• Majnka

    Majnka

    Olga Stehliková

    Andrea Tachezy

    Aus dem Tschechischen von Jana Krötzsch

    Balaena

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Majnka, die ihren Namen Magdaléna nicht mag und sich deshalb lieber mit Majnka ansprechen lässt, lebt mit ihrer Mama, die Biologin ist, und ihrem dicken Papa, der Mathelehrer ist, auf einem Dorf in der Nähe von Prag. Sie interessiert sich für alles, was mit Natur zusammenhängt. Ihre Mutter hat ihr eine Menge erklärt und Majnka hat ein riesiges Wissen über Tiere und Pflanzen. 
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    Wenn sie uns etwas erzählt, geht es meiste darum, dass sie etwas im Wald sieht und sofort fällt ihr ganz viel dazu ein. Deshalb dauert es eine Weile, bis wir von der Krankheit der Mutter erfahren. Sie hat Krebs und erst nach einer Operation erzählen die Eltern Majnka davon. Die Oma, die Majnka sehr liebhat, zieht ein und besorgt den Haushalt. Jetzt kocht sie und nicht mehr nur der Papa. Als Majnka mal, weil sie sich über die Biologielehrerin geärgert hat, statt nach er Schule nach Hause zu gehen, in den Wald geht und sich dort verläuft, sorgen sich Papa und Oma um sie. Aber als Majnka wieder wohlbehalten zu Hause ankommt, beschließen sie Mama nicht davon zu erzählen. Doch bald darauf schickt die bettlägerige Mutter ihr Kind für eine Nacht alleine in den Wald.

    Ich muss sagen, dass mir Majnka unendlich leidtut, nicht nur, dass sie ihre Mutter eine lange Zeit durch die Krebserkrankung begleitet und sie sie am Ende verliert, auch weil sie gar keinen gleichaltrigen Kindern begegnet. Sie hat keine Freunde, weder in der Schule noch Nachbarkinder oder Verwandte. Sie lebt abgeschlossen in ihrer Welt und dort dreht sich alles um Tiere und Pflanzen. Wenn man sich durch die vielen Sachinformationen nicht gelangweilt fühlt, erlebt man mit Majnka abenteuerliche Geschichten und ihre teilweise verwunderliche Sichtweise bringt sie oft in Schwierigkeiten, denn sie hat einen starken Willen  und ein eigenes Bild von der Welt.

    Auf vielen Doppelseiten gibt es sehr künstlerische Illustrationen, die eine Collage der Geschichte abbilden und die mich sehr fasziniert haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jani und die Sache mit der Mutmaschine

    Jani und die Sache mit der Mutmaschine

    Iris Tritsch

    Anna Lisicki-Hehn

    neunkirchener

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Jani, den wir auf dem Cover sehen, schaut über seine selbstgebastelte Mutmaschine. Wieso er sie braucht, darum geht es in diesem Buch. Es beginnt mit der Frage „Wer hat eigentlich gesagt, dass Superhelden keine Angst haben dürfen?“ Dann sehen wir Jani als Astronaut durchs Weltall fliegen, aber leider stimmt das so nicht, denn Jani ist ängstlich und er traut sich kaum am Eiswagen ein Eis zu bestellen.

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    Er ist dann so aufgeregt, dass ihm seine Lieblingssorte nicht einfällt und er Minze-Schoko essen muss. Sein aller größtes Problem ist der Übernachtungstermin mit Ava und Nori im Zelt im Garten. Jani schafft es nicht sich jemand anderen als seinem Kaninchen Klothilde anzuvertrauen. Deshalb baut er eine Mutmaschine aus Dingen, die er bei seinen Großeltern findet. Die versteckt er im Zelt und hofft, dass er damit seine Angst vertreiben kann.

    Doch dann kommt alles ganz anders und am Ende stellt sich heraus, dass auch seine Freunde Ängste haben. Deshalb wird am Ende im Wohnzimmer gezeltet. Was mir als Lösung sehr gut gefällt.

    Im hinteren Teil des Buches gibt es noch viele Informationen für Erwachsene über das Thema „Angst“. Ich finde es immer sehr beruhigend, wenn sich herausstellt, dass andere auch nicht mutiger sind und der Gedanke, dass es Superhelden nicht anders geht, hat auch etwas Schönes. Angst gehört dazu und rettet uns häufig vor verrückten und gefährlichen Dingen. Die farbenfrohen Illustrationen, besonders das Bild, wo die Drei ausgelassen tanzen, ergänzen die Geschichte sehr gut. Das Buch eignet sich sicher auch zum Schulstart, denn trotz aller Freude darüber, haben die Erstklässler sicher auch ein Grummeln im Bauch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cleo, Chaos und Konfetti  

    Cleo, Chaos und Konfetti  

    Lena Hach

    Jutta Wetzel

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Cleo, ein Mädchen mit ADHS, gewinnt bei einem Gewinnspiel in der Bücherei ein Achtsamkeitstagebuch. Anfangs ist sie davon alles andere als begeistert, doch schließlich probiert sie es aus – und nimmt uns mit in ihren turbulenten Alltag, ihre Gedanken und Gefühle. Dabei erlebt sie so einiges: sei es ihr Bruder, der überall seine Nase hineinsteckt, oder die Vorbereitungen der Klasse auf den großen Kostümwettbewerb an Karneval. Und dann verschwinden plötzlich auch noch die gesammelten Süßigkeiten aus der Klasse …
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    Lena Hach hat ein wundervolles Buch geschrieben. Ich liebe es, wie Cleo dargestellt wird: ein liebenswertes, kreatives Kind mit einem riesigen Gedankenkarussell im Kopf. Durch die humorvollen Tagebucheinträge bekommt man einen tollen Einblick in ihre Gedankenwelt und erlebt, welche außergewöhnlichen und schönen Ideen in einem Kinderkopf mit ADHS entstehen können.

    Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht verständlich. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut für Kinder, die schon etwas fortgeschrittener im Lesen sind. Gleichzeitig ist es auch eine tolle Geschichte zum Vorlesen für jüngere Kinder.

    Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es vermittelt bereits auf den ersten Blick das Chaos, das in Cleos Kopf herrscht, und ist liebevoll gestaltet. Die Illustrationen im Buch passen wunderbar zum Text und lockern die Geschichte zusätzlich auf. Gerade für Leseanfänger ist das schön, da sie sich durch die Bilder nicht direkt von zu viel Text erschlagen fühlen.

    Ein humorvolles, warmherziges und kindgerechtes Buch, das ADHS auf eine liebevolle Art und Weise sichtbar macht. Eine klare Leseempfehlung von mir!

    Katrin Hemmerich 

  • Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet vermisst sein altes Zuhause. Er möchte nicht mehr gemeinsam mit seinem Vater in dem kleinen Pizza-Van wohnen und arbeiten, sondern wieder in einem richtigen Haus oder einer Wohnung leben und eine eigene Pizzeria haben. Doch plötzlich taucht eine mysteriöse Reporterin auf und beginnt, Piet und seinen Vater über die Zaubertränke auszufragen. Gleichzeitig wird ihr altes Zuhause völlig verwüstet und alles gründlich durchwühlt.
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    Bei einem spaßigen Nachmittag mit seinen drei Freunden nimmt Anna den Schrumpftrank – doch diesmal wird sie anschließend nicht wieder groß. Piet, Archie, Jeremy, Anna und ihr Hund Nutzlos beschließen deshalb, Silva Tregoning zu finden, damit sie ihnen einen Wachstumstrank brauen kann. Eine abenteuerliche Reise voller Gefahren, spannender Momente und überraschender Wendungen beginnt.

    Diese Trilogie ist einfach fantastisch! Schon den ersten und zweiten Band haben mein Sohn und ich innerhalb kürzester Zeit abends gemeinsam gelesen. Die Kapitel werden von Band zu Band spannender, und wenn ich vorgelesen habe, war es oft gar nicht so einfach, einen guten Zeitpunkt zum Aufhören zu finden – mein Sohn wollte unbedingt weiterlesen.

    Ich habe schon lange kein so spannendes und gleichzeitig so wunderbar für Grundschulkinder geeignetes Buch mehr gelesen. Dabei kommen auch der Humor und die witzigen Situationen nie zu kurz. Besonders die Gespräche und die Dynamik zwischen den Hauptfiguren haben uns immer wieder zum Lachen gebracht.

    Wir sind ein wenig traurig, dass wir uns nun quasi von dieser tollen Reihe verabschieden mussten. Gleichzeitig bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass wir diese Bücher gelesen haben. Eine wunderbare Reihe für gemeinsame Vorleseabende bzw. als Bücher zum selber lesen. 

    Katrin Hemmerich 

  • Deepworld 

    Deepworld 

    Anja Reumschüssel

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nachdem sein bester Freund weggezogen ist, bekommt Gustav eine neue Sitznachbarin in der Schule: Ruby. Gustav wundert sich darüber, was für komische Figuren und Monster sie in ihr Heft zeichnet, und sie redet nicht wirklich mit ihm. Doch nachdem Gustav ein Referat über sein Hobby gehalten hat, kommt Ruby auf ihn zu und lädt ihn zu sich nach Hause ein. Dort beginnen sie, „Deepworld“ zu zocken – ein Spiel, das man mithilfe einer VR-Brille spielt.
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    In „Deepworld“ tauchen nicht nur die Monster aus Rubys Zeichnungen auf, sondern die beiden erleben auch wesentlich gefährlichere Begegnungen. Schon bald scheint das Spiel ein Eigenleben entwickelt zu haben. Ob sie es schaffen, das Spiel zu gewinnen, wird sich zeigen.

    Ich hatte das Buch schon länger zu Hause liegen, nachdem ich in einem Buchladen mitbekommen hatte, wie der Buchhändler es mit voller Überzeugung empfohlen hat. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden, es zu lesen, und ich muss sagen: Es ist absolut großartig und unglaublich aktuell!

    Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und hätte es nicht einmal für einen Moment aus der Hand legen können. Der Schreibfluss ist sehr flüssig, und die Geschichte hält die Spannung bis zum Schluss. Besonders gut gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit dem Thema KI und gleichzeitig mit dem Zocken von Computerspielen. Das Buch zeigt kritisch auf, welche Gefahren hinter diesen Themen stecken können, ohne dabei langweilig oder belehrend zu wirken.

    Eine ganz klare Buchempfehlung für Kinder und Jugendliche, die sich für KI, Gaming und spannende Geschichten interessieren!

    Katrin Hemmerich  

  • Die Biberklasse – Alle anders, alle richtig

    Die Biberklasse – Alle anders, alle richtig

    Saskia Niechzial

    Stefanie Reich

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Biber-Klasse ist eine ganz besondere Schulklasse, denn jedes Kind hat seine eigenen Bedürfnisse. Ruby hat ein Gedankenkarussell im Kopf, Senay möchte möglichst keine Fehler machen und Emre braucht zwischendurch eine Flitzepause. Im Biberbau achten die Kinder aufeinander und unterstützen sich gegenseitig. Auch ihre Lehrerin Frau Pfefferkorn kennt die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler und geht verständnisvoll darauf ein.
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    „Die Biber-Klasse“ ist ein wundervolles Erstlesebuch, das Kindern bereits zu Beginn ihrer Schulzeit vermittelt: Jedes Kind ist einzigartig – und jedes Kind ist richtig, so wie es ist. Die Geschichte zeigt verschiedene Kinder und ihre besonderen Bedürfnisse im Zusammenhang mit Neurodivergenz. Dabei wird deutlich, dass oft schon kleine Veränderungen im Schulalltag helfen können, damit sich Kinder wohlfühlen und gut lernen können.

    Saskia Niechzial, bekannt als @liniert.kariert auf Instagram, klärt auf verständliche und wertschätzende Weise über verschiedene Neurodivergenzen auf. Das gelingt ihr auch in diesem kurzen Erstlesebuch sehr gut. Die Kinder lernen verschiedene Bedürfnisse kennen, ohne dass diese als etwas Negatives dargestellt werden.

    Besonders gelungen finde ich den letzten Teil des Buches. Dort werden die einzelnen Kinder und ihre Bedürfnisse noch einmal genauer vorgestellt. Unter jedem Text steht, was dem jeweiligen Kind im Alltag helfen kann. So bekommen nicht nur die kleinen Leserinnen und Leser einen Einblick in die unterschiedlichen Bedürfnisse, sondern auch Erwachsene erhalten wertvolle Impulse.

    Auch die Illustrationen von Stefanie Reich sind wunderbar und passen perfekt zu den Texten. Sie lenken nicht vom Inhalt ab, sondern greifen die einzelnen Situationen auf und machen sie für die Kinder noch anschaulicher.

    Ein liebevoll gestaltetes und wichtiges Buch, das Vielfalt, Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme vermittelt. Eine klare Empfehlung für jede Grundschulbibliothek und für Familien, die Kindern zeigen möchten, dass alle anders – und alle richtig sind.

    Katrin Hemmerich

  • Penicillin und andere unglaubliche Missgeschicke von denen du (wahrscheinlich) noch nie gehört hast

    Penicillin und andere unglaubliche Missgeschicke von denen du (wahrscheinlich) noch nie gehört hast

    Natalie Labarre

    Gosia Herba

    Aus dem Englischen von Cyra Pfennings

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das sehr wuselige Cover ist bei meinem Enkel sehr gut angekommen, er hatte Spaß daran den Satz zusammenzusetzen. Aber auch die kleinen Textfelder mit den spannenden und manchmal auch witzigen Inhalten kamen gut beim dem achtjährigen an. 
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    Zunächst werden die Leserinnen und Leser direkt eingebunden und die Frage lautete „Hast du schon mal Fehler gemacht? Ja, wer wohl nicht! Da erfahren wir auf der ersten Seite, dass Christoph Kolumbus Seekühe für hässliche Meerjungfrauen gehalten hat und die Entdeckung des Penicillins darauf zurückzuführen ist, dass Alexaner Flemming seine Petrischalen nicht gesäubert hat. Einer anderen Unachtsamkeit ist die Entdeckung des Sicherheitsglas zu verdanken. Das Fällen eines der ältesten Bäume 1964 hat dazu geführt, dass alte Bäume jetzt unter Naturschutz stehen.

    Die kleinen Texte sind mit vielen bunten Illustrationen geschmückt und es gibt auf den Seiten eine Menge zu entdecken. Zudem gibt es noch einige spannende Aufgaben zu lösen und was mir seht gut gefällt, es gibt eine Doppelseite mit „Fakten“, die so nicht stimmen.

    Am Ende wird dann die Frage gestellt „Welchen unglaublichen Feler Fehler hast du heute gemacht?“ Vielleicht machen wir auch einmal einen Fehler, der sich im Nachhinein als eine großer Erfindung herausstellt? Aber bis dahin lesen wir erst einmal dieses großartige Buch., das ist bestimmt kein Fehler.

    Dagmar Mägdefrau

  • Front    

    Front    

    Rüdiger Bertram

    Heribert Schulmeyer

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Cover zeigt zwei flüchtende Jungen, die ein Hund begleitet, im Hintergrund die Ruine eines Hauses. Es zeigt uns passend zum Titel „Front“ ein Kriegsgebiet. Adam und Zero, die beiden Jungen gehen hier in Deutschland auf eine Schule und es gibt immer wieder Kämpfe zwischen ihnen, denn sie kommen aus Ländern, die miteinander im Krieg liegen. Die Länder werden in dem Buch nie erwähnt, aber ich denke, alle haben, wie ich, Russland und die Ukraine vor Augen.

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    Adam lebt mit seiner Familie sehr beengt in einem Hochhaus, seine große Schwester Yella kämpft an der Front und Adam macht sich Sorgen um sie. Auch Zero wohnt in diesem Haus, allerdings hat er nur einen Bruder, der ebenfalls an der Front als Panzerfahrer kämpft. Zero macht sich große Sorgen, weil sein Bruder sich schon seit einiger Zeit nicht mehr bei ihm gemeldet hat. So beschließen die beiden unabhängig voneinander ins Kriegsgebiet zu reisen. Sie entscheiden sich beide für einen Hilfstransporter, den ein Mann zu den Menschen im Kriegsgebiet fahren soll. Der Wagen ist schon gestartet, als die Jungen sich sehen und so bleibt ihnen nichts anderes übrig als einen Waffenstillstand zu schließen, damit sie ihr Ziel erreichen.

    Der Text ist in sehr kurzen Sätzen geschrieben, dazu gibt es noch elf einseitige Comics, die die Handlung fortführen. Die Angst und die Enttäuschung der Jungen, wenn sie sich der Front immer mehr nähern, konnte ich beim Lesen sehr gut nachfühlen. Sie müssen erkennen, dass der Krieg keine Helden macht, dass alles mit vielen Opfern auf allen Seiten verbunden ist. Irgendwann schließt sich den Jungen ein Hund an, der auf einem Minenfeld stirbt. Diese Szene gefällt mir deshalb so gut, weil sie zeigt, dass der Krieg auch Tote fordert, aber hier stirbt zumindest kein Mensch und um den Hund können sie beide trauern, er gehörte zu keiner Partei.

    Aber ich will auch nicht zu viel verraten, denn das Buch sollte jeder Jugendliche lesen, denn er zeigt die Schrecken des Krieges und gleichzeitig, wie wichtig Freundschaft ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Mutsammlerin  

    Die Mutsammlerin  

    Stefanie Taschinski

    Bea Davies

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    In dem Buch erzählt Stefanie Taschinski die Geschichte der Familie Esser und gleichzeitig gibt es im Jetzt Schwierigkeiten für Emmi, bei deren Bewältigung ihr ihre Ururgroßmutter helfen kann. Sehr mutig ist Emmi nicht, deshalb traut sie sich auch nicht mit ihrer Freundin nach Schweden zu fahren. So verbringt sie ihre Ferien zusammen mit ihrer keinen Schwester Lieke bei den Großeltern in Deutschland.

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    Da der Vater Niederländer ist, wohnt die Familie dort.

    Emmi läuft gerne und trainiert im Park, als zwei Jungen mit ihren E-Scootern auf einen kleinen Jungen zuhalten. Sie schreien ihn an und bezeichnen ihn als Opfer. Doch Emmi ist wie gelähmt und kann den Jungen nicht verteidigen. Weil sie sich für ihr Verhalten schämt, kann sie am Abend nicht schlafen, deshalb hört sie Geräusche auf dem Dachboden. Als sie denen einige Tage später nachgeht, entdeckt sie ein Siebenschläfernest in einem alten Ofen und darunter ein Tagebuch. Es ist das Tagebuch von Elsa ihrer Ururgroßmutter, die Opa Berni noch kennengelernt hat. Es beginnt im April 1904 und Elsa arbeitet im Haushalt eines Bürgermeisters. Ihre Arbeitstage sind lang und die Arbeit schwer.

    Am nächsten Tag trifft Emmi den kleinen Jungen im Park wieder und lernt seine ältere Schwester Bianca kennen, die erklärt ihr, dass die Familie es als Sinti nicht einfach hier in Deutschland hat.

    So begleiten wir Elsa durch ihr Tagesbuch bis nach dem ersten Weltkrieg und erfahren viel von der politischen Situation in Deutschland. Aber wir erleben auch Emmis Entwicklung, denn am Anfang kann sie oft nicht handeln, weil sie Angst hat. Erst eine schrecklicher Unfall und die Kraft von Elsa lassen sie Mut fassen und so schafft sie es ihre Freundin zu unterstützen.

    Mit dem Schicksal von Sinti und Roma befassen sich nur wenige Bücher und hier wird nicht nur auf die Vergangenheit geschaut, sondern auch auf die Vorurteile und rassistischen Angriffe gegen diese Menschen im heutigen Deutschland hingewiesen. Das Buch ist gut zu lesen und die vielen sehr schön gezeichneten Illustrationen veranschaulichen die Geschichte sehr gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Immerland – Die Ozean der Ewigkeit – Band 2 

    Immerland – Die Ozean der Ewigkeit – Band 2 

    Flix

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Mika ist zurück in Immerland – leider nicht ganz freiwillig. Er muss seine Klassenkameradin Jessica, alias Stressica, retten und ganz nebenbei die Machenschaften des Doktors verhindern. Dabei trifft er Julie wieder und lernt neue Freunde kennen. Gemeinsam versuchen sie, die Pläne des Doktors zu durchkreuzen und wieder zurück auf die Erde zu gelangen.
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    Ich war sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht und was noch alles passieren kann. Und ich muss sagen: Es ist der Wahnsinn! Wie viel Fantasie kann ein Mensch eigentlich haben?! Das Buch hatte so viele spannende Wendungen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Figuren sind wieder wunderbar beschrieben und durch die zusätzlichen Zeichnungen hat man diese fantastische Welt direkt vor Augen.

    Im ersten Band hatte ich noch kritisiert, dass am Ende zu viel auf einmal passiert. Im neuen Teil passen die Wendungen dagegen perfekt und man kann sie viel besser nachvollziehen. Dadurch wirkt die Geschichte für mich noch stimmiger und spannender.

    Ich freue mich jetzt schon sehr auf den dritten Teil. Leider müssen wir noch ziemlich lange warten (Herbst 2027), aber bis dahin werde ich sicher den ersten und zweiten Band noch einmal lesen.

    Die Reihe gehört definitiv zu meinen Favoriten im Bücherregal! Danke für diese tollen Geschichten!

    Katrin Hemmerich 

  • Magicalia – Band 1  

    Magicalia – Band 1  

    Jennifer Bell

    Übersetzt aus dem Englischen von Friedrich Pflüger

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Kosh übernachtet bei Bitsy. Als die beiden einen Podcast aufnehmen wollen, ertönt plötzlich ein lauter Knall aus der unteren Etage des Hauses. Neugierig gehen sie der Sache auf den Grund – und entdecken einen Hamstozeros vor ihrer Zimmertür. Währenddessen wird Bitsys Vater unten von einer mysteriösen Frau entführt. Natürlich will Bitsy ihren Vater retten, und Kosh steht ihr dabei zur Seite.
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    Doch plötzlich finden sich die beiden mitten in einem magischen Abenteuer wieder. Sie müssen ein magisches Relikt finden und begegnen dabei den Magicores – magischen Wesen, die mithilfe von Emotionen entstehen. Auf ihrer Reise reisen sie durch ein Wurzelnetzwerk, das sich rund um die Welt erstreckt, suchen nach geheimnisvollen Koordinaten und werden dabei von einem Bestiarium namens „Magicalia“ unterstützt. Mit viel Mut stürzen sich Bitsy und Kosh in ein unglaubliches Abenteuer.

    Die Geschichte ist in einer sehr bildgewaltigen Sprache geschrieben, sodass man sich die fantastische Welt beim Lesen wunderbar vorstellen kann. Die Magicores haben tolle Eigenschaften und spannende Kräfte – dabei fühlt man sich ein wenig an Pokémon erinnert. Die Umschlaggestaltung ist wunderschön und hat mich in seinen Bann gezogen. Die Magicores, die in dem Buch illustriert worden sind, sind auch wunderbar. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal das Magicalia als Buch zu kaufen?! 🙂 

    Die Altersempfehlung passt meiner Meinung nach sehr gut, wenn man bereits ein geübter Leser ist. Gleichzeitig eignet sich die Geschichte auch hervorragend zum Vorlesen.

    Wer auf der Suche nach einer magischen und gleichzeitig spannenden Reihe ist, ist hier genau richtig. 

    Katrin Hemmerich 

  • Die Weihnachtswunschmaschine

    Die Weihnachtswunschmaschine

    Andrea Lienesch

    Larisa Lauber

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Leon fährt zu Oma Elke, die immer wieder neue verrückte Dinge erfindet. Diesmal ist es eine Weihnachtswunschmaschine. Leon muss eine Art Badehaube aufsetzen und dann erforscht die Maschine seinen ganz geheimen Weihnachtswunsch, einen Wunsch, der selbst ihm noch nicht bekannt ist.
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    So taucht ein großes Teil auf, das in Geschenkpapier eingepackt ist. Während Leon kein Interesse daran hat, packt Elke es wohl heimlich aus und es ist eine große grüne Tür, durch die ein Wichtel und ein kleines Rentier in Elkes Haus gelangt sind. Leider ist die Tür von dieser Seite ohne Schlüssel nicht zu öffnen und so muss nach einer anderen Lösung gesucht werden, denn die beiden magischen Weihnachtswesen müssen dringend zurück. Denn der Weihnachtmann ist sowieso schon sauer auf Oma Elke, da wollen sie ihn nicht noch mehr verärgern. Als sie dann zusammen mit Leon und Oma Elke im Weihnachtswunderland ankommen, erfahren sie, dass der Nikolaus in Urlaub gefahren ist.
    Wie soll denn nun Weihnachten gefeiert werden?
    Ein herrliches Durcheinander mit allem, was zum Weihnachtsfest gehört, entsteht in dieser Geschichte. Lediglich Leon behält meist einen klaren Kopf und ihm fallen eine Menge toller Lösungen ein. Es ist immer wieder witzig zu lesen, was alles schiefläuft, doch zum Glück geht am Ende alles gut aus.
    Große Buchstaben, viele weihnachtlich bunte Bilder, skurrile Figuren wie den Schneemann Frostbert, der immer wieder mal taut, da macht das (Vor-)Lesen einfach Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wind in meinem Kopftuch

    Wind in meinem Kopftuch

    Roya Soraya

    Carlsen Comic

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Titelbild zeigt Roya mit einem lila Kopftuch neben vielen streng blickenden anderen Frauen mit dunklen Kopftüchern.
    Das Buch beginnt damit, dass die junge Frau, die inzwischen ihre Haare kurz trägt, die Wohnung ihres verstorbenen Vaters ausräumt. Die Fotos, die sie dort findet, erinnern sie an Treffen mit ihrer iranischen Familie.
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    Leider kann Roya nur ihre Muttersprache, die Sprache ihres Vater hat sie leider nie gelernt, was sie jetzt als Erwachsene bereut und auch später versucht nachzuholen. Besonders mit ihrer verstorbenen Oma verbindet sie mehr als Sprache. Als Roya mit ihrer Freundin über ihren Wunsch spricht das Land ihres Vaters zu besuchen und nach ihren Wurzeln zu forschen, rät die ihr, zu reisen. So macht sich Roya zusammen mit ihrem Vater auf den Weg in den Iran. Zunächst muss sie Kleidung finden, die dem Dresscode entspricht. Allerdings fällt die dann doch zu bunt aus. Als die lesbische Roya erfährt, dass im Iran auf Homosexualität die Todesstrafe steht, ersetzt sie sofort ihr Handy durch ein neues Model. 
    Diese Graphic Novel zeigt mit ihren sehr realistischen Zeichnungen auch Royas Träume und Ängste sehr genau. Auch die Unsicherheit und die Angst in einem Land in dem Frauen wegen des falschen Tragens eines Kopftuch betraft werden, zeigt sich in den Illustrationen sehr klar.
    Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, weil es mich sehr berührt hat. Ich kann mir vorstellen, dass das Aufwachsen in Deutschland für Kinder, deren einer Elternteil aus ihrer Heimat geflohen ist, nicht einfach ist. Da ist der Begriff Heimat anders zu bewerten. Mir gefällt, dass Roya sich traut in diese Diktatur zu reisen und dass sie versucht die damit verbunden Gefahren so gut wie nur möglich zu umgehen. Umso schöner ist die Szene, als sie endlich den Wind in ihr Kopftuch wehen lässt.
    Hier wird das Kopftuch als Zeichen der Unterdrückung und Unfreiheit gesehen und Roya möchte es hier in Deutschland nicht tragen. Die Religion spielt in dieser Geschichte keine Rolle, es geht nur um den Zwang zum Tragen des Kopftuches in einem totalitären Regime.

    Dagmar Mägdefrau


  • Willkommen bei der Gurkentruppe – Band 3

    Willkommen bei der Gurkentruppe – Band 3

    Leslie Niemöller

    Liliane Oser

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Gurkentruppe mit dem Schwein Hans, als Hausbesitzer, dem nicht mehr so schüchternen Bär Ben, dem traurigen Zebra Tayo, dem ordentlichen Hasen Toto und dem zappeligen Biber Nick, haben sich sehr gut eingelebt und kommen prima miteinander aus, weil sie die Schwächen der anderen kennen und sich damit arrangieren. 
    Doch dann taucht eines Tages ein Reh auf und es möchte auch einziehen.
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    Es handelt sich um ein Mädchen mit lackierte Hufen und sie will besonders nett sein und mischt sich in die gewohnten Abläufe ein. Sie versucht Tayo aus dem Bett zu locken und nervt ihn mit ihren Versuchen ihn aufzumuntern. So wird selbst das ruhige Zebra wütend und laut. Als Rosa schon ihren Koffer packt, um wieder zu gehen, kommt es zu einer Aussprache. Rosa versucht ihren Platz in der Truppe zu finden. Dann schlägt sie allerdings vor Urlaub zu machen und so fahren alle an den nahe gelegenen See. 
    Es berührt mich immer wieder, wie liebevoll hier die kleinen Macken der einzelnen Tiere beschrieben werden. Jeder ist anders und eigenartig und alle sind auf ihre Art liebenswert. Hans sagt „Es ist egal, ob man anders oder gleich ist.“ Und löst damit eine Diskussion aus. Das Thema „Mädchen“ und ob es lächerlich ist, wenn Tayo sich auch die Hufe lackiert, ist ebenfalls sehr einfühlsam beschrieben.
    Die bunten Illustrationen der Tiere, die genau ihre Gefühle darstellen, machen das Buch zu einem sehr gut lesbaren Erstlesebuch.
    So sind es am Ende sechs Tiere, die zusammenwohnen und ich hoffe, wir werden noch mehr von ihnen hören.

    Dagmar Mägdefrau

  • So leicht kommen wir nicht davon    

    So leicht kommen wir nicht davon    

    Dorit Linke

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Im August 1989 ist die gute Schwimmerin Hanna mit ihrem Freund Andreas über die Ostsee geflohen. Leider kam nur Hanna völlig ausgelaugt auf Fehrmann an und könnte bei ihrer Tante Brigitte in Bremen einziehen. Als die Grenze unerwartet geöffnet wird, kehrt sie zusammen mit der Tante nach Rostock zurück. Dort wird ihr vorgeworfen einfach gegangen zu sein und ein wenig wird sie auch als „Westdeutsche“ für die Probleme, die die Wende mit sich bringt, verantwortlich gemacht. 
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    In Hamburg trifft sie auf den ausgebürgerten Jensi, doch das erste Treffen gestaltet sich schwierig. Weil auch er Hanna für den Tod des gemeinsamen Freundes verantwortlich macht. Beide leiden unter dem Verlust und Hanna redet im Text immer wieder mit Andreas, der so vieles mit ihr erlebt hat. Dadurch wurde mir immer klarer, wie schrecklich das Leben in der DDR besonders für den unangepassten Jugendlichen gewesen sein musste. Hanna fühlt sich in Rostock nicht mehr zu Hause und nachdem sie die Angriffe auf die Ausländer in Lichtenhagen erlebte, kann sie die ehemalige Landsleute nicht mehr verstehen. Als sie den Opa und Jensi nach Schottland begleitet, kann sie dort finden, was sie gesucht hat. 
    Die Geschichte wird ein wenig sprunghaft erzählt, trotzdem konnte ich sehr gut verfolgen, wie Hanna die 1990er Jahre erlebt hat. Da sind die Vorwürfe und die Trauer über den Tod von Andreas, das neue Leben in Bremen und Berlin, die Ablehnung und Kälte der Mutter, das Verstehen der Tante und das Kennenlernen ihrer Freundin Susan.
    Ich habe das Buch mit viel Neugier gelesen und vieles erfahren, was mit vorher nicht so klar war. Dorrit Linke hat vieles, dass inzwischen verklärt gesehen wir, geradegerückt. Ich kann allen, die die Zeit nicht erlebt haben, dieses Buch ans Herz legen, aber auch für Menschen, wie mich, die alles von Weitem aus dem Weste erlebt haben, erfahren hier viel Interessantes. Unbedingt auch das Nachwort lesen und die Erklärungen zu vielen Begriffen. Sicher lohnt es sich auch die Playlist anzuhören, denn auch Musik ist Zeitgeschichte.
    Ein sehr ehrliches Buch mit einer klaren politischen Aussage.

    Dagmar Mägdefrau
  • Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Bella Karamella – Ein bonbonsüßer Rettungsplan – Band 2                         

    Gundi Herget

    Barbara Korthues

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die kleine Naschhexe saust mit ihrer Haarbürste über das Cover während Elfie und die M&Ms zu Fuß hinterherlaufen. 
    Elfie und ihre Mama haben von Christel und Hans die Leckerei übergeben bekommen, denn die beiden wollen endlich große Reisen machen. Zu Beginn das Buches ziehen Mutter und Tochter ein und freuen sich auf ihre neues Leben.
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    Wir lernen zusammen mit Elfie, die meist im Laden steht und dort, weil sie so gut rechnen kann, sehr gut klarkommt, die Kundschaft kennen. Aber es taucht auch ein eigenartiges Paar auf, das nicht kauft und nur schaut. In er Schule gibt es eine schlimme Überraschung, denn eine neue Lehrerin übernimmt die Klasse, Emmelie Über! Leider ist der Name Programm und alle Kinder der Klasse bekommen schlechte Noten und Einträge ins Klassenbuch. Auch die nette Direktorin kann daran nichts ändern. Dann kommt auch noch ein Brief an Hans und Christel an, den Elfie öffnen darf und so erfährt sie, dass der Pachtvertrag schon in eine paar Tagen ausläuft und sie die Leckerei schließen müssen. 
    So Spannung und Unglück ist ja kaum zu ertragen. Ich habe mit Elfie gelitten, die die Problem zunächst vor ihrer Mutter verheimlicht und versucht sie mit Hilfe ihrer beiden Freunde zu lösen. Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass am Ende alles gut wird und natürlich hat Bella Karamella dazu ihren Beitrag geleistet. Wie schön, wenn man eine kleine Freundin mit magischen Fähigkeiten hat, aber noch toller sind die Freunde, die Elfie ohne Magie unterstützen und das sind hier eine ganze Menge.
    Dieser zweite Band ist an Spannung kaum zu überbieten und wie sich am Ende alles klärt, da muss man auch erst draufkommen. Dazu die zauberhaften Illustrationen und die wunderschönen Bonbons spürte ich fast auf der Zunge, so gelungen sind sie.

    Dagmar Mägdefrau


  • Bookmän – Alles Konfetti – Band 1

    Bookmän – Alles Konfetti – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Dominik Rupp

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Kinderbuchpreis 2024

    Matteo verbringt seine Freizeit in der Bücherei, hier kann er in Ruhe stöbern und sich seine Lieblingsbücher aussuchen. Herr Steinschweiger, der Leiter der Bibliothek, war früher Spieler in einem Bundesligaverein und sein Wortschatz ist der eines Fußballers. So erschallt sein Ruf „Zickezacke! Zickezacke! Buch, Buch, Buch“ laut durch den Raum. 
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    Dann entdeckt Matteo ganz oben im Regal ein rot leuchtendes Buch und er macht sich an den Aufstieg, um es sich anzuschauen. Dank seiner Fantasie stellt er sich vor, den Mount Everest zu besteigen. Doch erst mit der Hilfe von Kim schafft es Matteo, das Buch in die Hand zu bekommen. Zu seinem Erstaunen steht aber kein Text in den Buch, lediglich in der Mitte befindet sich eine Silberfolie und als Matteo auf diese schaut, verwandelt er sich in Bookmän, einem Superhelden, der sogar fliegen kann.
    Eine magische Verwandlung, die Matteo zunächst etwas überfordert, aber Kim, die in einer Mädchenmannschaft Fußball spielt, bringt Matteo so weit, seine möglichen Fähigkeiten zu erforschen. Ein Abenteuerbuch, in dem ein eher ruhiger Junge zum Superhelden wird, der einem Superschurken das Handwerk legen muss. Zusammen mit Kim stellt er sich den Herausforderungen und dabei gibt es auch eine Menge zu schmunzeln.
    Neben den größer gedruckten Buchstaben gibt es viele gezeichnete Illustrationen, die das Lesen sicher noch einfacher machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Abenteuer Akademie – Der Schatz von Saba – Band 2

    Thilo

    Daniel Lieske

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre


    Auf dem Cover sehen wir die vier Kinder, die im Buch noch einmal mit all ihren ungewöhnlichen Eigenschaften vorgestellt werden. So hat Belle ein fotografisches Gedächtnis, Connot ist ein talentierter Meisterdieb, Oliver ein Forscher und Erfinder und Oni hat magische Fähigkeiten und sie kann mit Tieren sprechen.
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    Diesmal machen sich die vier mit ihrem Lehrer auf den Weg nach Äthiopien, der Heimat von Oni, hier hin sollen sie eine Figur der Königin von Saba zurückbringen. Sie finden diese Figur in einem Kasten, der nur mit einem Code zu öffnen ist, denn schwarze Magie macht sie zu einer Gefahr. 
    Es gilt viele spannende und gefährliche Abenteuer in der äthiopischen Landschaft zu bestehen und wir müssen zusammen mit den Abenteurern einige Escape-Rätsel lösen, die nicht immer so ganz einfach sind. Allerdings klärt das Folgekapitel sie meist auf. Das Papier, auf das der Text in großen Buchstaben gedruckt ist, ist ganz leicht beige eingefärbt, dadurch wirkt alles ein wenig gealtert.
    Die Spannung reißt im Laufe der Geschichte nicht ab, immer wieder tauchen neue Gefahren auf, die gemeistert werden müssen. Aber es gibt durchaus auch humorvolle Szenen, besonders, wenn die KI sich sehr menschlich verhält. Die Bilder sind passend zum Stil das Buches gezeichnet und oft beinhalten sie die Rätsel, die zu lösen sind.

    Dagmar Mägdefrau