Das Buch ist sehr gut aufgebaut und erklärt zunächst den „Sexualtrieb“ und wie unterschiedlich er sich entwickeln kann. Über den Begriff „Aggression“ geht es zur Gewalt, die sich in diesem Fall auf die Sexualität bezieht. Da geht es um Missbrauch und Vergewaltigung. Zunächst steht der Straftäter oder die Straftäterin im Fokus, hier gibt es neben den Erklärungen auch kleine Fallbeschreibungen.
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Es werden Fantasien beschrieben, die später mit Gewalt umgesetzt werden. Die Gefühle der Täter werden hier beängstigend genau beschrieben.
Dann wird der Fokus auf die Betroffenen gelenkt. Das „Nein-Sagen“, und weshalb es oft nicht klappt oder es nicht beachtet wird. Störungen, die entstehen können, bis hin zum getriggert werden. Ich hatte noch nie von der „anonymen Spurensicherung“ gehört und ich denke, das ist ein sehr wichtiger Rat für Menschen, die missbraucht wurden.
Wie es dann vor Gericht weitergeht und wie die Strafen aussehen können, lesen wir im letzten Teil. Danach geht es um Hilfsmöglichkeiten.
Gerade bei diesem schwierigen Thema ist es wichtig, dass junge Menschen, die merken, dass ihre sexuelle Neigung zu Gewalt führen könnte, Hilfe erfragen können.
Unter der entsprechenden Überschriften gibt es eine Erklärung in blauer Schrift, wichtige Sachinformationen sind in einem pinken Kästchen zu lesen und die Fallgeschichten sind nochmals besonders gekennzeichnet.
Ich habe in der letzten Zeit immer wieder von Jugendlichen gelesen, die angeregt durch das Internet fragwürdige sexuelle Aufklärung erfahren haben, diese, aber auch die, die durch Missbrauch im Elternhaus selbst betroffen sind, finden in diesem Buch viele Tipps. Dabei wird ihr Verhalten nicht abgewertet und deshalb glaube ich, dass einige die angebotenen Hilfen nutzen werden. Auf der anderen Seite geht es um die meist weiblichen Opfer, die hier aufgebaut werden und denen die Scheu vor der Anzeige durch hervorragende sachliche Erklärungen genommen wird.
Dagmar Mägdefrau


