Bei der Verfolgung entdeckt sie ein verborgenes Portal im „Tunnel of Love“ – und damit beginnt eine Suche nach dem Kristall, die sich über zwei Zeitebenen erstreckt.
Der Einstieg in die Geschichte braucht etwas Zeit. Zunächst wird Livs Alltag auf dem Jahrmarkt ausführlich aus der Ich-Perspektive geschildert, wodurch sich die eigentliche Handlung rund um die Zeitreise erst nach und nach entfaltet. Das erfordert ein wenig Geduld, hilft aber gleichzeitig dabei, in Livs Welt einzutauchen.
Sobald die Zeitreise beginnt, entwickelt sich eine spannende und stimmige Geschichte, die besonders ein jüngeres Publikum ansprechen dürfte. Auch wenn einige Wendungen vorhersehbar bleiben, überzeugt das Buch durch seine fantasievolle Grundidee.
Besonders hervorzuheben ist die Atmosphäre: Die Jahrmärkte in beiden Zeitebenen sind lebendig und detailreich beschrieben, sodass man sich das bunte Treiben sehr gut vorstellen kann. Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte mit kleinen Schwächen am Anfang, die vor allem durch ihr Setting und ihre Idee punktet.
Katrin Hemmerich