• Freiheit für die Waldwiesel

    Freiheit für die Waldwiesel

    Stephan Quittieren

    Barbara Jung

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    Das Wiesel Piet muss in die große Stadt! Er ist der Einzige, der einer großen Aktion entkommen ist, bei der alle Wiesel des Waldes – seine Mutter und Schwester Cilli eingeschlossen – gefangen wurden. Für Piet ist klar, dass er alle aus der „Wiesel-Fabrik“ in der Stadt retten muss. Aber wie kommt er in die Stadt? Und wie kann er die Wiesel befreien?

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    Im Laufe seiner Mission begegnet Piet Tieren, die ihm helfen, wie den Siebenschläfer Hugo oder die Kanalratten. Gleichzeitig lernt er, dass nicht nur die Menschen eine Gefahr für Tiere sein können. Da ist der Marder Toni, der rücksichtslos Tiere ausbeutet, oder die speziell gezüchteten Riesenhunde, die die Fabrik bewachen.

    Stepha Quitterer hat mit viel Fantasie und Sprachwitz eine Tierwelt geschaffen, die ein Spiegelbild der Menschenwelt ist. Manches ist witzig, wie etwa „Junge Dachsfamilie, 5 Kinder, reinlich, gebildet, solides Einkommen, sucht dringend Wohnung im Kiez. Ab 20 Wohnkammern, mindestens 10 Eingänge“, oder der Glaube der Ratten, dass die Menschen ihnen in den Tagen vor Silvester „per Klospülung extra Bratenreste und Unmengen Klöße, Kartoffelbrei und Rotkohl schenken“. Vieles lässt einen aber auch schlucken wie z.B. die Vorurteile, die die Tiere untereinander hegen.

    So hat Piet einen „Krähen-Bruder“, der als Küken von Piet und seiner Mutter vor dem Verdursten gerettet wurde. Offiziell aber können Wiesel und Krähen nicht befreundet sein, denn „Krähen sind voller Läuse“, „nehmen es mit der Pünktlichkeit nicht so genau“ und „klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist“.

    Besonders bedrückend ist auch der Moment in dem Piet klar wird, dass alle anderen Waldtiere von der „Entwieselung des Waldes“ wussten, aber keiner den Wieseln half, um sich nicht selbst zu gefährden. So machen sich die Eichhörnchen zu Gehilfen dieser Aktion. Und in der „Fabrik“ sind Wiesel als Aufseher eingesetzt, die keine Gnade mit ihren Artgenossen kennen.

    Dieses Buch gibt viel Stoff zum Nachdenken und miteinander reden. Nicht zuletzt über die Haltung des Siebenschläfers Hugo, der überzeugt ist, für Piet verantwortlich zu sein, weil er sich entschieden hat, ihm das Leben zu retten: „Ich muss zu dieser Entscheidung stehen. Dafür sorgen, dass es eine gute Entscheidung war.“

    Eine tolle Abenteuergeschichte, die ganz nebenbei viele wichtige Werte vermittelt – mit schönen Illustrationen. Sehr lesenswert!

    Beate Böhm

  • Das magische Mal – Chaos in der Zauberschule

    Das magische Mal – Chaos in der Zauberschule

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Clarissa, Marlon und Elmar besuchen die Zauberschule auf Schloss Simbalablitz. Sie gehen in die zweite Klasse und müssen nun das Zauber-1x1 samt der dazugehörigen Sprüche lernen. Durch einen zufälligen Fund einer Zaubertafel in der Bibliothek der Schule entsteht plötzlich Chaos: Auf einmal wimmelt es in den Klassenräumen von Tieren.
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    Doch das Durcheinander droht außer Kontrolle zu geraten – die Schule steht sogar vor der Schließung. Die drei müssen nun schnell die Rätsel der Steintafel lösen, um ihre Schule zu retten.
    Da bei meinem achtjährigen Sohn gerade tatsächlich das Einmaleins-Lernen ansteht, kam das Buch genau richtig. Wir haben gemeinsam angefangen zu lesen, und er hat großen Spaß daran. Die Geschichte ist schön geschrieben und bleibt durchgehend spannend, sodass man gerne weiterliest. Auch wenn der erste Schritt darin besteht zu verstehen, wie das Multiplizieren funktioniert, hilft das Buch dabei, das Einmaleins spielerisch zu verinnerlichen. Die Merksprüche machen das Lernen deutlich unterhaltsamer – es ist kein stupides Auswendiglernen. Insgesamt ein sehr schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

    Katrin Hemmerich
  • Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Charley Rabbit

    Aus dem Englischen von Ulrich Thiele

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    In einer Stadt voller Tiere ist der beliebte Restaurantbesitzer Gustav Giftzahn spurlos verschwunden. Der neue Bewohner der Stadt, Meisterdetektiv Mausebart, macht sich gemeinsam mit seinem Gehilfen Mopsi auf die Suche nach dem Entführer.

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    Doch immer, wenn sie glauben, ihm dicht auf den Fersen zu sein, ist er ihnen wieder einen Schritt voraus. Ob es den beiden trotzdem gelingt, den Täter zu schnappen, wird sich zeigen!Ich habe das Buch zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen, und wir waren beide von der ersten Seite an begeistert. Die Geschichte ist sehr humorvoll erzählt: Die Stadt wird ausschließlich von Tieren bewohnt – von Schlangen, Pavianen und Bullen bis hin zu Tauben als Polizisten oder einem Meerschweinchen als Erfinder. Dazu kommen viele witzige Wortspiele und liebevoll gestaltete Illustrationen, über die wir oft lachen mussten.
    Besonders gelungen fanden wir die abwechslungsreiche Mischung aus Comic-Abschnitten und normalem Text. Dadurch bleibt das Lesen spannend und motiviert Kinder, immer weiterzulesen.
    Mein Sohn war am Ende allerdings etwas enttäuscht: Zwar wird ein zweiter Teil indirekt angekündigt, aber bisher gibt es noch keine Informationen dazu, wann er erscheinen wird.

    Katrin Hemmerich

  • Vampire und Monster

    Vampire und Monster

    Stephanie Runge

    Jutta Wetzel

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Wir sehen den bleichen Viktor in seiner Tarnung über das Cover huschen, er hat es eilig, denn er möchte die „Königin der Nacht“ blühen sehen.
    Aber zurück zum Anfang, Viktor, der Vampir, schaut mit seiner Schwester einen Gruselfilm, da werden Vampire von Menschen gejagt und gegessen.
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    Doch dann wird in den Nachrichten von der seltenen Blühte berichtet und Viktor beschließ sich auf den Weg in den Botanischen Garten zu machen. Bald muss er feststellen, dass es sehr viele Menschen unterwegs gibt und er befürchtet ja, erkannt und gefressen zu werden. So gelangt er auf den Markt und erwartet, dass der Metzger dort Vampirfleisch anbietet und ist, überrascht, als er erfährt, dass Menschen nur Tiere essen. So werden noch einige Missverständnisse geklärt.
    Die witzige Geschichte, die aus Sicht des Vampirs Viktor erzählt wird, zeigt, was Vorurteile oder falsche Vorstellungen bewirken. Ich habe nur einzige Frage: „Woher hat der Vampir Geld, um zu bezahlen?“ Das Buch ist sehr schön zu lesen, denn es hat neben der großen Schrift noch viele schöne bunte, teilweise große Bilder.

    Dagmar Mägdefrau
  • Was guckst du? – Carlas Comics – Band 4

    Was guckst du? – Carlas Comics – Band 4

    Jutta Nymphius

    Volker Fredrich

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Cover zeigt uns Carla und ihre beste Freundin Samira, die beiden sind seit dem Abschied aus der Kita befreundet. Denn da war Carla trotz ihres wunderschönen neuen Schlafsacks traurig, als es bei der Übernachtung ans Schlafen ging. Doch da kam Samira und sie brachte noch leckere Baklava mit, die ihnen prima mit den Schokoladenkeksen schmeckten. 
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    Doch nun hat Samira das Fußballspielen für sich entdeckt und so sagt sie wegen eines wichtigen Spiels die Übernachtung bei Carla, die zu einem festen Ritual wurde, ab. Darüber zerbricht am Ende die Freundschaft und alle Ratschläge und Versuche sie wieder zu festigen funktionieren leider nicht.
    Im Laufe meines Lebens sind viele Freundschaften zu Ende gegangen, ganz ohne Streit, einfach, weil das Leben sich änderte und Neues entstand. Das erleben wir hier mit Clara und sie übersteht diese traurige Zeit, behält die Erinnerung daran und orientiert sich neu.
    Carla liebt es zu zeichnen und sie hat zudem noch einen sehr kreativen Bruder, das kommt ihn der besonderen Form, in der das Buch gestaltet ist, gut zur Geltung. Es gibt, wie immer in dieser Reihe, eine Doppelseite Text und danach eine Doppelseite mit Zeichnungen. So ist das Buch nicht nur gut lesbar, es hilft auch die Geschichte zu visualisieren. Eine ungewöhnliches Thema, das aber sicher viele Kinder, denen es genauso geht wie Carla, belastet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Olchis – Das Sams – Die kaputte Wunschmaschine – Band 1    

    Die Olchis – Das Sams – Die kaputte Wunschmaschine – Band 1    

    Erhard Dietl

    Paul Maar

    Stephanie Stickel

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Die Wunschmaschine von Herrn Taschenbier ist kaputt – und natürlich brauchen Herr Taschenbier und das Sams dringend Hilfe. Also machen sie sich auf den Weg zu Herrn Brausewein ins Labor. Dort sorgt das Sams allerdings erst einmal für ordentlich Chaos und spielt neugierig mit einem Spray herum. 
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    Das Problem: In der Flasche befindet sich ein Verjüngungsmittel, von dem Herr Taschenbier eine ordentliche Portion abbekommt. Prompt verwandelt er sich in ein Baby!
    Da sich weder das Sams noch Herr Taschenbier besonders gut mit Babys auskennen, bleibt nur eine Lösung: Die Olchis müssen helfen – schließlich haben die selbst Erfahrung mit einem Olchi-Baby. Ob sie es gemeinsam schaffen, Herrn Taschenbier wieder zurückzuverwandeln?
    Mit dem Sams verbinde ich viele schöne Kindheitserinnerungen, denn die Geschichten wurden mir früher oft vorgelesen und später habe ich sie selbst begeistert gelesen. Die Olchis dagegen kenne ich tatsächlich kaum. Gerade deshalb finde ich dieses Crossover der beiden beliebten Kinderbuchwelten besonders originell und witzig. Beide Figuren haben ihren ganz eigenen frechen und chaotischen Humor, was wunderbar zusammenpasst.

    Das Buch eignet sich toll zum Vorlesen, macht aber auch fortgeschrittenen Erstlesern viel Spaß. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie die beiden bekannten Kinderbuchautoren die Geschichte der beiden Kultfiguren weitererzählen.

    Katrin Hemmerich
  • Päckchensommer

    Päckchensommer

    Jasmin Schaudinn

    Stéffie Becker

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Kalle und Frieda leben zusammen mit ihrem Papa, der Paketbote ist. Endlich ist es so weit: Die drei wollen gemeinsam nach Italien in den Urlaub fahren. Doch dann ruft der Chef an und streicht kurzfristig den Urlaub. Als der Papa merkt, wie traurig Kalle darüber ist, lenkt er spontan den Postwagen auf die Autobahn – und die abenteuerliche Reise Richtung Italien beginnt.
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    Päckchensommer ist ein wunderbares Vorlesebuch, das auch von fortgeschrittenen Erstlesern sehr gut selbstständig gelesen werden kann. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kalle erzählt. Dabei bekommt man die Eindrücke, Gedanken und Sorgen eines Kindes im Grundschulalter hautnah mit – sei es die am Nordpol forschende Mutter, die Traurigkeit des Papas diesbezüglich oder die vielen Gefühle rund um die Reise nach Italien. Die einzelnen Ereignisse werden so schön und bildlich beschrieben, dass man sie direkt vor dem inneren Auge sieht. Für Kinder ist es eine wunderschöne Geschichte mit einem tollen Happy End.

    Katrin Hemmerich
  • Kuki und das Flüstern der Muscheln  

    Kuki und das Flüstern der Muscheln  

    Efua Traoré

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Kuki lebt in Nigeria, sie heißt eigentlich Kokumo, ein Name, der ihr ihr Vater gegeben hat. Diesen Vater hat sie nicht kennengelernt und ihre Mutter und sie leben inzwischen bei Dr. D.
    und ihre Mutter ist wieder schwanger. Dr. D.s Schwester, die Kuki Tante nennt warnt Kuki immer wieder vor Geistern, den Aniku, die gerade für Kinder besonders gefährlich sind.
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    Da Kuki in der neuen Schule von einer Mitschülerinn böse gemobbt wird und ihre Eltern arbeiten, fühlt sich Kuki einsam. Sie wünscht sich eine Freundin, geht aber alleine los und findet ein altes verfallenes, ehemals hochherrschaftliches Haus. Hier trifft sie auf Enilo, ein eigenartiges Mädchen, von der sich Kuki eine Freundschaft erhoff. 
    Die Autorin kennt die Geistergeschichten von den Aniku aus Afrika und fügt diese Legenden und Märchen in ihre Geschichte ein. Obwohl sie in der Gegenwart spielt, kommt mir dieser Geisterglaube sehr alt vor und das ist er sicher auch. Kuki betont auch immer wieder, dass sie nicht daran glaubt. „Jeder Mensch trägt zumindest einen Hauch von Güte in sich, und deswegen gibt es immer die Chance, dass das Gure sich durchsetzt.“ Ist ein wundervoller und hoffnungsvoller Satz, den Enilo sagt und sie erklärt Kuki, weshalb sie sie für etwas ganz besonders hält. Mir gefiel es sehr gut auf diese Weise etwas über den afrikanische Geisterglauben zu erfahren und mit seiner spannende Handlung war die Geschichte sehr lesenswert. Aber es ging auch um Mobbing, um Freundschaft und Familie und ein Mädchen, dass sich trotz ihrer Ängste immer besser behaupten konnte. Eine hervorragende Mischung.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Johanna Prinz

    Stefanie Jeschke

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Pippa, das Erdferkel und ihre Freunde, Horst, der afrikanische Madenhacker, der eine Giraffe sucht, die drei Erdmännchen und Manolo, der eitle Löwe wohnen zusammen an einem Wasserloch. Irgendwann haben sie entdeckt, dass montags immer die Menschen dort auftauchen, und dann spielt die kleine Gruppe ihnen ein Theaterstück vor. 
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    Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, macht die Regie und manchmal wird das Stück für die Menschen so aufregend, dass sie sich übergeben müssen. Die Tiere freuen sich dann enorm über ihre gelungene Dressur. Als den Tieren ein Bauplan in die Hände fällt, der ihnen der im Gebüsch lebende Vogel Gisela vorliest, müssen sie erfahren, dass am Wasserloch gebaut werden soll. Wie schrecklich, diesen schönen Platz zum Leben verlieren zu müssen. Da kann nur das Orakel helfen, aber keiner weiß, wie es aussieht und was es ist. Also machen sich alle auf den Weg.
    Im Laufe der Geschichte wächst die Tiergruppe immer enger zusammen, sie erfahren vieles übereinander und unterstützen sich freundschaftlich. Natürlich ist die Dressur der Menschen zunächst einmal sehr witzig und die Umkehrung macht ganz besonderen Spaß. Aber neben diesem Spaß geht es auch um ernsthafte Probleme, so leidet Horst darunter, dass er trotz Qualifikation keine Giraffe hat, mit der zusammenleben kann. Zum Glück taucht dann auch eine Giraffe auf, die einen Madenhacker vermisst. Zum Schluss geht es um Arterhaltung und um Gisela, die gar nicht so hochnäsig ist. Ein Vorlesebuch, dass nicht nur den Zuhörenden Spaß bereitet. Neben dem witzigen Texten sind es die vielen schönen bunten Illustrationen, die das Buch wunderbar ergänzen. Ich freu mich auf die Folgebände.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung

    Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung

    Carola Becker

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir Mäc Mief und seinen Freund, den Hund Bonnie, auf einem Kohlenwagen in einem Zug mitfahren. Das wirkt schon sehr abenteuerlich und gefährlich.
    Nachdem es in Schottland schon seit Tagen regnet, hat Mäc Mies Lieblingsmensch Finn das Schaf mit in sein Zimmer und sogar in sein Bett genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt.
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    So schmeißt sie Mäc Mief kurzerhand raus. Bei seiner Suche nach Bonnie gerät Mäc Mief auf den Nachbarhof zu den Eddingbörgs. Doch hier trifft er nicht auf den fiesen Schafe, sondern auf eine Schafmädchen, in das er sich sofort verliebt. Doch bei seinem nächsten Besuch ist Malvina mit der roten Schleife nicht zu finden. So beginnt die abenteuerliche Suche nach dem Schaf.
    Es ist schon etwas sehr verrückt, wie es Mäc Mief und Bonnie bei dieser Suche ergeht. Warum da plötzlich eine Dampflok am Bahnhof steht und wie die beiden es schaffen Malvina aus dem Anhänger zu befreien, das ist schon echt stark, aber auch witzig.
    Die Großbuchstaben und die vielen tollen bunten Bilder machen das Buch leicht lesbar und Mäc Mief als verliebtes Schaf, das hat seinen ganz besonderen Charme.

    Dagmar Mägdefrau


  • Mister Marple und du – Hilfe, das Klassen-Tier ist weg! – Band 3 

    Mister Marple und du – Hilfe, das Klassen-Tier ist weg! – Band 3 

    Sven Gerhardt

    Nikolai Renger

    Penguin

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bei Mister Marple handelt es sich um einen Hamster, der die meiste Zeit in Theos Tasche, die er in seiner Warnweste hat, verbringt. Neben dem ängstlichen Theo und der abenteurermutigen Elsa gehört Mister Marple zur Schnüffler-Band. 
    Diesmal ist das Klassentier aus Theos Klasse, ein Gecko aus dem Terrarium verschwunden.
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    Natürlich ist klar, dass sich die drei auf die Suche machen, Elsa sucht mit Hilfe ihrer Lupe nach Spuren und finde sie auf der Außenseite des Terrariums. In den nächsten Schulstunden machte Mister Marple sich auf die Suche nach dem verschwundenen Tier.
    Der Text des Buches ist in großen Buchstaben mit viel Abstand gedruckt. Die Illustrationen sind bunt und großformatige. Zu jedem Kapital wird am Ende eine Frage gestellt und das Mitraten macht viel Spaß.
    Was mi besonders gut gefällt ist, dass Mister Marple nicht mit den Kindern spricht, sondern sich über Bilder mit den Kindern austauscht. Am Ende des Buches gibt es noch viele Informationen über Panter-Geckos. Ein echter Krimispaß für Leseanfänger.

    Dagmar Mägdefrau
  • Bella Karamella – Achtung, zauberhafte Freundin! – Band 1

    Bella Karamella – Achtung, zauberhafte Freundin! – Band 1

    Gundi Herget

    Barbara Korthues

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Da hat sich Gundi Herget eine ganz neue magische Figur ausgedacht, die Naschhexe mit den vielen Vornamen, die aber gerne als Karamella angesprochen werden möchte. Mit ihrem pinken Kleid und der bunten Zuckerwattefrisur sehen wir sie zusammen mit Elfie, ihrer Zauberzuckerstange im Laden „Leckerei“. 
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    Zunächst ist Elfie wütend und traurig, weil ihre Süßigkeiten weg sind. Dazu müssen wir wissen, dass Elfie mit ihrer Mutter zusammen in einer winzigen Wohnung wohnt, weil das Geld nicht reicht. Elfies Mama sucht eine neue Stelle und ihr alter Computer liegt in den letzten Zügen. Da Elfie hervorragend rechnen kann, kalkuliert sie ihren Verbrauch an Süßigkeiten sehr genau. Deshalb kann sie es nicht fassen, dass diese kleine Hexe mit der Erklärung, „eine Naschhexe muss Naschen“, einfach ihre Vorräte aufgegessen hat. In der Schule hat Elfie ebenfalls Sorgen, denn sowohl zwei Jungs als auch Bianca und ihr Hofstatt quälen sie immer wieder.
    Das Buch zeigt sehr realistisch, dass es für Kinder, wie Elfie, die sehr früh erfahren müssen, wie schwer das Leben ohne genügenden finanziellen Rückhalt ist. Umso schöner ist es zusehen, wie liebevoll das Mutter-Tochter-Verhältnis ist und wie selbstlos Christel und Hans Elfie und ihrer kleinen Naschhexe helfen. Elfie erfährt wahre Freundschaft und erkennt, dass sie mit Freundlichkeit viel bewirken kann. Eine sehr gefühlvolle und zauberhafte Geschichte, die mit vielen farbigen und schönen Illustrationen ergänzt wird. Ein rundum gelungenes Herzensbuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Die grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Andrea Poßberg

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die fünf Piraten, die uns zu Beginn des Buches vorgestellt werden, in einem Baum sitzen bzw. die Bagger zu bremsen, die die Bäume abholzen wollen.
    Mit Hilfe einer Drohne erforscht Lennart das Naturschutzgebiet, dabei sieht er Marvin Klotzmeier, den Sohn des Bürgermeisters, der mit seinem Freunden herumtanzt.
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    Was hat das wohl zu bedeuten? Doch denn entdecken sie zwei Männer, die mit einem schwarzen Bus gekommen sind. Sie fühlen sich durch die Drohne beobachtet und versuchen sie zu fangen. Doch die Kinder schaffen es das Gerät auf dem Haus von der alten Frau Schlüter zu landen. Als sie sich den Film anschauen wollen, hören sie draußen die Baufahrzeuge. Die Männer wollen die gesunden Bäume in der Allee abholzen. Da müssen die Grünen Piraten sofort handeln.
    Die fünf Kinder ergänzen sich sehr gut und so schaffen sie es diesen spannenden Fall zu lösen und die gefährdeten Bäume zu retten. Aus den unterschiedlichsten Erzählsträngen ergibt sich ein klares Bild und wir fiebern der Lösung entgegen. Denn am Ende geraten die Piraten noch in eine sehr gefährlich Situation.
    Neben der sehr spannenden Handlung erfahren wir noch sehr viel über Bäume und die Natur. So gibt es auf den letzten Seiten noch sehr viele Sachinformationen durch die Grünen Piraten. Ich finde es handelt sich um ein runde Sache, die auch noch viel Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tante Polly – Ehrlich geflunkert    

    Tante Polly – Ehrlich geflunkert    

    Paul Maar

    Nikolai Renger

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Tante Polly mit ihrem roten Mofa, das wie ein Roller aussieht und hinter ihr sitzt Mirko.
    Die Geschichte beginnt damit, dass Tante Polly, die eigentlich Mirkos Großtante ist, ihm zum Geburtstag eine altes Notizbuch schenkt, zu dem sie eine wilde Geschichte erzählt und das Mirko von hinten und von vorne beschreiben soll.
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    Mirko findet Spaß daran Geschichten und Comics zu erfinden und dann gibt es auch noch eine Sammlung besonderer Worte. Die Einladung von Tante Polly, Mirko möchte sie doch in ihrem Dorf besuchen, sieht besonders Mirkos Mutter mit viel Skepsis. Doch der Vater kann sie überreden, bringt die Mutter Mirko zu Tante Polly. Hier sieht er eine Reihe Kinderbücher im Regal stehen, die er ebenfalls gerne liest. 
    Ich kann mir gut vorstelle, dass auch eine ganze Menge Paul Maar in Tante Polly steckt, denn sie erfindet ebenfalls Geschichten, die meist sehr unglaubwürdig klingen und auch Mirko hat oft Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Tante. Aber als eine ihrer schrulligen Figuren dann doch auftaucht, bekommt Mirko Zweifel am Zweifeln. Ein witziges Buch voller wilder Abenteuer, einer doch nicht so durchgeknallten Tante und einer Freundschaft zum Nachbarsmädchen Monika.
    Ich hätte mir mehr und farbige Bilder für das Buch gewünscht. Manchmal geht mir die Fantasie zu weit, so wird ein Seemann ertränkt, aber vielleicht bin ich da nur zu empfindlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kali kann Kanari

    Kali kann Kanari

    Michael Roher

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Eines Tages landet ein Nymphensittich auf dem Balkon der Wohnung, die die neunjährige Lisbeth zusammen mit ihrer Mutter, ihrem kleinen Bruder Kali, ihrer Oma Magda und ihrem Opa Udini bewohnt. Hubert, wie Kali den Nymphensittich tauft, wird rasch von allen Familienangehörigen ins Herz geschlossen. – Aber wem gehört er eigentlich? Und was hat der Vogel mit Kentucky, Lisbeths Erzfeind, zu tun?

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    In all dem Schlamassel kommt für Lisbeth erschwerend noch dazu, dass ihre beste Freundin Mika auf einmal den Kentucky gar nicht mal so schlecht findet…

    Der österreichische Autor und Illustrator Michael Roher hat ein warmherziges Buch geschrieben, in dem neben der Frage nach dem eigentlichen Besitzer des Nymphensittichs Hubert auch weitere wichtige Fragen behandelt werden: Was passiert mit einer Freundschaft, wenn sich die beste Freundin verliebt – und noch dazu in den Erzfeind? Wie geht man mit der Tatsache um, dass der einstmals bewunderte Opa und Zauberer Udini nicht nur schwer hört, sondern auch zunehmend verwirrt ist?

    Die Handlung des Buches entwickelt einen starken Sog, dem man sich dank der witzigen Sprache, des großen Einfühlungsvermögens in die Figuren und der liebevoll gestalteten Illustrationen gerne hingibt. Ein schönes Buch zum Vorlesen! Sehr empfehlenswert!

    Beate Böhm
  • Oma, Huhn und Kümmelfritz

    Oma, Huhn und Kümmelfritz

    Michael Roher

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der Kümmelfritz lebt bei seiner Oma – und mit ihnen auch noch das Huhn. Dieses ist mit einer überbordenden Fantasie und mit einem ebenso großen Selbstbewusstsein ausgestattet. Mit seinen verrückten Ideen ergänzt es sich hervorragend mit dem Kümmelfritz.

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    Zusammen erleben die zwei viele Abenteuer: Sie machen sich auf die Suche nach dem Yuti, dem geheimnisvollen Großcousins der Mutter vom Yeti, lösen das Rätsel um die Entführung von Herrn Lammbauer, dem Freund der Oma, und bestehen gemeinsam eine gruselige Camping-Übernachtung am See. Oft ist auch Maya, die Schulfreundin vom Kümmelfritz, mit von der Partie. 

    Der österreichische Autor und Illustrator Michael Roher hat ein wunderbar witziges Buch geschrieben, das sich hervorragend zum Vorlesen eignet. Es macht großen Spaß, gemeinsam über die lustigen Ereignisse, das sich ständig selbst überschätzende Huhn und die Besonderheiten der österreichischen Sprache zu lachen. Nicht zu vergessen die Angewohnheit vom Kümmelfritz, Dinge, die er toll findet, mit lustigen geographischen Namen wie "Buxtehude", "Titicacasee" oder "Lampedusa" zu bekräftigen. Da kommt man glatt auf die Idee, den Weltatlas selbst einmal zu durchstöbern. Abgerundet wird dieses tolle Kinderbuch von den Illustrationen, die ebenfalls von Michael Roher stammen.
    Unbedingt (vor)lesen!!!

    Beate Böhm
  • Darkly – Nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich.

    Darkly – Nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich.

    Marisha Pessl

    Aus dem amerikanischen Englisch von Katrin Segerer und Jennifer Michalski

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Dia, ein 17-jähriges Mädchen, ist seit Jahren fasziniert von den Spielen, die Louisiana Veda zu Lebzeiten entwickelt hat. In diesem Sommer schreibt die Louisiana-Veda-Stiftung sieben Praktikumsplätze in England aus. Um an dem Auswahlverfahren teilzunehmen, muss man in der Bewerbung die Frage „Wofür würden Sie töten?“ beantworten. Weltweit bewerben sich über eine halbe Million Menschen auf diese sieben Plätze. 
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    Als Dia erfährt, dass sie zu den Auserwählten gehört, ist die Freude riesig. Die Reise von Missouri nach London beginnt – und damit auch ein großes Abenteuer in einem von Veda entwickelten Spiel.
    Ich konnte relativ schnell in das Buch eintauchen. Zu Beginn werden Dia und ihre Lebensumstände mit ihrer Mutter sowie dem Vintage-Möbelladen sehr gut beschrieben. Durch die bildhafte Sprache von Marisha Pessl kann man sich den Laden und die Umgebung sehr genau vorstellen. Sobald Dia die Reise nach London antritt, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und immer mehr Handlungsstränge fügen sich zusammen. Die Spannung lässt bis zu den letzten Seiten nicht nach, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Insgesamt ist es ein sehr gutes Buch, um als Jugendliche*r in die Welt der Thriller einzusteigen.

    Katrin Hemmerich

  • Faustschlag von rechts   

    Faustschlag von rechts   

    Stefanie Kaluza

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Der 15-jährige Jarik leidet darunter, dass sich seine Eltern getrennt haben und der Vater leider oft sein Versprechen, ihn und seinen kleinen Bruder abzuholen, nicht hält. Das Schimpfen der Mutter macht es dann nicht leichter für ihn. Jarik ist ein Freund großer Worte und oft ist auch das ein Grund, weshalb es Missverständnisse gibt. Meist ist er mit seiner Clique zusammen, die er schon aus der Kita kennt. 
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    Er spürt, dass ihm Mo, das einzige Mädchen, immer besser gefällt und auch das verunsichert ihn sehr. Am Nahmittag treffen sich die Vier an der Bushaltestelle, um dann gemeinsam zum Jugendtreff zu gehen. Hier wird geboxt und Jarik ist nicht ganz untalentiert. Falk, einer der großen Vorbilder, spricht ihn an und bietet ihm ein Training an. So entfernt sich Jarik immer mehr von seinen alten Freunden und er freut sich auf das Zeltlager, zu dem er in den nächsten Ferien darf. Die Warnungen, dass es bei den Organisatoren des Lagers um Nazis handelt, kann er nicht glauben. So gerät Jarik immer mehr in die Ideologie von nordischen Göttern und Männern, die Stärke zeigen. Sein Umgang mit seiner Mutter und seinem Bruder verändern sich und zu den Treffen mit den alten Freunden geht er nicht mehr.
    Falk sucht sich nicht Jarik aus, weil er so gut boxen kann, er hat erkannt, dass der Jugendliche emotional verloren ist. Der Vater, der ihn nicht bei sich haben möchte, die unzufriedene Mutter und die unklaren Gefühle gegenüber Mo, machen ihn zum einfachen Opfer. Er genießt die Aufmerksamkeit, die Kameradschaft, das abendliche Lagerfeuer und die Reden dort gefallen ihm zum Teil. Da wird nicht gegendert, da wird Feminismus verhöhnt.
    Das Buch liest sich leicht und die Gefühle von Jarik sind so gut beschrieben, dass ich sie förmlich selbst gespürt habe. Ja und das Thema, es ist wichtiger den je, darüber mehr zu erfahren.

    Dagmar Mägdefrau