• Frei – Bester Anfang – Band 3      

    Frei – Bester Anfang – Band 3      

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Das Cover entspricht den beiden vorherigen Büchern und ist diesmal grellgrün, es ist Koray, der über die Buchstaben springt und er ist diesmal der Erzähler.
    Koray ist im ersten Band mit seiner Mutter aus Dubai nach Rottloch zurückgekommen.
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    Seine Mutter hatte als Influencerin viel verdient, wurde aber durch einen Freund böse betrogen und muss nun schauen, wie sie ihr Leben in den Griff bekommt. Koray möchte von seiner Mutter wissen, wer sein Vater ist und er vermutet, dass ein Mann aus dem kleinen Dorf, das seine Mutter ohne Schulabschluss verlassen hat, sein Vater ist. Sein Freund Nico unterstützt ihn bei den Recherchen und er hat auch schon eine Vermutung, denn auf einem Foto ist ein ehemaliger Mitschüler Koray ähnlich. Die Freunde machen sich auf zur „Alten Schrauberei“ einem angesagten Lokal, dass Ken gehört. Hier lernt Koray Marc kennen, der ihn ein wenig aus der Fassung bringt. 
    Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, es ist spannend und sehr unterhaltsam geschrieben. Korays Gefühle bei der Suche nach seinem unbekannten Vater und die Zuneigung, die er für Marc empfindet, werden sehr einfühlsam beschrieben. Aber auch die Wut, die er wegen des Schweigens seiner Mutter, empfindet, war gut nachzuvollziehen.
    Richtig spannend wird es dann, als Koray erfährt, wer sein Vater ist. Ich war auf jeden Fall sehr erstaunt über diese Lösung.
    Ein toller dritter Band und ich bin gespannt, was Nina und Nico noch erleben werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pepper  

    Pepper  

    Nils Mohl

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Pepper mit ihrem roten Notizbuch, in dem alle Fragen stehen, die sie ihrem Vater stellen wird, sobald sie weiß, wer er ist.
    Die Frage nach ihre Vater stellt Pepper ihrer Mutter immer wieder, doch erst als sie schon 17 ist, gibt sie ihr überraschenderweise den Namen auf einem Zettel: „Kimme“.
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    Ihre Mutter ist Politikerin und die beiden wohnen sehr feudal in der HafenCity in Hamburg. Bald erfährt sie, dass ihr Vater, der in jungen Jahren als Musiker eine gewisse Berühmtheit erlangt hatte, immer noch mit seinen Bandkollegen in einer WG wohnt. Da macht sie sich auf, um dort in ein freies Zimmer zu ziehen. Ihre Mutter und ihr Freund August raten ihr ab, doch Pepper möchte ihren Vater erstmal inkognito kennen lernen. Ihr Vater ist ein eigenwilliger Typ, dass kann sie schon an seiner Kleidung erkennen, aber auch seine schroffe Art und seine weisen Kommentare bringen wenig Nähe. Als er dann Pepper unter Druck setzt, sie müsse eine riesige Einweihungsparty organisieren, ist diese völlig überfordert. Denn sie ist ein ruhiges jungen Mädchen, das wenig Freunde hat und nie auf wilde Partys geht.
    „Kann man vermissen, was man nie hatte? – Wie würde es wohl klingen, wenn du meinen Namen sprichst?“ das sind Fragen, die Pepper in ihren Notizen stehen hat. Erst ganz am Ende wird sie Antworten bekommen, aber dann ist ihr Vater schon sterbenskrank.
    Jedes Kapitel beginnt mit einer grauen Seite, auf der wir Peppers Notizen lesen oder auf der deutsche Songtexte von der Band „Kimme & Popkorn“ stehen. Uns wird die Geschichte von Pepper erzählt, die ihren Vater immer direkt anspricht, wodurch für mich eine besondere Nähe zu spüren war. Der zunächst schroffe Kimme zeigt im letzten Teil doch noch viel Gefühl und die kurze Zeit, die den beiden bleibt, gibt Pepper sehr viel. Mir gefiel es auch sehr gut, dass das Verhalten der Mutter nicht zu einem Bruch geführt hat. Ein Buch mit vielen Facetten, neben den Jungen gibt es eine Truppe alternder Menschen und dann noch drei Senioren mit viel Witz und Lebenserfahrung. Eine hervorragende Mischung und ein Jugendroman, der gelesen werden muss.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Scherbenpalast      

    Der Scherbenpalast      

    Annette Mierswa

    Verlag Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Weil Lous Mutter ein neues Engagement als Schauspielerin angenommen hat, zieht die Familie von Hamburg nach Mannheim. Lou ist entschlossen, sich gegen diese Entscheidung aufzulehnen und sie benimmt sich sehr peinlich in der neuen Umgebung. 
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    Obwohl die Eltern sich sehr bemühen, ihre Wünsche zu erfüllen, verärgert sie Nachbarn, Lehrkräfte und Mitschüler*innen. Sie ist einfach nur wütend, weil sie ihre beste und längste Freundin zurückgelassen hat. In der Theatergruppe, wo sie die Hauptrollen gespielt hat, gab es Damian, auf dessen Freundschaft sie gehofft hat. Die alte Nachbarin Freya mit dem Mammutbaum im Garten, die an ihrem Scherbenpalst baut, ist die erste mit der Lou spricht. Dann taucht Sari auf, eine fröhliche Chaotin, die sich selbst als Fettnapf-Queen bezeichnet und die mit ihrer humorvollen Art Lou immer wieder zum Lachen bringt. Sie kennt sich aus in Mannheim und wirkt als Statistin beim Theater mit.
    Besonders Freya ist eine ungewöhnliche Person, sie hat einiges erlebt in ihrem Leben und gibt den Menschen angelehnt an die vielen Planzen in ihrem Garten Namen. Lous Eltern sind bereit, für das Glück ihrer Tochter einiges in Kauf zu nehmen, doch dann entwickelt sich alles ganz anders.
    Julia „Butterfly“ Hill ist eine amerikanische Umweltaktivistin, die u.a. einen Mammutbaum durch ihren Protest gerettet hat. Ihre Aktion spielt im Buch eine bedeutende Rolle.
    Für mich benahm sich Lou mit ihren wütenden Aktionen mehr wie ein Kleinkind, immer wieder zerstörte sie alles und es gab viele Tränen und einige traurige Schicksale in der Geschichte. Aber es gab durchaus auch lustige und bewegende Szenen.
    Und eine Rolle spielt auch die Stadt Mannheim, die am Anfang Kackmannheim genannt wurde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frei – Beste Freundschaft – Band 2

    Frei – Beste Freundschaft – Band 2

    Sarah Welk

    arsEdition

    Frei

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Die Freunde, die wir schon aus dem ersten Band kennen, kommen hier wieder zusammen. Diesmal steht Nasrin, die kluge und fleißige Überfliegerin mit der festen Vorstellung von ihrer Zukunft, im Mittelpunkt. Da sie auch die Ich-Erzählerin ist, erfahren wir eine Menge Dinge, die sie bewegen.
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    Nina glaubt, dass die schönen Rosen für sie sind und dass Josh sie für sie besorgt hat, doch dann stellt sich heraus, dass Nasrin die Beschenkte ist. Nur leider steht auf der Karte kein Absender. Könnte der neue Mitschüler Joachim dahinterstecken? Keiner weiß, wieso er auf diese ungewöhnliche Schule gekommen ist und wieso er sich so eigenartig verhält. Nasrin, die die Harmonie liebt und die jedem Streit aus dem Weg geht und immer schlichten möchte, hat es nicht einfach in dieser Geschichte. Ihr kleiner Bruder, der bisher als Einzelgänger unterwegs war, hat plötzlich einen Freund, doch Nasrin befürchtet, dass der ihm nicht gut tut. Bei aller Unsicherheit kann sie sich aber auf ihre Freunde verlassen. Auch wenn Nico manchmal etwas heftig reagiert, so steht er doch, genau wie die anderen, hinter Nasrin. Aber was soll man mit dem großen Geldbetrag machen, der der Schule gespendet wird? Da gibt viele unsinnige Vorschläge, aber am Ende eine sinnvolle Lösung.
    Auch dieser Band zeigt, dass die Autorin sich hervorragend in die Gefühlswelt pubertierender Jugendlichen mit ihrer Verletzlichkeit und Unsicherheit einfühlen kann. Es sind keine einfachen jungen Menschen, die hier aufeinander treffen. Aber dank der verlässlichen Freundesgruppe, können sich die Protagonisten selbst gegen bösartige Verhalten wie Mobbing wehren.

    Dagmar Mägdefrau