Leider ist dieser Geburtstag schon in vier Tagen und mit jeder Kapitelüberschrift nähern wir uns ihm immer mehr. Jagoda hat Mia, ihre neue Mitschülerin, die sie sich zur Freundin wünscht, eingeladen, obwohl sie weiß, dass sie niemanden ins Frauenhaus einladen darf, denn die Adresse muss geheim bleiben. Jagoda macht also einen Plan und bittet einige Menschen um Hilfe, so haben wir mit ihr die Hoffnung, dass es eine Mega-Party werden kann, doch am Vortag spitzt sich die Situation dramatisch zu.
Jagoda ist trotz ihrer negativen Erfahrung ein Kind, das noch Wünsche hat und alles tut, damit sie in Erfüllung gehen. Sie hat selbst Strategien entwickelt, sich abzulenken. So hat sie eine Aversion gegen „Blau“, was damit zu tun hat, dass ihr Name auf Polnisch Blaubeere bedeutet. So sammelt sie gute und schlechte Blaus in einer Liste, die sie zur Beruhigung im Stillen aufsagt.
Dieses Mädchen, das schon so viel in den vergangenen zehn Jahren erlebt hat und die für ihr Alter viel zu reif und vernünftig ist, zeigt uns eine Welt, die wir hoffentlich nicht kennenlernen werden. Aber es ist wichtig zu wissen, dass es Kinder gibt, die so leben müssen wie Jagoda.
Es gibt viele schöne kleine Zeichnungen in dem Buch und die Geschichte, die aus Jagodas Sicht erzählt wird, geht einfach ans Herz. Ein besonderes Buch über ein ganz besonderes Mädchen!
Dagmar Mägdefrau