Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V.

Märchenhafte Weihnachten – Wintermärchen aus aller Welt

Wunderhaus Verlag
erlagsempfehlung für jedes Alter




Das Buch beinhaltet folgende Märchen:

Volksmärchen «Von den zwölf Monaten» 

H. C. Andersen «Der standhafte Zinnsoldat»

Brüder Grimm «Sterntaler»

H. C. Andersen «Der Tannenbaum»

Brüder Grimm «Frau Holle»

Manfred Kyber «Der Schneemann»

Brüder Grimm «Die Wichtelmänner»

H. C. Andersen «Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen»

Pavel Bazhov «Silberhuf»

Selma Lagerlöf «Die Heilige Nacht»

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Das Buch ist großformatig und zeigt ein wunderschön gestaltetes Cover. Der Eisbär hat es sich trotz Eis und Schnee gemütlich gemacht. Die Flocken wurden lackiert, ebenso die Buchstaben des Titels. Der goldene Einband ist mit Sternchen übersät. An Beginn und Ende sind Bilder einer verschneiten Stadt zu sehen. 
Das Bild zum Volksmärchen „Von den zwölf Monaten“ zeigt die zwölf (Monats)Brüder, die um das Feuer sitzen. Der eisige Januar hält einen Stab, daran kann man sehen, dass er zurzeit das Wetter bestimmt. Stiefmutter und Stiefschwester schicken das liebe Mariechen immer wieder in den Wald, um Veilchen oder Erdbeeren zu holen. Dank der Monate, die als Brüder ums Feuer sitzen, kann sie diese Wünsche erfüllen und wird nicht von der Schwester, wie angedroht totgeschlagen. Wie alle Märchen geht dieses gut aus und die Böse erhalten ihre Strafe und müssen erfrieren. 
Von Hans Christian Andersen finden wir drei seiner bekanntesten Märchen in diesem Buch. Ein tänzerisch verspielte Bild zum „Standhaften Zinnsoldaten“, „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ sitzt in der verschneiten Straße und das Licht der brennenden Hölzer fällt auf ihr Gesicht. „Der Tannenbaum“ steht noch mit Schneeglöckchen, einen Hasen und dem Storch im Wald, im Hintergrund sehen wir die Schwalben ankommen. 
Auch die Gebrüder Grimm sind mehrfach vertreten. Einmal mit dem „Sterntaler“, das dazugehörige Bild zeigt eine weihnachtliche Stube und die Geschichte benötigt nur eine knappe Seite. „Frau Holle“ wird von einem schönen, russisch anmutenden Bild begleitet und weniger bekannten „Wichtelmänner“ erinnern an die Heinzelmännchen von Köln. 
„Der Schneemann“ hat ein Bild im Stil von Chagall, die Geschichte ist etwas mystisch von der Vereinigung des Schneemanns mit einer Schnee-Elfe. 
„Silberhuf“ ist ein etwas längeres Märchen von Pavel Bazhov. Der Gevatter Grambart nimmt eine Waisenmädchen und ihre Katze bei sich auf, alle zusammen gehen in den winterlichen Wald, um einen Hirsch zu finden. Wenn er mit seinem Silberhuf auf den Boden schlägt, findet man dort Edelsteine. 
Selma Lagerlöf hat mit „Die heilige Nacht“ ein wundervolles Weihnachtsmärchen geschrieben, das Bild zeigt die heilige Familie umsäumt von Engeln. So endet das Buch mit dem Satz „Nicht auf Lichter und Lampen kommt es an und es liegt nicht an Mond und Sonne, sondern was Not tut, ist, dass wir Augen haben, die Gottes Herrlichkeit sehen können.“
Ein schön gestaltetes Buch für die Weihnachtszeit mit alten und neuen Geschichten, die sich immer wieder (vor-)zu lesen lohnen.

Dagmar Mägdefrau