Pepper  

Nils Mohl

Rotfuchs

Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

Auf dem Cover sehen wir Pepper mit ihrem roten Notizbuch, in dem alle Fragen stehen, die sie ihrem Vater stellen wird, sobald sie weiß, wer es ist.
Die Frage nach ihre Vater stellt Pepper ihrer Mutter immer wieder, doch erst als sie schon 17 ist, gibt sie ihr überraschenderweise den Namen auf einem Zettel: „Kimme“.
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Ihre Mutter ist Politikerin und die beiden wohnen sehr feudal in der HafenCity in Hamburg. Bald erfährt sie, dass ihr Vater, der in jungen Jahren als Musiker eine gewisse Berühmtheit erlangt hatte, immer noch mit seinen Bandkollegen in einer WG wohnt. Da macht sie sich auf um dort in eine freies Zimmer zu ziehen. Ihre Mutter und ihr Freund August raten ihr ab, doch Pepper möchte ihren Vater erstmal inkognito kennen lernen. Ihr Vater ist eine eigenwilliger Typ, das kann sie schon an seiner Kleidung erkennen, aber auch seine schroffe Art und seine weisen Kommentare bringen wenig Nähe. Als er dann Pepper unter Druck setzt, sie müsse eine riesige Einweihungsparty organisieren, ist diese völlig überfordert. Denn sie ist ein ruhiges jungen Mädchen, dass wenig Frende hat und nie auf wilde Partys geht.
„Kann man vermissen, was man nie hatte? – Wie würde es wohl klingen, wenn du meinen Namen sprichst?“ das sind Fragen, die Pepper in ihren Notizen stehen hat. Erst ganz am Ende wir sie Antworten bekommen, aber dann ist ihr Vater schon sterbenskrank.
Jedes Kapitel beginnt mit einer grauen Seite, auf der wir Peppers Notizen lesen oder auf der deutsche Songtexte von der Band „Kimme & Popkorn“ stehen. Uns wird die Geschichte von Pepper erzählt, die ihren Vater immer direkt anspricht, wodurch für mich eine besondere Nähe zu spüren war. Der zunächst schroffe Kimme zeigt im letzten Teil doch noch viel Gefühl und die kurze Zeit, die den beiden bleibt, gibt Pepper sehr viel. Mir gefiel es auch sehr gut, dass das Verhalten der Mutter nicht zu einem Bruch geführt hat. Ein Buch mit vielen Fassetten, neben den Jungen gibt es eine Truppe alternder Menschen und dann noch drei Senioren mit viel Witz und Lebenserfahrung. Eine hervorragende Mischung und ein Jugendroman, der gelesen werden muss.

Dagmar Mägdefrau
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