• Jojo, elf und ein Viertel   

    Jojo, elf und ein Viertel   

    Iva Procházková

    Aus dem Tschechischen von Ferdinand Hauser

    ueberreuter

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Mit seinem Hoodie und der Kapuze auf dem Kopf, die Hände in den Taschen vergraben sehen wir Jojo auf dem Cover. Dieser Junge, dessen Alter der Titel uns verrät, erzählt von seinem Alltag und den Veränderungen, die die Pubertät mit sich bringt. Weil sie zu viel gestört haben, wurden Jojo und Oskar, sein Freund sein Kindergartentagen, auseinandergesetzt und jetzt sitzt Agatha neben ihm. Er findet sie ist ein KI- Superhirn, weil sie eine Menge weiß und deshalb mag er sie nicht besonders.
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    Als er dann auf seinem Tische eine zwölfbeinige Spinnen entdeckt und sie unerlaubterweise mit seinem Handy fotografieren will, schreit Agatha, weil sei eine Spinnenphobie hat und fällt in Ohnmacht. Das bringt die Lehrerin, deren Spitzname Köpfchen ist, auf die Idee, dass die Kinder etwas über ihre Probleme schreiben sollen. Doch dadurch hat Jojo erst ein Problem, denn er ist der Meinung, dass er keine Probleme habe. Oskar ist da zwar anderer Meinung, er findet, dass Jojo beim Erzählen immer zu sehr auf andere Themen kommt. Auch Jojos Vater kann ihm keinen guten Rat geben.

    So berichtet Jojo von der Schule, vom Basketballspielen, von seinen Eltern und den Großeltern, von der Katze und von seinem ganzen Leben. Auch da kommt er von einem Thema zum nächsten und manchmal hätte ich mit gewünscht er hätte Dinge ausgelassen, um schneller zum Ziel zu kommen. Denn zu Ende des Buches erlebt Jojo völlig neue Gefühle und er mag plötzlich ein Mädchen, was er die ganze Zeit verabscheut hat.

    Jojo kann sehr genau beschreiben, was in ihm vorgeht und er berichtet durchaus mit Humor von allem. Das Buch hat über 300 Seiten und ich muss leider sagen, dass ich es manchmal etwas langweilig fand, obwohl Jojo gerne böse Worte benutzt, die er dann mit *** versieht. Zudem ist die Übersetzung aus dem Tschechischen keine ins Hochdeutsche, es gibt viele Begriffe, die in Österreich verwendet werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lottie Brooks: Total chaotische Weihnachten – Band 5

    Lottie Brooks: Total chaotische Weihnachten – Band 5

    Katie Kirby

    Aus dem Englischen von Katharina Diehl

    Atrium

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Chaotisch ist das wichtigste Wort auf dem rosa Cover! Wenn ihr ganz genau hinschaut, dann sehr ihr ganz unten Lottie mit ihrer Truthahnmütze, die sie beim Wichteln in der Schule bekommt. Das Buch beginnt am 30. November und endet in der Neujahrsnacht. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wieviel Chaos in dieser Zeit möglich ist.

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    Da gibt es Lotties Ex-Freund Daniel, den Franzosen Antoine, der Lottie, warum auch immer, ma petite Mülleimer nennt und ihre Hamster, die in ihrem Zimmer leben. Dann ist da noch Lotties Familie, ihre von den Weihnachtsvorbereitungen zu Recht völlig überforderte Mutter, ihr besonnener Vater, Bruder Toby, der gerne Streiche macht, und die Baby-Schwester Bella, die als erstes Wort „Kacka“ sagt. Später reisen auch noch andere Familienmitglieder an, die zur Vergrößerung des Chaos beitragen.

    In den täglichen Berichten wird die Situation immer schlimmer und dank Lotties „Kopf-in-den-Sand-stecken“- Theorie ist der 1. Weihnachtstag an Chaos kaum zu überbieten.

    Dieses Tagebuch der vorweihnachtlichen Geschehnisse liest sich mit viel Witz, wenn mir auch manchmal der Humor etwas zu ekelhaft ist. Auch die Häufung der chaotischen Situationen, die teilweise voraussehbar sind, haben mich oft überfordert. Die Illustrationen bestehen aus Strichfiguren, die aber meist sehr aussagekräftig sind. Der Buchschnitt wirkt dagegen wie ein ganz normales Weihnachtsbuch. Echte Lottie-Fans werden jubeln!

    Dagmar Mägdefrau

  • Biografie einer Fliege  

    Biografie einer Fliege  

    Jaap Robben

    Paul Faassen

    Aus dem Niederländischen von Birgit Erdmann

    Mixtvision

    Ohne Altersangabe

    Ein kleines leinengebundenes Büchlein mit goldenen Buchstaben und einem kleinen Bild von einer Fliege, die sich mit zwei Beinen am Kopf kratzt, erzählt von dem 23tägigen Leben einer männlichen Fliege. Zwischen zwei Laternen fliegt ein Vogel, von dem wir später erfahren, dass es sich um einen Bussard handelt. Aber zunächst geht es zu dem Hundehaufen, auf dem das Ei gelegt wurde.

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    Von den Eltern erfahren wir, dass der Vater durch eine zusammengerollte Zeitung starb. Die Mutter wird unser Fliege zwar treffen, aber nicht erkennen. Am dritten Tag fliegt die fertige Fliege aus der Larve und im Buch sehen wir ein zweiseitiges Portrait des Tieres. Am fünften Tag stürzt sich die Fliege ins Bussardauge und damit beginnt so etwas wie eine Freundschaft, denn die beiden tauschen sich über die Dinge des Lebens aus.

    Die Farben, in denen das Buch gedruckt wurde, beschränken sich auf blau und schwarz und damit wird die Erzählung aufs Deutlichste ergänzt.

    Ich empfinde das Buch als kleines Meisterwerk. Es hat Tiefe und Humor, schöne Illustrationen und es zeigt, dass eine lebenslange Freundschaft auch nur 23 Tage andauern kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Julia Regett

    Calme Mara

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    An einem Tannenzweig hängend winkt uns Siggi, der Silberfisch, vom Cover aus zu. Zunächst sehen wir einen Grundriss der Wohnung in der Siggi lebt. Weihnachten ist der totale Horror für Silberfische und anderem Ungeziefer, das in unseren Wohnungen unterwegs ist. Aber diesmal nehmen wir die Sichtweise des Silberfisches ein und da gibt es viele schreckliche Vergleiche, wie Weihnachten sich für diese Tiere anfühlt.

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    „Lebenslanges Spielplatzverbot“ oder „Monster unter dem Bett“ sind da nur zwei Bespiele. Denn zu so einem Festtag muss alles sauber werden und schon taucht das Riesenmonster, der Staubsauger, auf. Neben Siggi sorgen sich auch der Weberknecht Ruprecht und Carmen-Berta, die Maus. Siggi schnappt sich sein Megafon und warnt alle, aber wohin sollen sie sich retten? Einige Verstecke werden getestet und für nicht geeignet befunden, bis endlich der Weihnachtsbaum zum Retter wird.

    Manchmal in der Nacht sehe ich in meinem Bad einen Silberfisch weghuschen. Da diese Tiere mich nicht wirklich stören, habe ich bisher auch nichts gegen sie unternommen. So leben wir in friedlicher Koexistenz. In diesem Bilderbuch wird aber sehr heftig die Panik der Tiere geschildert, die unserem besonders ordentlichen Hausputz zu Weihnachten zum Opfer fallen. Auf den Illustrationen wird nicht nur ihre Panik, sondern auch das ganz drum und dran genau geschildert. Besonders gut hat mir der Zusammenhalt der unterschiedlichsten Ungeziefer gefallen. Ein witziger Perspektivwechsel, aber ich befürchte so problemlos wie mit einem Silberfisch kann ich nicht mit allen vorkommenden Tieren leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die uncoolsten Superhelden der Welt

    Die uncoolsten Superhelden der Welt

    Christina Wolff

    Paula Jerez

    WooW Books

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Ich bin ja nicht so eine Superhelden-Kennerin. Aber dieses Buch habe ich trotzdem genossen. Paul bezeichnet sich selbst als Nerd und gleich auf den ersten Seite wird der Begriff erklärt. Dann startet das Buch an seinem 11. Geburtstag und zusammen mit seiner Freundin Maria macht er sich auf in den Schrebergarten zu Oma Klewer. 
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    Die Oma kann nicht nur Kuchen mit Smarties backen, sie hat auch ein geheimes Labor im Keller, das die Kinder entdecken, als die Oma plötzlich verschwunden ist. Hier machen sie allerdings eine Entdeckung, die ihre Körper völlig verändert. Obwohl Paul der große Spiderman-Fan und Kenner ist, kann Charlotte Spinnweben schießen. Pauls Veränderung erinnert da eher an Batman. Zusammen mit Thabo, der sowas wie ein wandelndes Lexikon ist, bestehen die vier Kinder ein spannendes Abenteuer, in dem es nur so vor Superhelden und Bösewichten wimmelt.

    Ich bin völlig fasziniert, wie die Autorin es schafft so viele Superhelden in dieses Buch zu bringen. Sie muss sehr natürlich sehr genau in der Materie auskennen, denn die Kinder, die dieses Buch lesen, werden genau wissen, wie das mit den Superhelden so läuft. Spannung und Humor, das ist die Mischung, die ich liebe und hier passt alles supergut. Kleine Illustrationen und Geräusche, wie KAWUMM!!! lockern die Seiten zusätzlich auf, so macht das Lesen richtig Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Furzipups – Oh, du furzige Weihnachtszeit! – Band 5  

    Furzipups – Oh, du furzige Weihnachtszeit! – Band 5  

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Als Buch gibt es diesen Titel schon seit einiger Zeit, jetzt gibt es auch ein Pappbilderbuch und hier ist der Auslöser für die weihnachtlichen Pups-Lieder nicht als Extraknopf im Cover sondern direkt im Buch integriert. „Furzipups dachte grad eben: Morgen Drachen wird´s was geben!“ so beginnt der gereimte Text sehr weihnachtlich. Gemeinsam wartet die ganze Drachenschar auf den Weihnachtsdrachen.

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    Das Drachental ist weihnachtlich geschmückt, selbst der Vulkan trägt deine Weihnachtsmütze. Da fällt auf einmal etwas vom Himmel und aus diesem Paket entschlüpft Pipi Popo Penguin. Ein kleiner Pinguin mit einem rosa Fotoapparat. Es knips alle Tier mit Blitzlicht und deshalb sind Furzipups, Rüdiger und Hicksi Huhn erstmal für kurze Zeit blind. Dann ist Penguin verschwunden und die Suche nach ihm geht los.

    „Bimmel, bammel, Glockenklang, Kekse, Kerzen und Gesang. Kein Furz, kein Hicks, keine Rülpser, denn: Im Drachental ist Weihnachten!“ So endet das Buch mit einem Reim, den wir auch schon einigen Male hören konnten.

    Wieder sind die witzigen Bilder schön anzuschauen und auch der gereimte Text ist weihnachtlich ruhig und nicht so krawallig laut. Die Geräusche spielen sowas wie ein Weihnachtslied und damit feiern wir gemeinsam mit Furzipups und seinen Freunden ein schönes Weihnachtsfest.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wölkchen ist weg!

    Wölkchen ist weg!

    Daniela Kulot

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Als ich das Cover sah, bekam ich Sternchen in meinen Augen und wollte sofort ans Meer fahren. Leuchtturm, Segelboot, ein reetgedecktes Haus und eine Herde Schafe, am Himmel eine Schar Möwen, genau so muss es aussehen. Wir hören von den Schafen, wie sie über die Möwen denken und auf der nächsten Seite erfahren wir die Gedanken, die sich Möwen über Schafe machen. Leider sprechen beide nicht gut übereinander.

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    Nur das kleine Schaf Wölkchen und die jungen Möwe Mio interessieren diese Gespräche nicht. Doch dann taucht Björn Schaf auf und er fragt nach Wölkchen und so macht sich die ganze Herde auf, um wohl organisiert nach dem Schäfchen zu suchen. Doch Wölkchen hat es sich in einem Strandkorb gemütlich gemacht und es freut sich, dass Mio sich dazusetzt. Die beiden sind nicht der Meinung der alten Tieren, sie sind neugierig auf die anderen und bewundern sie sogar. Zusammen machen sich die beiden auf den Heimweg, immer den kleinen Schafskötteln nach.

    Vorurteile überwinden und Freundschaft zu schließen, ist ein wichtiges Thema in diesem wundervollen Bilderbuch. Am Ende, wenn die Sonne ins glitzernde Meer taucht, sind alle Tiere näher zusammengerückt. Die Illustrationen zeigen genau die Küstenlandschaft, die gerade wir Ruhries lieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schascha und der Buchspazierer  

    Schascha und der Buchspazierer  

    Carsten Henn

    Annelie Schulze

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    Schascha ist neun Jahre alt und liebt Bücher über alles. Sie lebt in einem Haus am großen Marktplatz. Dort begegnet sie dem Buchhändler Carl Kollhoff, der die bestellten Bücher zu den Menschen nach Hause bringt. Jeden Tag zur selben Zeit spaziert er durch die Stadt und besucht immer dieselben Personen. Schascha spricht ihn eines Tages an und möchte unbedingt mit ihm gemeinsam seine Runde gehen.
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    Langsam, aber sicher entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen den beiden. Gemeinsam bringen sie den Menschen die Geschichten, die zu ihnen passen, und schenken ihnen damit Mut und Hoffnung. Doch dann entdeckt Schaschas Vater, was seine Tochter jeden Nachmittag unternimmt. Schon bald muss sie zeigen, wie viel Mut und Herz in ihr stecken.

    Ich kenne bereits das Buch für Erwachsene und natürlich auch den Film, der vor zwei Jahren erschienen ist. Zu Beginn konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich diese Geschichte so gut als Kinderbuch adaptieren lässt. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

    Ich war sehr erfreut, dass es Carsten Henn gelungen ist, diese Geschichte so schön und kindgerecht zu erzählen. Denn die Geschichte über Ängste, Probleme, Gefühle und den Mut, der aus Freundschaft entstehen kann, zeigt auch Kindern, dass sie mit vielen Dingen nicht alleine sein müssen.

    Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen und lässt sich ab neun Jahren auch von geübten Lesern gut selbstständig lesen. Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Bücher, Mut und die Kraft, füreinander da zu sein.

    Katrin Hemmerich

  • Der Kürbisdieb   

    Der Kürbisdieb   

    Alica Hemming

    Nicola Slater

    Aus dem Englischen von Jennifer Buchholz

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Vogel hat ein Gemüsebeet angelegt und Eichhörnchen hat sie Samen mit eingepflanzt. Nun wartet es ungeduldig, dass etwas wächst, aber erst Monate später entdeckt er fünf Kürbisse, die alle anders aussehen. Er selbst beansprucht den großen orangen für sich. Ein richtige Hilfe ist Eichhörnchen leider nicht, immer will er etwas machen, aber noch bevor er starten kann, sind es nur noch vier Kürbisse.
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    Als nach und nach alle bis auf seinen Kürbis verschwinden, ist Eichhörnchen klar, dass es einen Dieb geben muss. Aber nicht nur die Früchte, auch sein Freund der Vogel ist verschwunden. Als Eichhörnchen verschiedene Spuren findet zeichnet er ein Phantombild, das einem Vogel ähnelt. Als Vogel wieder auftaucht, bietet Eichhörnchen dem „Entführer“ alle Kürbisse an, wenn sein Freund freikommt.  

    Kurze Texte und einfache bunte Bilder erzählen die Geschichte einer Freundschaft, denn Vogel hat alle Kürbisse an die anderen Tiere verschenkt und natürlich bekommt Eichhörnchen ebenfalls seinen orangenen, dicken Kürbis.

    Auf den letzten beiden Seiten erfahren wir noch eine Menge über Kürbisse und so werden sicher einige Kinder Kürbissamen aussähen und im Herbst Kürbisse schnitzen.

    Ein fröhliches Bilderbuch mit einigen guten Informationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jetzt aber wirklich Tschüss!

    Jetzt aber wirklich Tschüss!

    Klara Persson

    Charlotte Ramel

    Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nico und Sally, die wir auf dem Cover sehen, haben den zusammen bei Sally gespielt und nun meint Sallys Mama, es werde Zeit für Nico nach Hause zu gehen. Also verabschieden sich die beiden, doch kurz darauf schellt es wieder und Nico steht vor der Tür. Leider hat er vergessen, was er vergessen hat, und so geht er wieder. 
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    Als er dann noch einmal schellt, wundert sich die Mama, er wollte doch nach Hause gehen. Er war auch zu Hause, doch dort hat er nur sein Kegelspiel geholt, so kegeln die beiden Kinder erst einmal. Beim nächsten Klingeln hat Nico Hunger und er bleibt zum Pfannkuchen essen.

    Diese Situation kennen die Kinder, sie können sich einfach nicht trennen, auch wenn die Mutter argumentiert, dass sie sich sonst nicht morgen wieder treffen können. Es ist einfach herzerfrischend, dass die beiden sich zum Schluss umarmen und das Buch dann doch noch zu Ende geht.

    Die Illustrationen sind nicht so ganz nach meinem Geschmack, sie haben etwas von Comiczeichnungen und irgendwie passen sie dann doch zu der witzigen Geschichte.

    Und witzig ist dieses ständige Klingen und die Frage, wer das wohl sein könne. Meine Enkelkinder haben sich immer wieder sehr beim Vorlesen amüsiert und ich habe es im Urlaub sehr, sehr oft vorgelesen.

    Ein echter Renner in unserer Vorlesekiste!!!

    Dagmar Mägdefrau

  • Jani und die Sache mit der Mutmaschine

    Jani und die Sache mit der Mutmaschine

    Iris Tritsch

    Anna Lisicki-Hehn

    neunkirchener

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Jani, den wir auf dem Cover sehen, schaut über seine selbstgebastelte Mutmaschine. Wieso er sie braucht, darum geht es in diesem Buch. Es beginnt mit der Frage „Wer hat eigentlich gesagt, dass Superhelden keine Angst haben dürfen?“ Dann sehen wir Jani als Astronaut durchs Weltall fliegen, aber leider stimmt das so nicht, denn Jani ist ängstlich und er traut sich kaum am Eiswagen ein Eis zu bestellen.

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    Er ist dann so aufgeregt, dass ihm seine Lieblingssorte nicht einfällt und er Minze-Schoko essen muss. Sein aller größtes Problem ist der Übernachtungstermin mit Ava und Nori im Zelt im Garten. Jani schafft es nicht sich jemand anderen als seinem Kaninchen Klothilde anzuvertrauen. Deshalb baut er eine Mutmaschine aus Dingen, die er bei seinen Großeltern findet. Die versteckt er im Zelt und hofft, dass er damit seine Angst vertreiben kann.

    Doch dann kommt alles ganz anders und am Ende stellt sich heraus, dass auch seine Freunde Ängste haben. Deshalb wird am Ende im Wohnzimmer gezeltet. Was mir als Lösung sehr gut gefällt.

    Im hinteren Teil des Buches gibt es noch viele Informationen für Erwachsene über das Thema „Angst“. Ich finde es immer sehr beruhigend, wenn sich herausstellt, dass andere auch nicht mutiger sind und der Gedanke, dass es Superhelden nicht anders geht, hat auch etwas Schönes. Angst gehört dazu und rettet uns häufig vor verrückten und gefährlichen Dingen. Die farbenfrohen Illustrationen, besonders das Bild, wo die Drei ausgelassen tanzen, ergänzen die Geschichte sehr gut. Das Buch eignet sich sicher auch zum Schulstart, denn trotz aller Freude darüber, haben die Erstklässler sicher auch ein Grummeln im Bauch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hallo Erdling

    Hallo Erdling

    Fedja Burmeister

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Zuerst einmal: Du lebst auf der Erde.“ Mit dieser Information beginnt das Buch und wir werden noch einem ganze Menge lernen über diese Erde. Zunächst geht es darum, dass sie keine Scheibe, sondern eine Kugel ist und dass es auf ihr viel Wasser gibt. Dann geht es um die Zeit und wie sei durch die Bewegung unserer Erde festgelegt wird. Es folgen die Jahreszeiten und dann geht es weiter mit den Kontinenten.
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    Nach den Tiere und den Pflanzen folgt der Mensch. „Denn Menschen mögen andere Menschen. So entstehen Freundschaften und Freundschaften machen die Welt zu einem besseren Ort.“ Lautet ein wundervoller Satz am Ende des Buches.

    Die Illustrationen sind einfach gehalten, sie bilden aber sehr genau die Informationen ab. So sind auf der Seite, wo es um die Zeit geht viele Uhren zu sehen, aber auch eine Hand, die ein kleine Erdkugel zwischen Daumen und Zeigefinder hält. Wissbegierige Kita-Kinder werden viel lernen beim Vorlesen und Anschauen dieses Buches. Ich weiß, dass mein ältester Enkel es mit 3 Jahren geliebt hätte.

    Dagmar Mägdefrau

  • I-Ah hat Geburtstag

    I-Ah hat Geburtstag

    A.A. Milne

    E.H. Shepard

    Übersetzt von Harry Rowohlt

    Atrium

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Das kleine hellblaue Büchlein enthält einen Auszug der Originalgeschichte von Winnie-der-Pu. Es geht darum, dass der Esel I-Ah Geburtstag hat und „der alte graue Esel am Bach stand und sich im Wasser betrachtet.“ Was er sieht, bezeichnet er als „ein Bild des Jammers“ und deshalb versucht er sein Glück auf der anderen Bachseite mit demselben Ergebnis. 
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    Als Pu ihn fröhlich begrüßt, lässt I-Ah seinen Frust an ihm aus. Auch das Lied, das Pu im vorsingt, kann die Laune des Esels nicht verbessern. Denn er erwartet einen Geburtstagskuchen und Geschenke. Pu vergewissert sich noch einmal, ob der Esel wirklich Geburtstag habe und gratuliert ihm dann. Danach macht er sich auf den Weg um „irgendein Geschenk“ zu suchen.

    Die Geschichten aus dem Hundertsechzig-Morgen-Wald haben ja immer etwas Philosophisches und deshalb finde ich sie für Vorschulkinder etwas schwer zu verstehen. Es gibt zwar einige Bilder in den Buch, aber Kita-Kinder benötigen schon noch einige Informationen. So taucht zu Ende der Geschichte Christopher Robin auf, für den die Geschichten geschrieben wurden, aber für Neulinge ist nicht ganz klar, wer er ist.

    Ein wundervolles Buch für Erwachsene, die noch einmal in den Hundertsechzig-Morgen-Wald abtauchen wollen und natürlich zur Ergänzung der vielen Bilderbücher, die nicht die Originalgeschichte, die so schön von Harry Rowohlt übersetzt wurde, abdrucken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du nervst schimpf die Maus  

    Du nervst schimpf die Maus  

    Marcus Pfister

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Maus mit dem Elefanten schimpfen, denn er kann ihr nichts recht machen. Wenn wir das Buch aufschlagen, sehen wir in die Augen des Elefanten, denn über die Doppelseite ist sein Kopf abgebildet. Seine Augen wirken etwas müde, aber er hat die Ruhe weg. Das muss er auch haben, denn schon auf der ersten Seite schimpft die Maus „Du nervst!“ Zunächst ist der Elefant im Weg, doch er hat schnell eine tolle Lösung parat, denn die Maus kann zwischen seinen Beine durchlaufen.

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    Dann hockt er im Weg und die Maus hat keinen Weitblick. Da nimmt er sie auf seinen Rüssel und schon kann die Maus alles sehen.

    Die Bilder sind so zauberhaft gezeichnet, besonders der Elefant ist echt ein Kunstwerk. Beide Tiere tragen Boxershorts mit weißen Punkten, was ich sehr witzig finde. Die Wiederholung des Titels macht einfach Spaß und die Gelassenheit des Elefanten, nachahmenswert! Zum Glück nimmt die Maus ihn am Ende nochmal ganz lieb in den Arm.

    Ich denke, dass das ein echtes Vorlesebuch sein wird, die Kinder kennen dieses Nerven und sie freuen sich, wenn es eine positive Lösung gibt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Front    

    Front    

    Rüdiger Bertram

    Heribert Schulmeyer

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Cover zeigt zwei flüchtende Jungen, die ein Hund begleitet, im Hintergrund die Ruine eines Hauses. Es zeigt uns passend zum Titel „Front“ ein Kriegsgebiet. Adam und Zero, die beiden Jungen gehen hier in Deutschland auf eine Schule und es gibt immer wieder Kämpfe zwischen ihnen, denn sie kommen aus Ländern, die miteinander im Krieg liegen. Die Länder werden in dem Buch nie erwähnt, aber ich denke, alle haben, wie ich, Russland und die Ukraine vor Augen.

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    Adam lebt mit seiner Familie sehr beengt in einem Hochhaus, seine große Schwester Yella kämpft an der Front und Adam macht sich Sorgen um sie. Auch Zero wohnt in diesem Haus, allerdings hat er nur einen Bruder, der ebenfalls an der Front als Panzerfahrer kämpft. Zero macht sich große Sorgen, weil sein Bruder sich schon seit einiger Zeit nicht mehr bei ihm gemeldet hat. So beschließen die beiden unabhängig voneinander ins Kriegsgebiet zu reisen. Sie entscheiden sich beide für einen Hilfstransporter, den ein Mann zu den Menschen im Kriegsgebiet fahren soll. Der Wagen ist schon gestartet, als die Jungen sich sehen und so bleibt ihnen nichts anderes übrig als einen Waffenstillstand zu schließen, damit sie ihr Ziel erreichen.

    Der Text ist in sehr kurzen Sätzen geschrieben, dazu gibt es noch elf einseitige Comics, die die Handlung fortführen. Die Angst und die Enttäuschung der Jungen, wenn sie sich der Front immer mehr nähern, konnte ich beim Lesen sehr gut nachfühlen. Sie müssen erkennen, dass der Krieg keine Helden macht, dass alles mit vielen Opfern auf allen Seiten verbunden ist. Irgendwann schließt sich den Jungen ein Hund an, der auf einem Minenfeld stirbt. Diese Szene gefällt mir deshalb so gut, weil sie zeigt, dass der Krieg auch Tote fordert, aber hier stirbt zumindest kein Mensch und um den Hund können sie beide trauern, er gehörte zu keiner Partei.

    Aber ich will auch nicht zu viel verraten, denn das Buch sollte jeder Jugendliche lesen, denn er zeigt die Schrecken des Krieges und gleichzeitig, wie wichtig Freundschaft ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Willkommen bei der Gurkentruppe – Band 3

    Willkommen bei der Gurkentruppe – Band 3

    Leslie Niemöller

    Liliane Oser

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Gurkentruppe mit dem Schwein Hans, als Hausbesitzer, dem nicht mehr so schüchternen Bär Ben, dem traurigen Zebra Tayo, dem ordentlichen Hasen Toto und dem zappeligen Biber Nick, haben sich sehr gut eingelebt und kommen prima miteinander aus, weil sie die Schwächen der anderen kennen und sich damit arrangieren. 
    Doch dann taucht eines Tages ein Reh auf und es möchte auch einziehen.
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    Es handelt sich um ein Mädchen mit lackierte Hufen und sie will besonders nett sein und mischt sich in die gewohnten Abläufe ein. Sie versucht Tayo aus dem Bett zu locken und nervt ihn mit ihren Versuchen ihn aufzumuntern. So wird selbst das ruhige Zebra wütend und laut. Als Rosa schon ihren Koffer packt, um wieder zu gehen, kommt es zu einer Aussprache. Rosa versucht ihren Platz in der Truppe zu finden. Dann schlägt sie allerdings vor Urlaub zu machen und so fahren alle an den nahe gelegenen See. 
    Es berührt mich immer wieder, wie liebevoll hier die kleinen Macken der einzelnen Tiere beschrieben werden. Jeder ist anders und eigenartig und alle sind auf ihre Art liebenswert. Hans sagt „Es ist egal, ob man anders oder gleich ist.“ Und löst damit eine Diskussion aus. Das Thema „Mädchen“ und ob es lächerlich ist, wenn Tayo sich auch die Hufe lackiert, ist ebenfalls sehr einfühlsam beschrieben.
    Die bunten Illustrationen der Tiere, die genau ihre Gefühle darstellen, machen das Buch zu einem sehr gut lesbaren Erstlesebuch.
    So sind es am Ende sechs Tiere, die zusammenwohnen und ich hoffe, wir werden noch mehr von ihnen hören.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jessie und Julie

    Jessie und Julie

    Melina Lebel

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Jessie, das Mädchen mit den roten Locken und der Brille mit den großen runden Gläsern und der struppige Hund Julie mögen sich, dass können wir ganz klar auf dem Cover sehen. 
    Auf der ersten Doppelseite ist dann auch zu lesen, dass die beiden „beste Freunde“ sind.
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    Und die nächste Seite gefällt mir einfach so gut, denn Jessie liest dem völlig entspannt auf dem Rücken liegenden Hund vor. Manchmal toben sie draußen zusammen, manchmal schaut Julie brav zu wie Jessie malt. Sie haben Spaß zusammen und trösten sich. 
    Die beiden sind immer zusammen und ergänzen sich wunderbar. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche, auf Jessie und Julie. Dabei kann ich die Gefühle förmlich „sehen“, denn die Illustrationen sind voller Zuneigung, die sehr gut zu spüren ist. Der Text erklärt mit wenigen Worten das Geschehen. Ein Bilderbuch, das die Kinder begeistern wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Gundi Herget

    Barbara Korthues

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die kleine Naschhexe saust mit ihrer Haarbürste über das Cover während Elfie und die M&Ms zu Fuß hinterherlaufen. 
    Elfie und ihre Mama haben von Christel und Hans die Leckerei übergeben bekommen, denn die beiden wollen endlich große Reisen machen. Zu Beginn das Buches ziehen Mutter und Tochter ein und freuen sich auf ihre neues Leben.
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    Wir lernen zusammen mit Elfie, die meist im Laden steht und dort, weil sie so gut rechnen kann, sehr gut klarkommt, die Kundschaft kennen. Aber es taucht auch ein eigenartiges Paar auf, das nicht kauft und nur schaut. In er Schule gibt es eine schlimme Überraschung, denn eine neue Lehrerin übernimmt die Klasse, Emmelie Über! Leider ist der Name Programm und alle Kinder der Klasse bekommen schlechte Noten und Einträge ins Klassenbuch. Auch die nette Direktorin kann daran nichts ändern. Dann kommt auch noch ein Brief an Hans und Christel an, den Elfie öffnen darf und so erfährt sie, dass der Pachtvertrag schon in eine paar Tagen ausläuft und sie die Leckerei schließen müssen. 
    So Spannung und Unglück ist ja kaum zu ertragen. Ich habe mit Elfie gelitten, die die Problem zunächst vor ihrer Mutter verheimlicht und versucht sie mit Hilfe ihrer beiden Freunde zu lösen. Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass am Ende alles gut wird und natürlich hat Bella Karamella dazu ihren Beitrag geleistet. Wie schön, wenn man eine kleine Freundin mit magischen Fähigkeiten hat, aber noch toller sind die Freunde, die Elfie ohne Magie unterstützen und das sind hier eine ganze Menge.
    Dieser zweite Band ist an Spannung kaum zu überbieten und wie sich am Ende alles klärt, da muss man auch erst draufkommen. Dazu die zauberhaften Illustrationen und die wunderschönen Bonbons spürte ich fast auf der Zunge, so gelungen sind sie.

    Dagmar Mägdefrau