Front

Front    

Rüdiger Bertram

Heribert Schulmeyer

Rotfuchs

Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

Das Cover zeigt zwei flüchtende Jungen, die ein Hund begleitet, im Hintergrund die Ruine eines Hauses. Es zeigt uns passend zum Titel „Front“ ein Kriegsgebiet. Adam und Zero, die beiden Jungen gehen hier in Deutschland auf eine Schule und es gibt immer wieder Kämpfe zwischen ihnen, denn sie kommen aus Ländern, die miteinander im Krieg liegen. Die Länder werden in dem Buch nie erwähnt, aber ich denke, alle haben, wie ich, Russland und die Ukraine vor Augen.

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Adam lebt mit seiner Familie sehr beengt in einem Hochhaus, seine große Schwester Yella kämpft an der Front und Adam macht sich Sorgen um sie. Auch Zero wohnt in diesem Haus, allerdings hat er nur einen Bruder, der ebenfalls an der Front als Panzerfahrer kämpft. Zero macht sich große Sorgen, weil sein Bruder sich schon seit einiger Zeit nicht mehr bei ihm gemeldet hat. So beschließen die beiden unabhängig voneinander ins Kriegsgebiet zu reisen. Sie entscheiden sich beide für einen Hilfstransporter, den ein Mann zu den Menschen im Kriegsgebiet fahren soll. Der Wagen ist schon gestartet, als die Jungen sich sehen und so bleibt ihnen nichts anderes übrig als einen Waffenstillstand zu schließen, damit sie ihr Ziel erreichen.

Der Text ist in sehr kurzen Sätzen geschrieben, dazu gibt es noch elf einseitige Comics, die die Handlung fortführen. Die Angst und die Enttäuschung der Jungen, wenn sie sich der Front immer mehr nähern, konnte ich beim Lesen sehr gut nachfühlen. Sie müssen erkennen, dass der Krieg keine Helden macht, dass alles mit vielen Opfern auf allen Seiten verbunden ist. Irgendwann schließt sich den Jungen ein Hund an, der auf einem Minenfeld stirbt. Diese Szene gefällt mir deshalb so gut, weil sie zeigt, dass der Krieg auch Tote fordert, aber hier stirbt zumindest kein Mensch und um den Hund können sie beide trauern, er gehörte zu keiner Partei.

Aber ich will auch nicht zu viel verraten, denn das Buch sollte jeder Jugendliche lesen, denn er zeigt die Schrecken des Krieges und gleichzeitig, wie wichtig Freundschaft ist.

Dagmar Mägdefrau

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