Auf dem Bauernhof – Mein allererstes Wimmelbuch
In dem Pappbuch stecken sieben Seiten voll Leben auf dem Bauernhof. Die Texte sind ganz kurz und können auch gut weggelassen werden. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Tiere, viele agierende Personen und Situationen über die es viel zu erzählen gibt. Man kann das Buch sicher viele Male ansehen und wird immer wieder Neues entdecken.
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Die Bilder sind groß genug, damit auch wirklich Zweijährige alles gut erkennen können. Und als zusätzliche Aufgabe gilt es immer den Teddy von Pia zu finden. Er ist nicht immer leicht zu finden und es gibt wieder eine neue Geschichte, zu überlegen, was er da wieder macht.
Zuerst wird man sicher dem Kind alles zeigen, später kann das Kind uns das Buch erklären und immer wieder neue Ideen zu den Bildern entwickeln. Ein Buch, das uns lange begleiten wird.
Dagmar Mägdefrau
Tschiep
Tschiep, der kleine runde Vogel kommt zunächst zu den Fröschen. Doch diese machen nicht Tschiep, wie er, sondern quak. Da macht der Vogel etwas verrücktes und sagt auch „quak“.
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Und die Vögel antworten mit Tschiep. Da taucht ein Hund auf und sein Wuff wird ebenfalls übernommen, um damit die Katze zu verjagen. Später führt er einem einsilbigen I – ah Esel seine neuen Wörter vor und findet am Ende heim zu seiner Mutter.
Der kleine Vogel lernt seine Welt und die anderen Tiere mit ihren Sprachen kennen und traut sich da mitzureden.
Ein schön gemaltes Bilderbuch mit vielen Eindrücken.
Dagmar Mägdefrau
Hör hin! Was ist das? – Wilde Tiere
Vor mir liegt ein Bilderbuch mit festen Seiten aus Pappe, wellenförmige Reiter bilden die besprochenen Tiere ab. Zunächst zeigt es uns den Elefanten, weiter geht es mit Affe, Robbe, Papagei und zuletzt der Wolf. Also nicht ganz die Auswahl, die wir kennen. Auf jeder Seite ein Zweizeiler und ein Knopf zum Abspielen der entsprechenden Tierstimme.
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Die Bilder sind etwas niedlicher als das Original, aber doch richtige Tiere, ohne Kleidung und Vermenschlichung.
Wenn ich Kindern, die ich nicht kenne, etwas vorlese, ist besonders, wenn die Konzentration noch nicht so groß ist, ein Buch mit Geräuschen eine schöne Sache. Ich finde, es ist wichtig, die Kinder für Bücher zu interessieren und es macht den Kindern einfach Spaß, wenn noch zusätzlich etwas geschieht. Die Stimmen wirken auf mich sehr real, da hat man natürlich wieder einen schönen Ansatzpunkt, wer kann auch so tröten oder schreien?
Das Bilderbuch ist sehr gut erstellt und das Vorlesen bringt sicher viel Spaß und ganz nebenbei kann man noch was über die Tiere lernen.
Dagmar Mägdefrau
So riecht der Frühling, Ole Eisbär
Der kleine Eisbär Ole lernt an der Seite seiner Mutter seine Welt kennen. Angefangen im Eis über Schwimmen im Meer bis zu den Blumen und Tieren der Steppe. Die Mutter zeigt ihrem Jungen liebevoll alles, was er kennen muss. Als er aber eine kleine Maus alleine durch die Welt streifen sieht, denkt Ole nach und sagt zu seiner Mama „Ich kann mir gar nicht vorstellen, allein auf Abenteuerreise zu gehen. Ich will lieber bei dir bleiben.“
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Ist das nicht auch eine Frage, die unsere kleinen Zuhörenden bewegt. Aber die Antwort der Eisbärin ist zu schön: „So wie das silberne Licht des Mondes jeden seiner Schritte begleitet, so wird meine Liebe immer bei dir sein – egal wohin du gehst.“ Das ist vielleicht kitschig, aber wer möchte nicht manchmal diese Liebe erklärt bekommen? Es tut einfach richtig gut und es ist ein so tröstlicher Gedanke, immer geliebt zu werden.
Der Text ist einfach und kurz gehalten, die Bilder sind sehr natürlich und wunderschön gestaltet. Am Ende liegen die beiden Bären zusammengekuschelt in der Höhle und versichern sich, dass sie sich lieb haben.
Dagmar Mägdefrau
Das Tri tra trampeltier das stri stra strampelt hier – Reime für Kleine
Ein rundum schönes Buch mit neuen und bekannten Reimen, lustig illustriert, in 12 Kapitel aufgeteilt; angefangen mit „Ein Krabbelkäfer geht spazieren – Reime für den Wickeltisch“, über „Heute bin ich wild und böse – Reime gegen die Wut“ bis „Fünf Gespenster hocken vor dem Fenster – Reime für schlaflose Nächte“.
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Einen schönen Spruch von Frederik Vahle möchte ich einfach mal weitergeben:
Wenn mein Bruder zu laut schreit
ja, dann ist es höchste Zeit,
ihn ganz schwesterlich zu fragen:
Kannst du das auch leise sagen?
Der passt sicher ganz oft in unsere Tage und könnte auch im Großen angewandt werden.
Ich finde, da ist Stefanie Schweizer, als Herausgeberin eine wunderbares Buch gelungen, das wohl in jedem Kinderzimmer sein zu Hause haben sollte.
Denn, wie oft kennen wir nur noch Fragmente von Reimen aus unserer Kindheit. Hier kann man sie wiederfinden.
Dagmar Mägdefrau
Einmal feste drücken
Hier haben wir ein Pappbilderbuch mit dicken Seiten und einem niedlichen Pinguin auf dem Cover. Die Doppelseiten zeigen, auf dem blauweißen Hintergrund der Antarktis einige so andere niedliche Tiere. Der sehr kurze Schriftteil ist in zwei Farben unterteilt. Oben steht die eigentliche Geschichte und unten wird das Kind direkt angesprochen, mit Texten wie „Da hilft nur eins: feste PUSTEN, damit das Ei abkühlt.“
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In der Geschichte kullert das Ei von den brütenden Eltern weg. Wird dann vom Leser warm gerubbelt, kühl gepustet und schließlich aus dem Ei befreit. Zur Begrüßung am Bauch gekitzelt, es bekommt einen Futterkuss, bekommt einen Namen und findet am Ende zu seiner Familie zurück.
Ein Bilderbuch, dass das Kind sehr mit einbindet und die Aktionen vorgibt. Nicht allen Vorlesern fällt immer so viel zu den Geschichten ein, so finde ich, ist das ein Ansatz für die nicht ganz so fantasievollen Leser.
Dagmar Mägdefrau
Der König der Meere
Viel steht nicht in dem Pappbilderbuch, deren Seiten nicht ganz so dick sind, wie gewohnt. Es gibt nur Geräusche, wie „Blubb“ oder „Happs“. Der König der Meere, ein kleiner weißer Fisch wird von einem größeren schwarzen Fisch gefressen, jetzt trägt der die Krone, doch dann kommt der große weiße Fisch.
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Aber dann kommt ein kleiner blauer Fisch und es gibt davon ganz viele. Diese schwimmen am Ende in einer Fischformation, die dann die Krone trägt.
Ein sehr einfach gezeichnetes Buch, wie gesagt, ohne Text, aber mit viel Aussage und Diskusionsansätzen.
Dagmar Mägdefrau
Greta Glühwürmchen
Auf der ersten Seite sehen wir einige hell leuchtende Glühwürmchen, aber Greta sehen wir erst auf der nächsten Seite und sie ist ganz allein. Das Kind, dem wir vorlesen, wird aufgefordert Greta zu helfen, den Heimweg zu finden. Immer wieder sehen wir ein helles Licht, aber mal ist es der Mond, mal die Lichter der Stadt. Immer wieder gibt es eine Aufforderung an den Leser zu helfen „Blätter schnell um und hilf ihr, weiterzufliegen.“
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Dann wünschen wir uns bei einer Sternschnuppe, dass Greta den Heimweg findet. Aber dann ist es gar keine Sternschnuppe, sondern viele Glühwürmchen. Greta ist zu Hause angekommen und wir geben ihr ein Gutenachtküsschen.
Kurze Texte, schöne Bilder mit den leuchtenden Lichtern und die Kinder werden mit einbezogen. Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch nicht so ganz überzeugt.
Dagmar Mägdefrau
Warum wir im Sommer Mückenstiche kriegen, die Schnecken unseren Salat fressen und es einen Regenbogen gibt – Eine Geschichte von Noah und seiner Arche
Das diese Geschichte von Noah und der Arche nicht nur ein christliches Thema ist, wird gleich auf der ersten Seite erklärt und damit kann man das Buch allen Kindern vorlesen. Der Erzählton ist etwas, ich möchte sagen, flapsig. So wird beschrieben, wie schlecht die Menschen mit der schönen Welt, die Gott geschaffen hat, umgehen.
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„Nun hört mal auf mit dem Kasperkram!“ sagt Gott da schon im strengen Ton. „Leider sah es nicht so aus, als ob die Menschen zuhören wollten, jedenfalls machten sie einfach so weiter…“ Lediglich Noah und seine Familie sind freundlich zueinander und deshalb sollen sie eine Arche bauen und von jedem Tier ein Paar mit auf das Schiff nehmen. Gott gibt die Größe vor und die Familie baut eine Arche. Japheth, einer der Söhne Noahs, ist leider nicht so gehorsam und bringt auch Insekten an Bord. Dann kommt die Sintflut, die Sache mit der Taube und zum Ende der Regenbogen, das Zeichen für den „Deal“ zwischen Gott und den Menschen. Auch hier fällt uns Japheth auf, weil er die Stirne runzelt, aber wie Gott am Ende bemerkt „Die Menschen sind eben die Menschen“.
Ein wenig erinnert der Stil an Janosch, als Erwachsenen hat man sicher einen besonderen Spaß an diesem Buch und seiner Ironie. Trotzdem erzählt es die Geschichte von Noah in einer heutigen Sprache und auch die Bilder sind aus unserer Zeit, so hat eine Person ein T-Shirt mit dem Friedenszeichen an.
Mir gefällt dieses Buch, weil es zeigt, dass unsere Welt eigentlich wieder durch eine Sintflut zerstört werden müsste, denn wir sind wieder genau in der Situation, in der Gott fand, „mit denen kriege ich keine gute Welt hin, das steht fest.“ Vielleicht sollten wir uns beim nächsten Regenbogen mal wieder an das Verspechen der Menschen erinnern, auch wenn wir nicht an Gott glauben.
Dagmar Mägdefrau
Anton auf dem Baum
Ein gelbes Buch, gelbes Cover, gelber Einband, aber Innen wird es bunt. Der kleine Anton erzählt uns erst einiges über sich. Vor den kurzen Sätzen ist er immer als Strickmännchen gezeichnet. Später lässt er Luftballons steigen und trifft Vögel, die auf einem Baum sitzen. Als er die fragt, ob er auch auf den Baum darf, machen diese es von Federn abhängig.
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Vor dem Satz „Nur wer Federn hat, darf auf den Baum“ ist natürlich ein kleiner Vogel gemalt. Als Vorleser kann man gleich einen anderen Ton anschlagen. Als Anton später mit Federn an den Armen wiederkommt, sagen die Vögel „Alles belegt“. Wer kennt sie nicht diese schlimme Situation. Aber Anton meint nur „Macht nichts!“
Leider wird es mit den anderen Tieren nicht besser, die Mäuse, die Frösche und die Igel gehen genau so böse mit ihm um.
Dann trifft er auf einen anderen Jungen, der möglicherweise ein ähnliche Schicksal hat, denn er trägt Hasenohren und einen gestreiften Schwanz. Jetzt baut er eine Schaukel und lässt Anton problemlos mitmachen. Zum Schluss kommen die anderen Tiere und möchten auch auf den Baum und anders als die, lassen die beiden sie mitmachen „Ist doch genug Platz für alle.“
Ein schön angelegtes Bilderbuch, dass die Moral nicht nach außen kehrt. Allerdings gibt es das Thema auch schon in dem Buch „Lullemu, wer bist du?“.
Dagmar Mägdefrau
Der Löwe in dir
Eine winzig kleine Maus, die keiner sieht, möchte vom großen Löwen lernen wie man brüllt. Nur befürchtet sie, dass er sie schneller auf seinem Teller hat, als sie ihn ansprechen kann.
„Der Gedanke daran war fürchterlich, doch willst du was ändern, dann ändere dich.“
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Es gibt aber eine Überraschung. Der Löwe hat Angst vor der Maus! In diesem Moment steckt ganz viel Magie: „Die Maus fühlte sich plötzlich so groß wie noch NIE.“ So kommt es, dass beide Freunde werden und gemeinsam auf dem großen Stein sitzen, der vorher dem Löwen vorbehalten war.
Ein Buch in Reimen, die nicht immer ganz rund sind, aber wunderschön zum Vorlesen. Da probieren wir alle mal, wie der Löwe brüllt. Und ganz besonders gefallen mir die schönen Bilder. Auf ihnen ist viel zu sehen, sicher auch beim zehnten Mal.
Dagmar Mägdefrau
Emily, der Wind und die Wellen
Ich bin, wie immer bei Andrea Reitmeyer, von den realistischen Bildern begeistert. Diesmal geht es zunächst um den Deich und die Schafe darauf, die Kühe dahinter und dem Meer davor. Es gibt viele Vermutungen, aber erst der alte Seemann kann Emily erklären, warum es Deiche gibt.
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Eine Springflut setz den ganzen Spielplatz unter Wasser und das Piratenschiff steht dadurch im Meer-ein wunderschönes Bild. Am Ende zeigt Emily der Kuh, was hinter dem Deich ist. „Und die staunt nicht schlecht!“
Meine einzige Kritik ist wieder typisch Mutter, wie kann das Kind bei dem Wetter ganz alleine unterwegs sein? Beinahe wäre sie, wie der fliegende Robert, mit ihrem Schirm davon geflogen. Trotzdem ist das Buch sehr lehrreich und zeigt auf spielerische Art, wie es mit Wind und Wellen aussieht. Ganz hinten gibt es noch die Erklärung zu Ebbe und Flut, und damit kann man das Buch sicher auch älteren Kindern vorlesen.
Dagmar Mägdefrau
Robin Cat – Die echt katzenstarke Rettung der Minigiraffen
Schon das Cover ist sehr schön gemacht, Robin kann man fühlen und sein Körper ist lackglänzend gestaltet. Auf dem Einband finden wir die geheime Karte von Mumpitz. Und dann geht es los. Robin sitzt Gitarre spielend auf einer Hängematte, singt und isst Kartoffelchips. Man ist uneins, ob Robin der beste Musiker, der stärkste Kater oder der größte Nichtsnutz auf Mumpitz ist.
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Aber alle haben recht, denn Robin ist auch der einzige Kater auf Mumpitz. Als er gerade an seiner Kartoffelchipsmaschine steht, muss er feststellen, dass die Currysoße fehlt. Meister Ming der alte Mäuserich hat keinen Curry mehr. Da taucht ein Minigiraffen-Kind auf, dass keinen Curry dabei hat, weil sie ihre Herde verloren hat.
Warum die Minigiraffe einen Knoten im Hals hat, erklärt sich mir nicht, möglicherweise ist das der Grund für die Spezies Mini-Giraffe?
Dann geht das Abenteuer los. Wenn alle sich fürchten, bleibt Robin ganz cool und mangt die Lage. Am Ende sitzen alle singend am Lagerfeuer und es gibt Kartoffelchips, natürlich mit Currysoße.
Ein lustiges Abenteuerbuch mit vielen kleinen Gags und schönen Bildern. Dreijährige müssen aber schon etwas Vorleseerfahrung mitbringen.
Dagmar Mägdefrau
Kater Paul und der rote Faden
Paul ist ein schöner roter, knuddeliger Kater. Er schaut schon ganz vorwitzig vom Einband auf den Leser. Er verfolgt einen roten Faden, der ihn vom Garten ins Haus lockt. Der Faden lockt ihn sogar vom Futternapf weg. Paul wirft ein Wasserglas um und verfängt sich zuletzt völlig im Fadengewirr.
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Nachdem wir noch Lilly, ein Mädchen kennenlernen, schläft Paul erschöpft mit dem Wollknäul in seinem Körbchen ein.
Die Einbandseiten vorne und hinten informieren den Leser über den Kater Paul und seine Bedürfnisse.
Ein liebevoll gemaltes Buch, jedes Detail zeigt die Liebe zur Natur und zum Kater. Es bringt den Kindern gezielt ein Tier näher und erzählt dabei eine kleine Geschichte in kindgerechten Reimen. Das ist wieder ein tolles Buch von Andres Reitmeyer, das unseren zuhörenden Kindern viel Freude machen wird.
Dagmar Mägdefrau
So leicht so schwer
Ein Pappbuch für die ganz Kleinen. Auf der Doppelseite steht die rote Wippe und rechts darauf sitzt der Elefant. Weil er so schwer ist, wippt die Wippe nicht. Da kommen auf jeder Seite neue Tiere, die sich links auf die Wippe setzten und irgendwann sind alle Tiere so schwer wie der Elefant. Also steht die Wippe waagerecht.
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Erst das Kind mit seiner Trompete „tätäratää!“ bringt alle auf eine Seite und setzt sich mit dem Dinosaurier auf die andere Seite, jetzt wippt die Wippe.
Die Tiere gehen immer mit einem Geräusch auf die Wippe, z.B. der Affe mit einem „schwupp“. Dann folgt die Feststellung „Doch die Wippe wippt nicht“. Kinder lieben diese Wiederholung und natürlich die Geräusche, die auch schon Kleine „mitlesen“ können.
Ich freu mich sehr darauf das Buch vorzulesen.
Dagmar Mägdefrau
Der schaurige Schusch
Auf dem Doggelspitz wohnen bisher nur das scheue Huhn, der bockige Hirsch, die garstige Gans, das maulige Murmeltier und der Party-Hase. Als sie hören, dass der Schusch auch dort hinziehen wird, machen sich die Tiere die tollsten Gedanken, wie gefährlich und furchtbar dieses, bisher unbekannte Tier wohl sein wird.
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Dann lädt der Schusch zu seiner Einweihungsparty ein und nur der Party-Hase traut sich dort hin. Die Freunde warten stundenlang, bis der Party-Hase die Türe öffnet. Und da sehen sie den Schusch zum ersten Mal. Er ist klein und niedlich, nicht groß und zottelig, stinkt nicht nach nassem Hund, klaut keine Eier und isst auch keinen Hasenbraten. Das einzige Vorurteil, das sich bestätigt, ist: Er küsst wie ein Wilder.
Da treiben sich einfach verrückte Gestalten rum in diesem Buch, trotzdem zeigt es auch, wie Vorurteile sich entwickeln und sich oft, durch das Kennenlernen des Fremden, in Luft auflösen.
Dagmar Mägdefrau
Großer kleiner Tiger
Ein Buch mit recht flexiblen Pappseiten. Auf den Seiten stehen oft nur Halbsätze oder Worte. Zunächst werden verschiedene Tier gezeigt, die in immer größeren Zahlen (bis 10) vorkommen. Aber keiner von ihnen bemerkt den kleinen Tiger.
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Da wird der Text ein wenig länger und der Tiger brüllt in einer Röhre sitzend. Das macht natürlich einen Riesenlärm und alle Tiere glauben es gäbe einen großen Tiger auf der Insel und fliehen ins Wasser. Erst am Abend gibt sich der Tiger zu erkennen und alle kehren zurück. Sie wollen jetzt auf den Tiger achten. Sicher freuen sich die Kinder mit dem Tiger, der den anderen Tieren solche Angst macht. Schadenfreude ist ja bekanntlich…
Dagmar Mägdefrau
So müde und hellwach
Dicke Pappe, einfache Bilder und wenig Text mit Wiederholungen und „Pitsch, patsch“ oder „Trapp, trapp“ für die Schritte der Tiere. Damit ist das Buch auch für die Allerkleinsten geeignet.
Zunächst liegen alle Tiere im Bett, nur das Krokodil kann nicht schlafen, mit der Ausrede „Ich muss noch Zähne putzen“ steht es wieder auf.
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So ist es auf jeder Seite, immer wieder wird ein Tier wach und geht. Alle hohlen sich noch einen „Gute-Nacht-Kuss“ beim Kind und landen alle dort im Bett. Jetzt kann das Kind nicht schlafen. Ja und dann passiert das, was im Moment in vielen Kinderbüchern passiert. Es wird gepupst.
Ein Bilderbuch, dass den Kleinen sehr gut gefallen wird und das man sicher immer wieder vorlesen kann.
Dagmar Mägdefrau
Wieder beste Freunde
Mats und Schimansky, Dachs und Bär sind beste Freunde. Aber dann kommt es zum Streit und beide „sprechen“ nur noch durch die anderen Tiere miteinander.
Aber die sind es auch bald leid, immer etwas böses auszurichten und so kommt es, dass eine Aussage durch ständiges Weitersagen ihren Sinn derart verändert, dass beide froh sind sich wieder umarmen zu können.
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Es ist ja oft nicht einfach sich wieder zu vertragen oder sich zu entschuldigen. Hier hat das Buch eine einfache Lösung gefunden. Die kleinen Zuhörer werden sich bestimmt mit den beiden Freunden freuen.
Große, einfache Bilder der Tiere, wenig Text.
Dagmar Mägdefrau
Schlaf, Kater, schlaf!
An meinem Kühlschrank hängt ein Magnet mit Gefühlen und immer dem selben Katzengesicht daneben. Der Kater in diesem Pappbilderbuch hat dagegen eine faszinierende Mimik. Zuerst ist er sehr sauer, weil er schlafen möchte. Danach guckt er sehr verschlafen mit nur einem Auge „Nein! Du kriegst mich nicht wach“.
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Auf jeder Doppelseite ist ein Katerporträt und ein großes „Phhh!“, „Schnurrrr!“ oder „Oooh!“ und danach kommt der erklärende Satz, in der der Lesende/das Kind direkt angesprochen wird.
Dann gibt es noch eine Überraschung und am Ende die Aufforderung „…klapp das Buch zu und hol dir noch ein anderes.“
Runde Ecken, dicke Seiten, klare Bilder von immer dem selben Kater und bunte Farben zeichnen dieses kleine Bilderbuch schon für die ganz Kleinen aus. Ich denke, damit werden wir viele Kleine in unser Lesezelt locken können.
Inzwischen haben wir das Buch im Einsatz und die Kinder sind begeistert und wollen es immer wieder hören.
Dagmar Mägdefrau
Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
Da geht es mal wieder darum, dass einer nicht schlafen kann oder will. Der Siebenschläfer weiß zwar, dass er kein richtiger Siebenschläger ist, wenn er nicht bald einschläft. Aber er ist nun mal nicht müde.
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Die anderen Tieren haben tolle Ratschläge und schlafen auch sofort damit ein, nur der Siebenschläfer bleibt wach. Erst am Ende, als alle um ihn herum feste schlafen, schläft er über den Gedanken, was er alles machen kann, wenn er nicht schläft, ein.
Schöne Tierbilder, zwischendurch muss man das Buch sogar hochkant halten, damit sie ins Buch passen. Wenn man den Text etwas kürzt, haben auch jüngere Kinder schon Spaß an dem Bilderbuch.
Dagmar Mägdefrau
Lullemu, wer bist du? Eine Geschichte zum Freundefinden
Lullemu ist ein Hund mit ganz viel Spielzeug. Was ihm fehlt ist ein Freund. Deshalb versucht er es bei vielen Tieren, aber die wollen immer, dass er so ist wie sie. Deshalb „verkleidet“ er sich, kann aber den anderen nicht genügen. Am Ende trifft er dann auf einen anderen Hund und die beiden werden „allerbeste Hundefreunde“.
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Sicher liegt dem Buch eine tiefgreifende Philosophie zu Grunde, aber ich denke, die Kinder werden sich einfach mit Lullemu freuen, dass er jetzt einen Freund hat. Denn das wünschen wir uns doch alle…. irgendwie.
Dagmar Mägdefrau
Emily auf dem Bauernhof
Von dem grün-weiß gestreiften und mit einer Ähre gerahmten Bild schauen uns Emily und die Bauernhoftiere auf dem Cover entgegen. Im Einband finden wir, liebevoll gemalt, die Produkte des Hofes. Im Querformat finden wir viele Bauernhofbilder, realistisch gemalt und schön anzusehen.
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Emily fährt zu ihrer Tante auf den Bauernhof und die beiden wollen einen Geburtstagskuchen für Onkel Theo, den Bauern, backen. Die Zutaten soll Emily alle auf dem Hof finden. Die Tiere helfen ihr natürlich gerne bei der Suche. Dabei darf sie eine Kuh melken und für den Kuchen geben die Hühner gerne ihre Eier her. Einiges muss sie noch im Hofladen kaufen, denn sie sieht zwar, wie das Korn geerntet wird, muss aber das Mehl vom Müller im Laden kaufen.
Ein schönes Buch, mit vielen Informationen, die wunderschön in die Geschichte eingebunden wurden.
Dagmar Mägdefrau
Katzenaugen – grüne – Trauben – Blitzer – Glitzer – Geistergrün
Ja, ich muss es zugeben, ich habe einen Knoten in der Zunge, einen „Kopfsalat-macht -Spagat-auf- der-fiesen-Nieselregen-Wiese-grünen“ Knoten. Lara ist grün gekleidet und findet, dass grün nicht gleich grün ist und erfindet mit ihrer Freundin Finja immer neue grüne Beschreibungen. Schließlich haben die Inuit auch 20 Begriffe für Schnee und die werden hier mit Begeisterung getoppt.
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Fröhliche Bilder von zwei richtig guten Freundinnen, sicher ein Mädchenbuch, dass Anregungen zum weiterspielen bringt. Schließlich kommt Lara am Ende des Buches in blau daher. Da gibt es sicher noch viele fantastische Worte, die den Kindern mit viel Phantasie einfallen werden.
Dagmar Mägdefrau
Baal der Wal – Ein neuer Kumpel für Ella und Mörtel
Da schrammt Baal mit seinem Walkörper durch die enge Ruhr und lernt so die Ente Ella und den Maulwurf Mörtel kennen. Beides Ruhrpottgewächse, die sich über den Wal in der Ruhr wundern. Aber Baal hat einen Grund für seine Reise. Er möchte erforschen, ob der Pottwal aus dem Ruhrpott ist? Da raten ihm die beiden zunächst mal im „Baaldeneysee“ zu schwimmen.
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Für Kinder aus dem Ruhrpott, wie ich finde, ein MUSS! Eckpunkte der Reise sind ihnen vertraut oder sie sollten sie schnellstens kennen lernen. Aber auch sonst ist das Bilderbuch schön gemacht, die Bilder erklären die Geschichte gut und man erfährt so einiges über die Region.
Ich freu mich schon, wenn ich das Buch Kindern vorlesen kann und bin gespannt auf deren Meinung zu dieser Geschichte aus dem Pott.
Dagmar Mägdefrau
Liebe Prinzessin, ich bin’s, Dein Prinz
Weil der Prinz bei seinem Besuch sein Schwert vergessen hat, schreibt er der Prinzessin einen Brief und bittet sie ihm schnell das Schwert zu bringen. Gut ausgerüstet macht sich die Prinzessin auf den Weg. Dieser ist sehr abenteuerlich, aber am Ende gelangt sie zu ihrem Prinzen.
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Es gibt viel zu sehen in diesem Buch, die Seiten sind voller interessanter Details, die man sicher erst nach einigen Malen alle finden wird. Am Anfang ist alles prinzessinenhaft rosa. Dann folgen Landschaften und Orte, Unterwasserwelten, futuristische Städte und Dinosaurier. Irgendwann steht alles Kopf und endlich ist der Prinz erreicht.
zusätzlich geht es immer um Zahlen, so nimmt die Prinzessin 9 Gegenstände mit und am Ende landet sie zwischen 2 Flugsauriern. Den Kindern macht es viel Spaß, die Gegenstände/Tiere zu zählen.
Ein Bilderbuch für fantasiebegabte Kinder, die bestimmt viel Freude an den tollen Bildern haben.
Dagmar Mägdefrau
Heute bin ich
Das Buch hat mir meine Freundin Ute empfohlen und ich muss sagen, ein wunderschönes Buch mit wenig Worten. Abgebildet ist jeweils ein Fisch und auf der anderen Seite ein Gemütszustand. Heute bin ich… traurig, mutig, glücklich …
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Sicher kann das Buch auch für jüngere Kinder genutzt werden und auf jeden Fall macht es Spaß, die Begriffe nachzufühlen. Schon beim Lesen verändert sich die Mimik, das Wort hat immer eine andere Betonung. Und dann hat natürlich der jeweilige Fisch auch die Mimik des Adjektivs.
Ich habe das Buch auch bei jugendlichen Flüchtlingen genutzt und festgestellt, wie schwer die deutsche Sprache ist.
Dagmar Mägdefrau
Holla Die Waldfee
Natürlich ist es besonders schön, wenn man das Buch von der Autorin, die auch die Bilder gemalt hat, vorgelesen bekommt. Dann noch für einen Kreis von 10 Kindergartenkindern, da macht Leseförderung einfach Spaß und ich weiß, dass unser Verein Sinn macht.
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„Tibeling“ ist das Wort, dass Holla beim Zaubern unterstützt und mit Begeisterung unterstützen die kleinen Zuhörer die Waldfee. So hilft Holla den Tieren im Wald mit ihren kleinen Zaubereien und zum Dank gibt es am Ende ein tolles gemeinsames Fest.
Schöne Bilder, die besonders die Mimik von Holla zeigen. Kurze Texte, die auch ganz Kleine schon gut verstehen. Sicher wirkt der Tibelingzauber auch bei Ihren Kindern.
Dagmar Mägdefrau
Gute Nacht Gorilla
Eine Gute-Nacht-Geschichte mit viel Witz und wenig Text und vielen, vielen Tieren. Der Zoowärter wünscht dem Gorilla Gute Nacht und bemerkt nicht, wie dieser ihm den Schlüssel klaut und sich selbst befreit.
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Der Gorilla lässt nach und nach alle Zootiere frei, die in einer langen Karawane den Zoowärter bis in sein Schlafzimmer verfolgen. Seine Frau bringt dann alle Tiere wieder zurück und wünscht ihnen eine gute Nacht. Doch zwei schaffen es doch, sich wieder unter die Zoowärter-Bettdecke zu schleichen. Eine witzige Geschichte mit vielen Tieren für Kinder ab ca. einem Jahr.
Katia Simon
Warte, warte – wo willst du hin?
Ich bin ein Freund japanischer Kinderbücher. Einfühlsam, mit dem Blick für das Kleine und ganz besondere Illustrationen sind hier häufig anzutreffen. Bei diesem Pappbilderbuch auch. Die Geschichte ist schnell erzählt. Das kleine Kind – es ist vielleicht 1 oder 2 Jahre alt – entdeckt draußen kleine Tierchen, wie den Schmetterling, den Salamander oder die Taube, und stellt fest, dass sie alle weglaufen oder –fliegen, wenn man ihnen zu nahe kommt.
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„Wo willst du hin?“, fragt das Kind jedes Mal. Auf der letzten Seite ist das Kind dasjenige, das gefragt wird: „Wo willst du hin.“ Die Arme des Vaters greifen nach ihm und heben es auf die Schultern. Eine innige Szene.
Die zarten Illustrationen in dezenten Farben zeigen die Geschehnisse auf Augenhöhe eines etwa 1,5 oder 2 Jahre alten Kindes. Das ist toll. Körperhaltung und Mimik des Kindes stehen im Mittelpunkt und das jeweilige Tier. Nichts lenkt von diesem Wesentlichen ab. Obwohl wenig zu sehen ist, gibt es viel zu entdecken. Das Buch ist ab einem Jahr empfehlenswert.
Katia Simon

