Die Biber-Klasse ist eine ganz besondere Schulklasse, denn jedes Kind hat seine eigenen Bedürfnisse. Ruby hat ein Gedankenkarussell im Kopf, Senay möchte möglichst keine Fehler machen und Emre braucht zwischendurch eine Flitzepause. Im Biberbau achten die Kinder aufeinander und unterstützen sich gegenseitig. Auch ihre Lehrerin Frau Pfefferkorn kennt die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler und geht verständnisvoll darauf ein.
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„Die Biber-Klasse“ ist ein wundervolles Erstlesebuch, das Kindern bereits zu Beginn ihrer Schulzeit vermittelt: Jedes Kind ist einzigartig – und jedes Kind ist richtig, so wie es ist. Die Geschichte zeigt verschiedene Kinder und ihre besonderen Bedürfnisse im Zusammenhang mit Neurodivergenz. Dabei wird deutlich, dass oft schon kleine Veränderungen im Schulalltag helfen können, damit sich Kinder wohlfühlen und gut lernen können.
Saskia Niechzial, bekannt als @liniert.kariert auf Instagram, klärt auf verständliche und wertschätzende Weise über verschiedene Neurodivergenzen auf. Das gelingt ihr auch in diesem kurzen Erstlesebuch sehr gut. Die Kinder lernen verschiedene Bedürfnisse kennen, ohne dass diese als etwas Negatives dargestellt werden.
Besonders gelungen finde ich den letzten Teil des Buches. Dort werden die einzelnen Kinder und ihre Bedürfnisse noch einmal genauer vorgestellt. Unter jedem Text steht, was dem jeweiligen Kind im Alltag helfen kann. So bekommen nicht nur die kleinen Leserinnen und Leser einen Einblick in die unterschiedlichen Bedürfnisse, sondern auch Erwachsene erhalten wertvolle Impulse.
Auch die Illustrationen von Stefanie Reich sind wunderbar und passen perfekt zu den Texten. Sie lenken nicht vom Inhalt ab, sondern greifen die einzelnen Situationen auf und machen sie für die Kinder noch anschaulicher.
Ein liebevoll gestaltetes und wichtiges Buch, das Vielfalt, Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme vermittelt. Eine klare Empfehlung für jede Grundschulbibliothek und für Familien, die Kindern zeigen möchten, dass alle anders – und alle richtig sind.
Katrin Hemmerich


