• Boah, was für ein Fahrrad

    Boah, was für ein Fahrrad

    Caspar David Engstfeld

    Ankerwechsel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Welches Kind wünscht sich nicht ein tolles Fahrrad, alle meine Enkel fahren gerne Rad. Aber hier macht sich Loki auf den Weg sich ein eigenes Fahrrad zusammenzustellen. Sie besucht Leute, die ungewöhnliche Dinge mit ihren Rädern gemacht haben. Das erste Rad macht Musik und es sind viele Boxen darauf installiert. 
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    Eine Dame führt einen ganzen Flohmarkt auf ihrem Rad mit sich. Es finden auch viele Pflanzen und sogar Sportgeräte auf einem Rad Platz. Drei Mäuse haben ihr Fahrrad künstlerisch gestaltet und einen Sticker dazu erstellt, der dem Buch beiliegt. Witzig ist auch das Camper-Fahrrad mit Zelt. 
    Am Ende baut Loki ihr Rad und sie nutzt dazu all die Dinge, die sie von den anderen bekommen hat, dabei.
    Das Ungewöhnliche an dem Buch ist der Aufbau der Seiten, in der Mitte sehen wir das Rad mit dem Fahrer oder der Fahrerin. Oben gibt es eine beschreibende Überschrift und der Text seht rund um das Blatt und ist entgegen dem Uhrzeigersinn zu lesen. Er steht in Kästchen und wird von kleinen Illustrationen unterbrochen.
    Ein sehr farbiges Buch, in dem sicher nicht alles sofort gesehen wird und das Lust auf ein ungewöhnliches Fahrrad macht, so wie Loki es sich gebaut hat. Ich habe zwar kein Rad, aber ich hatte einen Riesenspaß beim Lesen und Anschauen dieses ungewöhnlichen Buches.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Alleinstein

    Der Alleinstein

    Hilde Biedermann

    Ankerwechsel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die gelbe dicke Raupe und sie hat einen dunklen Stein auf dem Rücken, der bunte Stellen einschließt.
    Um den Stein geht es in dem Buch, es ist der Alleinstein, der über eine lange Zeit gewachsen ist. Er zeigt die unterschiedlichsten Gefühle, die Waldi erlebt. Aber Waldi möchte mehr erfahren und er weiß, dass er durch Reisen viel erfährt.
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    So kommt er zunächst zur Eule Pi, die einen Weinstein unter dem Flügel trägt, der ihn sehr traurig macht. Bald erkennen die beiden, dass dieser rote Stein auch in Waldis Stein vorkommt. Der Maulwurf Hugo hingegen trägt seinen Kleinstein auf der Nase. Er fühlt sich dem entsprechend klein. 
    Der Text ist in handgeschriebenen Druckbuchstaben gedruckt und sehr dynamisch. Es gibt Vermerke und Fragen an die Lesenden, dadurch ist das Lesen nicht ganz einfach, aber sehr spannend und vielfältig. Mir hat es auf jeden Fall viel Freude gemacht zu erleben wie die unterschiedlichen Gefühle hier in Form von Steinen, zu denen die Autorin ein besonderes Verhältnis hat, plastisch dargestellt werden. Auch die kunstvollen Illustrationen sind ungewöhnlich, manchmal kleinformatig und dunkel, manchmal groß und bunt. Es gibt viel zu entdecken und ich habe mir dabei Gedanken über die Gefühle gemacht. Zwischen zwei Seiten gibt es transparente Seiten, die ebenfalls bemalt wurden. Das ist noch einmal etwas Besonderes. Ein wundervolles Bilderbuch über Gefühle, die man hier erkennen und benennen kann, denn es ist wichtig über Traurigkeit in ihren unterschiedlichen Fassetten zu sprechen. So hilft auch in der Geschichte Freundschaft die Schwere der Steine zu verringern.

    Dagmar Mägdefrau

  • George & Lenny sind immer zusammen  

    George & Lenny sind immer zusammen  

    Jon Agee

    Aus dem Englischen von Stefanie Böhm

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem gelben Skatboard sausen die Freunde über das weiße Cover. Die beiden sind immer zusammen und darüber unterhalten sie sich auf dem Spielplatz, während sie rutschen und schaukeln. Doch dann möchte Lenny, die kleine graue Maus unbedingt das Alleinsein ausprobieren.
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    Zunächst versteht George das nicht und will ihn auch dorthin begleiten, aber dann verschwindet Kenny in einer kleinen Hütte und dort macht er vieles allein, doch irgendwie ist George immer bei ihm, so malt er ihn. Am Ende sind beide froh wieder zusammen zu sein.
    Die Geschichte wird mit viel Humor und einfachen Zeichnungen erzählt und sie zeigt, wie wichtig Freundschaft für uns alle ist.

    Dagmar Mägdefrau


  • Freiheit für die Waldwiesel

    Freiheit für die Waldwiesel

    Stephan Quittieren

    Barbara Jung

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Das Wiesel Piet muss in die große Stadt! Er ist der Einzige, der einer großen Aktion entkommen ist, bei der alle Wiesel des Waldes – seine Mutter und Schwester Cilli eingeschlossen – gefangen wurden. Für Piet ist klar, dass er alle aus der „Wiesel-Fabrik“ in der Stadt retten muss. Aber wie kommt er in die Stadt? Und wie kann er die Wiesel befreien?

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    Im Laufe seiner Mission begegnet Piet Tieren, die ihm helfen, wie den Siebenschläfer Hugo oder die Kanalratten. Gleichzeitig lernt er, dass nicht nur die Menschen eine Gefahr für Tiere sein können. Da ist der Marder Toni, der rücksichtslos Tiere ausbeutet, oder die speziell gezüchteten Riesenhunde, die die Fabrik bewachen.

    Stepha Quitterer hat mit viel Fantasie und Sprachwitz eine Tierwelt geschaffen, die ein Spiegelbild der Menschenwelt ist. Manches ist witzig, wie etwa „Junge Dachsfamilie, 5 Kinder, reinlich, gebildet, solides Einkommen, sucht dringend Wohnung im Kiez. Ab 20 Wohnkammern, mindestens 10 Eingänge“, oder der Glaube der Ratten, dass die Menschen ihnen in den Tagen vor Silvester „per Klospülung extra Bratenreste und Unmengen Klöße, Kartoffelbrei und Rotkohl schenken“. Vieles lässt einen aber auch schlucken wie z.B. die Vorurteile, die die Tiere untereinander hegen.

    So hat Piet einen „Krähen-Bruder“, der als Küken von Piet und seiner Mutter vor dem Verdursten gerettet wurde. Offiziell aber können Wiesel und Krähen nicht befreundet sein, denn „Krähen sind voller Läuse“, „nehmen es mit der Pünktlichkeit nicht so genau“ und „klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist“.

    Besonders bedrückend ist auch der Moment in dem Piet klar wird, dass alle anderen Waldtiere von der „Entwieselung des Waldes“ wussten, aber keiner den Wieseln half, um sich nicht selbst zu gefährden. So machen sich die Eichhörnchen zu Gehilfen dieser Aktion. Und in der „Fabrik“ sind Wiesel als Aufseher eingesetzt, die keine Gnade mit ihren Artgenossen kennen.

    Dieses Buch gibt viel Stoff zum Nachdenken und miteinander reden. Nicht zuletzt über die Haltung des Siebenschläfers Hugo, der überzeugt ist, für Piet verantwortlich zu sein, weil er sich entschieden hat, ihm das Leben zu retten: „Ich muss zu dieser Entscheidung stehen. Dafür sorgen, dass es eine gute Entscheidung war.“

    Eine tolle Abenteuergeschichte, die ganz nebenbei viele wichtige Werte vermittelt – mit schönen Illustrationen. Sehr lesenswert!

    Beate Böhm

  • Das magische Mal – Chaos in der Zauberschule

    Das magische Mal – Chaos in der Zauberschule

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Clarissa, Marlon und Elmar besuchen die Zauberschule auf Schloss Simbalablitz. Sie gehen in die zweite Klasse und müssen nun das Zauber-1x1 samt der dazugehörigen Sprüche lernen. Durch einen zufälligen Fund einer Zaubertafel in der Bibliothek der Schule entsteht plötzlich Chaos: Auf einmal wimmelt es in den Klassenräumen von Tieren.
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    Doch das Durcheinander droht außer Kontrolle zu geraten – die Schule steht sogar vor der Schließung. Die drei müssen nun schnell die Rätsel der Steintafel lösen, um ihre Schule zu retten.
    Da bei meinem achtjährigen Sohn gerade tatsächlich das Einmaleins-Lernen ansteht, kam das Buch genau richtig. Wir haben gemeinsam angefangen zu lesen, und er hat großen Spaß daran. Die Geschichte ist schön geschrieben und bleibt durchgehend spannend, sodass man gerne weiterliest. Auch wenn der erste Schritt darin besteht zu verstehen, wie das Multiplizieren funktioniert, hilft das Buch dabei, das Einmaleins spielerisch zu verinnerlichen. Die Merksprüche machen das Lernen deutlich unterhaltsamer – es ist kein stupides Auswendiglernen. Insgesamt ein sehr schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

    Katrin Hemmerich
  • Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Charley Rabbit

    Aus dem Englischen von Ulrich Thiele

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    In einer Stadt voller Tiere ist der beliebte Restaurantbesitzer Gustav Giftzahn spurlos verschwunden. Der neue Bewohner der Stadt, Meisterdetektiv Mausebart, macht sich gemeinsam mit seinem Gehilfen Mopsi auf die Suche nach dem Entführer.

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    Doch immer, wenn sie glauben, ihm dicht auf den Fersen zu sein, ist er ihnen wieder einen Schritt voraus. Ob es den beiden trotzdem gelingt, den Täter zu schnappen, wird sich zeigen!Ich habe das Buch zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen, und wir waren beide von der ersten Seite an begeistert. Die Geschichte ist sehr humorvoll erzählt: Die Stadt wird ausschließlich von Tieren bewohnt – von Schlangen, Pavianen und Bullen bis hin zu Tauben als Polizisten oder einem Meerschweinchen als Erfinder. Dazu kommen viele witzige Wortspiele und liebevoll gestaltete Illustrationen, über die wir oft lachen mussten.
    Besonders gelungen fanden wir die abwechslungsreiche Mischung aus Comic-Abschnitten und normalem Text. Dadurch bleibt das Lesen spannend und motiviert Kinder, immer weiterzulesen.
    Mein Sohn war am Ende allerdings etwas enttäuscht: Zwar wird ein zweiter Teil indirekt angekündigt, aber bisher gibt es noch keine Informationen dazu, wann er erscheinen wird.

    Katrin Hemmerich

  • Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Fred Paronuzzi

    Mariana Ruiz Johnson

    Übersetzt aus dem Italienischen von Stefanie Beck

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich finde es erstaunlich, dass dieses Buch übersetzt werden musste, denn der Text besteht ausschließlich auch den Geräuschen, die wir im Laufe eines Tages hören. So klingelt morgens der Wecker „Klingeling!“ und Papa ruft „Huhu“ um sein Kind, das noch im Bett liegt zu grüßen. 
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    Ein „Blubb, Blubb“ kommt aus dem Aquarium und die schnurrende Katze liegt gemütlich auf der Bettdecke. Beim Frühstück wird geschlürft und geschmatzt, im Bad hören wir ein „Plitsch, Platsch“ am Waschbecken, das Auto tutet auf dem Weg zur Kita und dort geht es richtig laut her mit ganz vielen verschiedenen Geräuschen.
    Ich kann mir gut vorstelle beim Vorlesen die Kinder nach den Geräuschen zu fragen, vielleicht fallen ihnen noch mehr oder andere ein? Die Illustrationen, die immer eine Doppelseite füllen sind sehr bunt und zeigen auf eine besonders Weise den Tagesablauf in der Familie. Ein fröhliches Buch, dass sicher auch kleineren Kindern schon gezeigt werden kann, denn das Nachahmen der Geräusche regt die Stimme und die Modulation sicher an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Vampire und Monster

    Vampire und Monster

    Stephanie Runge

    Jutta Wetzel

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Wir sehen den bleichen Viktor in seiner Tarnung über das Cover huschen, er hat es eilig, denn er möchte die „Königin der Nacht“ blühen sehen.
    Aber zurück zum Anfang, Viktor, der Vampir, schaut mit seiner Schwester einen Gruselfilm, da werden Vampire von Menschen gejagt und gegessen.
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    Doch dann wird in den Nachrichten von der seltenen Blühte berichtet und Viktor beschließ sich auf den Weg in den Botanischen Garten zu machen. Bald muss er feststellen, dass es sehr viele Menschen unterwegs gibt und er befürchtet ja, erkannt und gefressen zu werden. So gelangt er auf den Markt und erwartet, dass der Metzger dort Vampirfleisch anbietet und ist, überrascht, als er erfährt, dass Menschen nur Tiere essen. So werden noch einige Missverständnisse geklärt.
    Die witzige Geschichte, die aus Sicht des Vampirs Viktor erzählt wird, zeigt, was Vorurteile oder falsche Vorstellungen bewirken. Ich habe nur einzige Frage: „Woher hat der Vampir Geld, um zu bezahlen?“ Das Buch ist sehr schön zu lesen, denn es hat neben der großen Schrift noch viele schöne bunte, teilweise große Bilder.

    Dagmar Mägdefrau
  • Was guckst du? – Carlas Comics – Band 4

    Was guckst du? – Carlas Comics – Band 4

    Jutta Nymphius

    Volker Fredrich

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Cover zeigt uns Carla und ihre beste Freundin Samira, die beiden sind seit dem Abschied aus der Kita befreundet. Denn da war Carla trotz ihres wunderschönen neuen Schlafsacks traurig, als es bei der Übernachtung ans Schlafen ging. Doch da kam Samira und sie brachte noch leckere Baklava mit, die ihnen prima mit den Schokoladenkeksen schmeckten. 
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    Doch nun hat Samira das Fußballspielen für sich entdeckt und so sagt sie wegen eines wichtigen Spiels die Übernachtung bei Carla, die zu einem festen Ritual wurde, ab. Darüber zerbricht am Ende die Freundschaft und alle Ratschläge und Versuche sie wieder zu festigen funktionieren leider nicht.
    Im Laufe meines Lebens sind viele Freundschaften zu Ende gegangen, ganz ohne Streit, einfach, weil das Leben sich änderte und Neues entstand. Das erleben wir hier mit Clara und sie übersteht diese traurige Zeit, behält die Erinnerung daran und orientiert sich neu.
    Carla liebt es zu zeichnen und sie hat zudem noch einen sehr kreativen Bruder, das kommt ihn der besonderen Form, in der das Buch gestaltet ist, gut zur Geltung. Es gibt, wie immer in dieser Reihe, eine Doppelseite Text und danach eine Doppelseite mit Zeichnungen. So ist das Buch nicht nur gut lesbar, es hilft auch die Geschichte zu visualisieren. Eine ungewöhnliches Thema, das aber sicher viele Kinder, denen es genauso geht wie Carla, belastet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Olchis – Das Sams – Die kaputte Wunschmaschine – Band 1    

    Die Olchis – Das Sams – Die kaputte Wunschmaschine – Band 1    

    Erhard Dietl

    Paul Maar

    Stephanie Stickel

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Die Wunschmaschine von Herrn Taschenbier ist kaputt – und natürlich brauchen Herr Taschenbier und das Sams dringend Hilfe. Also machen sie sich auf den Weg zu Herrn Brausewein ins Labor. Dort sorgt das Sams allerdings erst einmal für ordentlich Chaos und spielt neugierig mit einem Spray herum. 
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    Das Problem: In der Flasche befindet sich ein Verjüngungsmittel, von dem Herr Taschenbier eine ordentliche Portion abbekommt. Prompt verwandelt er sich in ein Baby!
    Da sich weder das Sams noch Herr Taschenbier besonders gut mit Babys auskennen, bleibt nur eine Lösung: Die Olchis müssen helfen – schließlich haben die selbst Erfahrung mit einem Olchi-Baby. Ob sie es gemeinsam schaffen, Herrn Taschenbier wieder zurückzuverwandeln?
    Mit dem Sams verbinde ich viele schöne Kindheitserinnerungen, denn die Geschichten wurden mir früher oft vorgelesen und später habe ich sie selbst begeistert gelesen. Die Olchis dagegen kenne ich tatsächlich kaum. Gerade deshalb finde ich dieses Crossover der beiden beliebten Kinderbuchwelten besonders originell und witzig. Beide Figuren haben ihren ganz eigenen frechen und chaotischen Humor, was wunderbar zusammenpasst.

    Das Buch eignet sich toll zum Vorlesen, macht aber auch fortgeschrittenen Erstlesern viel Spaß. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie die beiden bekannten Kinderbuchautoren die Geschichte der beiden Kultfiguren weitererzählen.

    Katrin Hemmerich
  • Päckchensommer

    Päckchensommer

    Jasmin Schaudinn

    Stéffie Becker

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Kalle und Frieda leben zusammen mit ihrem Papa, der Paketbote ist. Endlich ist es so weit: Die drei wollen gemeinsam nach Italien in den Urlaub fahren. Doch dann ruft der Chef an und streicht kurzfristig den Urlaub. Als der Papa merkt, wie traurig Kalle darüber ist, lenkt er spontan den Postwagen auf die Autobahn – und die abenteuerliche Reise Richtung Italien beginnt.
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    Päckchensommer ist ein wunderbares Vorlesebuch, das auch von fortgeschrittenen Erstlesern sehr gut selbstständig gelesen werden kann. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kalle erzählt. Dabei bekommt man die Eindrücke, Gedanken und Sorgen eines Kindes im Grundschulalter hautnah mit – sei es die am Nordpol forschende Mutter, die Traurigkeit des Papas diesbezüglich oder die vielen Gefühle rund um die Reise nach Italien. Die einzelnen Ereignisse werden so schön und bildlich beschrieben, dass man sie direkt vor dem inneren Auge sieht. Für Kinder ist es eine wunderschöne Geschichte mit einem tollen Happy End.

    Katrin Hemmerich
  • Kuki und das Flüstern der Muscheln  

    Kuki und das Flüstern der Muscheln  

    Efua Traoré

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Kuki lebt in Nigeria, sie heißt eigentlich Kokumo, ein Name, der ihr ihr Vater gegeben hat. Diesen Vater hat sie nicht kennengelernt und ihre Mutter und sie leben inzwischen bei Dr. D.
    und ihre Mutter ist wieder schwanger. Dr. D.s Schwester, die Kuki Tante nennt warnt Kuki immer wieder vor Geistern, den Aniku, die gerade für Kinder besonders gefährlich sind.
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    Da Kuki in der neuen Schule von einer Mitschülerinn böse gemobbt wird und ihre Eltern arbeiten, fühlt sich Kuki einsam. Sie wünscht sich eine Freundin, geht aber alleine los und findet ein altes verfallenes, ehemals hochherrschaftliches Haus. Hier trifft sie auf Enilo, ein eigenartiges Mädchen, von der sich Kuki eine Freundschaft erhoff. 
    Die Autorin kennt die Geistergeschichten von den Aniku aus Afrika und fügt diese Legenden und Märchen in ihre Geschichte ein. Obwohl sie in der Gegenwart spielt, kommt mir dieser Geisterglaube sehr alt vor und das ist er sicher auch. Kuki betont auch immer wieder, dass sie nicht daran glaubt. „Jeder Mensch trägt zumindest einen Hauch von Güte in sich, und deswegen gibt es immer die Chance, dass das Gure sich durchsetzt.“ Ist ein wundervoller und hoffnungsvoller Satz, den Enilo sagt und sie erklärt Kuki, weshalb sie sie für etwas ganz besonders hält. Mir gefiel es sehr gut auf diese Weise etwas über den afrikanische Geisterglauben zu erfahren und mit seiner spannende Handlung war die Geschichte sehr lesenswert. Aber es ging auch um Mobbing, um Freundschaft und Familie und ein Mädchen, dass sich trotz ihrer Ängste immer besser behaupten konnte. Eine hervorragende Mischung.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Johanna Prinz

    Stefanie Jeschke

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Pippa, das Erdferkel und ihre Freunde, Horst, der afrikanische Madenhacker, der eine Giraffe sucht, die drei Erdmännchen und Manolo, der eitle Löwe wohnen zusammen an einem Wasserloch. Irgendwann haben sie entdeckt, dass montags immer die Menschen dort auftauchen, und dann spielt die kleine Gruppe ihnen ein Theaterstück vor. 
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    Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, macht die Regie und manchmal wird das Stück für die Menschen so aufregend, dass sie sich übergeben müssen. Die Tiere freuen sich dann enorm über ihre gelungene Dressur. Als den Tieren ein Bauplan in die Hände fällt, der ihnen der im Gebüsch lebende Vogel Gisela vorliest, müssen sie erfahren, dass am Wasserloch gebaut werden soll. Wie schrecklich, diesen schönen Platz zum Leben verlieren zu müssen. Da kann nur das Orakel helfen, aber keiner weiß, wie es aussieht und was es ist. Also machen sich alle auf den Weg.
    Im Laufe der Geschichte wächst die Tiergruppe immer enger zusammen, sie erfahren vieles übereinander und unterstützen sich freundschaftlich. Natürlich ist die Dressur der Menschen zunächst einmal sehr witzig und die Umkehrung macht ganz besonderen Spaß. Aber neben diesem Spaß geht es auch um ernsthafte Probleme, so leidet Horst darunter, dass er trotz Qualifikation keine Giraffe hat, mit der zusammenleben kann. Zum Glück taucht dann auch eine Giraffe auf, die einen Madenhacker vermisst. Zum Schluss geht es um Arterhaltung und um Gisela, die gar nicht so hochnäsig ist. Ein Vorlesebuch, dass nicht nur den Zuhörenden Spaß bereitet. Neben dem witzigen Texten sind es die vielen schönen bunten Illustrationen, die das Buch wunderbar ergänzen. Ich freu mich auf die Folgebände.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung

    Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung

    Carola Becker

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir Mäc Mief und seinen Freund, den Hund Bonnie, auf einem Kohlenwagen in einem Zug mitfahren. Das wirkt schon sehr abenteuerlich und gefährlich.
    Nachdem es in Schottland schon seit Tagen regnet, hat Mäc Mies Lieblingsmensch Finn das Schaf mit in sein Zimmer und sogar in sein Bett genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt.
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    So schmeißt sie Mäc Mief kurzerhand raus. Bei seiner Suche nach Bonnie gerät Mäc Mief auf den Nachbarhof zu den Eddingbörgs. Doch hier trifft er nicht auf den fiesen Schafe, sondern auf eine Schafmädchen, in das er sich sofort verliebt. Doch bei seinem nächsten Besuch ist Malvina mit der roten Schleife nicht zu finden. So beginnt die abenteuerliche Suche nach dem Schaf.
    Es ist schon etwas sehr verrückt, wie es Mäc Mief und Bonnie bei dieser Suche ergeht. Warum da plötzlich eine Dampflok am Bahnhof steht und wie die beiden es schaffen Malvina aus dem Anhänger zu befreien, das ist schon echt stark, aber auch witzig.
    Die Großbuchstaben und die vielen tollen bunten Bilder machen das Buch leicht lesbar und Mäc Mief als verliebtes Schaf, das hat seinen ganz besonderen Charme.

    Dagmar Mägdefrau


  • Mister Marple und du – Hilfe, das Klassen-Tier ist weg! – Band 3 

    Mister Marple und du – Hilfe, das Klassen-Tier ist weg! – Band 3 

    Sven Gerhardt

    Nikolai Renger

    Penguin

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bei Mister Marple handelt es sich um einen Hamster, der die meiste Zeit in Theos Tasche, die er in seiner Warnweste hat, verbringt. Neben dem ängstlichen Theo und der abenteurermutigen Elsa gehört Mister Marple zur Schnüffler-Band. 
    Diesmal ist das Klassentier aus Theos Klasse, ein Gecko aus dem Terrarium verschwunden.
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    Natürlich ist klar, dass sich die drei auf die Suche machen, Elsa sucht mit Hilfe ihrer Lupe nach Spuren und finde sie auf der Außenseite des Terrariums. In den nächsten Schulstunden machte Mister Marple sich auf die Suche nach dem verschwundenen Tier.
    Der Text des Buches ist in großen Buchstaben mit viel Abstand gedruckt. Die Illustrationen sind bunt und großformatige. Zu jedem Kapital wird am Ende eine Frage gestellt und das Mitraten macht viel Spaß.
    Was mi besonders gut gefällt ist, dass Mister Marple nicht mit den Kindern spricht, sondern sich über Bilder mit den Kindern austauscht. Am Ende des Buches gibt es noch viele Informationen über Panter-Geckos. Ein echter Krimispaß für Leseanfänger.

    Dagmar Mägdefrau
  • Obacht!

    Obacht!

    Kerstin Hau

    Stella Dreis

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Beste 7, Deutschlandfunk, März 2026

    dPICTUS 100 Outstanding Picturebooks 2026

    Fit für die Zukunft – Mai 2026


    Ein riesige dunkle Tatze schaut unter einer orangen Decke hervor, daneben sehen wir die Protagonisten dieses Bilderbuches.
    Gleich am Anfang lernen wir sie kennen: Den Wimpf, den Wompf, Timpa-Ma und Timpe-Pa die in einem Haus wohnen und Mienchen, die nebenan wohnt.
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    „Obacht“ schreit der Wimpf, denn er entdeckt das RIESIGE Tier, das vor der Stadt liegt. Timpe-Pa legt die orange Decke über das Tier und schon ist es nicht mehr zu sehen. „Mienchen gefällt das gar nicht.“, aber sie wird ja nicht gefragt. So wird dann eine Brücke gebaut und eine Straße verlegt. Doch das alles ist nicht die Lösung. Erst als Mienchen mit dem Tier freundlich spricht, liegt die Lösung auf der Hand.
    Ungewöhnliche winzige Menschlein mit ausgefallenen Namen wurden hier geschaffen und sie sind festgefahren in ihren Aussagen, die sie immer wiederholen. Das Fremde, bedrohlich Wirkende wird ausgeblendet und umgangen, statt sich damit auseinanderzusetzen und es anzusprechen. Nur Mienchens Sichtweise stellt sich als Lösung heraus und sie wird am Ende gefeiert. „Deine Worte haben etwas SO Großes bewegt!“
    Ein Bilderbuch mit vielen Diskussionsansätzen, das sich schön vorlesen und anschauen lässt, denn die Illustrationen sind aus ungewöhnlichen Perspektiven erstellt und voller poetischer Fantasie.

    Dagmar Mägdefrau



  • Bella Karamella – Achtung, zauberhafte Freundin! – Band 1

    Bella Karamella – Achtung, zauberhafte Freundin! – Band 1

    Gundi Herget

    Barbara Korthues

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Da hat sich Gundi Herget eine ganz neue magische Figur ausgedacht, die Naschhexe mit den vielen Vornamen, die aber gerne als Karamella angesprochen werden möchte. Mit ihrem pinken Kleid und der bunten Zuckerwattefrisur sehen wir sie zusammen mit Elfie, ihrer Zauberzuckerstange im Laden „Leckerei“. 
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    Zunächst ist Elfie wütend und traurig, weil ihre Süßigkeiten weg sind. Dazu müssen wir wissen, dass Elfie mit ihrer Mutter zusammen in einer winzigen Wohnung wohnt, weil das Geld nicht reicht. Elfies Mama sucht eine neue Stelle und ihr alter Computer liegt in den letzten Zügen. Da Elfie hervorragend rechnen kann, kalkuliert sie ihren Verbrauch an Süßigkeiten sehr genau. Deshalb kann sie es nicht fassen, dass diese kleine Hexe mit der Erklärung, „eine Naschhexe muss Naschen“, einfach ihre Vorräte aufgegessen hat. In der Schule hat Elfie ebenfalls Sorgen, denn sowohl zwei Jungs als auch Bianca und ihr Hofstatt quälen sie immer wieder.
    Das Buch zeigt sehr realistisch, dass es für Kinder, wie Elfie, die sehr früh erfahren müssen, wie schwer das Leben ohne genügenden finanziellen Rückhalt ist. Umso schöner ist es zusehen, wie liebevoll das Mutter-Tochter-Verhältnis ist und wie selbstlos Christel und Hans Elfie und ihrer kleinen Naschhexe helfen. Elfie erfährt wahre Freundschaft und erkennt, dass sie mit Freundlichkeit viel bewirken kann. Eine sehr gefühlvolle und zauberhafte Geschichte, die mit vielen farbigen und schönen Illustrationen ergänzt wird. Ein rundum gelungenes Herzensbuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Die grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Andrea Poßberg

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die fünf Piraten, die uns zu Beginn des Buches vorgestellt werden, in einem Baum sitzen bzw. die Bagger zu bremsen, die die Bäume abholzen wollen.
    Mit Hilfe einer Drohne erforscht Lennart das Naturschutzgebiet, dabei sieht er Marvin Klotzmeier, den Sohn des Bürgermeisters, der mit seinem Freunden herumtanzt.
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    Was hat das wohl zu bedeuten? Doch denn entdecken sie zwei Männer, die mit einem schwarzen Bus gekommen sind. Sie fühlen sich durch die Drohne beobachtet und versuchen sie zu fangen. Doch die Kinder schaffen es das Gerät auf dem Haus von der alten Frau Schlüter zu landen. Als sie sich den Film anschauen wollen, hören sie draußen die Baufahrzeuge. Die Männer wollen die gesunden Bäume in der Allee abholzen. Da müssen die Grünen Piraten sofort handeln.
    Die fünf Kinder ergänzen sich sehr gut und so schaffen sie es diesen spannenden Fall zu lösen und die gefährdeten Bäume zu retten. Aus den unterschiedlichsten Erzählsträngen ergibt sich ein klares Bild und wir fiebern der Lösung entgegen. Denn am Ende geraten die Piraten noch in eine sehr gefährlich Situation.
    Neben der sehr spannenden Handlung erfahren wir noch sehr viel über Bäume und die Natur. So gibt es auf den letzten Seiten noch sehr viele Sachinformationen durch die Grünen Piraten. Ich finde es handelt sich um ein runde Sache, die auch noch viel Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau