• Tschipo

    Tschipo

    Franz Hohler

    Thomas M. Müller

    Atlantis

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Was würde wohl passieren, wenn Dinge, die man träumt, mit in die Gegenwart genommen werden könnten? Tschipo ist so ein Junge. Als er am Morgen wach wird, steht die ganze Wohnung voller Wasser, nur weil er geträumt hat, dass er mit einem Boot unterwegs sei. Aber das Schlimmste kommt ja noch, denn an einem Morgen ist Tschipo plötzlich verschwunden und ein Schlaffachmann vermutet, dass er bei einem anderen Träumer gelandet ist. 
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    Dabei handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug notlanden musste. Auch er träumte so tief, dass auch er seine Träume ins Jetzt mitnahm. Und wirklich, die beiden treffen sich auf einer einsamen Insel und da Tschipo von einem Boot träumt, das dann wirklich im Meer verankert ist, können die beiden die Insel verlassen. Bald landen sie auf einer anderen Insel, auf der alles Schwarz ist, weil es aus Kohle besteht. Nachdem Tschipo geträumt hat, verwandelt sich alles wieder in seine normale Form.

    So erleben die beiden noch viele haarsträubende Abenteuer, dabei entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Träumern. Einen träumenden König gilt es zu wecken und das ist gar nicht so einfach. Am Ende gibt es eine Lösung, wie es den drei Träumern gelingen kann, ihre Träume beim Erwachen abzuschalten, damit sie keine verrückten Dinge anstellen.

    Die einzelnen Episoden strotzen nur so von fantastischen Szenen, da braucht es schon eine Menge Fantasie, so etwas zu erfinden. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine kleine Illustration, wie Tschipo mit seinem Freund Tschako bei den fliegenden und zwitschernden Fischen landet könnt ihr auf dem Cover bewundern.

    Im Text tauchen immer wieder Schweizer Ausdrücke auf, so lernen wir noch ein paar neue Begriffe und wenn wir mal in der Schweiz Urlaub machen, hilft es beim Verstehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wurzelflitzer – Auf Expedition in den Grugapark

    Wurzelflitzer – Auf Expedition in den Grugapark

    Jenny Jung-Giantsios

    Blackcat Verlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Das Cover ist wunderschön gestaltet und zeigt die sechs Pflanzen, die es in den Essener Grugapark zieht. Die Fensterbank WG besteht aus dem Gummibaum Gunnar, der von Mallorca stammt und der fröhliche Ballermannlieder mag. Der Kaktus Kalle ist, wie sein Äußeres, etwas kratzbürstig, aber wir erfahren, dass er einen weichen Kern hat.

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    Sehr selbstbewusst und von sich überzeugt ist die schöne Orchidee Orelia. Aus einem Schulprojekt stammt der Salat Simsalabim, er und das schüchtere Veilchen Valentina mögen sich sehr. Dann ist da noch die fleischfressende Pflanze Mampfred, die in dem ganzen Buch nichts frisst.

    Gunnar weckt in seinen Freunden den Wunsch, sich zu bewegen und so trainieren die Pflanzen, aus dem Topf zu steigen und auf ihren Wurzeln zu laufen. Es gibt zwar immer wieder kleine Meinungsverschiedenheiten, aber am Ende schaffen sie es, in den Garten zu „laufen“. Leider gibt es dort den Angriff einer Schnecke auf Simsalabim, der mit Hilfe der anderen abgewehrt werden kann. Für ihren Ausflug in die Gruga müssen die Pflanzen einen Plan machen, das ist gar nicht so einfach, wie ihr euch vorstellen könnt.

    Fantasie ist in diesem Buch das Wichtigste, die Leserinnen und Leser müssen sich völlig von den Gesetzmäßigkeiten dieser Erde befreien. Da laufen Pflanzen, sie unterhalten sich und wissen so vieles, das ihnen auf ihrer Fensterbank nie begegnet sein konnte. Da wird von zwei Augen, mit denen sie gucken, berichtet und sie unterliegen den lokalen Eigenheiten ihrer Herkunft. Aber das Allerwichtigste ist ihre Freundschaft und ihre gegenseitige Unterstützung. Wenn wir also alle Logik vergessen und dieses Buch als ein fantastisches Abenteuer nehmen, dann macht das Lesen dieser Geschichte Spaß, denn sie ist spannend und mit viel Herzblut geschrieben.

    Die kleinen bunten Bildchen, die die Autorin selbst gezeichnet hat, lockern den Text sehr schön auf.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Glücksauto Sonny und der Funkelstern – Band 4

    Das Glücksauto Sonny und der Funkelstern – Band 4

    Karin Jenta

    Michael Scheeper

    Isenseeverlag Oldenburg

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Tom, der als Adoptivkind bei Anne und Michael lebt. Er schaut mit dem Fernglas in den Himmel, denn vom Funkelstern tauchen immer wieder Rüsseltiere auf.

    Ein Paar dieser ungewöhnlichen Tiere, die aufgrund ihres Rüsseln ein wenig wie sitzende Elefanten aussehen, lebt bei ihnen in der Garage. Als sie dann drei Baby bekommen, machen die, allen voran die quirlige Stups, viel Unsinn. Sie sind clever und denken sich wilde Streiche aus.

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    Michael hat ein ganz besonderes Auto gebaut. Sonny lädt sich mit Sonnenstrahlen auf, die an Michaels Tankstelle getankt werden können. Es gibt noch viele andere Autos und Fahrzeuge, die so betankt werden. Aber Sonny kann noch etwas ganz besonderes, er kann suchen und dabei hat er wohl schon häufiger verlorene Personen wiedergefunden. Außerdem beruhigt die Fahrt mit ihm die Mitfahrer.

    Tom hat sich dafür eingesetzt, kein Plastik zu verwenden und wird dafür in Berlin geehrt. Dies ist eine der kleinen Geschichten, aus denen das Buch besteht. Als sein Freund Jimmy wegzieht, tröstet Tom ihn und verspricht , ihn mit Sonny am neuen Wohnort zu besuchen. Als Stups verschwindet, hilft Sonny bei der Suche nach dem kleinen Rüsseltier. Die Geschichte als Willi, ein Mitschüler von Tom, verschwindet und rauchend in einem Häuschen von Sonny gefunden wird, hat mich dagegen etwas verwundert, zumal er und seine Mutter sehr aggressiv sind. Zum Glück kann Sonny da beruhigend einwirken.

    Die Geschichten sind vielfältig und erzählen von Freundschaft und Familie, vieles ist Alltag, aber sowohl die Rüsseltier als auch der Stern, von dem sie kommen, entspringen der Fantasie. Sonny ist sicher auch ein Wunschauto, das keine fossilen oder anderen Brennstoffe benötigt, der einfach Sonne tankt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin die Mumpelmaus

    Ich bin die Mumpelmaus

    Antje Vogel

    Dorothée Kerstiens

    Wermeling Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover zeigt die zauberhaften Tiere, die die Mumpelmaus im Buch treffen wird. Am Morgen verabschiedet Mama-Maus ihr Kind mit einem dicken Kuss und der Feststellung „Du bist meine Munpelmaus!“ Die kleine Maus neigt dazu, wenn sie von einem Tier berichtet, die Geschichte sehr fantasievoll auszuschmücken.

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    So berichtet sie dem Fisch im Teich von einem Pinguin, der seinen Auszug zum Schwimmen auszieht und stattdessen eine rote Badehose mit weißen Punkten anzieht. Dem Frosch, der auf den Seerosenblättern herumspringt, berichtet sie von einem Weitspringe, der über jeden Fluss springen kann. Die Geschichte beendet die Mumpelmaus mit den Worten „Tusch, Applaus, aus die Maus. Ehrlich wahr. Genau so ist das.“

    Aber gerade das ist zu bezweifeln, denn, so steht es im Anhang, ein Kanguru kann zehn Meter weit springen, aber Flüsse sind oft breiter. Von zehn Tieren, die in Australien wohnen erzählt die Mumpelmaus zum Teil sehr verrückte Geschichten. Ein Tüpfelkuskus, der mit einem Spinnennetz Fische fängt, ist wirklich eine tolle Idee. Oder der Nacktnasenwombatvater, der so stark ist, dass er sogar ein Auto tragen kann.

    Nicht immer sind die Zuhörenden bereit sich die Geschichten der Mumpelmaus anzuhören, aber die kleine Maus bleibt beharrlich und erzählt immer weiter, bis es Abend wird.

    Neben den fanatischen Geschichten mit dem kleinen wahren Kern gibt es zauberhafte Illustrationen. Alle Tiere tragen Kleidung, die liebevoll für sie entworfen wurden.

    Ein Buch zum Träumen und nach dem Erwachen kann man noch etwas über die beschriebenen Tiere lernen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die uncoolsten Superhelden der Welt

    Die uncoolsten Superhelden der Welt

    Christina Wolff

    Paula Jerez

    WooW Books

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Ich bin ja nicht so eine Superhelden-Kennerin. Aber dieses Buch habe ich trotzdem genossen. Paul bezeichnet sich selbst als Nerd und gleich auf den ersten Seite wird der Begriff erklärt. Dann startet das Buch an seinem 11. Geburtstag und zusammen mit seiner Freundin Maria macht er sich auf in den Schrebergarten zu Oma Klewer. 
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    Die Oma kann nicht nur Kuchen mit Smarties backen, sie hat auch ein geheimes Labor im Keller, das die Kinder entdecken, als die Oma plötzlich verschwunden ist. Hier machen sie allerdings eine Entdeckung, die ihre Körper völlig verändert. Obwohl Paul der große Spiderman-Fan und Kenner ist, kann Charlotte Spinnweben schießen. Pauls Veränderung erinnert da eher an Batman. Zusammen mit Thabo, der sowas wie ein wandelndes Lexikon ist, bestehen die vier Kinder ein spannendes Abenteuer, in dem es nur so vor Superhelden und Bösewichten wimmelt.

    Ich bin völlig fasziniert, wie die Autorin es schafft so viele Superhelden in dieses Buch zu bringen. Sie muss sehr natürlich sehr genau in der Materie auskennen, denn die Kinder, die dieses Buch lesen, werden genau wissen, wie das mit den Superhelden so läuft. Spannung und Humor, das ist die Mischung, die ich liebe und hier passt alles supergut. Kleine Illustrationen und Geräusche, wie KAWUMM!!! lockern die Seiten zusätzlich auf, so macht das Lesen richtig Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Iris Genenz

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Das Buch startet direkt mit einem wilden Kampf, obwohl Charly eigentlich nur ein Date mit seiner Freundin Dalia plante. Doch plötzlich zerbricht die Scheibe des Eiscafés in dem die neiden sitzen und „ein Monster in der Größe eines Kleinwagens mit kreisenden Stielaugen und jeder Menge Tentakel“ taucht auf.
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    Bald kommen ein gelber Schulbus und ein neongrüner Monstertruck an und Martin, Charlys bester Freund, die Halbgöttin Epona, Béron, die Monsterjäger Störenfried und Jörd, vier vom Wandlerrudel und Elb Elvyn tauchen auf. All diese Freunde haben unterschiedliches Aussehen und die verschiedensten Fähigkeiten. Viele von ihnen unterstützen Charly bei seinem Abenteuer, das nicht nur spannend, sondern auch sehr gefährlich ist. Denn die Götter haben den Zugang zu ihrer Welt geschlossen, weil eine Sphinx Rache nehmen möchte und dazu benötig sie den Portalwächter Charly.

    Dies ist der fünfte Band der Reihe und ich hatte manchmal Schwierigkeiten alle handelnden Personen unterzubringen, es sind auch zum Teil ganze Banden, die mit oder gegen Charly wirken. Dazu kommen die fantasievoll erdachten Monster, von denen manche im Anhang beschrieben werden. Auch die Illustrationen zeugen von viel Ideenreichtum, denn es sind wirklich unheimliche Wesen entstanden.

    Wer es mag, dass sich die Story immer wieder in eine andere Richtig bewegt und deshalb die Situation immer auswegloser erscheint, der ist hier genau richtig. Dazu gibt es immer wieder spannende Kämpfe und neue Idee, die leider oft wieder in einer Sackgasse enden. Spannung und Fantasie gibt es auf jeden Fall in großen Mengen, aber es zeigt auch, dass Freundschaft und Familie wichtig sind um den Kampf gewinnen zu können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte  

    Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte  

    Rebecca Gugger

    Simon Röthlisberger

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Witzig sieht er aus, der Herr Leopold, mit seinen fliegenden grauen Krüsselhaaren und dem breiten Bart und er kann tatsächlich durch die Luft schweben. Schon als Baby schwebte Leopold über seinem Kinderbett und deshalb wurden ihm kleine Sandsäckchen an die Windel gebunden, er sollte ja nicht wegschweben. Selbstverständlich wurde seine wundersame Eigenschaft wissenschaftlich untersucht, allerdings ohne ein Ergebnis.

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    Natürlich hat es auch seine Vorteile, wenn ein Junge einfach so schweben kann. „Er könnte in den Wolken schwimmen“ gefiel mir besonders gut. Bei einer großen Feier kam der Gedanke auf, dass es gefährlich sie einfach so zu schweben und so wurde Leopold mit vielen Dingen beschwert, damit er am Boden blieb.

    Zum einen zeichnet das Buch die etwas skurrilen Illustrationen aus zum anderen ist es in einer wunderschönen Sprache geschrieben. Der Text ist etwas länger, aber er liest sich ganz leicht, als würde man schweben. Ein besonderes Bilderbuch zart und wortgewaltig.

    Dagmar Mägdefrau

  • Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Thilo

    Daniel Lieske

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre


    Auf dem Cover sehen wir die vier Kinder, die im Buch noch einmal mit all ihren ungewöhnlichen Eigenschaften vorgestellt werden. So hat Belle ein fotografisches Gedächtnis, Connot ist ein talentierter Meisterdieb, Oliver ein Forscher und Erfinder und Oni hat magische Fähigkeiten und sie kann mit Tieren sprechen.
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    Diesmal machen sich die vier mit ihrem Lehrer auf den Weg nach Äthiopien, der Heimat von Oni, hier hin sollen sie eine Figur der Königin von Saba zurückbringen. Sie finden diese Figur in einem Kasten, der nur mit einem Code zu öffnen ist, denn schwarze Magie macht sie zu einer Gefahr. 
    Es gilt viele spannende und gefährliche Abenteuer in der äthiopischen Landschaft zu bestehen und wir müssen zusammen mit den Abenteurern einige Escape-Rätsel lösen, die nicht immer so ganz einfach sind. Allerdings klärt das Folgekapitel sie meist auf. Das Papier, auf das der Text in großen Buchstaben gedruckt ist, ist ganz leicht beige eingefärbt, dadurch wirkt alles ein wenig gealtert.
    Die Spannung reißt im Laufe der Geschichte nicht ab, immer wieder tauchen neue Gefahren auf, die gemeistert werden müssen. Aber es gibt durchaus auch humorvolle Szenen, besonders, wenn die KI sich sehr menschlich verhält. Die Bilder sind passend zum Stil das Buches gezeichnet und oft beinhalten sie die Rätsel, die zu lösen sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Land wo die Eiscreme wächst     

    Das Land wo die Eiscreme wächst     

    Fulvio Testa

    Anthony Burgess

    Deutsch von Ludger Tolsdorf

    Elsinor

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Zwei Jungs stehen in der Eisdiele und zeigen auf ein Bild, das weiße Berge zeigt. So ist es auf dem Cover zu sehen. 
    Das Buch beginnt dann auch gleich mit einem Bergpanorama, diesmal sind die Berge bunt und haben Namen wie Lutschiama oder Vanillegipfel.
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    „Jakob, Tom und ich waren zum Essen ausgegangen“ als am Nachbartisch ein Mann die Frage der Bedienung, ob er Eis wolle mit „Nie wieder will ich Eiscreme auch nur sehen.“ beantwortetet. So erfuhren die drei vom Land, in dem die Eiscreme wächst. Mit dem Zeppelin geht es dort hin, schon von oben sind Rieseneishörnchen zu sehen. Nach dem Aussteigen kosten sie das Eis des Bodens und machen Fotos mit den Rieseneishörnchen. Sie machen sich Gedanken, wer wohl so große Eis essen kann, und sie finden vor einer Höhle leere Waffeln. Da taucht eine Art Bär mit Löffeln auf und sie gehen schnell weiter. 
    Auf jeder zweiten Seite steht ein kurzer Textblock und daneben gibt es sehr fantasievolle Landschaftsbilder. Die Überschriften lauten Mampftag, Eisdielentag oder Gemischtwoch und haben einen witzigen Bezug auf die Wochentage. Auf der letzten Seite taucht wieder die Eisdiele vom Cover auf und dort finden wir die drei als Kinder wieder. So wird alles zu einer kreativen fantastischen Geschichte. Ein wenig unheimlich waren die Eisriesen, die damit drohten, auch die drei Forscher zu essen, allerdings erst später. Das galt dem Enkel zu erklären.
    Ein ungewöhnliches Buch, das betrifft sowohl den Text als auch die Bilder. Mich hat es sehr angesprochen und ich bin gespannt auf die Reaktion der Kinder, wobei ich denke, dass eher Grundschulkinder richtig begeistert sein werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Bo im Klo

    Bo im Klo

    Rüdiger Bertram

    Franziska Höllbacher

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bo zieht sich, um Ruhe vor der Familie zu haben und um seine Comics zu lesen, auf Klo zurück. Nur leider gibt es im Abwasserkanal einen Kraken, der auch gerne Comics liest und so streckt er einen seiner Arme aus, um Bo mitsamt seinem Comic durch das Abwasserrohr nach unten zu ziehen. 
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    So landet Bo stinkend und mit aufgeweichtem Comic bei dem grünen Kraken. Der sich sofort ans Lesen macht. Aber schon hinter der nächste Ecke warten zwei weinende traurige Krokodile auf Bo. Ihr Problem ist es, dass sie zu nett sind. Aber Bo gibt ihnen einen guten Rat. Die Maus oder Ratte fordert ihn auf, die Hände zu heben, denn sie bedroht Bo mit einem Zahnstocher. So möchte sie von ihm einen Comic erbeuten, doch den hat ja der Krake. 
    Da ist Rüdiger Bertam mal wieder eine total witzige und verrückte Geschichte gelungen. Eine zum laut Lachen beim Lesen. Ich horche jetzt immer erst, ob Geräusche aus dem Klo zu hören sind, bevor ich mich setze, denn einen Krakenarm möchte ich nicht am Po spüren. Dieser Erstlesercomic ist leicht zu lesen, denn die Schrift ist groß und die Bilder dazu anzuschauen, ist ebenfalls ein großer Spaß. Ich kann dieses irrwitzige Buch nur empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tante Polly – Ehrlich geflunkert    

    Tante Polly – Ehrlich geflunkert    

    Paul Maar

    Nikolai Renger

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Tante Polly mit ihrem roten Mofa, das wie ein Roller aussieht und hinter ihr sitzt Mirko.
    Die Geschichte beginnt damit, dass Tante Polly, die eigentlich Mirkos Großtante ist, ihm zum Geburtstag eine altes Notizbuch schenkt, zu dem sie eine wilde Geschichte erzählt und das Mirko von hinten und von vorne beschreiben soll.
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    Mirko findet Spaß daran, Geschichten und Comics zu erfinden und dann gibt es auch noch eine Sammlung besonderer Worte. Die Einladung von Tante Polly, Mirko möchte sie doch in ihrem Dorf besuchen, sieht besonders Mirkos Mutter mit viel Skepsis. Doch der Vater kann sie überreden, so bringt die Mutter Mirko zu Tante Polly. Hier sieht er eine Reihe Kinderbücher im Regal stehen, die er ebenfalls gerne liest. 
    Ich kann mir gut vorstellen, dass auch eine ganze Menge Paul Maar in Tante Polly steckt, denn sie erfindet ebenfalls Geschichten, die meist sehr unglaubwürdig klingen und auch Mirko hat oft Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Tante. Aber als eine ihrer schrulligen Figuren dann doch auftaucht, bekommt Mirko Zweifel am Zweifeln. Ein witziges Buch voller wilder Abenteuer, einer doch nicht so durchgeknallten Tante und einer Freundschaft zum Nachbarsmädchen Monika.
    Ich hätte mir mehr und farbige Bilder für das Buch gewünscht. Manchmal geht mir die Fantasie zu weit, so wird ein Seemann ertränkt, aber vielleicht bin ich da nur zu empfindlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Glück ist ein Punkt

    Das Glück ist ein Punkt

    Helga Bansch

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der kleine rothaarige Junge sitzt mit seinem Buch neben dem Eisbär, der ihn neugierig anschaut.
    Der Junge, der gerade in das Haus umgezogen ist, schaut aus dem Fenster auf den Schuppen, er ist überzeugt, dass dort ein Eisbär wohnt. Der Eisbär ist ein Sammler und er zeigt dem Jungen seine Schätze. „Einmal las ich ihm aus einem Buch vor.“
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    Wir sehen auf der Doppelseite viel Dinge, die in dem Buch vorkommen. Der Eisbär zeigt uns ein Buch mit vielen bunten Punkten, das er geschrieben hat. Jeder Punkt bedeutet Glück und schöne Erlebnisse und wenn der Junge auf einen Punkt zeigt, erzählt der Eisbär von dem Erlebnis. So steht der rote Punkt dafür, Kirschen auf einem Baum zu essen. 
    Ein Buch voller Fantasie und wunderschönen Bildern. Ist es nicht herrlich, dass ein Punkt so viel erzählen kann und vielleicht können die Kleinen, denen wir das Buch vorlesen, auch ihre Buntstifte spitzen und „Geschichten schreiben“?

    Dagmar Mägdefrau
  • Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der gestohlene Kristall – Band 1

    Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der gestohlene Kristall – Band 1

    Lena Hach

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Das Buch erzählt die Geschichte von Liv, die zwischen Zuckerwatte, Lichtern und Karussells aufwächst und mit ihrer Familie von Jahrmarkt zu Jahrmarkt durch Deutschland zieht. Eines Tages taucht immer wieder ein geheimnisvoller Junge auf, der scheinbar nicht in ihre Zeit gehört. Als dann auch noch der Kristall vom Karussell ihrer Eltern gestohlen wird, fällt Livs Verdacht schnell auf ihn. 
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    Bei der Verfolgung entdeckt sie ein verborgenes Portal im „Tunnel of Love“ – und damit beginnt eine Suche nach dem Kristall, die sich über zwei Zeitebenen erstreckt.

    Der Einstieg in die Geschichte braucht etwas Zeit. Zunächst wird Livs Alltag auf dem Jahrmarkt ausführlich aus der Ich-Perspektive geschildert, wodurch sich die eigentliche Handlung rund um die Zeitreise erst nach und nach entfaltet. Das erfordert ein wenig Geduld, hilft aber gleichzeitig dabei, in Livs Welt einzutauchen.
    Sobald die Zeitreise beginnt, entwickelt sich eine spannende und stimmige Geschichte, die besonders ein jüngeres Publikum ansprechen dürfte. Auch wenn einige Wendungen vorhersehbar bleiben, überzeugt das Buch durch seine fantasievolle Grundidee.
    Besonders hervorzuheben ist die Atmosphäre: Die Jahrmärkte in beiden Zeitebenen sind lebendig und detailreich beschrieben, sodass man sich das bunte Treiben sehr gut vorstellen kann. Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte mit kleinen Schwächen am Anfang, die vor allem durch ihr Setting und ihre Idee punktet.

    Katrin Hemmerich
  • Ich bin feeertig!

    Ich bin feeertig!

    Arnold Hovart

    Deutsch von Tobias Scheffel

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Diesen Ruf aus dem Bad kennen wir alle, die wir mit Kindern zu tun haben, die endlich alleine aufs Klo gehen. Und so sehen wir den Kleinen mit weit geöffnetem Mund auf dem Klo sitzen, die Rolle rosa Toilettenpapier hängt in der Halterung.
    Das erste Bild ist mit dem Cover identisch und Lewis schreit „Bin feeertig!“, aber es bleibt still.
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    Deshalb macht er sich mit der rosa Rolle auf den Weg ins Zimmer von Gretel. Wir sehen ein Gesicht mit großen Augen unter einer Decke hervorgucken, doch Lewis ist schon in der Küche, aber Großmutter sitzt im Hängeschrank und ist für den Kleinen nicht zusehen. Im Keller nimmt eine Mumie reißaus, auch sie mag den Popo nicht abputzen. Im unheimlichen Keller versteckt sich Batman, auch er will nicht helfen. 
    So fragt Lewis immer wieder, wer ihm den Popo abputzen kann, doch alle verstecken sich und so schläft er am Ende wie Dornröschen ein, um dann wieder auf der Toilette zu sitzen, als seine Mutter hereinkommt.
    Alle Bilder sind mit einem schwarzen Stift teilweise sehr düster gezeichnet, nur Lewis wird zusammen mit dem rosa Klopapier farbig dargestellt. Seine Fantasie malt ihm unheimliche Szenen aus, denn seine Mama ist wohl nicht schnell genug in der Toilette, als sein Schrei durch die Wohnung hallt.
    So wird aus einer alltäglichen Szene eine fantasiereiche und spannende Geschichte, die in ungewöhnlichen Illustrationen dargestellt wird. Mit hat das Lesen und Anschauen viel Freude gemacht.

    Dagmar Mägdefrau