Er spürt, dass ihm Mo, das einzige Mädchen, immer besser gefällt und auch das verunsichert ihn sehr. Am Nahmittag treffen sich die Vier an der Bushaltestelle, um dann gemeinsam zum Jugendtreff zu gehen. Hier wird geboxt und Jarik ist nicht ganz untalentiert. Falk, einer der großen Vorbilder, spricht ihn an und bietet ihm ein Training an. So entfernt sich Jarik immer mehr von seinen alten Freunden und er freut sich auf das Zeltlager, zu dem er in den nächsten Ferien darf. Die Warnungen, dass es bei den Organisatoren des Lagers um Nazis handelt, kann er nicht glauben. So gerät Jarik immer mehr in die Ideologie von nordischen Göttern und Männern, die Stärke zeigen. Sein Umgang mit seiner Mutter und seinem Bruder verändern sich und zu den Treffen mit den alten Freunden geht er nicht mehr.
Falk sucht sich nicht Jarik aus, weil er so gut boxen kann, er hat erkannt, dass der Jugendliche emotional verloren ist. Der Vater, der ihn nicht bei sich haben möchte, die unzufriedene Mutter und die unklaren Gefühle gegenüber Mo, machen ihn zum einfachen Opfer. Er genießt die Aufmerksamkeit, die Kameradschaft, das abendliche Lagerfeuer und die Reden dort gefallen ihm zum Teil. Da wird nicht gegendert, da wird Feminismus verhöhnt.
Das Buch liest sich leicht und die Gefühle von Jarik sind so gut beschrieben, dass ich sie förmlich selbst gespürt habe. Ja und das Thema, es ist wichtiger den je darüber mehr zu erfahren.
Dagmar Mägdefrau