweben in Ballons und die Schweine winken. Die Frösche tauchen, die Hirsche steppen und die Gänse backen. Nachdem die Ameisen mit einem Kuchen feiern, sind alle Tiere müde und auf der letzten Seite kommt noch einmal die Beteuerung „Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen“.

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Ich bin mir nicht sicher, dass das Buch bei Kindern ankommt. Aber es ist sicher ganz toll für Verliebte. Da kann man ja seiner Liebe nicht in Worte fassen und da macht dieses Buch ganz sicher Spaß.

Dagmar Mägdefrau

Wie und wo geht der Floh aufs Klo?

Wie und wo geht der Floh aufs Klo?
Daniela Kulot
Gerstenberg
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Ein Pappbilderbuch mit runden Ecken und hübschen bunten Bildern. Dazu ein Thema, das seit „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ immer wieder in Bilderbücher vorkommt. 

Die kleine Tine muss zum Klo und fragt ihre Mama „Sag mir doch mal, wie und wo geht der Floh aufs Klo?“ Diese Frage  flüstert sie ihrer Mama ins Ohr und auf der nächsten Seite sehen wir einen Floh, dem was aus dem Schlüpfer fällt. „Die Katze gräbt einen Grube und drückt kräftig auf die Tube“. Dass ein Fuß über dem Hundehaufen zu sehen ist, finden wir besonders lustig. Nach Fisch und Kuh macht ein Spatz einem Paar auf den Kopf, auch das bringt Heiterkeit und ein Iiiii mit sich. Nach Elefant und Schlage setzt sich ein Fliege auf die Klobrille und Tine aufs Töpfchen. Auf der letzten Seite geht was in die Hose, was die Tiere nicht stört.

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Kinder lieben Wiederholungen und diesen Anspruch erfüllt die immer gleich lautende Frage von Tine. Die Antworten sind manchmal etwas konstruiert, so glaube ich nicht, dass Schlüpfer ein gängiges Wort im Sprachschatz der Zweijährigen ist. Aber das mit den Reimen ist ja auch nicht immer so einfach.

Dagmar Mägdefrau

Räuberkinder

Räuberkinder
Anje Damm
Gerstenberg
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Deutschen Jugendliteraturpreis 2009

In der Struwwelpeter-Ausstellung 2019 in Oberhausen wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Räuberkinder mit rausgestreckter Zunge und Grimmassen schneidend. „Das sind 2 Räuberkinder. Sie sind wirklich sehr , sehr böse!!!“ so beginnt das Buch und die beiden sind mit schielenden Auge und einem unzufriedenen Gesicht abgebildet. Der gelbe Fisch hat ein Messer im Rücken. Im Bad malt sich der Junge mit Lippenstift an, den hat er vorher an der Wand benutzt. Das Klopapier wurde abrollt und die Zahnpasta wird ausgedrückt. Chaos auch beim Frühstück, Kanne und Tasse ausgeschüttet, der Ketschup fließt rot auf den Tisch. Sie spielen eigenartige Spiele und basteln seltsame Sachen, kümmern sich nur manchmal um die Haustiere und wenn sie einkaufen ist die Straße menschenleer. Sie teilen nicht, halten aber , wenn es darauf ankommt zusammen. Das Buch endet „Nein, du bist doch nicht etwas auch ei Räuberkind?“. Was mein Enkel eindeutig mit nein beantwortet.

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Die Bilder sind krakelig und auch die Schrift ist unordentlich auf der Seite verteilt. Mir gefallen einige Aussagen nicht so gut, weil sie für mich nicht ganz eindeutig sind. So z.B. das Gebastelte Finger-Gesicht? „Das ist ein Känguru!“ „Nee, ein Bagger!“ Da muss ich zugeben, das mir die mögliche Aussage da unklar ist. 

Trotzdem wird Anschauen des Buches Spaß machen und hoffentlich nicht zum Nachmachen anregen.

Dagmar Mägdefrau

Wir sind stark

Wir sind stark
Miriam Cordes
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Hier stellt sich uns eine kleine Kindergartengruppe vor. Lena ist die Erzieherin und fünf Kinder werden mittels Portraits gezeigt, klappt man die  kleinen Bilder auf, ist dieselbe Person nicht mehr lächelnd, sondern mit traurigem Gesicht abgebildet.

Dann äußert einer seine Meinung beginnend mit „… Ist doof! …“ auf einer kleineren Mittelseite sieht man das entsprechende Kind mit seinem negativen Verhalten, auf der Rückseite macht es etwas positives und eine anderes Kind meint „Stimmt gar nicht! … kann..“ So geht es mit allen Kindern der Gruppe. Da macht sich einer in die Hose, kann aber toll turnen oder ein Mädchen doppelt, malt aber die schönsten Bilder. 

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Dann kommt die Erzieherin an die Reihe, „Immer meckert sie!“ Dann folgen Beispiele und ein Bild über alle Seite, wo die fünf Kinder ihre Zungen herausstrecken. Als Lena fragt, „Fällt euch sonst gar nichts ein?“ antwortet jedes Kinder mit stufenförmig angelegten Seite, was es gut findet. Aber Lena meint, am allerbesten kann sie „alle gleichzeitig am liebsten haben.“

Allein schon die sehr schön überlegten Spiele mit den Seiten zeichnen dieses Pappbilderbuch als besonders aus. Und sicher ist es gut sich, gerade, wenn einer uns besonders doof erscheint, darüber nachzudenken, was man an ihm mag. Deshalb ist es ein schöner Ansatz. Trotzdem befürchte ich, dass es dazu auffordern kann, viel Doofes über eine Person zu sagen. Die Kinder und die Erzieherin tragen, bis auf den dunkelhaarigen Milan, schöne deutsche Namen und haben helle Haare, es gibt auch z.B. keine Brillenträger. Ich befürchte, dass das nicht die Norm in unseren Kindergärten ist und denke damit werden nicht alle Kinder abgeholt, wie man heute so schön formuliert.

Die Bilder sind einfach und schön gestaltet, die Texte kurz und gut verständlich.

Dagmar Mägdefrau

Mein Zug hält auf der ganzen Welt

Mein Zug hält auf der ganzen Welt
Norman Klaar
Karsten Teich
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Der Zug mit dem kleinen Emil fährt, wie der Titel verspricht, durch die ganze Welt. Start ist Europa, dort winken Pferde und eine Ziege. Dann geht es in den Regenwald zu den Affen, zum Büffel nach Nordamerika, zum Löwen nach Afrika, Pandas gibt es in Asien. Dann gibt es noch ein Känguru und Pinguine. Zu Schluss landet der kleine Bahnfahrer Emil im Schlaraffenland. Keine Ahnung, ob die kleinen Zuhörer sich darunter was vorstellen können und ob man es ihnen schon vermitteln kann, dass dieses Land nicht wirklich existiert?

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Das Buch ist aus Pappe und die Bilder sind einfach und bunt gezeichnet. Emils Kopf ist quer und im Verhältnis zum Körper sehr groß. Bei den Tieren wechselt Realismus mit Comicstil.

Was mir gut gefallen hat, sind die Reime, sie lassen sich flott vorlesen und mach Sinn.

Dagmar Mägdefrau

Was machen wir bei der Feuerwehr

Was machen wir bei der Feuerwehr
Nico Sternbaum
Loewe
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Dieses Pappbuch ist auch ein Mitmachbuch, auf einigen Seiten wir das Kind zum Handeln aufgefordert. So gleich auf der ersten Seite, da steht ein Mann in Unterwäsche und auf der anderen Seite sehen wir seine Kleidung und einen geschlossenen roten Schrank. „Kannst du auf den Schrank klopfen, damit er aufgeht…?“ Auf der nächsten Seite sehen wir den Feuerwehrmann Jonas in seiner Feuerwehrmannunform neben dem geöffneten Schrank. Das Kind wird mit einem „Prima“ gelobt und die Einzelteile der Kleidung werden namentlich genannt. Dann kommt das Auto, auch hier „schiebt“ das Kind die Rolltür auf.

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„Klasse“ auch hier sehen wir in den Wagen und die Utensilien darin werden benannt. Jetzt wird auf den blauen Knopf gedrückt und mit „tatütata!“ geht es los. Um das Auto zu beschleunigen, kommt die Aufforderung das Buch zu kippen. Am Einsatzort brennt eine Scheune, „niemand ist in Gefahr“. Mit „Schsch“ wird das Wasser nachgeahmt. Am Ende geht es zurück zur Feuerwache. Es wäre schön gewesen, wenn es weniger geschlossene Türen gäbe.

Ich finde das Buch sehr gelungen. Zum einen wird der Feuerwehralltag gut beschrieben, zum anderen macht das Kind mit und außerdem gibt es ein großes Lob für die Mithilfe.

Dagmar Mägdefrau

Eines Nachts

Eines Nachts
Ulf Stark
Charlotte Ramet
Klett Kinderbuch
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Alle Seiten dieses Buches haben einen blauen Hintergrund. Der Junge, sein Bär und der Papa sind einfach gezeichnet, haben auch große Köpfe, wirken aber dadurch nicht niedlich. Die Umgebung wirkt sehr realistisch. Ein klein wenig erinnert es mich an Willi Wiberg, der ja auch mit seinem Papa zusammen lebte.

Teddy will groß sein und nicht im Bett des Jungen schlafen, aber dann hat er doch Angst auf seinem Regal. „Warum ist die Nacht so schwarz?“ und „Was sind das für Geräusche?“. Der Junge finde Erklärungen, aber dann stehen die beiden doch auf und gehen zu Papa in die Küche. Der gibt ihnen erst zu Essen und dann gehen alle drei nach draußen und bestaunen den Nachthimmel. Als Teddy müde wird, legen sich alle drei ins Bett. „Sie schlafen, bis der Wecker klingelt.“

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Ein sehr schönes Buch, dass nicht ermahnt, sondern eine wundervolle Atmosphäre schafft. Dazu die ruhigen Bilder. Ein besonderer Buch zum Thema Schlafen.

Dagmar Mägdefrau 

Was war hier bloß los?-Ein geheimnisvoller Spaziergang

Was war hier bloß los?-Ein geheimnisvoller Spaziergang
Gerda Muller
Moritz-Verlag
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Außer dem Hinweis auf der ersten Seite, den Spuren nachzugehen, kommt das Buch ohne Worte aus. Ein Kinderzimmer am Morgen und Fußabdrücke, die erst nackte, dann beschuhte Fußabdrücke zeigen. Es geht an den Esstisch und begleitet durch Pfotenabdrücke nach draußen. Hier liegt Schnee und ein Vogel fliegt vom Futterhaus weg. Dann entfernen sich die Spuren vom Grundstück, begegnen einem Pferd, überqueren einen Bach und kehren wieder zurück. Neue größere Spuren tauchen auf und wir sehen eine Schubkarre. Wieder zurück im Haus können wir eine Kind und einen Hund sehen. 

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Ich stelle es mir sehr spannend vor mit einem Kind diese Geschichte zu erforschen. Ich kann mir vorstelle, dass da auch ganz unterschiedliche Geschichte entstehen können. So vieles kann man aus diesen Spuren lesen.

Die Bilder sind weich und hell gezeichnet und erzählen eine schöne Geschichte. Da wird die Fantasie sehr angeregt. Sicher ist das ein Buch, dass zum Erzählen auffordert und gut zur Sprachförderung zu nutzen ist.

Dagmar Mägdefrau

10 lustige Pinguine

10 lustige Pinguine
Nastja Holtfreter
Sauerländer
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Die Geschichte wurde schon zig Mal umgeschrieben, sie ist aber immer gleich. Am Anfang sind es 10 und dann werden es durch einige Missgeschicke immer weniger, bis sie am Ende wieder zu Zehnt sind. Hier sind es nun Pinguine, lustig sind wohl die Assessors, die sie unterscheiden, außerdem sind sie „gut gelaunt und heiter“. Auf jeder Doppelseite sehen wir ein Bild und ein Zweizeiler erklärt die Szene. Die Bilder sind einfach gehalten und zeigen fröhliche Tiere.

Dagmar Mägdefrau  

Während der Bär schlief

Während der Bär schlief
Ayano Imai
minedition
Altersempfehlung ab 3 Jahre

Den Bildern sieht man an, dass der Illustrator und Autor in Japan studiert und sich von dem Land inspirieren hat lassen. Ganz zarte Farbe und ruhige Figuren, bebildern die etwas verrückte Geschichte.
Der Bär ist ein Eigenbrötler und lebt gerne für sich. Da kommt ein Specht und hämmert ein Loch in den Zylinder des Bären. Der weiße Zylinder wird immer höher und immer mehr Vögel finden in ihm Platz.

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Der Bär bezeichnet diese Vögel dann doch als seine Freunde und als sie ihn im Herbst verlassen, ist er sehr einsam und traurig. Den Hut setzt er ab und macht seinen Winterschlaf. Im Frühjahr hat der Hut Wurzeln geschlagen und ihn den Baum ziehen seine gefiederten Freunde wieder ein.

Die Text sind nicht mehr ganz so kurz, aber auch nicht zu lang für Dreijährige. Die Bilder bieten  einiges an absurden Dingen an, so steht die Kaffetasse auf einem Ast. In der Wohnung des Bären hängt neben der Lampe ein kleiner Fisch. Ein hübsches Bilderbuch, dessen Cover mich sofort verzaubert hat.

Dagmar Mägdefrau

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht
Diana Amft
Martine Matos
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Widerlich ist die kleine Spinnen auf gar keinen Fall, der große Kopf mit den riesigen Augen ist einfach nur niedlich und die rot-weiß gestreiften Spinnenbeine  sind sicher nicht eklig. Bevor die kleine Spinne einschläft besucht sie noch andere Spinnenverwandte und schaut, was sie machen.

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Tante Igitte liest ein Buch, Onkel Langbein trinkt warmen Tee, Oma Erna mit Lockenwicklern, strickt rote Socken. Am Ende bringt Mama die kleine Spinne ins Bett „Gute Nacht, mein Schatz, jetzt schlaf auch du.“

Die großen Bilder auf blauem Hintergrund werden von einen Vierzeiler begleitet, die Texte sind kurz und einfach gehalten. Ein Buch für die ganz Kleinen. Die kleine Spinne hat ihren Hasen und eine Laterne dabei. So es gibt noch einige Kleinigkeiten zu schauen.

Dagmar Mägdefrau

Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit

Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit
Eva Eland
Hanser
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Das kleine Büchlein zeigt in einfachen Zeichnungen, wie die Traurigkeit in das Leben des kleinen Kindes kommt. „Manchmal kommt die Traurigkeit unerwartet“ Das Kind macht die Türe auf und man sieht einen hellblauen Schatten im Türrahmen. Egal was das Kind macht, die dicke hellblaue Traurigkeit rückt immer näher. („dass du kaum atmen kannst“) Einsperren ist keine Lösung, da wird man selbst zur Traurigkeit.

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Jetzt ist auch das Kind hellblau und die Kinder um das Kind rum spielen. „Versuch keine Angst vor der Traurigkeit zu haben.“ Das Kind bindet die Traurigkeit in den Alltag ein und nimmt sie mit raus. Am Ende ist sie mit dem Kind schlafen gegangen und ist am Morgen weg. 

Schon Kinder leiden unter dieser Traurigkeit und wissen sie sich nicht  zu erklären. Hier ist ein liebevolle Ratgeber, das man, aufgrund seiner einfachen Zeichnungen und Texte, schon für die keinen Kinder nutzen kann. Aber vielleicht können auch Erwachsene daraus lernen.

Dagmar Mägdefrau

Tupfst du noch die Tränen ab?

Tupfst du noch die Tränen ab?
Jörg Mühle
Moritz
Leseempfehlung ab 2 Jahre

Ein wunderschönes Mitmachbuch über den kleinen Hasen, der diesmal auf den Arm gefallen ist. Es blutet sogar ein wenig. Da muss der kleine Hase weinen und das Kind, dem vorgelesen wird hilft ein Pflaster aufzukleben und den kleinen Hasen zu trösten. Am Ende wird alles wieder gut.

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Wie bei „Nur noch kurz die Ohren kraulen“ erleben die Kinder mit dem Hasen eine alltägliche Situation und pusten den  Schmerz weg, genau, wie die Eltern es bei ihnen machen. Die Kinder verstehen schnell, was sie machen können um den Hasen zu trösten. 

Das kleine quadratische ist aus Pappe und hat einfach gestaltete Bilder mit wenig Text, der die Zuhörenden zum Mitmachen auffordert.

Dagmar Mägdefrau 

Was Wim und Wanda alles können

Was Wim und Wanda alles können
Heike Herold
BELTZ & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Wim und Wanda sind Zwillinge, sie sind immer ähnlich gekleidet und sie stellen uns erst ihre Familie vor und dann Teile ihres Körpers. Danach kommen die Dinge, die sie zusammen machen, wie Haare kämmen und superlaut schreien. Miteinander gehen z.B. Kitzeln und streiten. Dann wird erklärt, dass Eltern alles und Babies nicht können und das Großeltern früher mal Dinge besser konnten.

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Dann kommen nochmal Beispiel von Wim und Wandas Können und Leute, die besondere Dinge beherrschen, wie Herr Arendt, der kann einen Brillenbügel in die Nase stecken. Das wurde den Kinder allerdings verboten. Opa kann besonders viel Bier trinken, das ist anstrengend, denn nach ist er wackelig auf den Beinen.
Dann geht es noch lustig weiter mit Dingen, die man tun kann, soll oder besser lässt.

Die Kinder sind einfach gezeichnet und wirken meist fröhlich, die Seiten sind im Hintergrund in einer kräftigen Farbe gehalten. Die Schrift besteht aus Großbuchstaben. Ich fand die Idee des Buches sehr gut und finde auch die Umsetzung  soweit gut. Lediglich biertrinkende Opas finde ich gehören hier nicht hin. Der Text ist zwar durch seine Doppeldeutigkeit für Erwachsene lustig, aber der Gag geht auf Kosten der Kinder. Auch der Brillenbügel in der Nase….

Ich erwäge Seiten zu überkleben damit ich die schönen Ideen des Buches nutzen kann.

Dagmar Mägdefrau

Anna darf bei Oma schlafen

Anna darf bei Oma schlafen
Regina Schwarz
Catharina Westphal
Ravensburger
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Dieses Pappbilderbuch hat pro Doppelseite einen Vierzeiler, die Reime sind einfach und gut verständlich. Die Bilder klar gezeichnet mit Details, die es zu suchen und zu benennen gilt. Mama bringt Anna zur Oma, die beiden spielen im Garten verstecken, dann werden Pfannekuchen gebacken und gegessen.

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Anna geht dann in die Wanne und schläft nach der Gute-Nacht-Geschichte ein. Am nächsten Morgen wird sie vom Papa abgeholt. 

Eine einfache Geschichte, aber sicher eine Unterstützung, wenn es heiß „… darf bei Oma schlafen“

Dagmar Mägdefrau

Die kleine Hummel baut ihr Nest

Die kleine Hummel baut ihr Nest
Stefan Casta
Maj Fagerberg
Sauerländer
Leseempfehlung ab 3 Jahre

Auf dem weißen Cover sind schon einige niedliche Hummeln mit menschlichen Gesichtern zu sehen. Der Einband vorne und hinten zeigt uns einige Pflanzen, die die Hummeln mögen. 
Zu Beginn des Buches liegt die kleine schlafende Hummel in einer kleinen Höhle unter der Erde. Im Frühling wird die wach und fliegt los und steuert auf einen Löwenzahn zu.

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Sie ist auf der Suche nach einem Sommernest für ihren Nachwuchs. Dort fertigt sie aus Wachs ihre Töpfe, für Nahrung und für ihre Eier. Bald krabbeln die Arbeitshummeln aus den Töpfen und so entsteht eine Gemeinschaft um die Königin. Am Ende des Sommers paart sich die Königin wieder und überwintert in einem Erdloch. 

Das Buch kommt mit wenigen Worten und wunderschönen Zeichnungen aus. Ich muss gestehen, dass ich kaum Ahnung vom Leben der kleinen pummeligen Hummeln hatte und dieses Buch veranschaulicht ihr Leben sehr gut. 

Dagmar Mägdefrau

Der kleine Siebenschläfer – Das ist noch nicht gemütlich!

Der kleine Siebenschläfer - Das ist noch nicht gemütlich!
Sabine Bohlmann
Kerstin Schoene
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Das Buch beginnt mit der Ansage, die die meisten Kinder kennen „Ab ins Bett mit dir,..“ Aber der kleine Siebenschläfer mit der türkisen Knuffeldecke muss es sich erst noch gemütlich machen.  Nur mit der Decke ist es  „noch nicht gemütlich.“ Er holt Heu, Blätter, Klee und noch viel mehr, aber die Nachfrage „Ist es jetzt gemütlich?“ wird immer verneint.

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Erst als der kleine zwischen den anderen schon schlafenden Siebenschläfern sein Lager findet ist es gemütlich. „Gute Nacht, kleiner Siebenschläfer!“ 

Ein kleines Pappbilderbuch mit gewohnt niedlichen Bildern, ganz kurzen Texten mit Wiederholungen. Wenn da das Schlafen keinen Spaß macht. Allerdings landet der kleine Zuhörende sicher nicht in seinem Bett.

Dagmar Mägdefrau

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte
Sabine Bohlmann
Kerstin Schoene
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Jetzt ist der kleine Siebenschläfer, weil er ja nicht einschlafen wollte, viel später, als seine Verwandten eingeschlafen und nun wird er nicht wach. Auch hier mühen sich alle, seinen Mama versucht es ganz lieb, das Eichhörnchen kitzelt ihn, der Igel empfiehl ungemütliche Nähe, köstlicher Frühstücksduft ist der Rat des Hasen, das Stinktier nebelt ihn mit seinem Geruch ein, die Glühwürmchen machen es hell, dann versuchen es alle mit Lärm.

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Leider hilft nichts, der Siebenschläfer schläft weiter, obwohl doch schon Frühling ist. Erst als er ganz alleine ist, wird er wach und kommt aus seiner Höhle.

Ein wunderschönes Pappbilderbuch, das Cover hat noch eine Ausstanzung, die Bilder sind, wie immer zum Verlieben und die Geschichte ist lustig, weil es mal ums Wachwerden geht.

Dagmar Mägdefrau

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
Sabine Bohlmann
Kerstin Schoene
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit besprochen, damals wurde es ab 4 Jahre empfohlen, Jetzt ist das Buch mit identischem Inhalt als Pappbilderbuch erschienen. 

„Da geht es mal wieder darum, dass einer nicht schlafen kann oder will. Der Siebenschläfer weiß zwar, dass er kein richtiger Siebenschläger ist, wenn er nicht bald einschläft. Aber er ist nun mal nicht müde. Die anderen Tieren haben tolle Ratschläge und schlafen auch sofort damit ein, nur der Siebenschläfer bleibt wach.

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Erst am Ende, als alle um ihn herum feste schlafen, schläft er über den Gedanken, was er alles machen kann, wenn er nicht schläft, ein. Schöne Tierbilder, zwischendurch muss man das Buch sogar hochkant halten, damit sie ins Buch passen. Wenn man den Text etwas kürzt, haben auch jüngere Kinder schon Spaß an dem Bilderbuch.“ 

Für Zweijährige kann der Text evtl. etwas lang sein, die Geschichte können sie sicher verstehen, da muss man vielleicht  als Vorlesende etwas kürzen. Schön ist auf jeden Fall, dass man den Kleinen das Buch unbesorgt in die Hände geben kann.

Dagmar Mägdefrau

Der kleine Siebenschläfer – Gleich ist alles wieder gut

Der kleine Siebenschläfer - Gleich ist alles wieder gut
Sabine Bohlmann
Kerstin Schoene
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Ein handliches kleines Pappbilderbuch mit ganz kurzen Texten und den gewohnt schönen Bildern vom Siebenschläfer. Diesmal hat der Kleine Bauchweh und seine Freundin die Haselmaus hilft mit einer Wärmeflasche. Leider trifft sie nicht das gewünschte Körperteil, die Flasche liegt auf dem Kopf, dem Rücken, auf den Füßen und sogar auf dem Po und als sie endlich auf dem Baum angelangt ist, ist sie nicht mehr warm.

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Aber am Ende tut trotzdem „fast nichts mehr weh.“ 
Eine Geschichte zum Trösten und zum Erlernen der Körperteile. Da kann man sich nach der Lektüre richtig wohl fühlen.

Dagmar Mägdefrau

Der Grolltroll …grollt heut nicht!?

Der Grolltroll ...grollt heut nicht!?
Barbara van den Speulhof
Stephan Pricken
Coppenrath by aprilkind
Lesesempfehlung ab 3 Jahre

Nicht immer hat ein zweiter Band die Qualität des ersten, aber hier geht es einfach toll weiter. Der Grolltroll macht mit seinen Freunden ein Picknick und auf dem Weg dorthin beobachten sie Wolken und eine sieht aus, wie der grollende Troll. Da kommt es zu einer Wette, wenn der Troll grollt, muss er einen Freunden Apfelmus kochen und wenn es ruhig bleibt, wird er bekocht.

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Schon beim Kuchen essen, ärgern die Freunde den Troll und essen ihm alles weg, aber er kann sich zusammenreißen. Beim Ball spielen, bleibt der Ball im Baum hängen, aber der Troll hat einen tollen Spruch „1 – 2 -3, Wut vorbei!“ und den sagt er sich auf. Der Troll bleibt so lange ruhig, bis seine Freunde ihn auslachen. Da kann er sich nicht mehr geherrschten und grollt los. Als die Freunde sich entschuldigen und zum Trost den Apfelmus machen, wird alles wieder gut.

Wie im ersten Band, finde ich es auch hier sehr gut, dass es eine Lösung gibt. Da wird der Troll nicht verurteilt, sondern man kann sein Verhalten verstehen und die Freunde sind auch bereit sich zu entschuldigen. 

Die Bilder sind wieder mit so viel Bewegung gezeichnet und den Troll lieben wir sowieso, auch wenn er mal grollt. So wird der Grolltroll hoffentlich zum Klassiker, ich lese ihn so gerne vor.

Dagmar Mägdefrau

Der Dachs hat heute schlechte Laune!

Der Dachs hat heute schlechte Laune!
Moritz Petz
Amélie Jackowski
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Der Dachs steht am Morgen schlecht gelaunt auf und denkt beim Frühstück „Was habe ich davon, schlecht gelaunt zu sein. wenn niemand es merkt?“ So verlässt er seinen Bau und trifft zunächst den Waschbär. Der grüßt freundlich, doch der Dachs gibt nur eine böse Antwort. da hat auch der Waschbär schlechte Laune. Der Dachs vergrault auch den Hirsch und andere Tiere.

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Deren Laune wird dadurch auch schlecht, aber die Laune des Dachs bessert sich. Er verlebt einen schönen Tag und wundert sich, dass seine Freunde am Abend nicht auftauchen. Erst die Amsel, die nur zugeschaut hat, kann ihm die Situation erklären. So gibt es ein großes Dachsfest  bei dem sich der Dachs bei den Tieren entschuldigt und auf dem der schlecht gelaunteste  Tier gekürt werden soll.

Eine etwas eigenartige Geschichte, der Dachs ist bewusst überlaunig und lässt es an den anderen aus. Dadurch wird seine Laune aber besser. Nur haben die anderen schlechte Laune, dann kommt zwar die Entschuldigung und alle vertragen sich wieder, aber mir gefällt das nicht so richtig.

Interessant ist, dass das Buch in vielen zweisprachigen Ausgaben angeboten wird.

Dagmar Mägdefrau

Sei willkommen auf dieser schönen Welt

Sei willkommen auf dieser schönen Welt
Carmen Saldana
Stacey McCleary
Brunnen
Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

Ein wundervolles Buch für junge Eltern.  Die Bilder sind leicht gestaltet und zunächst wird der kleine schlafende Säugling willkommen geheißen. Im Hintergrund sehen wir das Meer und den Leuchtturm, den wir im nächsten Bild wiedersehen.

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Es folgt das Bild von einer Frühlingswiese und so geht es durchs Jahr. Mit kurzen poetischen Texten wird das Bild beschrieben und dem Kind die Welt eröffnet. Ein liebevoll gemachtes Buch ohne kitschig zu sein. 

Dagmar Mägdefrau

Ins große Bett?

Ins große Bett?
Coralie Saudo
Kris Di Giacomo
BELTZ & Gelberg
Verlagssempfehlung ab 2 Jahre

Die Bilder sind in dunklen Farben gehalten und der Elefant geht auf den Hinterbeinen. Ich denke aber, dass die Kinder an der Geschichte Freude haben werden.
Der kleine Elefant möchte, wie der Titel sagt, im großen Bett schlafen. Er zieht alle Register, aber der große Elefant bleibt beim „Nein“.

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Dann wartet der kleine Elefant, bis der große schläft und schleicht sich ins Schlafzimmer. Hier liegt der große Elefant und schnarcht. „Aua! Meine armen kleinen Elefantenohren..“ dann rollt er sich auf den Kleinen, zieht ihm die Decke weg und nutzt den ganzen Platz. Da hat es er kleine Elefant kapiert und legt sich in sein Bett. Und es ist ganz schnell Morgen und der große Elefant begrüßt ihn. 

Es ist immer nur die Rede vom kleinen und großen Elefanten, es bleibt der Fantasie überlassen, welches Geschlecht die Figur hat. Vielleicht schlafen die Kinder nach der Lektüre auch mal im eigenen Bett. 

Dagmar Mägdefrau 

Ich mach dich gesund, sagte der Bär

Ich mach dich gesund, sagte der Bär
Janosch
BELTZ & Gelberg
Verlagssempfehlung ab 3 Jahre

Für mich ist es ein tolles Wiedersehen mit Janosch und seinem Bär und der Tigerente. Die besten Freunde, die bis nach Panama gereist sind und immer war die Tigerente dabei.
In diesem Pappbilderbuch verspricht der Bär dem Tiger, dass er ihn wieder gesund macht. Natürlich tut der Bär alles für seinen gestreiften Freund.

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Er trägt ihn nach Hause, verbindet ihn, kocht ihm Bouillon, bettet ihn auf die Couch, lädt die Ente zum Besuch ein, bringt ihn dann doch ins Krankenhaus. Hier ist die Diagnose „Streifen verrutscht“ und Doktor Walterfrosch, weiß auch was zu tun ist „Kleine Operation, Tiger geheilt.“ „Kleine Spritze, blauer Traum, Operation vorbei, nix gemerkt, Tiger gesund“ das sind so typische Janoschsätze, die ich einfach mag. Wie oft habe ich diese Geschichten meinen Töchter vorgelesen und selbst meine Freunde daran gehabt. Ich freu mich sehr darauf dieses Buch vorzulesen und hoffe, dass die Zuhörer*innen genauso begeistert sein werden. 

Das Buch gibt es auch als Tonie und ich denke, es ist eine schöne Ergänzung zum Hörspiel.

Dagmar Mägdefrau

Kalte Ohren, rotes Näschen, armes kleines Häschen

Kalte Ohren, rotes Näschen, armes kleines Häschen
Heike Vogel
Anne Steinwart
Oetinger
Verlagssempfehlung 18 Monate

Im Gegensatz zum Titel ist das Buch nicht in Reimen geschrieben. Der kleine Hase kommt mit Schnupfen nach Hause. „Meine Nase weint!“, Mama kümmert sich lieb um ihn, versorgt ihn mit Rosinenbrötchen und Salbeitee mit Honig, aber da fehlt noch etwas. Darum sagt der Hase „Stern“, damit Mama antwortet „Ich hab dich gern“.

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Sie krault dem Häschen die Ohren und küsst eine rote Nase, da wird er schnell wieder gesund.
Das kleine Pappbilderbuch hat kurze Texte und n ockergehaltene Bilder, die die Situation veranschaulichen. 

Ein schönes Buch nicht nur bei Schnupfen.

Dagmar Mägdefrau