• Majnka

    Majnka

    Olga Stehliková

    Andrea Tachezy

    Aus dem Tschechischen von Jana Krötzsch

    Balaena

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Majnka, die ihren Namen Magdaléna nicht mag und sich deshalb lieber mit Majnka ansprechen lässt, lebt mit ihrer Mama, die Biologin ist, und ihrem dicken Papa, der Mathelehrer ist, auf einem Dorf in der Nähe von Prag. Sie interessiert sich für alles, was mit Natur zusammenhängt. Ihre Mutter hat ihr eine Menge erklärt und Majnka hat ein riesiges Wissen über Tiere und Pflanzen. 
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    Wenn sie uns etwas erzählt, geht es meiste darum, dass sie etwas im Wald sieht und sofort fällt ihr ganz viel dazu ein. Deshalb dauert es eine Weile, bis wir von der Krankheit der Mutter erfahren. Sie hat Krebs und erst nach einer Operation erzählen die Eltern Majnka davon. Die Oma, die Majnka sehr liebhat, zieht ein und besorgt den Haushalt. Jetzt kocht sie und nicht mehr nur der Papa. Als Majnka mal, weil sie sich über die Biologielehrerin geärgert hat, statt nach er Schule nach Hause zu gehen, in den Wald geht und sich dort verläuft, sorgen sich Papa und Oma um sie. Aber als Majnka wieder wohlbehalten zu Hause ankommt, beschließen sie Mama nicht davon zu erzählen. Doch bald darauf schickt die bettlägerige Mutter ihr Kind für eine Nacht alleine in den Wald.

    Ich muss sagen, dass mir Majnka unendlich leidtut, nicht nur, dass sie ihre Mutter eine lange Zeit durch die Krebserkrankung begleitet und sie sie am Ende verliert, auch weil sie gar keinen gleichaltrigen Kindern begegnet. Sie hat keine Freunde, weder in der Schule noch Nachbarkinder oder Verwandte. Sie lebt abgeschlossen in ihrer Welt und dort dreht sich alles um Tiere und Pflanzen. Wenn man sich durch die vielen Sachinformationen nicht gelangweilt fühlt, erlebt man mit Majnka abenteuerliche Geschichten und ihre teilweise verwunderliche Sichtweise bringt sie oft in Schwierigkeiten, denn sie hat einen starken Willen  und ein eigenes Bild von der Welt.

    Auf vielen Doppelseiten gibt es sehr künstlerische Illustrationen, die eine Collage der Geschichte abbilden und die mich sehr fasziniert haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cleo, Chaos und Konfetti  

    Cleo, Chaos und Konfetti  

    Lena Hach

    Jutta Wetzel

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Cleo, ein Mädchen mit ADHS, gewinnt bei einem Gewinnspiel in der Bücherei ein Achtsamkeitstagebuch. Anfangs ist sie davon alles andere als begeistert, doch schließlich probiert sie es aus – und nimmt uns mit in ihren turbulenten Alltag, ihre Gedanken und Gefühle. Dabei erlebt sie so einiges: sei es ihr Bruder, der überall seine Nase hineinsteckt, oder die Vorbereitungen der Klasse auf den großen Kostümwettbewerb an Karneval. Und dann verschwinden plötzlich auch noch die gesammelten Süßigkeiten aus der Klasse …
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    Lena Hach hat ein wundervolles Buch geschrieben. Ich liebe es, wie Cleo dargestellt wird: ein liebenswertes, kreatives Kind mit einem riesigen Gedankenkarussell im Kopf. Durch die humorvollen Tagebucheinträge bekommt man einen tollen Einblick in ihre Gedankenwelt und erlebt, welche außergewöhnlichen und schönen Ideen in einem Kinderkopf mit ADHS entstehen können.

    Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht verständlich. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut für Kinder, die schon etwas fortgeschrittener im Lesen sind. Gleichzeitig ist es auch eine tolle Geschichte zum Vorlesen für jüngere Kinder.

    Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es vermittelt bereits auf den ersten Blick das Chaos, das in Cleos Kopf herrscht, und ist liebevoll gestaltet. Die Illustrationen im Buch passen wunderbar zum Text und lockern die Geschichte zusätzlich auf. Gerade für Leseanfänger ist das schön, da sie sich durch die Bilder nicht direkt von zu viel Text erschlagen fühlen.

    Ein humorvolles, warmherziges und kindgerechtes Buch, das ADHS auf eine liebevolle Art und Weise sichtbar macht. Eine klare Leseempfehlung von mir!

    Katrin Hemmerich 

  • Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Pizza Piet – Dreierlei Zauberei – Band 3     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet vermisst sein altes Zuhause. Er möchte nicht mehr gemeinsam mit seinem Vater in dem kleinen Pizza-Van wohnen und arbeiten, sondern wieder in einem richtigen Haus oder einer Wohnung leben und eine eigene Pizzeria haben. Doch plötzlich taucht eine mysteriöse Reporterin auf und beginnt, Piet und seinen Vater über die Zaubertränke auszufragen. Gleichzeitig wird ihr altes Zuhause völlig verwüstet und alles gründlich durchwühlt.
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    Bei einem spaßigen Nachmittag mit seinen drei Freunden nimmt Anna den Schrumpftrank – doch diesmal wird sie anschließend nicht wieder groß. Piet, Archie, Jeremy, Anna und ihr Hund Nutzlos beschließen deshalb, Silva Tregoning zu finden, damit sie ihnen einen Wachstumstrank brauen kann. Eine abenteuerliche Reise voller Gefahren, spannender Momente und überraschender Wendungen beginnt.

    Diese Trilogie ist einfach fantastisch! Schon den ersten und zweiten Band haben mein Sohn und ich innerhalb kürzester Zeit abends gemeinsam gelesen. Die Kapitel werden von Band zu Band spannender, und wenn ich vorgelesen habe, war es oft gar nicht so einfach, einen guten Zeitpunkt zum Aufhören zu finden – mein Sohn wollte unbedingt weiterlesen.

    Ich habe schon lange kein so spannendes und gleichzeitig so wunderbar für Grundschulkinder geeignetes Buch mehr gelesen. Dabei kommen auch der Humor und die witzigen Situationen nie zu kurz. Besonders die Gespräche und die Dynamik zwischen den Hauptfiguren haben uns immer wieder zum Lachen gebracht.

    Wir sind ein wenig traurig, dass wir uns nun quasi von dieser tollen Reihe verabschieden mussten. Gleichzeitig bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass wir diese Bücher gelesen haben. Eine wunderbare Reihe für gemeinsame Vorleseabende bzw. als Bücher zum selber lesen. 

    Katrin Hemmerich 

  • Magicalia – Band 1  

    Magicalia – Band 1  

    Jennifer Bell

    Übersetzt aus dem Englischen von Friedrich Pflüger

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Kosh übernachtet bei Bitsy. Als die beiden einen Podcast aufnehmen wollen, ertönt plötzlich ein lauter Knall aus der unteren Etage des Hauses. Neugierig gehen sie der Sache auf den Grund – und entdecken einen Hamstozeros vor ihrer Zimmertür. Währenddessen wird Bitsys Vater unten von einer mysteriösen Frau entführt. Natürlich will Bitsy ihren Vater retten, und Kosh steht ihr dabei zur Seite.
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    Doch plötzlich finden sich die beiden mitten in einem magischen Abenteuer wieder. Sie müssen ein magisches Relikt finden und begegnen dabei den Magicores – magischen Wesen, die mithilfe von Emotionen entstehen. Auf ihrer Reise reisen sie durch ein Wurzelnetzwerk, das sich rund um die Welt erstreckt, suchen nach geheimnisvollen Koordinaten und werden dabei von einem Bestiarium namens „Magicalia“ unterstützt. Mit viel Mut stürzen sich Bitsy und Kosh in ein unglaubliches Abenteuer.

    Die Geschichte ist in einer sehr bildgewaltigen Sprache geschrieben, sodass man sich die fantastische Welt beim Lesen wunderbar vorstellen kann. Die Magicores haben tolle Eigenschaften und spannende Kräfte – dabei fühlt man sich ein wenig an Pokémon erinnert. Die Umschlaggestaltung ist wunderschön und hat mich in seinen Bann gezogen. Die Magicores, die in dem Buch illustriert worden sind, sind auch wunderbar. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal das Magicalia als Buch zu kaufen?! 🙂 

    Die Altersempfehlung passt meiner Meinung nach sehr gut, wenn man bereits ein geübter Leser ist. Gleichzeitig eignet sich die Geschichte auch hervorragend zum Vorlesen.

    Wer auf der Suche nach einer magischen und gleichzeitig spannenden Reihe ist, ist hier genau richtig. 

    Katrin Hemmerich 

  • Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Pizza Piet –Zweimal Quatsch mit Soße- Band 2     

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Nachdem Piet mit seinem Dad in den Sommerferien mit dem Pizza-Van durchs Land gefahren ist und ganz normale Pizza verkauft hat, kehren die beiden nach Accringham zurück. Dort warnt sie die Erfinderin der magischen Tränke, gut auf die wertvollen Fläschchen aufzupassen, bis sie kommt, um sie abzuholen. Doch schon bald werden die Tränke gestohlen. 
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    Gemeinsam machen sich Piet, Anna und Archie und dem Hund Nutzlos auf die Spur der Diebe, um die magischen Tränke zurückzuholen. Ob ihnen das gelingen wird?
    Nachdem wir den ersten Band innerhalb kürzester Zeit gelesen hatten, war auch dieser Teil ruckzuck verschlungen. Die Geschichte macht wieder jede Menge Spaß und ließ sich kaum aus der Hand legen, weil es immer wieder spannende Momente gibt. Die Handlung ist stimmig und knüpft nahtlos an den ersten Band an. Auch die Illustrationen sind wieder perfekt in die Geschichte integriert.
    Wie schon im ersten Teil ist die Sprache perfekt für Leseanfänger geeignet, die sich zum ersten Mal an etwas längere Bücher heranwagen. Der dritte Band wird bei uns bestimmt auch nicht lange auf dem SuB liegen – wir freuen uns schon sehr darauf!

    Katrin Hemmerich

  • Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Pizza Piet – Das erste Stück Magie – Band 1            

    Carrie Sellon

    Sarah Horne

    Aus dem Englischen von Susane Seidita

    WooWBooks

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Piet und sein Vater haben eine kleine Pizzeria in Accringham. Doch seit vor Kurzem eine von Robotern betriebene Pizzeria in der Nähe eröffnet hat, bleiben die Gäste aus und Piets Papa kann die Rechnungen kaum noch bezahlen. Als Piet gemeinsam mit seiner Freundin Anna auf dem Dachboden einen Koffer voller magischer Tränke entdeckt, haben die beiden eine Idee, wie sie die Pizzeria doch noch retten können. 
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    Die „magischen“ Pizzen verkaufen sich plötzlich hervorragend – bis das Chaos ausbricht.
    Ich habe die Geschichte gemeinsam mit meinem Sohn an vier Abenden gelesen. Wir hatten viel Spaß dabei und es fiel uns jedes Mal schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil die Handlung so spannend ist.
    Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch auch ernste Themen aufgreift. Nach einem Vorfall im Schwimmbad traut sich Piet zunächst nicht mehr, das Haus zu verlassen oder in die Schule zu gehen. Es wird einfühlsam gezeigt, wie groß Ängste sein können, aber auch, dass man sie mit der Unterstützung von Freunden Schritt für Schritt überwinden kann. Die Geschichte vermittelt jungen Leserinnen und Lesern auf schöne Weise, wie wichtig Freundschaft ist und dass man manchmal nur ein Prozent mehr Mut als Angst braucht.
    Die Geschichte ist einfach und altersgerecht geschrieben, sodass auch Neunjährige sie gut selbstständig lesen können, ohne frustriert zu werden, weil der Text zu anspruchsvoll ist. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet und passen jederzeit hervorragend zur Handlung.
    Insgesamt ist es ein gelungener Auftakt der Reihe. Wir haben uns direkt den zweiten Band geschnappt und sind schon gespannt, welches Abenteuer Piet als Nächstes erlebt!

    Katrin Hemmerich

  • …und dazwischen Coco

    …und dazwischen Coco

    Armin Kaster

    Felicitas Horstschäfer

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    Bereits das Cover vermittelt, worum es in diesem Buch geht: Man sieht das Mädchen Coco durch eine Hecke laufen. Diese trennt zwei sehr unterschiedliche Gärten: einen wildbewachsenen Garten mit einem Fischteich und einen mit einem kurz geschnittenen, geradezu teppichartigen Rasen ohne Blumen, auf dem die Taucherflossen von Maik, dem Nachbarsjungen, liegen. Und so unterschiedlich wie die Gärten sind auch die Familien von Coco und Maik.

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    Cocos Patchworkfamilie ist fröhlich und bunt, ihr Zuhause warm und etwas chaotisch. Maiks Eltern hingegen haben sich getrennt. Sein Zuhause ist kalt und nach außen wird die Fassade gewahrt. Seit der Trennung bekommt Maik plötzliche Wutanfälle, die er nicht im Griff hat. Maiks ganzes Interesse gilt seinem Aquarium mit den darin lebenden Fischen und er bemüht sich sehr, ihnen in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Was das bedeutet, erfahren wir aus den einseitigen Auszügen aus „Mein erstes Aquarium – Tipps für Anfänger,“ die jedem Kapitel vorangestellt sind.

    Cocos Eltern sind neu in das Nachbarhaus eingezogen und Rita, Maiks Mutter, sieht in Coco eine neue Spielkameradin für Maik – ungeachtet der Tatsache, dass die zwölfjährige Coco ganz andere Interessen hat als der achtjährige Maik. Sie erwartet von Coco, dass sie als Ältere Rücksicht auf Maik nimmt und auch seine Ausbrüche aushält – eine große Verantwortung für ein zwölfjähriges Mädchen. Aber Cocos Freunde sind alle in den Sommerferien verreist und so nimmt sie sich Zeit für Maik, der ihr mit seinem kalten Zuhause leidtut. Maik versucht, Coco für sich zu vereinnahmen, was ihr nicht recht ist. Und dazu kommen noch Maiks plötzliche Wutanfälle, die für sie richtig unheimlich sind.

    Ich bin, was dieses Buch angeht, zwiegespalten. Es hat als Hauptperson Coco, die zwischen den Stühlen steht: zwischen Mitleid mit Maik und Überforderung mit seinem Jähzorn, zwischen dem Aufbruch in die Pubertät und dem „Noch-Kind-sein“. Wichtiger für mich ist aber Maik. Die Trennung seiner Eltern, das hilflose Agieren seiner Mutter und das Desinteresse seines Vaters bewegen mich sehr. Seine Eltern interessieren sich so gar nicht für Maiks Gefühle. Wie verloren muss sich ein Kind fühlen, das eine Art Ersatzfamilie mit Hilfe seiner Aquarienfische aufbaut.

    Spannend fand ich, dass Armin Kaster sich mitten im Buch direkt an die Leser*innen wendet und uns von seiner Sorge um Maik erzählt. Dieser Bruch der Erzählebene ist ungewöhnlich und hat mich nachdenklich gemacht.

    Am Ende verkauft Maiks Vater das Haus. Maik und seine Eltern verschwinden, ohne sich zu verabschieden. An dem Tag, an dem Coco das feststellt, ist das für sie „wie ein Schlag in den Magen“. Sie wünscht sich, Maik zu vergessen, aber kann das nicht wirklich, auch wenn Maik ihr nicht fehlt. „Coco fühlt sich wie im April, wenn manchmal die Sonne scheint und es zugleich regnet.“

    Mich hat dieses Ende unbefriedigt zurückgelassen. Wichtige Informationen darüber, wie es mit den Figuren weitergeht, erfährt man erst in einem kurzen Nachwort. Dort wird unter anderem erzählt, dass Maik später in einer therapeutischen Wohngruppe lebt. Für mich hätten diese Entwicklungen stärker zur eigentlichen Geschichte gehört.

    Kein einfaches Buch: Ich denke, dass viele junge Leser*innen Fragen haben. Gerade deshalb könnte ich mir vorstellen, dass es gut ist, wenn Eltern und Kinder das Buch zusammen lesen und anschließend über Cocos und Maiks Geschichte ins Gespräch kommen.

    Beate Böhm

  • Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Oda Valle

    Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Ein witziger Comic voller verrückter Ideen, zwei Freundinnen und einem neuen Bruder und natürlich Meerschweinchen. Zunächst stellt sich Stella mit einem Steckbrief vor. Hinter dem Punkt „Bestie“ steht Hedda, das ist Stellas beste Freundin und die kann schon sehr rücksichtlos in ihren Einfällen sein. 
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    Und um genau diese Einfälle geht es, als Stella ihr davon berichtet, dass Tor, der Freund ihrer Mutter, mit seinem Sohn Bo bei ihnen einziehen wird. Nun wird sie noch häufiger Zeuge der Küsse der beiden werden müssen und dann wird auch noch der neue „Bruder“ in ihre Klasse gehen. So kommt Stella auf die Idee, Bo blaue Farbe in sein Shampoo zu mischen und deshalb taucht der Junge am ersten Schultag mit blauen Haaren in der Klasse auf. Leider geht Stellas Plan nach hinten los, alle finden den neuen Mitschüler cool und er steht sofort im Mittelpunkt, sogar Hedda setzt sich zu ihm.
    Stellas größter Wunsch ist es, ein Meerschweinchen zu besitzen, doch bislang hat ihre Mutter ihr keines erlaubt. So handelt die Geschichte natürlich auch von den Meerschweinchen, die die Kinder am Ende zusammenbringen. Stellas Gefühle kommen in den Zeichnungen sehr gut heraus, gelungen fand ich auch, wie sie sich durch das Tragen der Hoodiekapuze abschirmt.
    Die Bilder sind oft nah an den Gesichtern, so dass manchmal nicht alles in den Rahmen passt, was ebenfalls sehr effektvoll ist. Der Inhalt der Geschichte wurde schon oft erzählt, hier gibt es einige witzige Einfälle und unerwartete Wendungen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Andrea Poßberg

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die fünf Piraten, die uns zu Beginn des Buches vorgestellt werden, in einem Baum sitzen bzw. die Bagger zu bremsen, die die Bäume abholzen wollen.
    Mit Hilfe einer Drohne erforscht Lennart das Naturschutzgebiet, dabei sieht er Marvin Klotzmeier, den Sohn des Bürgermeisters, der mit seinem Freunden herumtanzt.
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    Was hat das wohl zu bedeuten? Doch dann entdecken sie zwei Männer, die mit einem schwarzen Bus gekommen sind. Sie fühlen sich durch die Drohne beobachtet und versuchen, sie zu fangen. Doch die Kinder schaffen es, das Gerät auf dem Haus von der alten Frau Schlüter zu landen. Als sie sich den Film anschauen wollen, hören sie draußen die Baufahrzeuge. Die Männer wollen die gesunden Bäume in der Allee abholzen. Da müssen die Grünen Piraten sofort handeln.
    Die fünf Kinder ergänzen sich sehr gut und so schaffen sie es, diesen spannenden Fall zu lösen und die gefährdeten Bäume zu retten. Aus den unterschiedlichsten Erzählsträngen ergibt sich ein klares Bild und wir fiebern der Lösung entgegen. Denn am Ende geraten die Piraten noch in eine sehr gefährlich Situation.
    Neben der sehr spannenden Handlung erfahren wir noch sehr viel über Bäume und die Natur. So gibt es auf den letzten Seiten noch sehr viele Sachinformationen durch die Grünen Piraten. Ich finde, es handelt sich um ein runde Sache, die auch noch viel Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Wenn Gefühle aus der Reihe tanzen

    Lena Steffinger

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026

    Mitten auf dem Cover tanzen zwei fröhlich, die anderen Personen wirken wütend, ängstlich, anhänglich oder müde. Am oberen Bildrand sehen wir Nervenzellen, deren Aufgabe im Buch noch beschrieben wird. 
    Dass es ohne Gefühle langweilig wäre, ist das Thema im ersten Kapitel, hier ist die Rede von Hormonen, die unsere Gefühle beeinflussen.
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    Weiter geht es mit unseren 86 Milliarden Nervenzellen in unseren Gehirnen und den Botenstoffen, die sie beeinflussen. Dann zeigen uns kleine Illustrationen, was wir so fühlen. Aber, was ist, wenn uns „alles zu viel wird“? Dann sprechen wir von einer psychischen Störung, die zu den häufigsten Krankheiten auf der Welt gehören. Die Diagnose wird erklärt, das Woher des seelischen Leidens und die Psychotherapie. Es werden praktische Beispiele einer Praxis erklärt, wie eine Therapie ablaufen kann und dass auch die Seele manchmal Medikamente benötigt. 
    Da psychische Erkrankungen so häufig vorkommen, ist es wichtig, dass wir auch darüber etwas erfahren und erkennen, dass diese Krankheiten genauso behandelt werden müssen wie körperliche Erkrankungen. Gerade, wenn unsere Seele krank wird, sollten wir keine Angst vor der Behandlung haben und genauso Bescheid wissen, wie über den Besuch beim Kinderarzt.
    Ein sehr verständliches Buch mit vielen erklärenden Illustrationen zu einem ungewöhnlichen, aber wichtigen Thema nicht nur für Kinder.

    Dagmar Mägdefrau


  • Inseltage mit Rosa

    Inseltage mit Rosa

    Mareike Krügel

    Anja Schilling

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026, Nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2026

    Empfehlungsliste The White Ravens 2025 (Internationale Jugendbibliothek)

    Liebe-Buchtipp des Monats November 2025, Die besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk), August 2025

    Auf dem Cover sehen wir Lila mit ihrer Freundin Rosa auf einem Stein am Meer. Die beiden sind Freundinnen. Aber eigentlich ist Rosa nicht mehr da...
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    Im Sommer fährt Lila mit ihrer Oma, die etwas wunderlich ist und die sie nicht richtig gut kennt, auf eine kleine Schäreninsel. Eigentlich wollen sie nur zwei Tage bleiben, doch dann macht ihnen das Wetter einen Strich durch die Planung und sie müssen länger bleiben. Oma, die Lila Mu nennt, erzählt den ganzen Tag und sie spricht von ihrer Freundin Thula, mit der sie ihr Leben geteilt hat und die jetzt im Heim wohnt. Da fällt es fast gar nicht auf, das Lila nicht spricht. Doch die gemeinsamen einsamen Tage auf der kleinen Insel bringt die beiden näher.
    Lila, die ohne ihre Freundin Rosa nicht klarkommt, und Mu, die ihre Freundin ebenfalls schmerzlich vermisst, sind so unterschiedlich. Aber gemeinsame Projekte wie das Bauen einer Skulptur aus Strandgut und die herrlichen Gedichte, die Mu sich einfallen lässt, heben die Stimmung der beiden.
    Ein einfühlsames Buch über Verlust und Trauer und ihre ungewöhnliche Aufarbeitung. Und über zwei starke Persönlichkeiten, die auch mal eine Woche Zweisamkeit mit vielen Wetterproblemen und viel Haferflocken überstehen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Keine Party ist auch keine Lösung

    Keine Party ist auch keine Lösung

    Anna Maria Praßler

    Theresa Strozyk

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2026

    Fit für die Zukunft Hoffnungs-Buchtipp (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)

    LesePeter September 2025

    Ich bin noch ganz beseelt von diesem liebevoll geschriebenen Buch. Dabei behandelt es ein sehr ernstes Thema, denn es geht um häusliche Gewalt. Aber Jagoda, die seit einem halben Jahr mit ihrer Mutter in einem Frauenhaus an der polnischen Grenze wohnt, ist eine sehr pragmatisches Kind und sie hat ein Ziel vor Augen, ihren 10. Geburtstag.
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    Leider ist dieser Geburtstag schon in vier Tagen und mit jeder Kapitelüberschrift nähern wir uns ihm immer mehr. Jagoda hat Mia, ihre neue Mitschülerin, die sie sich zur Freundin wünscht, eingeladen, obwohl sie weiß, dass sie niemanden ins Frauenhaus einladen darf, denn die Adresse muss geheim bleiben. Jagoda macht also einen Plan und bittet einige Menschen um Hilfe, so haben wir mit ihr die Hoffnung, dass es eine Mega-Party werden kann, doch am Vortag spitzt sich die Situation dramatisch zu.
    Jagoda ist trotz ihrer negativen Erfahrung ein Kind, das noch Wünsche hat und alles tut, damit sie in Erfüllung gehen. Sie hat selbst Strategien entwickelt, sich abzulenken. So hat sie eine Aversion gegen „Blau“, was damit zu tun hat, dass ihr Name auf Polnisch Blaubeere bedeutet. So sammelt sie gute und schlechte Blaus in einer Liste, die sie zur Beruhigung im Stillen aufsagt.
    Dieses Mädchen, das schon so viel in den vergangenen zehn Jahren erlebt hat und die für ihr Alter viel zu reif und vernünftig ist, zeigt uns eine Welt, die wir hoffentlich nicht kennenlernen werden. Aber es ist wichtig zu wissen, dass es Kinder gibt, die so leben müssen wie Jagoda.
    Es gibt viele schöne kleine Zeichnungen in dem Buch und die Geschichte, die aus Jagodas Sicht erzählt wird, geht einfach ans Herz. Ein besonderes Buch über ein ganz besonderes Mädchen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Im Namen des Spektakels – Abenteuer: Gedichte

    Im Namen des Spektakels – Abenteuer: Gedichte

    Nils Mohl

    Halinka Kirschner

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Buch des Monats April 2026

    Kinderlyrik muss keine ernste, langweilige Geschichte sein, dieses Buch zeigt, dass Gedichte auch Spaß machen können. Schon das Cover zeigt uns einige schräge Figuren - einen Vampir und Batman. 
    Am Anfang des Buches können wir einen Gruß vom „Dichterbiest“ lesen und dann geht`s los „Im Namen des Spektakels“.
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    Es tauchen auch immer wieder ein Kind mit Maske und Umhang und ein zotteliges Wesen auf, die mit Sprechblasen versehene kleine Reime absondern. So fragt der Zottel „wann werden piraten es endlich mal kapieren?“ und das Kind antwortet „schatzkarten lassen sich auch laminieren!“ Ich finde, dass ist mal ein echter Tipp an die Freibeuter der Meere. Wisst ihr, was ein „Kauarbeiter“ ist? - Das ist einer, der ständig Kaugummi kaut. Sehr gut gefallen mir auch die „friedlinge“, kleine Wesen, die auf einem „schnuckeligen aterioden“ zu Hause sind und die, wie ihr Name sagt, sehr friedlich zusammenleben. „zuckerwattenträume“, dieses Gedicht ist ein echter Zungenbrecher, so zuckrig ist es. Es gibt auch einige „Quick-Quiz-Rate-Runden“, deren Lösungen wir hinten im Buch finden. 
    Ihr habt es wahrscheinlich schon bemerkt, in dem Buch wurde auf Großschreibung verzichtet. Die Illustrationen sind einfach wunderbar humorvoll, schrill und kantig, Die Texte beschränken sich in manchen Zeilen auf ein Wort, trotzdem ist ihre Aussagekraft groß und das Lesen macht einfach Spaß. Ich kann da so viel Witz und Freude spüren, das schreit förmlich nach einem „Nochmal!!!“

    Dagmar Mägdefrau


  • Neue Fälle: Erwischt! Zeitreise ins Verbrechen

    Neue Fälle: Erwischt! Zeitreise ins Verbrechen

    Christine Haas

    Alexander von Knorre

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    •	Der große Postzugraub von 1963 
    • Der Raub der Mona Lisa
    • Das Gespenst von Berlin
    • Wolfgang Beltracchi, der Meisterfälscher
    • Kim Dotcom – Dunkle Geschäfte im Internet
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    Fünf spannende Fälle aus unterschiedlichen Zeitperioden werden noch einmal aufgerollt. 1971 gab es in der Baker Street einen dreisten Bankraub. Die Banditen mieteten ein leeres Ladenlokal und buddelten sich in den Tresorraum einer Bank, um dort die Kundentresore zu plündern. Zunächst wird die Geschichte in einem Comic erzählt. Weiter geht es mit der Frage „Was ist passiert?“ Hier wird der ganze Vorgang noch einmal genau beschrieben. Kleine Textfelder „Schon gewusst?“ erklären spezielle Zusammenhänge der Tat. Danach erfahren wir, wie sich die Bande vorbereitet hat und danach ist eine Fahndungsplakat des Haupttäters abgebildet. Über den bekanntesten Bewohner der Baker Street geht es weiter zu Scotland Yard und seiner Geschichte. 
    So ähnlich sind auch die anderen Fälle aufgebaut und obwohl ich einige der Fälle damals in der Presse verfolgt habe, fand ich es sehr spannend, hier noch einmal davon zu lesen.
    Eine spannende und informative Reihe, nicht nur für Krimifans.

    Dagmar Mägdefrau
  • Eher fällt der Mond vom Himmel

    Eher fällt der Mond vom Himmel

    Rachel van Kooij

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Hui, nach der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Jana hat einfach in ihrem jungen Leben immer wieder diese A…Karte bekommen. Ihre Mutter ist seit 5 Jahren in den USA im Gefängnis, ihr spielsüchtiger Vater hat sich fett gefressen und in der Schule steht der Lehrer dem Mobbing hilflos gegenüber. 
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    So muss sie immer wieder lügen und Ausreden erfinden, sich selbst Mut machen und ihren Vater versorgen. Dabei wünscht sie sich nichts so sehr wie eine Freundin. Als dann ein neues Mädchen in die Klasse kommt und sie den Platz neben Jana einnimmt, schöpft sie Hoffnung. Zunächst scheint es auch zu funktionieren, Aleeen, das Flüchtlingsmädchen aus Afghanistan, teilt ihr leckeres Frühstück mit ihr und bleibt in der Pause an ihrer Seite. Doch leider gibt es dann ein ganz dumme Äußerung von Jana und Julia, die Klassenqueen, nutzt diese Chance zu weiteren Intrigen. 
    Manchmal wäre ich gerne ins Buch gesprungen und hätte Jana unterstützt, die so viel mit sich ausmachen muss und die sich an der Figur, die ihr Vater am Computer spielt, orientiert, um neuen Mut zu fassen.
    Mobbing in der Schule und eine hilflose Lehrerschaft, eine Schülerin, die die anderen manipuliert und erpresst, Jana erhält von keinem Hilfe. Die Sozialarbeiterin, die sie und den Vater regelmäßig besucht, tut was sie kann, aber leider lebt der dicke Vater in seiner eigenen Welt. Dass das Buch dann doch noch ein hoffnungsvolles Ende hat, hat mich dann doch ein wenig beruhigt und ich hoffe für alle, denen es wie Jana geht, dass sie irgendwann ihre Verantwortung abgeben und Kind sein können.
    Ein hervorragendes Buch, das die Gefühle so beschreibt, dass man sie förmlich spürt und mir manchmal die Luft wegblieb.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jolle und ich – Der Tag, an dem ein Pinguin bei uns einzog

    Jolle und ich – Der Tag, an dem ein Pinguin bei uns einzog

    Katja Fixe

    Stefanie Jeschke

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Thea ist ein 12-jähriges Mädchen, das gerne Skateboard fährt. Sie lebt mit ihrer großen Schwester Rieke, ihrer Mutter Maria und ihrem Vater Hannes zusammen.
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    Als Thea im Sommer vom Schwimmen zurückkommt, traut sie ihren Augen kaum: Auf dem Liegestuhl sitzt ein Pinguin – und der spricht auch noch! Er stellt sich als Jolle vor. Sehr schnell werden die beiden unzertrennlich, und Jolle zieht bei der Familie Witt ein. Jolle stellt das Familienleben ordentlich auf den Kopf und versucht, die „Kolonie“ noch enger zusammenzubringen. Gemeinsam erleben sie zu fünft einige Abenteuer.
    Ich habe die Geschichte meinem siebenjährigen Sohn vorgelesen, und er war von Anfang an total begeistert. Wir haben zusammen viel gelacht und freuen uns darauf, die nächsten Teile und Abenteuer gemeinsam zu lesen. Der Text ist so geschrieben, dass man ihn gut mit einem Leseanfänger im Wechsel lesen kann. Die schönen Illustrationen unterstreichen die Geschichte zusätzlich.

    Katrin Hemmerich
  • Katastrofabelhafte Sommerferien

    Katastrofabelhafte Sommerferien

    Katja Alves

    Mila Maquis

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Buch des Monats August 2025

    Auf dem Cover sitzt Fili vor dem Wohnwagen, in dem sie mit ihren Vater die Ferien verbringt. Die beiden Jungs im Hintergrund sind Otto und sein kleiner Bruder Jayson.
    Fili steht ein wenig unter Druck, denn ihre Freundinnen fahren in den Ferien in angesagte Orte und sie werden mehrmals täglich tolle Bilder schicken, um sich gegenseitig zu übertrumpfen.
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    Fili hofft, dass ihr Vater eine schicke Villa am See für den gemeinsamen Urlaub gebucht hat, doch dann entpuppt sich die Villa als Wohnwagen und auch der Blausee, an dem er steht, macht seinem Namen keine Ehre. Es gibt einige Leute auf dem Campingplatz, die etwas wunderlich sind. Eine Nachbarin lebt mit einem Plüscheisbär zusammen, mit dem sie sich unterhält und eine hat eine große Sammlung an Gartenzwergen. Da ist es schön, dass Fili die beiden Brüder Otto und Jayson kennenlernt. Mit den Jungs erlebt sie so einiges und besonders der Größere der beiden setzt sich sehr für sie ein. Zunächst tauchen überall Dinge auf, über die sich die Beschenkten sehr freuen. So geht eine geliehener Schirm zu Bruch, wird aber wie durch Zauberhand durch einen Besseren ersetzt. Erst als Ottos Mutter vom Diebstahl im Supermarkt erzählt, werden die Kinder hellhörig und gehen der Sache auf den Grund.
    Filis Mutter, die zu Anfang Filis Koffer packt, ist auf alle Eventualitäten vorbereitet, ihr getrenntlebender Mann lebt in den Tag hinein, hat wenig Geld und verkauft alte Möbel. Leider ist er auch nicht sehr zuverlässig und vergisst Filis Geburtstag. Doch trotz vieler Katastrophen verlebt Fili einen schönen Urlaub mit guten Freunden und vielen Abenteuern.
    Viele bunte Bilder, buntunterlegte Texte mit Sprachnachrichten und 18 Kapitel machen das Buch zu einer hervorragenden Urlaubslektüre.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer schnappt Ronaldo – Kopfgeld auf ein Chamäleon

    Wer schnappt Ronaldo – Kopfgeld auf ein Chamäleon

    Benjamin Tienti

    Dressler

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Buch des Monats Mai 24

    Nominiert für den Vielfalterpreis 2025

    Sommer in Berlin und Nivin wünscht sich nichts mehr als ihre Ruhe. Leider lebt ihre Familie in einer kleinen Wohnung und obwohl ihre Eltern ein Zimmer für Nivin frei machen wollten, ist das nicht gelungen, weil ihr großer Bruder mit Frau und Baby zu den Eltern zurückkommt. Ihre kleinen Brüder befinden sich ständig im Streit und ihre Eltern arbeiten den ganzen Tag in ihrem Lebensmittelladen. 
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    Etwas Ruhe findet Nivin im letzten S-Bahn-Wagon, doch diesmal muss sie leider vorzeitig aussteigen und gerät deshalb in eine große Gartenanlage. Hier wird ein Chamäleon vermisst und eine Belohnung von 5.000 € versprochen. Mit dieser Summe wäre es ein Leichtes, die Kaution für die junge Familie zu zahlen und dann könnte der Bruder mit Familie wieder ausziehen. Aber wie findet man ein solches Tier, wenn am keine Ahnung hat? Doch da taucht Linus auf, ein Junge aus wohlhabendem Hause, der ebenfalls seinen sehnlichsten Wunsch mit dem Geld erfüllen möchte. 
    Diesmal ist die Protagonistin ein arabischstämmiges Mädchen mit einem richtig frechen Mundwerk. Nivin lässt sich nichts gefallen und macht sich mutig auf, Ronaldo zu finden. Sie muss aber auch lernen, dass Hilfe manchmal auch ganz gut ist und man vielleicht sogar kooperieren muss, um sein Ziel zu erreichen. Das Buch hat eine unglaubliche Geschwindigkeit. Diese freche Berliner Göre zog mich völlig in ihren Bann und natürlich ist es auch spannend zu erfahren, wie die Geschichte sich entwickelt und wo das Chamäleon am Ende auftaucht. Nach 39 Kapitel mit vielen treffenden Schwarz-Weiß-Zeichnungen, muss man erstmal etwas Ruhe haben.

    Dagmar Mägdefrau