• Fest verschlafen

    Fest verschlafen

    Elisabeth Steinkellner

    Michael Roher

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schrill und bunt sind ist das Cover und so sind auch die Bilder im Buch. Als erstes hören wir den Biber rufen „Baum fällt!“ und er meint damit den Tannenbaum, der zu jedem Weihnachtsfest gehört. Alle Tier bringen etwas zur Feier mit: „Alpakas stricken Socken, der Eisbär sendet Flocken“ so schön reimt sich der Text. 
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    Mir gefällt besonders gut „die Kuh sorgt für die Getränke“. Da ist eine Kuh zu sehen, die Milch aus ihrem Euter in Tassen laufen lässt. Daneben steht die Box mit dem Kakao. Auch das Zebra, das in ein Kleid schlüpft, hat es mir angetan. Leider taucht dann ein kleines Problem auf, aber da möchte ich nicht zu viel verraten. Nur so viel: Am Ende steht der Baum festlich geschmückt da.

    Ein witziges, peppiges Weihnachtsbuch mit schmissigen Reimen und humorvollen Illustrationen. Ich freue mich total aufs Vorlesen, der Enkel hatte schon jetzt Spaß daran.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein kleines bisschen groß   

    Ein kleines bisschen groß   

    Kairi Look

    Anne Pikkov

    Aus dem Estnischen von Maximilian Murmann

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    White Raven 2024

    Auf dem gelben Cover sehen wir die Tigerin und ihren kleinen Sohn, der ein Maßband in der Pfote hält. Dieser kleine Tiger hat Geburtstag und schon treffen seine kleinen Gäste mit Luftballon und Geschenken ein. Nach den jungen Tigern kommen auch die anderen Verwandte und Freunde. Der Tiger sitzt auf seinem Stühlchen und freut sich. Dann wird gespielt und erstaunlich viel Torte gegessen.

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    Als dann am Abend alle gegangen sind, klettert der kleine Tiger auf einen Baum, doch als sich die Tigermama unter den Baum legt, fallen kleine Tropfen auf ihre Nase und auf ihre Schnurbarthaare. „Meine Streifen sind schief“ jammert der kleine Tiger. Als Mama ihm erklärt, dass das am Wachsen liege, meint der Tigerjunge „Aber ich bin traurig, dass ich so schnell wachse.“ Danach tröstet ihn seine Mama auf liebvolle Weise.

    So gerne unsere Kleinen auch auf der einen Seite groß sein wollen, so macht ihnen das auch ein wenig Angst, sie würden lieber nur „Ein kleines bisschen groß“ werden. Hier geht die Tigermutter so liebevoll mit dem Kleinen um, sie versteht ihn und geht auf seine Angst ein. Die Illustrationen sind Ton in Ton gezeichnet und zeigen uns erst die tolle laute Party und dann die zarte Liebe zwischen Mutter und Sohn.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Michael Engler

    Martina Matos

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Weis, der Eisbär, und Nase, die kleine Maus, stellen sich auf dem Cover vor, sie sind die zwei Freunde, „Die es wissen wollen!“ Und mit Wissen geht es gleich los, nach dem Öffnen des Buches gibt es gleich kleine Zettel über die Pole und ihre Entdecker. Der Eisbär sitzt neben einem riesigen Schlitten, auf dem alle Fragen notiert sind, die der Bär so hat. Sein Blick geht zu einer verlassenen Polarstation und dort sehen wir ihn auf der nächsten Seite in einem gemütlichen Sessel sitzend. In der Hand hält er die kleine Maus, die von oben herabfiel.

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    Und dann taucht die Frage auf, die in diesem Buch beantwortet wird. So lernen wir Issac Newton und seine Erfahrung mit dem Apfelbaum kennen. Bald sitzen die beiden über vielen Büchern und sie lernen, wie ein Experiment aufgebaut ist. So gehen sie wieder nach draußen und machen den ersten Versuch. Wird der Eisbär auch nach unten fallen?

    Durch die wissenschaftliche Arbeit, die die beiden Tiere hier leisten, erfahren wir spielerisch und doch sehr gut erklärt, wie die Schwerkraft funktioniert. Besonders die Vergleiche wie „Fliehkraft haben wir schon auf dem Kettenkarussell gespürt“ mit den entsprechenden Bildern, machen das Begreifen einfach.

    Die Texte der Geschichte und die Sachtexte sind sehr verständlich geschrieben und die Illustrationen sind auch für beide Teile sehr gelungen. Ein wundervolles Sach-Bilderbuch für Kinder, die es wissen wollen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Julia Regett

    Calme Mara

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    An einem Tannenzweig hängend winkt uns Siggi, der Silberfisch, vom Cover aus zu. Zunächst sehen wir einen Grundriss der Wohnung in der Siggi lebt. Weihnachten ist der totale Horror für Silberfische und anderem Ungeziefer, das in unseren Wohnungen unterwegs ist. Aber diesmal nehmen wir die Sichtweise des Silberfisches ein und da gibt es viele schreckliche Vergleiche, wie Weihnachten sich für diese Tiere anfühlt.

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    „Lebenslanges Spielplatzverbot“ oder „Monster unter dem Bett“ sind da nur zwei Bespiele. Denn zu so einem Festtag muss alles sauber werden und schon taucht das Riesenmonster, der Staubsauger, auf. Neben Siggi sorgen sich auch der Weberknecht Ruprecht und Carmen-Berta, die Maus. Siggi schnappt sich sein Megafon und warnt alle, aber wohin sollen sie sich retten? Einige Verstecke werden getestet und für nicht geeignet befunden, bis endlich der Weihnachtsbaum zum Retter wird.

    Manchmal in der Nacht sehe ich in meinem Bad einen Silberfisch weghuschen. Da diese Tiere mich nicht wirklich stören, habe ich bisher auch nichts gegen sie unternommen. So leben wir in friedlicher Koexistenz. In diesem Bilderbuch wird aber sehr heftig die Panik der Tiere geschildert, die unserem besonders ordentlichen Hausputz zu Weihnachten zum Opfer fallen. Auf den Illustrationen wird nicht nur ihre Panik, sondern auch das ganz drum und dran genau geschildert. Besonders gut hat mir der Zusammenhalt der unterschiedlichsten Ungeziefer gefallen. Ein witziger Perspektivwechsel, aber ich befürchte so problemlos wie mit einem Silberfisch kann ich nicht mit allen vorkommenden Tieren leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin die Mumpelmaus

    Ich bin die Mumpelmaus

    Antje Vogel

    Dorothée Kerstiens

    Wermeling Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover zeigt die zauberhaften Tiere, die die Mumpelmaus im Buch treffen wird. Am Morgen verabschiedet Mama-Maus ihr Kind mit einem dicken Kuss und der Feststellung „Du bist meine Munpelmaus!“ Die kleine Maus neigt dazu, wenn sie von einem Tier berichtet, die Geschichte sehr fantasievoll auszuschmücken.

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    So berichtet sie dem Fisch im Teich von einem Pinguin, der seinen Auszug zum Schwimmen auszieht und stattdessen eine rote Badehose mit weißen Punkten anzieht. Dem Frosch, der auf den Seerosenblättern herumspringt, berichtet sie von einem Weitspringe, der über jeden Fluss springen kann. Die Geschichte beendet die Mumpelmaus mit den Worten „Tusch, Applaus, aus die Maus. Ehrlich wahr. Genau so ist das.“

    Aber gerade das ist zu bezweifeln, denn, so steht es im Anhang, ein Kanguru kann zehn Meter weit springen, aber Flüsse sind oft breiter. Von zehn Tieren, die in Australien wohnen erzählt die Mumpelmaus zum Teil sehr verrückte Geschichten. Ein Tüpfelkuskus, der mit einem Spinnennetz Fische fängt, ist wirklich eine tolle Idee. Oder der Nacktnasenwombatvater, der so stark ist, dass er sogar ein Auto tragen kann.

    Nicht immer sind die Zuhörenden bereit sich die Geschichten der Mumpelmaus anzuhören, aber die kleine Maus bleibt beharrlich und erzählt immer weiter, bis es Abend wird.

    Neben den fanatischen Geschichten mit dem kleinen wahren Kern gibt es zauberhafte Illustrationen. Alle Tiere tragen Kleidung, die liebevoll für sie entworfen wurden.

    Ein Buch zum Träumen und nach dem Erwachen kann man noch etwas über die beschriebenen Tiere lernen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Katharine Halligan

    Sophia O´Connor

    Übersetzung Elena Bruns

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover ist wunderschön gestaltet, ganz leicht schwebt das Kind über dem Rüssel des Elefanten und die Schrift ist in Gold gehalten. Jede Aussage ist über eine Doppelseite gezeichnet, zu Beginn sehen wir einen Wal und in Druckbuchstaben steht dort „Du bist größer als eine Luftblase…und kleiner als ein Wal.“ Es gibt jeweils zwei Textblöcke mit Sachwissen zum Blauwal. Ergänzend ist zu lesen „Du bist groß und du bist klein.

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    Diese direkte Ansprache macht den Text zu etwas sehr Persönlichem. Weiter geht es mit dem Fliegenpilz und ich war erstaunt, dass es Exemplare gibt, die einen halben Meter hoch sind. Die Geschwindigkeit einer Schildkröte wird der eines Gepards gegenübergestellt. Die Lautstärke mit der ein Gewitter daher kommt, die Härte von Wasser zu der Härte eines Diamanten und das Gewicht eines Elefanten zur Pusteblume.

    So gibt es ein Menge Vergleiche und damit auch viele Informationen und das Buch endet mit der Feststellung „…du bist erstaunlich!“ Dank den wundervollen poetischen Bildern, den Tatsachen-Sätzen und den Sachinformationen lässt sich das Buch sehr schön einem Kind vorlesen und ich glaube, es entsteht dadurch eine besondere Nähe zwischen Lesendem und Kind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wölkchen ist weg!

    Wölkchen ist weg!

    Daniela Kulot

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Als ich das Cover sah, bekam ich Sternchen in meinen Augen und wollte sofort ans Meer fahren. Leuchtturm, Segelboot, ein reetgedecktes Haus und eine Herde Schafe, am Himmel eine Schar Möwen, genau so muss es aussehen. Wir hören von den Schafen, wie sie über die Möwen denken und auf der nächsten Seite erfahren wir die Gedanken, die sich Möwen über Schafe machen. Leider sprechen beide nicht gut übereinander.

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    Nur das kleine Schaf Wölkchen und die jungen Möwe Mio interessieren diese Gespräche nicht. Doch dann taucht Björn Schaf auf und er fragt nach Wölkchen und so macht sich die ganze Herde auf, um wohl organisiert nach dem Schäfchen zu suchen. Doch Wölkchen hat es sich in einem Strandkorb gemütlich gemacht und es freut sich, dass Mio sich dazusetzt. Die beiden sind nicht der Meinung der alten Tieren, sie sind neugierig auf die anderen und bewundern sie sogar. Zusammen machen sich die beiden auf den Heimweg, immer den kleinen Schafskötteln nach.

    Vorurteile überwinden und Freundschaft zu schließen, ist ein wichtiges Thema in diesem wundervollen Bilderbuch. Am Ende, wenn die Sonne ins glitzernde Meer taucht, sind alle Tiere näher zusammengerückt. Die Illustrationen zeigen genau die Küstenlandschaft, die gerade wir Ruhries lieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Alicia Metz-Kleine

    Gareth Ryans

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kennen wir doch alle, dass Kinder sich scheuen, Neues zu probieren und alles ablehnen, außer trockenen Nudeln, Pommes oder Reis. Bloß kein Gemüse und schon kein grünes.

    Hier lernen wir zunächst Wanda kennen, die schon etwas aufgeschlossener in Sachen Essen ist. Während ihr kleiner Bruder Luis trotz Superheldenumhang da eher nicht so mutig ist.

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    Wir starten gleich beim Frühstück in der Küche von Wandas Familie. Auf Wandas Frage, warum es bei ihnen nur im Sommer Erdbeeren gibt, erklärt Papa, welches Obst und Gemüse bei uns Saison hat und das die anderen Sachen oft von weit herkommen. An das Kind geht die Frage, welches Obst wohl jetzt Saison hat. Bei der Beantwortung hilft eine entsprechende Abbildung. Dazu gibt es eine Erklärung für die Eltern und einen Tipp, wie man Kresse sät. Dann geht’s in den Supermarkt zum Einkaufen. Zu Hause werden zwei Obstsorten probiert, die die Familie noch nicht kennt und danach geht’s ans Kochen.

    Im Verlauf des Buches geht es dann auch um Zucker und darum, welche Lebensmittel gesund sind. Es gibt ein „Selbstmach-Essen“, wo jeder sich das auf den Teller legen kann, was er möchte und mag. Am Ende gibt es ein großes Familienfest und in dem Zusammenhang geht es um Regeln bei Tisch. Auf der letzten Seite isst die Familie von Wanda dann gemeinsam Pfannekuchen, die gehen eigentlich auch immer.

    Die allerletzte Doppelseite wendet sich dann direkt an die Eltern. Ich glaube, nicht nur die Kinder können viel lernen beim Lesen dieses Buches, auch die Eltern werden noch das eine oder andere ausprobieren oder in den Alltag integrieren können. Aber was das Wichtigste ist, es macht Spaß, das Buch zu lesen und die comicartigen Bilder anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Gunilla Bergström

    Deutsch von Stefan Pluschkat

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der kleine Willi ist inzwischen 7 Jahre alt geworden und deshalb darf er Weihnachten zusammen mit Klein-Benni am Erwachsenentisch sitzen. Zusammen mit Oma decken die beiden Jungen den Tisch für 21 Gäste festlich. Willi darf die guten Gläser, die wie Cola-Gläser aussehen, auf den Tisch stellen. Dann kommen die Gäste und das Essen geht los. 
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    Weil Oma Willi gebeten hat, auf Klein-Benni aufzupassen, sitzen die beiden zusammen und Willi tut alles, damit der Kleine sich wohl fühlt. Er hilft ihm beim Essen und kümmert sich liebevoll. Doch dann passiert es doch, Klein-Benni stößt eine Glas um, das klirrend zu Boden fällt. Nicht nur Willi, sondern auch die Erwachsenen helfen und trösten, doch Klein-Benni schämt sich, weil er das Fest gestört hat. Im Laufe der Feier wird dann ein Lied gesungen, in dem es darum geht, die Gläser klirren zu lassen. Da rennt Klein-Benni in die Küche, weil er denkt, dass sein umgefallenes Glas gemeint ist.

    Wie schön, dass sich unser kleiner Willi, den ich schon mit meinen Töchtern vor bald 40 Jahren kennengelernt habe, sich zu so einem empathischen und lieben Jungen entwickelt hat. Es ist wunderschön zu sehen, dass er sich so lieb um Benni kümmert und dass er ihn als einziger versteht. Die Illustrationen sind so herrlich vertraut und Willi hat sich äußerlich nicht verändert. Immer noch hat er wenige Haare und ein verschmitztes Lächeln, das ihn los liebenswert macht. Der Text ist schon etwas länger, aber die Geschichte passt einfach so gut zum Weihnachtsfest.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Kinderschul-Buch ab 4

    Mein Kinderschul-Buch ab 4

    Jan Valentin Kalb

    Jasmin Noetzel

    Jan Kalb

    Verlagsempfehlung Vorschule ab 4 Jahre

    Auf dem Titel stand zuerst „Kindergarten“ aber der Garten wurde durchgestrichen und durch das Wort Schule ersetzt. Ein türkiser puscheliger Alonie in Form eines As stellt sich zunächst vor. Da wird gequizzt und angemalt, da werden Paare gesucht und gezählt. Natürlich geht es auch wieder durch ein Labyrinth und es werden Worte mit dem gleichen Anfangsbuchstaben gesucht. 
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    Das ist nicht ganz so einfach. Hinten im Buch gibt es noch einen kleinen Bastelteil zum Ausschneiden und Aufkleben.

    So werden schon kleinere Kita-Kinder aufgefordert sich zu konzentrieren und Aufgaben zu bearbeiten. Es wird ihnen aber auch sehr viel Spaß machen und sie werden sich sicher auf die nächsten Hefte freuen, genau wie meine Enkel.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle schlafen. Nur ich nicht.

    Alle schlafen. Nur ich nicht.

    Bruno Zocca

    Aus dem Italienischen von Ulrich Störiko-Blume

    von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Während der Hund alle Viere von sich streckend auf dem Sessel schläft, liegt das Mädchen mit offenen Augen auf der Lehne, sie kann nicht schlafen. Mit großen offenen Augen liegt das Mädchen im Bett und Zimmer sieht so aus, wie ich mir ein Mädchenzimmer vorstelle. Sie geht das Ritual vor dem Zu-Bett-Gehen durch und es scheint nichts zu fehlen.

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    Papa schnarcht laut, den kann sie also nicht fragen. Auch der Hund Milli schläft (siehe Cover) Dann geht das schlaflose Mädchen nach draußen, hier schläft sogar der Mond. Nur ein großer Bär kann wohl auch nicht schlafen. Wird er ihr helfen können?

    Aber ich spoiler mal, am Ende schlafen alle zusammen in Papas Bett. Eine witzige Geschichte mit vielen niedlichen Bildern und kurzen Texten. Eine Gute-Nacht-Geschichte, die sicher nach zwei- bis viermaligem Vorlesen zum Einschlafen führt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der ganz Große

    Der ganz Große

    Dashka Slater

    Myo Yim

    Aus dem Englischen von Katharina Naumann

    von Hacht

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    In dem hübschen kleinen Fischerdorf träume alle Fischer davon den „ganz Großen“ zu fangen. Auch Marina, die jüngste Dorfbewohnerin und Nana, die Älteste, machen sich zusammen auf und wollen das Tier mit einem Pfirsich anlocken. Sie unterhalten sich über Alltägliches und kommen ohne Fang heim. 
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    „Am nächsten Morgen, als die Morgendämmerung die Tür des Himmels einen Spalt öffnete“ fuhren sie wieder los. Nana singt ein altes Lied, das Marina von ihr lernt. Doch es sind einfach zu viele Schiffe unterwegs und deshalb fahren die beiden hinaus aufs Meer. Nebel zieht auf und dann schwankt das Boot, weil es etwas Riesiges gestupst hat.

    Das Cover zeigt uns die beiden Fischerinnen mit dem Korb voll rosiger Pfirsiche und das Buch ist voller wundervoller Illustrationen angefangen von Szenen aus dem Dorf, bis zu dem riesigen Wal, den die beiden befreien, statt ihn zu fangen.

    Die beiden, die Oma und Enkelin sein könnten, sind ein gutes Team, das am Ende begeistert ihre Geschichte allen erzählt. Der poetische Text ist nicht zu lang und gut verständlich und auf den Bildern gibt es ganz viel zu entdecken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Kopfüber trödelt doch nicht – Band 3   

    Der Kopfüber trödelt doch nicht – Band 3   

    Judith Weber

    Fabian & Christian Jeremies

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Im dritten Band hat der Kopfüber Kobi ein Problem, das bestimmt alle Kinder kennen. Die Erwachsenen finden, dass er trödelt, dabei muss er nur Dinge erledigen, die ihm wichtig sind.

    Schon die erste Doppelseite ist für mich ein richtiger Spaß, denn da läuft Papa mit dem Waschlappen hinter den Willingen her. Wer von uns hat das nicht schon gemacht.

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    Oma kommt von ihrer Weltreise zur uns die Familie will alles für den Empfang schön machen. Als noch alle im Bad sind, kommt Oma schon mit ihrem Wohnmobil an. Sie freut sich sehr über Kobis Bild, dass nur ein „Fast-Bild“ ist, weil er nicht fertig geworden ist. Nachdem die Kinder im „Kindertempo“ den Kuchen gegessen haben, überlegt Kobi, natürlich kopfüber, wie er die „Erwachsenen-Zeit austricksen kann.“ Er malt zusammen mit seinen Freunden eine Kinderzeit-Uhr, sie ist groß und bunt und hat Felder wie „Toben“ oder „Spielen“. Der Zeiger steht auf „Abenteuer“ und so fliegen alle mit dem Wohnmobil nach Ägypten und zum Nordpol.

    Ich denke schon, dass die Kinder, ähnlich wie wir alten Leute, nicht immer dem Tempo der Erwachsenen gewachsen sind. Sie möchten einfach mal Trödeln und ihren Ideen nachgehen. Aber immer gibt es einen Plan bei den Eltern und der muss erfüllt werden.

    Das ist wieder eine sehr witziges Buch mit vielen schönen Ideen, die mit viel Fantasie umgesetzt werden. Dass am Ende die Eltern spielen wollen und es kein Abendessen gibt, führt dann zur Rückkehr zur Normal-Zeit.

    Die Illustrationen mit dem kleinen blauen Bär und seiner Familie sind wieder hervorragend gelungen und es macht einfach Spaß das Buch zu lesen, wenn der Text auch etwas lang ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr auf der Streuobstwiese

    Ein Jahr auf der Streuobstwiese

    Ingrid Semmelmann

    Lorena Veerkamp

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

     Diese quadratische Broschüre beinhaltet vier kleine Geschichten. Jede ist in einer Jahreszeit angesiedelt und alle spielen auf der Streuobstwiese, die auch immer wieder von Menschen besucht wird.

    Im Frühling treffen wir die gerade aus ihrer Höhle gekrabbelte Wildbiene Wilma, die uns begleitet und vieles erklärt. Sie muss sich zuerst mit der Hummelkönigin um die wenigen Blühten streiten, doch bald gibt es genügend Nektar für alle Tiere.

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    Rudi Regenwurm bohrt Löcher in die Erde und über ihm werden die Kirschen und bald auch das andere Obst reif. Doch dann gibt es einen sehr starken Regen und so gerät Rudi in große Gefahr.

    Im Herbst begegnet uns Fiona, die Fledermaus. Natürlich ist sie meist in der Dunkelheit unterwegs und am Ende der kleinen Geschichte ist sie bereit für den Winterschlaf.

    Georg der Specht bleibt auch im Winter auf der Wiese und dank der Spuren im Schnee, sieht er den Fuchs, bevor der ihm etwas antun kann.

    Schon auf dem Cover sehen wir einen Baum, dessen Zweige alle Jahreszeiten abbilden, auch die anderen bunten großformatigen Bilder zeigen uns sehr schön die Natur. Der Text berichtet kindgerecht von den Tieren und der Veränderung, die die Wiese im Laufe des Jahres erlebt. Das Buch ist hervorragend für Vor- und Grundschulkinder geeignet.

    Dagmar Mägdefrau

  • So denke ich! Und was denkst du?      

    So denke ich! Und was denkst du?      

    Sophie Schönberger

    Emma Martschinke

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt uns die vier Tiere, die hier ein Herbstfest organisieren bzw. den Dachs, der versucht ihnen alles madig machen. Diesmal sind sich die Tiere schnell einig, sie wollen ein schönes Herbstfest feiern, doch was soll es zu Essen geben? Es gibt eine Menge Vorschläge, nur die kleine Maus Sebastian sitzt abseits und sagt nichts. Erst als die Häsin Lina ihm erklärt, dass jede*r eine Meinung haben kann, die er auch äußern darf, traut er sich „Kuchen“ zu sagen.

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    Den Vorschlag finden alle sehr gut. Doch dann taucht Dachs Enno auf, rücksichtlos bringt er die Notizen durcheinander und behauptet, dass Kuchen im Freien wegfliegen würde. Aber Lina weiß, dass das nicht stimmen kann, denn sie hat schon Kuchen bei einem Picknick draußen gegessen.

    Es gibt immer wieder Meinungsverschiedenheiten bei der Organisation des Festes, vieles kann man lösen, indem alle Ideen angewandt werden. Erst Enno macht die schönen Einladungskarten schlecht und behauptet böse Sachen, die nicht stimmen.

    Ganz hinten im Buch gibt es noch vier Felder mit Sachtexten zum Thema Meinungsfreiheit und da lesen wir auch, dass Dinge, die nicht den Tatsachen entsprechen keine Meinung abbilden, sondern Fake sind.

    Auf kindgerechte Art wird hier ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie erklärt und ich glaube, das Buch würde auch für manche Erwachsenen wichtige Informationen bieten. Denn auch sie fallen auf Fake-Infos rein und verwechseln Meinung mit falschen Behauptungen.

    Die Illustrationen zeigen sehr schön, die Gefühle der Tiere und unterstützen damit ideal den gut verständlichen Text. Ein Buch, das möglichst viele Kinder kennen sollten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Bärin

    Die Bärin

    José Ramón Alonso

    Lucia Cobo

    Aus dem Spanischen von Christina Bosse

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover ist so beeindruckend, da schaut uns ein großes Bärenauge an, der Rest des Kopfes ist nur teilweise zu sehen. Danach sehen wir die Bärentatzen als Spur im Schnee. Es wird Herbst und die Bärin ist allein unterwegs, sie „streift schwermütig umher“ und aß die letzten Früchte des Sommers. Es wird kälter und dann fällt der erste Schnee.

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    Inmitten der bergigen Schneelandschaft gräbt die Bärin eine Mulde und legt sich schlafen. Als die Sonne wieder wärmer scheint spürt die Bärin „dass sie etwas begrüßen wollte.“ Und so sehen wir sie auf dem Rücken in der Baumkrone liegend mit einem Bärenjungen auf dem Bauch. Gemeinsam gehen sie über die grüne Frühlingswiese.

    Die wunderschönen Bilder brauchen nur wenige Worte, denn sie beschreiben auf eine liebevolle Weise wie die Bärin den Winter erlebt. Und mit dem letzten Frühlingsbild spüren wir die Hoffnung und das neue Leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große Fehlen

    Das große Fehlen

    Azam Mahdavi

    Maryam Tahmasbi

    Aus dem Persischen von Mehrdad Zaeri

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Vorneweg geht die Katze, dann kommt das Mädchen und als letztes sehen wir das „große Fehlen“, denn das Mädchen hat ihre Mama verloren. Im Haus hängt eine Foto, wo sie gemeinsam Blumen eingepflanzt haben. „Dann starb Mama – und an ihre Stelle trat das große Fehlen.“ So liegt sie ganz eng an der Wand im Bett und dick daneben dieser Geist, der nun ihr einziger Freund ist.
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    Denn er sitzt bei Frühstück zwischen ihr und Papa. Immer ist das große Fehlen dabei, sogar wenn sie mit Papa auf den Jahrmarkt geht. Doch dann fängt die Blume, die sie mit der Mama gepflanzt hat, an zu blühen und sie schenkt dem großen Fehlen eine Blüte. Zusammen retten sie eine kleine Katze, die ihre Freundin wurde.

    Die Illustrationen sind zunächst in dunklen Erdtönen gehalten und sie werden erst mit dem Erblühen der Blume farbiger. Die anfängliche Distanz zum Papa wird auch immer geringer und am Schluss sitzen die beiden am Tisch nebeneinander und das große Fehlen hat am Tischende seinen Platz. Außerdem wirkt es durch die Blühten etwas freundlicher. Danach gibt es auch ein Foto, auf dem das Kind zusammen mit dem Papa etwas pflanzt, im Hintergrund mit Schaufel das große Fehlen und natürlich ist auch die Katze dabei.

    Fehlen wird Mama immer, aber das große Fehlen gehört zum Alltag und nimmt ihn nicht mehr ganz ein. Das Mädchen hat es geschafft ihre Trauer zu durchleben und kann jetzt wieder fröhlich sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Between the Lines – Band 1

    Between the Lines – Band 1

    Anna Dimitrova

    Arctis

    Leseempfehlung ab 16 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Kali und Rei, die Hauptdarsteller dieser RomCom, sie stehen an einem Regiestuhl, denn die beiden studieren an Filmakademie. Erwähnenswert ist auch der Buchschnitt, der passend zum Cover eingefärbt Filmicons abbildet. 
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    Zum ersten Mal treffen die völlig entnervte, heulende Kali und der mysteriöse Filmstudent auf der Unisextoilette aufeinander. Da sie sich nicht sehen können, braucht es schon etwas Zeit, bis sie dann aufeinandertreffen. Aber diese Eingangsszene ist humorvoll geschrieben und lässt und auf eine romantische Geschichte hoffen. Doch so schnell kommen die beiden nicht zusammen, denn Rei benimmt sich beim zweiten Treffen sehr abweisend. Da ist es gut, dass Kali in ihrer WG zwei nette Mitbewohnerinnen hat. Beide sind auch sehr interessant angelegte Charaktere. Maya, die sich immer nicht nur um ihre Geschwister kümmert, sondern auch den WG-Haushalt schmeißt und Lias, von der es heißt, wenn sie jemanden Opfer nennt, bedeutet, dass das sie ihn liebt.

    Die Beziehung von Kali und Rey ist nicht einfach zu beschreiben, eigentlich finden sie immer wieder Gründe, dass sie nur Freunde sein wollen, dabei spürt man genau, wie es zwischen ihnen knistert.

    In der Figur von Kali, die davon träumt eine gefragt Drehbuchautorin zu werden, steckt viel biografisches. So hat sie bulgarische Wurzeln und ist davon überzeugt, dass ihre Familie sie eher klein hält, statt sie zu unterstützen.

    Die Sprache empfinde ich als sehr jugendlich, so gibt es viel englische Begriffe, ganz häufig wird das Wort „Same“ benutzt. Über viele humorvolle Passagen habe ich mich amüsieren können, aber es gibt auch tiefgründige Stellen und zu Ende habe ich die Spannung deutlich gespürt.

    Dagmar Mägdefrau