• Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Iris Genenz

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Das Buch startet direkt mit einem wilden Kampf, obwohl Charly eigentlich nur ein Date mit seiner Freundin Dalia plante. Doch plötzlich zerbricht die Scheibe des Eiscafés in dem die neiden sitzen und „ein Monster in der Größe eines Kleinwagens mit kreisenden Stielaugen und jeder Menge Tentakel“ taucht auf.
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    Bald kommen ein gelber Schulbus und ein neongrüner Monstertruck an und Martin, Charlys bester Freund, die Halbgöttin Epona, Béron, die Monsterjäger Störenfried und Jörd, vier vom Wandlerrudel und Elb Elvyn tauchen auf. All diese Freunde haben unterschiedliches Aussehen und die verschiedensten Fähigkeiten. Viele von ihnen unterstützen Charly bei seinem Abenteuer, das nicht nur spannend, sondern auch sehr gefährlich ist. Denn die Götter haben den Zugang zu ihrer Welt geschlossen, weil eine Sphinx Rache nehmen möchte und dazu benötig sie den Portalwächter Charly.

    Dies ist der fünfte Band der Reihe und ich hatte manchmal Schwierigkeiten alle handelnden Personen unterzubringen, es sind auch zum Teil ganze Banden, die mit oder gegen Charly wirken. Dazu kommen die fantasievoll erdachten Monster, von denen manche im Anhang beschrieben werden. Auch die Illustrationen zeugen von viel Ideenreichtum, denn es sind wirklich unheimliche Wesen entstanden.

    Wer es mag, dass sich die Story immer wieder in eine andere Richtig bewegt und deshalb die Situation immer auswegloser erscheint, der ist hier genau richtig. Dazu gibt es immer wieder spannende Kämpfe und neue Idee, die leider oft wieder in einer Sackgasse enden. Spannung und Fantasie gibt es auf jeden Fall in großen Mengen, aber es zeigt auch, dass Freundschaft und Familie wichtig sind um den Kampf gewinnen zu können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Einschulungs-Buch

    Mein Einschulungs-Buch

    Jan Valentin Kalb

    Jasmin Noetzel

    Jan Kalb

    Verlagsempfehlung Vorschule ab 6 Jahre

    Auf dem Cover trägt Alonie Ayudi, ein türkises puscheliges Wesen mit großen Augen, eine Schultüte in den Armen, im Hintergrund ist eine Schule zu sehen. Gleich auf der ersten Seite steht der Ayudi mit Schaufel und Hammer und wir können ihn ausmalen. Er wird uns auch die Aufgaben zeigen, aber zunächst muss jemand der Lesen kann, den Anfang begleiten. 
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    So erfahren wir, dass jede Seite drei Aufgaben beinhaltet. Der grüne Alonie mit der fliegenden Untertasse gibt die Anweisungen. Da müssen Buchstaben nachgefahren werden und vieles soll ausgemalt werden. Auf dem Tisch liegen viele Dinge, die die in den Schulranzen gehören, sollen eingekreist werden. Ein Muster soll von einem Kästchen in ein anderes übertragen werden. Dann geht es ans Zählen. Formen vervollständigen ist sicher nicht ganz einfach und das Wort SCHULE aus vielen Buchstaben herausfinden ist auch eine anspruchsvolle Aufgabe.

    Die Widmung hinten im Buch endet mit dem Wunsch „für einen fröhlichen und selbstbewussten Start in die Schulzeit!“

    Und genau das ist es doch, was wir unseren Schulstarter*innen wünschen. Ich denke es ist wichtig die Kinder so gut wie möglich und doch spielerisch und mit Spaß auf die Schule vorzubereiten. Dazu ist es ganz wichtig, dass sie sich für einige Zeit gut konzentrieren können und dazu sind die Lernbücher gemacht. Hier wurde auf lange Texte verzichtet und vieles mit kleinen Bildern vorgegeben, da können die Kinder sich alleine mit dem Heft beschäftigen.

    Eine gute Empfehlung für den Schulstart!

    Dagmar Mägdefrau  

  • Wir für ein gutes Klima

    Wir für ein gutes Klima

    Karin Jenta

    Franziska Hölzel

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Wenn wir genau hinschauen, begegnen uns auf dem Cover die Kinder aus den Geschichten, so ist Ava unterwegs mit ihrem Onkel zur Ausstellung „Faszinierende Erde“, hier erfahren die beiden viel über den Klimawandel und dem Klimaschutz. Melina liebt es zu ihren Großeltern in den Garten zu gehen.

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    Hier hilft sie bei der Gartenarbeit und bei der Ernte, so kann sie heute Kirschen mit nach Hause nehmen und sie freut sich, dass sie keine Verpackung haben und auch keinen Transport überstehen mussten.

    Henry ist mit seinen Eltern umgezogen und er ist traurig, weil er in der neuen Schule niemanden kennt. Doch dann kann er mit Merle von gegenüber mit dem Rad zur Schule fahren, das ist viel umweltfreundlicher als mit dem Auto, wie bisher.

    In der letzten Geschichte geht es auf den Flohmarkt, die Familie hat einiges, was sie dort verkaufen möchte, und so finden Spielzeuge und Kleidung neue Besitzer, das ist viel nachhaltiger als ein Neukauf.

    Diese dünne Broschüre bietet sehr schöne Beispiele wie wir alle, auch Kinder etwas für unserer Umwelt tun können. Die Beispiels sind schön ausgewählt und gut erklärt, die bunten Bilder vervollständigen den Text bestens.

    Da passt der Untertitel „Mit kleinen Schritten großes bewirken“ hervorragend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Niemals wegschauen

    Niemals wegschauen

    Lukas Ruegenberg

    Krystiane Vajda

    Butzon Bercker

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Geiger Karl Josef, der es geschafft hat durch sein Geigenspiel das Lager Auschwitz-Birkenau zu überleben. Markus Reinhardt erzählt uns von seiner Familie, die seit 600 Jahren in Deutschland wohnt und die mit ihren sogenannten „Zigeunerwagen“ über Land fuhren. Seine Familie lebte in Köln, denn der Opa arbeitete dort im Straßenbau. Doch am 16.5.1940 wurde er mit seiner Frau und den zwölf Kindern auf den Schwarz-Weiß-Platz gebracht.

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    Von hier ging es bald zusammen mit anderen Sinti und Roma gen Osten. Als sie an der Endstationen ankommen, gibt der Opa die Losung aus „Wer es schafft, hier lebend wieder herauszukommen, der trifft sich in Köln wieder!“ Nachdem die Ankommenden von den Ärzten aussortiert wurden, kamen die, die wie der Opa ein Instrument spielen konnte, ins „Zigeunerfamilienlager.“

    Es gibt viel Geschichten, die uns von den Juden erzählen, aber es ist auch wichtig, dass es Bücher über das Schicksal der Sinti und Roma gibt. Hier wird eine wahre Geschichte von einem Nachfahren erzählt und ich habe das Buch mit Tränen in den Augen gelesen. So schön es ist, dass sie Familie wieder in Köln lebt, so schrecklich ist doch der Verlust der sechs Kinder und anderer Angehöriger. Auch die schrecklichen Versuche des Dr. Mengele fließt in die Erzählung ein. Im Glossar am Ende des Buches wird über ihn berichte und andere Begriffe erklärt.

    Die wundervollen gestalteten Illustrationen haben, obwohl sie etwas verwaschen wirken eine ungeheurere Aussagekraft und sie passen hervorragend zum Text.

    Die Geschichte endet mit einem Gedenkmarsch durch Köln und den Worten „Und zusammen sorgen wir dafür, dass so etwas nie wieder geschieht.“

    Dagmar Mägdefrau

  • Mikroben-Safari – Komm mit auf eine spannende Reise in ein unsichtbares Universum

    Mikroben-Safari – Komm mit auf eine spannende Reise in ein unsichtbares Universum

    Susanne Thiele

    Mattias Tiemeyer

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover winkt die bananenförmige Milchsäurebakterie Lotti Lacto fröhlich Greta und Theo zu.

    Nachdem die beiden Kinder das Forschungszentrum am Tag der offenen Tür besucht haben, führt Lotto sie nachts mit ihrem Raumschiff zunächst in die Küche, und später ins Bad. Hier erfahren die Kinder viel über Mikroben und wo sie zu finden sind.

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    Bauchbande, so nennen sich die Bakterien in unseren Verdauungsorganen, sie sind die hilfreiche Truppe, die den bösen Keimen keinen Raum bieten.

    Theo liegt im Bett und fühlt sich krank, da taucht ein fieser grüner Virus auf, der ihn mit einer Erkältung infizieren möchte. Er verrät ihm und uns auch, wo die Viren lauern und dass man sie mit frischer Luft vertreiben kann.

    Um das zu viel, bei der Bekämpfung von Mikroben geht es in der letzten Geschichte.

    In einem kleinen Comic erfahren wir einiges über „Die geheime Sprache der Mikroben.“

    Ein Safari in ganz andere Gebiete wird uns hier angeboten und es gibt viel zu lernen über Mikroben, die wichtig und gut für uns sind und andere, die uns krank machen und wie wir sie vertreiben können. Neben der Geschichte gibt es noch einige kleine Textfelder mit Sachinformationen, dazu viele große bunte Illustrationen, die uns in die Welt der Mikroben entführt.

    Das Buch wurde in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung erstellt und hat deshalb einen wissenschaftlichen Anspruch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Zoo der unsichtbaren Tiere

    Der Zoo der unsichtbaren Tiere

    Andreas Z. Simon

    Alexander von Knorre

    Gulliver

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Suna lebt, weil ihre Eltern weggefahren und nicht wieder zurückgekehrt sind in einer Wohngruppe und sie schaut gerne Tierfilme und träumt dann, dass sie auf einem Elefanten reitet. Eines Tages bekommt sie einen Brief von ihrem verstorbenen Opa, von dem sie noch nie etwas gehört hat. 
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    So sitzt sie bald mit ihrer Betreuerin Sabine bei einem Notar. Dort erfährt sie, dass die ein Anwesen erbt. Die Nachbarin Frau Rose, die Schmuck erbt, bietet an Suna mit zu sich zu nehmen. Frau Rose und ihre Frau haben zwei Kinder den kleinen Lucas und seine große Schwester Roberta. Das Anwesen entpuppt sich als Zoo ohne Tiere, doch als Suna das Grundstück erkundet stellt sich heraus, dass ungewöhnliche Tiere dort leben und einige können mit ihr sprechen. Schon beim Notar hat ein Milliardär Suna ein Angebot für das Grundstück gemacht, er will dort ein Fabrik bauen.

    Das ein Kind einfach bei einer Familie bleiben kann, halte ich für sehr unrealistisch, wenn es auch für ein schönes Happy End sorgt. Ich finde auch fantastische Geschichten sollten solche Szenarien realistisch beschreiben. Die Tiere, die im Zoo leben sind wirklich sehr ungewöhnlich, manche sind erdacht, einige, wie ein Eichhorn mit Brille oder ein wandelndes Blatt, sind ungewöhnlich. Eine „schwangere“ Drachin, die dann drei Eier legt gibt es auch selten, aber sie ist auch ein Fabelwesen wie die kleinen Einhörner.

    Suna schafft es am Ende ein Eiche zu retten, den ganzen Ort zu mobilisieren und den reichen Mann zu vertreiben. Ihr seht, es geschieht eine Menge in dem Buch. Neben dem Text, der in großen Buchstaben gedruckt wurde, gibt es einige Zeichnungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Schule der magischen Tiere – Das offizielle Lexikon   

    Die Schule der magischen Tiere – Das offizielle Lexikon   

    Margit Auer

    Die Farbfüchse

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher kein Buch aus der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ gelesen habe. Aber da mir die Bücher dieser Serie immer häufiger begegnen und nun auch noch ein Film herausgekommen ist, fand ich die Idee mich den magischen Tieren durch ein Lexikon zu nähern sehr spannend.
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    Einige Kinder und Tiere zeigt schon das Cover und dann geht es nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort der Autorin mit A los, wie es sich für ein Lexikon gehört. So ist Agent Y, die Vogelspinne aus dem Death Valley, die erste, die vorgestellt wird. Es gibt ein Foto von ihr, einen Steckbrief und es sind drei Fakten über Vogelspinnen zu lesen. Außerdem gibt es einen kleinen Text unter der Rubrik „Schon gewusst?“ Anna-Lena Zink ist das erste Kind im Alphabeth und wir erfahren, wo sie wohnt, was sie mag, aber auch was sie nicht mag, wer ihre Freundin ist, etwas über ihre Familie, welches ihr magisches Tier ist und wo sie die magischen Nachrichten lesen kann.

    So ähnlich sind alle Seiten aufgebaut und wir erfahren sehr viel über die Besucher der magischen Schule. Auch die Lehrer*innen und Mortimer Morrison, der Besitzer der magischen Tierhandlung, der immer auf der Suche nach magischen Tieren ist, wird vorgestellt. Es gibt auch eine Doppelseite über die Tierhandlung, eine Beschreibung der Stadt und den magischen Kreis, viele Infos „Rund um die magischen Tiere“ und natürlich etwas über den Schwur und die Regeln der magischen Gemeinschaft.

    Mir gefielen die Doppelseiten auf der die 25 Kinder mit ihren magischen Tieren abgebildet sind und die Weltkarte der magischen Tiere, auf der ich sehen konnte, woher die Tiere stammen, besonders gut.

    Mit einem Quiz endet das Buch und ich bin jetzt so gespannt auf diese Schule, dass ich sicher bald ein Buch der Reihe lesen werde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nadira

    Nadira

    Karin Ellmer

    hib

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ein kleines quadratisches Büchlein mit gelben Cover und leckeren Himbeeren liegt vor mir und ich bin gespannt auf das Märchen, das es mir erzählen wird.

    Eine hübsche, junge Frau mit Namen Nadira, die Wertvolle, lebt in einem kleinen Dorf und sie ist dort wegen ihrer freundlichen Art sehr beliebt. Immer hat sie für alle ein offenes Ohr und auch die Tiere begegnen ihr freundlich.

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    An einem schönen Sommertag macht sie sich auf Himbeeren zu pflücken, weil sie Verlangen nach den Beeren hat. Doch kaum ist sie bei dem Strauch angekommen, zieht ein Gewitter auf und ein Blitz trifft einen Baum in ihrer Nähe. Vor Angst fällt Nadira in Ohnmacht. Als soe wieder erwacht, ist sie in einer anderen Welt gelandet. In einer kargen Landschaft greifen sie Stechmücken an und bald wird sie von „Skreb, einem hässlichen Ungeheuer, das alles Leben auf der Erde zerstören will“ eingefangen. Täglich kommen neue Menschen hinzu und Nadira hat schreckliche Angst und sie wird immer verzweifelter. Dann taucht eine kleine Maus auf, die ihr Hoffnung gibt.

    Auf den letzten Seiten des Buches erklärt Julia Lindner, die sich mit positiver Psychologie beschäftigt, was Nadira uns lehrt. Sie erläutert dazu die symbolhafte Bedeutung der Handlung. So steht die kleine Maus für Empathie und Zuversicht und die benötigt Nadira in ihrer Hoffnungslosigkeit dringend. Nadira, die so viel erleiden muss geht am Ende gestärkt in ihr altes Leben zurück, eine Entwicklung, die Resilienz genannt wird.

    Durch das Märchen von Nadira können wir viel lernen, es spiegelt das Leben, in dem es auch dunkle Zeiten gibt. Aber Nadira gewinnt an Stärke und sie trifft auf Helfer, so wie auch sie anderen geholfen hat. Karin Ellmer hat nicht nur den Text geschrieben, sie hat auch die sehr stimmigen Illustrationen gezeichnet. So ist ein kleines Buch mit viel Herzblut entstanden, das ich gerne empfehle.

    Dagmar Mägdefrau

  • Majnka

    Majnka

    Olga Stehliková

    Andrea Tachezy

    Aus dem Tschechischen von Jana Krötzsch

    Balaena

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Majnka, die ihren Namen Magdaléna nicht mag und sich deshalb lieber mit Majnka ansprechen lässt, lebt mit ihrer Mama, die Biologin ist, und ihrem dicken Papa, der Mathelehrer ist, auf einem Dorf in der Nähe von Prag. Sie interessiert sich für alles, was mit Natur zusammenhängt. Ihre Mutter hat ihr eine Menge erklärt und Majnka hat ein riesiges Wissen über Tiere und Pflanzen. 
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    Wenn sie uns etwas erzählt, geht es meiste darum, dass sie etwas im Wald sieht und sofort fällt ihr ganz viel dazu ein. Deshalb dauert es eine Weile, bis wir von der Krankheit der Mutter erfahren. Sie hat Krebs und erst nach einer Operation erzählen die Eltern Majnka davon. Die Oma, die Majnka sehr liebhat, zieht ein und besorgt den Haushalt. Jetzt kocht sie und nicht mehr nur der Papa. Als Majnka mal, weil sie sich über die Biologielehrerin geärgert hat, statt nach er Schule nach Hause zu gehen, in den Wald geht und sich dort verläuft, sorgen sich Papa und Oma um sie. Aber als Majnka wieder wohlbehalten zu Hause ankommt, beschließen sie Mama nicht davon zu erzählen. Doch bald darauf schickt die bettlägerige Mutter ihr Kind für eine Nacht alleine in den Wald.

    Ich muss sagen, dass mir Majnka unendlich leidtut, nicht nur, dass sie ihre Mutter eine lange Zeit durch die Krebserkrankung begleitet und sie sie am Ende verliert, auch weil sie gar keinen gleichaltrigen Kindern begegnet. Sie hat keine Freunde, weder in der Schule noch Nachbarkinder oder Verwandte. Sie lebt abgeschlossen in ihrer Welt und dort dreht sich alles um Tiere und Pflanzen. Wenn man sich durch die vielen Sachinformationen nicht gelangweilt fühlt, erlebt man mit Majnka abenteuerliche Geschichten und ihre teilweise verwunderliche Sichtweise bringt sie oft in Schwierigkeiten, denn sie hat einen starken Willen  und ein eigenes Bild von der Welt.

    Auf vielen Doppelseiten gibt es sehr künstlerische Illustrationen, die eine Collage der Geschichte abbilden und die mich sehr fasziniert haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jani und die Sache mit der Mutmaschine

    Jani und die Sache mit der Mutmaschine

    Iris Tritsch

    Anna Lisicki-Hehn

    neunkirchener

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Jani, den wir auf dem Cover sehen, schaut über seine selbstgebastelte Mutmaschine. Wieso er sie braucht, darum geht es in diesem Buch. Es beginnt mit der Frage „Wer hat eigentlich gesagt, dass Superhelden keine Angst haben dürfen?“ Dann sehen wir Jani als Astronaut durchs Weltall fliegen, aber leider stimmt das so nicht, denn Jani ist ängstlich und er traut sich kaum am Eiswagen ein Eis zu bestellen.

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    Er ist dann so aufgeregt, dass ihm seine Lieblingssorte nicht einfällt und er Minze-Schoko essen muss. Sein aller größtes Problem ist der Übernachtungstermin mit Ava und Nori im Zelt im Garten. Jani schafft es nicht sich jemand anderen als seinem Kaninchen Klothilde anzuvertrauen. Deshalb baut er eine Mutmaschine aus Dingen, die er bei seinen Großeltern findet. Die versteckt er im Zelt und hofft, dass er damit seine Angst vertreiben kann.

    Doch dann kommt alles ganz anders und am Ende stellt sich heraus, dass auch seine Freunde Ängste haben. Deshalb wird am Ende im Wohnzimmer gezeltet. Was mir als Lösung sehr gut gefällt.

    Im hinteren Teil des Buches gibt es noch viele Informationen für Erwachsene über das Thema „Angst“. Ich finde es immer sehr beruhigend, wenn sich herausstellt, dass andere auch nicht mutiger sind und der Gedanke, dass es Superhelden nicht anders geht, hat auch etwas Schönes. Angst gehört dazu und rettet uns häufig vor verrückten und gefährlichen Dingen. Die farbenfrohen Illustrationen, besonders das Bild, wo die Drei ausgelassen tanzen, ergänzen die Geschichte sehr gut. Das Buch eignet sich sicher auch zum Schulstart, denn trotz aller Freude darüber, haben die Erstklässler sicher auch ein Grummeln im Bauch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cleo, Chaos und Konfetti  

    Cleo, Chaos und Konfetti  

    Lena Hach

    Jutta Wetzel

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Cleo, ein Mädchen mit ADHS, gewinnt bei einem Gewinnspiel in der Bücherei ein Achtsamkeitstagebuch. Anfangs ist sie davon alles andere als begeistert, doch schließlich probiert sie es aus – und nimmt uns mit in ihren turbulenten Alltag, ihre Gedanken und Gefühle. Dabei erlebt sie so einiges: sei es ihr Bruder, der überall seine Nase hineinsteckt, oder die Vorbereitungen der Klasse auf den großen Kostümwettbewerb an Karneval. Und dann verschwinden plötzlich auch noch die gesammelten Süßigkeiten aus der Klasse …
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    Lena Hach hat ein wundervolles Buch geschrieben. Ich liebe es, wie Cleo dargestellt wird: ein liebenswertes, kreatives Kind mit einem riesigen Gedankenkarussell im Kopf. Durch die humorvollen Tagebucheinträge bekommt man einen tollen Einblick in ihre Gedankenwelt und erlebt, welche außergewöhnlichen und schönen Ideen in einem Kinderkopf mit ADHS entstehen können.

    Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht verständlich. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut für Kinder, die schon etwas fortgeschrittener im Lesen sind. Gleichzeitig ist es auch eine tolle Geschichte zum Vorlesen für jüngere Kinder.

    Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es vermittelt bereits auf den ersten Blick das Chaos, das in Cleos Kopf herrscht, und ist liebevoll gestaltet. Die Illustrationen im Buch passen wunderbar zum Text und lockern die Geschichte zusätzlich auf. Gerade für Leseanfänger ist das schön, da sie sich durch die Bilder nicht direkt von zu viel Text erschlagen fühlen.

    Ein humorvolles, warmherziges und kindgerechtes Buch, das ADHS auf eine liebevolle Art und Weise sichtbar macht. Eine klare Leseempfehlung von mir!

    Katrin Hemmerich 

  • Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet vermisst sein altes Zuhause. Er möchte nicht mehr gemeinsam mit seinem Vater in dem kleinen Pizza-Van wohnen und arbeiten, sondern wieder in einem richtigen Haus oder einer Wohnung leben und eine eigene Pizzeria haben. Doch plötzlich taucht eine mysteriöse Reporterin auf und beginnt, Piet und seinen Vater über die Zaubertränke auszufragen. Gleichzeitig wird ihr altes Zuhause völlig verwüstet und alles gründlich durchwühlt.
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    Bei einem spaßigen Nachmittag mit seinen drei Freunden nimmt Anna den Schrumpftrank – doch diesmal wird sie anschließend nicht wieder groß. Piet, Archie, Jeremy, Anna und ihr Hund Nutzlos beschließen deshalb, Silva Tregoning zu finden, damit sie ihnen einen Wachstumstrank brauen kann. Eine abenteuerliche Reise voller Gefahren, spannender Momente und überraschender Wendungen beginnt.

    Diese Trilogie ist einfach fantastisch! Schon den ersten und zweiten Band haben mein Sohn und ich innerhalb kürzester Zeit abends gemeinsam gelesen. Die Kapitel werden von Band zu Band spannender, und wenn ich vorgelesen habe, war es oft gar nicht so einfach, einen guten Zeitpunkt zum Aufhören zu finden – mein Sohn wollte unbedingt weiterlesen.

    Ich habe schon lange kein so spannendes und gleichzeitig so wunderbar für Grundschulkinder geeignetes Buch mehr gelesen. Dabei kommen auch der Humor und die witzigen Situationen nie zu kurz. Besonders die Gespräche und die Dynamik zwischen den Hauptfiguren haben uns immer wieder zum Lachen gebracht.

    Wir sind ein wenig traurig, dass wir uns nun quasi von dieser tollen Reihe verabschieden mussten. Gleichzeitig bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass wir diese Bücher gelesen haben. Eine wunderbare Reihe für gemeinsame Vorleseabende bzw. als Bücher zum selber lesen. 

    Katrin Hemmerich 

  • Deepworld 

    Deepworld 

    Anja Reumschüssel

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nachdem sein bester Freund weggezogen ist, bekommt Gustav eine neue Sitznachbarin in der Schule: Ruby. Gustav wundert sich darüber, was für komische Figuren und Monster sie in ihr Heft zeichnet, und sie redet nicht wirklich mit ihm. Doch nachdem Gustav ein Referat über sein Hobby gehalten hat, kommt Ruby auf ihn zu und lädt ihn zu sich nach Hause ein. Dort beginnen sie, „Deepworld“ zu zocken – ein Spiel, das man mithilfe einer VR-Brille spielt.
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    In „Deepworld“ tauchen nicht nur die Monster aus Rubys Zeichnungen auf, sondern die beiden erleben auch wesentlich gefährlichere Begegnungen. Schon bald scheint das Spiel ein Eigenleben entwickelt zu haben. Ob sie es schaffen, das Spiel zu gewinnen, wird sich zeigen.

    Ich hatte das Buch schon länger zu Hause liegen, nachdem ich in einem Buchladen mitbekommen hatte, wie der Buchhändler es mit voller Überzeugung empfohlen hat. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden, es zu lesen, und ich muss sagen: Es ist absolut großartig und unglaublich aktuell!

    Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und hätte es nicht einmal für einen Moment aus der Hand legen können. Der Schreibfluss ist sehr flüssig, und die Geschichte hält die Spannung bis zum Schluss. Besonders gut gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit dem Thema KI und gleichzeitig mit dem Zocken von Computerspielen. Das Buch zeigt kritisch auf, welche Gefahren hinter diesen Themen stecken können, ohne dabei langweilig oder belehrend zu wirken.

    Eine ganz klare Buchempfehlung für Kinder und Jugendliche, die sich für KI, Gaming und spannende Geschichten interessieren!

    Katrin Hemmerich  

  • Die Biberklasse – Alle anders, alle richtig

    Die Biberklasse – Alle anders, alle richtig

    Saskia Niechzial

    Stefanie Reich

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Biber-Klasse ist eine ganz besondere Schulklasse, denn jedes Kind hat seine eigenen Bedürfnisse. Ruby hat ein Gedankenkarussell im Kopf, Senay möchte möglichst keine Fehler machen und Emre braucht zwischendurch eine Flitzepause. Im Biberbau achten die Kinder aufeinander und unterstützen sich gegenseitig. Auch ihre Lehrerin Frau Pfefferkorn kennt die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler und geht verständnisvoll darauf ein.
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    „Die Biber-Klasse“ ist ein wundervolles Erstlesebuch, das Kindern bereits zu Beginn ihrer Schulzeit vermittelt: Jedes Kind ist einzigartig – und jedes Kind ist richtig, so wie es ist. Die Geschichte zeigt verschiedene Kinder und ihre besonderen Bedürfnisse im Zusammenhang mit Neurodivergenz. Dabei wird deutlich, dass oft schon kleine Veränderungen im Schulalltag helfen können, damit sich Kinder wohlfühlen und gut lernen können.

    Saskia Niechzial, bekannt als @liniert.kariert auf Instagram, klärt auf verständliche und wertschätzende Weise über verschiedene Neurodivergenzen auf. Das gelingt ihr auch in diesem kurzen Erstlesebuch sehr gut. Die Kinder lernen verschiedene Bedürfnisse kennen, ohne dass diese als etwas Negatives dargestellt werden.

    Besonders gelungen finde ich den letzten Teil des Buches. Dort werden die einzelnen Kinder und ihre Bedürfnisse noch einmal genauer vorgestellt. Unter jedem Text steht, was dem jeweiligen Kind im Alltag helfen kann. So bekommen nicht nur die kleinen Leserinnen und Leser einen Einblick in die unterschiedlichen Bedürfnisse, sondern auch Erwachsene erhalten wertvolle Impulse.

    Auch die Illustrationen von Stefanie Reich sind wunderbar und passen perfekt zu den Texten. Sie lenken nicht vom Inhalt ab, sondern greifen die einzelnen Situationen auf und machen sie für die Kinder noch anschaulicher.

    Ein liebevoll gestaltetes und wichtiges Buch, das Vielfalt, Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme vermittelt. Eine klare Empfehlung für jede Grundschulbibliothek und für Familien, die Kindern zeigen möchten, dass alle anders – und alle richtig sind.

    Katrin Hemmerich

  • Penicillin und andere unglaubliche Missgeschicke von denen du (wahrscheinlich) noch nie gehört hast

    Penicillin und andere unglaubliche Missgeschicke von denen du (wahrscheinlich) noch nie gehört hast

    Natalie Labarre

    Gosia Herba

    Aus dem Englischen von Cyra Pfennings

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das sehr wuselige Cover ist bei meinem Enkel sehr gut angekommen, er hatte Spaß daran den Satz zusammenzusetzen. Aber auch die kleinen Textfelder mit den spannenden und manchmal auch witzigen Inhalten kamen gut beim dem achtjährigen an. 
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    Zunächst werden die Leserinnen und Leser direkt eingebunden und die Frage lautete „Hast du schon mal Fehler gemacht? Ja, wer wohl nicht! Da erfahren wir auf der ersten Seite, dass Christoph Kolumbus Seekühe für hässliche Meerjungfrauen gehalten hat und die Entdeckung des Penicillins darauf zurückzuführen ist, dass Alexaner Flemming seine Petrischalen nicht gesäubert hat. Einer anderen Unachtsamkeit ist die Entdeckung des Sicherheitsglas zu verdanken. Das Fällen eines der ältesten Bäume 1964 hat dazu geführt, dass alte Bäume jetzt unter Naturschutz stehen.

    Die kleinen Texte sind mit vielen bunten Illustrationen geschmückt und es gibt auf den Seiten eine Menge zu entdecken. Zudem gibt es noch einige spannende Aufgaben zu lösen und was mir seht gut gefällt, es gibt eine Doppelseite mit „Fakten“, die so nicht stimmen.

    Am Ende wird dann die Frage gestellt „Welchen unglaublichen Feler Fehler hast du heute gemacht?“ Vielleicht machen wir auch einmal einen Fehler, der sich im Nachhinein als eine großer Erfindung herausstellt? Aber bis dahin lesen wir erst einmal dieses großartige Buch., das ist bestimmt kein Fehler.

    Dagmar Mägdefrau

  • Front    

    Front    

    Rüdiger Bertram

    Heribert Schulmeyer

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Cover zeigt zwei flüchtende Jungen, die ein Hund begleitet, im Hintergrund die Ruine eines Hauses. Es zeigt uns passend zum Titel „Front“ ein Kriegsgebiet. Adam und Zero, die beiden Jungen gehen hier in Deutschland auf eine Schule und es gibt immer wieder Kämpfe zwischen ihnen, denn sie kommen aus Ländern, die miteinander im Krieg liegen. Die Länder werden in dem Buch nie erwähnt, aber ich denke, alle haben, wie ich, Russland und die Ukraine vor Augen.

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    Adam lebt mit seiner Familie sehr beengt in einem Hochhaus, seine große Schwester Yella kämpft an der Front und Adam macht sich Sorgen um sie. Auch Zero wohnt in diesem Haus, allerdings hat er nur einen Bruder, der ebenfalls an der Front als Panzerfahrer kämpft. Zero macht sich große Sorgen, weil sein Bruder sich schon seit einiger Zeit nicht mehr bei ihm gemeldet hat. So beschließen die beiden unabhängig voneinander ins Kriegsgebiet zu reisen. Sie entscheiden sich beide für einen Hilfstransporter, den ein Mann zu den Menschen im Kriegsgebiet fahren soll. Der Wagen ist schon gestartet, als die Jungen sich sehen und so bleibt ihnen nichts anderes übrig als einen Waffenstillstand zu schließen, damit sie ihr Ziel erreichen.

    Der Text ist in sehr kurzen Sätzen geschrieben, dazu gibt es noch elf einseitige Comics, die die Handlung fortführen. Die Angst und die Enttäuschung der Jungen, wenn sie sich der Front immer mehr nähern, konnte ich beim Lesen sehr gut nachfühlen. Sie müssen erkennen, dass der Krieg keine Helden macht, dass alles mit vielen Opfern auf allen Seiten verbunden ist. Irgendwann schließt sich den Jungen ein Hund an, der auf einem Minenfeld stirbt. Diese Szene gefällt mir deshalb so gut, weil sie zeigt, dass der Krieg auch Tote fordert, aber hier stirbt zumindest kein Mensch und um den Hund können sie beide trauern, er gehörte zu keiner Partei.

    Aber ich will auch nicht zu viel verraten, denn das Buch sollte jeder Jugendliche lesen, denn er zeigt die Schrecken des Krieges und gleichzeitig, wie wichtig Freundschaft ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Mutsammlerin  

    Die Mutsammlerin  

    Stefanie Taschinski

    Bea Davies

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    In dem Buch erzählt Stefanie Taschinski die Geschichte der Familie Esser und gleichzeitig gibt es im Jetzt Schwierigkeiten für Emmi, bei deren Bewältigung ihr ihre Ururgroßmutter helfen kann. Sehr mutig ist Emmi nicht, deshalb traut sie sich auch nicht mit ihrer Freundin nach Schweden zu fahren. So verbringt sie ihre Ferien zusammen mit ihrer keinen Schwester Lieke bei den Großeltern in Deutschland.

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    Da der Vater Niederländer ist, wohnt die Familie dort.

    Emmi läuft gerne und trainiert im Park, als zwei Jungen mit ihren E-Scootern auf einen kleinen Jungen zuhalten. Sie schreien ihn an und bezeichnen ihn als Opfer. Doch Emmi ist wie gelähmt und kann den Jungen nicht verteidigen. Weil sie sich für ihr Verhalten schämt, kann sie am Abend nicht schlafen, deshalb hört sie Geräusche auf dem Dachboden. Als sie denen einige Tage später nachgeht, entdeckt sie ein Siebenschläfernest in einem alten Ofen und darunter ein Tagebuch. Es ist das Tagebuch von Elsa ihrer Ururgroßmutter, die Opa Berni noch kennengelernt hat. Es beginnt im April 1904 und Elsa arbeitet im Haushalt eines Bürgermeisters. Ihre Arbeitstage sind lang und die Arbeit schwer.

    Am nächsten Tag trifft Emmi den kleinen Jungen im Park wieder und lernt seine ältere Schwester Bianca kennen, die erklärt ihr, dass die Familie es als Sinti nicht einfach hier in Deutschland hat.

    So begleiten wir Elsa durch ihr Tagesbuch bis nach dem ersten Weltkrieg und erfahren viel von der politischen Situation in Deutschland. Aber wir erleben auch Emmis Entwicklung, denn am Anfang kann sie oft nicht handeln, weil sie Angst hat. Erst eine schrecklicher Unfall und die Kraft von Elsa lassen sie Mut fassen und so schafft sie es ihre Freundin zu unterstützen.

    Mit dem Schicksal von Sinti und Roma befassen sich nur wenige Bücher und hier wird nicht nur auf die Vergangenheit geschaut, sondern auch auf die Vorurteile und rassistischen Angriffe gegen diese Menschen im heutigen Deutschland hingewiesen. Das Buch ist gut zu lesen und die vielen sehr schön gezeichneten Illustrationen veranschaulichen die Geschichte sehr gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Immerland – Die Ozean der Ewigkeit – Band 2 

    Immerland – Die Ozean der Ewigkeit – Band 2 

    Flix

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Mika ist zurück in Immerland – leider nicht ganz freiwillig. Er muss seine Klassenkameradin Jessica, alias Stressica, retten und ganz nebenbei die Machenschaften des Doktors verhindern. Dabei trifft er Julie wieder und lernt neue Freunde kennen. Gemeinsam versuchen sie, die Pläne des Doktors zu durchkreuzen und wieder zurück auf die Erde zu gelangen.
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    Ich war sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht und was noch alles passieren kann. Und ich muss sagen: Es ist der Wahnsinn! Wie viel Fantasie kann ein Mensch eigentlich haben?! Das Buch hatte so viele spannende Wendungen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Figuren sind wieder wunderbar beschrieben und durch die zusätzlichen Zeichnungen hat man diese fantastische Welt direkt vor Augen.

    Im ersten Band hatte ich noch kritisiert, dass am Ende zu viel auf einmal passiert. Im neuen Teil passen die Wendungen dagegen perfekt und man kann sie viel besser nachvollziehen. Dadurch wirkt die Geschichte für mich noch stimmiger und spannender.

    Ich freue mich jetzt schon sehr auf den dritten Teil. Leider müssen wir noch ziemlich lange warten (Herbst 2027), aber bis dahin werde ich sicher den ersten und zweiten Band noch einmal lesen.

    Die Reihe gehört definitiv zu meinen Favoriten im Bücherregal! Danke für diese tollen Geschichten!

    Katrin Hemmerich