Was steckt dahinter?

Was steckt dahinter?
Kathrin Schäer
atlantis
Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

Ein wunderschönes Pappbilderbuch mit einfachen, aber realistischen Zeichnungen der Tiere. Am Anfang wird die Frage „Was steckt dahinter?“ gestellt und schon kann man raten, was sich hinter dem Bären verbirgt. Man sieht zwei Ohren, zwei Füße und einen recht robusten Schwanz. Auf der nächsten Seite ist die Hinterseite des Bären zu sehen, er hält einen Schmusebären in den Händen. Hinter dem Känguru, das sich hinter dem Bären versteckt hatte, ist nur ein Ohr zu sehen.

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Es gehört dem Schwein, dass wir auf der übernächsten Seite entdecken. Hat es vier Ohren? Oder steckt wieder ein Tier hinter ihm? Natürlich ein Schaf. So werden die Tiere immer kleiner bis zur Maus. „Und hinter der Maus? Nanu… steckst DU!“
Und mit diesem Schlusssatz endet das Buch und alle Tiere sind noch einmal auf dem letzten Bild. Auf der Rückseite hat der Bär das eben gelesene Buch hinter seinem Rücken.

Außen den Tieren gibt es in diesem Buch nichts was ablenkt. Sicher können erst ältere Kinder die Tiere erkennen und benennen, aber das Anschauen und Erklären der Tiere macht sich auch den ganz Kleinen schon Spaß. 

Dagmar Mägdefrau

Die kleine Hummel Bommel – Nur Mut

Die kleine Hummel Bommel - Nur Mut
Britta Sabbag
Maite Kelly
Joëlle Tourlonias
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Die Bommelbücher erfreuen immer wieder durch die niedlichen Bilder von Joëlle Tourlonias. Die Texte sind schon etwas länger und verlangen schon etwas Konzentration. Diesmal soll es eine Aufführung geben. Bommel trägt ein Superhummelcape, das Oma geschneidert hat. Fina Floh will tanzen, Biene und Wespe planen etwas mit Pusteblumenraketen, Tusnelda Tausendfüßler benötigt Hilfe bei ihren Steppschuhen, die Marienkäfer bilden einen Turm, Stefan Stinkwanze will zeigen, warum er Pupsweltmeister ist, die Nashornkäferin will das 1000fache ihres Gewichts stemmen und die Glühwürmchen wollen leuchten.

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Bommel kann alle motivieren und trösten, doch auch sein Partner Ricardo hat Bammel. Da erinnert sich Bommel an die Worte seiner Oma und es folgt der Text eines Liedes von Maite Kelly „Wer du bist“. Dann geht es los und Tommy Gottesanbeter (die Ähnlichkeit mit Thomas Gottschalk ist enorm) sagt die erste Nummer an. Am Ende werden Bommel und Ricardo bejubelt und sie sind bereit für das nächste Abenteuer.
Es gibt immer wieder Situationen, wo uns der Mut fehlt. Da ist es immer schön einen Freund wie Bommel an der Seite zu haben. 

Ich habe mich besonders über die gelungene Zeichnung des Moderators amüsiert. Der sehr lange Text des Liedes wäre für mich nicht nötig gewesen. Ich bin auch nicht sicher, dass das den Zuhörern gefallen wird. Natürlich ist zu überlegen, das Lied an der Stelle zu spielen. Es wäre dann schön gewesen, wenn es per QR Code kostenlos wäre. Irgendwie gefallen mir diese „Folgekosten“ nicht so sehr.

Dagmar Mägdefrau

Mein erstes blinkendes Soundbuch – Im Einsatz

Mein erstes blinkendes Soundbuch - Im Einsatz
Illustration von Pierre Calliou
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

Bücher mit Sound machen den Kleinen immer besonders viel Spaß und in diesem Buch blinkt noch zusätzlich ein Blaulicht. Schon auf dem Cover fahren die beiden Feuerwehrmänner zum Einsatz. Mit Tatütata und Blinken geht es los. Da werden die Kinder schon neugierig. Der kurze Text erzählt von einem Unfall, ab wann man vorliest oder einfach nur die Bilder schaut, kommt ganz auf die Zuhörenden an. Diesmal ist ein Motorrad im Einsatz, man kann den Motor, das Tatütata und ein Hupen hören, wenn man auf den kleinen Knopf drückt.

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Der Kontakt funktioniert sehr leicht. Unlogisch ist, dass bereits eine Polizistin vor Ort ist, die mit Notizblock neben dem Fahrer steht. Die Feuerwehr muss eine Katze aus dem Baum retten. Hier ist nur das klägliche Mauzen zu hören. Ein Mann mit Hund und zwei dunkelhäutige Kinder beobachten die Rettung. Danach geht es um einen Bankraub. Zusehen ist ein bärtiger Mann mit einem gefüllten Sack, der wegläuft. Das Polizeiauto folgt ihm. Nach einer Sirene hört man wieder das Martinshorn. Ein Geldautomat mit defekter Scheibe, dahinter ist eine Platine zu erkennen, und wirft noch zwei 50er aus. Dieses Bild ist unrealistisch und es war für meinen Enkel (30 Monate) schwer zu verstehen. Dann löscht das Feuerwehrboot aus zwei Schläuchen einen Schiffsbrand. Möwengeschrei und Schiffshupen passen sehr gut zum Bild. In der Dunkelheit sucht der Hubschrauber mittels eines hellen Scheinwerfers, hier hören wir die Rotoren. 

Das Pappbilderbuch ist schön gemacht und wird sicher begeistert von den Kindern angenommen.

Dagmar Mägdefrau

Klara Gluck

Klara Gluck
Emma Levey
orell füssli
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Der Name ist Programm, das Huhn Klara ist eine typische Glucke. Doch leider hat sie nur ein kleines Ei gelegt und daraus ist kein Küken geschlüpft. Deshalb macht sie sich auf und sucht verwaiste Eier. Sie ist in der ganzen Welt unterwegs und muss dabei viele Hürden überwinden. Zunächst rudert sie über das stürmische Meer und ihre Suche geht auch unter Wasser weiter. Dörfer und Städte werden von ihr durchsucht.

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Sie klettert auf die höchsten Berge und stakst durch düstere Höhlen. „Alles um Eier, Eier, Eier zu finden.“ Dieser Satz ist wie ein Refrain und wird von den Kindern mit Begeisterung mitgesprochen. Klara muss einen riesigen Berg verschiedenster Eier ausbrüten und am Ende gibt es jede Menge unterschiedlichster Tiere, neben Möwen, Pinguinen und Straußenvögel gibt es Schildkröten, ein Krokodil und ein Schnabeltier. Alle tragen Selbstgestricktes und Karla sitzt im Schaukelstuhl und strickt wieder einen neuen gestreiften Schal.

Die Bilder im Buch animieren zum Erzählen und Suchen. Ich liebe die riesige Stadt, die sehr nach New York aussieht und natürlich das Bild auf den letzten Seiten mit den vielen Tieren. Sicher geht es in dem Buch um Adoption, aber das Thema wird so fröhlich behandelt und Klara ist einfach glücklich eine Mama zu sein.

Dagmar Mägdefrau

Klara Gluck und ihre Kinder

Klara Gluck und ihre Kinder
Emma Levey
orell füssli
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Klara Gluck hat in dem ersten Band auf er ganzen Welt elternlose Eier eingesammelt. Jetzt sind ihre Kinder groß geworden und obwohl Klara ihre Kinder sehr liebt findet sie, dass sie in ihre Heimat zurückkehren sollten. 
Auf den ersten Seiten sehen wir noch, wie das Leben mit den vielen Kinder ablief. Anstrengend war es schon, „aber das kümmerte Klara Gluck nicht. Sie war zufrieden.“

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Sie machten Ausflüge und feierten Feste, an jedem Geburtstag bekam jedes ihrer Kinder „ein selbstgestricktes Geschenk.“ Und dann war die Zeit gekommen. Klara brachte alle Kinder zurück. Dazu gibt es ähnliche Bilder, wie zuvor, als Klara die Eier sammelte. Die Heimreise trat Klara allein an. Sie freute sich, dass es ihren Kindern gut ging. „Das machte sie glücklich.“ Und an ihrem Geburtstag kamen alle, um mit ihr zu feiern. Und diesmal bekam Klara etwas Selbstgestricktes. Und wie alle Mütter freute sie sich am meisten darüber, „dass ihr alle hier seid!“

Die Bilder und der Text, er dieses Glück ausstrahlt, wird den Kindern gefallen, trotzdem denke ich, dass das Buch auch die anspricht, deren Kinder bald das Haus verlassen. Vielleicht eine schöne Geschenkidee.

Dagmar Mägdefrau

Komm, wir gehen schlafen!

Komm, wir gehen schlafen!
Patricia Martin
Rocio Bonilla
Jumbo
Leseempfehlung ab 1 Jahr

Das kleine Pappbilderbuch kommt ganz ohne Worte aus. Das kleine Mädchen zieht sich aus, sitzt dann mit ihren Wassertieren in der Badewanne und hat viel Schaum auf dem Kopf. Ein paar Blasen retten sich auf die nächste Seite und das Mädchen lässt eine platzen, dabei kämmt sie sich die Haare. Danach wird der Schlafanzug angezogen, ihr grauer Teddy schaut zu. Der darf dann aufs Töpfchen, während das Mädchen auf dem Klo sitzt. Die Zähne werden vor dem Spiegel geputzt.

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Wir sehen das Mädchen von hinten und ihr Gesicht im Spiegel. Welches Buch soll Papa denn heute vorlesen? Als das Mädchen im Bett liegt, sehen wir einen Schatten unter dem Bett, ein wenig sieht er wie eine Katze aus. Papa, in einem Strahlenkranz als Supermann gezeichnet, fängt das Monster. Da kann das Mädchen schön mit all ihren Kuscheltieren einschlafen. 

Trotz der fehlenden Worte ist das Bilderbuch sicher für Einjährige kaum zu verstehen, aber sie werden Spaß an den Bildern haben, es gibt ja einiges zu sehen, zu finden und zu benennen. Ich kann mir gut vorstellen, dass etwas ältere Kinder das Buch selbst erzählen und ihre Erfahrungen einbringen können.

Ich mag die Bilder von Rocio Bonilla und hier in diesem Buch hat sie mit einfachen Zeichnungen viel erzählt. 

Dagmar Mägdefrau

Wollen wir tauschen

Wollen wir tauschen
Sandra Ladwig
Dorothea Tust
Mixtvision
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Tona und Pauli sind wirklich gute Freunde und weil sie sich sehr mögen, tausche sei seit sie Babys waren, alles miteinander. „Wollen wir tauschen?“ ist deshalb eine oft gestellte Frage. Der längste Tausch, dauert noch an, weil die Karten, die getauscht wurden, am Ende verschwanden und nicht zurückgegeben wurden. Der Tausch ihrer Hosen war sehr komisch, weil alle sich über die Blümchen auf Tonas lustig machten.

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Ein kurzer Tausch war der Tausch der Brüder, weil die Mütter dagegen waren. Kuscheltiere und Butterbrote wurden mit wenig Erfolg getauscht. Am Ende wurde etwas zurückgetauscht, dass mir die ganze Zeit beim Vorlesen Probleme machte. Ratet mal was es war?

Das Buch hat kurze Texte und viele schöne Bilder, die Freundschaft hält einiges aus und der Gag am Ende hat mir besonderen Spaß gemacht.

Dagmar Mägdefrau

Der allerbeste Platz

Der allerbeste Platz
Minh Lê
Gus Gordon
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Im Einband sehen wir einen Stadtplan, ich weiß nicht genau, ab Dreijährige das Umsetzen können? Dann, auf der nächsten Seite, eine wundervolle Frage „Liest du mir vor?“ Vater Elch und sein Sohn stehen mit einem Buch vor dem Buchladen. Und dann hegt das Buch erst richtig los. Die beiden suchen einen Platz zum Lesen.

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Im Café ist es zu groß, auf dem Hydrant zu klein. Die Abstellkammer ist zu alt und der stylische Sessel zu neu. So gehen die beiden weiter auf die Suche und als Vater Elch aufgeben möchte, finden sie doch noch den richtigen, den allerbesten Platz. So sitzen sie am Ende zusammen und finden es „Perfekt“.

Lustige Zeichnungen, wenig Text, doch sicher gibt es das eine oder andere zu klären. Ein schönes Bilderbuch zu einem wichtigen Thema.

Dagmar Mägdefrau

Dino Überraschung

Dino Überraschung
Agnese Baruzzi
minedition
Leseempfehlung ab 2 Jahre

Ein Pappbilderbuch mit Klappen hat beim Vorlesen immer seinen besonderen Reiz. Dieses spielt noch zusätzlich mit dem rätseln, was so wohl zu sehen ist. „Oh, ist das ein Schmetterling?“ zu sehen ist ein Bild, das sehr wohl ein Schmetterling sein könnte. Aber die unteren Flügel könnten auch Augen und ein Maul darstellen. Die doppelt eingeklappte Seite zeigt ausgeklappt zwei Pteranodonten.

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Und wirklich, es hat sich um ihre Köpfe gehandelt. Auf der nächsten Seite ist ein grünliches Ei zu sehen, ein Stück Hals und der Schwanz eines Barapasaurus wurden hier zusammengeklappt. So bietet das Buch zehn Dinos, deren Körperteile sich als Fisch, Qualle oder Igel zusammenfügen lassen.

Ein tolles Buch mit schönen Bildern und Fragen, die mit einem Augenzwinkern gestellt werden. „Ich bin sicher, ein Huhn?“ Aber es ist ein Archaeopteryx. 
Dino begeisterte Kinder werden das Buch lieben, nur die Vorleser werden sich an den Namen die Zunge brechen.

Dagmar Mägdefrau

Erste Wörter – Erste Reime – Wald

Erste Wörter – Erste Reime
Carola Sturm
Carla Häfner
Oetinger
Verlagsempfehlung ab 18 Monate

Das handliche kleine Pappbilderbuch ist schön gegliedert. Auf der linken Seite steht der Vierzeiler, der Informationen zum Tier auf der anderen Seite, enthält. Zunächst sehen wir das Wildschwein, es steht mit allen vier Pfoten im Matsch „Dann ist es richtig schmutzig zwar, doch kühlt der Matsch so wunderbar.“ Das Eichhörnchen setzt zur Landung auf dem Ast an und als Verzierung sehen wir um den kleinen Text Eicheln.

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Bei der Eule gibt es Sterne auf blauem Hintergrund und ganz klar sagt uns der Text, dass die Eule am Abend aufwacht. Der Specht baut seine Höhle, das Reh versteckt sich im Gras und der Fuchs ist scheu. Die letzte Seite ist dem Baum vorenthalten, er bietet vielen Tieren ein Zuhause. 

Ich freue mich über die sinnvollen, schönen Reime und die realistischen kleinen Bilder. Die kleinen Zuhörenden werden einiges über die Waldtiere erfahren und sich ein Bild machen können. Das kleine Büchlein kann auch gut mitgenommen werden, ich zaubere gerne z.B. beim Essen gehen, ein solches Büchlein aus der Handtasche, damit die Kinder noch ein wenig am Tisch ausharren. 

Dagmar Mägdefrau

Der kleine Siebenschläfer – Wie geht der Schluckauf wieder weg?

Der kleine Siebenschläfer - Wie geht der Schluckauf wieder weg?
Sabine Bohlmann
Kerstin Schoene
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Den kleinen Siebenschläger mit seiner türkis gepunkteten Schmusedecke kennen wir aus vielen anderen Büchern. Diesmal ist es ein kleines Pappbilderbuch mit gerundeten Ecken. Der kleine Siebenschläfer hat diesmal einen Schluckauf und kann vor lauter Hicks nicht mehr richtig sprechen. Seine Freundin die Maus hat sofort einige Ratschläge, wie Luft anhalten, auf dem Kopf stehen und an „sieben geschorene Schäfchen zählen“.

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Leider bringt das alles keinen Erfolg. Erst mit Erschrecken kann dem Siebenschläfer geholfen werden. Doch der Schluckauf ist damit leider nicht weg, er hat nur auf die Maus gewechselt. Eine lustige Pointe.

Mit Schluckauf kennt sich jedes Kind aus und mit dem Älterwerden wird es immer lästiger, wenn man Hicksen muss. Mit kurzen, kindgerechten Sätzen und den wunderschönen Bildern ist diesem Buch wieder gelungen.

Dagmar Mägdefrau

Penelope und ihr Hühnchen

Penelope und ihr Hühnchen
Daniela Drescher
Urachhaus
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Wie eine zarte Elfe mit Krönchen steht Penelope auf der Wiese und schaut auf ein Huhn, dass auf einem dicken gestreiften Kissen sitzt und einen roten Socken strickt. So heißt es in dem Vierzeiler „..statt Würmchen aufzupicken, lernt es lieber Sockenstricken. Auf der nächsten Seite sehen wir Hühnchen mit einem Stück Erdbeertorte, das sie Körnchen vorzieht.

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Beinahe wäre Hühnchen mit dem roten Luftballon davongeflogen, wenn nicht die Katze die Schnur festgehalten hätte. Auf der nächsten Seite hat Penelope den roten Schirm auf, weil es regnet. Das Mädchen und das Huhn lieben dieses Wetter sehr. Rote Mohnblumen stehen auf der Wiese und Penelope hat eine davon in der Hand, was mich eine wenig an die Blumenkinder aus dem Buch „Die Wurzelkinder“ erinnert. Diesmal mag Hühnchen nicht brüten, sondern erfreut „sich am Duft der Blüten“. 

Das ist ein handliches Pappbilderbuch mit poetisch verträumten Bildern in zarten Farben und einem kurzen Vierzeiler auf jeder Doppelseite.

Dagmar Mägdefrau

Die kleine Raupe Nimmersatt – Wer versteckt sich in der Natur?

Die kleine Raupe Nimmersatt - Wer versteckt sich in der Natur?
Eric Carle
Gerstenberg
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Wer kennt sie nicht die „Kleine Raupe Nimmersatt“? Hier ist besonders der Stil des Buches hervorzuheben. Auf dem Cover kann sind die Blätter und die Schlangenlinie unter der Raupe ausgestanzt und deshalb zu fühlen. Auf jeder Seite kann man mit dem Finger der Linie folgen und das zu ratende Tier hinter der Klappe entdecken.
Der Text besteht aus einer Frage „Wer wohnt am Waldrand, wo es hell ist und sonnig?“

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Dann gibt es die Antwort „Die Bienen!“, gefolgt von einer Erklärung „Sie summen und brummen und…“ der restliche Satz steht unter der Klappe „…machen leckeren Honig.“ Frösche, Vögel und Mäuse findet man auf den nächsten Seiten. Natürlich ist auch auf jeder Seite die Raupe zu finden, das ist nicht immer leicht. Auf der letzten Doppelseite gibt es vier Klappen hinter denen Fuchskinder und die schlafende Raupe zu sehen sind.

Man kann darüber streiten, ob die Raupe Nimmersatt in vielen neuen Büchern zu finden sein muss, aber die Kinder freuen sich immer alte Bekannte wiederzusehen.

Dagmar Mägdefrau

Ein Märchen im Schnee

Ein Märchen im Schnee
Loek Koopmans
Freies Geistesleben
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Ein Buch, das für ganz kleine Zuhörer gedacht ist und das mit ganz wenig Text auskommt. Die Bilder erzählen um so mehr. Da verliert ein alter Mann im Wald seinen Handschuh. Schon entdeckt ihn eine Maus und die findet „Das ist genau das richtige Haus für mich!“ Doch nach dem Mäuschen „Eil-dich-flink“ kommt schon der Frosch „Hinkebein“, dann das Häschen „Schnell-zu-Fuß“ und der Fuchs „Güldenfell“.

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Alle finden in dem Handschuh Platz. Auch das Wildschwein und der Bär liegen am Ende zusammen in dem Handschuh. Da bemerkt der Mann Verlust und geht wieder zurück. Zunächst sieht sein Hund den verlorenen Handschuh mit den Tieren, aber als er bellt laufen alle weg und der Mann hat seinen Handschuh wieder.

Eine ruhige Geschichte in der die Tiere nicht Konkurrenten, sondern hilfsbereite Freunde sind. Natürlich passen die großen Tiere nicht in den Handschuh, aber es ist ja auch ein Märchen und zudem eine schönes, verträumtes. Die Kinder lernen an Hand der wunderschönen Bilder die Tiere kennen und vielleicht auch den Schnee.

Dagmar Mägdefrau

Dinosaurier in Omas Garten – Band 1

Dinosaurier in Omas Garten
J. Ihle
D. Hochwald
P. Fritz
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Ein irre witziges Buch mit schönen Bildern, schon das Cover zeigt einen freundlichen Dino mit rot weißem Schal um den Hals. Dass Teile des Covers in Lackfarbe gedruckt wurde macht es noch eindrucksvoller. Mama bringt Leon und Sophie mit dem Auto zur Großmutter, sie sollen dort die Ferien verbringen. Die Oma trägt eine Art Tracht, die mich an Witwe Bolte erinnert und wohnt einem Fachwerkhaus, das jedes japanische Herz höher schlagen lässt.

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Oma hat einen Laden mit altem Zeug und die Kinder finden dort ein Ei, über das Oma sagt „Das ist ein echtes T-Rex-Ei“. Und am nächsten Morgen treffen die Kinder schon auf das erste Exemplar, als sie dem kleinen Dino, der in einer Socke steckt in das Gewächshaus folgen treffen die auf einige ausgewachsene stubenreine Dinosaurier.  Sie haben gute Manieren, essen Törtchen und helfen bei der Arbeit. Am Abend sitze alle gemütlich in der guten Stube und Oma strickt den Schal für das Cover. Doch schnell merken die Kinder, dass die Unterkunft für die riesigen Tiere viel zu klein geworden ist. Wird der grimmige Schlossherr ihnen helfen? Leon und Sophie haben einen Plan, wie sie den alten Mann überzeugen.

Mir hat es viel Spaß gemacht die Geschichte von der Oma, die in ihrem Heim Dinosaurier großzieht, zu lesen. Die beiden Kinder überlegen, wie sie der Oma helfen können und haben eine gute Idee, die zeigt, dass sie viel Gefühl haben. Ein toller Ferienspaß, den man gerne selbst erleben möchte.

Dagmar Mägdefrau

Wer versteckt sich hier?

Wer versteckt sich hier?
Giuliano Ferri
minedition
Leseempfehlung ab 2 Jahre

Am Cover gibt es einen Einschlag, den man nach oben klappen kann. Darunter verbirgt sich das ganze Tier und der Name „Tim, der Tintenfisch“.  Auf der ersten Seite, des Pappbilderbuches sehen wir die Spuren eines Vogels und die Frage heißt „Wer ruft Uuuuuuhuuuu, Uuuuuuhuuuu?“  Die Antwort lautet „Eulalia, die Eule“. Tiger, Panda, Giraffe, Bienen, Krokodil, Fisch und Schlange gilt es zu erraten, bevor es zur letzten Frage geht. „Wer hat alle diese Tiere gemalt?“

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Zu sehen ist ein mit Farben bekleckertes Baby mit Farbe und Pinsel zu sehen und die Antwort ist „Du?“
Die Frage bei Krokodil lautet „Wer schnappt zu und weg bist du?“, da kann man möglicherweise sensible Kinder erschrecken. Andererseits entspricht es den Tatsachen.

Was mich ein wenig stört ist, dass bei jedem Tier zunächst ein Name genannt wird. Das finde ich unnötig und manche Kinder könnte es verwirrt, da der Name für sie schon zu einem anderen gehört.

Dagmar Mägdefrau

Wer steckt dahinter? 

Wer steckt dahinter?
Giuliano Ferri
minedition
Leseempfehlung ab 2 Jahre

Das Cover zeigt Rotkäppchen mit roter Augenmaske und unter der Klappe steckt ein Wolf. Weiter geht es mit der Frage „Ein Feuerwehrmann? Wer steckt dahinter?“ Unter der Klappe lesen wir es ist „Mischa, der Bär“. Der Pirat ist ein Schwein, der Cowboy ein Kaninchen, der Sultan ein Fuchs, Zorro ein Hund, hinter der Fee verbirgt sich die Katze, ein Panda ist hinter der Ritterrüstung versteckt. Als besonderer Gag ist hinter dem Wolf das Rotkäppchen zu sehen. 

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Ich finde die „Verkleidungen“ noch etwas schwierig für ganz Kleine, ich weiß nicht, wie bekannt Zorro unter Zweijährigen ist, ich denke selbst Rotkäppchen ist da noch kein Begriff. Zudem gefällt es mir nicht, dass die Tiere immer Namen haben, die Tierbezeichnung würde mir genügen. 

Natürlich haben die Kinder immer Spaß versteckten Sachen oder Tiere zu finden und sie spielen gerne mit den Büchern. Ich bin mir sehr sicher, dass wir beim Vorlesen mit diesem Buch Kinder locken können.

Dagmar Mägdefrau

Nanu! Welches Muster hat die Kuh?

Nanu! Welches Muster hat die Kuh?
Nadja Holtfreter
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Auf der ersten Seite sehen wir eine weiße Kuh und unter ihr vier mögliche Muster. Dann folgt die Biene, auch hier kann man zwischen gelb mit Punkten, Karos, Streifen oder Rauten wählen. Der Dalmatiner hat eine ähnliche Auswahl wie die Kuh. Für den Tiger kann man ein Gittermuster, kleine Flecken, wellige Streifen und Schlangenlinien wählen. Die Schuppenhaut des Fisches ist leicht zu finden, das bunte Muster des Chamäleons ist nicht so leicht zu finden.

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Bei Schlange und Streifenmaus sind uns die Muster vertraut, ebenso beim Zebra, beim Leoparden ist ein wieder etwas schwieriger. Der rote Käfer bekommt seine Punkte und die Giraffe Ihr geflecktes Fell. Zum Glück sind auf der letzten Seite alle Tiere im Original zu sehen, aber nicht fuschen und sofort dort gucken.

Ein fröhliches Pappbilderbuch, dass sowohl die Tiere zum Kennenlernen anbietet als auch zum Denken und umsetzten der Aufgabe anregt. Dann kann man natürlich auch noch über Muster und ihre Namen sprechen.

Dagmar Mägdefrau

Ich war’s nicht!, sagt Robinhund

Ich war’s nicht, sagt Robinhund
Alice Lima de Faria
Mixtvision
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Huckepack – Bilderbuchpreis

Robinhund hat einen großen Bruder, dem er alles erzählen kann. Jeden Morgen bringt der Robenhund in den Kindergarten. Doch der kleine Hund will dort nicht hin. „Die sind alle doof.“ Aber Robinhund muss in den Kindergarten gehen. Schon beim Frühstück gießt Robinhund Milch ein, obwohl die Kinder das nicht dürfen und seine Freunde ihn daran erinnern. Natürlich läuft das Glas über und da der Karton umkippt, wird Onno auch noch nass.

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Hedda, die giftgrüne Erzieherin schickt Robinhund, der versichert, dass er es nicht war, nach draußen. Fritzi sitzt auf der Schaukel und Robinhund soll feste anschubsen. In der Sprechblase des kleinen hellblauen Kerlchens steht „Es ist nicht erlaubt so hoch zu schaukeln.“ Der Kleine ist ständig bei der Erzieherin und verpetzt Robenhund. Als Hedda nachfragt, sagt Robinhund wieder „Aber das war ich nicht!“ Beim Fußballspiel achtet Robinhund nicht auf Onno und er bekommt den Ball voll ab. Als Robinhund, der wieder sagt, dass er es nicht war, sich entschuldigen soll, schreit er das Wort ganz laut. Diesmal muss er in Sonjas Büro. Sonja ist magentarot gezeichnet und wird riesengroß. Das Bild wirkt sehr beängstigend. Deshalb rennt Robinhund schnell weg. Danach versteckt er sich und will dort sitzen bleiben, obwohl ihn alle suchen und ihm versichern, nicht mehr böse mit ihm zu sein. Erst sein Bruder findet ihn. Auf der vorletzten Seite tröstet er den weinenden Robinhund, der es nicht war und der meint „Denn das war alles keine Absicht.“ Der Bruder hat das auch nicht gedacht, „Er glaubt Robinhund.“

Ich bin kein Psychologe nur Mutter zweier Töchter und bei denen hätte ich das Verhalten eines Robinhund nicht durchgehen lassen. Sicher hat er nicht absichtlich alles Unerlaubte getan, aber für mich muss ein Kind Regeln einhalten lernen. Auch Respekt finde ich wichtig für das Leben in der Gesellschaft. Robinhund tut anderen weh und hat kein Mitleid, er will sich nicht entschuldigen. Für mich ist der letzte Satz unbegreiflich, der Bruder glaubt ihm. Er hat ja alles getan und geleugnet. Das ist genau das Verhalten, was für mich nicht begreiflich ist. Wenn ich etwas falsch mache, muss ich zu meinen Fehlern stehen und mein Gewissen zeigt mir Reue an.  

Dagmar Mägdefrau

Flattervogelfest

Flattervogelfest
Alice Lima de Faria
Mixtvision
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Das Cover zeigt eigenartige rosa Vögel, auch im Einband sind sie zu sehen. Dort taucht auch die dicke dunkle Federmaus mit den roten Pumps auf. Das Buch beginnt in der Nacht und die Seite ist dunkelblau, auf Sprechblasen lesen wir „Ruhe“ und „Pst“ . Aber es will auch jemand spielen. Die Fledermaus Flapps und Mark, ein türkises wurmartiges Wesen mit pinker Hochfrisur.

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Ich hatte auch etwas Probleme Flapps, der mich an Samson aus der Sesamstraße erinnert als Fledermaus zu erkennen. Mark hat keine Lust zu spielen, Mark hat eine Einladung zum Flattervogelfest und will ausgeschlafen sein. Flapps stiehl ihm die Eintrittskarte, sie zieht ihre roten Pumps an und geht zum Fest. Dort ist sie nicht willkommen und weil ihr ein Geschenk fehlt, packt sie ihren Freund Mark ein. Leider kann Flapps das Fest nicht genießen, dazu ist sie einfach zu müde. Am Ende darf sie nicht mehr mitspielen und geht. Doch da merkt sie, dass ihr Mark fehlt und sie muss noch einmal zurück und ihn holen. Nachdem sich Flapps entschuldigt, sind die beiden wieder Freunde und spielen in der Nacht das Krach-Spiel. 

Das ist schon blöd, wenn der beste Freund allein mit anderen feiern will. Da kann ich Flapps schon verstehen. Schön, dass die beiden am Ende wieder zusammenspielen. Die Bilder des Buches sind sehr fantasiereich gezeichnet. Der Text ist zwar kurz, aber das Buch hat 54 Seiten. 

Dagmar Mägdefrau

Traust du dich?

Traust du dich?
Hanna Müller, Hannah Stollmayer,
Carla Swiderski, Anna Süßbauer
Jumbo
Leseempfehlung ab 3 Jahre

Auf jeder Seite wird eine Frage gestellt, die mit „Traust du dich,“ beginnt. So fragt der Affe „…von Baumkrone zu Baumkrone zu springen?“ Der kleine blonde Junge trägt eine Art Raumanzug und antwortet mit einem klaren, rot geschriebenen „NEIN!“
Der kleine Pirat will dem Haifisch nicht die Zähne putzen, der kleine Arzt mit Mundschutz will nicht ungewaschen zur Schule, wie das Stinktier, der Cowboy will keine Fliegen essen, wie das Chamäleon und der Zirkusdirektor nicht mit dem Elefanten in den Porzellanladen gehen.

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Elvis, der kleine blonde Junge mit entsprechender Tolle und weißem Anzug, will sich nicht in den Kuhfladen setzten, der Feuerwehrmann keine Qualle umarmen, der Superheld nicht auf dem Tiger reiten, der Handwerker, der Supermario ähnelt, möchte kein Kabel durchbeißen wie der Marder und der Zauberer will nicht wie die Gämsen den Berg hochklettern. Aber der Ritter traut sich dem Mädchen einen Kuss zu geben und alle Tiere stehen staunend um die beiden herum. 

Ein Mutmachbuch, das Mut machen soll solchen blöden und gefährlichen Aufforderungen mit einem „NEIN!“ zu begegnen. Die vielen unterschiedlichen Verkleidungen gefallen mir sehr gut, wenn ich auch befürchte, dass Elvis den Kindern wenig sagt. Aber warum sollen nicht auch die Vorlesenden Spaß haben?

Dagmar Mägdefrau

Das Waldfest

Das Waldfest
Ulrich Maske
Gisela Dürr
Jumbo
Leseempfehlung ab 3 Jahre

Auf dem Cover thront der Adler, der in diesem Buch gefeiert wird. Im Einband sieht man vor einem skizzierten Wald Tiere, deren Name in Schreibschrift neben der Zeichnung steht. Damit stellen sich die Darsteller der Geschichte schon einmal vor. Dann kann die Feier los gehen. Der alte Adler diktiert der Meise seine Wünsche für das Fest, im Hintergrund sind viele Vögel zu sehen, die ihrem Geschäft nachgehen.

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Auch die nächste Seite gehört den Vögeln, der Hahn verteilt fleißig die Einladungen und bringt sie allen Waldbewohnern. In der Buchmitte sehen wir viele Waldtiere, die wohl auf Post warten. Es wird extra ein Haus zum Feiern gebaut und der Specht arbeitet als Zimmermann. Alles wird schön geschmückt und es gibt Musik und Tanz. Zum Schluss ist die Eule ganz gerührt und fragt sich „Wann kommt wieder so ein Tag?“

Die Bilder zeigen die Tiere realistisch mit einem Touch ins Niedliche, der Text reimt sich und erzählt die in kurzen Sätzen vom Waldfest.

Dagmar Mägdefrau

Hilf schnell mit, mach die Giraffe wieder fit!

Hilf schnell mit, mach die Giraffe wieder fit!
Nadja Holtfreter
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Ein Pappbilderbuch mit bunten Bildern und gereimten Texten. Das Besondere an diesem Buch sind die Pfeile, die darauf hinweisen, dass der Kind agieren sollte um die Giraffe wieder gesund zu machen, wie der Titel sagt.
Da steht auf der ersten Seite ein Telefon und darunter steht die Nummer. De wenigsten Zweijährigen werden da richtig wählen. Dann kommt der Elefant als Arzt auf dem Fahrrad angefahren.

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Leider führt die Straße steil bergauf, aber durch Senken des Buches kann man das verändern. Die nächste Seite ist hochkant zu lesen und wir können der Giraffe in den Hals schauen. Die Hilfe besteht darin, der Giraffe zu zeigen, wie der Mund so weit geöffnet wird. Es wird abgehört und Fieber gemessen, das Kind soll jetzt bis 5 zählen, für Kinder ab 2 Jahre etwas viel verlangt. Dann wird die Medizin geschüttelt und der Giraffe verabreicht. Nun wird das Licht ausgemacht und die Giraffe schläft sich gesund. Das Kind bekommt ein Lob „Als Arzthelfer warst du ein Hit“.  „Für deine Hilfe vielen Dank, da ist man ja fast gerne krank.“

Mir gefallen Bücher, die die Kinder animieren mitzumachen und auch die Kinder haben viel Spaß an diesen Büchern. Bei diesem müsste die Altersangabe höher sein, denn es frustriert, wenn man die Aufgaben nicht erfüllen kann. Leider konnte mich das Buch auch so nicht ganz überzeugen, es kommt nicht an dem Klassiker „Nur mal kurz die Ohren kraulen“ heran.

Dagmar Mägdefrau

Sieh mal! Hör mal! – Mein Zoo

Sieh mal! Hör mal! - Mein Zoo
Ines Ranisch
Ulrich Maske
Jumbo
Leseempfehlung ab 2 Jahre

Der Jumbo-Verlag ist hier einen ungewöhnlichen Weg gegangen, um die Geräusche des Buches wiederzugeben. Es gibt auf den Seiten QR-Codes, mit denen man die jeweilige Geräuschkulisse mit dem Smartphone abspielen kann. Diese Audiodatei spielt Musik und Stimmengemurmel und die Tierstimmen. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Tierstimmen klarer zu erkennen gewesen wären. 
Das Pappbilderbuch hat auf anderthalb Seiten realistische Bilder vom Geschehen im Zoo. Der Text ist kurz und fordert die Kinder u.a. auf zu sagen, welche Tiere sie sehen.

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Im Streichelzoo sieht man eine Menge Tiere, die sie Kinder meist schon kennen. „Welches Tier ist auf allen folgenden Seiten zu sehen?“ ist sicher eine Frage, der die Kinder gerne nachgehen. Eine kleine weiße Maus mit Rucksack und roter Fahne ist immer dabei.
Auf der nächsten Seite gibt es außer Löwen auch andere Tiere wie Geier, Nashörner, Nilpferde und Zebras. Alle stehen bunt durcheinander, keine Gehege, wie im Zoo üblich. Die Elefanten sind dann wieder eingezäunt und getrennt von den Flamingos und Storchen untergebracht. Robben und Eisbären, Polarfüchse und Ottern bevölkern die nächste Seite. Sie Pandabären leben zusammen mit Kängurus und Koalas. Hinter der Mauer leben Tiger und die Kinder dürfen auf Kamelen reiten. Natürlich dürfen Affen nicht fehlen, sie sitzen hinter Glas getrennt von den Krokodilen. Die letzte Seite ist mit „Im Wald“ überschieben und zeigt Bären, Eulen, Wölfe und Hirsche. Auf allen Seiten sehen wir auch ein blondes Kinderpaar, das begeistert die Tiere schaut. 

Auf den Seiten gibt viel zu sehen und die Kinder haben immer riesigen Spaß daran die Tiere zu zeigen, oft sehen sie dabei Sachen, die wir gar nicht mehr wahrnehmen. Den Text sehe ich nur als Anregung, meist haben die Kleinen da ihre eigenen Regeln.

Dagmar Mägdefrau

Der Grolltroll … will Erster sein

Der Grolltroll will Erster sein
Barbara van den Speulhof
Stephan Pricken
Coppenrath by aprilkind
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Es ist ja nicht immer gut, wenn ein Held zum dritten Mal etwas erlebt. Aber der kleine blaue Grottroll hat uns auch diesmal viel zu erzählen. 
Zunächst finden wir, wie in jedem Buch den Weg zu seinem tollen Baumhaus und natürlich sind seine Freunde wieder dort. Heute wollen sie mal etwas ganz Neues machen. Ein Wettkampf, aber alle sollen eine Chance haben. Da schlägt der Troll ein Seifenkistenrennen vor. Alle fangen sofort an zu konstruieren und zu bauen.

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Jeder möchte gewinnen und der Grolltroll lässt sich einen besonderen Antrieb einfallen. Er nutz ein Segel und dadurch wird seine Seifenkiste zu schnell, dass er rücksichtslos alles anderen von der Bahn schmeißt. Jetzt gewinnt er zwar den Pokal, aber leider sind seine Freunde nicht da, um ihn zu feiern. Da wird der kleine blaue Kerl wieder richtig wütend. Doch dann sieht er, dass seine Freunde sich bei ihren Stürzen verletzt haben und er wird wieder zum hilfsbereiten Freund. 

Die Texte sind kindgerecht formuliert und haben für das Lesealter die richtige Länge. Die Bilder sind dynamisch und farbenfroh, es gibt viel zu sehen und die Mimik des Grolltrolls kommt hervorragend rüber.
Ich bin wieder begeistert von dieser stimmigen und gefühlvollen Geschichte und freue mich, wenn ich das Buch endlich wieder kleinen Zuhörenden vorlesen darf.

Dagmar Mägdefrau

Mondküken und die magische Reise

Mondküken und die magische Reise
Larissa Lauenberger
Mentor Verlag
Verlagsenempfehlung ab 3 Jahre

Zu Beginn der Geschichte lebt das blausilbern schimmernde Mondküken auf dem Mond. Es sitz auf seinem „Lieblingsstein am Meer der Ruhe“ und schaut auf den blauen Planeten unsere Erde. Gerne möchte er ihn kennenlernen. Da ergibt sich die Möglichkeit mit einem Kometen auf die Reise zu gehen. So gelangt das kleine Mondküken auf die Erde und wird dort von einem alten, schlecht sehenden Hund gefunden. Eine Entenfamilie nimmt es bei sich auf.

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Die Tiere erklären ihm die Welt aus ihrer Sicht und warnen vor den Menschen. Bald lernt es auch die anderen Tiere kennen, besonders die Pferde haben es dem kleinen Küken angetan. Als sie in Gefahr geraten, zeigt sich das Mondküken als tapferer Freund, der auch ein wenig zaubern kann.

Das Cover des Buches ist schwarz mit silberglänzender Schrift und einem blaugrauen Mondküken und damit fällt es zwischen den bunten Kinderbüchern schon auf. Auch der Einband ist schwarz mit weißen Sternchen. Die Autorin wendet sich in einem kurzen Text an die Kinder „..Seid mutig. Seid dankbar. Öffnet Augen und Herz, und das Glück gehört euch.“
Die Kapitel umfassen einige Seiten und werden von schönen, außergewöhnlichen Bildern unterbrochen. Da sehen wir z.B. das blaue Küken und nur ganz groß die Nase des Hundes. Einige Textpassagen sind in einer großen Schrift gedruckt „Magie ist all das, was man nicht erklären kann…..“

Ein traumhaft schönes, besonders gestaltetes Buch mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Dreijährige müssen allerdings geübte Zuhörer sein, die anderen müssen etwas älter sein, um die Geschichte zu verstehen.

Dagmar Mägdefrau

Karl Kunterbunt – Ein Chamäleon zeigt Farbe

Karl Kunterbunt - Ein Chamäleon zeigt Farbe
Andrea Reitmeyer
Jumbo
Leseempfehlung ab 3 Jahre

Das farbenfrohe Cover zeigt uns ein Chamäleon mit beweglichen Riesenaugen und einem aufgerollten Schwanz. Sein Name Karl Kunterbunt ist Programm, denn er kann seinen Körper in den unterschiedlichsten Farben einfärben. Im Einband können wir einiges über Karl erfahren. Über seinen Schwanz, seine ungewöhnlichen Augen und seine Schleuderzunge. 
Die Lemuren sind in den Bäumen unterwegs, aber wenn man gang genau hinschaut, sieht man auch einige Chamäleons. Dann sehen wir Karl und seine Verwandlungsfähigkeit.

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Die jeweilige Farbe dient der Tarnung, denn ein Chamäleon will nicht auffallen. Sie haben keine andere Möglichkeit sich zu schützen. Einige andere Tiere zeigen Karl, wie sie sich verhalten und Karl möchte auch lieber angsteinflößend sein. Besonders der rote Tomatenfrosch fasziniert Karl, seine Spezialkraft überzeugt ihn. Als die Fossas es auf seine Freunde, die Lemuren abgesehen haben, färben sich alle Chamäleons rot ein und vertreiben gemeinsam die Raubtiere. 

Auf den letzten Einbandseiten geht es um die Signalfarbe rot. 

Schön verpackte Informationen zum Chamäleon, aber auch die Erkenntnis, dass man sich nicht ständig verstecken und anpassen muss. Manchmal muss man auch zeigen, dass alle zusammen auch etwas bewirken können. Eine gelungene Mischung und ein wundervolles Bilderbuch.

Dagmar Mägdefrau

Bobo in den Bergen

Bobo in den Bergen
Markus Osterwalder
Dorothée Böhlke
rowohlt rotfuchs
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Bobo der kleine Siebenschläfer mit der blau-rot gestreiften Hose fährt in diesem Pappbilderbuch in die Berge. Viele Kinder kennen den Protagonisten schon aus dem Fernsehen, bezeichnend für alle Geschichten um Bobo ist, dass er am Ende einschläft und auch hier zeigt das letzte Bild den schlafenden Bobo auf Opas Schulter. Aber zunächst geht es mit dem Zug zusammen mit der ganzen Familie in die Berge.

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Mit der Gondel geht es hoch hinauf und schon hört Bobo die Kuhglocken und er füttert die Kühe mit Gras. Er schaut durchs Fernglas, dann machen alle eine Rast und kühlen ihre Füße ab. Mit Blumenkränzen im Haar erreichen sie die Berghütte, dort gibt es Milch und Käsebrot für den kleinen Siebenschläfer. Nach dem Spiel mit den Ziegen ist Bobo, wie immer, müde.
Bobo ist ein Siebenschläferkind mit dem sich alle Menschenkinder identifizieren können. Außer vielleicht nicht mit dem Einschlafen. 

Die Bilder zeigen die bekannten Figuren und der Text ist wirklich sehr kurzgehalten und damit gut verständlich. Das Buch ist mit 5,99 € günstig, allerdings wirkt es auf mich nicht ganz so stabil.

Dagmar Mägdefrau

Hilf dem Löwen Zähne putzen

Hilf dem Löwen Zähne putzen
Sophie Schoenwald
Günther Jakobs
Boje
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

Die kleine Person, der dieses Pappbilderbuch vorgelesen wird, hat schon einiges zu tun. Schon auf der ersten Seite muss der Löwe gefunden werden, gar nicht so leicht, man sieht nur seinen Schwanz. Er schaut uns erschrocken an und hält die Pfoten vors Maul. Man muss ihn erst kitzeln, damit er uns im nächsten Bild seine dreckigen Zähne zeigt.

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Dann wird die Zahnpasta gereicht und dem Löwen muss beruhigend über die Mähne gestreichelt werden. Zum Ausdrücken der Zahnpasta muss das Buch geschlossen werden. Damit man auf die Tube drücken kann. Und dann wird geputzt und gespült bis die Zähne glänzen. Am Ende gibt es die Aufforderung die eigenen Zähne zu putzen und das ist jetzt sicher kein Problem mehr.

Spielerisch wird hier genau erklärt, wie man seine Zähne putzt und sicher wird dieses Buch gerne vor dem Zähneputzen gelesen.

Dagmar Mägdefrau

Robert räumt auf

Robert räumt auf
Anna Schindler
Katrin Dageför
Edition Pastorplatz
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

Es geht in dem Bilderbuch, wie der Titel schon sagt, um das leidige Thema „Aufräumen“. Robert ist eine Mülltonne mit einem Regenschirm, den Kira vor der Haustür findet. Die Familie hat viel Unordnung in der Wohnung und so sind alle begeistert, als sich herausstellt, dass Robert, so wird die Tonne getauft, aufräumt. Er sammelt alles ein, putzt, wäscht, räumt auf und sogar das Spülen macht ihm Spaß.

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In der aufgeräumten Wohnung kann die Familie spielen und vorlesen, Robert bügelt derweil. Doch dann übertreibt die kleine Tonne, als er dann noch die Tulpen auf dem Balkon „aufräumt“, muss eine Lösung her. Die Kinder nehmen ihn mit auf den Spielplatz, doch hier verschluckt er alle Sandspielsachen und muss vor den erbosten Kindern in Sicherheit gebracht werden. Auch auf dem Recyclinghof kann man Robert nicht brauchen. Doch beim nächsten Regen fährt Robert seinen Schirm aus und fliegt los. Etwas erinnert mich da an den fliegenden Robert aus dem Struwwelpeter. Die Familie versucht gemeinsam Ordnung zu halten und so kommt alles zu einem guten Ende.

„Die Geister, die ich rief…“ hier wird aus einem Traum ein Alptraum, mit dem Ergebnis, wenn wir zusammen versuchen Ordnung zu halten, kann es klappen.

Dagmar Mägdefrau