• Alle schlafen. Nur ich nicht.

    Alle schlafen. Nur ich nicht.

    Bruno Zocca

    Aus dem Italienischen von Ulrich Störiko-Blume

    von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Während der Hund alle Viere von sich streckend auf dem Sessel schläft, liegt das Mädchen mit offenen Augen auf der Lehne, sie kann nicht schlafen. Mit großen offenen Augen liegt das Mädchen im Bett und Zimmer sieht so aus, wie ich mir ein Mädchenzimmer vorstelle. Sie geht das Ritual vor dem Zu-Bett-Gehen durch und es scheint nichts zu fehlen.

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    Papa schnarcht laut, den kann sie also nicht fragen. Auch der Hund Milli schläft (siehe Cover) Dann geht das schlaflose Mädchen nach draußen, hier schläft sogar der Mond. Nur ein großer Bär kann wohl auch nicht schlafen. Wird er ihr helfen können?

    Aber ich spoiler mal, am Ende schlafen alle zusammen in Papas Bett. Eine witzige Geschichte mit vielen niedlichen Bildern und kurzen Texten. Eine Gute-Nacht-Geschichte, die sicher nach zwei- bis viermaligem Vorlesen zum Einschlafen führt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der ganz Große

    Der ganz Große

    Dashka Slater

    Myo Yim

    Aus dem Englischen von Katharina Naumann

    von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    In dem hübschen kleinen Fischerdorf träume alle Fischer davon den „ganz Großen“ zu fangen. Auch Marina, die jüngste Dorfbewohnerin und Nana, die Älteste, machen sich zusammen auf und wollen das Tier mit einem Pfirsich anlocken. Sie unterhalten sich über Alltägliches und kommen ohne Fang heim. 
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    „Am nächsten Morgen, als die Morgendämmerung die Tür des Himmels einen Spalt öffnete“ fuhren sie wieder los. Nana singt ein altes Lied, das Marina von ihr lernt. Doch es sind einfach zu viele Schiffe unterwegs und deshalb fahren die beiden hinaus aufs Meer. Nebel zieht auf und dann schwankt das Boot, weil es etwas Riesiges gestupst hat.

    Das Cover zeigt uns die beiden Fischerinnen mit dem Korb voll rosiger Pfirsiche und das Buch ist voller wundervoller Illustrationen angefangen von Szenen aus dem Dorf, bis zu dem riesigen Wal, den die beiden befreien, statt ihn zu fangen.

    Die beiden, die Oma und Enkelin sein könnten, sind ein gutes Team, das am Ende begeistert ihre Geschichte allen erzählt. Der poetische Text ist nicht zu lang und gut verständlich und auf den Bildern gibt es ganz viel zu entdecken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir für ein gutes Klima

    Wir für ein gutes Klima

    Karin Jenta

    Franziska Hölzel

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Wenn wir genau hinschauen, begegnen uns auf dem Cover die Kinder aus den Geschichten, so ist Ava unterwegs mit ihrem Onkel zur Ausstellung „Faszinierende Erde“, hier erfahren die beiden viel über den Klimawandel und dem Klimaschutz. Melina liebt es zu ihren Großeltern in den Garten zu gehen.

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    Hier hilft sie bei der Gartenarbeit und bei der Ernte, so kann sie heute Kirschen mit nach Hause nehmen und sie freut sich, dass sie keine Verpackung haben und auch keinen Transport überstehen mussten.

    Henry ist mit seinen Eltern umgezogen und er ist traurig, weil er in der neuen Schule niemanden kennt. Doch dann kann er mit Merle von gegenüber mit dem Rad zur Schule fahren, das ist viel umweltfreundlicher als mit dem Auto, wie bisher.

    In der letzten Geschichte geht es auf den Flohmarkt, die Familie hat einiges, was sie dort verkaufen möchte, und so finden Spielzeuge und Kleidung neue Besitzer, das ist viel nachhaltiger als ein Neukauf.

    Diese dünne Broschüre bietet sehr schöne Beispiele wie wir alle, auch Kinder etwas für unserer Umwelt tun können. Die Beispiels sind schön ausgewählt und gut erklärt, die bunten Bilder vervollständigen den Text bestens.

    Da passt der Untertitel „Mit kleinen Schritten großes bewirken“ hervorragend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Niemals wegschauen

    Niemals wegschauen

    Lukas Ruegenberg

    Krystiane Vajda

    Butzon Bercker

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Geiger Karl Josef, der es geschafft hat durch sein Geigenspiel das Lager Auschwitz-Birkenau zu überleben. Markus Reinhardt erzählt uns von seiner Familie, die seit 600 Jahren in Deutschland wohnt und die mit ihren sogenannten „Zigeunerwagen“ über Land fuhren. Seine Familie lebte in Köln, denn der Opa arbeitete dort im Straßenbau. Doch am 16.5.1940 wurde er mit seiner Frau und den zwölf Kindern auf den Schwarz-Weiß-Platz gebracht.

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    Von hier ging es bald zusammen mit anderen Sinti und Roma gen Osten. Als sie an der Endstationen ankommen, gibt der Opa die Losung aus „Wer es schafft, hier lebend wieder herauszukommen, der trifft sich in Köln wieder!“ Nachdem die Ankommenden von den Ärzten aussortiert wurden, kamen die, die wie der Opa ein Instrument spielen konnte, ins „Zigeunerfamilienlager.“

    Es gibt viel Geschichten, die uns von den Juden erzählen, aber es ist auch wichtig, dass es Bücher über das Schicksal der Sinti und Roma gibt. Hier wird eine wahre Geschichte von einem Nachfahren erzählt und ich habe das Buch mit Tränen in den Augen gelesen. So schön es ist, dass sie Familie wieder in Köln lebt, so schrecklich ist doch der Verlust der sechs Kinder und anderer Angehöriger. Auch die schrecklichen Versuche des Dr. Mengele fließt in die Erzählung ein. Im Glossar am Ende des Buches wird über ihn berichte und andere Begriffe erklärt.

    Die wundervollen gestalteten Illustrationen haben, obwohl sie etwas verwaschen wirken eine ungeheurere Aussagekraft und sie passen hervorragend zum Text.

    Die Geschichte endet mit einem Gedenkmarsch durch Köln und den Worten „Und zusammen sorgen wir dafür, dass so etwas nie wieder geschieht.“

    Dagmar Mägdefrau

  • Mikroben-Safari – Komm mit auf eine spannende Reise in ein unsichtbares Universum

    Mikroben-Safari – Komm mit auf eine spannende Reise in ein unsichtbares Universum

    Susanne Thiele

    Mattias Tiemeyer

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover winkt die bananenförmige Milchsäurebakterie Lotti Lacto fröhlich Greta und Theo zu.

    Nachdem die beiden Kinder das Forschungszentrum am Tag der offenen Tür besucht haben, führt Lotto sie nachts mit ihrem Raumschiff zunächst in die Küche, und später ins Bad. Hier erfahren die Kinder viel über Mikroben und wo sie zu finden sind.

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    Bauchbande, so nennen sich die Bakterien in unseren Verdauungsorganen, sie sind die hilfreiche Truppe, die den bösen Keimen keinen Raum bieten.

    Theo liegt im Bett und fühlt sich krank, da taucht ein fieser grüner Virus auf, der ihn mit einer Erkältung infizieren möchte. Er verrät ihm und uns auch, wo die Viren lauern und dass man sie mit frischer Luft vertreiben kann.

    Um das zu viel, bei der Bekämpfung von Mikroben geht es in der letzten Geschichte.

    In einem kleinen Comic erfahren wir einiges über „Die geheime Sprache der Mikroben.“

    Ein Safari in ganz andere Gebiete wird uns hier angeboten und es gibt viel zu lernen über Mikroben, die wichtig und gut für uns sind und andere, die uns krank machen und wie wir sie vertreiben können. Neben der Geschichte gibt es noch einige kleine Textfelder mit Sachinformationen, dazu viele große bunte Illustrationen, die uns in die Welt der Mikroben entführt.

    Das Buch wurde in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung erstellt und hat deshalb einen wissenschaftlichen Anspruch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Zoo der unsichtbaren Tiere

    Der Zoo der unsichtbaren Tiere

    Andreas Z. Simon

    Alexander von Knorre

    Gulliver

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Suna lebt, weil ihre Eltern weggefahren und nicht wieder zurückgekehrt sind in einer Wohngruppe und sie schaut gerne Tierfilme und träumt dann, dass sie auf einem Elefanten reitet. Eines Tages bekommt sie einen Brief von ihrem verstorbenen Opa, von dem sie noch nie etwas gehört hat. 
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    So sitzt sie bald mit ihrer Betreuerin Sabine bei einem Notar. Dort erfährt sie, dass die ein Anwesen erbt. Die Nachbarin Frau Rose, die Schmuck erbt, bietet an Suna mit zu sich zu nehmen. Frau Rose und ihre Frau haben zwei Kinder den kleinen Lucas und seine große Schwester Roberta. Das Anwesen entpuppt sich als Zoo ohne Tiere, doch als Suna das Grundstück erkundet stellt sich heraus, dass ungewöhnliche Tiere dort leben und einige können mit ihr sprechen. Schon beim Notar hat ein Milliardär Suna ein Angebot für das Grundstück gemacht, er will dort ein Fabrik bauen.

    Das ein Kind einfach bei einer Familie bleiben kann, halte ich für sehr unrealistisch, wenn es auch für ein schönes Happy End sorgt. Ich finde auch fantastische Geschichten sollten solche Szenarien realistisch beschreiben. Die Tiere, die im Zoo leben sind wirklich sehr ungewöhnlich, manche sind erdacht, einige, wie ein Eichhorn mit Brille oder ein wandelndes Blatt, sind ungewöhnlich. Eine „schwangere“ Drachin, die dann drei Eier legt gibt es auch selten, aber sie ist auch ein Fabelwesen wie die kleinen Einhörner.

    Suna schafft es am Ende ein Eiche zu retten, den ganzen Ort zu mobilisieren und den reichen Mann zu vertreiben. Ihr seht, es geschieht eine Menge in dem Buch. Neben dem Text, der in großen Buchstaben gedruckt wurde, gibt es einige Zeichnungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Kopfüber trödelt doch nicht – Band 3   

    Der Kopfüber trödelt doch nicht – Band 3   

    Judith Weber

    Fabian & Christian Jeremies

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Im dritten Band hat der Kopfüber Kobi ein Problem, das bestimmt alle Kinder kennen. Die Erwachsenen finden, dass er trödelt, dabei muss er nur Dinge erledigen, die ihm wichtig sind.

    Schon die erste Doppelseite ist für mich ein richtiger Spaß, denn da läuft Papa mit dem Waschlappen hinter den Willingen her. Wer von uns hat das nicht schon gemacht.

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    Oma kommt von ihrer Weltreise zur uns die Familie will alles für den Empfang schön machen. Als noch alle im Bad sind, kommt Oma schon mit ihrem Wohnmobil an. Sie freut sich sehr über Kobis Bild, dass nur ein „Fast-Bild“ ist, weil er nicht fertig geworden ist. Nachdem die Kinder im „Kindertempo“ den Kuchen gegessen haben, überlegt Kobi, natürlich kopfüber, wie er die „Erwachsenen-Zeit austricksen kann.“ Er malt zusammen mit seinen Freunden eine Kinderzeit-Uhr, sie ist groß und bunt und hat Felder wie „Toben“ oder „Spielen“. Der Zeiger steht auf „Abenteuer“ und so fliegen alle mit dem Wohnmobil nach Ägypten und zum Nordpol.

    Ich denke schon, dass die Kinder, ähnlich wie wir alten Leute, nicht immer dem Tempo der Erwachsenen gewachsen sind. Sie möchten einfach mal Trödeln und ihren Ideen nachgehen. Aber immer gibt es einen Plan bei den Eltern und der muss erfüllt werden.

    Das ist wieder eine sehr witziges Buch mit vielen schönen Ideen, die mit viel Fantasie umgesetzt werden. Dass am Ende die Eltern spielen wollen und es kein Abendessen gibt, führt dann zur Rückkehr zur Normal-Zeit.

    Die Illustrationen mit dem kleinen blauen Bär und seiner Familie sind wieder hervorragend gelungen und es macht einfach Spaß das Buch zu lesen, wenn der Text auch etwas lang ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mäc Mief und die ungeheuerliche Nessie

    Mäc Mief und die ungeheuerliche Nessie

    Carola Becker

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Wir sehen das Schaf Mäc Mief, neben seinem Lieblingsmensch Finn und seinen Freund den Hund Bonnie auf einem Steg sitzen. Hinter ihnen taucht das Ungeheuer Nessie auf, das eigentlich sehr freundlich guckt. Aber zunächst juckt es Mäc Mief am Rücken und er befürchtet, dass sich dort ein „Mega- Floh-Vampir“ eingenistet hat. Doch dann meldet sich ein Leming zu Wort, der leider seine Menschenfamilie verloren hat.

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    Mäc Mief verspricht dem traurigen Kleinen, seine Familie zu suchen. Doch zunächst fährt seine Familie nach Loch Ness und Mäc Mief und Bonnie sind natürlich mit von der Partie. Obwohl Mäc Mief es für viel zu gefährlich hält und er erwartet, dass das gefürchtete Ungeheuer ihn oder sogar Finn fressen könnte, fährt er mit, um auf Finn Acht zu geben. Im Gegensatz zu Mäc Mief, der Angst vor Nessie hat, versuchen Finn und seine Schwester das Ungeheuer zu locken, indem sie eine Bratwurst an die Angel binden. Nach dem abenteuerlichen Abend schlafen dann alle im Zelt. Aber am nächsten Morgen sind alle Zelte eingestürzt und viele Urlauber schon abgereist. Da wittert Mäc Mief einen neuen Fall.

    Es ist wieder herrlich die Welt aus Sicht eines Schafes zu sehen und Mäc Mief ist schon ein besonderes Schaf und ein sehr guter Freund. Das wird auch noch der Lemming Hector erfahren. Die Lösung des Falls ist logisch aufgebaut und sie wird humorvoll beschrieben.

    Neben den kurzen Texten, die in großen Buchstaben gut leserlich gedruckt sind, gibt es eine Menge toller Bilder, die ebenfalls viel Humor zeigen. Ein spannender neuen Fall für Mäc Mief!

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Schule der magischen Tiere – Das offizielle Lexikon   

    Die Schule der magischen Tiere – Das offizielle Lexikon   

    Margit Auer

    Die Farbfüchse

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher kein Buch aus der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ gelesen habe. Aber da mir die Bücher dieser Serie immer häufiger begegnen und nun auch noch ein Film herausgekommen ist, fand ich die Idee mich den magischen Tieren durch ein Lexikon zu nähern sehr spannend.
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    Einige Kinder und Tiere zeigt schon das Cover und dann geht es nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort der Autorin mit A los, wie es sich für ein Lexikon gehört. So ist Agent Y, die Vogelspinne aus dem Death Valley, die erste, die vorgestellt wird. Es gibt ein Foto von ihr, einen Steckbrief und es sind drei Fakten über Vogelspinnen zu lesen. Außerdem gibt es einen kleinen Text unter der Rubrik „Schon gewusst?“ Anna-Lena Zink ist das erste Kind im Alphabeth und wir erfahren, wo sie wohnt, was sie mag, aber auch was sie nicht mag, wer ihre Freundin ist, etwas über ihre Familie, welches ihr magisches Tier ist und wo sie die magischen Nachrichten lesen kann.

    So ähnlich sind alle Seiten aufgebaut und wir erfahren sehr viel über die Besucher der magischen Schule. Auch die Lehrer*innen und Mortimer Morrison, der Besitzer der magischen Tierhandlung, der immer auf der Suche nach magischen Tieren ist, wird vorgestellt. Es gibt auch eine Doppelseite über die Tierhandlung, eine Beschreibung der Stadt und den magischen Kreis, viele Infos „Rund um die magischen Tiere“ und natürlich etwas über den Schwur und die Regeln der magischen Gemeinschaft.

    Mir gefielen die Doppelseiten auf der die 25 Kinder mit ihren magischen Tieren abgebildet sind und die Weltkarte der magischen Tiere, auf der ich sehen konnte, woher die Tiere stammen, besonders gut.

    Mit einem Quiz endet das Buch und ich bin jetzt so gespannt auf diese Schule, dass ich sicher bald ein Buch der Reihe lesen werde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Prinz der Zwerge – Orens Ruf

    Der Prinz der Zwerge – Orens Ruf

    Kian Talyn

    Independently published

    Autorenempfehlung junge Erwachsene

    Nachdem sich Oren nicht so ganz wohlfühlt in Clúvar mit all seinen Prunk, sehnt er sich immer mehr nach seinem Zwergenfreund Finch. Deshalb freund er sich auf seine Reise nach Sångwind, zumal Finch Besuch aus der Menschenwelt erwartet. Sein Vater bittet Oren seine Großeltern, die Eltern seiner verstorbenen Mutter zu besuchen. Doch Oren scheut sich vor der Begegnung. 
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    Wie sich herausstellt sind seine Bedenken auch nicht ganz zu Unrecht. Die Kriegerin Sigrid soll Oren wieder einen „Alten Weg“ öffnen. Aber sie verlangt, dass Oren nicht allein geht und stellt ihm Einar zur Seite, den Oren nicht besonders leiden kann. Aber Oren hat sich in der Vergangenheit zu oft einer Gefahr ausgesetzt und sein Vater verlang, dass er nicht ohne Begleiter reist. Doch leider beherrscht Einar den Transfer nicht so gut und die beiden landen nicht vor, sondern im Schweinestall, was viel zur Erheiterung von Finch und seiner Familie beiträgt. Als Finch Großeltern aus der Menschenwelt zu ihnen kommen, freuen sich alle und feiern zusammen ein Fest mit leckerem Kuchen. Besonders groß ist die Freude, als die Großeltern erklären, dass sie auch nach Sångwind ziehen werden. Als Finch ihnen sein Gurkenglas zeigt, quaken die Gurken nicht wie sonst, sondernd das Inhalt friert ein und mit ihnen die Bewohner des Hauses mit Ausnahme von Finch, Oren und Einar. Die drei machen sich auf und versuchen ihre Länder zu retten.

    Die drei werden noch viele spannende Abenteuer erleben und immer wieder auf andere magische Gestalten treffen, die sie meist unterstützen und ihnen, wenn sie den Ernst der Lage erkannt haben, ihre Hilfe anbieten.

    Sehr genau werden die Kleidung, die Landschaft und die Häuser beschreiben, was mir manchmal etwas langatmig erschien, es führt aber auch dazu, dass ich mir alles sehr genau vorstellen konnte. Mit viel Fantasie wurden die verschiedensten Gestalten erdacht und beschrieben. Es war spannend zu lesen, wie unsere Helden zusammen mit der Kyra die verschiedensten Orte aufsuchen und letztlich kämpfen müssen, um die Länder vom Frost zu befreien. Ein wenig knistert es auch zwischen Oren und Kyra, doch es ist die zarte Liebe 13jähriger.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schau, der Weihnachtswichtel kommt   

    Schau, der Weihnachtswichtel kommt   

    Nicola Anker

    Sabine Kraushaar

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein großes Pappbilderbuch mit Schiebern stimmt auf das Weihnachtsfest ein. Auf dem Cover sehen wir den kleinen Weihnachtswichtel Theo der zusammen mit dem Weihnachtsmann, auf dem mit vielen Paketen bepackten Schlitten fahren darf. Aber zuerst geht es in die Wichtelwerkstatt und dort wird ein Auto mit den Geschenken bepackt und wir werden aufgefordert, das Auto anzuschieben.

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    Doch leider bleibt es im Schnee liegen, aber zum Glück kann Levi mit seiner gelben Schneeraupe helfen. Mit ihm geht es zum Hubschrauben, der mit dem Schieber hochfliegen kann und dann werden die Geschenke zum letzten Mal umgepackt und sie landen im Schlitten des Weihnachtsmanns.

    Für Kinder, die Fahrzeuge lieben, hat der Weihnachtsmann hier ein besonderes Buch parat, denn hier gibt es fünf unterschiedliche Fahrzeuge und alle kann das Kind bewegen.

    Große bunte Bilder, kurze Texte und die Schieber werden sicher die Kinder faszinieren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr auf der Streuobstwiese

    Ein Jahr auf der Streuobstwiese

    Ingrid Semmelmann

    Lorena Veerkamp

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

     Diese quadratische Broschüre beinhaltet vier kleine Geschichten. Jede ist in einer Jahreszeit angesiedelt und alle spielen auf der Streuobstwiese, die auch immer wieder von Menschen besucht wird.

    Im Frühling treffen wir die gerade aus ihrer Höhle gekrabbelte Wildbiene Wilma, die uns begleitet und vieles erklärt. Sie muss sich zuerst mit der Hummelkönigin um die wenigen Blühten streiten, doch bald gibt es genügend Nektar für alle Tiere.

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    Rudi Regenwurm bohrt Löcher in die Erde und über ihm werden die Kirschen und bald auch das andere Obst reif. Doch dann gibt es einen sehr starken Regen und so gerät Rudi in große Gefahr.

    Im Herbst begegnet uns Fiona, die Fledermaus. Natürlich ist sie meist in der Dunkelheit unterwegs und am Ende der kleinen Geschichte ist sie bereit für den Winterschlaf.

    Georg der Specht bleibt auch im Winter auf der Wiese und dank der Spuren im Schnee, sieht er den Fuchs, bevor der ihm etwas antun kann.

    Schon auf dem Cover sehen wir einen Baum, dessen Zweige alle Jahreszeiten abbilden, auch die anderen bunten großformatigen Bilder zeigen uns sehr schön die Natur. Der Text berichtet kindgerecht von den Tieren und der Veränderung, die die Wiese im Laufe des Jahres erlebt. Das Buch ist hervorragend für Vor- und Grundschulkinder geeignet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lass deine Träume fliegen

    Lass deine Träume fliegen

    Nathalie Seidou

    Aus dem Französischen übersetzt von Lina Robertz

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die kleine Hexe Kamille hat einen Traum, sie möchte gerne hoch im Himmel die Blaue Fee treffen, aber zunächst sitzt sie auf dem Dach ihres Häuschens und träumt von aufregenden Reisen, auf Fabelwesen und Tiere, denen sie dort begegnet. Als der Schmetterling Luftikus sich zu ihr setzt, erzählt sie ihm von ihren Träumen. 
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    Kamille traut sich mit ihrem fliegenden Besen, den sie noch nie benutzt hat, loszufliegen. Es klappt hervorragend und so stellt sie fest, dass die Schafe aus der Luft wie Wolken auf Beinen aussehen. Bald trifft sei auf eine Pferd, dass sie nach seinem Traum fragt. Das Pferd möchte mutig mit einem Ritter gegen Riesen und Drachen kämpfen. Eine Frosch träumt davon die Hexe Rosalinde zu küssen und dem Eichhörnchen hilft sie aus seinem Albtraum zu erwachen. „Albträume sind nichts als Bilder. Sie können dir nichts anhaben.“ erklärt sie ihm.

    Da schläft das Eichhörnchen wieder ein und wird Solotänzer in Nussknacker-Ballett.

    Kamille besucht noch einige Tiere und am Ende fliegt  sie weit hoch in den Himmel und trifft auf die blaue Fee. Doch als sie am nächsten Morgen von Luftikus geweckt wird, befürchtet sie, dass alles nur ein Traum gewesen ist.

    Zauberhaft, magisch und voller Poesie sind die Illustrationen und der Text, wenn ich auch befürchte, dass er für Dreijährige etwas lang ist. Es ist so schön, wie die kleine Hexe allen ihre Träume entlockt und ihren Traum erlebt. Traumhaft schön!

    Dagmar Mägdefrau

  • So denke ich! Und was denkst du?      

    So denke ich! Und was denkst du?      

    Sophie Schönberger

    Emma Martschinke

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt uns die vier Tiere, die hier ein Herbstfest organisieren bzw. den Dachs, der versucht ihnen alles madig machen. Diesmal sind sich die Tiere schnell einig, sie wollen ein schönes Herbstfest feiern, doch was soll es zu Essen geben? Es gibt eine Menge Vorschläge, nur die kleine Maus Sebastian sitzt abseits und sagt nichts. Erst als die Häsin Lina ihm erklärt, dass jede*r eine Meinung haben kann, die er auch äußern darf, traut er sich „Kuchen“ zu sagen.

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    Den Vorschlag finden alle sehr gut. Doch dann taucht Dachs Enno auf, rücksichtlos bringt er die Notizen durcheinander und behauptet, dass Kuchen im Freien wegfliegen würde. Aber Lina weiß, dass das nicht stimmen kann, denn sie hat schon Kuchen bei einem Picknick draußen gegessen.

    Es gibt immer wieder Meinungsverschiedenheiten bei der Organisation des Festes, vieles kann man lösen, indem alle Ideen angewandt werden. Erst Enno macht die schönen Einladungskarten schlecht und behauptet böse Sachen, die nicht stimmen.

    Ganz hinten im Buch gibt es noch vier Felder mit Sachtexten zum Thema Meinungsfreiheit und da lesen wir auch, dass Dinge, die nicht den Tatsachen entsprechen keine Meinung abbilden, sondern Fake sind.

    Auf kindgerechte Art wird hier ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie erklärt und ich glaube, das Buch würde auch für manche Erwachsenen wichtige Informationen bieten. Denn auch sie fallen auf Fake-Infos rein und verwechseln Meinung mit falschen Behauptungen.

    Die Illustrationen zeigen sehr schön, die Gefühle der Tiere und unterstützen damit ideal den gut verständlichen Text. Ein Buch, das möglichst viele Kinder kennen sollten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Bärin

    Die Bärin

    José Ramón Alonso

    Lucia Cobo

    Aus dem Spanischen von Christina Bosse

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover ist so beeindruckend, da schaut uns ein großes Bärenauge an, der Rest des Kopfes ist nur teilweise zu sehen. Danach sehen wir die Bärentatzen als Spur im Schnee. Es wird Herbst und die Bärin ist allein unterwegs, sie „streift schwermütig umher“ und aß die letzten Früchte des Sommers. Es wird kälter und dann fällt der erste Schnee.

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    Inmitten der bergigen Schneelandschaft gräbt die Bärin eine Mulde und legt sich schlafen. Als die Sonne wieder wärmer scheint spürt die Bärin „dass sie etwas begrüßen wollte.“ Und so sehen wir sie auf dem Rücken in der Baumkrone liegend mit einem Bärenjungen auf dem Bauch. Gemeinsam gehen sie über die grüne Frühlingswiese.

    Die wunderschönen Bilder brauchen nur wenige Worte, denn sie beschreiben auf eine liebevolle Weise wie die Bärin den Winter erlebt. Und mit dem letzten Frühlingsbild spüren wir die Hoffnung und das neue Leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große Fehlen

    Das große Fehlen

    Azam Mahdavi

    Maryam Tahmasbi

    Aus dem Persischen von Mehrdad Zaeri

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Vorneweg geht die Katze, dann kommt das Mädchen und als letztes sehen wir das „große Fehlen“, denn das Mädchen hat ihre Mama verloren. Im Haus hängt eine Foto, wo sie gemeinsam Blumen eingepflanzt haben. „Dann starb Mama – und an ihre Stelle trat das große Fehlen.“ So liegt sie ganz eng an der Wand im Bett und dick daneben dieser Geist, der nun ihr einziger Freund ist.
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    Denn er sitzt bei Frühstück zwischen ihr und Papa. Immer ist das große Fehlen dabei, sogar wenn sie mit Papa auf den Jahrmarkt geht. Doch dann fängt die Blume, die sie mit der Mama gepflanzt hat, an zu blühen und sie schenkt dem großen Fehlen eine Blüte. Zusammen retten sie eine kleine Katze, die ihre Freundin wurde.

    Die Illustrationen sind zunächst in dunklen Erdtönen gehalten und sie werden erst mit dem Erblühen der Blume farbiger. Die anfängliche Distanz zum Papa wird auch immer geringer und am Schluss sitzen die beiden am Tisch nebeneinander und das große Fehlen hat am Tischende seinen Platz. Außerdem wirkt es durch die Blühten etwas freundlicher. Danach gibt es auch ein Foto, auf dem das Kind zusammen mit dem Papa etwas pflanzt, im Hintergrund mit Schaufel das große Fehlen und natürlich ist auch die Katze dabei.

    Fehlen wird Mama immer, aber das große Fehlen gehört zum Alltag und nimmt ihn nicht mehr ganz ein. Das Mädchen hat es geschafft ihre Trauer zu durchleben und kann jetzt wieder fröhlich sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Tür ist zum Öffnen da

    Eine Tür ist zum Öffnen da

    Kyo Maclear

    Julie Morstad

    Aus dem kanadischen Englisch von Diana Steinbrede

    von Hacht

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Viele Türrahmen rahmen die Tür ein, hinter der ein Kind hervorschaut.  Auf der ersten Seite öffnet ein Kind eine blaue Haustür und lässt eine Katzenmutter mit ihren Kleinen herein. „Eine Tür ist um Anklopfen da“, da ist ein Mädchen zu sehen, dass mit Blumen hinter dem Rücken an eine rote Türe klopft. Ein Junge lässt uns eintreten, am Tisch wird schon gegessen. Eine Kinderparty ist im Gange und die Tür wird von innen geschlossen.

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    Witzig wäre es zweimal zu klopfen und sich dann zu verstecken. Aus einer Glastür sehen die Kinder hinaus. Automatik- und Drehtüren sind etwas Besonderes. Lesend sitzt das Mädchen im Schrank, sie hat sich hinter der Tür versteckt. Kinder fallen durch eine Falltür in einen Regenbogentunnel und landen auf vielen Kissen. „Vor manchen Türen bist du womöglich nervös und kribbelig…“ Etwas ängstlich öffnet das Mädchen die Tür und wir klappen die Seite auf und landen in einer Kita.

    In dem Buch werden noch viele Türen vorgestellt und es ist spannend zu erleben, was da noch alles geschieht. Die Illustrationen zeigen so viele Möglichkeiten und lassen und die Gefühle, die mit den Türen verbunden sind, fühlen. Die Texte sind minimalistisch gehalten und sagen doch alles aus.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Nacktschnecke

    Die Nacktschnecke

    Elise Gravel

    Kraus Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mit einem „Yo!“ begrüßt uns die Schnecke auf dem Cover, unten in der Ecke steht auf einer Raupe „eklige Tierchen“. Auf der ersten Seite wird dann die Schnecke vorgestellt und diesmal grüßt sie mit einem „Tachchen!“, danach begegnet sie einer Schnecke mit Gehäuse, die sie nackig findet. Die vier verschiedenen Arten, der Nacktschneckenart sehen wir mit einfachen Zeichnungen auf der nächsten Seite, aber in diesem Buch geht es um Landnacktschnecken.

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    Mit den Tentakeln oben an ihrem Kopf behauptet sie das Kind, das nach Brokkoli riecht, zu sehen. Da sie die Tentakeln einziehen kann, wäre eine Brille „etwas umständlich“. Danach erfahre ich, dass die Schnecke durch ein Loch an der Seite atmet. Das Bild zeigt sie mit einem rosa Kaugummi, den sie durch das Loch aufbläst. Besonders witzig ist dann eine Bild, dass die Schnecke im Wochenbett zeigt und die Schwester gratuliert zum „Mädchen-Junge!“

    Ihr seht, auch ich habe hier mit ganz viel Spaß und Witz noch etwas gelernt. Die einfachen Zeichnungen bilden alles ab, um den Text zu erklären und der ist einfach toll geschrieben.

    Das Buch bietet viele Informationen und ist dabei noch witzig.

    Dagmar Mägdefrau