Damals in der Rosenstraße

Damals in der Rosenstraße    

Anja Tuckermann

Annabelle von Sperber

Fischer Sauerländer

Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

Schon das Cover zeigt, wie eindrucksvoll das Buch gestaltet ist. Es zeigt einige der Menschen, die in der Rosenstraße für die Freilassung der Inhaftierten gekämpft haben. 
Das Buch beginnt 1941 mit Hakenkreuzfahnen und einer blutroten Straße, auf der vier Männer in NS-Uniform marschieren, daneben unbeteiligte Passanten und aus der Seitenstraße kommt ein Mann mit zwei Kinder, die einen Judenstern tragen.
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Die kleine Erzählung berichtet von Doris, die nicht auf den Spielplatz darf. Auf der anderen Seite ist ein erklärender Text zur Situation zwischen 1933-1945 abgedruckt. Danach erfahren wir einiges über jüdische Kinder in der Zeit. Als seine kleine Schwester Doris von Hitlerjungen geschubst wird, schreitet ihr Bruder Helmut ein. Im Jahr 1942 überlegt Doris, ob die Familie nicht auch flüchten sollte. Doch am 27.2.1943 wird der Vater abgeholt und in die Rosenstraße gebracht. So sind auch Doris und ihre Mutter unter denen, die um die Freiheit ihrer Männer kämpfen, indem sie in der Straße demonstrieren und ihre Freilassung fordern. 
Neben der Geschichte von Doris' Familie und den vielen Sachinformationen zur NS-Zeit, lebt das Buch ganz besonders von den eindringlichen Illustrationen. Sie treffen mit eindrucksvollen Gesichtern und krassen Farben genau die Lage in dieser Berliner Straße.

Dagmar Mägdefrau
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