• Jojo, elf und ein Viertel   

    Jojo, elf und ein Viertel   

    Iva Procházková

    Aus dem Tschechischen von Ferdinand Hauser

    ueberreuter

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Mit seinem Hoodie und der Kapuze auf dem Kopf, die Hände in den Taschen vergraben sehen wir Jojo auf dem Cover. Dieser Junge, dessen Alter der Titel uns verrät, erzählt von seinem Alltag und den Veränderungen, die die Pubertät mit sich bringt. Weil sie zu viel gestört haben, wurden Jojo und Oskar, sein Freund sein Kindergartentagen, auseinandergesetzt und jetzt sitzt Agatha neben ihm. Er findet sie ist ein KI- Superhirn, weil sie eine Menge weiß und deshalb mag er sie nicht besonders.
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    Als er dann auf seinem Tische eine zwölfbeinige Spinnen entdeckt und sie unerlaubterweise mit seinem Handy fotografieren will, schreit Agatha, weil sei eine Spinnenphobie hat und fällt in Ohnmacht. Das bringt die Lehrerin, deren Spitzname Köpfchen ist, auf die Idee, dass die Kinder etwas über ihre Probleme schreiben sollen. Doch dadurch hat Jojo erst ein Problem, denn er ist der Meinung, dass er keine Probleme habe. Oskar ist da zwar anderer Meinung, er findet, dass Jojo beim Erzählen immer zu sehr auf andere Themen kommt. Auch Jojos Vater kann ihm keinen guten Rat geben.

    So berichtet Jojo von der Schule, vom Basketballspielen, von seinen Eltern und den Großeltern, von der Katze und von seinem ganzen Leben. Auch da kommt er von einem Thema zum nächsten und manchmal hätte ich mit gewünscht er hätte Dinge ausgelassen, um schneller zum Ziel zu kommen. Denn zu Ende des Buches erlebt Jojo völlig neue Gefühle und er mag plötzlich ein Mädchen, was er die ganze Zeit verabscheut hat.

    Jojo kann sehr genau beschreiben, was in ihm vorgeht und er berichtet durchaus mit Humor von allem. Das Buch hat über 300 Seiten und ich muss leider sagen, dass ich es manchmal etwas langweilig fand, obwohl Jojo gerne böse Worte benutzt, die er dann mit *** versieht. Zudem ist die Übersetzung aus dem Tschechischen keine ins Hochdeutsche, es gibt viele Begriffe, die in Österreich verwendet werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    Axel Täubert

    Christine Paymann

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Wieder geht es mit der Familie Strudel durch ein erklärendes Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene. Diesmal ist Onkel Emil zu Besuch, ein Erfinder, der auf die Bestätigung des Patentamtes wartet und der sich sehr gut mit KI auskennt. Außerdem ist er ein entspannter Typ, der immer ein Lösung parat hat.
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    Da Onkel Emil einen Smart Speaker mitbringt, wird seine Funktion zuerst erklärt. Wir erfahren einiges über Alan Turing und wie er Menschen von Maschinen unterscheidet. Die Geschichte der KI wird mit einer Achterbahn verglichen und dann geht es um ihre Funktionsweise. Wie sie lernt und auf welche Arten. Schon 1843 geht es mit dem ersten Computerprogramm los, dann gibt es viel Stationen bis 2022 ChatGPT an den Start geht. Transformer zu erklären, ist nicht so ganz einfach, aber hier ist es sehr verständlich erklärt. Das Wichtigste aber ist, dass unsere Fragen an die KI genau gestellt werden, denn nur so kann sie präzise antworten. Wie sieht es aus, wenn wir Kunst und Musik durch die KI erstellen? Oder sogar Personen und Sprache in einen anderen Zusammenhang bringen? Aber man kann auch spielen mit KI, sogar selbst Spiele erzeugen. Natürlich werden auch die Gefahren und die unklare rechtliche Lage zum Thema.

    Die Seiten sind in verschiedene Blöcke aufgeteilt, meist gibt es eine kleine Geschichte von der Familie Strudel und dann Erklärungen und Informationen, immer in kleinen Dosen und gut verständlich geschrieben. Durch kleine Illustrationen werden die bunten Seiten zusätzlich aufgelockert. Das Buch wird sicher kaum am Stück gelesen, es kann auch sehr gut als eine Art Lexikon nützlich sein. Ich habe einiges erfahren und konnte manches besser verstehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Deepworld 

    Deepworld 

    Anja Reumschüssel

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nachdem sein bester Freund weggezogen ist, bekommt Gustav eine neue Sitznachbarin in der Schule: Ruby. Gustav wundert sich darüber, was für komische Figuren und Monster sie in ihr Heft zeichnet, und sie redet nicht wirklich mit ihm. Doch nachdem Gustav ein Referat über sein Hobby gehalten hat, kommt Ruby auf ihn zu und lädt ihn zu sich nach Hause ein. Dort beginnen sie, „Deepworld“ zu zocken – ein Spiel, das man mithilfe einer VR-Brille spielt.
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    In „Deepworld“ tauchen nicht nur die Monster aus Rubys Zeichnungen auf, sondern die beiden erleben auch wesentlich gefährlichere Begegnungen. Schon bald scheint das Spiel ein Eigenleben entwickelt zu haben. Ob sie es schaffen, das Spiel zu gewinnen, wird sich zeigen.

    Ich hatte das Buch schon länger zu Hause liegen, nachdem ich in einem Buchladen mitbekommen hatte, wie der Buchhändler es mit voller Überzeugung empfohlen hat. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden, es zu lesen, und ich muss sagen: Es ist absolut großartig und unglaublich aktuell!

    Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und hätte es nicht einmal für einen Moment aus der Hand legen können. Der Schreibfluss ist sehr flüssig, und die Geschichte hält die Spannung bis zum Schluss. Besonders gut gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit dem Thema KI und gleichzeitig mit dem Zocken von Computerspielen. Das Buch zeigt kritisch auf, welche Gefahren hinter diesen Themen stecken können, ohne dabei langweilig oder belehrend zu wirken.

    Eine ganz klare Buchempfehlung für Kinder und Jugendliche, die sich für KI, Gaming und spannende Geschichten interessieren!

    Katrin Hemmerich  

  • Die Mutsammlerin  

    Die Mutsammlerin  

    Stefanie Taschinski

    Bea Davies

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    In dem Buch erzählt Stefanie Taschinski die Geschichte der Familie Esser und gleichzeitig gibt es im Jetzt Schwierigkeiten für Emmi, bei deren Bewältigung ihr ihre Ururgroßmutter helfen kann. Sehr mutig ist Emmi nicht, deshalb traut sie sich auch nicht mit ihrer Freundin nach Schweden zu fahren. So verbringt sie ihre Ferien zusammen mit ihrer keinen Schwester Lieke bei den Großeltern in Deutschland.

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    Da der Vater Niederländer ist, wohnt die Familie dort.

    Emmi läuft gerne und trainiert im Park, als zwei Jungen mit ihren E-Scootern auf einen kleinen Jungen zuhalten. Sie schreien ihn an und bezeichnen ihn als Opfer. Doch Emmi ist wie gelähmt und kann den Jungen nicht verteidigen. Weil sie sich für ihr Verhalten schämt, kann sie am Abend nicht schlafen, deshalb hört sie Geräusche auf dem Dachboden. Als sie denen einige Tage später nachgeht, entdeckt sie ein Siebenschläfernest in einem alten Ofen und darunter ein Tagebuch. Es ist das Tagebuch von Elsa ihrer Ururgroßmutter, die Opa Berni noch kennengelernt hat. Es beginnt im April 1904 und Elsa arbeitet im Haushalt eines Bürgermeisters. Ihre Arbeitstage sind lang und die Arbeit schwer.

    Am nächsten Tag trifft Emmi den kleinen Jungen im Park wieder und lernt seine ältere Schwester Bianca kennen, die erklärt ihr, dass die Familie es als Sinti nicht einfach hier in Deutschland hat.

    So begleiten wir Elsa durch ihr Tagesbuch bis nach dem ersten Weltkrieg und erfahren viel von der politischen Situation in Deutschland. Aber wir erleben auch Emmis Entwicklung, denn am Anfang kann sie oft nicht handeln, weil sie Angst hat. Erst eine schrecklicher Unfall und die Kraft von Elsa lassen sie Mut fassen und so schafft sie es ihre Freundin zu unterstützen.

    Mit dem Schicksal von Sinti und Roma befassen sich nur wenige Bücher und hier wird nicht nur auf die Vergangenheit geschaut, sondern auch auf die Vorurteile und rassistischen Angriffe gegen diese Menschen im heutigen Deutschland hingewiesen. Das Buch ist gut zu lesen und die vielen sehr schön gezeichneten Illustrationen veranschaulichen die Geschichte sehr gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Rory Shy, der schüchterne Detektiv – Der geheimnisvolle Fall der Braut – Band 8

    Rory Shy, der schüchterne Detektiv – Der geheimnisvolle Fall der Braut – Band 8

    Oliver Schlick

    ueberreuter

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Auf Rory Shy, den schüchternen Detektiv, und seine smarte Assistentin, die dreizehnjährige Matilda, wartet erneut ein spannender Fall. Während eines Sektempfangs am Vorabend einer Hochzeit im Wasserschloss Mück stürzt die Braut von einem Balkon in den Wassergraben. Sie überlebt den Sturz, kann sich jedoch an die Ereignisse des Abends nicht mehr erinnern. Für den Bräutigam Rafael Danzer steht fest, dass es kein Unfall gewesen sein kann. Er bittet Rory Shy, Nachforschungen anzustellen
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    Da das Nostalgie-Hotel Wasserschloss Mück exklusiv für die Hochzeitsgesellschaft reserviert ist, konzentrieren sich Rory und Matilda ganz auf die geladenen Gäste. Bei ihren Nachforschungen kommen nach und nach einige Geheimnisse ans Licht.

    Bereits zum achten Mal ermitteln Rory Shy und Matilda gemeinsam. Und wie in den vorherigen Fällen, ergänzen sich die beiden hervorragend – Rory Shy mit seiner besonderen Kombinationsgabe und Matilda, die zupackende und hartnäckige „Frau fürs Grobe“. Dem achten Fall ist ein Kapitel vorangestellt, in dem Matilda beschreibt, was für sie einen guten Krimi ausmacht: Ein Fall, bei dem die Spannung über einen längeren Zeitraum gehalten wird und die Auflösung weniger vorhersehbar ist. Ansprüche, die der „Geheimnisvolle Fall der Braut“ voll und ganz erfüllen. Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie der Fall ausgeht.

    Wer die bisherigen Abenteuer von Rory Shy kennt und mag, wird auch an diesem Band seine Freude haben. Aber auch Leserinnen und Leser, die Rory Shy bislang noch nicht kennen, können problemlos mit diesem Fall einsteigen und sich auf einen spannenden Detektivroman mit viel Humor freuen!

    Beate Böhm
  • Robin The Hood – Wie klaut man ein Gehirn? – Band 2

    Robin The Hood – Wie klaut man ein Gehirn? – Band 2

    Rüdiger Bertram

    Horst Hellmeier

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Robin wird mitten in der Nacht von Mary geweckt: Etwas Merkwürdiges ist passiert. Loretta und der General sind spurlos verschwunden und niemand weiß, wohin. Schon stecken die beiden mitten in ihrem nächsten Abenteuer. Ein Erpresserschreiben taucht auf und plötzlich dreht sich alles um das Gehirn von Einstein, das sie aus einem Tresor in Princeton stehlen sollen. Doch werden Robin und Mary den waghalsigen Plan umsetzen können? Und wer steckt hinter der Entführung von Loretta und dem General?
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    Wie schon den ersten Band haben wir auch dieses Buch regelrecht verschlungen und uns beim Vorlesen abgewechselt. Mein Sohn war genauso begeistert wie von Band 1. Besonders gut gefällt mir, dass sich die Geschichten unabhängig voneinander lesen lassen. Alle wichtigen Besonderheiten aus dem ersten Band werden noch einmal kurz erklärt, sodass man der Handlung problemlos folgen kann, auch wenn man „Wie klaut man eine Stadt?“ nicht gelesen hat.
    Die kurzen Comicstrips lockern die Geschichte immer wieder auf und sind erneut herrlich witzig geschrieben und gezeichnet. Insgesamt ist die Reihe absolut empfehlenswert, und wir hoffen sehr, dass noch viele weitere Bände erscheinen.

    Katrin Hemmerich
  • Robin The Hood – Wie klaut man eine Stadt?  – Band 1

    Robin The Hood – Wie klaut man eine Stadt?  – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Horst Hellmeier

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Robin Kappe (Robin the Hood) lebt auf einer Burg zusammen mit Loretta, die ihn zu einem Meisterdieb ausgebildet hat. Doch dann gerät er in die Falle eines Geheimdienstes. Dabei lernt er Mary, „Die Hand“, kennen. Sie wurde von ihrem Vater, dem General, zu einer Superagentin ausgebildet.
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    Gemeinsam geraten sie in eine geheimnisvolle und gefährliche Mission: Sie müssen eine ganze Stadt stehlen! Dort ist ein äußerst gefährlicher Virus versteckt. Um zu verhindern, dass die Schurkin Madame Schenial den Virus verbreitet, müssen sie sie überlisten.
    Ich habe das Buch meinem achtjährigen Sohn vorgelesen. Bevor ich diese Rezension geschrieben habe, fragte ich ihn: „Was soll ich über dieses Buch schreiben?“ Seine Antwort lautete: „Es ist super, lustig und auch sehr spannend.“ Das trifft es eigentlich perfekt.
    Die Geschichte ist so geschrieben, dass sie auch von Kindern im Grundschulalter selbst gelesen werden kann – vorausgesetzt, sie lesen gerne und schon etwas geübter. Die Comic-Strips, die immer wieder in den Text eingebaut sind, lockern die Geschichte auf und sind wirklich witzig.
    Wir haben direkt mit dem zweiten Teil begonnen und sind schon sehr gespannt: Wie klaut man eigentlich ein Gehirn?

    Katrin Hemmerich
  • Aliya und der Laden der Zweiten Chance – Die Schule der Zeitreisenden -Band 3  

    Aliya und der Laden der Zweiten Chance – Die Schule der Zeitreisenden -Band 3  

    Laila Rifaat

    Bente Schick

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Aliya besucht die Schule der Zeitreisenden und ist die jüngste Schülerin der Akademie. Alle zwei Jahre findet das große Wettrennen der fliegenden Teppiche durch die Zeiten statt – ein Ereignis, auf das sich alle Schülerinnen und Schüler freuen. Doch in diesem Jahr ist etwas anders. 
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    Böse Gerüchte machen die Runde, und die Schlosser der Akademie scheinen ungewöhnlich viele geheime Projekte zu verfolgen. In der Atmosphäre entstehen neue Risse, und etwas Düsteres liegt in der Luft. Kurz vor dem großen Ereignis verschwinden plötzlich alle Schlosser – jene Menschen, die die Portale zwischen den Zeiten bewachen. Aliya bleibt als einzige Schlosserin zurück und muss die Energiequelle der Zeitreisewelt mit ihren Freunden vor dem bösen Magier Dorian Darke schützen.
    Ein wundervoller Abschluss der Reihe! Tatsächlich habe ich die Reihe erst mit diesem dritten Band für mich entdeckt. Dennoch empfiehlt es sich, die Bücher von Anfang an zu lesen, um die Figuren kennenzulernen und die verschiedenen Handlungsstränge vollständig zu verstehen.
    Die Geschichte beginnt eher ruhig, gewinnt jedoch zunehmend an Tempo. Die Spannung steigt stetig an, sodass man das Buch stellenweise kaum aus der Hand legen mag. Die Sprache ist sehr bildhaft und perfekt auf die Zielgruppe abgestimmt. Wer Lust auf ein spannendes Abenteuer voller Magie, Geheimnisse und Rätsel hat, ist mit dieser Reihe genau richtig. Das Buchcover und die Illustrationen sind wunderschön gestaltet.

    Katrin Hemmerich

  • Freiheit für die Waldwiesel

    Freiheit für die Waldwiesel

    Stepha Quitterer

    Barbara Jung

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Das Wiesel Piet muss in die große Stadt! Er ist der Einzige, der einer großen Aktion entkommen ist, bei der alle Wiesel des Waldes – seine Mutter und Schwester Cilli eingeschlossen – gefangen wurden. Für Piet ist klar, dass er alle aus der „Wiesel-Fabrik“ in der Stadt retten muss. Aber wie kommt er in die Stadt? Und wie kann er die Wiesel befreien?

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    Im Laufe seiner Mission begegnet Piet Tieren, die ihm helfen, wie den Siebenschläfer Hugo oder die Kanalratten. Gleichzeitig lernt er, dass nicht nur die Menschen eine Gefahr für Tiere sein können. Da ist der Marder Toni, der rücksichtslos Tiere ausbeutet, oder die speziell gezüchteten Riesenhunde, die die Fabrik bewachen.

    Stepha Quitterer hat mit viel Fantasie und Sprachwitz eine Tierwelt geschaffen, die ein Spiegelbild der Menschenwelt ist. Manches ist witzig, wie etwa „Junge Dachsfamilie, 5 Kinder, reinlich, gebildet, solides Einkommen, sucht dringend Wohnung im Kiez. Ab 20 Wohnkammern, mindestens 10 Eingänge“, oder der Glaube der Ratten, dass die Menschen ihnen in den Tagen vor Silvester „per Klospülung extra Bratenreste und Unmengen Klöße, Kartoffelbrei und Rotkohl schenken“. Vieles lässt einen aber auch schlucken wie z.B. die Vorurteile, die die Tiere untereinander hegen.

    So hat Piet einen „Krähen-Bruder“, der als Küken von Piet und seiner Mutter vor dem Verdursten gerettet wurde. Offiziell aber können Wiesel und Krähen nicht befreundet sein, denn „Krähen sind voller Läuse“, „nehmen es mit der Pünktlichkeit nicht so genau“ und „klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist“.

    Besonders bedrückend ist auch der Moment in dem Piet klar wird, dass alle anderen Waldtiere von der „Entwieselung des Waldes“ wussten, aber keiner den Wieseln half, um sich nicht selbst zu gefährden. So machen sich die Eichhörnchen zu Gehilfen dieser Aktion. Und in der „Fabrik“ sind Wiesel als Aufseher eingesetzt, die keine Gnade mit ihren Artgenossen kennen.

    Dieses Buch gibt viel Stoff zum Nachdenken und miteinander reden. Nicht zuletzt über die Haltung des Siebenschläfers Hugo, der überzeugt ist, für Piet verantwortlich zu sein, weil er sich entschieden hat, ihm das Leben zu retten: „Ich muss zu dieser Entscheidung stehen. Dafür sorgen, dass es eine gute Entscheidung war.“

    Eine tolle Abenteuergeschichte, die ganz nebenbei viele wichtige Werte vermittelt – mit schönen Illustrationen. Sehr lesenswert!

    Beate Böhm

  • Kuki und das Flüstern der Muscheln  

    Kuki und das Flüstern der Muscheln  

    Efua Traoré

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Kuki lebt in Nigeria, sie heißt eigentlich Kokumo, ein Name, den ihr ihr Vater gegeben hat. Diesen Vater hat sie nicht kennengelernt und ihre Mutter und sie leben inzwischen bei Dr. D.
    und ihre Mutter ist wieder schwanger. Dr. D.s Schwester, die Kuki Tante nenn,t warnt Kuki immer wieder vor Geistern, den Aniku, die gerade für Kinder besonders gefährlich sind.
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    Da Kuki in der neuen Schule von einer Mitschülerinn böse gemobbt wird und ihre Eltern arbeiten, fühlt sich Kuki einsam. Sie wünscht sich eine Freundin, geht aber alleine los und findet ein altes verfallenes, ehemals hochherrschaftliches Haus. Hier trifft sie auf Enilo, ein eigenartiges Mädchen, von der sich Kuki eine Freundschaft erhofft. 
    Die Autorin kennt die Geistergeschichten von den Aniku aus Afrika und fügt diese Legenden und Märchen in ihre Geschichte ein. Obwohl diese in der Gegenwart spielt, kommt mir dieser Geisterglaube sehr alt vor und das ist er sicher auch. Kuki betont auch immer wieder, dass sie nicht daran glaubt. „Jeder Mensch trägt zumindest einen Hauch von Güte in sich, und deswegen gibt es immer die Chance, dass das Gute sich durchsetzt.“ Das ist ein wundervoller und hoffnungsvoller Satz, den Enilo sagt und sie erklärt Kuki, weshalb sie sie für etwas ganz Besonderes hält. Mir gefiel es sehr gut, auf diese Weise etwas über den afrikanischen Geisterglauben zu erfahren und mit seiner spannenden Handlung war die Geschichte sehr lesenswert. Aber es ging auch um Mobbing, um Freundschaft und Familie und ein Mädchen, das sich trotz ihrer Ängste immer besser behaupten konnte. Eine hervorragende Mischung.

    Dagmar Mägdefrau
  • So geht´s! – Geld für Kids erklärt    

    So geht´s! – Geld für Kids erklärt    

    Christine Paxmann

    Patrick Oelze

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Dieses Din A4- große Sachbuch erklärt sehr altersgemäß den Umgang mit Geld. Wie schon in anderen Büchern der Reihe „So geht´s“ begleiten wir die Familie Strudel, die am Anfang vorgestellt wird. 
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    Flecken auf der Couch, dass mag Mama Laura nicht und deshalb verlangt sie Geld von dem Verursacher. Jana findet es ungerecht, dass sie von ihrem Taschengeld einen Schaden bezahlen soll. So beginnt das Buch mit einem kleinen Erlebnis, das dazu führt, dass von Krösus die Rede ist, von Tauschgeschäften und Geldverleih in Tempeln. Alles ist in kleinen, farblich unterschiedlich unterlegten kurzen Texten aufgeteilt. Dazu gibt es noch die Definition von Geld. Ein paar Illustrationen lockert den Stoff zusätzlich auf. 
    So sind auch die restlichen 70 Seiten aufgebaut. Immer gibt es ein Ereignis von dem berichtet wird und daraus entstehen die Informationen zum entsprechenden Thema. Da geht es um Bar- und Kartenzahlung, um Konten und Sparen, um Einkünfte, um Steuern und Abgaben. Zur Überprüfung der Ausgaben wird ein Haushaltsbuch bei Familie Strudel geführt und überlegt, was mit dem frei gewordenen Zimmer der Tochter geschehen soll. Die Großeltern klagen über eine Mieterhöhung und schon sind wir beim Thema Rente. Aber es werden auch Themen wie Elterngeld, Grundsicherung und die soziale Ungerechtigkeit angesprochen. Kann man spielend Geld verdienen? Kriminalität, das Internet mit seinen Lieferdiensten und Spenden werden ebenfalls angesprochen. Zum Ende gibt es noch „Fun Facts zum Geld“ und ein Quiz.
    Eine kompaktes Werk mit sehr vielen Informationen, aber durch die Textbausteine kann man einfach mal reinschauen und das lesen, was im Moment interessiert. Ich finde es wichtig, dass Kindern der Umgang mit Geld nähergebracht wird. Leider wird in vielen Familie zu wenig davon gesprochen und die Kinder lernen nicht, wie sie später verantwortlich mit ihrem Einkommen umgehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die drei!!! – Geburtstagsparty in Gefahr

    Die drei!!! – Geburtstagsparty in Gefahr

    Ann- Katrin Heger

    Kosmos

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Vor mir liegt die limitierte Jubiläumsaufgabe von „Die drei !!!“, Gold ist nicht nur auf dem Cover zu sehen, auch der Buchschnitt ist Gold eingefärbt. 
    Kim, Franzi und Marie sind trotz aller Unterschiede allerbeste Freundinnen und sie haben als Detektivinnen schon einige Fälle gelöst, auf die im Buch häufig Bezug genommen wird.
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    Kim wird 14 und weil die beiden anderen ihre Geburtstage nicht gefeiert haben, planen sie eine gemeinsame Geburtstagsparty. Marie, die in einer großen Villa wohnt, bietet diese als Location an. Allerdings übernimmt sie mit ihrer Euphorie schnell die Führung und entscheidet, ohne die anderen zu fragen, was zu einem heftigen Streit führt. Werden sich die drei wieder vertragen und ihre Party gemeinsam feiern? Aber die drei wären keine Detektivinnen, wenn sie nicht auch einen Fall lösen müssten. Wer möchte dem Caterer Michele schaden und stellt verdorbene Lebensmittel in seine Küche?
    Die drei Mädchen sind so unterschiedlich, dass ich mir eine Freundschaft kaum vorstellen kann, aber zum Glück schaffen sie es, miteinander zu sprechen. Jede hat für sich ein eigenes Problem, das unterschiedlich stark die Geschichte beeinflusst. Der „Fall“ taucht immer wieder auf und eine aufmerksame Leserin wird schon früh einen Verdacht haben. Die „Beziehungen“ der Mädchen sind eher Nebensache.
    Das Buch lebt mehr vom Verhalten und Streiten der Mädchen als von der Spannung einer Ermittlung. Aber es geht ja auch in erster Linie um die Geburtstagsparty.

    Dagmar Mägdefrau


  • Gespensterzentrale – Das Rätsel der Zeitreise – Band 1

    Gespensterzentrale – Das Rätsel der Zeitreise – Band 1

    Wiebke Nieland

    Anne-Dore Krohn

    Barbara Jung

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das Buch erzählt die spannende Geschichte von Yunis, der mit seinen Eltern nach Berlin in eine große und wunderschöne Altbauwohnung zieht. Obwohl das neue Zuhause beeindruckend ist, fällt ihm der Umzug schwer, denn er vermisst seine Freunde, die nun viele hundert Kilometer entfernt wohnen. 
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    Doch schon bald wird sein Alltag von geheimnisvollen Ereignissen durcheinandergebracht: In der Wohnung spukt es! Dort begegnet er dem Geist Lotte, die ihn um Hilfe bittet. Gemeinsam begeben sie sich auf eine außergewöhnliche Reise in die Vergangenheit – in das Jahr 1897 –, um das Rätsel um Lottes Tod zu lösen.
    Die Geschichte ist sehr schön und spannend erzählt. Besonders die bildhafte Sprache macht es leicht, sich die alte Wohnung und das gesamte Haus lebhaft vorzustellen. Auch die liebevoll gestalteten Illustrationen tragen dazu bei, dass man noch tiefer in die Handlung eintauchen kann.
    Neben der spannenden Geistergeschichte erfährt man auch viel über das Leben im vergangenen Jahrhundert und darüber, wie Familien und ihre Angestellten damals gelebt haben.
    Insgesamt ist es ein wunderbares Buch, besonders für fortgeschrittene Leseanfänger, die sich an längere Geschichten heranwagen möchten. Die Geschichte endet so, dass man sich auf eine Fortsetzung freuen kann.

    Katrin Hemmerich
  • Sepia und der Fluch des Tintendrachen – Band 3

    Sepia und der Fluch des Tintendrachen – Band 3

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein dichter, dunkler Nebel legt sich über die Stadt Flohall. Er scheint alles aufzufressen und verhindert, dass selbst Kerzen oder Feuer richtig brennen können. Sepia, Niki und Sanzio begeben sich in dieses Abenteuer und versuchen, den alles verschlingenden Nebel zu bekämpfen. 
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    Der letzte Teil der Trilogie ist ein würdiger Abschluss. Ich habe mich lange darauf gefreut, diesen Teil endlich lesen zu können. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn sich die Geschichte zwischendurch etwas zieht, ist sie wundervoll und sehr fantasievoll und zieht einen weiter in die Welt von Flo und Flohall hinein. Seit ich als Jugendliche/junge Erwachsene die Harry-Potter-Bände gelesen habe, habe ich keine Geschichte mehr so verschlungen wie diese. 
    Theresa Bell hat eine Welt geschaffen, in die man durch ihren bildhaften Schreibstil abtauchen kann. Das ist eine Reihe, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

    Katrin Hemmerich

  • Sepia und die Verschwörung von Flohall – Band 2

    Sepia und die Verschwörung von Flohall – Band 2

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Die Geschichte von Sepia, Niki und Sanzio wird im zweiten Band auf wunderbare Weise weitererzählt und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an. Sanzio und Sepia stehen vor ihrer ersten Lehrlingsprüfung, was bereits für viel Spannung sorgt. Im Theaterstück wird dann die Geschichte von Flohall aufgerollt, und nach der Aufführung bricht im Theater ein Feuer aus. 
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    Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und endet in einem Cliffhanger, der die Spannung auf den dritten Band noch einmal deutlich steigert.
    Besonders begeistert hat mich, dass Theresa Bell den Zauber und die Faszination des ersten Bandes auch in der Fortsetzung beibehalten konnte. Die bildhafte und detailreiche Sprache zieht einen sofort wieder in diese magische Welt hinein, sodass man sich alles lebhaft vorstellen kann. Genau das macht das Lesen so besonders und sorgt dafür, dass man vollkommen in die Geschichte eintaucht.
    Auch die Handlung ist sehr stimmig aufgebaut. Alles entwickelt sich logisch weiter, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Insgesamt ist diese Fortsetzung meiner Meinung nach mehr als gelungen. Sie schafft es, die Geschichte spannend weiterzuführen und gleichzeitig die Vorfreude auf den dritten Teil der Trilogie noch weiter zu steigern. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie es mit Sepia, Niki und Sanzio weitergehen wird.

    Katrin Hemmerich

  • Sepia und das Erwachen der Tintenmagie – Band 1

    Sepia und das Erwachen der Tintenmagie – Band 1

    Theresa Bell

    Eva Schöffmann-Davidov

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Sepia erzählt die Geschichte eines zwölfjährigen Waisenmädchens, das von Silbersilbe in die geheimnisvolle Stadt Flohall geholt wird, um dort die Kunst des Buchdrucks zu erlernen. Schon bei ihrer Ankunft spürt Sepia, dass Bücher in dieser Stadt eine ganz besondere Bedeutung haben. 
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    Schnell lernt sie Niki und Sanzio kennen, und zwischen den drei Kindern entsteht eine tiefe, ehrliche Freundschaft. Doch während sich mysteriöse Ereignisse in Flohall häufen, deutet alles auf die Rückkehr des großen Alchimisten hin. Gemeinsam stellen sich die Kinder der Gefahr und versuchen, ihre Stadt zu retten.
    Ich habe dieses Buch nach einer langen Leseflaute eher zufällig entdeckt – und war sofort begeistert. Bereits ab der ersten Seite wird man mitten in die Geschichte hineingezogen. Die bildhafte Sprache lässt die magische Welt von Flohall lebendig werden, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Besonders berührend ist die Entwicklung der Freundschaft zwischen Sepia, Niki und Sanzio, die genauso viel Raum einnimmt wie die spannend erzählte Handlung.
    Dieses Buch ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern auch voller Magie, Spannung und Herz. Man taucht vollkommen in die Geschichte ein – und ist am Ende ein wenig traurig, wenn sie vorbei ist. Eine klare Leseempfehlung für alle, die fantasievolle und liebevoll erzählte Geschichten mögen.

    Katrin Hemmerich



  • Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Sabine Lemire

    Rasmus Bregnhøi

    Aus dem Dänischen von Franziska Gehm

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Comicartig wird der Sommer von Mira erzählt, sie berichtet uns ganz genau, was geschah. Aber vielleicht erzählt sie das auch nur ihrem Tagebuch?
    Noch vor den Ferien erfährt Mira zufällig, dass ihre beste Freundin Liva, mit der sie auch auf dem Cover zu sehen ist und die gleich nebenan auf dem Hausboot wohnt, gemobbt wird.
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    Da Liva auf eine andere Schule geht, kann Mira ihr dort nicht beistehen und ihre Mutter bemüht sich, dass Liva in Miras Klasse kommt, was ihr im nächsten Schuljahr auch gelingt. Zu Anfang des Buches werden einige Protagonisten vorgestellt und so erfahren wir, dass Miras Eltern getrennt sind und ihr Vater eine neue Frau hat. Deshalb hat Mira zwei Halbgeschwister. Mit dieser Familie reist sie in der zweiten Ferienhälfte nach Salinen. Aber zunächst geht es mit Mama und ihrem sehr sympathischen Freund in dessen Ferienhaus. Hier darf Mira sogar eine Übernachtungsparty feiern. 
    Mira hat schon ein ungewöhnliches Leben, sie lebt auf einen Hausboot und hat zwei nette Elternteile und viele Freund*innen. Besonders gut versteht sie sich mit Liva, die sie nach Kräften unterstützt. Insofern ist Mira eine tolle Freundin. Viele Themen werden in diesem Buch angeschnitten, so gibt es eine Geisterbeschwörung, die nur dem Gruseln dient. Mira findet, dass die Menschen am Strand sich nicht nackt zeigen sollten. Ein wichtiges Thema ist natürlich, dass ihre Freundin wegen ihrer Hautfarbe und ihres Aussehens gemobbt wird. Hier ist die Lösung ein Schulwechsel mit der Bemerkung, dass die Lehrer in der alten Schule das nicht so ernst nahmen. Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen      

    Der Sommer, als wir die Weltherrschaft übernahmen      

    Rieke Patwardhan

    Regina Kehn

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die Kinder zusammen mit einem Esel und einem Plakat zum Autoverbot.
    Denn genau darum geht es in diesem Buch: Auf der kleinen Insel Wegeland sollen die Touristen und die Einheimischen zukünftig auf Autos verzichten.
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    Als Alternative hat sich die neu gewählte Bürgermeisterin überlegt, Eselkutschen anzuschaffen.
    Die sehr unterschiedlichen Zwillinge Fili und Karo fahren zusammen mit ihrem kleinen vorlauten Bruder Jeps mit der Fähre nach Wegeland, um dort ihre Ferien zu verbringen. Ihre Patentante Flora ist die neue Bürgermeisterin und sie hat Pläne, mit denen einige andere Bewohner, insbesondere ihr Nachbar Böcki, nicht einverstanden sind. Flora hat gleich drei Esel gekauft, die Kutschen ziehen sollen. Leider benehmen sich die Tiere sehr störrisch und die Kinder haben eine Menge Probleme mit ihnen. Als dann Flora für einige Zeit ins Krankenhaus aufs Festland muss, werden die Kinder immer wieder angefeindet und die Inselbewohner spalten sich in zwei Lager. Zum Glück können die drei Geschwister mit Hilfe der Inselkinder einiges bewegen.
    Fili erzählt uns die Erlebnisse diese Sommers mit viel Humor, aber der Kampf der Kinder für eine bessere Umwelt wird auch sehr dramatisch geschildert. Böcki handelt am Ende sogar so, dass es zu einem Unglück hätte kommen können. Zudem erfahren wir einiges über Esel und dass man sie nur mit viel Geduld dazu bekommt zu gehorchen.
    Sympathische und sehr engagierte Kinder, eine tolle Landschaft und politische Verwicklungen, die gut verständlich sind, machen das Buch zu einer sehr interessanten Lektüre. Die im Buch verstreuten Zeichnungen gefallen mir ebenfalls sehr gut und lockern die Geschichte zusätzlich auf.

    Dagmar Mägdefrau