Auf dem Cover sehen wir Kali und Rei, die Hauptdarsteller dieser RomCom, sie stehen an einem Regiestuhl, denn die beiden studieren an Filmakademie. Erwähnenswert ist auch der Buchschnitt, der passend zum Cover eingefärbt Filmicons abbildet.
mehr oder weniger lesen
Zum ersten Mal treffen die völlig entnervte, heulende Kali und der mysteriöse Filmstudent auf der Unisextoilette aufeinander. Da sie sich nicht sehen können, braucht es schon etwas Zeit, bis sie dann aufeinandertreffen. Aber diese Eingangsszene ist humorvoll geschrieben und lässt und auf eine romantische Geschichte hoffen. Doch so schnell kommen die beiden nicht zusammen, denn Rei benimmt sich beim zweiten Treffen sehr abweisend. Da ist es gut, dass Kali in ihrer WG zwei nette Mitbewohnerinnen hat. Beide sind auch sehr interessant angelegte Charaktere. Maya, die sich immer nicht nur um ihre Geschwister kümmert, sondern auch den WG-Haushalt schmeißt und Lias, von der es heißt, wenn sie jemanden Opfer nennt, bedeutet, dass das sie ihn liebt.
Die Beziehung von Kali und Rey ist nicht einfach zu beschreiben, eigentlich finden sie immer wieder Gründe, dass sie nur Freunde sein wollen, dabei spürt man genau, wie es zwischen ihnen knistert.
In der Figur von Kali, die davon träumt eine gefragt Drehbuchautorin zu werden, steckt viel biografisches. So hat sie bulgarische Wurzeln und ist davon überzeugt, dass ihre Familie sie eher klein hält, statt sie zu unterstützen.
Die Sprache empfinde ich als sehr jugendlich, so gibt es viel englische Begriffe, ganz häufig wird das Wort „Same“ benutzt. Über viele humorvolle Passagen habe ich mich amüsieren können, aber es gibt auch tiefgründige Stellen und zu Ende habe ich die Spannung deutlich gespürt.
Dagmar Mägdefrau


