Alles rennt im Advent!
Auf dem Cover rennt das Eichhörnchen mit einem großen Stern durchs Bild. Danach kommt der Waschbär mit Kerzen, das Pferd bringt einen Vogel, die Katze ein Herz und der Fuchs gleich eine ganze Schubkarre voller roter Kugeln mit. Es folgen noch eine Menge Tiere, die alle etwas dabeihaben und zu guter Letzt wird ein großer Tannenbaum durch den Schnee gezogen.
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So können wir am Ende das Buch hochkant aufschlagen und den geschmückten Baum sehen. Jedes Teil ist hier zu finden und alle Tiere bewundern ihn auf der Seite davor mit eine „Oh! Toll!“
Dieses Pappbilderbuch zeigt eine Menge winterlich gekleidete Tier, die gemeinsam Weihnachten feiern wollen und die alle etwas dazu beitragen. Wir können schon mit den Kleinesten die Tiere und die Gegenstände benennen und sie auf den letzten beiden Seiten wiederfinden. Kaum Text und herrliche Bilder.
Dagmar Mägdefrau
Wo ist Bubu?
Die Geschichte wird uns von Navid erzählt, der sich und seine Familie zunächst vorstellt. Er hat seinem kleinen Bruder Nima Bubu, einen Kuschelhund geschenkt. Seitdem sind die beiden unzertrennlich. Als die Familie mit dem Zug zur Oma nach Flensburg fahren ist Bubu natürlich mit dabei als Oma sie zusammen mit ihrem Hund Snoopy abholt.
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Die Familie erlebt einen schönen Urlaub an der Ostsee, mit Standtagen, einem Hafenbesuch und Pferdereiten. Als die Familie ins Taxi steigt, sehen wir Snoopy mit Bubu in der Schnauze. Im Zu fällt Nima der Verlust auf und als Mama mit der Oma telefoniert, schickt die ein Bild von Snoopy der mit Bubu in seinem Körbchen sitzt. Beim ihrem nächsten Besuch bringt Oma Bubu mit.
Eine sehr schöne sommerliche Familiengeschichte, die in kurzen Sätzen erzählt wird. Wir wissen sicher alle wie schrecklich der Verlust eines Schmusetieres ist, aber hier geht zum Glück alles gut aus. Ich muss zugeben, dass ich mich mit den Illustrationen etwas schwertue, aber das ist ja wie immer Geschmacksache.
Dagmar Mägdefrau
Momo ist das alles viel zu viel
Passend zu dem Buch „Linus liebt Licht“, lernen wir jetzt Linus Freund Momo kennen. Auch Momo ist Autist und dieses Pappbilderbuch berichtet von alltäglichen Situationen, die dazu führen, dass Momo alles zu viel wird. Zunächst werden und die Protagonisten vorgestellt und wir erfahren, was Momo braucht und liebt. Dann wird vom Morgenkreis berichtet, den die Kinder aus ihrer Kita kennen.
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Alle Kinder sind aktiv und laut, „nur Momo bleibt sitzen.“ Und in einem besonderen Textfeld erfahren wir „Für Momo ist das alles viel zu viel.“ Auch der Urlaub überfordert den Jungen, alles ist anders, sogar das Wasser schmeckt nicht wie zu Hause. Er möchte wieder heim. Auch an seinem Geburtstagmorgen werden selbst die Geschenke für Momo zu viel. So schön die neue gelbe Mütze ist, etwas stört Momo, wie gut, dass der Zettel einfach entfernt werden kann und das Kratzen aufhört.
Hinten im Buch gibt es noch einen kleinen Text, der sich an die Kinder und an die Erwachsenen wendet und der Autismus erklärt.
Für Kinder, die es lieben zu Toben und Krach zu machen ist es sicher unverständlich, dass Kinder, wie Momo, damit ein großes Problem haben. Umso wichtiger ist es ihnen die Situation autistischer Kinder vorzuführen. So lernen sie Rücksicht zu nehmen und Verständnis für Momo aufzubringen.
Die sanft gezeichneten Illustrationen auf denen zu sehen ist, wie Momo sich in seinen blauen Anzug zurückzieht und mit Hilfe der Kopfhörer die Geräusche dämmt. Der verständliche Text ist kurz.
Dagmar Mägddefrau
Linus liebt Licht
Auf dem Cover des kleinen quadratischen Pappbilderbuches sehen wir Linus mit einer Taschenlampe. Auf der ersten Seite wird uns Linus, der mit zwei Mamas lebt, vorgestellt und wir erfahren, dass in diesem Buch erzählt wird, „was Linus macht, damit es ihm gut oder besser geht.“ Wenn die Sonne ins Zimmer scheint und dort etwas an die Wand malt, berührt Linus die Sonnenflecken mit seinen Händen.
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Er genießt es hinten auf dem Fahrrad den Wind zu spüren, das fühlt sich gut an, aber es wühlt ihn auch auf. So weint er als die Fahrt endet. Zu Hause hängt ein Hängesessel und Linus liebt es darin gedreht zu werden. In der unruhigen Stadt trägt Linus Ohrenschützer und mit seiner Hand durch Wasser zu streichen beruhigt den Jungen.
In dem Buch werden Alltagsszenen beschrieben und wir erfahren, wie Linus sich fühlt. Was ihn beruhigt oder auch aufwühlt. Hinten im Buch wird in kurzen Texten noch einmal darauf eingegangen und den Kinder, die sich das Buch anschauen, wird eine Frage gestellt. Danach werden die Erwachsenen über autistische Kinder wie Linus informiert.
So kann das Buch dazu beitragen, dass autistische Kinder und ihr Verhalten besser verstanden werden. Denn die beschrieben Szenen können von uns falsch interpretiert werden und das kann zu Ausgrenzungen führen.
Mir gefielen die weich gezeichneten Bilder sehr gut, dadurch wird das Buch ruhiger und sanfter. Ich bin überzeugt, dass die Kinder Linus besser verstehen werden. Ich möchte auch auf „Momo ist das alles zu viel“ hinweisen, dass von Linus Freund berichtet.
Dagmar Mägdefrau
Die grüne Kiste
Nach zehn Jahren wird das Buch wieder von einem anderen Verlag angeboten und ich freue mich, dass so ein schönes Buch wieder ein zu Hause gefunden hat. Fietes Zimmer sieht wieder aus wie ein Saustall und die Mama hat ihm eine grüne Kiste ins Zimmer gestellt damit er alles dort hinein räumen kann.
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Doch Fiete hat einfach zu viel Fantasie, so wird aus der grünen Kiste ein Traktor und Fiete arbeitet fleißig als Bauer. Als er Pause macht, wird aus seinem Traktor ein Segelschiff. Mit dem Fernglas schaut Fiete auf eine Insel und dort sieht er eine Schatztruhe. Im U-Boot schaut er sich die Fische unter Wasser an und dann hebt er mit dem Flugzeug ab in die Luft.
Die Illustrationen beschränken sich auf wenige klare Farben und zeigt uns doch sehr genau, wie die Kiste sich in die Fahrzeuge verwandelt. In wenigen Worten werden uns Fietes fantastische Abenteuer geschildert und mir gefällt besonders, dass die Mama am Ende nicht schimpft, sondern sich die Zeit nimmt mit Fiete in den Ballon zu steigen.
Dagmar Mägdefrau
Wieso dann plötzlich Nein?
Erstaunt schaut Erdi uns vom Cover aus an, er und wir erfahren in diesem Buch etwas über Wünsche und Bedürfnisse. Als Erdi am Morgen aus seinem Zelt-Bett aufsteht, will er sofort sein Shirt mit dem Seepferdchen, das er schon gestern Abend bereitgelegt hat, anziehen. Doch dann kommt Papa und er meint, wäre heute zu kalt.
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Natürlich will Erdi es trotzdem anziehen. Papa geht sehr lieb und verständnisvoll auf seinen Sohn ein und schlägt ihm vor eine Jacke in den Rucksack zu packen. Draußen ist es dann doch zu kalt und Erdi zieht die Jacke über. Weil sein Freund heute Geburtstag hat, wird in der Kita gefeiert und es gibt Eis. Auch Mama hat zu Hause Eis zum Nachtisch und sie findet heute darf Erdi auch einmal zwei Eis essen. Doch als Erdi von der Geburtstagsfeier am Nachmittag wieder zu Haus ist, verlangt er noch einmal ein Eis. Diesmal sagt Mama „Nein!“ und weil Erdi daraufhin sehr wütend wird, bietet sie kalte Melone an.
Es ist immer schwierig mit Enttäuschungen umzugehen, wenn man sich auf etwas freut und dann läuft es anders. Hier hat Papa sehr liebevoll reagiert, Verständnis gezeigt und eine andere Lösung angeboten. Erst bei dem dritten Eis kam das Nein von Mama, aber auch sie bietet etwas anderes Kaltes an.
Wie auf den letzten Seiten erklärt wird gibt es einen Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen. Erdi wünscht das Shirt anziehen zu dürfen, Papa „respektiert sein Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit, Verlässlichkeit und Selbstbestimmung“.
Mir haben die Beispiele sehr gut gefallen und ich verstehe einiges besser. Das Buch zeigt, wie wir auf liebevolle Weise die Bedürfnisse unserer Kinder/Enkel besser erkennen und wie wird ihnen Hilfe anbieten können, wenn sie vor Enttäuschung wütend werden.
Die beschriebenen alltäglichen Szenen sind schön illustriert und die Texte sind sehr gut verständlich und einleuchtend.
Dagmar Mägdefrau
Bluey – Verpackung
Unten auf dem Cover steht zwar Bilderbuch, aber vor mir liegt eine Kassette mit einer Duplo-Bluey-Figur, mit der die Geschichte nachgespielt werden kann. Das eigentliche Bilderbuch kann herausgelöst werden.
Ich finde, wenn Kinder die Figur Bluey aus dem Fernsehen oder von der Kleidung kennen, ist es sicher ganz einfach, ihnen ein Bilderbuch von dieser Figur vorzulesen und wenn es dann noch eine Duplof-Figur zum Anfassen gibt, dann steht dem Lesespaß nichts mehr im Weg.
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Während ihre Eltern Möbel aufbauen, spielen Bluey und ihre Schwester Bingo mit dem Verpackungsmaterial. Die Luftpolsterfolie wird zum Wasser und die beiden werden zu Fischen, und zwar zu einem Mama- und einem Babyfisch. Das Kind wird aufgefordert, die Figur ebenfalls schwimmen zu lassen. Dann werden die beiden zu Fröschen. Dank Papphülsen wird aus ihnen eine Eidechse. Jetzt kriecht die Figur wie eine Eidechse. Aus Packpapier wird ein Vulkan und aus den Schwestern T-Rex.
Neben der Geschichte, die als Comic mit Sprechblasen erzählt wird, gibt es immer einen Dupolstein „Baumodus“ – da gibt es Anweisungen, zum Beispiel eine Höhle zu bauen.
Da wird vorgelesen, gebaut und gespielt, sicher ergeben sich daraus Anregungen selbst kreativ zu werden. Eine schöne Idee, nicht nur für Bluey-Fans.
Dagmar Mägdefrau
Furzipups – Oh, du furzige Weihnachtszeit! – Band 5
Als Buch gibt es diesen Titel schon seit einiger Zeit, jetzt gibt es auch ein Pappbilderbuch und hier ist der Auslöser für die weihnachtlichen Pups-Lieder nicht als Extraknopf im Cover sondern direkt im Buch integriert. „Furzipups dachte grad eben: Morgen Drachen wird´s was geben!“ so beginnt der gereimte Text sehr weihnachtlich. Gemeinsam wartet die ganze Drachenschar auf den Weihnachtsdrachen.
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Das Drachental ist weihnachtlich geschmückt, selbst der Vulkan trägt deine Weihnachtsmütze. Da fällt auf einmal etwas vom Himmel und aus diesem Paket entschlüpft Pipi Popo Penguin. Ein kleiner Pinguin mit einem rosa Fotoapparat. Es knips alle Tier mit Blitzlicht und deshalb sind Furzipups, Rüdiger und Hicksi Huhn erstmal für kurze Zeit blind. Dann ist Penguin verschwunden und die Suche nach ihm geht los.
„Bimmel, bammel, Glockenklang, Kekse, Kerzen und Gesang. Kein Furz, kein Hicks, keine Rülpser, denn: Im Drachental ist Weihnachten!“ So endet das Buch mit einem Reim, den wir auch schon einigen Male hören konnten.
Wieder sind die witzigen Bilder schön anzuschauen und auch der gereimte Text ist weihnachtlich ruhig und nicht so krawallig laut. Die Geräusche spielen sowas wie ein Weihnachtslied und damit feiern wir gemeinsam mit Furzipups und seinen Freunden ein schönes Weihnachtsfest.
Dagmar Mägdefrau
Wer macht hier Buh?
Auf dem Cover ist schon der ganze Königshof und das grüne Gespenst zu sehen. Wenn wir das Buch aufschlagen, ist alles auf der Doppelseite grün. Da ist der grün-grüne Wald und das grün-grüne Schloss. Die nächste Seite ist unterteilt und zeigt uns die Räume, in einem schläft der König auf einer Couch.
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Da kommt mit einem „Buh!“ ein ebenfalls grünes Gespenst. Der König verdächtigt zunächst seine Frau ,ihn mit dem „Buh!“ erschreckt zu haben. Aber bald wird auch die Prinzessin, die viele grüne Matratzen auf ihrem Bett liegen hat, erschreckt. Sie verdächtig ihren Bruder, der alles von sich weist und den Ritter verdächtigt. Der fängt den Narr, der auch nicht „Buh!“ rief, der aber eine gute Idee hat und vorschlägt, alles im Schloss rot anzumalen, damit man den grünen Geist besser sehen kann.
Die witzigen Gestalten fallen durch ihre stechenden, erstaunt schauenden Augen auf und die Geschichte lässt sich so schön vorlesen, weil die Kinder viel Spaß an diesem Humor haben.
Ich denke, dieses Buch wird wieder ein Dauerbrenner in unserer Vorlesekiste, die Enkel sind auf jeden Fall begeistert.
Dagmar Mägdefrau
Mit Maus in den Bergen
Nachdem Maus auf dem Fluss und am Strand unterwegs war, führt sie uns diesmal in die Berge. Auf dem Cover sehen wir sie mit Wanderkleidung, Rucksack und einer Wanderkarte. Zuerst muss sie eine Fahrkarte kaufen und mit dem Zug im Schlafabteil Richtung Berge starten. Wir begleiten sie auf der Reise und können im Buch einige Klappen öffnen und so ins Abteil und ins Bahnwärterhäuschen schauen.
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Detailliert ist alles genau gezeichnet. Vorbei am kleinen Café geht Maus dann los. Von Weitem sieht sie den Zug fahren und die Berge tauchen hinter dem Nebel auf. Übernachtet wird in einer Berghütte, dann führt der Weg zu einem Wasserfall. Mutig springt Maus in den Bergsee.
Die Wanderung zeigt uns die Flora und Fauna sehr genau und am Ende haben wir einen freien Blick auf die Landschaft und können vorher besuchte Plätze entdecken. Am Ende des Buches gibt es noch einige Sachinformationen.
Der gereimte Text liest sich manchmal etwas holprig, er erzählt aber sehr schön die Geschichte zu den wundervollen Illustrationen. Hier kann man vor und nach dem Urlaub in der herrlichen Natur schwelgen.
Dagmar Mägdefrau
Wenn sieben kleine Hasen mit Schwung durch die Adventszeit rasen
Die wunderschönen in Reimen erzählten Geschichten von der Hasenfamilie gehen in der Adventszeit weiter.
Die Illustrationen sind fast schon Wimmelbilder, so viel gibt es hier zu entdecken. Das Cover zeigt die fröhlichen Hasenkinder auf dem Weihnachtsmarkt. Wie es viele Mütter von sich kennen, erklärt die Hasenmama, dass es in dieser Adventzeit „keine Hektik, Stress und Streit“ geben wird.
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Allerdings kommt schon Valentin mit einem Zettel aus der Kita, da sollen Kekse für den Basar gebacken werden. Deshalb geht es zunächst in den Supermarkt zum Einkaufen. Die Kekse werden schnell gebacken, aber Titus baut ein riesiges Lebkuchenhaus. Die Deko muss auch noch aufgehängt werden und so wird erstmal gebastelt. Dann geht’s zum Geschenkekauf auf dem Weihnachtsmarkt, dort geht Baby Matti verloren. Dann schafft es die Familie, den letzten schiefen Weihnachtsbaum zu kaufen, aber nach einem Spaziergang im Wald sind alle in Weihnachtsstimmung.
Ja, ich denke, das ist der ganz normale Wahnsinn, den die Adventszeit so mit sich bringt. Es wird hier in schönen Reimen und mit liebevoll bis in die kleinste Kleinigkeit schön gestalteten Bildern von den sieben kleinen Hasen berichtet. Wir werden das Buch sicher in der Vorweihnachtszeit gerne lesen. Aber ich verrate euch, auch jetzt im September hatten meine Enkel Spaß daran.
Dagmar Mägdefrau
Eine Schachtel voll Geheimnis
Auf dem Cover sehen wir die beiden Geschwister sitzen, der größere hält die rote Schachtel mit dem Geheimnis in der Hand. Mir gefallen die Farben sehr gut und wie der Kleine seine Hand vertrauensvoll auf den Arm des Bruders legt.
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Im Vorwort, das sich an die Vorlesenden wendet, wird darauf hingewiesen, dass es eine bewegliche Sprache vorzulesen gilt, denn in den Sprechblasen sind Sätze wie „Sollich ma mein größtes Geheimnis der Welt zeigen?“ zu lesen.Ich fand das Vorlesen schön, denn meiste sprechen wir so.
Während die Kinder ihr Müsli essen, schmiert Mama Brote und Papa hat den Espressokocher in der Hand. Wir sehen die Kinder tuscheln ohne, dass wir was hören und die Eltern Frühstücken etwas bedrückt. Dann dürfen wir zusammen mit dem kleinen Bruder in die Streichholzschachtel schauen. Unter einer Decke wird versprochen das Geheimnis nicht zu verraten und während der Vater abwäscht, packt die Mutter das Essen ein. Schon sausen die Kinder die Treppe hinunter und es geht ab ins Auto. Die Eltern packen viele leeres Kartons in den Kombi. Hinten sitzen die beiden in ihren Kindersitzen und sprechen über geheimes. Ankunft in einem alten Haus, der Vater nimmt die Mutter liebevoll in den Arm, neben der Tür steht ein Rollator. Währen die Eltern aussortieren durchsuchen die Kinder die aussortierten Sachen.
Zunächst muss ich meine Begeisterung über die stimmungsvollen Zeichnungen mitteilen. Sie wirken ein wenig skandinavisch und gehen direkt zu Herzen. Die Kinder führen ein Gespräch über den Tod, der sich augenscheinlich auf die tote Biene, die sie begraben bezieht. Aber beim Betrachten der Bilder wird klar, dass es um den Tod des Oma geht. Am Ende sitzen alle vier zusammen auf der Couch und die Wärme, die dieses Bild ausstrahlt, tröstet mich sehr.
Wenig Text in Sprechblasen, Bilder, die viel sagen, hier ist ein wunderbares Buch entstanden.
Dagmar Mägdefrau
Mein Kinderschul-Buch ab 3
Auf dem Titel stand zuerst „Kindergarten“ aber der Garten wurde durchgestrichen und durch das Wort Schule ersetzt. Ein türkiser puscheliger Alonie in Form eines As stellt sich zunächst vor. Dieses Buch wendet sich an die Kleinsten in der Kita, auch sie viel Freude daran haben Paare zu suchen und durch Labyrinthe zu fahren.
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Die niedlichen Figuren werden sie sicher anmalen und so langsam lernen nur die Formen zu bemalen. Ganz behutsam und langsam bekommen so die Zahlen bis fünf ein Gesicht. Die niedlichen Alonies unterstützen die Kleinen und geben ihnen die Aufgaben für die kaum Text anfällt.
Eine schöne Methode unser Kleinsten an kleine Aufgaben heranzuführen für die sich ein klein wenig konzentrieren müssen. Sicher werden sie sich auf die nächsten Bücher der Reihe freuen, die einen ähnlichen Aufbau haben, aber deren Inhalt sich der jeweiligen Altersstufe anpasst. Ich kann die Alonies-Bücher sehr empfehlen.
Dagmar Mägdefrau
Schau, der Weihnachtswichtel kommt
Ein großes Pappbilderbuch mit Schiebern stimmt auf das Weihnachtsfest ein. Auf dem Cover sehen wir den kleinen Weihnachtswichtel Theo der zusammen mit dem Weihnachtsmann, auf dem mit vielen Paketen bepackten Schlitten fahren darf. Aber zuerst geht es in die Wichtelwerkstatt und dort wird ein Auto mit den Geschenken bepackt und wir werden aufgefordert, das Auto anzuschieben.
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Doch leider bleibt es im Schnee liegen, aber zum Glück kann Levi mit seiner gelben Schneeraupe helfen. Mit ihm geht es zum Hubschrauben, der mit dem Schieber hochfliegen kann und dann werden die Geschenke zum letzten Mal umgepackt und sie landen im Schlitten des Weihnachtsmanns.
Für Kinder, die Fahrzeuge lieben, hat der Weihnachtsmann hier ein besonderes Buch parat, denn hier gibt es fünf unterschiedliche Fahrzeuge und alle kann das Kind bewegen.
Große bunte Bilder, kurze Texte und die Schieber werden sicher die Kinder faszinieren.
Dagmar Mägdefrau
Lass deine Träume fliegen
Die kleine Hexe Kamille hat einen Traum, sie möchte gerne hoch im Himmel die Blaue Fee treffen, aber zunächst sitzt sie auf dem Dach ihres Häuschens und träumt von aufregenden Reisen, auf Fabelwesen und Tiere, denen sie dort begegnet. Als der Schmetterling Luftikus sich zu ihr setzt, erzählt sie ihm von ihren Träumen.
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Kamille traut sich mit ihrem fliegenden Besen, den sie noch nie benutzt hat, loszufliegen. Es klappt hervorragend und so stellt sie fest, dass die Schafe aus der Luft wie Wolken auf Beinen aussehen. Bald trifft sei auf eine Pferd, dass sie nach seinem Traum fragt. Das Pferd möchte mutig mit einem Ritter gegen Riesen und Drachen kämpfen. Eine Frosch träumt davon die Hexe Rosalinde zu küssen und dem Eichhörnchen hilft sie aus seinem Albtraum zu erwachen. „Albträume sind nichts als Bilder. Sie können dir nichts anhaben.“ erklärt sie ihm.
Da schläft das Eichhörnchen wieder ein und wird Solotänzer in Nussknacker-Ballett.
Kamille besucht noch einige Tiere und am Ende fliegt sie weit hoch in den Himmel und trifft auf die blaue Fee. Doch als sie am nächsten Morgen von Luftikus geweckt wird, befürchtet sie, dass alles nur ein Traum gewesen ist.
Zauberhaft, magisch und voller Poesie sind die Illustrationen und der Text, wenn ich auch befürchte, dass er für Dreijährige etwas lang ist. Es ist so schön, wie die kleine Hexe allen ihre Träume entlockt und ihren Traum erlebt. Traumhaft schön!
Dagmar Mägdefrau
Eine Tür ist zum Öffnen da
Viele Türrahmen rahmen die Tür ein, hinter der ein Kind hervorschaut. Auf der ersten Seite öffnet ein Kind eine blaue Haustür und lässt eine Katzenmutter mit ihren Kleinen herein. „Eine Tür ist um Anklopfen da“, da ist ein Mädchen zu sehen, dass mit Blumen hinter dem Rücken an eine rote Türe klopft. Ein Junge lässt uns eintreten, am Tisch wird schon gegessen. Eine Kinderparty ist im Gange und die Tür wird von innen geschlossen.
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Witzig wäre es zweimal zu klopfen und sich dann zu verstecken. Aus einer Glastür sehen die Kinder hinaus. Automatik- und Drehtüren sind etwas Besonderes. Lesend sitzt das Mädchen im Schrank, sie hat sich hinter der Tür versteckt. Kinder fallen durch eine Falltür in einen Regenbogentunnel und landen auf vielen Kissen. „Vor manchen Türen bist du womöglich nervös und kribbelig…“ Etwas ängstlich öffnet das Mädchen die Tür und wir klappen die Seite auf und landen in einer Kita.
In dem Buch werden noch viele Türen vorgestellt und es ist spannend zu erleben, was da noch alles geschieht. Die Illustrationen zeigen so viele Möglichkeiten und lassen und die Gefühle, die mit den Türen verbunden sind, fühlen. Die Texte sind minimalistisch gehalten und sagen doch alles aus.
Dagmar Mägdefrau
Die Nacktschnecke
Mit einem „Yo!“ begrüßt uns die Schnecke auf dem Cover, unten in der Ecke steht auf einer Raupe „eklige Tierchen“. Auf der ersten Seite wird dann die Schnecke vorgestellt und diesmal grüßt sie mit einem „Tachchen!“, danach begegnet sie einer Schnecke mit Gehäuse, die sie nackig findet. Die vier verschiedenen Arten, der Nacktschneckenart sehen wir mit einfachen Zeichnungen auf der nächsten Seite, aber in diesem Buch geht es um Landnacktschnecken.
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Mit den Tentakeln oben an ihrem Kopf behauptet sie das Kind, das nach Brokkoli riecht, zu sehen. Da sie die Tentakeln einziehen kann, wäre eine Brille „etwas umständlich“. Danach erfahre ich, dass die Schnecke durch ein Loch an der Seite atmet. Das Bild zeigt sie mit einem rosa Kaugummi, den sie durch das Loch aufbläst. Besonders witzig ist dann eine Bild, dass die Schnecke im Wochenbett zeigt und die Schwester gratuliert zum „Mädchen-Junge!“
Ihr seht, auch ich habe hier mit ganz viel Spaß und Witz noch etwas gelernt. Die einfachen Zeichnungen bilden alles ab, um den Text zu erklären und der ist einfach toll geschrieben.
Das Buch bietet viele Informationen und ist dabei noch witzig.
Dagmar Mägdefrau
Papa tankt und Mama trinkt Kaffee
Witzig, wie die Buchstaben auf dem Cover gedruckt sind, bunte Buchstaben am Wortanfang und schwarze für den Rest der Wörter. Irgendwie wirkt alles etwas verwackelt.
Die Familie bestehend aus Papa, Mama, der Tochter Lili und dem Hund Pepe fahren auf der Autobahn als Papa sagt: „Wir müssen Tanken.“ Mama sagt darauf „Ich brauche einen Kaffee“ Lili muss Pipi und der Hund sagt nur „Wuff.“
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Da die Raststätte Pappelhain schon da vorne ist, wiederholt Papa die Vorhaben der Familie, doch im letzten Satz werden Buchstaben verwechselt und er sagt „Tata pankt“ die vertauschten Buchstaben sind dann immer farbig. Er versucht es wieder und diesmal macht Pili Lipi. Auch Mamas und Lilis Versuche sind falsch und die Sätze werden immer verworrener und deshalb verpassen sie die „Paststätte Rappelhain“. Die Wünsche werden immer großer und die Sätze immer schwieriger zu lesen. Nachdem Papa an den Raststätten vorbeigefahren ist, muss Lili am Ende den ADAC anrufen, der sie abschleppt.
Ich glaube ich hatte beim Vorlesen am Ende einen Knotten in der Zunge, aber mir und den Zuhörerinnen und Zuhörer liefen die Lachtränen herunter.
Dagmar Mägdefrau
Gute Nacht
Ein großer gelber Smily mit beweglichen Augen lacht mir vom Cover entgegen. Mit dem kleinen Schieber, deich auf jeder Seite finde, öffnet und schließt man seine Augen. Der Schieber ist sehr gut auch von kleinen Kindern zu bewegen und so etwas kommt bei den Kindern hervorragend an. Sie lieben interaktive Bücher.
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Dann wird aus dem Smily ein Mond und der Text „Gute Nacht, Mond.“ Wird sicher bald vom Kind wiederholt. Auf der nächsten Seite sagen wir vier kleinen Sternen „Gute Nacht“. Es folgt ein Baum, ein Eichhörnchen, eine Katze, ein kleines Häuschen und auf der vorletzten Seite sagen wir „Gute Nacht, Baby.“
Durch den schwarzen Hintergrund kommen die schnörkellosen Zeichnungen sehr gut zur Geltung, da ist nichts, was ablenkt. Hier können schon die Kleinsten Begriffe kennen lernen und sicher werden sie die Augen auf die Seiten begeistert bewegen.
Ein wundervolles Buch, um die Liebe zu Büchern zu entdecken und gleichzeitig die Motorik zu schulen.
Dagmar Mägdefrau
Jetzt aber wirklich Tschüss!
Nico und Sally, die wir auf dem Cover sehen, haben den zusammen bei Sally gespielt und nun meint Sallys Mama, es werde Zeit für Nico nach Hause zu gehen. Also verabschieden sich die beiden, doch kurz darauf schellt es wieder und Nico steht vor der Tür. Leider hat er vergessen, was er vergessen hat, und so geht er wieder.
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Als er dann noch einmal schellt, wundert sich die Mama, er wollte doch nach Hause gehen. Er war auch zu Hause, doch dort hat er nur sein Kegelspiel geholt, so kegeln die beiden Kinder erst einmal. Beim nächsten Klingeln hat Nico Hunger und er bleibt zum Pfannkuchen essen.
Diese Situation kennen die Kinder, sie können sich einfach nicht trennen, auch wenn die Mutter argumentiert, dass sie sich sonst nicht morgen wieder treffen können. Es ist einfach herzerfrischend, dass die beiden sich zum Schluss umarmen und das Buch dann doch noch zu Ende geht.
Die Illustrationen sind nicht so ganz nach meinem Geschmack, sie haben etwas von Comiczeichnungen und irgendwie passen sie dann doch zu der witzigen Geschichte.
Und witzig ist dieses ständige Klingen und die Frage, wer das wohl sein könne. Meine Enkelkinder haben sich immer wieder sehr beim Vorlesen amüsiert und ich habe es im Urlaub sehr, sehr oft vorgelesen.
Ein echter Renner in unserer Vorlesekiste!!!
Dagmar Mägdefrau
Hallo Erdling
„Zuerst einmal: Du lebst auf der Erde.“ Mit dieser Information beginnt das Buch und wir werden noch einem ganze Menge lernen über diese Erde. Zunächst geht es darum, dass sie keine Scheibe, sondern eine Kugel ist und dass es auf ihr viel Wasser gibt. Dann geht es um die Zeit und wie sei durch die Bewegung unserer Erde festgelegt wird. Es folgen die Jahreszeiten und dann geht es weiter mit den Kontinenten.
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Nach den Tiere und den Pflanzen folgt der Mensch. „Denn Menschen mögen andere Menschen. So entstehen Freundschaften und Freundschaften machen die Welt zu einem besseren Ort.“ Lautet ein wundervoller Satz am Ende des Buches.
Die Illustrationen sind einfach gehalten, sie bilden aber sehr genau die Informationen ab. So sind auf der Seite, wo es um die Zeit geht viele Uhren zu sehen, aber auch eine Hand, die ein kleine Erdkugel zwischen Daumen und Zeigefinder hält. Wissbegierige Kita-Kinder werden viel lernen beim Vorlesen und Anschauen dieses Buches. Ich weiß, dass mein ältester Enkel es mit 3 Jahren geliebt hätte.
Dagmar Mägdefrau
Lieselotte Hafenfähre
Ich gehöre ja noch zu den Menschen, die in ihrer Kindheit im Kinderfernsehen auf James Krüss gewartet haben. Dort hat er mit seiner ruhigen Stimme vorgelesen und ich habe besonders seine Reime gemocht. Jetzt wäre er 100 Jahre alt geworden und Lena Raumbaum hat das zum Anlass genommen eines seiner bekanntesten Werke „Henriette Bimmelbahn“ mit ihrer „Lieselotte Hafenfähre“ ein Denkmal zu setzen.
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Auf dem Cover winken alle an der Haltestelle dem Schiff zu. „Lieselotte heißt die flotte, alte kleine Hafenfähre“ so beginnt der Text und mit qualmenden Kamin kommt die Fähre in den Hafen. Dort wartet sie geduldig auf die Kinder, die noch in der Schule sind. Lieselotte schafft es sogar an Land zu fahren und die Kinder zu Hause abzusetzen. Doch einer ist zurückgeblieben, das ist James, der ein Gedicht in sein Büchlein geschrieben hat.
Neben den etwas altmodisch wirkenden Illustrationen, was ich sehr passend finde, macht das Lesen der Reime ungeheuren Spaß. Sie gehen mir nur so über die Zunge und meine Enkel wollten das Buch gerne immer wieder lesen.
Dagmar Mägdefrau
Fridas Tiere
Das Portrait Frida Karlos taucht auf vielen Dingen auf und hat deshalb etwas vertrautes, zumal die ungewöhnlichen Augenbrauen und die Friseur einen hohen Widererkennungswert haben. Zwischen all ihren Tieren liegt die junge Frida auf dem Bauch und zeichnet. Neben einem Mann mit Fotoapparat (eine Anspielung auf ihren späteren Mann?) schaut Frida den Ameisen zu,
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daneben sehen wir ein junges Reh, „Ich bin aufmerksam, wie ein Rehkitz“ Frida wird älter und ist mit ihrem Rad unterwegs, diesmal ist sie „frei wie eine Katze“.Im festlichen weißen Kleid reitet sie auf einem Esel. Zum Ende des Buches stahlt eine junge Frau und zeigt ihre Tiere.
Die Illustrationen orientieren sich im Stil an den Werken Frida Karlos, teilweise sind sie sehr kleinformatig. Mir gefällt der Gedanken, dass wir auf diese Art schon Kleinkindern die Kunst näherbringen können, auch wenn sie nicht alles begreifen, so werden sie doch eine Künstlerin kennenlernen und später ihre Bilder wiedererkennen. Wenn das zu hoch gedacht ist, dann es ein Pappbilderbuch, dass sich sehr gut anschauen lässt.
Dagmar Mägdefrau
Pfoten weg vom roten Knopf
Die Tiere schauen erstaunt und verwundert, vielleicht auch mit Angst auf den roten Knopf, der plötzlich im Wald aufgetaucht ist. Sie finden ihn schön, sind aber nicht sicher, ob er schön länger dort war. Zunächst machen sich Fuchs und Hase Gedanken, wobei der Hase immer nur ein „HM“ von sich gibt, was schon witzig ist.
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Ein Bär und ein Huhn erwägen, was wohl passieren würde, wenn der Knopf gedrückt würde. Der Bär rät ängstlich ab, der Fuchs sieht das ganz anders. Das Huhn hat viel Fantasie und warnt vor Gluthitze und vor einer plötzlich eintretenden Eiszeit. Auch eine Alien-Invasion erwägt das Tier. Am Ende ziehen sich die Tiere zurück und ein kleiner Regenwurm, der auf den meisten Seiten unbeachtet am Rand zu sehen ist, drückt auf den roten Knopf und die Lösung ist einfach so witzig.
Ein humorvolles Bilderbuch voller Fantasie und Illustrationen, die diese möglichen Szenarien so schön abbildet. Jede Figur bildet einen Charakter ab, mit dem sich die Kinder identifizieren können. Aber der Knaller ist einfach die Auflösung, wenn klar wozu der Knopf nütze ist. Alle meine Enkel lieben das Buch genauso wie ich.
Dagmar Mägdefrau
Zipp Zapp Wiggedi Wagg
Schaf und Ziege stehen sich mit bösem Gesichtsausdruck gegenüber, denn sie sagen beide „Mäh“ und wollen diesen Ausruf für sich beanspruchen.
Zunächst meldet sich die Kuh mit einem „Muh“ zu Wort, dann das Pferd und schon gibt es Streit um das „Mäh“. Der Hund meint, wenn sich die zwei nicht einigen, kann keiner von beiden das „Mäh“ nutzen.
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Beide Tier versuchen es mit anderen Lauten, doch die werden immer sofort von den entsprechenden Tieren für sich vereinnahmt. So kommt der Ziege die Idee eine lange Reihe von Lauten beginnend mit „Zipp Zapp Wiggedi Wagg…“ für sich zu nutzen. Doch da taucht eine fliegende Untertasse auf, die sich einmischt, weil die rosa Figur mit den Glupschaugen das auch ruft. Sie bringt den Begriff „Wiffeln!“ ins Spiel, das so viel wie Teilen bedeutet. Leider kann dieser Außerirdische das so gar nicht und so kommt es, dass die Tiere, als der Außerirdische wegfliegt, sich am Ende sehr gut einigen.
Es ist einfach witzig, wie Schaf und Ziege sich zunächst streiten, sich dann aber doch einigen. Der Frosch bringt dann noch mal einen Extragag zum Schluss. Die Kinder werden sich abrollen vor Lachen, aber auch erkennen, wie wichtig es ist, sich im Guten zu einigen und evtl. auch ein „Mäh“ zu teilen. Die Illustrationen zeigen Tier mit einer wunderschöner Mimik, besonders die lachenden Tiere auf den letzten Seiten sind einfach zum Mitlachen.
Das Buch wird ein Renner beim Vorlesen!
Dagmar Mägdefrau
Jessie und Julie
Jessie, das Mädchen mit den roten Locken und der Brille mit den großen runden Gläsern und der struppige Hund Julie mögen sich, dass können wir ganz klar auf dem Cover sehen.
Auf der ersten Doppelseite ist dann auch zu lesen, dass die beiden „beste Freunde“ sind.
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Und die nächste Seite gefällt mir einfach so gut, denn Jessie liest dem völlig entspannt auf dem Rücken liegenden Hund vor. Manchmal toben sie draußen zusammen, manchmal schaut Julie brav zu wie Jessie malt. Sie haben Spaß zusammen und trösten sich.
Die beiden sind immer zusammen und ergänzen sich wunderbar. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche, auf Jessie und Julie. Dabei kann ich die Gefühle förmlich „sehen“, denn die Illustrationen sind voller Zuneigung, die sehr gut zu spüren ist. Der Text erklärt mit wenigen Worten das Geschehen. Ein Bilderbuch, das die Kinder begeistern wird.
Dagmar Mägdefrau
Otto ist noch gar nicht müde
Auf dem Cover sehen wir den pfiffigen Hund Otto, der so aussieht, als wenn er uns anlacht. Obwohl er aus voller Seele gähnen muss, behauptet Otto, er sei „noch gar nicht müde.“ Klingt dieser Satz nicht vertraut in unseren Ohren? Und schon sehen wir nur noch sein struppiges Hinterteil, weil Otto noch „kurz etwas erledigen muss“.
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Auf den ersten Blick ist Otto dann auch im Zimmer nicht mehr zu finden. Nur das geschulte Kinderauge sieht seinen Schwanz aus der Schublage luchsen. Hier ist also das Kind, das sich das Buch anschaut, gefragt. So geht es auch auf den nächsten Seiten weiter. Da wird die Kuscheldecke „schön hingelegt“ und geschüttelt, da wird sich wie Otto gestreckt, am Ende wird Otto noch mit Streicheleinheiten von uns verwöhnt. Und ganz zum Schluss liegt Otto mit geschlossenen Augen unter dem Bett das Kindes und sie wünschen „Schlaf auch du gut.“
Gerade weil die Illustrationen sich fast sparsam auf den Hund konzentrieren, sind sie so wirkungsvoll. Dann werden die Kinder auch noch aufgefordert zu agieren, dass mögen sie besonders gerne und gerade Kinder, die nicht so gerne „nur“ zuhören, finden das ganz toll. Der Text ist kurz und sehr gut verständlich. Ein Pappbilderbuch, das sicher immer wieder mit Freude gelesen wird.
Dagmar Mägdefrau
Geküsst wird nur, wer will!
Die kleine Maus sitzt auf Papas Schoß und Mama gibt ihr liebevoll ein Küsschen so sehen wir es auf dem Cover. Doch schon auf der ersten Seite steckt das Huhn den Flügel nach dem Mäuschen aus, weil es findet, „…. du siehst ja zum Knuddeln aus!“ Das Mäuschen läuft weg und ruft „Nein, stopp! Ich halt nicht still. Knuddeln nur, wenn ich es will!“ Dieser Satz wird uns in Abwandlungen auf jeder Seite begegnen.
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Denn auch die Schlange will „einer Knutscher auf die Wange“. Der Elefant will ungefragt mit dem Lappen der Maus das dreckige Gesicht abputzen und der Hase legt dem Mäuschen die Pfote auf die Nase, auch er will Kuscheln. Der Hund hat schon die Lippen gespritzt und das Schwein will, dass sich die kleine Maus auf seinen Schoß setzt. Erst auf der letzten Seite ruft das Mäuschen „Ja, ich will!“ Denn da liegt es mit Papa und Mama im Bett.
Es ist so wichtig, den Kinder schon früh klarzumachen, dass sie das Verhalten von übergriffigen Freunden und Verwandten vehement ablehnen dürfen und sollen. Kein „Stell dich nicht so an.“ Sondern ein Unterstützen des klaren Neinsagen Dürfens.
Mit klaren aussagekräftigen Illustrationen, in denen die Figuren zwar Tiere darstellen, die aber durch die Kleidung vermenschlicht wurden und deshalb für die Kinder auch Personen abbilden, wird hier die Thematik sehr schön erklärt. Die kleinen Reime mit der Wiederholung lesen sich hervorragend und kommen bei den Kleinen sehr gut an.
Dagmar Mägdefrau
Milla Gorilla
Die fröhliche kleine Milla sitzt auf ihrer Schaukel in ihrem wunderschön eingerichteten Zimmer in dem Haus mit den netten Nachbarn.
Dieses sehr gemütliche Haus und seine Bewohner werden uns zuerst vorgestellt, weiter geht es mit Milla, die ein ganz besonderes Gorilla-Mädchen ist. Ihre ständige Begleitung ist eine Kuschelbanane mit Namen Nani.
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Das Wort „Gleich“ wird unterschiedlich benutzt und darum geht es in dem Kapitel in dem Benni und seine Mama einziehen. Sehr schön ist die Szene, in der die beiden Kinder Ninas Gelbfieber behandeln. Milla besucht dann Benni und die beiden zaubern im Sandkasten, dabei verzaubern sie den Hausmeister in einen Frosch.
„Milla hätte man gerne zur Freundin“, dieser Aussage kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Sie ist so ein liebenswertes kleines Mädchen und die Bilder in den sie sich an ihre Mama schmiegt sind herzallerliebst. Sie benimmt sich auch wie ein kleines Kita-Kind, da ist sie auch mal wütend und macht ihren Opa ebenfalls wütend. Ich denke die Kinder werden sich da gleich erkennen und vergessen, dass die Protagonisten alle Tiere sind.
Die Leseempfehlung von drei Jahren setzt voraus, dass die Kinder schon etwas Vorleseerfahrung haben, aber sie werden die Geschichte lieben, denn sie berichtet von ihrem Alltag und dazu gibt es ganz liebevoll gezeichnet Illustrationen. Ein wundervolles Buch, das ich gerne empfehle.
Dagmar Mägdefrau
Zu Fuß
In Grün mit gelber Schrift ist das Cover gestaltet und das Buch ist in diesen Farben gehalten. Es geht um den etwas beleibteren Herrn Mandelmus, der selbst seinen Dackel Julius nie zu Fuß Gassi führt. Denn „Herr Mandelmus geht nie zu Fuß.“ Doch dann schaut er aus dem Fenster auf die Menschen, die zu Fuß unterwegs sind.
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Da ruft er „Ich tu´s, ich gehe heute mal zu Fuß.“ So erlebt Herr Mandelmus einen sehr bewegten Tag und ich bin einfach fasziniert auf was sich alles sein Name reimt.
Wir begleiten Herrn Mandelmus in den Zoo, zu den Gnus, sehen Wasserratten mit Tattoos, erleben einen Regenguss und fragen uns am Ende, „Geht er morgen wieder?“
Die Illustrationen sind trotz der farblichen Einschränkung sehr bunt, der gereimte Text wiederholt immer wieder „Herr Mandelmus geht heut zu Fuß“ und diese Wiederholungen sind für Kinder ein großer Spaß. Ein fröhliches Buch mit wundervollen und immer wieder überraschenden Reimen. Es macht einen Riesenspaß Herrn Mandelmus durch den Tag zu begleiten.
Dagmar Mägdefrau

