• Willkommen bei der Gurkentruppe – Band 3

    Willkommen bei der Gurkentruppe – Band 3

    Leslie Niemöller

    Liliane Oser

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Gurkentruppe mit dem Schwein Hans, als Hausbesitzer, dem nicht mehr so schüchternen Bär Ben, dem traurigen Zebra Tayo, dem ordentlichen Hasen Toto und dem zappeligen Biber Nick, haben sich sehr gut eingelebt und kommen prima miteinander aus, weil sie die Schwächen der anderen kennen und sich damit arrangieren. 
    Doch dann taucht eines Tages ein Reh auf und es möchte auch einziehen.
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    Es handelt sich um ein Mädchen mit lackierte Hufen und sie will besonders nett sein und mischt sich in die gewohnten Abläufe ein. Sie versucht Tayo aus dem Bett zu locken und nervt ihn mit ihren Versuchen ihn aufzumuntern. So wird selbst das ruhige Zebra wütend und laut. Als Rosa schon ihren Koffer packt, um wieder zu gehen, kommt es zu einer Aussprache. Rosa versucht ihren Platz in der Truppe zu finden. Dann schlägt sie allerdings vor Urlaub zu machen und so fahren alle an den nahe gelegenen See. 
    Es berührt mich immer wieder, wie liebevoll hier die kleinen Macken der einzelnen Tiere beschrieben werden. Jeder ist anders und eigenartig und alle sind auf ihre Art liebenswert. Hans sagt „Es ist egal, ob man anders oder gleich ist.“ Und löst damit eine Diskussion aus. Das Thema „Mädchen“ und ob es lächerlich ist, wenn Tayo sich auch die Hufe lackiert, ist ebenfalls sehr einfühlsam beschrieben.
    Die bunten Illustrationen der Tiere, die genau ihre Gefühle darstellen, machen das Buch zu einem sehr gut lesbaren Erstlesebuch.
    So sind es am Ende sechs Tiere, die zusammenwohnen und ich hoffe, wir werden noch mehr von ihnen hören.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jessie und Julie

    Jessie und Julie

    Melina Lebel

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Jessie, das Mädchen mit den roten Locken und der Brille mit den großen runden Gläsern und der struppige Hund Julie mögen sich, dass können wir ganz klar auf dem Cover sehen. 
    Auf der ersten Doppelseite ist dann auch zu lesen, dass die beiden „beste Freunde“ sind.
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    Und die nächste Seite gefällt mir einfach so gut, denn Jessie liest dem völlig entspannt auf dem Rücken liegenden Hund vor. Manchmal toben sie draußen zusammen, manchmal schaut Julie brav zu wie Jessie malt. Sie haben Spaß zusammen und trösten sich. 
    Die beiden sind immer zusammen und ergänzen sich wunderbar. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche, auf Jessie und Julie. Dabei kann ich die Gefühle förmlich „sehen“, denn die Illustrationen sind voller Zuneigung, die sehr gut zu spüren ist. Der Text erklärt mit wenigen Worten das Geschehen. Ein Bilderbuch, das die Kinder begeistern wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Gundi Herget

    Barbara Korthues

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die kleine Naschhexe saust mit ihrer Haarbürste über das Cover während Elfie und die M&Ms zu Fuß hinterherlaufen. 
    Elfie und ihre Mama haben von Christel und Hans die Leckerei übergeben bekommen, denn die beiden wollen endlich große Reisen machen. Zu Beginn das Buches ziehen Mutter und Tochter ein und freuen sich auf ihre neues Leben.
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    Wir lernen zusammen mit Elfie, die meist im Laden steht und dort, weil sie so gut rechnen kann, sehr gut klarkommt, die Kundschaft kennen. Aber es taucht auch ein eigenartiges Paar auf, das nicht kauft und nur schaut. In er Schule gibt es eine schlimme Überraschung, denn eine neue Lehrerin übernimmt die Klasse, Emmelie Über! Leider ist der Name Programm und alle Kinder der Klasse bekommen schlechte Noten und Einträge ins Klassenbuch. Auch die nette Direktorin kann daran nichts ändern. Dann kommt auch noch ein Brief an Hans und Christel an, den Elfie öffnen darf und so erfährt sie, dass der Pachtvertrag schon in eine paar Tagen ausläuft und sie die Leckerei schließen müssen. 
    So Spannung und Unglück ist ja kaum zu ertragen. Ich habe mit Elfie gelitten, die die Problem zunächst vor ihrer Mutter verheimlicht und versucht sie mit Hilfe ihrer beiden Freunde zu lösen. Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass am Ende alles gut wird und natürlich hat Bella Karamella dazu ihren Beitrag geleistet. Wie schön, wenn man eine kleine Freundin mit magischen Fähigkeiten hat, aber noch toller sind die Freunde, die Elfie ohne Magie unterstützen und das sind hier eine ganze Menge.
    Dieser zweite Band ist an Spannung kaum zu überbieten und wie sich am Ende alles klärt, da muss man auch erst draufkommen. Dazu die zauberhaften Illustrationen und die wunderschönen Bonbons spürte ich fast auf der Zunge, so gelungen sind sie.

    Dagmar Mägdefrau


  • Milla Gorilla

    Milla Gorilla

    Lotte Schweizer

    Anke Verena Klug

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die fröhliche kleine Milla sitzt auf ihrer Schaukel in ihrem wunderschön eingerichteten Zimmer in dem Haus mit den netten Nachbarn.
    Dieses sehr gemütliche Haus und seine Bewohner werden uns zuerst vorgestellt, weiter geht es mit Milla, die ein ganz besonderes Gorilla-Mädchen ist. Ihre ständige Begleitung ist eine Kuschelbanane mit Namen Nani.
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    Das Wort „Gleich“ wird unterschiedlich benutzt und darum geht es in dem Kapitel in dem Benni und seine Mama einziehen. Sehr schön ist die Szene, in der die beiden Kinder Ninas Gelbfieber behandeln. Milla besucht dann Benni und die beiden zaubern im Sandkasten, dabei verzaubern sie den Hausmeister in einen Frosch.
    „Milla hätte man gerne zur Freundin“, dieser Aussage kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Sie ist so ein liebenswertes kleines Mädchen und die Bilder in den sie sich an ihre Mama schmiegt sind herzallerliebst. Sie benimmt sich auch wie ein kleines Kita-Kind, da ist sie auch mal wütend und macht ihren Opa ebenfalls wütend. Ich denke die Kinder werden sich da gleich erkennen und vergessen, dass die Protagonisten alle Tiere sind.
    Die Leseempfehlung von drei Jahren setzt voraus, dass die Kinder schon etwas Vorleseerfahrung haben, aber sie werden die Geschichte lieben, denn sie berichtet von ihrem Alltag und dazu gibt es ganz liebevoll gezeichnet Illustrationen. Ein wundervolles Buch, das ich gerne empfehle.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ada jagt ein Phantom

    Ada jagt ein Phantom

    Bernadette Konzett

    Horst Krieg

    Bibliothek der Provinz

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Ada ist zusammen mit ihrer Mutter zu einem Seminar auf einem Schloss gefahren und hat ihren Freund Zabiullah mitgenommen, denn es wird auch ein Workshop für Kinder angeboten. Da soll ein Buch erstellt werden, beginnend mit dem Schöpfen des Papiers bis zum Buch. So lernt Ada die Geschwister Johanna, Leo und Rose kennen. Sie leben zusammen mit ihrer Mutter Barbara in dem Schloss. Als eines Nachts die Bibliothek mit wertvollen Erstausgaben abbrennt, machen sich die Kinder als Detektivklub „Dunkle Augen“ auf die Suche nach dem Verursachen.
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    Schnell haben sie einen Verdacht, dem sie nachgehen. Doch dann bekommt Barbara einen anonymen Brief, der sie beschuldigt nicht genügend auf ihre Kinder zu achten. Da diese Drohung Barbara sehr verunsichert, werden die Ermittlungen der Kinder immer dringender.
    Neben den cleveren Ideen, die Ada immer wieder hat und für die Zabiullah sie sehr bewundert, muss Ada mit ihrer Eifersucht kämpfen, denn Zabiullah verbringt immer mehr Zeit mit dem im Rollstuhl sitzenden Leo. Mir gefiel es sehr gut, diese Gefühle, gegen die Ada ankämpft, aus ihrer Sicht genauestens beschrieben zu bekommen. Auch ihre Sicht auf ihren und den Vater der Schlosskinderfand ich sehr interessant.
    Die Spannung ging trotz der vielen Windungen nicht verloren und am Ende hat mich dann die Lösung doch etwas überrascht.
    Am Rande war auch die Hautfarbe Zabiullahs und die Behinderung von Leo ein Thema.
    Ich habe das Buch sehr gut lesen können und die kleinen feinen Zeichnungen haben noch zusätzlich zum Verständnis beigetragen. Ich bin sehr gespannt, was Ada noch für Abenteuer zu bestehen hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Räuber Haumichblau

    Räuber Haumichblau

    Stefan Schwinn

    Daniela Heirich

    BVK

    Verlagsempfehlung ab 2. Klasse

    Neben dem Räuber Haumichblau stellen sich noch einige Tiere vor, die wir auf dem Cover zusammen mit Haumichblau auf einem Fahrrad sehen. 
    Haumichblau träumt davon ein echter Räuber zu werden und weil er es so allein langweilig findet, macht er sich auf und pocht an die Tür von Familie Hase und sagt seinen Spruch auf: „Ich bin der Räuber Haumichblau und raube dich jetzt aus. Drum rat ich dir, wie lieber schlau, rück seine Schätze raus!“
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    Leider wird er nicht sehr ernst genommen und Schätze hat die Hasenfamilie auch nicht. Nur einen alten löchrigen Hut, den der Räuber Haumichblau gerne als Räuberhut annimmt. Doch die kleine Häsin Lia schließt sich dem Räuber an, denn sie will etwas erleben. So kommen beide zusammen zum Fuchs Finley, doch auch diesmal führt der Reim nicht zum Erfolg.
    Am Ende gibt es um den Räuber Haumichblau eine Gruppe Tiere, die mit ihm zusammen durch den Wald ziehen. Doch statt zu rauben schützen sie die Schafe vor den Wildschweinen und erleben auf diese Weise doch noch eine spannendes Abenteuer.
    Freundschaft und gegenseitige Unterstützung sind so viel wichtiger als der Ruhm als gefürchteter Räuber. So wird aus Haumichblau ein guter hilfebereiter Freund, der bereit ist sich für andere in Gefahr zu begeben.
    Das Buch mit den schwarz-weiß Zeichnungen liest sich sehr gut, knifflige Räuberwörter sind hinten im Buch zum Üben aufgelistet und dann kann man den Text auch als Hörbuch herunterladen. Ein spannendes Erstleserbuch!

    Dagmar Mägdefrau
  • Manno Monster, Karacho & ich – Band 2     

    Manno Monster, Karacho & ich – Band 2     

    Katja Reider

    Daniela Kohl

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ich war schon sehr gespannt auf diesen zweiten Band, denn die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Monster versprach noch eine Menge Spannung. Diesmal ist auch noch der Streberbruder Karacho angekündigt. Hoffentlich macht er Jussi keine Angst, denn er ist ja ein „Angsthase und Weichei 1. Klasse“. 
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    Das Buch beginnt wieder in der Nacht, dann sind die Seiten dunkel, in Jussis Zimmer und da taucht Karacho auf und bittet um Jussis Hilfe, denn Manno soll auf ein Internat, wenn er seine Einstellung, niemandem mehr Angst zu machen, nicht ändert. Alles ist schon in trocknen Tüchern und Manno hat nichts Besseres zu tun als Silas die Angst vor der Dunkelheit zu nehmen. Als wenn das eine Aufgabe für ein richtiges Monster wäre? So macht sich Jussi, der ein wenig eifersüchtig ist, dass Mann jetzt bei Silas ist, auf, um Silas zu suchen. Er findet ihn im Sportverein, er spielt dort Fußball.
    Jussi muss schon eine Menge Überlegungen anstellen, um Silas zu treffen. Aber da kannst du wieder erkennen, wie clever unser Held ist und er möchte Manno so gerne helfen. Es gibt eine Menge Notizmöglichkeiten in diesem Buch, Jussi bittet die Leserinnen und Leser immer wieder sehr Gedanken zu machen und ihm Tipps zu geben. Zum Ende des Buches wird es dann noch einmal so richtig spannend und zum Schluss nehmen Manno und Jussi auf der Bettkannte sitzend Abschied, aber sicher nicht für immer, denn sie sind ja inzwischen Freunde.
    Ein Buch über Monster? Eher über Freundschaft, Geschwister, die man trösten und verstehen kann, einen Jungen, der nur auf seinen Vorteil aus ist und der dabei andere verletzt. Und über ganz viel Selbstbewusstsein, dass sowohl bei Jussi als auch Manno immer mehr wächst. Ein spannendes Buch, dass mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und zusammengestellt wurde. Ich kenne einige Jungs, die schon auf das Buch warten.

    Dagmar Mägdefrau
  • Vier Viertel und ein Haufen Chaos

    Vier Viertel und ein Haufen Chaos

    Constanze von Kitzing

    Cally Stronk

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sind die vier Kinder, die Freundinnen Alva und Joy und Cousins Enes und Tarik zu sehen. In dem Karton sitzt ein kleiner Hund, den die Kinder Loki taufen.
    Alva wünscht sich sehnlichst einen Hund, doch ihr Vater hat eine Allergie und deshalb kann kein Hund ins Haus kommen.
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    Eine alte Damen rät Alva, dass ein Wunsch, den man sich ganz feste wünscht, in Erfüllung geht. Deshalb wundert sich Alva nicht, als sie einen kleinen Hund im Park findet, den der Besitzer nicht mehr haben möchte. Sie nimmt ihn mit Hilfe ihrer Freunde mit nach Hause und schmuggelt ihn in ihr Zimmer. Doch so ein kleiner Hund mag nicht gerne allein sein und außerdem muss er noch ganz oft Gassi gehen. Da passiert so einiges Unerwartetes. Obwohl ihr kleiner Bruder immer wieder „Wau-Wau“ ruft, schaffen es die Freunde Loki einige Zeit geheim zu halten. 
    Eine nette Truppe sind diese Vier und sie unterstützen sich sehr gut, machen sogar einen Plan, wie und wann sie sich um den Hund kümmern können. Am Ende finden alle Familien, unterstützt durch die Leitung und die Bewohner des Altenheimes, eine praktikable Lösung.
    Viele Kinder wünschen sich ein Tier und ganz besonders einen Hund, sie werden ihre Freude an dieser Geschichte haben. Ich habe ein wenig Sorge, dass sie dann auch erwarten, dass ihre Wünsche auch wahr werden und dann mit der Enttäuschung leben müssen.
    Ein sehr lebendig erzähltes Buch, in Großbuchstaben gedruckt und mit vielen schönen bunten Bilder und einigen kleinen Comics ergänzt. Es lässt sich sehr gut lesen und aufgrund der Spannung muss man einfach schnell weiterlesen. Ich bin sehr gespannt, auf den nächsten Teil und wie es im Viertel, dessen Plan auch im Buch abgebildet ist, weitergeht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mäuschens Äpfel

    Mäuschens Äpfel

    Frances Stickley

    Kristyna Litten

    Aus dem amerikanischen Englisch von Nils Aulike

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Mäusen mit seinem vier Äpfeln sehen wir schon auf dem Cover. Das Buch zeigt uns zunächst einen Lageplan und dann erfahren wir wie Mäuschen die Äpfel gefunden hat. Sie ist so glücklich über dieses feine Essen. Doch da taucht der Bär auf und der will nicht verhandeln, der beansprucht alle Äpfel für sich. 
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    Als er dann die zaghaften Einwände der Maus mit der Drohung auch sie zu verspeisen abtut, überlegt sich die Maus einen hervorragenden Plan, wie sie doch noch an die Äpfel kommen könnte. Zunächst verunsichert sie den Bären mit der Behauptung, es gäbe fünf Äpfel. 
    Solche Geschichten sind einfach wundervoll und es macht so viel Spaß, wenn die kleine Maus dem großen starken Bären einen Bären aufbindet. Die Illustrationen sind gelungen und zeigen uns genau, was geschieht. Der gereimte Text lässt sich sehr gut vorlesen und man spürt dabei ein kleines Augenzwinkern.

    Dagmar Mägdefrau
  • Emmi & Einschwein – Zaubern verboten! – Band 7

    Emmi & Einschwein – Zaubern verboten! – Band 7

    Anna Böhm

    Susanne Göhlich

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Ein Buch voller ungewöhnlicher Fabeltier mit besonderen ungewöhnlichen Eigenschaft. Da hat Anna Böhm schon eine ganze Menge Fantasie. Hier auf dem Cover sehen wir Emmi, die zum 10. Geburtstag, wie alle Kinder in Wichtelhausen, ihr Fabelwesen bekam. Einschwein ist ein niedliches Schweinchen mit einem gedrehten Horn auf dem Kopf und vielen witzigen Ideen im Kopf. 
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    Die beiden freuen sich auf das Große Fabelfest, zu dem alle auf Wichtelhausener auf den Marktplatz kommen. Doch leider stürzen die Drachen ab und auch sonst geht eine Menge schief und leider ist Einschwein wohl nicht ganz schuldlos. Doch dann taucht ein neues kleines Ferkel auf, Pigilino. Kann diese niedliche kleine Wesen wirklich Alles und zu wem gehört es?
    Eine Menge Kapitel, viele wunderschöne Bilder und tolle Fabeltiere, eine logisch aufgebaute Geschichte und viel Spannung machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Besonders die vielfältigen Eigenschaften der Fabeltiere haben es mir angetan, mein Favorit ist die Prankenschwester, eine Tigerin, die als Krankenschwester mit viel Empathie die Patienten versorgt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schule mit Juli – Band 6

    Schule mit Juli – Band 6

    Petra Eimer

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon Anna, Paul und Max zusammen mit ihren Tieren. Zunächst hinten mit der Tafel Juli, das Pferd, das Paul zugelaufen ist. Das kleine schwarze Pony ist Juno, ihr kleiner Sohn, der zu Anna gehört und auf dem Tisch Watson, den Max von seiner Oma bekommen hat, als sie ausgewandert ist. 
    In der Schule gibt es Projekttage unter dem Motto: „Tiere – Was wir von ihnen lernen können“ und zum Start kommt sogar die Bürgermeisterin mit ihrem Therapiehund, der sie bei ihrer Diabetes unterstützt.
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    Die Schüler*innen sollen sich ein Projekt überlegen und es am Ende der Woche präsentieren. Als die Freunde sich zusammentun, erfahren sie davon, dass Max versetzungsgefährdet ist und deshalb muss das Ergebnis besonders gut werden. Zwei andere Freunde wollen sich nicht anschließen, sie hoffen, das KI alles für sie regelt. Schnell ist klar, dass sie eine Art Zirkus einüben wollen und so starten sie bei Herrn Hoppe, dem ehemaligen Besitzer von Juli, ihr Projekt.
    Wie immer lebt das Buch von den zauberhaften und so lebendigen Zeichnungen. Der Text der aufgelockert mit unterschiedlichen Schriftbildern gedruckt ist, liest sich auf diese Weise leicht. Natürlich ist es auch spannend, denn es geht immer wieder etwas schief. Zuerst müssen die Kinder und die Tiere eine Möglichkeit finden sich zu verständigen. Aber alle sind hochmotiviert und so wird es am Ende eine großartige Veranstaltung.
    Bei jedem neuen Band kommt es mir vor, als würde ich alte Freunde wiedertreffen, denn alle sind mir so vertraut. Ich habe aber auch einiges über Therapietiere erfahren und bin überzeugt, dass diese drei cleveren Tiere einen guten Job machen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Jasmin Schaudinn

    Julia Christians

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover ist der neunjährige Hiro zusehen, er fährt die Rikscha, die der junge Drache Fuju gebaut hat. Der Stil der Illustration erinnert an japanische Kunst, die Wellen im Hintergrund sogar an Hokusai. 
    Nach der Vorstellung der Protagonist*innen, steigen wir in die Geschichte ein. Hiros älterer Bruder ist aufgebrochen, um das Glück zu suchen, er fehlt dem Jungen und seiner alten Oma sehr.
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    Im Wald trainiert Hiro japanische Kampfkunst mit seinem unsichtbaren Bruder, als er ein Geräusch hört. Dann taucht ein Drache auf, der ihn bitte mit ihm die Rikscha aus der Höhle zu holen, denn er will damit ins Tal der flüsternden Winde fliegen. Er lädt Hiro ein ihn zu begleiten und dabei nach seinem Bruder zu suchen. Nach einer Bruchlandung in der Wüste geht es in einem Fluss weiter, denn die magische Rikscha kann auch schwimmen. 
    Neben der spannenden Geschichte, in der immer neue spannende Wesen auftauchen, gibt es eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Wir lernen Schlangenzunge mit der Hand darzustellen, finden Dinge auf Bildern und machen mit beim Abenteuertalenttest. Unten auf der Seite ist ein Streifen ähnlich wie beim eBook zu sehen an dem wir unseren Lesefortschritt erkennen.
    Viele Bilder, kleine Comics und die große Spannung, damit lässt sich dieses Buch schnell lesen. Aber vorne im Buch gibt es einen QR-Code mit dem kann man sich das Buch auch vorlesen lassen und dabei den Text mitlesen.
    Für mich ein sehr überzeugendes Erstlesebuch, wenn es mit so viel Maggie und Abenteuer nicht klappt, dann habe ich auch keine Idee mehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Carlo von Catwig – Mopping

    Carlo von Catwig – Mopping

    Cora Gofferijé

    Christina Groth

    fe-Medienverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Carlo kam als Niemandskatze in die Tierpension von Ida und lebt dort nun zusammen mit Fiesemöpp, dem Mops und Amboss, der ängstlichen Dogge. Fiesemöpp nutzt Amboss Ängste aus und versucht den Kater nach wie vor loszuwerden. 
    Es regnet und Ida wartet auf ein Paket, außerdem backt sie massenhaft Leberwurstmuffins und verspricht den Tieren eine Überraschung für den Nachmittag.
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    Als der Paketbote endlich kommt, ergibt sich eine günstige Situation für Fiesemöpp und er beißt den armen Mann, der sowieso schon in Angst wegen des Mops lebt, ins Hinterteil. Deshalb soll sich ein Hundetrainer um den Übertäter kümmern. Der macht zunächst Yoga mit Fiesemöpp, dann bekommt er einen Maulkorb. Als sich herausstellt, dass Fiesemöpps Zwillingsschwester, die inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, als Überraschung anreist, ist Fiesemöpp entsetzt. Denn diese kapriziöse Hundediva moppt noch schlimmer als er und oft ist er das Opfer. Doch als diese Schwester entführt wird, machen sich unsere drei Helden auf, sie zu retten. Mitten in der Nacht geht es auf dem Rasenmäher der Nachbarn nach Pusemuckel. 
    Es gibt eine ganze Menge Abenteuer und Spannung in dieser Geschichte, aber wir sehen auch wie bösartig die beiden Möpse, die anderen und sich gegenseitig mobben. Im Nachwort gibt es deshalb viele Ratschläge wie man sich verhalten sollte, wenn Kinder sich überwinden und uns von ihrem Gemoppt werden erzählen. Manche Situationen mögen uns witzig erscheinen, aber wenn Fiesemöpp mit Amboss Angst spielt, dann ist das eine schlimme Sache. Deshalb freuen sich Amboss und Carlo zunächst, dass Fiesemöpp jetzt von seiner Schwester gemoppt wird und sie finden, jetzt weiß er mal, wie sie sich fühlen. Aber das Gefühl kennt er schon seit seiner Kindheit und er will wohl nicht wieder zum Opfer werden und ist lieber der Täter.
    Das Buch liest sich wie ein Krimi und wir erfahren einiges über Mobbing, lernen die Gefühle der Mobber und Gemobbten kennen und sehen, wie mutig Amoss auf das Wort „Box“ reagiert. Schaut aufs Cover, da seht ihr die drei Hunde beim Yoga und es ist einfach herrlich, wie die Bilder im Buch die Situationen so real und liebevoll darstellen. Ein besonderes Lob an Christina. Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!

    Isabel Abedi

    Ina Hattenhauer

    Arena

    Leseempfehlung ab 8 Jahre


    Nach Öffnen des Buches sehen wir eine arabische Stadt und von dort stammen die Vorfahre von Mucks Maus, aber schon vor vielen Generationen kam ein Mäuserich nach Hamburg und verliebte sich in eine, dort in einem Vorstadtbahnhof lebende Hausmaus. Der einzige Nachfahre ist Mucks und er lebt weiterhin in dem still gelegten Bahnhofsgebäude.
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    Sein Mitbewohner Stanis Laus, der zum Glück kein Blut benötigt, ist uralt und sehr welterfahren und weise. Als eine Familie in den Bahnhof zieht, freundet sich der Mäuserich mit dem Sohn Rajo an und sie verbringen gerne die Sonntagnachmittage gemütlich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem die Schwester einen Kater mit nach Hause bringt. 
    Papa und Baba werden die Väter der Kinder genannt und Baba ist ein Mann mit orientalischen Wurzel, genau wie die Maus und die Autorin. Mir gefällt diese Familienkonstellation sehr gut. Die Schwester, die gerne Mode entwirft und näht wirkt zu Beginn etwas abweisend, wird aber immer sympathischer. Die Geschichte um Stanis, die ich hier nicht verraten möchte, ist einfach faszinierend und sehr gut ausgedacht. So wird selbst eine Laus zum Sympathieträger.
    Natürlich geht es um Eifersucht, was der Untertitel schon ganz klar ausdrückt. Aber am Ende rettet Mucks den Kater und wird zum Helden.
    Die Illustrationen sind, wie schon auf dem Cover zu sehen, genau passend zur Geschichte. Da ist die Angst beim Kater, die Freude der Maus genau zu erkennen und die Familie ist so wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Perfekt!

    Dagmar Mägdefrau
  • King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    Markus Orths

    Sara Garbers

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Vergissmeinnicht so heißt das Land in dem King Karnickel sein Schloss hat. Dort lebt er mit seinem Diener Lothar von Kuschel. Die beiden haben noch nie dieses Schloss verlassen und ihr Tagesablauf verläuft immer gleich. Aber nachdem die beiden alle Spiele gespielt haben, aus dem nie benutzen Thron taucht eine Blume auf. Auf den Blättern ihrer Blüthe stehen Buchstaben und wenn sie sie abwirft, sind wundersame Worte, wie „Flokati Hopso“ zu lesen. 
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    Einer der beiden nennt dann das Wort, was ihm spontan dazu einfällt, wie „Trampolinläufer“ und in den verwandeln sich die Buchstaben. Doch dann entsteht das Wort „Druftenschaf“ und diesmal wird es sehr dramatisch. Denn unsere beiden Helden müssen das Schloss verlassen und nach diesem Schaf suchen. 
    Wir können ihren Weg anhand der Karte vorne im Buch nachvollziehen und schon die dort gennannten Landschaften zeigen, dass ein spannendes Abenteuer ansteht. King Karnickel und sein Diener siezen sich und King Karnickel wünscht auch keinen Körperkontakt, obwohl Lothar von Kuschel, wie schon sein Name sagt, gerne kuscheln möchte. Die Abenteuer, die sie beiden bestehen müssen, sind schon sehr gefährlich und zeugen von der großer Fantasie des Aurors. Das Ende ist dann doch etwas überraschend und es gefällt mir total gut. Die Bilder zeugen ebenfalls von einem großen Fantasiereichtum. Alle ein wenig verrückt, aber liebenswert.

    Dagmar Mägdefrau
  • Sommergeschichten aus dem Glockenhof

    Sommergeschichten aus dem Glockenhof

    Christine Schniedermann

    Frau Annika

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover ist wundervoll gestaltet, es wirkt dreidimensional durch den aufgetragenen Lack. Es gibt uns einen Eindruck von dem schönen alten Haus, seinen Bewohnern und wie liebevoll die Illustrationen gestaltet sind.
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    Zunächst lernen wir die Familie kennen, die uns in allen Geschichten begleitet. Die sechsjährige Mia steht im Mittelpunkt der Familie, neben Mama und Papa gibt es noch den großen Bruder Till und den kleinen vorwitzigen Paul. Nebenan wohnt Mia Freundin Hazel mit ihrer Familie. Eine besonders nette Nachbarin ist Miraim, die einmal sogar für die Kinder eine Schnitzeljagd zusammenstellt. 
    In 20. Geschichten wird vom Sommer erzählt, beginnen mit vielen Kirschen, die verarbeitet werden müssen, von einem Sommerfest, das fast ins Wasser fällt, einem Geburtstag der lila ausgestattet ist, von einer netten alten Dame, die findet, dass man für Einhörner nie zu alt ist. Was ich sehr beruhigend finde. Der Garten wird zu „Gartalien“, es geht mit Opa Knut auf den Bauernhof, mit Mama und Papa zum Schwimmen und in die Stadt und die Kinder übernachten draußen in einem Zelt.
    Die Kinder vom Glockenhof erleben einen wundervollen, erlebnisreichen Sommer mit tollen Eltern und Nachbarn. Sicher ist das ein wenig „Heile Welt“, aber brauchen wir die nicht dringend in diesen Zeiter? Ich weiß, meine Enkel und ich werden das Vorlesen genießen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Matthäus Bär

    Anika Voigt

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Drei Wasserschweine und ein Faultierjunges sehen wir auf dem Cover. Sie sind außerhalb des Tierparks unterwegs und erleben ein spannendes Abenteuer.
    Dies ist der dritte Band der Serie, aber ich hatte keine Verständnisschwierigkeiten, obwohl ich die anderen Bücher nicht kenne. Ich werde sie aber wahrscheinlich noch mal lesen, weil ich die drei Wasserschweine richtig toll finde.
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    Emmy, Raul und Tristan sind sehr unterschiedlich Typen. Emmy ist die Clevere, Raul anpackend und Tristan schläft viel und ist etwas behäbiger. Als die Faultiermama in ihrem Gehege auftaucht, sind die drei zunächst erstaunt, aber dann erfahren sie, dass das junge Faultier vermisst wird. Da es zuletzt in einem inzwischen abgeholzten Baum gesehen wurde, vermutet Emmy, es könne mit dem Baum entsorgt worden sein. So machen sich die drei, die gelernt haben die Tür des Geheges zu öffnen, auf zum Wirtschaftshof, denn dort gelangen die Grünabfälle hin. Dummerweise landen die Wasserschweine in einem Auto und so sehen sie endlich das „Mehr“, das außerhalb ihres Tierparks liegt.
    Es ist zu schön zu lesen, wie die Wasserschweine vieles mit ihrer Nase entdecken und einordnen. Überhaupt schlüpft Matthäus Bär völlig in die Haut der Tiere, der denkt und entscheidet wie sie. Da ist es nur logisch das von Menschenjungen statt Kindern die Rede ist.
    Emmy schafft es immer wieder die Wogen zu glätten, Streit zu schlichten und Zusammenhänge zu erkennen. Gemeinsam mit dem Bieber und zwei Schwänen wird da sogar ein Mann, der keine Rücksicht auf die Natur nimmt, verscheucht.
    Ein tolles Buch, in dem Tiere nicht vermenschlicht werden und doch Dinge können, die sie wohl nicht wirklich beherrschen. Und natürlich wissen wir nicht, ob sie empathisch sind und so sozial empfinden wie die drei sympathischen Wasserschweine. Die farbigen Illustrationen sind realistisch und sehr stimmungsvoll. Alles zusammen ein spannender Lesespaß!

    Dagmar Mägdefrau

  • …und dazwischen Coco

    …und dazwischen Coco

    Armin Kaster

    Felicitas Horstschäfer

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    Bereits das Cover vermittelt, worum es in diesem Buch geht: Man sieht das Mädchen Coco durch eine Hecke laufen. Diese trennt zwei sehr unterschiedliche Gärten: einen wildbewachsenen Garten mit einem Fischteich und einen mit einem kurz geschnittenen, geradezu teppichartigen Rasen ohne Blumen, auf dem die Taucherflossen von Maik, dem Nachbarsjungen, liegen. Und so unterschiedlich wie die Gärten sind auch die Familien von Coco und Maik.

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    Cocos Patchworkfamilie ist fröhlich und bunt, ihr Zuhause warm und etwas chaotisch. Maiks Eltern hingegen haben sich getrennt. Sein Zuhause ist kalt und nach außen wird die Fassade gewahrt. Seit der Trennung bekommt Maik plötzliche Wutanfälle, die er nicht im Griff hat. Maiks ganzes Interesse gilt seinem Aquarium mit den darin lebenden Fischen und er bemüht sich sehr, ihnen in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Was das bedeutet, erfahren wir aus den einseitigen Auszügen aus „Mein erstes Aquarium – Tipps für Anfänger,“ die jedem Kapitel vorangestellt sind.

    Cocos Eltern sind neu in das Nachbarhaus eingezogen und Rita, Maiks Mutter, sieht in Coco eine neue Spielkameradin für Maik – ungeachtet der Tatsache, dass die zwölfjährige Coco ganz andere Interessen hat als der achtjährige Maik. Sie erwartet von Coco, dass sie als Ältere Rücksicht auf Maik nimmt und auch seine Ausbrüche aushält – eine große Verantwortung für ein zwölfjähriges Mädchen. Aber Cocos Freunde sind alle in den Sommerferien verreist und so nimmt sie sich Zeit für Maik, der ihr mit seinem kalten Zuhause leidtut. Maik versucht, Coco für sich zu vereinnahmen, was ihr nicht recht ist. Und dazu kommen noch Maiks plötzliche Wutanfälle, die für sie richtig unheimlich sind.

    Ich bin, was dieses Buch angeht, zwiegespalten. Es hat als Hauptperson Coco, die zwischen den Stühlen steht: zwischen Mitleid mit Maik und Überforderung mit seinem Jähzorn, zwischen dem Aufbruch in die Pubertät und dem „Noch-Kind-sein“. Wichtiger für mich ist aber Maik. Die Trennung seiner Eltern, das hilflose Agieren seiner Mutter und das Desinteresse seines Vaters bewegen mich sehr. Seine Eltern interessieren sich so gar nicht für Maiks Gefühle. Wie verloren muss sich ein Kind fühlen, das eine Art Ersatzfamilie mit Hilfe seiner Aquarienfische aufbaut.

    Spannend fand ich, dass Armin Kaster sich mitten im Buch direkt an die Leser*innen wendet und uns von seiner Sorge um Maik erzählt. Dieser Bruch der Erzählebene ist ungewöhnlich und hat mich nachdenklich gemacht.

    Am Ende verkauft Maiks Vater das Haus. Maik und seine Eltern verschwinden, ohne sich zu verabschieden. An dem Tag, an dem Coco das feststellt, ist das für sie „wie ein Schlag in den Magen“. Sie wünscht sich, Maik zu vergessen, aber kann das nicht wirklich, auch wenn Maik ihr nicht fehlt. „Coco fühlt sich wie im April, wenn manchmal die Sonne scheint und es zugleich regnet.“

    Mich hat dieses Ende unbefriedigt zurückgelassen. Wichtige Informationen darüber, wie es mit den Figuren weitergeht, erfährt man erst in einem kurzen Nachwort. Dort wird unter anderem erzählt, dass Maik später in einer therapeutischen Wohngruppe lebt. Für mich hätten diese Entwicklungen stärker zur eigentlichen Geschichte gehört.

    Kein einfaches Buch: Ich denke, dass viele junge Leser*innen Fragen haben. Gerade deshalb könnte ich mir vorstellen, dass es gut ist, wenn Eltern und Kinder das Buch zusammen lesen und anschließend über Cocos und Maiks Geschichte ins Gespräch kommen.

    Beate Böhm