Jona, ein zehnjähriger jüdischer Junge zieht von Lübeck nach Berlin und wird neben den muslemischen Jungen Deniz gesetzt, der seit seiner Kindheit mit Max befreundet ist. Als Lauras Handy gestohlen wird, fällt, weil die Jungen in der Pause in der Klasse waren, der Verdacht auf die beiden. So kommt es, dass sie sich auf die Suche nach dem eigentlichen Täter machen.
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Dabei erfahren sie, dass der alte Herr Hansen in seinem Juwelierladen ausgeraubt wurde. Jona und Deniz ermitteln also auch noch in diesem Fall, aber irgendwie hängt auch alles zusammen. Aber zunächst müssen sie Laura und ihre Freundin Irina, die eine Großmutter in Petersburg hat, und die mit Jona russisch spricht, von ihrer Unschuld überzeugen.
Was ich sehr interessant fand, dass wir in diesem Buch einem in der Gegenwart in Deutschland lebenden Jungen treffen, der mit Deniz in die große Synagoge mit der goldenen Kuppel geht, aber auch bei Deniz Mutter im Imbiss Döner und Baklava isst. Hier treffen, wie in vielen Klassen Kulturen aufeinander, die sich hier unterstützen und tolerieren. Sehr schön ist auch die Hilfsbereitschaft und die Empathie in der Fünfergruppe, die sich Großstadtdetektive nennt. Die Szene, wo die Kinder einen Dieb fesseln, und in deinen Anhänger laden finde ich zum einen zwar sehr spannend, aber auch gefährlich und kaum vorstellbar. Auch das häufige Schulschwänzen, das für den Spannungsbogen notwendig war, gefiel mir nicht so gut. Neben dem passenden Cover mit Jona und Deniz gibt es noch einige kleine Zeichnungen im Buch.
Ein spannendes Abenteuer mit viel Berliner Lokalkolorit, unterschiedlichen Kulturen und sympathischen Kindern. Trotz meiner Kritikpunkte ein sehr lesenswertes Buch.
Dagmar Mägdefrau


