Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V.

Für Opa scheint jetzt immer die Sonne

Für Opa scheint jetzt immer die Sonne

Katja Reider
Malin Hörl
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Mia hat ihren Opa lieb, das hat sie ihm in dem kleinen Büchlein, dass auf der Seite im großen Buch festgeklebt ist, geschrieben. Sie hat auch Bilder ihrer gemeinsamen Unternehmungen eingeklebt. Denn Opa und sie gehen gerne schwimmen und spielen gerne Spiel, aber am liebsten gärtnern sie gemeinsam im Garten.
Opas Lieblingsblumen sind die Sonnenblumen, die kann man sogar im Brautstrauß seiner Frau sehen. Aber zum Ende eines schöne gemeinsam verbrachten Sommers muss Opa sich immer häufiger ausruhen und er erzählt seiner Enkelin, dass er in ein Seniorenheim ziehen wird.
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Ein sehr gemütlich stimmendes Bild zeigt die beiden beim „Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel“ in der Weihnachtszeit. Manchmal gehen die beiden auch spazieren, aber weit kommt Opa nicht mehr. Bei der Rückkehr erklärt die Heimleiterin Mia was es mit dem Buch in der Eingangshalle auf sich hat, neben dem immer eine Kerze brennt.
Opas Gedächtnis wird immer schlechter und bald muss Mia ihn mit ihren Eltern im Krankenhaus besuchen. In einer Nacht stirbt der Opa und „kommt nie mehr wieder.“ Mia und ihre Eltern sitzen mit traurigen Minen zusammen und halten sich ganz fest. Nach der Beerdigung trifft man sich im Garten und erinnert sich an den Verstorbenen. Mias Mama sagt ihr, dass manche Leute an den Himmel glauben, der Opa aber immer bei ihnen sein wird. Als Mia weint, weiß sie „Traurigsein gehört dazu, wenn man Abschied nehmen muss.“
Auf der letzten Seite sitzt die kleine Familie auf einer Bank inmitten der Sonnenblumen und schaut in das Erinnerungsbuch.

Das Buch hat mich tief berührt, es ist so liebevoll geschrieben und die Bilder sind voller Wärme. Traurig und tröstlich zugleich. 

Dagmar Mägdefrau