Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V.

Bücher ohne Zuordnung

Hin und wieder werden mir Bücher zur Rezension geschickt, die nicht in die bisherigen Kategorien passen. Ich werde Sie auf dieser Seite veröffentlichen.

Mein superschlaues Vorschulbuch

Mein superschlaues Vorschulbuch
Anna Lisa Kiesel
Heidi Förster
Kaufmann-Verlag
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
70 Bilder laden dazu ein, sie auszumalen, Dinge zu suchen, Umrisse zuzuordnen, Dinge
zu bestimmen, Puzzle zu ergänzen, zu zählen, Fehler zu finden, durch Irrgärten
zu gehen und Punkte zu Bildern zu verbinden. Am Ende des Buches kann man sich
anschauen, ob man die Aufgaben richtig gelöst hat.
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Mit dem Buch können sich Kinder einige Zeit selbst beschäftigen, einige Aufgaben sind selbsterklärend und müssen nicht mal vorgelesen werden. Kinder, die gerne mit dem Stift umgehen, logisch denken und vergleichen können, werden mit diesem Buch viel Spaß haben. Aber auch wenn es einigen noch ein bisschen schwerer fällt, so sind diese Übungen eine gute Vorbereitung auf die Schule. 

Dagmar Mägdefrau

Frau Dr. Moormann & ich

Frau Dr. Moormann & ich
Elke Heidenreich
Michael Sowas
Hanser
Keine Altersangabe
Das Cover zeigt die Autorin vor ihrem Eigenheim im Garten, auf der anderen Seite des Zaunes sehen wir Frau Dr. Moormann, die einiges an dem ungepflegten Grundstück von Frau Heidenreich auszusetzen hat. Nur die seltene Schachbrettblume, die in einem späteren Kapitel auftaucht, bewundert die Nachbarin.
Die beiden leben lange Haus an Haus und da sie so verschieden sind, gibt es immer wieder Reibereien. Die alte Dame hat aber auch eine witzige Art sich zum Beispiel vor dem Schneeräume zu drücken. 
Am Anfang berichtet uns die Autorin von ihren Bären, vier davon haben sich im Laufe der Zeit in ihr Leben und ihr Haus geschmuggelt.
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Wir hören ihre Geschichten und ich frage mich am Ende der Lektüre, was haben sie wohl mit Frau Dr. Moormann zu tun?
Gustav der kleine Mops mit Nase, den Elke Heidenreich und ihr Lebensgefährte aus dem Tierheim holen, bellt Frau Dr. Moormann zwar an, aber trotzdem scheint die alte Dame ihn zu mögen. 
Wir erfahren einiges über Elke Heidenreich, aber auch einige Geheimisse von Frau Dr. Moormann kommen ans Licht. So nähern sich die beiden alten Frauen immer mehr an und es entsteht sowas wie eine Freundschaft.
Nachbarliche Beziehungen sind ja oft nicht ganz einfach. Da sind sich zwei Individuen plötzlich sehr nahe und müssen Kompromisse schließen. Aber vielleicht müssen sie sich auch nur kennenlernen und da bei hilft ein Hund enorm.

Das Buch richtet sich aufgrund dessen, dass die Lesenden immer direkt mit „Du“ angesprochen werden und vielen Erwachsenen Bekanntes erklärt wird, wohl an Kinder. Aber ich denke gelesen wird es von Erwachsenen.


Dagmar Mägdefrau

Die Rätselknacker – Weihnachten in Gefahr

Die Rätselknacker - Weihnachten in Gefahr
EMF
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Das Heft für Vorschulkinder beinhaltet einen Filzstift, der sich dank der beschichteten Seiten gut wieder wegwischen lässt. Am Anfang kann man die Zahlen von 1 bis 10 üben, dann stellt sich die Frage „Wo steckt der Weihnachtsmann?“ 
Auf dem Weihnachtsmarkt werden Lina und Fynn von einem Wichtel mit grüner Mütze angesprochen, er bittet sie um Hilfe bei der Suche nach dem Weihnachtsmann. 
Zunächst müssen wir die acht Unterschiede zwischen den fast gleichen Tannenbäumen erkennen. 
Dann werden auf der Eisbahn die Kinder mit den gleichen Mützen gesucht, danach geht es um bunte Kugeln, Laternen müssen zu ihren Schatten sortiert werden und ein Sudoku aus Zeichen muss gelöst werden.
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Nach einem Labyrinth geht es in der Wichtelwerkstatt ans Einpacken, keine leichte Aufgabe. Aber zum Glück gibt es am Ende des Heftes die Lösung, damit die Erwachsenen vielleicht einen Tipp geben können, wenn es gar nicht klappt. 

Lustige Illustrationen und viele Rätsel werden die Kinder sicher über die lange Wartezeit bis Weihnachten bringen.

Dagmar Mägdefrau

Die Rätselknacker – Das Geheimnis der magischen Schule

Die Rätselknacker - Das Geheimnis der magischen Schule
EMF
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Dieses kleine Heft ist ausgestattet mit einem Filzstift (der leider schnell versagt hat, aber durch einen handelsüblichen Filzstift zu ersetzen war), damit kann man die Rätsel lösen und sich Notizen machen. Da die Blätter eine Folie haben, kann man den Stift sehr gut wieder auswischen. 
Lina und Fynn suchen zunächst ihren Hund und geraten mittels eines Schrankes in eine magische Welt. Hier müssen sie einige Rätsel lösen, um ihren Hund Milo wiederzufinden. Es beginnt mit zwei Bildern, bei denen es gilt, 8 Fehler zu finden. Mein Enkel hat einen Blick für sowas und kann die Fehler schnell entdecken.
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Dann muss man die Zutaten für einen Zaubertrank im Regal finden. Den Zauber den Zauberstäben zuordnen ist einfach. Zum Hexenbesen das passende Schattenbild finden auch. Die versteckten magischen Tiere im Zauberwald zu finden ist schon schwieriger, ebenso das Drachenbaby durchs Steinlabyrinth zur Mama führen. Die Vorschulkinder müssen sich schon ein wenig mit den Buchstaben auskennen, um die vorgegebenen Worte im Buchstabenchaos zu finden. Jedes Bild hat auch einen versteckten Buchstaben, der notiert werden muss. 

Eine schöne Beschäftigung für Vorschulkinder, die ihr Denken und Kombinieren anregt. Ein Escape-Rätsel mit unterschiedlichen Rätseln und schönen Bildern.

Dagmar Mägdefrau

Der große Labyrinthe-Spaß – Auf geheimer Mission

Der große Labyrinthe-Spaß - Auf geheimer Mission
Sam Smith
und viele Illustrator*innen
Usborne
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Ein ganzes Buch voller Labyrinthe, da sind wache Augen gefragt. Es beginnt relativ einfach, ausgehend von Agent Nikita, der ein Nachtsichtgerät benutzt, deshalb ist das Bild grün gehalten, soll der Dieb gefunden werden. Dann wird eine Spionin mit roten Schuhen gesucht. Falke nimmt die Lupe und geht den Fußspuren nach. Durch verschiedene Büros führt der Weg von Agent Pfeil, aber er darf nicht in Büros gehen, in denen sich jemand aufhält. Da muss man schon sehr gut aufpassen.
Das Hauptquartier auf der felsigen Insel ist auch nicht einfach zu erkunden.
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Mit Saugnäpfen aufs Hochhaus, aber immer nur an den blauen Fenstern entlang, ist schon verzwickt zu klären. Einmal geht es auch in die Unterwasserwelt, das Bild benötigt sogar zwei Seiten, ebenso die vielen U-Boot-Kabinen und die Landschaft in der Agentin Aurora mit dem Faltschirm landen muss. Spion Frost muss mit dem Schneemobil durch eine verworrene Schneelandschaft und im Museum gilt es, einen Code zu finden. Für das Knacken des Handscanners muss man schon geduldig sein und das gilt auch für das Dekodiergerät. 

Insgesamt sind 60 Aufgaben, zum Glück mit Lösung in diesem Heft, zu bewältigen. Da ist ein kleiner Agent/ eine kleine Agentin schon einige Zeit beschäftigt. Aber wer Spaß an dieser Art Herausforderung hat, bekommt hier viel geboten. Sowohl die Grafik als auch die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich gestaltet.

Dagmar Mägdefrau

Meine kleine Meditatiosreise – 12 einfache Übungen für jeden Tag

Meine kleine Meditatiosreise - 12 einfache Übungen für jeden Tag
Clément Cornet
Illustrationen von Kabuki
Ullmann
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Das Vorwort von Fabrive Midal (Die innere Ruhe Kann mich mal – Meditation radikal anders) beinhaltet einige Sätze, die ich wichtig finde: „Freu dich einfach, dass du bist.", „Es gibt eine Recht auf seine, denn sie gehören zum Wachstum dazu.“ und „...einen Zustand zu erleben, der uns mit uns selbst versöhnt“. Der Autor des Buches arbeitet seit vielen Jahren mit Kindern und gibt ihnen in den Übungen die Möglichkeit, durch das Einnehmen einer Körperhaltung ruhiger zu werden - „...durch eine ganz einfache Körperübung…zu erfahren, was gerade passiert.“
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Wichtig ist ihm der Spaß, den die Kinder dabei haben sollten. 
Die Freunde Max und Luna, die wir schon auf dem Cover gesehen haben, laden uns zu einer Meditationsreise ein. 
Der sonst aktive Max mag es manchmal, einfach gar nichts zu tun. Er sitzt mit gekreuzten Beinen auf einem kleine Kissen und hält den Rücken gerade. „Du atmest und kannst in Gedanken bis fünf zählen.“ In einer Seitenecke steht der wichtige Satz, dass es kein Wettbewerb ist und man hierbei nichts falsch machen kann. Luna sitzt auf einem Königsthron. Gerade wenn mal was schiefläuft, kann man eine Prinzessin mit einer Krone auf dem Kopf sein. Auch hier wird die genaue Stellung gezeigt, aber auch die beiden Kinder auf einem Thron. Diesmal sollen die Kinder versuchen, still zu sitzen und auf Geräusche zu achten.
Die Überschrift „Ich stehe unter meiner Freudendusche“ spricht schon für sich, ähnlich wie „Ich umarme das Leben wie eine Sonnenblume“ - bei dieser Übung lernt man eine Sonnenblume zu sein. Danach ist Max eine Baum und bekommt so neue Kraft. Luna lernt die Angst zu überwinden, ein Handzeichen soll sie in unterstützen, wenn sie Angst hat, „denn auch die allergrößten Helden haben manchmal Angst.“
Dann bewegt Max sich in ganz kleinen Schritten und hält seine Hände auf eine genau beschriebene Weise, so entdeckt er seine Zauberkraft. So geht es weiter bis zum letzen Kapitel, wo es um das Schlafen geht.

Zu dem Buch gibt es eine CD mit den Textes des Buches als Anleitung.  Sie ist eine schöne Ergänzung zum Buch und angenehm zu hören.
Dass dieses Buch und seine Übungen in erster Linie Spaß machen sollen und der Text entsprechend formuliert ist, gefällt mir sehr gut, ebenso wie die fröhlich gestalteten Bilder.

Dagmar Mägdefrau

Fremde Blicke

Fremde Blicke
Leonora Leitl
Kunstanstifter
Leseempfehlung für junge Erwachsene
Von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum Bilderbuch des Monats Mai 2022 ausgewählt

Ist das ein Bilderbuch für junge Erwachsene? Vielleicht sollte ich zur Erklärung mit dem Ende anfangen? Auf den letzten Seiten finden wir die Adresse, die Hilfe bei Psychosen und Schizophrenie anbieten. Das Wort „Früherkennung“ birgt Hoffnung. Das Buch zeigt den Weg eines erkrankten jungen Mannes. Zunächst lernen wir eine ganz normale Familie kennen. Yael, die jüngere Schwester berichtet aus ihrer Sicht vom Verlauf der Erkrankung ihres Bruders. Yael überlegt, wann es wohl begonnen hat. War das schon damals, als Lars sich ein wenig von dem Freundeskreis absonderte? Als er mit einer Tüte Rauschgift erwischt wurde? Als er Abschied nahm, um zu studieren?

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Als er nach langer Zeit mal wieder zu Hause ist, benimmt er sich eigenartig. Im Rückblick meint Yael, sie wären zu diesem Zeitpunkt schon mittendrin gewesen. Lars fühlt sich irgendwie bedroht oder verfolgt. Der langjährige Nachbar wird von ihm zum Feind erklärt. „Fremde Blicke“ schauen ihm von überall zu. Die Familie ist uneins, soll man ihn gegen seinen Willen zum Arzt bringen? Erst nach einem langen Sanatoriums-Aufenthalt bekommt das Verhalten einen Namen und am Ende steht die Hoffnung, dass es vielleicht wieder sowas, wie Normalität in der Familie geben wird.

Der Text des Buches besteht aus wörtlicher Rede und Gedanken, aber das Besonders sind die Bilder. Sie wirken manchmal wie hingekritzelt, doch ihre Farben und Formen drücken die bedrückenden Gefühle am besten aus. 

Psychosen kommen immer häufiger vor, auch Corona hat sicher dazu beigetragen. Gerade innerhalb der Familie ist man geneigt zu verdrängen, das Offensichtliche nicht zu sehen. Dieses Buch drückt sehr gut den Werdegang einer solchen Erkrankung aus und zeigt auf, wo an Hilfe findet.

Dagmar Mägdefrau

Die Kinderbuchbrücke

Die Kinderbuchbrücke
Jella Lepmann
Kunstmann

Jella Lepmann (*1891), die jüdische Autorin war vor dem Krieg Journalistin in Stuttgart und sie emigrierte, früh verwitwet, mit ihren Kindern nach England. 1945 ging sie zurück in das zerstörte Deutschland. Man hat sie in „eine Uniform gesteckt“ und sie soll sich „besonders der Frauen und Kinder“ annehmen. Und die Kinder, denen sie begegnet, die als Waisen zwischen den Trümmern unterwegs sind, haben es ihr angetan. Sie sieht sie nicht als Täter, sondern auch als Opfer dieses schlimmen Krieges.
Ihr Gedanke ist es diesen Kindern neue Hoffnung und neue Ideen durch das Lesen zu geben. Allerdings fehlt es an Büchern. In den Jahren der Hitler-Diktatur wurde nur das verlegt, was dem Regime passte. Die guten Bücher wurden bekanntlich verbrannt.

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Nur gab es keine Gelder für die Anschaffung neuer Bücher, abgesehen davon, dass es keine Verlage in Deutschland gab, die hätten liefern können. Doch Jella Lepman schrieb einfach andere Länder an und bat um Bücher für ihre Bibliothek, die sie zusammenstellen wollte.

Moralische Unterstützung hatte sie zunächst durch das Militär, außerdem konnte sie deren Strukturen, wie die Post, nutzen.

In Deutschland traf sie alte Weggefährten wieder, Elly Heuss-Knapp und Erich Kästner, die Journalisten wie sie waren. Durch diese Kinderbuchbrücke kamen viele Bücher zusammen, die in zunächst München ausgestellt wurden. In dem Buch gibt es viele Bilder von lesenden Kindern, sie sind so in ihre Lektüre vertieft, dass man die Begeisterung förmlich spürt.

Jella Lepman hat immer wieder neue Ideen und immer wieder kann sie Menschen davon begeistern. Eleanor Roosevelt ist eine ihrer bekanntesten Unterstützerinnen, ihre Stiftung trägt viel zum Erfolg der Kinderbibliotheken bei. Seien es Wanderausstellungen oder neue Standort immer wieder sehen wir die lesenden Kinder. Einmal hat es Jella Lepman sogar mit einem Bus probiert. Immer war es ihr Anliegen Kinder mit Literatur zu versorgen.

Später wurde auch gemalt und diese Ausstellung von Selbstportraits der Kinder ging sogar in die USA. Später gab es ein „Weltparlament“ der Kinder entsprechend der Uno, Fremdsprechen wurden gelehrt und Radiosendungen gemacht.

Im Text finden wir 110 kleine Zahlen, die zu bekannten Menschen führen, die den Weg Jella Lepman gekreuzt und begleitet haben. Es ist spannend zu lesen, wie Jella Lepman diese Menschen immer wieder für ihre Sache begeistern konnte.

Ich staune im Nachhinein, dass ich noch nie von dieser Frau gehört habe, die doch so viel für die Erziehung der Nachkriegsgeneration getan hat. Auf ihre Initiative hin wurden Bücher übersetzt, Verlage gegründet und Preise ins Leben gerufen. 

Das Buch liest sich sehr gut, natürlich würden einige Passagen heute nicht mehr so geschrieben. Aber wir sind alle Kinder unserer Zeit und nutzen die entsprechende Sprache. 

Ein lesenswertes Buch mit viel Begeisterung von einer charismatischen Frau geschrieben.

Dagmar Mägdefrau

Stellas Welt

Stellas Welt
Marina Stachowiak
temporik-art Verlag
Kinder- und Elternbuch

„Ein Kinder- und Elternbuch zum Lesen und Vorlesen, zum Nachdenken und darüber sprechen.“ So lautet der zweite Untertitel des Buches. 
Marina Stachowiak leitet das Institut für integrale Bewusstseinsbildung und vertritt die Meinung, dass eine Veränderung in unserem Bewusstsein beginnen muss.
Die Hauptfigur und Erzählerin des Buches ist die 11-jährige Stella. Ihre Großmutter erzählt ihr von der Zeit von vor 5000 Jahren, damals in der matriarchalischen Zeit, als die Erde als „Große Mutter“ verehrt wurde. (Eine Erklärung der Autorin ist im Anschluss an meinen Text zu lesen.)

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Sie zeigt ihr ein Bild der „Venus“ von Willendorf (das Bild ist im Buch zu sehen) und erklärt ihr warum diese Figur so aussieht.
Die beiden haben ein sehr enges Verhältnis und die Großmutter führt ihre Enkelin in die Innerwelt, in denen alles geschehen kann und es keinen Anfang und kein Ende gibt. Eine Frau, SIE genannt, führt Stella in eine Klangschale und so lernt sie die Resonanz kennen. Meister Chladni, ein deutscher Physiker aus dem 18./19.Jahrhundert führt seine Entdeckung vor. Mit Hilfe eines Geigenbogens, kann er auf einem Tisch verstreuten Sand durch den damit erzeugten Klang eine Struktur geben. Dann kommt Alexander Lauterwasser hinzu, ein noch lebender Wasserforscher. Er zeigt seine ebenfalls durch Klänge zum Schwingen gebrachten schwingenden Wassertropfen und Masaru Emoto, ein 2014 verstorbener japanischer Parawissenschaftler, erklärt die Zusammenhänge. Durch das Erscheinen von Cibum wird der Ton aggressiv, er ist „das große Durcheinander, das Chaos, welches die Welt regiert“. Aber er kann durch den Klang besänftigt werden. So kann auch der japanische Forscher seine Entdeckung vorführen, beschriftete Röhrchen, gefüllt mit Wasser, bilden gefroren unterschiedliche Eiskristalle. Positive Informationen erzeugen harmonische, negative Informationen erzeugen chaotische Kristalle. Der letzte Besucher in Stellas Innerwelt ist Hartmut Warm, ein aktiver Autor und Ingenieur, er zeichnet die Muster der Planetenbewegungen in Sphärenbildern. Die gezeigten Bilder ähneln einer Sternenblume. 

Kunna, die Hüterin des Gartens, ist eine der alten Mütter und sie erzählt tröstliches aus der alten Zeit. 

In dem Buch hat alles eine Verbindung, eine Resonanz, die wir im Herzen fühlen und ich wünschte so würden wir unsere Mitmenschen und die ganze Natur fühlen. Vielleicht könnten wir Menschen auf diesem Weg die Erde retten, wenn Wettbewerb und das Recht des Stärkeren nicht immer im Vordergrund ständen, sondern das gemeinsame Ziel.

Ich habe viel Neues kennengelernt, neue Ansätze entdeckt und ganz besonders gefiel mir das Vertrauen zwischen Stella und ihrer Großmutter. 

Dagmar Mägdefrau

Matriarchalische Gesellschaften waren und sind nicht macht- oder herrschaftsorientiert, sondern agieren gemeinschaftlich, sozusagen basisdemokratisch. Die Nachkommen leben im Haus der Mütter und es gibt keine Ehe in unserem Sinn. Ein liebender Mann besucht seine Geliebte in ihrem mütterlichen Clan und die gemeinsamen Kinder wachsen im mütterlichen Clan auf. Es sind nicht die Väter, sondern die Brüder der Mutter und Verwandten des Kindes, die sich um es kümmern. Diesbezüglich gibt es dahingehend auch kein Eigentum. Nicht nur was die Kinder anbelangt, sondern auch die gemeinsamen Güter und Gärten.