Stopp-Schutz-Schild – Familie Weißbescheid – Band 3
Dr. med. Konstantin Wagner
RiWi Verlag
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Die Kinder auf dem Cover halten ihre Hände abwehrend hoch und zeigen uns damit „Stopp!“
Auf der ersten Doppelseite sehen wir einen dörflichen Marktplatz mit vielen kleinen Menschen, die meisten gehen zur Eisdiele und so endet der Text mit der Frage „Magst du auch Eis?“
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Auch die Familie Weißbescheid ist hier unterwegs und Lasse und Mathilda zieht es zum Brunnen. Da Mathilda nicht auf die Mauer klettern kann, möchte ein Mädchen ihr helfen und greift sie unterstützend an den Po. Da ruft Lasse „Stopp!“ und erklärt, dass man nicht einfach einen anderen Körper berühren darf, zur Unterstützung seiner Aussage hält der die Hand mit der Handfläche zu dem Kind hoch. Inzwischen haben die Eltern Eis geholt und alle setzten sich auf eine Bank. Da taucht Tante Magda auf und will Lasse einen Kuss geben. Auch hier findet der „Stopp-Schutz-Schild“ Anwendung. Es folgt eine Erklärung, die der Tante einleuchtet.
Dieses Pappbilderbuch zeigt anschaulich und kindgerecht, dass nur wir entscheiden, was mit unseren Körpern geschieht und dass wir lernen müssen das „Stopp-Schutz-Schild“ gegenüber anderen anzuwenden. Nur so werden unsere Kinder selbstbewusst und werden später die Worte „Stopp“ und „Nein“ anwenden. Es geht aber auch um Gefühle, darum um Hilfe zu bitten und um einen liebevollen Umgang miteinander. Klare Illustrationen unterstützen die wichtigen Aussagen.
In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.
Dagmar Mägdefrau
MitMenschen – Familie Weißbescheid
Dr. med. Konstantin Wagner
RiWi Verlag
Verlagsempfehlung ab 4 Jahren
Mathilda und Lasse stehen auf einem Baumstumpf und im Hintergrund sind einige Menschen zu sehen. Diesmal geht es darum „Fremden und Bekannten sich zu begegnen.“
Während Mama und Mathilda Kastanien sammeln, fährt Lasse mit seine Rad durch eine Pfütze.
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Als er sein Rad abstellt, spricht ihn der Parkwächter an. Diesen Mann kennt Lasse zwar, doch als er mit ihm zum Radaufstellplatz gehen möchte, geht Lasse nicht mit. Erst muss er seine Mama fragen. Als Mama dazu kommt, ist ihr die Situation nicht geheuer und deshalb fasst sie Lasse zu fest an der Schulter, so das er sich später bei ihr beschwert. Die Mutter nimmt das sehr ernst und entschuldigt sich bei ihrem Sohn. Mama versucht zu erklären, dass man durchaus grüßen darf, aber trotzdem vorsichtig sein muss. Mathilda erzählt davon, wie die der Postbotin die Türe geöffnet hat. Im zweiten Teil des Buches möchte Tante Magda unabgesprochen Lasse aus der Kita abholen. Später werden Kastanienmännchen gemacht und in einem kleinen Rollenspiel geht es um das Thema „Geheimnisse“.
Ganz hinten im Buch gibt es eine gemeinsame Übung, bei der es um Situationen geht. Das Thema, das in diesem Pappbilderbuch besprochen wird, ist nicht einfach zu erklären, denn man kann leider den Menschen nicht ansehen, was sie mit dem Kindern machen werden. Da heißt es sensibel damit umgehen und hier werden anhand von Beispielen einige Situationen dargestellt. In ersten Linie ist es wichtig die Kinder zu sensibilisieren und da kann uns dieses Buch sehr gut unterstützen.
In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.
Dagmar Mägdefrau
Ein Jahr im Muminhaus
Inspiriert von den Werken von Tove Jansson
Filippa Widlund
Aus dem Englischen von Bernd Stratthaus
annette betz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Schon diese Aufmachung diese Buches ist kaum zu toppen, man öffnet die kleine grüne Schleife an der Seite des Buches und dann kann man das Buch zu einem runden dreidimensionalen Karussell auseinanderklappen. Mit dem Band wir es dann fixiert und wir können es drehen und anschauen.
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Zunächst wird es Frühling und Mümmla und ihr 34 Kinder kommen zu Besuch. Mumin wartet auf den Schlüpferich. Im Laufe des Frühlings wird aus den Pflanzen ein Dschungel, den wir vorne sehen, weiter hinten im Haus wird vorgelesen. Es wird Mittsommer und alle feiern und sitzen essend um den großen Tisch. Dann wird es Herbst und der Dampfkochtopf steht auf dem Herd, um Marmelade einzukochen. Die warmen Erdfarben werden kühl und der Winter kommt. Auf dem letzten Bild sehen wir einen Tannenbaum.
Die Texte sind immer sehr kurz und beziehen sich auf die jeweilige Jahreszeit. Es werden einige Namen genannt, die Muminkenner sicher besser zuordnen können als ich. Alle Illustrationen sind sehr schön gestaltet und sie kommen dadurch, dass wir sie in mehreren Schichten sehen können, besonders gut zur Geltung. Ein zauberhaftes Buch in dem es sehr viel zu entdecken gibt.
Dagmar Mägdefrau
Ich und alle meine Ichs
Andreas Thamm
Melina Lebel
Edition Pastorplatz
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß, wie drei Kisten Apfelsaft, die neben ihm stehen.
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Seine Mama misst ihn an der Wand und macht einen Strich, denn Sam hat einen Schuss gemacht. Dann zeigt sie ihm Bilder als Baby in der Badewanne, ohne Zähne und mit wenig Haaren. Wir sehen ihn krabbeln und den jetzigen Sam einen Handstand machen. Seine packt das Handy mit den Bilder weg und Sam hat nun Bilder in seinem Kopf. Da erlebt er einiges, wächst und fährt vielleicht Motorrad. Dann überlegt er sich, wie es wäre, wenn er so alt wie Papa ist und er hat da einige tolle Ideen. Da Opa es am besten findet in Rente zu sein, hat Sam auch für diese Zeit Möglichkeiten, was er tun könnte. Wunderschön ist dann die Doppelseite auf der Sam über seine verschränkten Arme auf die kleinen Sams schaut, die vor ihm gezeichnet sind. Es ist einfach toll mit wieviel Optimismus er auf seine Zukunft schaut.
Ich glaube, dass sich die Kinder hin und wieder vorstellen, wie das Leben weitergeht und hier wird die Vorstellung von wunderschönen Bildern begleitet. Wir erkennen unseren Sam in allen anderen Sams wieder und freuen und mit ihm auf das was kommt. Nach der Lektüre können wir zusammen weiterspinnen und uns selbst Bilder machen. Einfach herrlich!
Dagmar Mägdefrau
Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumt
Gundi Herget
Mele Brink
Edition Pastorplatz
Verlagsempfehlung ab 7 Jahre
Da sehen wir ihn schon sitzen, den Monsteralbtraum. Er schaut mit einem Fernglas auf die Häuser und hält einen kleinen Teddy im Arm.
Da sitzt er auf dem nächsten Bild auf einem Kissen und in der Denkblase steht „Ich will endlich wissen, wie ich ausgehen!“
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Und genau das ist sein Problem, denn die Träumer werden immer wach, bevor der Traum zu Ende geht.
Es wird Abend und das Monster lauert auf einem Dach und lauscht, wie die Kinder zu Bett gehen. Wir erfahren, wie unterschiedlich die Kinder sich verhalten und sehen das Traummonster, wie es sich in die Träume drängelt. Das Bild auf dem der Junge schlafend im Bett liegt und das Monster immer wieder aus seinem Traum wirft ist einfach sooo schön. Meist wachen die Kinder aber auf, wenn er sich in ihre Träume stiehlt und auch da werden und Beispiel gezeigt. Aber auch Albträume gibt es in unterschiedlichen Variationen und die werden auf der nächsten Doppelseite beschrieben und gemalt. Und dann lernen wir Julian kennen, der sich nie an seine Träume erinnert und die deshalb nicht seinen Mitschülern erzählen kann.
Niemand will einen riesigen miesen Monsteralbtraum erleben, aber in diesem Buch sehen wir den Albtraum aus der Sicht des Monsters und vielleicht lohnt es sich ja nicht aufzuwachen und das schöne Ende des schlimmen Traumes zu erleben.
Neben den fantasievollen Illustrationen könnte ich hier eine ungewöhnliche Geschichte lesen und es ist einfach toll „der riesige, miese Monsteralbtraum“ vorzulesen, da wird die Stimme automatisch ein wenig unheimlich.
Dagmar Mägdefrau
Heute fahren wir nach Anderswo
Klaus Baumgart
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder in dem gemalten Auto losfahren. Das kleine Mädchen hat den roten Stift in der Hand.
Klaus Baumgart wird uns als Autor vorgestellt und er sitz zusammen mit seinem Oskar in einem gemalten Auto, denn dieser Enkel hat ihn beim Illustrieren des Buches unterstützt.
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Und dann sehen wir den Jungen im Buch, der auch Oskar heißt, er langweilt sich. Da sieht er das Mädchen und sie hat „Elfenkreide“ dabei. Obwohl Oskar meint „So was gibt es doch gar nicht“ schaut er ihr beim Malen zu. Und schon ist da das rote Auto zu sehen in das die beiden einsteigen und nach Anderswo fahren. Sie fahren hoch und runter und Oskar spürt das im Magen. Es geht rein und raus, sie sind groß und klein, langsam und schnell. Aber dann taucht ein Riese auf und der hilft ihnen weiter, weil sie sich verfahren haben. Nach dem tollen erlebnisreichen Tag liegt Oskar im Bett und denkt an Morgen.
Die real gezeichneten Kinder bewegen sich in einer von Kinderhand gemalten Welt und dieser Gegensatz fasziniert mich sehr. Die Kinder werden sich in den Zeichnungen wiederfinden und können selbst so eine Welt erfinden und zeichnen. Was kann da nicht alles entstehen? Ein Bilderbuch voller Abenteuer und über eine ganz liebevolle Freundschaft.
Dagmar Mägdefrau
Stock & Stein
Anna-Kathrin Behl
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir einen kleinen runden grauen Stein und einen kleinen geraden Stock. Diese beiden sehen wir im Dunkel einer Kinder-Jackentasche wieder. Hier liegen sie zusammen mit einigen anderen Dingen, die Kinder gerne in ihren Taschen sammeln.
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Auf der nächsten Seite sehen wir sie bei Licht und dann kommt eine „große erwachsene Hand“ und wirft unsere beiden Freunde vor die Tür, denn die Jacke soll gewaschen werden. Der Stein hat eine Menge Fantasie und überlegt, was alles mit ihnen geschehen könnte. Das sind sehr schöne Ideen, aber auch beängstigende. Zum Glück landen sie am Ende wieder in der Tasche der Kinderjacke. Was für ein Glück.
Kennen wir das nicht alle, da hat das Kind wieder so viel Kempel in seinen Taschen? Zum Glück wirft die Hand die beiden nicht in den Müll, sondern zurück in die Natur. Ich fand es herrlich zu lesen, was sich die beiden einfallen lassen, was alles passieren könnte. Die meisten der kurzen Texte stehen Sprechblasen und die Zeichnungen zeigen trotz der einfachen „Gesichter“ sehr schön die Mimik und die Gefühle der beiden. Also nie Sachen aus den Kindertaschen achtlos wegwerfen.
Dagmar Mägdefrau
Disko im Zoo
Andrea Schomburg
Barbara Nascimbeni
Tulipan
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir schon die Zootiere, die gemeinsam feiern wollen. Ganz vorne tanzen die beiden Pinguine, deren Geschichte hier in wunderschönen Reimen erzählt wird.
Mitte Mai wird der Zoo abgeschlossen und alle Tiere freuen sich auf die Diskonacht.
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Gerti Gnu schlüpft in die roten Hackenschuh und Schwein und Stinktier sprühen sich mit Parfüm ein. Dann sehen wir die ganze Truppe auf die Festtagswiese strömen und schon wird wild durcheinander getanzt. Die Pinguine Pong und Ping „tanzen ganz verliebt den Swing und der Ping sagt: “Nach dem Fest bauen wir ein Pinguinnest!“ Doch da sie zwei Männchen sind, wird das Nest leer bleiben. Doch dann meldet sich Marei, die Pinguinfrau „und sie sagt zu Pong und Ping: „Das ist doch kein großes Ding. Kriegt ihr halt von mir ein Ei – ich leg eh ja immer zwei.“ So endet daa Buch mit dem Schlüpfen der kleinen Emilie.
Wir schön, dass hier so eine wundervolle unbürokratische Lösung gefunden wird, die unser Paar zu seinem Glück verhilft. Eine fröhliche Buch mit vielen feiernden Tieren, die aufeinander Acht geben und die ohne Vorurteile miteinander umgehen. Die herrlich bunten Bilder zeigen ein vergnügtes Fest und die Reime sind wieder so treffend und voller Witz und so prima vorzulesen. Einfach traumhaft schön.
Dagmar Mägdefrau
Willkommen, Onkel Nouruz!
Rashin Kheiriyeh
Übersetzt von Susanne Seidita
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Ein wunderschön farbiges, fröhliches Cover, auf dem ein runder gedeckter Tisch von einem älteren Paar und Kindern umrahmt ist. Die schwarze Katze ist auch nicht zu vergessen, die im Buch auf jeder Seite zu finden ist.
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Zunächst sehen wir eine Kinderzeichnung, auf der Kinder einen Schneemann bauen. Dann Onkel Nouruz auf einen fliegenden Teppich. Und dann starten wir mit der Anfangszeichnung, nur ist sie diesmal bunt und Naneh Sarma, die Großmutter des Winters, steht vor ihrem Haus. Zu Frühlingsbeginn soll dann Onkel Nouruz auftauchen. Es wird berichtet, dass die beiden sich immer verpassen würden.
Dann geht es an die Vorbereitungen zum großen Frühlingsfest, es wird geputzt, eingekauft, sich neu eingekleidet, sich herausgeputzt, gekocht und der Tisch gedeckt. Alles das macht die Großmutter mit Hilfe der Kinder. Als dann alles fertig ist, schläft sie erschöpft ein und so verpasst sie wieder den Besuch von Onkel Nouruz.
Im Nachwort erklärt uns die im Iran geborene Autorin, dass Nouruz „neuer Tag“ bedeutet und den Beginn des Frühlings und des persischen Neujahrs angibt. Hier lernen wir den Ablauf und die Tradition dieses Festes kennen und können uns mit Hilfe der wunderschönen Bilder vorstellen, wie schön so ein Neujahrsfest gefeiert wird.
Dagmar Mägdefrau
Nadja und Elias feiern Pessach
Eva Lezzi
Anna Maria Praßler
Cyndia Hartke
Vermes- Verlag
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Tante Darja hebt das Glas, auf dem festlich gedeckten Tisch steht der große runde Sederteller mit den Speisen, die alle eine symbolische Bedeutung haben.
Nadja und Elias sind befreundet und als sie am Spielplatz auf dem Klettergerüst sitzen, lädt Nadja ihren Freund zum Pessachfest zu sich nach Hause ein.
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Nicht nur die Männer tragen eine Kippa, auch die emanzipierte Tante vom Cover trägt eine bunte Kippa. Auf den Teller liegt ein kleines Buch, die Hagadda, darin steht die Geschichte des Auszugs aus Ägypten, die gleich in unterschiedlichen Sprachen vorgelesen wird. Da der nette Großvater aus Russland stammt wird, Elias nicht nur auf Deutsch, Hebräisch sondern auch auf Russisch begrüßt.
Wir nehmen an diesem wichtigen jüdischen Fest zusammen mit Nadjas Familie, Elias und seinem Vater teil. Wir erfahren, wie der Ablauf ist und warum in den nächsten Tagen Mazzen, ungesäuertes Brot, gegessen wird. Pessach ist mir vom Namen her ein Begriff und ich weiß auch, dass dieser Termin mit unserem Osterfest zusammenhängt. Im Alten Testament wird uns berichtet, dass Gott die Juden aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.
Die Illustrationen zeigen uns sehr realistisch die einzelnen Abschnitte der Feier und der Text erklärt, warum alles genauso ablaufen muss. Ich habe mich so gefühlt, als wenn ich ebenfalls zu Gast wäre. Unterhaltsam, informativ und sehr gut verständlich zeigt uns dieses Bilderbuch etwas über die jüdische Kultur und ich finde es sehr wichtig, etwas darüber zu erfahren. Denn was man kennt, ist nicht mehr fremd. Auf den letzten beiden Seiten gibt es noch einige Sachinformationen.
Dagmar Mägdefrau
Zwei ganz besondere Freunde
Aline Portman
Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart
Mixtvison
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir den kleinen rothaarigen Jungen mit der großen runden Brille, der seine Buch in der Mähne eines Löwen liegend liest.
Dieser Junge wünscht sich, wie so viele Kinder ein Haustier, aber es soll schon ein ganz besonderes sein.
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Da denkt er zuerst an einen Wal, und wir sehen Theo mit dem Wal an der Leine spazieren gehen. Dann kommen ihm doch berechtigte Zweifel und es ist schon witzig, die Bilder anzuschauen. Als nächstes wählt er einen Bären, aber das scheitert an am Winterschlaf des Tieres. Als nächste kommt ein Löwe in Frage,
Dann lernen wir Oskar, den Hund, kennen. Er wollte kein gewöhnliches Herrchen. So erträumt er sich einen Wikinger oder eine Königin. Werden die beiden zusammenkommen?
Die Illustrationen sind sehr minimiert, auch farblich sehr eingeschränkt und zeigen trotzdem sehr genau, was uns der kurze Text beschreibt.
Für mich ein Buch, dass Potenzial zu einem Klassiker hat.
Dagmar Mägdefrau
Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden
Kaisa Happonen
Anni Vasko
Aus dem Finnischen von Anu Stohner
Hanser
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sind alle Tiere abgebildet, auf die wir im Laufe der Geschichten treffen werden. Ganz unten der kleine Bär Brumm und sein Freund.
In der ganz kurzen Auftaktgeschichte fragt der Feuerfalter Brumm, was man „Im Licht des Waldes sehen kann“.
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Und natürlich kann man den Feuerfalter sehen, der ist ganz groß und rot auf der nächsten Doppelseite zu bewundern. Brumm kann nicht mit seinem Freund toben und den Baum hinaufklettern, weil er überlegt, wie die Nacht anfängt. Sein Freund zeigt es ihm und so gibt es drei Doppelseiten ohne Text, auf denen sich der Wald immer dunkler färbt. Dazu passt, dass der Schildrohrsänger ständig singt und nur eine Pause macht, „wenn der Abend zur Nacht wird.“
Die poetischen Geschichten sind zart und mit wenigen Worten erzählt, dennoch beinhalten sie wichtige Aussagen. Aber ganz besonders schön sind die Illustrationen, die großformatig und trotz der deckenden Farben durchscheinend wirken. Sie erinnern mich an japanische Kunst, aber ich bin da keine Expertin.
Ich kann nur bestätigen, dass ich nach der Lektüre sanft eingeschlafen bin.
Dagmar Mägdefrau
Toto
Hyewon Yum
Aus dem Amerikanischen von Diana Steinbrede
Von Hacht
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen und oben an der Stirn hat sie ein Feuermal, das sie Toto nennt.
Sie überlegt, wie sie ohne dieses Mal wohl aussehen würde. Wäre sie hübsch oder unscheinbar?
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Charlie findet es cool und schreibt ihm Superkraft zu, Oma küsst es traurig und Mama spricht von dem Kuss eines Engels. „Manchmal sehen die Leute nur Toto und nicht mich.“ - Wird sehr wirksam dargestellt durch einen Kopf mit rotem Mal, aber ohne Gesicht. Mama schneidet ihrer Tochter einen Pony, unter dem sie Toto versteckt, als sie in die Schule kommt. Am ersten Schultag findet sie direkt eine beste Freundin, sie heißt Niko und die beiden machen alles zusammen. Doch als sich das Mädchen kopfüber an eine Turnstange hängt, sieht Niko Toto. Wie wird sie reagieren?
Eine wundervolle Geschichte über eine liebevolle Freundin, die in Toto etwas Besonderes sieht. Obwohl ihre Familie sie immer wieder aufbaut, hat das kleine Mädchen Zweifel. Sie ist unsicher, weil sie dieses rote Zeichen auf der Stirn trägt, doch ihre Schulfreundin gibt ihr das Selbstvertrauen, das sie benötigt, um stolz durch die Welt zu gehen.
Die einfachen Bleistiftzeichnungen, in denen nur das Gesicht und Toto farbig gezeichnet sind, zeigen hervorragend die wechselnden Gefühle und die Veränderung von Toto, die damit verbunden ist. Eine Geschichte, die uns zeigt, dass vermeintlicher Makel auch etwas Besonderes sein kann.
Dagmar Mägdefrau
Ada und die Zahlen-Knack-Maschine
Zoë Tucker
Rachel Katstaller
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Ich muss zu meinem Bedauern zugeben, dass ich weder den Namen Ada Lovelace, noch den nach ihr benannten Tag kannte. Ich wusste auch nicht, dass die 1815 geborene Ada Mathematikerin und Computertechnikerin war.
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Zudem war sie die Tochter von Lord Byron. In diesem Bilderbuch lernen wir sie als kleines Mädchen kennen. Ada liebte es von klein auf, Aufgaben zu lösen. "Sie las alle Bücher der Bibliothek" und sie erfand Maschinen. Wenn ihre Mutter zum Tee einlud, saß sie unter dem Tisch und hörte zu. Sie malte Bilder und schrieb lange Briefe. Kluge Menschen aus aller Welt unterrichteten sie und de Erfinder Charles Babbage wurde ihr Brieffreund. Gemeinsam erdachten sie eine Maschine, die die Welt veränderte.
Ein Bilderbuch, aus dem man viele Informationen bekommt, dass trotzdem einfach zu lesen ist und mit schönen Bildern erklärt. Ich freue mich, dass ich Ada auf diesem Wege kennenlernen durfte und finde, diese Chance sollten noch viele bekommen.
Dagmar Mägdefrau
Simone
Nikolaus Heidelbach
Von Hacht
Leseempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir Wally, die bald in die Schule kommt, auf den Rücken von Simone, dem Flusspferd, sitzen.
Das Buch beginnt mit einem kleinen Text, der uns vom Babyschwimmen berichtet. Das Bild auf der nächsten Seite zeigt uns, wie es dort unter Wasser aussieht, allerdings sehen wir auch das Flusspferd Simone unter Wasser. Mama findet sie sympathisch und so wird Simone Wallys Babysitter.
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Sie macht alles, was Babysitter so machen. Sie schläft sogar bei Wally im Zimmer und bringt ihr alles bei, was ein kleines Mädchen wissen muss. Als Wally ein Schulkind wird, machen die beiden eine kleine Reise, um Abschied zu nehmen, denn bald braucht Wally keine Babysitterin mehr. So schreibt Simone einen Zettel für Mama und die beiden machen sich auf ins Abenteuer.
Neben der fantasievoll erzählten Geschichte sind die Illustrationen einfach hinreißend gelungen. Das Anschauen macht mir so viel Freud und Simone wirkt so liebenswert.
Meiner Enkelin darf ich das Buch wohl nicht vorlesen, denn sie wird am Ende sehr weinen müssen, denn da fragt Wally „Sehen wir uns wieder?“ Und die Antwort ist „Irgendwann werde ich wiederauftauchen!“
Dagmar Mägdefrau
Obacht!
Kerstin Hau
Stella Dreis
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Ein riesige dunkle Tatze schaut unter einer orangen Decke hervor, daneben sehen wir die Protagonisten dieses Bilderbuches.
Gleich am Anfang lernen wir sie kennen: Den Wimpf, den Wompf, Timpa-Ma und Timpe-Pa die in einem Haus wohnen und Mienchen, die nebenan wohnt.
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„Obacht“ schreit der Wimpf, denn er entdeckt das RIESIGE Tier, das vor der Stadt liegt. Timpe-Pa legt die orange Decke über das Tier und schon ist es nicht mehr zu sehen. „Mienchen gefällt das gar nicht.“, aber sie wird ja nicht gefragt. So wird dann eine Brücke gebaut und eine Straße verlegt. Doch das alles ist nicht die Lösung. Erst als Mienchen mit dem Tier freundlich spricht, liegt die Lösung auf der Hand.
Ungewöhnliche winzige Menschlein mit ausgefallenen Namen wurden hier geschaffen und sie sind festgefahren in ihren Aussagen, die sie immer wiederholen. Das Fremde, bedrohlich Wirkende wird ausgeblendet und umgangen, statt sich damit auseinanderzusetzen und es anzusprechen. Nur Mienchens Sichtweise stellt sich als Lösung heraus und sie wird am Ende gefeiert. „Deine Worte haben etwas SO Großes bewegt!“
Ein Bilderbuch mit vielen Diskussionsansätzen, das sich schön vorlesen und anschauen lässt, denn die Illustrationen sind aus ungewöhnlichen Perspektiven erstellt und voller poetischer Fantasie.
Dagmar Mägdefrau
Ein Pokal für den Schakal
Jule Wellendiek
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Ein riesiger Pokal ist auf dem Titel zu sehen und obendrauf sitzt lässig der Schakal. Er möchte gerne den Pokal gewinnen und ist ganz sicher, dass ihm das mit seiner Frisur gelingen wird. Doch dann muss mit der Enttäuschung fertig werden, dass die Gans den Pokal gewinnt und alle Tiere ihr zujubeln.
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Aber der Schakal ist clever und er verleiht sich selbst den Pokal für den „besten Schakal“, er fühlt sich „als wäre er der König der Welt.“ Doch leider kommen auch andere Tier auf diese Idee und so haben bald alle Tiere einen Pokal oder eine Medaille in Kategorien, die nur sie erfüllen können. So wird die Giraffe für den längsten Hals ausgezeichnet.
Ich muss gestehen, dass mir schon zu Beginn des Buches ein amerikanischer Politiker einfiel, den ich mir in der Rolle des Schakals vorstelle. Aber abgesehen von dieser Aktualität, ist der Schakal sehr clever, immer fällt ihm etwas ein, damit er gut dasteht und so schafft er es, dass am Ende des Buches alle zusammen ein Fest feiern.
Ein Buch, das viele Gefühle beim Vorlesen hervorruft, denn als der Schakal alle Pokale stiehlt, war meine Enkelin voller Entsetzen darüber. Aber auch seine Überheblichkeit am Ende des Buches, als der Schakal ein Denkmal für sich aufstellt, war ihr durchaus bewusst.
Die Illustrationen begleiten die Geschichte mit wimmeligen Bildern, sie zeigen aber auch die Emotionen unserer Hauptfigur, der vor allem Verschlagenheit aus den Augen blickt.
Dagmar Mägdefrau
Vom Glück unserer Freundschaft
Jake Biggin
Übersetzung: Carola Kessel
DK
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Sehr edel sieht das Cover aus mit seinen goldenen Buchstaben. Da sitzt das kleine Mädchen am Meer und neben ihr ihr Hund, der ihr wohl etwas sagen will.
Und „sprechen“ kann der kleine Dackel dann auch und er gibt weise Dinge von sich.
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Aber zunächst fragt er Anna, was sie hat, denn sie liegt mit einem Kissen vor dem Gesicht zusammengekauert auf dem Bett. „Ach, nicht so wichtig“ lautet ihre Antwort. Doch der Hund widerspricht und sagt ihr, dass sie Freunde sind.
Annas Körperhaltung bleibt abweisend, während wir ihr Gesicht nicht wirklich sehen können. Ihr Gesicht bleibt auch bis auf wenige Ausnahmen am Ende des Buches ohne Merkmale, aber ihr Körper zeigt sehr genau ihre Gefühle. Die einzelnen Doppelseiten sind wundervoll zart mir Aquarellfarben illustriert, die beiden Freunde sind fließend mit Tusche gezeichnet und so bleibt alles weich.
Ein schön gestaltetes Buch mit vielen aufbauenden Aussagen. Ich finde ja immer, dass diese Bücher was für Erwachsene sind, die Freude an den wahren Aussagen über Freundschaft haben.
Dagmar Mägdefrau
Ganz am Anfang war der Ball
Will Gmehling
Antje Damm
Peter Hammer Verlag
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Buch muss einfach laut gelesen werden, denn dann kommen die vielen lustigen Namen und Orte, Verben und Plätze so richtig zur Geltung. Da fließen mir die Sätze fröhlich von der Zunge.
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„Fuß & Ball gehört zusammen,
einerlei, woher sie stammen.
Blaue Flecken, Kratzer, Schramme:
Wir sind Feuer, wird sind Flamme!“
Da wird noch so ganz nebenbei erwähnt, dass wir alle doch gleich sind. Und das Bild dazu zeigt verschiedene Füße mit den unterschiedlichsten Schuhen oder auch ganz ohne diese. Aber wenn man ganz genau hinschaut, sitzt eine Schnecke auf dem Fußball, Ameisen laufen durchs Bild und neben dem Rucksack, in Superman-Farben, liegt ein Kronkorken.
Genauso witzig sind die anderen Seiten, da wird gejubelt, Trikots gewaschen, Fußball geguckt und gespielt. Es gibt so viel zu entdecken und einige Sachen tauchen auch immer wieder auf und die Suche macht so richtig Spaß.
Fazit: Ein Fußballbuch mit wunderbar witzigen Reimen und Illustrationen, die mich total begeistern.
Dagmar Mägdefrau
Da ist besetzt!
Antje Damm
dtv
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sehen wir ein Schwein im Anzug auf einer Bank sitzen, an der Leine hält er einen kleinen grauen Hund und hinter der Birke schaut ein Krokodil hervor.
Noch ist die Bank leer, der kleine Park an den Hochhäusern wirkt verlassen und kahl.
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Dann sitzt das Schwein mit dem Hund auf der Bank und über den Weg naht das Krokodil mit einem großen gelben Rucksack. Es grüßt freundlich und fragt „Ist da noch frei?“ Das Schwein schaut böse und antwortet „Da ist besetzt!“, obwohl niemand zu sehen ist. Dem Krokodil macht das nichts aus, es setzt sich auf den Boden, packt einen Rucksack aus und bietet Himbeertee an. Auf die Frage, was er wohl da mache, antwortet das Krokodil „Ich träume!“
Ja und genau von diesem Traum handelt dieses Buch und auch Herr Schröder, wie sich das Schwein vorstellt, erzählt von einem seiner Träume.
Es ist sehr schön zu erleben, wie sich die beiden durch die nette Art von Flux, dem Krokodil, das sich nicht von der negativen Art abschrecken lässt, annähern und zum Schluss gemeinsam etwas unternehmen.
In den gezeichneten Gesichtern der beiden konnte ich genau jede Regung erkennen und mir vorstellen, wie die kurzen Sätze gelesen werden wollen. Eine poetische Geschichte über den Beginn einer Freundschaft, die mit der Erfüllung eines Traums beginnt.
Dagmar Mägdefrau
Mich kriegt nichts kaputt
Annette Langen
Kristine Ortmeier
magellan
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Vasen, die wir auf dem Cover sehen, sind die Protagonistinnen in diesem Bilderbuch, die Hauptrolle spielt die kleine Vase mit der Stupsnase. Als der Laden schließt, stehen die Vasen, einige mit einem Preisschild versehen, im Regal.
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Eine rosa Vase mit Brille steht auf dem Boden und strickt an einem Netz. Die kleine Vase schreit „Jetzt will ich spielen, am liebsten mit Vielen!“ und möchte sich an einem Strick abseilen. Die Angstvasen haben, wie ihr Name schon sagt, Angst! Doch die kleine Vase lässt sich nicht abhalten, sie seilt sich ab. Danach erfahren wir so einiges über die Ängste der anderen Vasen, ihre größte Angst ist die vor einem Elefanten. Doch die kleine Vase ruft „Aus und vorbei mit der Angsthaberei!“ und macht einen Kopfstand. Als dann noch ein Elefant im Laden auftaucht und sie vor dem Absturz rettet, dann aber selbst Angst vor einer Ameise hat, ist irgendwie alles durcheinander.
Die wörtliche Rede reimt sich, während der restliche Text ohne Reime auskommt und die Bilder zeigen sehr schön die Emotionen der Vasen.
Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat. Angstvasen, ein ängstlicher Elefant und eine kleine Vase mit Stupsnase, die an ihre Grenzen und darüber hinaus geht, da ist mir doch zu fantastisch. Mir ist klar, dass hier Angst das wichtigste Thema ist und dass wir erfahren, dass es ein Sicherheitsnetz gibt, das uns die Angst nehmen kann. Allerdings kann ich das nicht so recht in meinen Alltag umsetzten.
Bei meinen Enkeln hat die Geschichte allerdings gezündet, sie haben einfach mehr Fantasie als ihre Oma.
Dagmar Mägdefrau
Die kleine Fee und ihre Reise nach Hause
Sarah Oschem
Independently published
Autorinnenempfehlung ab 5 Jahre
Vor mir liegt eine kleine Broschüre, ein Lese- und Ausmalbuch. So finde ich jeweils auf der linken Seite einen Text und auf der rechten ein Bild, das ich ausmalen kann. Ein ungebräuchliches Format, das mir aber gut gefällt.
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Die kleine Fee, die mit ihrer Mutter am Meer wohnt, äußert den ungewöhnlichen Wunsch „Ich möchte nach Hause.“ Während die Flügel der anderen Feen glitzern und ihre Augen strahlen und ein besonderes Kribbeln in der Luft liegt, empfindet die kleine Fee so etwas leider nicht. Da erkennt ihre Mutter, dass es Zeit wird für die Reise ihres Lebens. So macht sich die kleine Fee auf den Weg und trifft Freundinnen, die an den unterschiedlichsten Orten wohnen. Aber auch dort fühlt sich die Fee nicht zu Hause. Erst als sie erkennt, dass der Wald das Zuhause einer Waldfee ist, ist sie angekommen.
Neben der zauberhaften kleinen Erzählung gibt es passende Bilder mit klaren Konturen zum Ausmalen. Ich weiß, dass meiner Enkelin dieses Buch sehr gut gefallen wird. Sie liebt es auszumalen und die Geschichte wird sie auch gerne hören wollen.
Dagmar Mägdefrau
Liv – Kein Märchen
Anne Sofie Allermann
Stephanie Donsø
Aus dem Dänischen von Viola Rosa Semper
Tulipan
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Die kleine Liv sitzt an ihren Opa gelehnt und es sieht so aus, als wenn beide nachdenken würden. Das Cover ist genau wie die Illustrationen im Buch in zarten Farben gezeichnet. Während Opa in der gemütlichen Küche kocht, springt Liv wie ein Springer über den gekachelten Boden.
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Wie ein Bauer zu springen, was der Opa vorschlägt, findet sie zu langweilig. Es gibt Livs Leibgericht - Rehrücken. In der Dämmerung gehen die beiden in den Wald und schauen auf den Himmel, weil Liv schon müde ist, nimmt Opa sie auf den Rücken. Weil Opa so stark ist wie ein Bär ist, wird er auch so dargestellt. Als Gute-Nacht-Geschichte liest Opa „Rotkäppchen“ vor. Am frühen Morgen gehen die beiden wieder in den Wald, diesmal nimmt Opa sein Gewehr mit.
Dieses Bilderbuch ist wahrlich kein Märchen, denn der Opa schießt ein Reh und bedankt sich bei dem Tier. Liv ängstigt sich, dass sie vielleicht auch gegessen wird, doch Opa kann sie beruhigen. Am Ende isst Liv ein Käsebrot und stellt fest „Opa, wir sind die Wölfe.“
Die Beziehung der beiden ist sehr innig, was wir sehr gut spüren können. Opa ist Jäger, aber auf mich wirkt er sehr einfühlsam, mit der Enkelin und mit der Natur. Ich glaube, dass unsere heutige Natur, die durch viele Einflüsse aus dem Gleichgewicht gebracht wurde, manchmal menschliches Eingreifen benötigt, um sie zu regulieren. Opa ist auch ehrlich gegenüber Liv und die Erkenntnis, dass wir Menschen schlimmer sind als der Wolf, bietet viel Stoff zur Diskussion. Kurze verständliche Texte und die sanften Zeichnungen ergänzen sich und zeigen an diesem Beispiel, dass Tiere für unser Essen sterben müssen.
Dagmar Mägdefrau
Auf zu den Dinosauriern
John Hare
Moritz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auch dieses Buch von John Hare kommt wieder ganz ohne Worte aus, lediglich am Anfang ist ein „PLOPP!“ zu lesen. Wieder steigt eine Klasse mit ihrem Lehrer - alle in weißen Anzügen und mit einer Sonnenbrille ausgestattet - in ein ungewöhnliches Fortbewegungsmittel.
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Eine runde, gelbe Untertasse, die aber dann vier Beine zur Fortbewegung, eine Art Kopf als Aussichtplattform und einen Schwanz als Radarschüssel ausklappt. So haben alle eine gute Aussicht auf die farbenfrohen Dinosaurier, die in der Landschaft auftauchen. Als ein Kind eine Banane aus seinem Köfferchen holt, schnappt sich ein Flugsaurier die blaue Frühstücksbox. Als das Kind sie sich zurückholen will, stürzt es zu Boden und trifft auf einige nette Dinosaurier.
Dieses spannende Abenteuer kommt hervorragend ohne Worte aus und gerade Kinder, die nicht so gut Deutsch können, schauen sich diese Buchreihe seht gerne an. Hier werden aber auch Dino-Fans auf ihre Kosten kommen, denn sie kennen die Namen der vorkommenden Tiere genau.
Dieser vierte Band entspricht zwar ein wenig der Geschichte, die auf dem Mond spielt, hat aber eine ganz andere, sehr fröhliche Kulisse. Ein tolles wortloses Buch, das die Kinder sich gerne auch alleine anschauen.
Dagmar Mägdefrau
Das war doch keine Absicht!
Jörg Mühle
Moritz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Diesmal ist bei den beiden Freunden Wiesel und Bär der Winter eingezogen und die beiden müssen Schnee schippen. Mit seiner großen roten Schneeschaufel wirft der Bär den Schnee kräftig über seine Schulter und trifft das Wiesel, das mit einem Handfeger die Möbel frei fegt.
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Das Wiesel regt sich schrecklich auf und verlangt vom Bären eine Entschuldigung. Der sieht das natürlich nicht ein, denn es war ja keine Absicht. Das Wiesel dramatisiert die Situation sehr und meint „Um Entschuldigung bitten, ist gar nicht so schwer.“ und bietet an, dem Bären ein Beispiel zu geben. Irgendwann ist ein wilde Schneeballschlacht im Gange, die viele Entschuldigungen bringt.
Mit einem wundervollen Humor wird hier das leidliche Thema Entschuldigen so schön beschrieben. Da reichen wenige Worte, denn die Bilder sprechen ja für sich, zeigen Emotionen und eine Mimik, die so eindrucksvoll ist.
Ein sehr gelungenes Bilderbuch, das sicher bei den Kinder genau so viele Reaktionen hervorruft wie der erste Teil „Zwei für mich, einer für dich“.
Dagmar Mägdefrau
Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge
Amia von Arensberg
Malte Zierden
Oetinger
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Das Cover zeigt Malte, der sich als Winzling an die Taube Oßkar schmiegt. Das Buch beginnt mit Malte, diesmal ist seine Größe die eines Jungen, und Phia, dem Mädchen aus dem Nachbarhaus.
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Die beiden schreiben sich kleine Briefe, die sie mittels eines Korbes von Haus zu Haus verschicken. Malte und Oßkar machen alles zusammen und so kommt es zu einem Unglücksfall, als Malte Oßkar einen „wunderkrummen Kaktus“ zeigt, stolpert er und einige Dornen bohren sich in den Flügel des Täuberichs. Sehr schön wird hier mit einer schwarzen Seite Maltes Schmerz über diese Verletzung dargestellt und dass er ganz klein wird, ist nachvollziehbar. So gelangt er im Korb in Phias Zimmer und durch eine Schublade in eine besondere Welt. Die beiden erleben unterschiedliche Jahreszeiten, verschiedene Fest und treffen auf den „unendlich großen“ Trost.
Hinter den Protagonisten des Buches stecken reale Erwachsene und Oßkar ist Maltes Taubenfreund. Das Buch erzählt poetisch eine zauberhafte Geschichte, die von Ängsten und Mut handelt, die zeigt, wie wichtig Freundschaft mit Menschen und Tieren ist und die uns den Trost zu Seite stellt, wenn wir ihn benötigen. Trost benötigen wir alle mal und hier wird er uns bildlich vorgestellt als riesige große Figur, die Malte immer zu helfen weiß. So umhüllt am Ende des Buches die drei „ein warmes Gefühl“ und das spüren wir Leserinnen und Leser, auch die Kinder.
Dagmar Mägdefrau
Grimm und Möhrchen – Das zeselige Mitmachbuch für graue und bunte Tage
Stephanie Schneider
Stefanie Scharnberg
dtv
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Dieses Din-A4 Buch enthält 50 lustige Rätsel und Spiele, so steht es auf dem Cover. Unser kleiner Zesel malt einen Grimm, um ihn herum liegen viele Malutensilien.
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Zunächst werden die Protagonisten vorgestellt, danach erfahren wir, was die Autorin sich hat alles einfallen lassen, um die grauen Tage bunt zu machen. Wir beginnen mit einem Labyrinth, die Zutaten der Suppe werden gezählt und ein Bild ausgemalt. Dann basten wir Fingerfiguren vom Zesel und seinen Freunden und danach wird gerechnet. Witzig geht es weiter, denn da wurden zwei Tiere zusammengesetzt, so entstand ein Entguru und andere wunderliche Tiere. Weiter hinten im Buch gibt es noch zwei Postkarten, die wir verschicken können.
Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich und liebevoll gestaltet. Ein Mitmachbuch für Vorschulkinder, die gerne tüfteln, rechnen und malen. Ich weiß schon, dass meine Enkelin begeistert sein wird.
Dagmar Mägdefrau
Tiere auf dem Weg zur Krippe
Petra Steckelmann
Christine Kugler
kaufmann
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Der Adventskalender beinhaltet einen Stern, bei dem jeden Tag eine zusätzlicher Strahl ergänzt wird, so ergibt er am Heiligabend einen ganzen Stern, auf dem die Tiere, die im Buch vorkommen, zu sehen sind.
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Das Eichhörnchen Caspar ist der Erste, der auf den ungewöhnlichen Stern aufmerksam wird. Natürlich wendet er sich damit an die Eule, die den Stern auch seltsam findet, zumal er „ein warmes Gefühl tief drinnen“ erweckt. Das nächste Tier ist der Luchs und dann kommt noch Pim, die Raupe, die am Ende ein Schmetterling ist, dazu. Den verschlafenen Bär bewegt der Stern so sehr, dass er weinen muss. Diese kleine Truppe begegnet noch vielen anderen Tieren und findet den Weg zur Krippe nach vielen Abenteuern.
Die täglichen Geschichten sind immer eine Seite lang und mit einem kleinen passenden Bild versehen, das wir auf dem großen Stern wiederfinden. So ganz neu ist der Gedanke nicht, Tiere auf den Weg zur Krippe gehen zu lassen, es gibt da schon einiges ähnliches. Gut gefällt mir, dass am Ende der Stern vervollständigt wird, da können sich die Kinder noch einmal erinnern.
Dagmar Mägdefrau
Lumpi sucht ein Plätzchen
Ralph Caspers
Amélie Jackowski
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Wir sehen Lumpi, den Dackel, auf dem Rücken liegend mit den Pfoten nach Plätzchen schnappend.
Wir suchen Lumpi in der Schneelandschaft und sehen nur seinen Schwarz aus dem Weiß hervorschauen. Sein „Wuff!“ verrät ihn allerdings etwas.
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Dann macht sich Lumpi weiter auf die Suche und findet eine Säge neben einem Baumstumpf. „Kannst du dir denken, war hier passiert ist?“ werden wir gefragt. Auf der nächsten Seite sollen wir Mandarinen zählen, die Lumpi nicht mag und wieder ausspuckt. Lumpi sitzt auf dem Tisch und knabbert das Weihnachtsgebäck an.
So geht es noch eine ganze Weile weiter und am Ende findet Lumpi das gesuchte Plätzchen am Stamm des geschmückten Weihnachtsbaumes. Die Illustrationen sind sehr schön anzuschauen und die Geschichte mit dem gefällten Weihnachtsbaum wird die Kinder sicher begeistern. Wenn es mir auch nicht gefällt, dass Lumpi ins Zimmer macht.
Dagmar Mägdefrau
Großer Stunk
Christian Duda
Julia Friese
Beltz & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Buch des Monats Dezember 2025
Da sitzt der Künstler Leander in seinem Atelier und möchte einen Affen malen. Deshalb lädt er viele Affen zu sich ein. Eigentlich sind alle Affen irgendwie gleich, aber schon beim Schwanz unterscheiden sie sich.
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Darüber können die Affen dann auch streiten. Vor allem die Affen, die einen Schwanz haben, nennen die Vorteile. Doch dann geht es durcheinander und es wird sehr laut. Den Orang-Utan mit dem weit geöffneten Mund höre ich förmlich schreien. Auch der Gorilla äußert lauthals seine Meinung, „Aber so sieht kein Affe aus!“ schreit er. Mandrill und Bonobo bezeichnen die kleinen Affen als „Klobürsten“. Der Gibbon meint, die braunen Affen hätten eine „Kackfarbe“. Doch dann wird er als „Taubenschiss“ bezeichnet. Zum Glück beruhigen sich alle am Ende.
Was für wunderbare Affen sind hier abgebildet? So viele unterschiedliche Sorten und alle haben eine faszinierende Mimik. Ein echtes Affentheater wird hier beschrieben, ein riesiger lauter Stunk, der sich immer mehr aufheizt. Jede Andersartigkeit wird angeprangert, jeder hält sich für den besten Affen. Da können wir uns mal an die eigene Nase fassen. Ein Buch, das uns mit viel Humor den Spiegel vorhält. Allerdings fanden meine Enkel das Buch „nur so“. Sie hat die Geschichte nicht mitgenommen.
Dagmar Mägdefrau

