Ich bin introvertiert    

Lenka Blaze

Aus dem Tschechischen von Lena Dorn

Hanser

Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

„Sensibilität ist meine Superpower“ findet die Autorin und mit diesem Buch lebt sie diese Superpower aus, indem sie ihre Gefühlswelt in Wort und Bild beschreibt.
Zu Ende des Buches steht in einer Sprechblase „Ich sage mir immer wieder, dass ich nichts dagegen tun kann, wenn dir das Buch nicht gefällt. Ich kann es nicht ändern und muss mich auch nicht schuldig fühlen. Und es ist auch nicht schlimm, wenn das Buch nicht perfekt ist.“
mehr oder weniger lesen
Dieser Satz macht für mich eine Rezension fast unmöglich. Ich mühe mich, sachlich zu argumentieren und keinen zu beleidigen. Aber hier treffe ich auf eine Autorin, der ich eine Kritik kaum zumuten möchte. 
In unserer Bevölkerung gibt es 20 % hochsensible Mensch, davon sind 70 % introvertiert. Und ich befürchte, dass ich einigen mit meiner lauten Art ziemlich auf die Nerven gegangen bin. Die Autorin beschreibt ihre Kindheit und Jugend und ihren Wunsch, sich zurückziehen zu können. Auch jetzt als Erwachsene braucht sie ihre Freiräume und sie kann sich z.B. keine feste Anstellung vorstellen, schon gar nicht in einem Großraumbüro. Allerdings schildert sie auch die Vorzüge, die hochsensible Menschen haben.
Ich habe viel Neues erfahren beim Lesen dieses Buches und ich hoffe, dass ich zukünftig nicht gleich blöd regiere, wenn mir jemand nicht sofort antwortet. Es lohnt sich, diese Buch zu lesen, auch wenn es sich manchmal etwas zieht und Dinge oft wiederholt werden. Sehr interessant fand ich die Menschen wie Obamah, der hier auch als introvertiert beschrieben wird. Die Zeichnungen sind sehr einfach und zeigen trotzdem sehr gut die Gefühle und Empfindungen.

Dagmar Mägdefrau

Kategorien: ,