• Marias Weihnachtsgeschichte

    Marias Weihnachtsgeschichte

    Mathilde Stein

    Sophie Pluim

    Aus dem Niederländischen von Irene Dangl

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die junge Maria, die ziemlich wütend ausschaut. „Stell dir mal vor…“ so beginnt das Buch und wir werden aufgefordert, in die Rolle der Maria zu schlüpfen. Sie ist gerade mal 14 oder 15 Jahre alt und soll schon heiraten. Dann macht sie sich auf, um Wasser zu holen und auf dem Rückweg begegnet ihr ein Engel. Das Mädchen ist so erschrocken, dass sie den Krug mit Wasser loslässt und er klirrend zerbricht.

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    Der Engel beruhigt Maria mit netten Worten und nennt ihr den Namen, den das Kind, das sie bekommen wird, tragen soll. Als sie dem Zimmermann Josef von ihrer Schwangerschaft erzählt, wird der schrecklich wütend und zerstört in seiner Wut Möbel, die er schon für das Haus gemacht hat. Doch über Nacht beruhigt er sich wieder und am Morgen überrascht er Maria mit einer Wiege.

    Neben der gut verständlich erzählten Geschichte, die wir schon so oft gelesen und gehört haben, sind die Illustrationen so passend gezeichnet, dass ich mich direkt in die Landschaft hineinversetzt gefühlt habe.

    Diese Buch werde ich ganz sicher in diesem Advent und zu Weihnachten vorlesen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die neben den Geschenken und dem Baum, den Grund erfahren möchten, weshalb wir Weihnachten feiern. Auch wenn sie selbst nicht an Jesus glauben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lottie Brooks: Total chaotische Weihnachten – Band 5

    Lottie Brooks: Total chaotische Weihnachten – Band 5

    Katie Kirby

    Aus dem Englischen von Katharina Diehl

    Atrium

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Chaotisch ist das wichtigste Wort auf dem rosa Cover! Wenn ihr ganz genau hinschaut, dann sehr ihr ganz unten Lottie mit ihrer Truthahnmütze, die sie beim Wichteln in der Schule bekommt. Das Buch beginnt am 30. November und endet in der Neujahrsnacht. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wieviel Chaos in dieser Zeit möglich ist.

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    Da gibt es Lotties Ex-Freund Daniel, den Franzosen Antoine, der Lottie, warum auch immer, ma petite Mülleimer nennt und ihre Hamster, die in ihrem Zimmer leben. Dann ist da noch Lotties Familie, ihre von den Weihnachtsvorbereitungen zu Recht völlig überforderte Mutter, ihr besonnener Vater, Bruder Toby, der gerne Streiche macht, und die Baby-Schwester Bella, die als erstes Wort „Kacka“ sagt. Später reisen auch noch andere Familienmitglieder an, die zur Vergrößerung des Chaos beitragen.

    In den täglichen Berichten wird die Situation immer schlimmer und dank Lotties „Kopf-in-den-Sand-stecken“- Theorie ist der 1. Weihnachtstag an Chaos kaum zu überbieten.

    Dieses Tagebuch der vorweihnachtlichen Geschehnisse liest sich mit viel Witz, wenn mir auch manchmal der Humor etwas zu ekelhaft ist. Auch die Häufung der chaotischen Situationen, die teilweise voraussehbar sind, haben mich oft überfordert. Die Illustrationen bestehen aus Strichfiguren, die aber meist sehr aussagekräftig sind. Der Buchschnitt wirkt dagegen wie ein ganz normales Weihnachtsbuch. Echte Lottie-Fans werden jubeln!

    Dagmar Mägdefrau

  • Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs – Band 2 

    Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs – Band 2 

    Jennifer Bell

    Übersetzt aus dem Englischen von Friedrich Pflüger

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Betsy und Kosh dürfen endlich mehr über die Magicores lernen und in den Ferien zur Schule gehen. Doch während einer Unterrichtsstunde wird die Schule vom Schattenschmied angegriffen. Panik bricht aus, und plötzlich wird Kosh verdächtigt, der Schattenschmied zu sein. Betsy und Kosh müssen fliehen und versuchen fortan auf eigene Faust herauszufinden, wer wirklich hinter dem Schattenschmied steckt.
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    Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise und werden dabei von ihrem neuen Freund Mateo, den wir bereits aus dem ersten Band kennen, unterstützt. Viel Zeit bleibt ihnen allerdings nicht, denn die Pläne des Schattenschmieds sind von zerstörerischer Natur.

    Auch dieser Band überzeugt, wie schon der erste Teil, mit einer bildgewaltigen Sprache, durch die man in seiner Vorstellung direkt in die Welt der Magicores eintaucht. Man fiebert durchgehend mit und es macht großen Spaß zu sehen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln und die Freundschaften zwischen ihnen immer stärker werden.

    Ich hatte auch mit diesem Buch wieder sehr viel Spaß und freue mich schon darauf, den dritten Teil zu lesen.

    Die Altersempfehlung finde ich weiterhin perfekt gewählt, und geübte Leser*innen werden keine Schwierigkeiten haben, dieser Reihe zu folgen. Gleichzeitig eignet sich die Geschichte auch hervorragend zum Vorlesen.

    Auch für diesen Band gilt weiterhin: Wer auf der Suche nach einer magischen und gleichzeitig spannenden Reihe ist, ist hier genau richtig.

    Katrin Hemmerich 

  • Allerlei Zauberei  

    Allerlei Zauberei  

    Paul Maar

    Michael Sowa

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Schon das Cover zeigt ein Sammelsurium an Szenen, die aus einem Märchen stammen könnten. In der Mitte das weiße Kaninchen im Zylinderhut. Das Buch beginnt mit dem Rumpelstilzchen und zunächst ist auch alles so, wie wir es kennen, erst am Ende lesen wir, dass die Königstochter den Namen des giftigen kleinen Mannes gegoogelt hat.

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    Weil Georg einer alten Frau half, aus dem Bus auszusteigen, nannte sie, die in Wirklichkeit eine Zauberin war, dem Jungen zwei Zauberworte. Herr Scheibenkork, der als Zauberer auftritt und dabei mit Ticks arbeitet, benötigt einen neuen Zylinder und er muss feststellen, dass der doch wohl zaubern kann. Der Korrespondent Jakob Grimm berichtet von der Taufe Dornröschens, wo weise Frauen auftauchen. König Rasmus heiratet eine hübsche junge Frau, mit der er ein Kind bekommt, doch bald wird die von einer bösen Fee geraubt, die sich dann für die Königin ausgibt. Zu ihrer Befreiung muss der junge Prinz viele Abenteuer bestehen. Rosa erlebt einiges beim Fahrstuhlfahren in der Nacht. Die letzte Geschichte „Der fliegende Koffer“ ist schon recht lang und sie hat viele unerwartete Windungen, die zeigen, mit wieviel Fantasie da Märchen neu erdacht werden.

    Neben den abenteuerlichen Geschichten, die mit einem Augenzwinkern erzählt werden, gibt sehr schöne Gemälde, die das Lesen des Buches noch interessanter machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schascha und der Buchspazierer  

    Schascha und der Buchspazierer  

    Carsten Henn

    Annelie Schulze

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    Schascha ist neun Jahre alt und liebt Bücher über alles. Sie lebt in einem Haus am großen Marktplatz. Dort begegnet sie dem Buchhändler Carl Kollhoff, der die bestellten Bücher zu den Menschen nach Hause bringt. Jeden Tag zur selben Zeit spaziert er durch die Stadt und besucht immer dieselben Personen. Schascha spricht ihn eines Tages an und möchte unbedingt mit ihm gemeinsam seine Runde gehen.
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    Langsam, aber sicher entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen den beiden. Gemeinsam bringen sie den Menschen die Geschichten, die zu ihnen passen, und schenken ihnen damit Mut und Hoffnung. Doch dann entdeckt Schaschas Vater, was seine Tochter jeden Nachmittag unternimmt. Schon bald muss sie zeigen, wie viel Mut und Herz in ihr stecken.

    Ich kenne bereits das Buch für Erwachsene und natürlich auch den Film, der vor zwei Jahren erschienen ist. Zu Beginn konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich diese Geschichte so gut als Kinderbuch adaptieren lässt. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

    Ich war sehr erfreut, dass es Carsten Henn gelungen ist, diese Geschichte so schön und kindgerecht zu erzählen. Denn die Geschichte über Ängste, Probleme, Gefühle und den Mut, der aus Freundschaft entstehen kann, zeigt auch Kindern, dass sie mit vielen Dingen nicht alleine sein müssen.

    Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen und lässt sich ab neun Jahren auch von geübten Lesern gut selbstständig lesen. Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Bücher, Mut und die Kraft, füreinander da zu sein.

    Katrin Hemmerich

  • Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5

    Iris Genenz

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Das Buch startet direkt mit einem wilden Kampf, obwohl Charly eigentlich nur ein Date mit seiner Freundin Dalia plante. Doch plötzlich zerbricht die Scheibe des Eiscafés in dem die neiden sitzen und „ein Monster in der Größe eines Kleinwagens mit kreisenden Stielaugen und jeder Menge Tentakel“ taucht auf.
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    Bald kommen ein gelber Schulbus und ein neongrüner Monstertruck an und Martin, Charlys bester Freund, die Halbgöttin Epona, Béron, die Monsterjäger Störenfried und Jörd, vier vom Wandlerrudel und Elb Elvyn tauchen auf. All diese Freunde haben unterschiedliches Aussehen und die verschiedensten Fähigkeiten. Viele von ihnen unterstützen Charly bei seinem Abenteuer, das nicht nur spannend, sondern auch sehr gefährlich ist. Denn die Götter haben den Zugang zu ihrer Welt geschlossen, weil eine Sphinx Rache nehmen möchte und dazu benötig sie den Portalwächter Charly.

    Dies ist der fünfte Band der Reihe und ich hatte manchmal Schwierigkeiten alle handelnden Personen unterzubringen, es sind auch zum Teil ganze Banden, die mit oder gegen Charly wirken. Dazu kommen die fantasievoll erdachten Monster, von denen manche im Anhang beschrieben werden. Auch die Illustrationen zeugen von viel Ideenreichtum, denn es sind wirklich unheimliche Wesen entstanden.

    Wer es mag, dass sich die Story immer wieder in eine andere Richtig bewegt und deshalb die Situation immer auswegloser erscheint, der ist hier genau richtig. Dazu gibt es immer wieder spannende Kämpfe und neue Idee, die leider oft wieder in einer Sackgasse enden. Spannung und Fantasie gibt es auf jeden Fall in großen Mengen, aber es zeigt auch, dass Freundschaft und Familie wichtig sind um den Kampf gewinnen zu können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir für ein gutes Klima

    Wir für ein gutes Klima

    Karin Jenta

    Franziska Hölzel

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Wenn wir genau hinschauen, begegnen uns auf dem Cover die Kinder aus den Geschichten, so ist Ava unterwegs mit ihrem Onkel zur Ausstellung „Faszinierende Erde“, hier erfahren die beiden viel über den Klimawandel und dem Klimaschutz. Melina liebt es zu ihren Großeltern in den Garten zu gehen.

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    Hier hilft sie bei der Gartenarbeit und bei der Ernte, so kann sie heute Kirschen mit nach Hause nehmen und sie freut sich, dass sie keine Verpackung haben und auch keinen Transport überstehen mussten.

    Henry ist mit seinen Eltern umgezogen und er ist traurig, weil er in der neuen Schule niemanden kennt. Doch dann kann er mit Merle von gegenüber mit dem Rad zur Schule fahren, das ist viel umweltfreundlicher als mit dem Auto, wie bisher.

    In der letzten Geschichte geht es auf den Flohmarkt, die Familie hat einiges, was sie dort verkaufen möchte, und so finden Spielzeuge und Kleidung neue Besitzer, das ist viel nachhaltiger als ein Neukauf.

    Diese dünne Broschüre bietet sehr schöne Beispiele wie wir alle, auch Kinder etwas für unserer Umwelt tun können. Die Beispiels sind schön ausgewählt und gut erklärt, die bunten Bilder vervollständigen den Text bestens.

    Da passt der Untertitel „Mit kleinen Schritten großes bewirken“ hervorragend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Zoo der unsichtbaren Tiere

    Der Zoo der unsichtbaren Tiere

    Andreas Z. Simon

    Alexander von Knorre

    Gulliver

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Suna lebt, weil ihre Eltern weggefahren und nicht wieder zurückgekehrt sind in einer Wohngruppe und sie schaut gerne Tierfilme und träumt dann, dass sie auf einem Elefanten reitet. Eines Tages bekommt sie einen Brief von ihrem verstorbenen Opa, von dem sie noch nie etwas gehört hat. 
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    So sitzt sie bald mit ihrer Betreuerin Sabine bei einem Notar. Dort erfährt sie, dass die ein Anwesen erbt. Die Nachbarin Frau Rose, die Schmuck erbt, bietet an Suna mit zu sich zu nehmen. Frau Rose und ihre Frau haben zwei Kinder den kleinen Lucas und seine große Schwester Roberta. Das Anwesen entpuppt sich als Zoo ohne Tiere, doch als Suna das Grundstück erkundet stellt sich heraus, dass ungewöhnliche Tiere dort leben und einige können mit ihr sprechen. Schon beim Notar hat ein Milliardär Suna ein Angebot für das Grundstück gemacht, er will dort ein Fabrik bauen.

    Das ein Kind einfach bei einer Familie bleiben kann, halte ich für sehr unrealistisch, wenn es auch für ein schönes Happy End sorgt. Ich finde auch fantastische Geschichten sollten solche Szenarien realistisch beschreiben. Die Tiere, die im Zoo leben sind wirklich sehr ungewöhnlich, manche sind erdacht, einige, wie ein Eichhorn mit Brille oder ein wandelndes Blatt, sind ungewöhnlich. Eine „schwangere“ Drachin, die dann drei Eier legt gibt es auch selten, aber sie ist auch ein Fabelwesen wie die kleinen Einhörner.

    Suna schafft es am Ende ein Eiche zu retten, den ganzen Ort zu mobilisieren und den reichen Mann zu vertreiben. Ihr seht, es geschieht eine Menge in dem Buch. Neben dem Text, der in großen Buchstaben gedruckt wurde, gibt es einige Zeichnungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Majnka

    Majnka

    Olga Stehliková

    Andrea Tachezy

    Aus dem Tschechischen von Jana Krötzsch

    Balaena

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Majnka, die ihren Namen Magdaléna nicht mag und sich deshalb lieber mit Majnka ansprechen lässt, lebt mit ihrer Mama, die Biologin ist, und ihrem dicken Papa, der Mathelehrer ist, auf einem Dorf in der Nähe von Prag. Sie interessiert sich für alles, was mit Natur zusammenhängt. Ihre Mutter hat ihr eine Menge erklärt und Majnka hat ein riesiges Wissen über Tiere und Pflanzen. 
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    Wenn sie uns etwas erzählt, geht es meiste darum, dass sie etwas im Wald sieht und sofort fällt ihr ganz viel dazu ein. Deshalb dauert es eine Weile, bis wir von der Krankheit der Mutter erfahren. Sie hat Krebs und erst nach einer Operation erzählen die Eltern Majnka davon. Die Oma, die Majnka sehr liebhat, zieht ein und besorgt den Haushalt. Jetzt kocht sie und nicht mehr nur der Papa. Als Majnka mal, weil sie sich über die Biologielehrerin geärgert hat, statt nach er Schule nach Hause zu gehen, in den Wald geht und sich dort verläuft, sorgen sich Papa und Oma um sie. Aber als Majnka wieder wohlbehalten zu Hause ankommt, beschließen sie Mama nicht davon zu erzählen. Doch bald darauf schickt die bettlägerige Mutter ihr Kind für eine Nacht alleine in den Wald.

    Ich muss sagen, dass mir Majnka unendlich leidtut, nicht nur, dass sie ihre Mutter eine lange Zeit durch die Krebserkrankung begleitet und sie sie am Ende verliert, auch weil sie gar keinen gleichaltrigen Kindern begegnet. Sie hat keine Freunde, weder in der Schule noch Nachbarkinder oder Verwandte. Sie lebt abgeschlossen in ihrer Welt und dort dreht sich alles um Tiere und Pflanzen. Wenn man sich durch die vielen Sachinformationen nicht gelangweilt fühlt, erlebt man mit Majnka abenteuerliche Geschichten und ihre teilweise verwunderliche Sichtweise bringt sie oft in Schwierigkeiten, denn sie hat einen starken Willen  und ein eigenes Bild von der Welt.

    Auf vielen Doppelseiten gibt es sehr künstlerische Illustrationen, die eine Collage der Geschichte abbilden und die mich sehr fasziniert haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cleo, Chaos und Konfetti  

    Cleo, Chaos und Konfetti  

    Lena Hach

    Jutta Wetzel

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Cleo, ein Mädchen mit ADHS, gewinnt bei einem Gewinnspiel in der Bücherei ein Achtsamkeitstagebuch. Anfangs ist sie davon alles andere als begeistert, doch schließlich probiert sie es aus – und nimmt uns mit in ihren turbulenten Alltag, ihre Gedanken und Gefühle. Dabei erlebt sie so einiges: sei es ihr Bruder, der überall seine Nase hineinsteckt, oder die Vorbereitungen der Klasse auf den großen Kostümwettbewerb an Karneval. Und dann verschwinden plötzlich auch noch die gesammelten Süßigkeiten aus der Klasse …
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    Lena Hach hat ein wundervolles Buch geschrieben. Ich liebe es, wie Cleo dargestellt wird: ein liebenswertes, kreatives Kind mit einem riesigen Gedankenkarussell im Kopf. Durch die humorvollen Tagebucheinträge bekommt man einen tollen Einblick in ihre Gedankenwelt und erlebt, welche außergewöhnlichen und schönen Ideen in einem Kinderkopf mit ADHS entstehen können.

    Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht verständlich. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut für Kinder, die schon etwas fortgeschrittener im Lesen sind. Gleichzeitig ist es auch eine tolle Geschichte zum Vorlesen für jüngere Kinder.

    Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es vermittelt bereits auf den ersten Blick das Chaos, das in Cleos Kopf herrscht, und ist liebevoll gestaltet. Die Illustrationen im Buch passen wunderbar zum Text und lockern die Geschichte zusätzlich auf. Gerade für Leseanfänger ist das schön, da sie sich durch die Bilder nicht direkt von zu viel Text erschlagen fühlen.

    Ein humorvolles, warmherziges und kindgerechtes Buch, das ADHS auf eine liebevolle Art und Weise sichtbar macht. Eine klare Leseempfehlung von mir!

    Katrin Hemmerich 

  • Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet vermisst sein altes Zuhause. Er möchte nicht mehr gemeinsam mit seinem Vater in dem kleinen Pizza-Van wohnen und arbeiten, sondern wieder in einem richtigen Haus oder einer Wohnung leben und eine eigene Pizzeria haben. Doch plötzlich taucht eine mysteriöse Reporterin auf und beginnt, Piet und seinen Vater über die Zaubertränke auszufragen. Gleichzeitig wird ihr altes Zuhause völlig verwüstet und alles gründlich durchwühlt.
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    Bei einem spaßigen Nachmittag mit seinen drei Freunden nimmt Anna den Schrumpftrank – doch diesmal wird sie anschließend nicht wieder groß. Piet, Archie, Jeremy, Anna und ihr Hund Nutzlos beschließen deshalb, Silva Tregoning zu finden, damit sie ihnen einen Wachstumstrank brauen kann. Eine abenteuerliche Reise voller Gefahren, spannender Momente und überraschender Wendungen beginnt.

    Diese Trilogie ist einfach fantastisch! Schon den ersten und zweiten Band haben mein Sohn und ich innerhalb kürzester Zeit abends gemeinsam gelesen. Die Kapitel werden von Band zu Band spannender, und wenn ich vorgelesen habe, war es oft gar nicht so einfach, einen guten Zeitpunkt zum Aufhören zu finden – mein Sohn wollte unbedingt weiterlesen.

    Ich habe schon lange kein so spannendes und gleichzeitig so wunderbar für Grundschulkinder geeignetes Buch mehr gelesen. Dabei kommen auch der Humor und die witzigen Situationen nie zu kurz. Besonders die Gespräche und die Dynamik zwischen den Hauptfiguren haben uns immer wieder zum Lachen gebracht.

    Wir sind ein wenig traurig, dass wir uns nun quasi von dieser tollen Reihe verabschieden mussten. Gleichzeitig bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass wir diese Bücher gelesen haben. Eine wunderbare Reihe für gemeinsame Vorleseabende bzw. als Bücher zum selber lesen. 

    Katrin Hemmerich 

  • Magicalia – Band 1  

    Magicalia – Band 1  

    Jennifer Bell

    Übersetzt aus dem Englischen von Friedrich Pflüger

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Kosh übernachtet bei Bitsy. Als die beiden einen Podcast aufnehmen wollen, ertönt plötzlich ein lauter Knall aus der unteren Etage des Hauses. Neugierig gehen sie der Sache auf den Grund – und entdecken einen Hamstozeros vor ihrer Zimmertür. Währenddessen wird Bitsys Vater unten von einer mysteriösen Frau entführt. Natürlich will Bitsy ihren Vater retten, und Kosh steht ihr dabei zur Seite.
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    Doch plötzlich finden sich die beiden mitten in einem magischen Abenteuer wieder. Sie müssen ein magisches Relikt finden und begegnen dabei den Magicores – magischen Wesen, die mithilfe von Emotionen entstehen. Auf ihrer Reise reisen sie durch ein Wurzelnetzwerk, das sich rund um die Welt erstreckt, suchen nach geheimnisvollen Koordinaten und werden dabei von einem Bestiarium namens „Magicalia“ unterstützt. Mit viel Mut stürzen sich Bitsy und Kosh in ein unglaubliches Abenteuer.

    Die Geschichte ist in einer sehr bildgewaltigen Sprache geschrieben, sodass man sich die fantastische Welt beim Lesen wunderbar vorstellen kann. Die Magicores haben tolle Eigenschaften und spannende Kräfte – dabei fühlt man sich ein wenig an Pokémon erinnert. Die Umschlaggestaltung ist wunderschön und hat mich in seinen Bann gezogen. Die Magicores, die in dem Buch illustriert worden sind, sind auch wunderbar. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal das Magicalia als Buch zu kaufen?! 🙂 

    Die Altersempfehlung passt meiner Meinung nach sehr gut, wenn man bereits ein geübter Leser ist. Gleichzeitig eignet sich die Geschichte auch hervorragend zum Vorlesen.

    Wer auf der Suche nach einer magischen und gleichzeitig spannenden Reihe ist, ist hier genau richtig. 

    Katrin Hemmerich 

  • Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Nachdem Piet mit seinem Dad in den Sommerferien mit dem Pizza-Van durchs Land gefahren ist und ganz normale Pizza verkauft hat, kehren die beiden nach Accringham zurück. Dort warnt sie die Erfinderin der magischen Tränke, gut auf die wertvollen Fläschchen aufzupassen, bis sie kommt, um sie abzuholen. Doch schon bald werden die Tränke gestohlen. 
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    Gemeinsam machen sich Piet, Anna und Archie und dem Hund Nutzlos auf die Spur der Diebe, um die magischen Tränke zurückzuholen. Ob ihnen das gelingen wird?
    Nachdem wir den ersten Band innerhalb kürzester Zeit gelesen hatten, war auch dieser Teil ruckzuck verschlungen. Die Geschichte macht wieder jede Menge Spaß und ließ sich kaum aus der Hand legen, weil es immer wieder spannende Momente gibt. Die Handlung ist stimmig und knüpft nahtlos an den ersten Band an. Auch die Illustrationen sind wieder perfekt in die Geschichte integriert.
    Wie schon im ersten Teil ist die Sprache perfekt für Leseanfänger geeignet, die sich zum ersten Mal an etwas längere Bücher heranwagen. Der dritte Band wird bei uns bestimmt auch nicht lange auf dem SuB liegen – wir freuen uns schon sehr darauf!

    Katrin Hemmerich

  • Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet und sein Vater haben eine kleine Pizzeria in Accringham. Doch seit vor Kurzem eine von Robotern betriebene Pizzeria in der Nähe eröffnet hat, bleiben die Gäste aus und Piets Papa kann die Rechnungen kaum noch bezahlen. Als Piet gemeinsam mit seiner Freundin Anna auf dem Dachboden einen Koffer voller magischer Tränke entdeckt, haben die beiden eine Idee, wie sie die Pizzeria doch noch retten können. 
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    Die „magischen“ Pizzen verkaufen sich plötzlich hervorragend – bis das Chaos ausbricht.
    Ich habe die Geschichte gemeinsam mit meinem Sohn an vier Abenden gelesen. Wir hatten viel Spaß dabei und es fiel uns jedes Mal schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil die Handlung so spannend ist.
    Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch auch ernste Themen aufgreift. Nach einem Vorfall im Schwimmbad traut sich Piet zunächst nicht mehr, das Haus zu verlassen oder in die Schule zu gehen. Es wird einfühlsam gezeigt, wie groß Ängste sein können, aber auch, dass man sie mit der Unterstützung von Freunden Schritt für Schritt überwinden kann. Die Geschichte vermittelt jungen Leserinnen und Lesern auf schöne Weise, wie wichtig Freundschaft ist und dass man manchmal nur ein Prozent mehr Mut als Angst braucht.
    Die Geschichte ist einfach und altersgerecht geschrieben, sodass auch Neunjährige sie gut selbstständig lesen können, ohne frustriert zu werden, weil der Text zu anspruchsvoll ist. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet und passen jederzeit hervorragend zur Handlung.
    Insgesamt ist es ein gelungener Auftakt der Reihe. Wir haben uns direkt den zweiten Band geschnappt und sind schon gespannt, welches Abenteuer Piet als Nächstes erlebt!

    Katrin Hemmerich

  • …und dazwischen Coco

    …und dazwischen Coco

    Armin Kaster

    Felicitas Horstschäfer

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    Bereits das Cover vermittelt, worum es in diesem Buch geht: Man sieht das Mädchen Coco durch eine Hecke laufen. Diese trennt zwei sehr unterschiedliche Gärten: einen wildbewachsenen Garten mit einem Fischteich und einen mit einem kurz geschnittenen, geradezu teppichartigen Rasen ohne Blumen, auf dem die Taucherflossen von Maik, dem Nachbarsjungen, liegen. Und so unterschiedlich wie die Gärten sind auch die Familien von Coco und Maik.

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    Cocos Patchworkfamilie ist fröhlich und bunt, ihr Zuhause warm und etwas chaotisch. Maiks Eltern hingegen haben sich getrennt. Sein Zuhause ist kalt und nach außen wird die Fassade gewahrt. Seit der Trennung bekommt Maik plötzliche Wutanfälle, die er nicht im Griff hat. Maiks ganzes Interesse gilt seinem Aquarium mit den darin lebenden Fischen und er bemüht sich sehr, ihnen in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Was das bedeutet, erfahren wir aus den einseitigen Auszügen aus „Mein erstes Aquarium – Tipps für Anfänger,“ die jedem Kapitel vorangestellt sind.

    Cocos Eltern sind neu in das Nachbarhaus eingezogen und Rita, Maiks Mutter, sieht in Coco eine neue Spielkameradin für Maik – ungeachtet der Tatsache, dass die zwölfjährige Coco ganz andere Interessen hat als der achtjährige Maik. Sie erwartet von Coco, dass sie als Ältere Rücksicht auf Maik nimmt und auch seine Ausbrüche aushält – eine große Verantwortung für ein zwölfjähriges Mädchen. Aber Cocos Freunde sind alle in den Sommerferien verreist und so nimmt sie sich Zeit für Maik, der ihr mit seinem kalten Zuhause leidtut. Maik versucht, Coco für sich zu vereinnahmen, was ihr nicht recht ist. Und dazu kommen noch Maiks plötzliche Wutanfälle, die für sie richtig unheimlich sind.

    Ich bin, was dieses Buch angeht, zwiegespalten. Es hat als Hauptperson Coco, die zwischen den Stühlen steht: zwischen Mitleid mit Maik und Überforderung mit seinem Jähzorn, zwischen dem Aufbruch in die Pubertät und dem „Noch-Kind-sein“. Wichtiger für mich ist aber Maik. Die Trennung seiner Eltern, das hilflose Agieren seiner Mutter und das Desinteresse seines Vaters bewegen mich sehr. Seine Eltern interessieren sich so gar nicht für Maiks Gefühle. Wie verloren muss sich ein Kind fühlen, das eine Art Ersatzfamilie mit Hilfe seiner Aquarienfische aufbaut.

    Spannend fand ich, dass Armin Kaster sich mitten im Buch direkt an die Leser*innen wendet und uns von seiner Sorge um Maik erzählt. Dieser Bruch der Erzählebene ist ungewöhnlich und hat mich nachdenklich gemacht.

    Am Ende verkauft Maiks Vater das Haus. Maik und seine Eltern verschwinden, ohne sich zu verabschieden. An dem Tag, an dem Coco das feststellt, ist das für sie „wie ein Schlag in den Magen“. Sie wünscht sich, Maik zu vergessen, aber kann das nicht wirklich, auch wenn Maik ihr nicht fehlt. „Coco fühlt sich wie im April, wenn manchmal die Sonne scheint und es zugleich regnet.“

    Mich hat dieses Ende unbefriedigt zurückgelassen. Wichtige Informationen darüber, wie es mit den Figuren weitergeht, erfährt man erst in einem kurzen Nachwort. Dort wird unter anderem erzählt, dass Maik später in einer therapeutischen Wohngruppe lebt. Für mich hätten diese Entwicklungen stärker zur eigentlichen Geschichte gehört.

    Kein einfaches Buch: Ich denke, dass viele junge Leser*innen Fragen haben. Gerade deshalb könnte ich mir vorstellen, dass es gut ist, wenn Eltern und Kinder das Buch zusammen lesen und anschließend über Cocos und Maiks Geschichte ins Gespräch kommen.

    Beate Böhm

  • Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Oda Valle

    Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Ein witziger Comic voller verrückter Ideen, zwei Freundinnen und einem neuen Bruder und natürlich Meerschweinchen. Zunächst stellt sich Stella mit einem Steckbrief vor. Hinter dem Punkt „Bestie“ steht Hedda, das ist Stellas beste Freundin und die kann schon sehr rücksichtlos in ihren Einfällen sein. 
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    Und um genau diese Einfälle geht es, als Stella ihr davon berichtet, dass Tor, der Freund ihrer Mutter, mit seinem Sohn Bo bei ihnen einziehen wird. Nun wird sie noch häufiger Zeuge der Küsse der beiden werden müssen und dann wird auch noch der neue „Bruder“ in ihre Klasse gehen. So kommt Stella auf die Idee, Bo blaue Farbe in sein Shampoo zu mischen und deshalb taucht der Junge am ersten Schultag mit blauen Haaren in der Klasse auf. Leider geht Stellas Plan nach hinten los, alle finden den neuen Mitschüler cool und er steht sofort im Mittelpunkt, sogar Hedda setzt sich zu ihm.
    Stellas größter Wunsch ist es, ein Meerschweinchen zu besitzen, doch bislang hat ihre Mutter ihr keines erlaubt. So handelt die Geschichte natürlich auch von den Meerschweinchen, die die Kinder am Ende zusammenbringen. Stellas Gefühle kommen in den Zeichnungen sehr gut heraus, gelungen fand ich auch, wie sie sich durch das Tragen der Hoodiekapuze abschirmt.
    Die Bilder sind oft nah an den Gesichtern, so dass manchmal nicht alles in den Rahmen passt, was ebenfalls sehr effektvoll ist. Der Inhalt der Geschichte wurde schon oft erzählt, hier gibt es einige witzige Einfälle und unerwartete Wendungen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Andrea Poßberg

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die fünf Piraten, die uns zu Beginn des Buches vorgestellt werden, in einem Baum sitzen bzw. die Bagger zu bremsen, die die Bäume abholzen wollen.
    Mit Hilfe einer Drohne erforscht Lennart das Naturschutzgebiet, dabei sieht er Marvin Klotzmeier, den Sohn des Bürgermeisters, der mit seinem Freunden herumtanzt.
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    Was hat das wohl zu bedeuten? Doch dann entdecken sie zwei Männer, die mit einem schwarzen Bus gekommen sind. Sie fühlen sich durch die Drohne beobachtet und versuchen, sie zu fangen. Doch die Kinder schaffen es, das Gerät auf dem Haus von der alten Frau Schlüter zu landen. Als sie sich den Film anschauen wollen, hören sie draußen die Baufahrzeuge. Die Männer wollen die gesunden Bäume in der Allee abholzen. Da müssen die Grünen Piraten sofort handeln.
    Die fünf Kinder ergänzen sich sehr gut und so schaffen sie es, diesen spannenden Fall zu lösen und die gefährdeten Bäume zu retten. Aus den unterschiedlichsten Erzählsträngen ergibt sich ein klares Bild und wir fiebern der Lösung entgegen. Denn am Ende geraten die Piraten noch in eine sehr gefährlich Situation.
    Neben der sehr spannenden Handlung erfahren wir noch sehr viel über Bäume und die Natur. So gibt es auf den letzten Seiten noch sehr viele Sachinformationen durch die Grünen Piraten. Ich finde, es handelt sich um ein runde Sache, die auch noch viel Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Lena Steffinger

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026

    Mitten auf dem Cover tanzen zwei fröhlich, die anderen Personen wirken wütend, ängstlich, anhänglich oder müde. Am oberen Bildrand sehen wir Nervenzellen, deren Aufgabe im Buch noch beschrieben wird. 
    Dass es ohne Gefühle langweilig wäre, ist das Thema im ersten Kapitel, hier ist die Rede von Hormonen, die unsere Gefühle beeinflussen.
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    Weiter geht es mit unseren 86 Milliarden Nervenzellen in unseren Gehirnen und den Botenstoffen, die sie beeinflussen. Dann zeigen uns kleine Illustrationen, was wir so fühlen. Aber, was ist, wenn uns „alles zu viel wird“? Dann sprechen wir von einer psychischen Störung, die zu den häufigsten Krankheiten auf der Welt gehören. Die Diagnose wird erklärt, das Woher des seelischen Leidens und die Psychotherapie. Es werden praktische Beispiele einer Praxis erklärt, wie eine Therapie ablaufen kann und dass auch die Seele manchmal Medikamente benötigt. 
    Da psychische Erkrankungen so häufig vorkommen, ist es wichtig, dass wir auch darüber etwas erfahren und erkennen, dass diese Krankheiten genauso behandelt werden müssen wie körperliche Erkrankungen. Gerade, wenn unsere Seele krank wird, sollten wir keine Angst vor der Behandlung haben und genauso Bescheid wissen, wie über den Besuch beim Kinderarzt.
    Ein sehr verständliches Buch mit vielen erklärenden Illustrationen zu einem ungewöhnlichen, aber wichtigen Thema nicht nur für Kinder.

    Dagmar Mägdefrau