• Jojo, elf und ein Viertel   

    Jojo, elf und ein Viertel   

    Iva Procházková

    Aus dem Tschechischen von Ferdinand Hauser

    ueberreuter

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Mit seinem Hoodie und der Kapuze auf dem Kopf, die Hände in den Taschen vergraben sehen wir Jojo auf dem Cover. Dieser Junge, dessen Alter der Titel uns verrät, erzählt von seinem Alltag und den Veränderungen, die die Pubertät mit sich bringt. Weil sie zu viel gestört haben, wurden Jojo und Oskar, sein Freund sein Kindergartentagen, auseinandergesetzt und jetzt sitzt Agatha neben ihm. Er findet sie ist ein KI- Superhirn, weil sie eine Menge weiß und deshalb mag er sie nicht besonders.
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    Als er dann auf seinem Tische eine zwölfbeinige Spinnen entdeckt und sie unerlaubterweise mit seinem Handy fotografieren will, schreit Agatha, weil sei eine Spinnenphobie hat und fällt in Ohnmacht. Das bringt die Lehrerin, deren Spitzname Köpfchen ist, auf die Idee, dass die Kinder etwas über ihre Probleme schreiben sollen. Doch dadurch hat Jojo erst ein Problem, denn er ist der Meinung, dass er keine Probleme habe. Oskar ist da zwar anderer Meinung, er findet, dass Jojo beim Erzählen immer zu sehr auf andere Themen kommt. Auch Jojos Vater kann ihm keinen guten Rat geben.

    So berichtet Jojo von der Schule, vom Basketballspielen, von seinen Eltern und den Großeltern, von der Katze und von seinem ganzen Leben. Auch da kommt er von einem Thema zum nächsten und manchmal hätte ich mit gewünscht er hätte Dinge ausgelassen, um schneller zum Ziel zu kommen. Denn zu Ende des Buches erlebt Jojo völlig neue Gefühle und er mag plötzlich ein Mädchen, was er die ganze Zeit verabscheut hat.

    Jojo kann sehr genau beschreiben, was in ihm vorgeht und er berichtet durchaus mit Humor von allem. Das Buch hat über 300 Seiten und ich muss leider sagen, dass ich es manchmal etwas langweilig fand, obwohl Jojo gerne böse Worte benutzt, die er dann mit *** versieht. Zudem ist die Übersetzung aus dem Tschechischen keine ins Hochdeutsche, es gibt viele Begriffe, die in Österreich verwendet werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eagle Rider – Erkenne, wer du bist – Band 2 

    Eagle Rider – Erkenne, wer du bist – Band 2 

    Britta Sabbag

    Raimund Frey

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Tyl hat endlich sein Zuhause gefunden – Die Adlerreiter. Er lebt im Tal der Adler mit seinen Freunden. Doch plötzlich gibt es Unruhe: Einer der Reiter möchte zu den Feinden überlaufen und diese unterstützen. Der Rote Lord will den König angreifen und marschiert mit seiner Armee auf die Burg zu.
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    Da Tyls Bruder Titus als Ritter beim König ist, versucht Tyl, ihn davon zu überzeugen, dass der Lord auf sie zumarschiert. Doch Titus verleugnet ihn auf der Burg, und so landet Tyl im Kerker.

    Währenddessen versucht Liv allein, den legendären Heilstein in der Schlucht der tausend Tode zu finden. Tyl versucht, sie zu retten und die Gruppe wieder zusammenzuführen. Wird er es schaffen?

    Da ich den ersten Teil bereits gelesen hatte, war ich sehr schnell wieder in der Geschichte drin. Der zweite Band ist, genau wie der erste, sehr spannend geschrieben, und es macht viel Spaß, Tyl weiter auf seinem Abenteuer zu begleiten. Die Geschichte ist sehr bildhaft geschrieben, und die Spannung bleibt durchgehend bestehen. Die Illustrationen untermalen den Text wunderbar. Ich hoffe es werden weitere Teile folgen, denn die Serie ist gerade für geübte Erstleser wunderbar geeignet und die Geschichte macht sehr viel Spaß. 

    Katrin Hemmerich 

  • Stark gegen Mobbing    

    Stark gegen Mobbing    

    Elisabeth Raufauf

    Sarah Tabea Hinrichs

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Der eine wird ausgeschlossen, die nächste wird auf der Toilette eingeschlossen. Mit wieder anderen wird nicht gespielt oder eine Gruppe lacht, wenn die Person an ihr vorbeigeht. All das sind Situationen, die in diesem Buch beschrieben werden – aus verschiedenen Perspektiven.
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    Mobbing ist weit verbreitet: Etwa jedes vierte Kind erfährt Mobbing. Dieses Buch klärt über das Thema auf und stellt dabei die richtigen Fragen: Was bedeutet eigentlich Mobbing? Wie passiert Mobbing? Warum wird gemobbt? Darf man aus der Reihe tanzen? Und was ist eigentlich normal? Das sind nur einige der vielen Fragen, mit denen sich das Buch beschäftigt.

    Ich bin von diesem Buch absolut begeistert! Es werden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Mobbing beantwortet. Auf den Doppelseiten finden sich nicht nur informative und für Kinder verständlich formulierte Texte, sondern auch Beispiele aus dem Alltag sowie Antworten von Kindern im Alter der Zielgruppe. Ergänzt wird das Ganze durch wunderbare Illustrationen, die die Inhalte anschaulich unterstreichen.

    Besonders schön finde ich, dass sich das Buch so genau auf die Lebenswelt von Grundschulkindern einlässt und passende Beispiele aus ihrem Alltag aufgreift. Dadurch wird das Thema greifbar und verständlich, ohne dabei an Bedeutung zu verlieren.

    Ich wünschte mir, dass dieses Buch in jedem Klassenzimmer in der Grundschule bzw. in jeder Schulbibliothek zu finden wäre, um Kinder für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und über Mobbing aufzuklären!

    Katrin Hemmerich 

  • Action Dude – Zoff im Freizeitpark – Band 1  

    Action Dude – Zoff im Freizeitpark – Band 1  

    Andy Riley

    Aus dem Englischen von Matthias Wieland

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Action Dude ist der Superheld in der Stadt. Er ist neun Jahre alt, heißt eigentlich Charlie und lebt bei seiner Mutter. Selbst der Einkauf wird zu einem filmreifen Action-Abenteuer. Als die Bürgermeisterin ihn zu Hilfe ruft, um den Freizeitpark vor den Robotern zu retten, zögert er keinen Moment. Wird er alle Besucher retten?
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    Ich habe Action Dude meinem achtjährigen Sohn in die Hand gedrückt. Er begann sofort zu lesen und legte das Comic nicht mehr aus der Hand. Man hört ihn immer wieder lachen und sein Fazit war: „Ein sehr lustiges Comic. Es hat Spaß gemacht, das zu lesen.“

    Jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen und kann ihn verstehen. Es ist sehr witzig aufgebaut. Action Dude erzählt dem Leser die Geschichte und gibt immer wieder Tipps, wie man bestimmte Dinge eigentlich nicht machen sollte, obwohl er sie gerade selbst macht.

    Wir werden sicherlich den zweiten Band zeitnah kaufen und den dritten vorbestellen.

    Katrin Hemmerich 

  • An Großvaters Hand

    An Großvaters Hand

    Michael Krüger

    Ulrike Möltgen

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Was mir an dem Buch so gut gefiel, war das Cover, auf dem der kleine Junge so vertrauensvoll die Hand seines Großvaters hält. Dazu der herbstliche Baum und die schönen Farben. Der Autor Michael Krüger berichtet von seiner Kindheit, die er in den ersten Lebensjahren bei seinen Großeltern auf dem Bauernhof verbrachte. Er ist ein Kriegskind und seine Eltern wollten ihn nicht im zerstörten Berlin groß werden lassen.

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    „Die Russen“, die im Leben des kleinen Jungen allmächtig und abschreckend waren, haben einen Verwalter für den Hof eingesetzt und die Großeltern müssen sich mit ihrem Enkel auf ein Zimmer mit Plumpsklo beschränken. Natürlich leidet so ein Kind nicht so sehr unter den Umständen, während sein Großvater eine große Traurigkeit ausstrahlt. Er zeigt dem Kind die Natur, mit ihren Pflanzen und Tieren. Michael darf sogar mit vier Jahren draußen übernachten. Wenn es auch keine ganze Nacht war, die er in der Dunkelheit verbracht hat, so schwärmt er noch heute davon. Mit Beginn der Schule zieht er dann zu den großen Geschwistern und den Eltern nach Berlin, hier kommt er auf ungewöhnlichem Wege an eine Schildkröte.

    Gerade wenn man selbst keine Großeltern hat, die von früher erzählen, ist so ein kleiner Erzählband eine feine Sache. Mich haben auch die warmen Illustrationen im Buch erfreut.

    Schade fand ich, dass das Schulkind wohl nicht mehr die Großeltern besucht hat oder er hat es einfach nicht mehr erwähnt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Klassenbuch – Wer gewinnt im Spiel des Lebens?

    Klassenbuch – Wer gewinnt im Spiel des Lebens?

    Gerda Raidt

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Unter einem Klassenbuch hatte ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt und ich denke, so ist es auch beabsichtigt. Denn dieses Klassenbuch beschreibt die Klassen unserer Gesellschaft, die es immer noch gibt und wie ich befürchte, immer geben wird. Eine kleine Fotogalerie beginnt mit einem Babybild und auf dem letzten Foto geht der kleine Junge mir der lustigen Zahnlücke in die Schule.

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    Da sitzt er mit seinen Mitschülerinnen und Mitschüler in der Klasse. Was werden sie wohl mal werden? Ist das, was jetzt folgt ein großes Spiel? Uns werden Personen vorgestellt, die sich durch ihre Kleidung sehr voneinander unterscheiden, durch kleine Infos werden wir auf die Unterschiede hingewiesen. Aber stimmt das, was behauptet wird oder sind es Vorurteile? Wir unterscheiden uns auch durch unsere Sprache oder durch unsere Tischgewohnheiten. Wir lieben unterschiedliche Musik und Kunst und treiben verschiedenen Sport. Aber auch unsere Vor- und Nachnamen sind sehr verschieden und sie führen eventuell dazu, dass wir einen Job oder eine Wohnung nicht bekommen. Wo und wie wir wohnen, liegt u.a. am Einkommen und an der Herkunft. Vielleicht fühlen wir uns nicht dazugehörig, weil wir irgendwie anders sind und uns dadurch ausgegrenzt fühlen?

    Neben den vielen kleinen Bildern, die die beschriebenen Menschen und Situationen abbilden, gibt es kurze Texte und gelb unterlegte Sterne. Auf diesen Sternen sind Aussagen wie „Das ist doch schrecklich ungerecht“ oder „Und hat man das dann verdient?“ gedruckt. Diese Aussagen werden sicher zu Diskussionen bei den Leserinnen und Lesern führen und dafür ist dieses Buch sicher auch gedacht. Es endet mit einem Text der „Aber eigentlich müssen wir die Regeln ändern!“ überschrieben ist. Und ich frage: „Warum eigentlich?“

    Dagmar Mägdefrau

  • Noch mal sehen wir nicht weg!

    Noch mal sehen wir nicht weg!

    Andrée Poulin

    Sophie Casson

    Übersetzung aus dem Französischen Klaus Cäsar Zehrer

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Wir sehen viel hundeähnliche Wesen in Kleidung auf dem Cover, sie alle halten sich an den Händen.

    Der weiße Hund im braunen Anzug, ist der Großvater von dem hier berichtet wird. Aber zunächst gibt es eine Warnung des Enkels vor der Gleichgültigkeit. Der Großvater steht auf der Terrasse seiner Villa und schaut in eine friedliche Landschaft, doch „niemand ahnt, dass die Kaltschnauzen sie beobachten.“ Dann sehen wir sie schon, graue Hunde mit brauen uniformartigen Anzügen und einer schaut durch das Fernglas ins Tal.

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    Im Ort wohnen Rotfüchse friedlich mit den anderen zusammen, sie werden freundlich gegrüßt. Doch die Kaltschnauzen finden sie zu Rot, sie passen nicht ins Stadtbild. So führen die Kaltschnauzen sie ab und wie alle hat der Großvater geschwiegen. „Er war ja kein Rotfuchs.“ Auch die Wölfe bestellten bisher friedlich ihr Feld, bis die Kaltschnauzen fanden, sei gehörten nicht hierher, weil sie ihren Acker haben wollen. Wieder hat der Großvater nichts unternommen.

    Doch nachdem vieler der Abgeführten in Umerziehungslagern umkamen, hassten die Kaltschnauzen auch große Hunde, besonders, wenn sie superreich waren, wie der Großvater. „Als die Kaltschnauzen meinen Großvater holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

    Die Autoren wurden angeregt von den Worten Martin Niemöllers aus dem Gedicht „Habe ich geschwiegen“.

    Gerade in dieser Zeit, die leider immer häufiger mit 1933 verglichen wird, ist es wichtig zu begreifen, dass wir jetzt nicht wegsehen dürfen und hoffen, dass es vorbei geht, ohne dass es uns trifft. Meine Familie hat keine Verfolgung erlebt und sie war nicht in der Partei, was auch immer das beweis kann. Aber trotzdem bleibt die Schuld, dass keiner etwas unternommen hat. Ich hoffe, dass wir diesmal mutiger sind und dieses Buch kann vielleicht aufrütteln. Mich hat es betroffen gemacht und nachdenklich. Bitte schaut es euch an!

    Dagmar Mägdefrau

  • Unserem Wasserverbrauch auf der Spur

    Unserem Wasserverbrauch auf der Spur

    Nina Kwee

    Vanessa Morbach

    Zaradiso

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover dieser Broschüre sehen wir eine Einkaufsstraße und dort sind die Protagonisten unser drei kleinen Geschichten zu sehen. Ganz rechts sehen wir Kira, die mit ihrem Papa Lebensmittel einkauft. Zunächst geht es um Obst und Papa erklärt, wieviel Wasser für den Bananenanbau benötigt wird und Kira entscheidet sich dann für Äpfel aus der Region.

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    Totales Entsetzen löst dann die Zahl, die für den Reis benötigt wird, bei Kira aus, denn es sind 20-30 gefüllte Badewannen für ein Kilo Reis notwendig. Vor dem Handyladen sehen wir Paul auf seinem Roller mit seiner Mama und seinem großen Bruder. Dieser Bruder möchte ein neues Handy und Paul lernt bei seinem Projekttagen in der Schule, wie sehr das Coltan, das im Handy verbaut wird, das Wasser verschmutzt. Links vor der Kleiderbörse, einem Secondhandladen, treffen wir Loris und seine Oma. Loris liebt Mais und er möchte ein entsprechendes Kostüm zum Fasching tragen. Deshalb geht er mit Oma in einem Laden, doch ein Mailkolbenkostüm wird nicht angeboten. Da näht seine Omas, die als junge Frau in Mali das Nähen gelernt hat, ihrem Enkel ein tolles Kostüm.

    In allen Geschichten geht es um Wasser und wir man seinen Verbrauch verringern kann. Man muss nur wissen, wofür besonders viel Wasser benutzt bzw. verschmutzt wird und dann kann sich jeder überlegen, was für ihn die machbare Alternative sein kann. Beim Einkauf kann man sich für regionale Produkte mit wenig Wasserverbrauch entscheiden, das Handy so lange nutzen, bis es nicht mehr funktioniert (vielleicht macht auch eine Reparatur Sinn?) und Kleidung kann man länger tragen und gebraucht kaufen.

    Ich kann das Buch für Grundschüler sehr empfehlen und sicher ist es eine gute Grundlage für das Thema „Wasserverbrauch“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Marias Weihnachtsgeschichte

    Marias Weihnachtsgeschichte

    Mathilde Stein

    Sophie Pluim

    Aus dem Niederländischen von Irene Dangl

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die junge Maria, die ziemlich wütend ausschaut. „Stell dir mal vor…“ so beginnt das Buch und wir werden aufgefordert, in die Rolle der Maria zu schlüpfen. Sie ist gerade mal 14 oder 15 Jahre alt und soll schon heiraten. Dann macht sie sich auf, um Wasser zu holen und auf dem Rückweg begegnet ihr ein Engel. Das Mädchen ist so erschrocken, dass sie den Krug mit Wasser loslässt und er klirrend zerbricht.

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    Der Engel beruhigt Maria mit netten Worten und nennt ihr den Namen, den das Kind, das sie bekommen wird, tragen soll. Als sie dem Zimmermann Josef von ihrer Schwangerschaft erzählt, wird der schrecklich wütend und zerstört in seiner Wut Möbel, die er schon für das Haus gemacht hat. Doch über Nacht beruhigt er sich wieder und am Morgen überrascht er Maria mit einer Wiege.

    Neben der gut verständlich erzählten Geschichte, die wir schon so oft gelesen und gehört haben, sind die Illustrationen so passend gezeichnet, dass ich mich direkt in die Landschaft hineinversetzt gefühlt habe.

    Diese Buch werde ich ganz sicher in diesem Advent und zu Weihnachten vorlesen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die neben den Geschenken und dem Baum, den Grund erfahren möchten, weshalb wir Weihnachten feiern. Auch wenn sie selbst nicht an Jesus glauben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tschipo

    Tschipo

    Franz Hohler

    Thomas M. Müller

    Atlantis

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Was würde wohl passieren, wenn Dinge, die man träumt, mit in die Gegenwart genommen werden könnten? Tschipo ist so ein Junge. Als er am Morgen wach wird, steht die ganze Wohnung voller Wasser, nur weil er geträumt hat, dass er mit einem Boot unterwegs sei. Aber das Schlimmste kommt ja noch, denn an einem Morgen ist Tschipo plötzlich verschwunden und ein Schlaffachmann vermutet, dass er bei einem anderen Träumer gelandet ist. 
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    Dabei handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug notlanden musste. Auch er träumte so tief, dass auch er seine Träume ins Jetzt mitnahm. Und wirklich, die beiden treffen sich auf einer einsamen Insel und da Tschipo von einem Boot träumt, das dann wirklich im Meer verankert ist, können die beiden die Insel verlassen. Bald landen sie auf einer anderen Insel, auf der alles Schwarz ist, weil es aus Kohle besteht. Nachdem Tschipo geträumt hat, verwandelt sich alles wieder in seine normale Form.

    So erleben die beiden noch viele haarsträubende Abenteuer, dabei entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Träumern. Einen träumenden König gilt es zu wecken und das ist gar nicht so einfach. Am Ende gibt es eine Lösung, wie es den drei Träumern gelingen kann, ihre Träume beim Erwachen abzuschalten, damit sie keine verrückten Dinge anstellen.

    Die einzelnen Episoden strotzen nur so von fantastischen Szenen, da braucht es schon eine Menge Fantasie, so etwas zu erfinden. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine kleine Illustration, wie Tschipo mit seinem Freund Tschako bei den fliegenden und zwitschernden Fischen landet könnt ihr auf dem Cover bewundern.

    Im Text tauchen immer wieder Schweizer Ausdrücke auf, so lernen wir noch ein paar neue Begriffe und wenn wir mal in der Schweiz Urlaub machen, hilft es beim Verstehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wurzelflitzer – Auf Expedition in den Grugapark

    Wurzelflitzer – Auf Expedition in den Grugapark

    Jenny Jung-Giantsios

    Blackcat Verlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Das Cover ist wunderschön gestaltet und zeigt die sechs Pflanzen, die es in den Essener Grugapark zieht. Die Fensterbank WG besteht aus dem Gummibaum Gunnar, der von Mallorca stammt und der fröhliche Ballermannlieder mag. Der Kaktus Kalle ist, wie sein Äußeres, etwas kratzbürstig, aber wir erfahren, dass er einen weichen Kern hat.

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    Sehr selbstbewusst und von sich überzeugt ist die schöne Orchidee Orelia. Aus einem Schulprojekt stammt der Salat Simsalabim, er und das schüchtere Veilchen Valentina mögen sich sehr. Dann ist da noch die fleischfressende Pflanze Mampfred, die in dem ganzen Buch nichts frisst.

    Gunnar weckt in seinen Freunden den Wunsch, sich zu bewegen und so trainieren die Pflanzen, aus dem Topf zu steigen und auf ihren Wurzeln zu laufen. Es gibt zwar immer wieder kleine Meinungsverschiedenheiten, aber am Ende schaffen sie es, in den Garten zu „laufen“. Leider gibt es dort den Angriff einer Schnecke auf Simsalabim, der mit Hilfe der anderen abgewehrt werden kann. Für ihren Ausflug in die Gruga müssen die Pflanzen einen Plan machen, das ist gar nicht so einfach, wie ihr euch vorstellen könnt.

    Fantasie ist in diesem Buch das Wichtigste, die Leserinnen und Leser müssen sich völlig von den Gesetzmäßigkeiten dieser Erde befreien. Da laufen Pflanzen, sie unterhalten sich und wissen so vieles, das ihnen auf ihrer Fensterbank nie begegnet sein konnte. Da wird von zwei Augen, mit denen sie gucken, berichtet und sie unterliegen den lokalen Eigenheiten ihrer Herkunft. Aber das Allerwichtigste ist ihre Freundschaft und ihre gegenseitige Unterstützung. Wenn wir also alle Logik vergessen und dieses Buch als ein fantastisches Abenteuer nehmen, dann macht das Lesen dieser Geschichte Spaß, denn sie ist spannend und mit viel Herzblut geschrieben.

    Die kleinen bunten Bildchen, die die Autorin selbst gezeichnet hat, lockern den Text sehr schön auf.

    Dagmar Mägdefrau

  • So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    Axel Täubert

    Christine Paymann

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Wieder geht es mit der Familie Strudel durch ein erklärendes Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene. Diesmal ist Onkel Emil zu Besuch, ein Erfinder, der auf die Bestätigung des Patentamtes wartet und der sich sehr gut mit KI auskennt. Außerdem ist er ein entspannter Typ, der immer ein Lösung parat hat.
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    Da Onkel Emil einen Smart Speaker mitbringt, wird seine Funktion zuerst erklärt. Wir erfahren einiges über Alan Turing und wie er Menschen von Maschinen unterscheidet. Die Geschichte der KI wird mit einer Achterbahn verglichen und dann geht es um ihre Funktionsweise. Wie sie lernt und auf welche Arten. Schon 1843 geht es mit dem ersten Computerprogramm los, dann gibt es viel Stationen bis 2022 ChatGPT an den Start geht. Transformer zu erklären, ist nicht so ganz einfach, aber hier ist es sehr verständlich erklärt. Das Wichtigste aber ist, dass unsere Fragen an die KI genau gestellt werden, denn nur so kann sie präzise antworten. Wie sieht es aus, wenn wir Kunst und Musik durch die KI erstellen? Oder sogar Personen und Sprache in einen anderen Zusammenhang bringen? Aber man kann auch spielen mit KI, sogar selbst Spiele erzeugen. Natürlich werden auch die Gefahren und die unklare rechtliche Lage zum Thema.

    Die Seiten sind in verschiedene Blöcke aufgeteilt, meist gibt es eine kleine Geschichte von der Familie Strudel und dann Erklärungen und Informationen, immer in kleinen Dosen und gut verständlich geschrieben. Durch kleine Illustrationen werden die bunten Seiten zusätzlich aufgelockert. Das Buch wird sicher kaum am Stück gelesen, es kann auch sehr gut als eine Art Lexikon nützlich sein. Ich habe einiges erfahren und konnte manches besser verstehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Emma glaubt nicht an Feen -Band

    Emma glaubt nicht an Feen -Band

    Cornelia Funke

    Elias Linnekuhl

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Emmas Mama hat ihrer Tochter eine Menge über die Natur beigebracht und sie auch gelehrt, achtsam mit allem umzugehen. Sie selbst lässt „Unkraut“ in ihrem Garten wachsen, worüber sich ein Nachbar sehr aufgeregt hat. Als Emma noch die kurze Zeit bis zum Essen im Garten verbringen wollte, findet sie zwei Schnecken, die sie hinter dem Garten in den verwilderten Park bringen will. Doch hier taucht vor ihren Augen eine Hummel auf, die ein richtiges Gesicht hat.

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    Verwundert krabbelt Emma durch die Brombeerhecke, um dem Tier zu folgen. Leider wird sie angegriffen und etwas trifft ihre Stirn. Da passiert das Ungewöhnliche, Emma schrumpft auf die Größe einer Maus. Jetzt trauen sich ungewöhnliche Wesen in Emmas Nähe und obwohl sie nicht an Feen glaubt, stellt es sich heraus, dass es hier hinter der Brombeerhecke in einer anderen Welt einige davon gibt.

    Für Emma ist es nicht ganz leicht in dieser anderen Welt, denn ihre Größe macht sie zum Fressen für viele Tiere und die Wächterinnen wünschen ihr sogar, dass der Fuchs sie frisst. Zum Glück gibt es auch Feen, die Emma retten wollen, aber das ist nicht so einfach, denn seit einiger Zeit treibt sich der Trampler hier herum und er vernichtet die Pflanzen. Deshalb sind auch die Pflanzen Emma nicht wohlgesonnen.

    Eine fantastische Geschichte voller Abenteuer mit vielen großformatigen poetischen Zeichnungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lottie Brooks: Total chaotische Weihnachten – Band 5

    Lottie Brooks: Total chaotische Weihnachten – Band 5

    Katie Kirby

    Aus dem Englischen von Katharina Diehl

    Atrium

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Chaotisch ist das wichtigste Wort auf dem rosa Cover! Wenn ihr ganz genau hinschaut, dann sehr ihr ganz unten Lottie mit ihrer Truthahnmütze, die sie beim Wichteln in der Schule bekommt. Das Buch beginnt am 30. November und endet in der Neujahrsnacht. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wieviel Chaos in dieser Zeit möglich ist.

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    Da gibt es Lotties Ex-Freund Daniel, den Franzosen Antoine, der Lottie, warum auch immer, ma petite Mülleimer nennt und ihre Hamster, die in ihrem Zimmer leben. Dann ist da noch Lotties Familie, ihre von den Weihnachtsvorbereitungen zu Recht völlig überforderte Mutter, ihr besonnener Vater, Bruder Toby, der gerne Streiche macht, und die Baby-Schwester Bella, die als erstes Wort „Kacka“ sagt. Später reisen auch noch andere Familienmitglieder an, die zur Vergrößerung des Chaos beitragen.

    In den täglichen Berichten wird die Situation immer schlimmer und dank Lotties „Kopf-in-den-Sand-stecken“- Theorie ist der 1. Weihnachtstag an Chaos kaum zu überbieten.

    Dieses Tagebuch der vorweihnachtlichen Geschehnisse liest sich mit viel Witz, wenn mir auch manchmal der Humor etwas zu ekelhaft ist. Auch die Häufung der chaotischen Situationen, die teilweise voraussehbar sind, haben mich oft überfordert. Die Illustrationen bestehen aus Strichfiguren, die aber meist sehr aussagekräftig sind. Der Buchschnitt wirkt dagegen wie ein ganz normales Weihnachtsbuch. Echte Lottie-Fans werden jubeln!

    Dagmar Mägdefrau

  • Die uncoolsten Superhelden der Welt

    Die uncoolsten Superhelden der Welt

    Christina Wolff

    Paula Jerez

    WooW Books

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Ich bin ja nicht so eine Superhelden-Kennerin. Aber dieses Buch habe ich trotzdem genossen. Paul bezeichnet sich selbst als Nerd und gleich auf den ersten Seite wird der Begriff erklärt. Dann startet das Buch an seinem 11. Geburtstag und zusammen mit seiner Freundin Maria macht er sich auf in den Schrebergarten zu Oma Klewer. 
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    Die Oma kann nicht nur Kuchen mit Smarties backen, sie hat auch ein geheimes Labor im Keller, das die Kinder entdecken, als die Oma plötzlich verschwunden ist. Hier machen sie allerdings eine Entdeckung, die ihre Körper völlig verändert. Obwohl Paul der große Spiderman-Fan und Kenner ist, kann Charlotte Spinnweben schießen. Pauls Veränderung erinnert da eher an Batman. Zusammen mit Thabo, der sowas wie ein wandelndes Lexikon ist, bestehen die vier Kinder ein spannendes Abenteuer, in dem es nur so vor Superhelden und Bösewichten wimmelt.

    Ich bin völlig fasziniert, wie die Autorin es schafft so viele Superhelden in dieses Buch zu bringen. Sie muss sehr natürlich sehr genau in der Materie auskennen, denn die Kinder, die dieses Buch lesen, werden genau wissen, wie das mit den Superhelden so läuft. Spannung und Humor, das ist die Mischung, die ich liebe und hier passt alles supergut. Kleine Illustrationen und Geräusche, wie KAWUMM!!! lockern die Seiten zusätzlich auf, so macht das Lesen richtig Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs – Band 2 

    Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs – Band 2 

    Jennifer Bell

    Übersetzt aus dem Englischen von Friedrich Pflüger

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Betsy und Kosh dürfen endlich mehr über die Magicores lernen und in den Ferien zur Schule gehen. Doch während einer Unterrichtsstunde wird die Schule vom Schattenschmied angegriffen. Panik bricht aus, und plötzlich wird Kosh verdächtigt, der Schattenschmied zu sein. Betsy und Kosh müssen fliehen und versuchen fortan auf eigene Faust herauszufinden, wer wirklich hinter dem Schattenschmied steckt.
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    Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise und werden dabei von ihrem neuen Freund Mateo, den wir bereits aus dem ersten Band kennen, unterstützt. Viel Zeit bleibt ihnen allerdings nicht, denn die Pläne des Schattenschmieds sind von zerstörerischer Natur.

    Auch dieser Band überzeugt, wie schon der erste Teil, mit einer bildgewaltigen Sprache, durch die man in seiner Vorstellung direkt in die Welt der Magicores eintaucht. Man fiebert durchgehend mit und es macht großen Spaß zu sehen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln und die Freundschaften zwischen ihnen immer stärker werden.

    Ich hatte auch mit diesem Buch wieder sehr viel Spaß und freue mich schon darauf, den dritten Teil zu lesen.

    Die Altersempfehlung finde ich weiterhin perfekt gewählt, und geübte Leser*innen werden keine Schwierigkeiten haben, dieser Reihe zu folgen. Gleichzeitig eignet sich die Geschichte auch hervorragend zum Vorlesen.

    Auch für diesen Band gilt weiterhin: Wer auf der Suche nach einer magischen und gleichzeitig spannenden Reihe ist, ist hier genau richtig.

    Katrin Hemmerich 

  • Hört uns mal zu!

    Hört uns mal zu!

    Andrea Behnke

    Johanna Mücke

    Hase und Igel

    Leseempfehlung 5. – 8. Klasse

    AkkordWort ist ein Jugendtreff, in dem viel Musik gemacht wird. Nino bringt sein Akkordeon mit, Mitray spielt auf ihrer Bağlama, einer langhalsigen Zupflaute. Cecile besucht eine Musikschule und spielt schon sehr gut auf ihrer Querflöte. Ergänzt wird die Gruppe durch Mateo, der hervorragend Texte schreibt und sie gerne als Rap vorträgt.
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    Diese ganz unterschiedlichen Jugendlichen machen gemeinsam Musik mit Bennet, einem Lehrer, der nachmittags im AkkordWort arbeitet. Als die Leiterin den vieren den Vorschlag macht, zur Ausstellungseröffnung einer NS-Gedenkstätte etwas beizutragen, sind diese sofort begeistert. Zu Vorbereitung besuchen sie den Südbahnhof, denn von hier wurden die Menschen deportiert. Obwohl sie schon in der Schule von der Shoah gehört hatten, waren die Jugendlichen entsetzt von der Menge der getöteten Menschen. Nino hört hier auch von den Homosexuellen, die ebenfalls ins Konzentrationslager kamen. Alle vier feilen immer wieder an Texten und bringen dabei ihre eigenen Gefühle ein. Doch dann steht an der Wand des AkkordWort „Schwulenheimat“ und die Besucher des Treffs müssen sich um die Zukunft des Ortes, den sie als ihr „Daheim“ empfinden, sorgen.

    Das Buch hat 144 Seiten und einige bunte, sehr gelungene Illustrationen. Die Geschichte wird sehr spannend erzählt, die Kapitel spielen abwechselnd im AkkordWort und bei den Jugendlichen. So erfahren wir einiges über die familiäre Situation der Jugendlichen. Aber auch die Vergangenheit, die hier mit dem Bahnhof einen Ort hat, ist Thema in der Geschichte. Die Auseinandersetzung mit Homosexualität, damals und heute. Der Kampf um den Erhalt des Treffs, Aussagen, die weh tun, und noch vieles mehr findet sich in diesem Buch.

    Sehr gut gefielen mir die Passagen, in denen es um KI und ihre Auswirkungen geht und wie real die Situation beschreiben wird.

    Für Schulen gibt es Begleitmaterial und ich finde, dass dieses Buch eine hervorragende Schullektüre ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Straßenbahn ins Leben    

    Die Straßenbahn ins Leben    

    Pea Ranno

    Aus dem italienischen Ulrike Schimming

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Rom, der 16. Oktober 1943.Die Deutschen haben Rom besetzt und führen eine Razzia im jüdischen Ghetto durch. Emanuele wird dabei von seiner Mutter getrennt und flieht. Er steigt in eine Straßenbahn und vertraut sich dort dem Fahrkartenkontrolleur an. Zweieinhalb Tage fährt Emanuele mit dieser Straßenbahn durch Rom. Durch die Menschlichkeit bzw. Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter der Bahn wird er schließlich gerettet. 
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    Bis ein Freund der Familie ihm mitteilt, dass der restliche Teil seiner Familie die Razzia überlebt hat, und Emanuele zu ihnen bringt.

    Die Geschichte von Emanuele beruht auf wahren Begebenheiten. Sie ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und er lebt bis heute.

    Ich bin der Meinung, dass gerade in der heutigen Zeit solche Geschichten besonders wichtig sind, damit Kinder möglichst viel über diese schreckliche Zeit erfahren. Das Buch ist so geschrieben, dass Kinder ab etwa zehn Jahren die Geschichte gut verstehen und auch problemlos selbstständig lesen können.

    Die Sprache ist sehr bildlich und durch ein Glossar werden Wörter und Orte, die vielleicht nicht bekannt sind, verständlich erklärt. Dadurch kann man die Geschichte und die damalige Zeit sehr gut nachvollziehen.

    Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und bin dankbar, dass ich es lesen durfte!

    Katrin Hemmerich