• Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Cornelia Funke

    Simona Ceccarelli

    Graphix Loewe

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der neunjährige Tom soll eine Flasche Saft aus dem „gruseligen“ Keller holen. Er hasst den Keller, weil er ihn unheimlich findet.
    Plötzlich steht ein schleimiges Gespenst vor ihm und erschreckt ihn! Niemand glaubt Tom seine Geschichte – außer seiner Oma. Sie schickt ihn zu ihrer besten Freundin Hedwig Kümmelsaft, einer erfahrenen Gespensterjägerin.
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    Als Tom mit ihrer Hilfe das Gespenst vertreiben möchte, erfährt er, dass Hugo, das Gespenst, selbst aus seinem Zuhause von einem größeren Gespenst vertrieben wurde. Ob die beiden es gemeinsam schaffen, Hugos Zuhause zurückzuerobern?
    Erst letztes Jahr habe ich mit meinem Sohn die Reihe von Cornelia Funke gelesen, und wir hatten dabei jede Menge Spaß. Umso mehr hat es uns gefreut, dass die Geschichte nun als Graphic-Novel-Reihe erscheint. (Hoffentlich alle Bände)
    Die Umsetzung ist hervorragend gelungen – es fehlt kein wichtiges Detail der Originalgeschichte. Die Illustrationen sind wunderschön und greifen viele bekannte Szenen und liebevolle Kleinigkeiten auf.
    Für einen Achtjährigen kann der Akzent des Gespensts beim Selberlesen zunächst etwas ungewohnt sein. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das jedoch problemlos. Mein Sohn hat das Buch an einem Abend regelrecht verschlungen. Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände!

    Katrin Hemmerich
  • Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Jasmin Schaudinn

    Julia Christians

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover ist der neunjährige Hiro zusehen, er fährt die Rikscha, die der junge Drache Fuju gebaut hat. Der Stil der Illustration erinnert an japanische Kunst, die Wellen im Hintergrund sogar an Hokusai. 
    Nach der Vorstellung der Protagonist*innen, steigen wir in die Geschichte ein. Hiros älterer Bruder ist aufgebrochen, um das Glück zu suchen, er fehlt dem Jungen und seiner alten Oma sehr.
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    Im Wald trainiert Hiro japanische Kampfkunst mit seinem unsichtbaren Bruder, als er ein Geräusch hört. Dann taucht ein Drache auf, der ihn bitte mit ihm die Rikscha aus der Höhle zu holen, denn er will damit ins Tal der flüsternden Winde fliegen. Er lädt Hiro ein ihn zu begleiten und dabei nach seinem Bruder zu suchen. Nach einer Bruchlandung in der Wüste geht es in einem Fluss weiter, denn die magische Rikscha kann auch schwimmen. 
    Neben der spannenden Geschichte, in der immer neue spannende Wesen auftauchen, gibt es eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Wir lernen Schlangenzunge mit der Hand darzustellen, finden Dinge auf Bildern und machen mit beim Abenteuertalenttest. Unten auf der Seite ist ein Streifen ähnlich wie beim eBook zu sehen an dem wir unseren Lesefortschritt erkennen.
    Viele Bilder, kleine Comics und die große Spannung, damit lässt sich dieses Buch schnell lesen. Aber vorne im Buch gibt es einen QR-Code mit dem kann man sich das Buch auch vorlesen lassen und dabei den Text mitlesen.
    Für mich ein sehr überzeugendes Erstlesebuch, wenn es mit so viel Maggie und Abenteuer nicht klappt, dann habe ich auch keine Idee mehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Carlo von Catwig – Mopping

    Carlo von Catwig – Mopping

    Cora Gofferijé

    Christina Groth

    fe-Medienverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Carlo kam als Niemandskatze in die Tierpension von Ida und lebt dort nun zusammen mit Fiesemöpp, dem Mops und Amboss, der ängstlichen Dogge. Fiesemöpp nutzt Amboss Ängste aus und versucht den Kater nach wie vor loszuwerden. 
    Es regnet und Ida wartet auf ein Paket, außerdem backt sie massenhaft Leberwurstmuffins und verspricht den Tieren eine Überraschung für den Nachmittag.
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    Als der Paketbote endlich kommt, ergibt sich eine günstige Situation für Fiesemöpp und er beißt den armen Mann, der sowieso schon in Angst wegen des Mops lebt, ins Hinterteil. Deshalb soll sich ein Hundetrainer um den Übertäter kümmern. Der macht zunächst Yoga mit Fiesemöpp, dann bekommt er einen Maulkorb. Als sich herausstellt, dass Fiesemöpps Zwillingsschwester, die inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, als Überraschung anreist, ist Fiesemöpp entsetzt. Denn diese kapriziöse Hundediva moppt noch schlimmer als er und oft ist er das Opfer. Doch als diese Schwester entführt wird, machen sich unsere drei Helden auf, sie zu retten. Mitten in der Nacht geht es auf dem Rasenmäher der Nachbarn nach Pusemuckel. 
    Es gibt eine ganze Menge Abenteuer und Spannung in dieser Geschichte, aber wir sehen auch wie bösartig die beiden Möpse, die anderen und sich gegenseitig mobben. Im Nachwort gibt es deshalb viele Ratschläge wie man sich verhalten sollte, wenn Kinder sich überwinden und uns von ihrem Gemoppt werden erzählen. Manche Situationen mögen uns witzig erscheinen, aber wenn Fiesemöpp mit Amboss Angst spielt, dann ist das eine schlimme Sache. Deshalb freuen sich Amboss und Carlo zunächst, dass Fiesemöpp jetzt von seiner Schwester gemoppt wird und sie finden, jetzt weiß er mal, wie sie sich fühlen. Aber das Gefühl kennt er schon seit seiner Kindheit und er will wohl nicht wieder zum Opfer werden und ist lieber der Täter.
    Das Buch liest sich wie ein Krimi und wir erfahren einiges über Mobbing, lernen die Gefühle der Mobber und Gemobbten kennen und sehen, wie mutig Amoss auf das Wort „Box“ reagiert. Schaut aufs Cover, da seht ihr die drei Hunde beim Yoga und es ist einfach herrlich, wie die Bilder im Buch die Situationen so real und liebevoll darstellen. Ein besonderes Lob an Christina. Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Happiness Falls

    Happiness Falls

    Angie Kim

    Aus dem Englischen von Wibke Kuhn

    hanserblau

    Verlagsempfehlung junge Erwachsene

    Mia erzählt die Geschichte über das rätselhafte Verschwinden ihres Vaters. Ihr jüngerer Bruder Eugene, der aufgrund einer Autismus-Spektrum-Störung nicht sprechen kann, kehrt allein von einer Wanderung mit seinem Vater zurück. Niemand weiß, was passiert ist oder kann Hinweise auf den Verbleib des Vaters geben. Nachdem Mia, ihr Zwillingsbruder und ihre koreanische Mutter ihn zunächst erfolglos suchen, wird die Polizei eingeschaltet. Schon bald gerät Eugene ins Visier der Ermittlungen und wird verdächtigt, seinem Vater etwas angetan zu haben.
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    Das Buch ist aus Mias Ich-Perspektive geschrieben. Dadurch erlebt man ihre Gedanken und Gefühle in den einzelnen Situationen hautnah mit und taucht unmittelbar in die Probleme und Spannungen innerhalb der Familie ein. Gleichzeitig erfährt man viel über die Autismus-Spektrum-Störung sowie das Angelman-Syndrom, das mir vor der Lektüre ehrlich gesagt noch völlig unbekannt war.
    Die Handlung baut nach und nach einen gelungenen Spannungsbogen auf, der bis zum Ende bestehen bleibt. Mehrere unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass man bis zuletzt nicht ahnt, was tatsächlich passiert ist.
    Besonders gut gefallen hat mir außerdem, dass das Buch die Bedeutung verbaler Kommunikation in unserem Alltag thematisiert. Es zeigt eindrücklich, wie Menschen, die aus physiologischen und nicht aus kognitiven Gründen nicht oder nur eingeschränkt sprechen können, häufig unterschätzt werden. Aufgrund von Vorurteilen wird ihnen oft fälschlicherweise eine geringere Intelligenz zugeschrieben – sei es wegen einer physiologische Behinderung oder aufgrund sprachlicher Barrieren.
    Insgesamt ist das Buch ein spannender und zugleich gesellschaftskritischer Roman, der nicht nur mit seiner Geschichte überzeugt, sondern auch zum Nachdenken über Vorurteile, Kommunikation und den Umgang mit Menschen mit Behinderungen anregt.

    Katrin Hemmerich
  • King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    Markus Orths

    Sara Garbers

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Vergissmeinnicht so heißt das Land in dem King Karnickel sein Schloss hat. Dort lebt er mit seinem Diener Lothar von Kuschel. Die beiden haben noch nie dieses Schloss verlassen und ihr Tagesablauf verläuft immer gleich. Aber nachdem die beiden alle Spiele gespielt haben, aus dem nie benutzen Thron taucht eine Blume auf. Auf den Blättern ihrer Blüthe stehen Buchstaben und wenn sie sie abwirft, sind wundersame Worte, wie „Flokati Hopso“ zu lesen. 
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    Einer der beiden nennt dann das Wort, was ihm spontan dazu einfällt, wie „Trampolinläufer“ und in den verwandeln sich die Buchstaben. Doch dann entsteht das Wort „Druftenschaf“ und diesmal wird es sehr dramatisch. Denn unsere beiden Helden müssen das Schloss verlassen und nach diesem Schaf suchen. 
    Wir können ihren Weg anhand der Karte vorne im Buch nachvollziehen und schon die dort gennannten Landschaften zeigen, dass ein spannendes Abenteuer ansteht. King Karnickel und sein Diener siezen sich und King Karnickel wünscht auch keinen Körperkontakt, obwohl Lothar von Kuschel, wie schon sein Name sagt, gerne kuscheln möchte. Die Abenteuer, die sie beiden bestehen müssen, sind schon sehr gefährlich und zeugen von der großer Fantasie des Aurors. Das Ende ist dann doch etwas überraschend und es gefällt mir total gut. Die Bilder zeugen ebenfalls von einem großen Fantasiereichtum. Alle ein wenig verrückt, aber liebenswert.

    Dagmar Mägdefrau
  • Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Matthäus Bär

    Anika Voigt

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Drei Wasserschweine und ein Faultierjunges sehen wir auf dem Cover. Sie sind außerhalb des Tierparks unterwegs und erleben ein spannendes Abenteuer.
    Dies ist der dritte Band der Serie, aber ich hatte keine Verständnisschwierigkeiten, obwohl ich die anderen Bücher nicht kenne. Ich werde sie aber wahrscheinlich noch mal lesen, weil ich die drei Wasserschweine richtig toll finde.
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    Emmy, Raul und Tristan sind sehr unterschiedlich Typen. Emmy ist die Clevere, Raul anpackend und Tristan schläft viel und ist etwas behäbiger. Als die Faultiermama in ihrem Gehege auftaucht, sind die drei zunächst erstaunt, aber dann erfahren sie, dass das junge Faultier vermisst wird. Da es zuletzt in einem inzwischen abgeholzten Baum gesehen wurde, vermutet Emmy, es könne mit dem Baum entsorgt worden sein. So machen sich die drei, die gelernt haben die Tür des Geheges zu öffnen, auf zum Wirtschaftshof, denn dort gelangen die Grünabfälle hin. Dummerweise landen die Wasserschweine in einem Auto und so sehen sie endlich das „Mehr“, das außerhalb ihres Tierparks liegt.
    Es ist zu schön zu lesen, wie die Wasserschweine vieles mit ihrer Nase entdecken und einordnen. Überhaupt schlüpft Matthäus Bär völlig in die Haut der Tiere, der denkt und entscheidet wie sie. Da ist es nur logisch das von Menschenjungen statt Kindern die Rede ist.
    Emmy schafft es immer wieder die Wogen zu glätten, Streit zu schlichten und Zusammenhänge zu erkennen. Gemeinsam mit dem Bieber und zwei Schwänen wird da sogar ein Mann, der keine Rücksicht auf die Natur nimmt, verscheucht.
    Ein tolles Buch, in dem Tiere nicht vermenschlicht werden und doch Dinge können, die sie wohl nicht wirklich beherrschen. Und natürlich wissen wir nicht, ob sie empathisch sind und so sozial empfinden wie die drei sympathischen Wasserschweine. Die farbigen Illustrationen sind realistisch und sehr stimmungsvoll. Alles zusammen ein spannender Lesespaß!

    Dagmar Mägdefrau

  • Trau dich, kleiner Otter!        

    Trau dich, kleiner Otter!        

    Julia Leuze

    Nadine Reitz

    Loewe – Bildermaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Während seine zwei Geschwister hinten ganz klein im Wasser zu sehen sind, sitzt der Otter Oskar noch auf einem Baumstamm, denn er mag nicht ins Wasser gehen. Es ist ihm zu kalt und zu tief und er kann auch noch gar nicht schwimmen. 
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    Da muss ich kurz eine kleine Episode einfügen, denn in meinem ersten Aufklärungsbuch erfuhr ich, dass Fischotter von Natur aus schwimmen können. Sie sehen, ich habe es bis heute behalten, wenn ich auch nicht weiß, was es zu meiner Aufklärung beitrug. 
    Aber zurück zum Buch! Als Mama am nächsten Tag zum Jagen aufbricht, warten die Kinder nicht zu Hause, sondern machen sich auf zum See. Nur Oskar möchte lieber nicht mit. Obwohl er sehr gerne Fische mag, reichen ihm doch die Kafer an Land. Weil die Geschwister ihm versprechen, dass er am Ufer bleiben darf, trottet er dann doch mit und sucht nach einer fetten Schnecke. Leider wird dann ein Seeadler auf ihn aufmerksam und so kommt Oskar in Gefahr.
    Das Buch wendet sich an Vorschulkinder, denn im Text werden immer wieder Worte durch kleine Bildchen ersetzt, die die Kinder dann „lesen“ können. Ein Wörterbuch am Ende des Buches erklärt, für welche Begriffe die Bilder stehen. Diese Art des Mitlesenss verlangt von den Kindern schon eine gute Konzentration, er es gibt ihnen auch Selbstvertrauen und zeigt, das Lesen Spaß macht.
    Durch die Großbuchstaben und die sehr schönen naturgetreuen Illustrationen, liest sich das Buch mit den drei Kapiteln sehr gut und die Kinder werden sich freuen, dass Oskar sich am Ende im Wasser sehr wohlfühlt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Spinnen – bis die Netze beben! – Minecraft 8

    Spinnen – bis die Netze beben! – Minecraft 8

    Heiko Wolz

    André Sedlaczek

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Buch wendet sich an Minecraft-Fans, die hier einfach lesen lernen können. Wenn die aus dem Spiel vertrauten Figuren mit den eckigen Körpern sich gegen eine Riesenspinne wehren müssen, dann ist Spannung angesagt. 
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    Anna, Stefan und Brokkoli, der unentwegt den Kuchen isst, den Annas Mama für ihn gebacken hat, sind in ihrem geheimen Treffpunkt im Keller der Schule und überlegen, einen Eisengolem zu bauen.Doch der Schmied hat den letzten Eisenbarren gestern verarbeitet. Stefan, der immer wieder neue Ideen hat, stellt einen Trank her, der es den Freunden erleichtern soll, Erz abzubauen. Doch ihre Werkzeuge sind nicht stabil genug. Diesmal wird Stefans Idee gefährlich für das ganze Dorf, denn eine Riesenspinne webt das Dorf völlig ein. Da müssen die drei schnell handeln.
    13 Kapitel umfasst das Buch und am Ende gibt es eine Lese-Urkunde, ein Mini-Wörterbuch für die Begriffe und eine Anleitung, wie man es falten kann. Großbuchstaben und viele bunte Bilder erleichtern das Lesen und durch die steigende Spannung muss das Buch einfach ausgelesen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Robin The Hood – Wie klaut man eine Stadt?  – Band 1

    Robin The Hood – Wie klaut man eine Stadt?  – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Horst Hellmeier

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Robin Kappe (Robin the Hood) lebt auf einer Burg zusammen mit Loretta, die ihn zu einem Meisterdieb ausgebildet hat. Doch dann gerät er in die Falle eines Geheimdienstes. Dabei lernt er Mary, „Die Hand“, kennen. Sie wurde von ihrem Vater, dem General, zu einer Superagentin ausgebildet.
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    Gemeinsam geraten sie in eine geheimnisvolle und gefährliche Mission: Sie müssen eine ganze Stadt stehlen! Dort ist ein äußerst gefährlicher Virus versteckt. Um zu verhindern, dass die Schurkin Madame Schenial den Virus verbreitet, müssen sie sie überlisten.
    Ich habe das Buch meinem achtjährigen Sohn vorgelesen. Bevor ich diese Rezension geschrieben habe, fragte ich ihn: „Was soll ich über dieses Buch schreiben?“ Seine Antwort lautete: „Es ist super, lustig und auch sehr spannend.“ Das trifft es eigentlich perfekt.
    Die Geschichte ist so geschrieben, dass sie auch von Kindern im Grundschulalter selbst gelesen werden kann – vorausgesetzt, sie lesen gerne und schon etwas geübter. Die Comic-Strips, die immer wieder in den Text eingebaut sind, lockern die Geschichte auf und sind wirklich witzig.
    Wir haben direkt mit dem zweiten Teil begonnen und sind schon sehr gespannt: Wie klaut man eigentlich ein Gehirn?

    Katrin Hemmerich
  • Zwischen Ebbe und Wut

    Zwischen Ebbe und Wut

    Marion Brunet

    Übersetzt von: Maren Partzsch und Carolin Farbmacher

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Astrid Lindgren Memorial Award 2025

    Auf der Vorderseite sehen wir ganz viel Wasser und ein relativ kleines Segelboot von oben. Und um diese Boot geht es in dieser Geschichte. Da ist eine Gruppe Freunde zwei Paare, die, weil sie in der Bretagne aufwuchsen, hervorragend segeln können. 
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    Emma, die uns von diesem Abenteuer berichtet, harmoniert sehr gut mit Clarence. So stellen die Großeltern von Élise das Segelboot zur Verfügung, damit die Gruppe, verstärkt durch Victor, der nicht segeln kann, nach Irland fahren können. 
    Das Buch beginnt gleich damit, dass Clarence tot aus dem Meer gezogen wird und die Gruppe, dessen Anführer er bisher war, sich neu orientieren muss, zumal ein Sturm angekündigt wurde.
    Emmas Erzählweise springt immer wieder in die Vergangenheit und so erfahren wir von ihren Erlebnissen mit Clarence und ihren Gefühlen, die er nicht erwidert. Überhaupt wird unser Bild von diesem jungen Mann immer genauer und so erfahren wir erst zum Ende, wie er zu Tode kam. Bis dahin wird die Situation der Gruppe auf See immer gefährlicher und wir müssen bangen, ob alle wieder nach Frankreich zurückkehren.
    Ich kenne mich mit dem Segeln nicht aus und mir waren die Informationen über das Schiff und das Segeln an sich einfach zu viel. Die Spannung wurde durch die Situation erzeugt, die das Verhalten der Protagonisten und der Sturm erzeugten. Es ging dabei nicht um den möglichen Mord, sondern wie er geschehen konnte. Eine ungewöhnliche Herangehensweise, die mich nicht so richtig erreicht hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn – Band 1

    Charley Rabbit

    Aus dem Englischen von Ulrich Thiele

    Karibu

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    In einer Stadt voller Tiere ist der beliebte Restaurantbesitzer Gustav Giftzahn spurlos verschwunden. Der neue Bewohner der Stadt, Meisterdetektiv Mausebart, macht sich gemeinsam mit seinem Gehilfen Mopsi auf die Suche nach dem Entführer.

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    Doch immer, wenn sie glauben, ihm dicht auf den Fersen zu sein, ist er ihnen wieder einen Schritt voraus. Ob es den beiden trotzdem gelingt, den Täter zu schnappen, wird sich zeigen!Ich habe das Buch zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen, und wir waren beide von der ersten Seite an begeistert. Die Geschichte ist sehr humorvoll erzählt: Die Stadt wird ausschließlich von Tieren bewohnt – von Schlangen, Pavianen und Bullen bis hin zu Tauben als Polizisten oder einem Meerschweinchen als Erfinder. Dazu kommen viele witzige Wortspiele und liebevoll gestaltete Illustrationen, über die wir oft lachen mussten.
    Besonders gelungen fanden wir die abwechslungsreiche Mischung aus Comic-Abschnitten und normalem Text. Dadurch bleibt das Lesen spannend und motiviert Kinder, immer weiterzulesen.
    Mein Sohn war am Ende allerdings etwas enttäuscht: Zwar wird ein zweiter Teil indirekt angekündigt, aber bisher gibt es noch keine Informationen dazu, wann er erscheinen wird.

    Katrin Hemmerich

  • Päckchensommer

    Päckchensommer

    Jasmin Schaudinn

    Stéffie Becker

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Kalle und Frieda leben zusammen mit ihrem Papa, der Paketbote ist. Endlich ist es so weit: Die drei wollen gemeinsam nach Italien in den Urlaub fahren. Doch dann ruft der Chef an und streicht kurzfristig den Urlaub. Als der Papa merkt, wie traurig Kalle darüber ist, lenkt er spontan den Postwagen auf die Autobahn – und die abenteuerliche Reise Richtung Italien beginnt.
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    Päckchensommer ist ein wunderbares Vorlesebuch, das auch von fortgeschrittenen Erstlesern sehr gut selbstständig gelesen werden kann. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kalle erzählt. Dabei bekommt man die Eindrücke, Gedanken und Sorgen eines Kindes im Grundschulalter hautnah mit – sei es die am Nordpol forschende Mutter, die Traurigkeit des Papas diesbezüglich oder die vielen Gefühle rund um die Reise nach Italien. Die einzelnen Ereignisse werden so schön und bildlich beschrieben, dass man sie direkt vor dem inneren Auge sieht. Für Kinder ist es eine wunderschöne Geschichte mit einem tollen Happy End.

    Katrin Hemmerich
  • Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung

    Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung

    Carola Becker

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir Mäc Mief und seinen Freund, den Hund Bonnie, auf einem Kohlenwagen in einem Zug mitfahren. Das wirkt schon sehr abenteuerlich und gefährlich.
    Nachdem es in Schottland schon seit Tagen regnet, hat Mäc Miefs Lieblingsmensch Finn das Schaf mit in sein Zimmer und sogar in sein Bett genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt.
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    So schmeißt sie Mäc Mief kurzerhand raus. Bei seiner Suche nach Bonnie gerät Mäc Mief auf den Nachbarhof zu den Eddingbörgs. Doch hier trifft er nicht auf den fiesen Schafe, sondern auf ein Schafmädchen, in das er sich sofort verliebt. Doch bei seinem nächsten Besuch ist Malvina mit der roten Schleife nicht zu finden. So beginnt die abenteuerliche Suche nach dem Schaf.
    Es ist schon etwas sehr verrückt, wie es Mäc Mief und Bonnie bei dieser Suche ergeht. Warum da plötzlich eine Dampflok am Bahnhof steht und wie die beiden es schaffen, Malvina aus dem Anhänger zu befreien, das ist schon echt stark, aber auch witzig.
    Die Großbuchstaben und die vielen tollen bunten Bilder machen das Buch leicht lesbar und Mäc Mief als verliebtes Schaf, das hat seinen ganz besonderen Charme.

    Dagmar Mägdefrau


  • Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Andrea Poßberg

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die fünf Piraten, die uns zu Beginn des Buches vorgestellt werden, in einem Baum sitzen bzw. die Bagger zu bremsen, die die Bäume abholzen wollen.
    Mit Hilfe einer Drohne erforscht Lennart das Naturschutzgebiet, dabei sieht er Marvin Klotzmeier, den Sohn des Bürgermeisters, der mit seinem Freunden herumtanzt.
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    Was hat das wohl zu bedeuten? Doch dann entdecken sie zwei Männer, die mit einem schwarzen Bus gekommen sind. Sie fühlen sich durch die Drohne beobachtet und versuchen, sie zu fangen. Doch die Kinder schaffen es, das Gerät auf dem Haus von der alten Frau Schlüter zu landen. Als sie sich den Film anschauen wollen, hören sie draußen die Baufahrzeuge. Die Männer wollen die gesunden Bäume in der Allee abholzen. Da müssen die Grünen Piraten sofort handeln.
    Die fünf Kinder ergänzen sich sehr gut und so schaffen sie es, diesen spannenden Fall zu lösen und die gefährdeten Bäume zu retten. Aus den unterschiedlichsten Erzählsträngen ergibt sich ein klares Bild und wir fiebern der Lösung entgegen. Denn am Ende geraten die Piraten noch in eine sehr gefährlich Situation.
    Neben der sehr spannenden Handlung erfahren wir noch sehr viel über Bäume und die Natur. So gibt es auf den letzten Seiten noch sehr viele Sachinformationen durch die Grünen Piraten. Ich finde, es handelt sich um ein runde Sache, die auch noch viel Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Darkly – Nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich.

    Darkly – Nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich.

    Marisha Pessl

    Aus dem amerikanischen Englisch von Katrin Segerer und Jennifer Michalski

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Dia, ein 17-jähriges Mädchen, ist seit Jahren fasziniert von den Spielen, die Louisiana Veda zu Lebzeiten entwickelt hat. In diesem Sommer schreibt die Louisiana-Veda-Stiftung sieben Praktikumsplätze in England aus. Um an dem Auswahlverfahren teilzunehmen, muss man in der Bewerbung die Frage „Wofür würden Sie töten?“ beantworten. Weltweit bewerben sich über eine halbe Million Menschen auf diese sieben Plätze. 
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    Als Dia erfährt, dass sie zu den Auserwählten gehört, ist die Freude riesig. Die Reise von Missouri nach London beginnt – und damit auch ein großes Abenteuer in einem von Veda entwickelten Spiel.
    Ich konnte relativ schnell in das Buch eintauchen. Zu Beginn werden Dia und ihre Lebensumstände mit ihrer Mutter sowie dem Vintage-Möbelladen sehr gut beschrieben. Durch die bildhafte Sprache von Marisha Pessl kann man sich den Laden und die Umgebung sehr genau vorstellen. Sobald Dia die Reise nach London antritt, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und immer mehr Handlungsstränge fügen sich zusammen. Die Spannung lässt bis zu den letzten Seiten nicht nach, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Insgesamt ist es ein sehr gutes Buch, um als Jugendliche*r in die Welt der Thriller einzusteigen.

    Katrin Hemmerich

  • Ninjageschichten       

    Ninjageschichten       

    Michael Petrowitz

    Pascal Nöldner

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 7 Jahre 2. Lesestufe

    Vor dem Drachen sind zwei Kinder zu sehen, eines trägt eine rote Ninjamaske. In den drei Geschichten ist von unterschiedlichen Ninjas zu lesen.
    Zunächst geht es um Anton. Sein Problem ist es, dass er immer übersehen wird, doch für seine Ausbildung zum Ninja, ist das nur von Vorteil. So schafft er es, zwei Räuber, die in ein Museum einbrechen, zu stellen.
    mehr oder weniger lesen
    Drei Kinder gehen in das Internat, wo sie zu Ninjas ausgebildet werden. Der Lehrer stellt ihnen eine schwierige Aufgabe, sie sollen einem Drachen einen Stein entwenden, als Preis winkt der goldene Gürtel. Doch keiner kann die Aufgabe alleine lösen. Von zwei Kunoichis, so werden weibliche Ninjas genannt, ist im letzten Kapitel die Rede. Hier erfährt Niklas, dass Ferien ganz ohne Zocken auch spannend sein können.
    Jedes Kapitel, das mit seinen großen Buchstaben und den bunten Bildern gut zu lesen ist, endet mit einer Frage. Am Ende gibt es noch ein kleines Quiz, so weißt du gleich, ob du alles auch verstanden hast. Ninjas sind ja ein spannendes Thema und hier macht es Spaß, zu erfahren, wie unterschiedlich solche Erlebnisse sein können.
    Was mir nicht gefiel, dass die Kinderninjas Wurfsterne benutzen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Manno Monster & ich

    Manno Monster & ich

    Katja Reider

    Daniela Kohl

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2026

    Auf dem Cover sind Jussi und Manno zu sehen und obwohl Manno ein Monster ist, schaut er sehr freundlich. Und genau da liegt sein Problem. Als Jussi, wie jeden Abend, sein Zimmer nach einem Monster absucht, hört er ein Knarzen und findet unter seinem Bett Manno, das niedliche blaue Monster. 
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    Von ihm erfährt er, dass Jungen wie er in Monsterkreisen als „Weichei“ eingestuft werden und eigentlich Anfängermonster auf ihn angesetzt würden. Aber Manno ist leider nicht gut im Erschrecken und deshalb taucht er heute bei Jussi auf. Nun hat Jussi mit diesem unfähigen Monster noch ein zusätzliches Problem neben seinem Vater, der mit ihm ständig für die Schule lernen will, einer pubertierenden Schwester und einem fiesen Nachbarjungen. 
    Wie und ob Jussi seine Probleme lösen wird, davon erzählt die Geschichte und ich darf verraten, er überlegt sich einen tollen Plan. Neben der sehr schön erzählten Handlung gibt es hervorragende Illustrationen und ein besonderer Gag ist, dass, wenn die Handlung im Dunkeln spielt, die Seiten ebenfalls dunkel eingefärbt sind. Dazu gibt kleine Sprechblasen, in denen uns Jussi anspricht und nach unserer Meinung fragt und Listen, die wir ausfüllen können. So können wir uns überlegen, wie wir vorgegangen wären. Schon bald gibt es einen zweiten Teil und ich bin gespannt, wie es mit Jussi und Manno weitergeht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Zwei sind eine Bande

    Zwei sind eine Bande

    Jasmin Schaudinn

    Martina Schachenhuber

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Kofi und Lille wohnen in derselben Straße und sind beste Freunde. Gemeinsam gründen sie eine Bande und erleben in ihrer Nachbarschaft viele spannende Abenteuer. Als der Gemüsehändler Dorukan den Baum vor seinem Geschäft fällen lassen möchte, kommt es zu Konflikten in der Nachbarschaft. Dabei zeigen die Kinder den Erwachsenen, wie wichtig Zusammenhalt ist und dass man Probleme am besten gemeinsam lösen kann.
    mehr oder weniger lesen
    Das Buch ist ein sehr schönes Vorlesebuch, eignet sich aber auch hervorragend für Leseanfänger. Die Sätze sind kurz und leicht verständlich, und es kommen keine komplizierten Wörter vor. Unterstützt wird die Geschichte durch sehr schöne und passende Illustrationen, die das Lesen zusätzlich bereichern.
    Besonders schön ist die Botschaft des Buches: Erwachsene sehen viele Dinge oft nur schwarz oder weiß, dabei lohnt es sich, Situationen auch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Für viele Konflikte gibt es eine Lösung, und wenn man sich – wie die Kinderbande – zusammentut, findet man oft einfache und schöne Wege, die Probleme des Alltags zu lösen.
    Insgesamt ist es eine sehr schöne und lehrreiche Geschichte, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

    Katrin Hemmerich