• Karl, der kleine Ottifant – Ein Rüssel wie kein anderer

    Karl, der kleine Ottifant – Ein Rüssel wie kein anderer

    Otto Walkes

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf seinem Rüssel haben einige Vögel platz genommen, das kann kein Elefant, das kann nur der Ottifant. Auf den ersten Seiten ist dann Otto Walkes der Schöpfer dieses Tieres zu sehen, er malt den Ottifant auf eine Leinwand und liest dann gemütlich im Sessel sitzend aus dem Buch vor. Unter auf jeder Seite ist der Rüssel wie eine Leine zu sehen und darauf sitzen meist Vögel, die ihre Kommentare in Sprechblasen abgeben. 
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    Dann geht’s los, zu den Elefanten nach Afrika und fast am Bildrand der Ottifant. Er zeigt uns zunächst, was er mit seinem Rüssel alles anstellen kann, dann ziehe alle zusammen los. Aber der Ottifant entdeckt einen Schmetterling (unbekanntes Flugobjekt) und läuft ihm hinterher. Ihm begegnen noch andere Tier und bemerkt der Papafant „Ich glaube, wir haben Karl verloren!“

    Am Ende sitzen alle im Dämmerlicht vor dem Saftladen und feiern gemeinsam, im Hintergrund ist „Dat Otto Hus“ zu sehen.

    Ich sage mal, für alle Otto-Fans ist dieses Buch ein Muss! Ob andere auch so viel Spaß an den wilden Reimen und der irrwitzigen Handlung haben?

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Tag der tollkühnen Rettung

    Der Tag der tollkühnen Rettung

    John Fardell

    Aus dem Englischen von Bettina Münch

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon an dem vor einigen Jahren erschienenen Buch „Der Tag an dem Louis gefressen wurde“ hatte ich großen Spaß, auch wenn ich beim Vorlesen sehr konzentriert sein musste, um die schwierigen Wortschöpfungen aussprechen zu können.

    Auf dem Cover sind wieder Louis und seine große Schwester Sarah zu sehen, hinter ihnen taucht ein „Zackenschnauzeneisschnurgler“ auf.

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    Die beiden Kinder schlafen in ihren Betten als draußen ein heftiger Schneesturm wütet, aber es fallen nicht nur Schneeflocken vom Himmel, sondern auch kleine Wesen an Fallschirmen. Mit dem Schlitten geht es am nächsten Morgen zu einem Winterausflug. Als sie in ein Loch fielen, konnten sie sich fast schon retten da sah Louis eines der kleinen Wesen, das sie retten mussten. Leider wurde da eines der Ungeheuer mit dem komplizierten Namen wach und Louis und Sarah mussten schnell fliehen.

    Sie kommen noch häufiger in diese Situation und die entsprechenden Textstelle wiederholen sich, was einen Teil des Humor dieser Geschichte ausmacht. Auch die Namen der Monster sind immer wieder ein Spaß, wenn das Vorlesen auch nicht ganz einfach ist. Eine herrlich witzige Wintergeschichte mit comicartigen Bildern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Simsalapokus, Rina! – Die wilde Buchstaben-Hexerei

    Simsalapokus, Rina! – Die wilde Buchstaben-Hexerei

    Jasmin Schaudinn

    Alina Spiekermann

    Penguin

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre


    Lässig sitzt Rina auf ihrem Besen und zaubert ein paar Buchstaben in die Luft. Sie wohnt im Knisterwald und eines frühen Morgens wird sie von Rudi der kleinen Fledermaus geweckt. Da Rudi sehr aufgeregt ist, beginnt er alle Wörter, die er spricht mit einem rollenden „R“. Er bringt einen Brief von der wilden Waldhexe, eine Einladung zum Hexenfest, aber vorher muss Rina noch fehlende Buchstaben im Text ergänzen.
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    Die erste Station ist der Wunderbaum und Rina starte mit einem Zauberspruch ihren Besen, um dort hinzufliegen. Der Baum fordert die kleine Hexe auf vier Dinge mit „M“ zu zaubern. Zum Glück weiß Rudi wie ein M aussieht und sie legt es mit zwei Pizzastücken.

    So schafft es Rina mit Hilfe von Rudi alle fehlenden Buchstaben zu ergänzen, aber sie muss viele Aufgaben lösen, bis sie es schafft. Und wir sind immer an ihrer Seite und unterstützen sie, dabei lernen wir auch eine Menge über diese Buchstaben. Auf jeder Seite gibt es ein extra Textfeld für uns, da steht eine Aufgabe drin, die wir erledigen müssen. So werden sich die Buchstaben auch bei uns einprägen.

    Der Text ist schon etwas länger, er wendet sich ja auch an Vorschulkinder und Erstklässler. Aber es gibt auch viele wunderschöne mit viel Fantasie gezeichnet Bilder. Ich weiß, dass meine Enkelin sich das Buch mit Begeisterung vorlesen lassen und die Aufgaben lösen wird. Ich freue mich schon auf ihren nächsten Besuch, wenn ihr ihr das Buch zeigen werde. Eine Empfehlung für alle Kinder, die Buchstaben lieben und gerne lesen lernen wollen!

    Dagmar Mägdefrau

  • Komm jetzt!

    Komm jetzt!

    Daniel Fehr

    Miriam Zedelius

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Tino in seinem Zimmer spielen. Papa ruft „Komm jetzt, bitte!“ Doch Super-Tino muss aus seinem Zimmer erst die kleinen bunten zotteligen Party-Trolle aus dem Fenster werfen. Papa steht schon mit dem Lastenrad vor dem Haus, er will ins Hallenbad, als Tino die Kekse gegen den Drachen verteidigen muss. 
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    Papa steht schon vor dem Drehkreuz im Bad als Tino vor der Tür ein grünes Dino-Monster vertreiben muss und damit die Stadt rettet. Auch im Bad muss Super-Tino noch tätig werden, bis er endlich durch die Schlangenrutsche rutsche kann.

    Ein witziges Buch, das zeigt, dass Kinder wie Tino in ihrer eigenen Fantasiewelt noch viel zu erledigen und zu retten haben. Deshalb können sie leider nicht sofort kommen, wenn Papa ruft. Lustige bunte Bilder mit vielem fröhlichen Monstern und eine Geschichte voller Fantasie machen dieses Buch zu einem Vorlesehit bei meinen Enkeln. Da bin ich mir sehr sicher.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Grüffelo Oma

    Die Grüffelo Oma

    Axel Scheffler

    Julia Donaldsen

    Übersetzt aus dem Englischen von Monika Osberghaus

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind sie alle drei abgebildet, der Grüffelo, das Grüffelo-Kind und dann auch noch die Grüffelo-Oma. Das Grüffelo-Kind schnitzt Tier als Papa ihm vom Besuch der Oma erzählt. Wir erfahren einiges über die alte Dame und dass sie ein „HUNGRIGES Tier“ ist. Also machen sich Vater und Kind auf, um nach einem Tier zu suchen, dass sie der Oma anbieten können.

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    Doch jedes Tier, dass sie finden, weist darauf hin, dass ein anders Tier die besser Wahl sei. Statt Fuchsschwanzsuppe empfiehlt der Fuchs Eulenpizza. Die Maus steht auf einem Stein und erzählt den anderen Tieren wie sie den Grüffelo besiegt hat. Da hat der Grüffelo sie schon am Schwanz und er steckt sie in einen Käfig, um sie in der Suppe zu kochen.

    Der Grüffelo und seine größer werdende Familie ist natürlich eine fantastische Erscheinung und auch diesmal gibt es eine nicht ganz unerwartete Wendung zum Guten. Viele fantasiereiche Illustrationen und die Aufforderung des Grüffelo-Kindes an die Oma vorzulesen mit der die Geschichte endet. Ich finde auch der Grüffelo sollte eine Oma haben, vor allem, wenn sie so nett ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Karl, der kleine Ottifant – Ein Rüssel wie kein anderer

    Karl, der kleine Ottifant – Ein Rüssel wie kein anderer

    Otto Walkes

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf seinem Rüssel haben einige Vögel platz genommen, das kann kein Elefant, das kann nur der Ottifant. Auf den ersten Seiten ist dann Otto Walkes der Schöpfer dieses Tieres zu sehen, er malt den Ottifant auf eine Leinwand und liest dann gemütlich im Sessel sitzend aus dem Buch vor. Unter auf jeder Seite ist der Rüssel wie eine Leine zu sehen und darauf sitzen meist Vögel, die ihre Kommentare in Sprechblasen abgeben. 
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    Dann geht’s los, zu den Elefanten nach Afrika und fast am Bildrand der Ottifant. Er zeigt uns zunächst, was er mit seinem Rüssel alles anstellen kann, dann ziehe alle zusammen los. Aber der Ottifant entdeckt einen Schmetterling (unbekanntes Flugobjekt) und läuft ihm hinterher. Ihm begegnen noch andere Tier und bemerkt der Papafant „Ich glaube, wir haben Karl verloren!“

    Am Ende sitzen alle im Dämmerlicht vor dem Saftladen und feiern gemeinsam, im Hintergrund ist „Dat Otto Hus“ zu sehen.

    Ich sage mal, für alle Otto-Fans ist dieses Buch ein Muss! Ob andere auch so viel Spaß an den wilden Reimen und der irrwitzigen Handlung haben?

    Dagmar Mägdefrau

  • Was bleibt, wenn du gehst, Bär?

    Was bleibt, wenn du gehst, Bär?

    Johan Dougherty

    Thomas Docherty

    Aus dem Englischen übersetzt von Katja Frixe

    Penguin

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind die beiden Bären in bunten Fahren und mit Sternen gezeichnet, sie halten sich liebevoll und voller Vertrauen an den Tatzen. Die Geschichte beginnt mit dem kleinen Otto, der fröhlich winkend durch den Wald eilt. Mit dem großen Bär Orlo hat er den „weltbesten Freund“, mit ihm macht er viel gemeinsam.

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    Doch dann verliert Orlo immer mehr an Kraft und er „schlechte als gute Tage“, er spricht sogar vom Sterben. Da entlädt sich die ganze Wut des kleinen Bären in riesigen schwarzen Spiralen, er wütet und schreit, er will seinen Freund nicht verlieren. Doch dann findet er aus seiner dunklen Welt wieder zurück in die Arme von Orlo und er tröstet seinen kleinen Freund mit de Worten, „Ich bin immer bei dir, in deinem Herz.“ So verbringen die beiden eine wunderbaren gemeinsamen Sommer und als Orlo so schwach wurde, dass er im Bett lag, war Otto an seiner Seite. Als Orlo dann starb weinte Otto mit seiner Mutter an seiner Seite am Grab und in seiner Erinnerung war der alte Bär wieder an seiner Seite.

    Das Buch über den Verlust eines Angehörigen empfinde ich als sehr kindgerecht. Ich glaube mit dem Vorlesen des Buches kann ich auf den Tod eines alten Menschen vorbereiten ohne Angst zu machen. Der Tod gehört nun einmal zu uns und die Kinder müssen wissen, dass so ein Verlust traurig macht, aber die Erinnerung erhalten bliebt solange wir diese Person im Herzen behalten. Neben den klaren Illustrationen, die den verstorbenen Bären in bunten Farben abbilden, sind die gereimten Texte sehr gut zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Schneefuchs und die lange, lange Nacht

    Der Schneefuchs und die lange, lange Nacht

    Mareike Ten Berge

    Aus dem Niederländischen von Alexia Panagiotidis

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Farben des Covers erinnern sofort an Nordlichter und der kleine weiße Fuchs auf dem Schneeberg schaut hoch zum Himmel, der mit kleinen blinkenden Sternen übersät ist. Der Sommer ist zu Ende und der kleine Fuchs Rana, dessen Fell schon weiß ist, lauscht den Geschichten seiner Mama.  

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    Neugierig macht sich er kleine Fuchs auf den Weg und folgt der Spur des Eisbären, obwohl er weiß, dass das für ihn gefährlich werden kann. Durch wechselnde Landschaften läuft er und irgendwann kennt er sich nicht mehr aus. Mich hat das Bild, auf dem nur die Augen des Polarfuchses zu sehen sind, sehr beeindruckt. Ein wundervolles Bild. Dann taucht der Eisbär auf, der ihm anbietet, ihn zurückzubringen. Auch der Eisbär erzählt ihm eine Geschichte vom Eis.

    Wundervolle zarte Illustrationen von der Schneelandschaft, den zauberhaften Lichtern am Himmel und den Tieren machen dieses Buch zu einem kleinen Schatz.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Schal für den Löwen

    Ein Schal für den Löwen

    Natalia Shaloshvili

    Aus dem Russischen von Katharina Naumann

    Von Hacht

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Witzig, wie das kleine Mäuschen mit der orangen Öhrchen-Mütze sein Näschen aus dem Cover steckt. Als dieses Mäuschen an einem Wintermorgen erwacht, weiß es, dass es ohne Schal nicht vor die Tür kann. So setzt es sich gemütlich zum Stricken in den Sessel.

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    Ihr kleiner Schal ist schnell fertig und deshalb strickt sie mit der restlichen Wolle eine großen Schal. Doch wer könnte den wohl tragen? Der Bär schläft zu fest, um ihn zu fragen und der Wolf schaut zu überlaunig, um ihm dem Schal anzubieten. Die Hasen zanken um den Schal und dem Fuchs ist er nicht modisch genug.

    Ein in zarten Farben gemaltes Bilderbuch über eine kleine Maus, die mit dem Löwen, der eigentlich nicht in den Wald gehört, einen Freund findet, den sie zu sich nach Hause einlädt.

    Zusammen werden sie den Winter gut überstehen. Eine kleine Geschichte, die wärmt, weil sie zeigt, wie wichtig Freundschaft ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fest verschlafen

    Fest verschlafen

    Elisabeth Steinkellner

    Michael Roher

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schrill und bunt sind ist das Cover und so sind auch die Bilder im Buch. Als erstes hören wir den Biber rufen „Baum fällt!“ und er meint damit den Tannenbaum, der zu jedem Weihnachtsfest gehört. Alle Tier bringen etwas zur Feier mit: „Alpakas stricken Socken, der Eisbär sendet Flocken“ so schön reimt sich der Text. 
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    Mir gefällt besonders gut „die Kuh sorgt für die Getränke“. Da ist eine Kuh zu sehen, die Milch aus ihrem Euter in Tassen laufen lässt. Daneben steht die Box mit dem Kakao. Auch das Zebra, das in ein Kleid schlüpft, hat es mir angetan. Leider taucht dann ein kleines Problem auf, aber da möchte ich nicht zu viel verraten. Nur so viel: Am Ende steht der Baum festlich geschmückt da.

    Ein witziges, peppiges Weihnachtsbuch mit schmissigen Reimen und humorvollen Illustrationen. Ich freue mich total aufs Vorlesen, der Enkel hatte schon jetzt Spaß daran.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein kleines bisschen groß   

    Ein kleines bisschen groß   

    Kairi Look

    Anne Pikkov

    Aus dem Estnischen von Maximilian Murmann

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    White Raven 2024

    Auf dem gelben Cover sehen wir die Tigerin und ihren kleinen Sohn, der ein Maßband in der Pfote hält. Dieser kleine Tiger hat Geburtstag und schon treffen seine kleinen Gäste mit Luftballon und Geschenken ein. Nach den jungen Tigern kommen auch die anderen Verwandte und Freunde. Der Tiger sitzt auf seinem Stühlchen und freut sich. Dann wird gespielt und erstaunlich viel Torte gegessen.

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    Als dann am Abend alle gegangen sind, klettert der kleine Tiger auf einen Baum, doch als sich die Tigermama unter den Baum legt, fallen kleine Tropfen auf ihre Nase und auf ihre Schnurbarthaare. „Meine Streifen sind schief“ jammert der kleine Tiger. Als Mama ihm erklärt, dass das am Wachsen liege, meint der Tigerjunge „Aber ich bin traurig, dass ich so schnell wachse.“ Danach tröstet ihn seine Mama auf liebvolle Weise.

    So gerne unsere Kleinen auch auf der einen Seite groß sein wollen, so macht ihnen das auch ein wenig Angst, sie würden lieber nur „Ein kleines bisschen groß“ werden. Hier geht die Tigermutter so liebevoll mit dem Kleinen um, sie versteht ihn und geht auf seine Angst ein. Die Illustrationen sind Ton in Ton gezeichnet und zeigen uns erst die tolle laute Party und dann die zarte Liebe zwischen Mutter und Sohn.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Michael Engler

    Martina Matos

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Weis, der Eisbär, und Nase, die kleine Maus, stellen sich auf dem Cover vor, sie sind die zwei Freunde, „Die es wissen wollen!“ Und mit Wissen geht es gleich los, nach dem Öffnen des Buches gibt es gleich kleine Zettel über die Pole und ihre Entdecker. Der Eisbär sitzt neben einem riesigen Schlitten, auf dem alle Fragen notiert sind, die der Bär so hat. Sein Blick geht zu einer verlassenen Polarstation und dort sehen wir ihn auf der nächsten Seite in einem gemütlichen Sessel sitzend. In der Hand hält er die kleine Maus, die von oben herabfiel.

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    Und dann taucht die Frage auf, die in diesem Buch beantwortet wird. So lernen wir Issac Newton und seine Erfahrung mit dem Apfelbaum kennen. Bald sitzen die beiden über vielen Büchern und sie lernen, wie ein Experiment aufgebaut ist. So gehen sie wieder nach draußen und machen den ersten Versuch. Wird der Eisbär auch nach unten fallen?

    Durch die wissenschaftliche Arbeit, die die beiden Tiere hier leisten, erfahren wir spielerisch und doch sehr gut erklärt, wie die Schwerkraft funktioniert. Besonders die Vergleiche wie „Fliehkraft haben wir schon auf dem Kettenkarussell gespürt“ mit den entsprechenden Bildern, machen das Begreifen einfach.

    Die Texte der Geschichte und die Sachtexte sind sehr verständlich geschrieben und die Illustrationen sind auch für beide Teile sehr gelungen. Ein wundervolles Sach-Bilderbuch für Kinder, die es wissen wollen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Julia Regett

    Calme Mara

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    An einem Tannenzweig hängend winkt uns Siggi, der Silberfisch, vom Cover aus zu. Zunächst sehen wir einen Grundriss der Wohnung in der Siggi lebt. Weihnachten ist der totale Horror für Silberfische und anderem Ungeziefer, das in unseren Wohnungen unterwegs ist. Aber diesmal nehmen wir die Sichtweise des Silberfisches ein und da gibt es viele schreckliche Vergleiche, wie Weihnachten sich für diese Tiere anfühlt.

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    „Lebenslanges Spielplatzverbot“ oder „Monster unter dem Bett“ sind da nur zwei Bespiele. Denn zu so einem Festtag muss alles sauber werden und schon taucht das Riesenmonster, der Staubsauger, auf. Neben Siggi sorgen sich auch der Weberknecht Ruprecht und Carmen-Berta, die Maus. Siggi schnappt sich sein Megafon und warnt alle, aber wohin sollen sie sich retten? Einige Verstecke werden getestet und für nicht geeignet befunden, bis endlich der Weihnachtsbaum zum Retter wird.

    Manchmal in der Nacht sehe ich in meinem Bad einen Silberfisch weghuschen. Da diese Tiere mich nicht wirklich stören, habe ich bisher auch nichts gegen sie unternommen. So leben wir in friedlicher Koexistenz. In diesem Bilderbuch wird aber sehr heftig die Panik der Tiere geschildert, die unserem besonders ordentlichen Hausputz zu Weihnachten zum Opfer fallen. Auf den Illustrationen wird nicht nur ihre Panik, sondern auch das ganz drum und dran genau geschildert. Besonders gut hat mir der Zusammenhalt der unterschiedlichsten Ungeziefer gefallen. Ein witziger Perspektivwechsel, aber ich befürchte so problemlos wie mit einem Silberfisch kann ich nicht mit allen vorkommenden Tieren leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin die Mumpelmaus

    Ich bin die Mumpelmaus

    Antje Vogel

    Dorothée Kerstiens

    Wermeling Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover zeigt die zauberhaften Tiere, die die Mumpelmaus im Buch treffen wird. Am Morgen verabschiedet Mama-Maus ihr Kind mit einem dicken Kuss und der Feststellung „Du bist meine Munpelmaus!“ Die kleine Maus neigt dazu, wenn sie von einem Tier berichtet, die Geschichte sehr fantasievoll auszuschmücken.

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    So berichtet sie dem Fisch im Teich von einem Pinguin, der seinen Auszug zum Schwimmen auszieht und stattdessen eine rote Badehose mit weißen Punkten anzieht. Dem Frosch, der auf den Seerosenblättern herumspringt, berichtet sie von einem Weitspringe, der über jeden Fluss springen kann. Die Geschichte beendet die Mumpelmaus mit den Worten „Tusch, Applaus, aus die Maus. Ehrlich wahr. Genau so ist das.“

    Aber gerade das ist zu bezweifeln, denn, so steht es im Anhang, ein Kanguru kann zehn Meter weit springen, aber Flüsse sind oft breiter. Von zehn Tieren, die in Australien wohnen erzählt die Mumpelmaus zum Teil sehr verrückte Geschichten. Ein Tüpfelkuskus, der mit einem Spinnennetz Fische fängt, ist wirklich eine tolle Idee. Oder der Nacktnasenwombatvater, der so stark ist, dass er sogar ein Auto tragen kann.

    Nicht immer sind die Zuhörenden bereit sich die Geschichten der Mumpelmaus anzuhören, aber die kleine Maus bleibt beharrlich und erzählt immer weiter, bis es Abend wird.

    Neben den fanatischen Geschichten mit dem kleinen wahren Kern gibt es zauberhafte Illustrationen. Alle Tiere tragen Kleidung, die liebevoll für sie entworfen wurden.

    Ein Buch zum Träumen und nach dem Erwachen kann man noch etwas über die beschriebenen Tiere lernen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Katharine Halligan

    Sophia O´Connor

    Übersetzung Elena Bruns

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover ist wunderschön gestaltet, ganz leicht schwebt das Kind über dem Rüssel des Elefanten und die Schrift ist in Gold gehalten. Jede Aussage ist über eine Doppelseite gezeichnet, zu Beginn sehen wir einen Wal und in Druckbuchstaben steht dort „Du bist größer als eine Luftblase…und kleiner als ein Wal.“ Es gibt jeweils zwei Textblöcke mit Sachwissen zum Blauwal. Ergänzend ist zu lesen „Du bist groß und du bist klein.

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    Diese direkte Ansprache macht den Text zu etwas sehr Persönlichem. Weiter geht es mit dem Fliegenpilz und ich war erstaunt, dass es Exemplare gibt, die einen halben Meter hoch sind. Die Geschwindigkeit einer Schildkröte wird der eines Gepards gegenübergestellt. Die Lautstärke mit der ein Gewitter daher kommt, die Härte von Wasser zu der Härte eines Diamanten und das Gewicht eines Elefanten zur Pusteblume.

    So gibt es ein Menge Vergleiche und damit auch viele Informationen und das Buch endet mit der Feststellung „…du bist erstaunlich!“ Dank den wundervollen poetischen Bildern, den Tatsachen-Sätzen und den Sachinformationen lässt sich das Buch sehr schön einem Kind vorlesen und ich glaube, es entsteht dadurch eine besondere Nähe zwischen Lesendem und Kind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wölkchen ist weg!

    Wölkchen ist weg!

    Daniela Kulot

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Als ich das Cover sah, bekam ich Sternchen in meinen Augen und wollte sofort ans Meer fahren. Leuchtturm, Segelboot, ein reetgedecktes Haus und eine Herde Schafe, am Himmel eine Schar Möwen, genau so muss es aussehen. Wir hören von den Schafen, wie sie über die Möwen denken und auf der nächsten Seite erfahren wir die Gedanken, die sich Möwen über Schafe machen. Leider sprechen beide nicht gut übereinander.

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    Nur das kleine Schaf Wölkchen und die jungen Möwe Mio interessieren diese Gespräche nicht. Doch dann taucht Björn Schaf auf und er fragt nach Wölkchen und so macht sich die ganze Herde auf, um wohl organisiert nach dem Schäfchen zu suchen. Doch Wölkchen hat es sich in einem Strandkorb gemütlich gemacht und es freut sich, dass Mio sich dazusetzt. Die beiden sind nicht der Meinung der alten Tieren, sie sind neugierig auf die anderen und bewundern sie sogar. Zusammen machen sich die beiden auf den Heimweg, immer den kleinen Schafskötteln nach.

    Vorurteile überwinden und Freundschaft zu schließen, ist ein wichtiges Thema in diesem wundervollen Bilderbuch. Am Ende, wenn die Sonne ins glitzernde Meer taucht, sind alle Tiere näher zusammengerückt. Die Illustrationen zeigen genau die Küstenlandschaft, die gerade wir Ruhries lieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Alicia Metz-Kleine

    Gareth Ryans

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kennen wir doch alle, dass Kinder sich scheuen, Neues zu probieren und alles ablehnen, außer trockenen Nudeln, Pommes oder Reis. Bloß kein Gemüse und schon kein grünes.

    Hier lernen wir zunächst Wanda kennen, die schon etwas aufgeschlossener in Sachen Essen ist. Während ihr kleiner Bruder Luis trotz Superheldenumhang da eher nicht so mutig ist.

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    Wir starten gleich beim Frühstück in der Küche von Wandas Familie. Auf Wandas Frage, warum es bei ihnen nur im Sommer Erdbeeren gibt, erklärt Papa, welches Obst und Gemüse bei uns Saison hat und das die anderen Sachen oft von weit herkommen. An das Kind geht die Frage, welches Obst wohl jetzt Saison hat. Bei der Beantwortung hilft eine entsprechende Abbildung. Dazu gibt es eine Erklärung für die Eltern und einen Tipp, wie man Kresse sät. Dann geht’s in den Supermarkt zum Einkaufen. Zu Hause werden zwei Obstsorten probiert, die die Familie noch nicht kennt und danach geht’s ans Kochen.

    Im Verlauf des Buches geht es dann auch um Zucker und darum, welche Lebensmittel gesund sind. Es gibt ein „Selbstmach-Essen“, wo jeder sich das auf den Teller legen kann, was er möchte und mag. Am Ende gibt es ein großes Familienfest und in dem Zusammenhang geht es um Regeln bei Tisch. Auf der letzten Seite isst die Familie von Wanda dann gemeinsam Pfannekuchen, die gehen eigentlich auch immer.

    Die allerletzte Doppelseite wendet sich dann direkt an die Eltern. Ich glaube, nicht nur die Kinder können viel lernen beim Lesen dieses Buches, auch die Eltern werden noch das eine oder andere ausprobieren oder in den Alltag integrieren können. Aber was das Wichtigste ist, es macht Spaß, das Buch zu lesen und die comicartigen Bilder anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Gunilla Bergström

    Deutsch von Stefan Pluschkat

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der kleine Willi ist inzwischen 7 Jahre alt geworden und deshalb darf er Weihnachten zusammen mit Klein-Benni am Erwachsenentisch sitzen. Zusammen mit Oma decken die beiden Jungen den Tisch für 21 Gäste festlich. Willi darf die guten Gläser, die wie Cola-Gläser aussehen, auf den Tisch stellen. Dann kommen die Gäste und das Essen geht los. 
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    Weil Oma Willi gebeten hat, auf Klein-Benni aufzupassen, sitzen die beiden zusammen und Willi tut alles, damit der Kleine sich wohl fühlt. Er hilft ihm beim Essen und kümmert sich liebevoll. Doch dann passiert es doch, Klein-Benni stößt eine Glas um, das klirrend zu Boden fällt. Nicht nur Willi, sondern auch die Erwachsenen helfen und trösten, doch Klein-Benni schämt sich, weil er das Fest gestört hat. Im Laufe der Feier wird dann ein Lied gesungen, in dem es darum geht, die Gläser klirren zu lassen. Da rennt Klein-Benni in die Küche, weil er denkt, dass sein umgefallenes Glas gemeint ist.

    Wie schön, dass sich unser kleiner Willi, den ich schon mit meinen Töchtern vor bald 40 Jahren kennengelernt habe, sich zu so einem empathischen und lieben Jungen entwickelt hat. Es ist wunderschön zu sehen, dass er sich so lieb um Benni kümmert und dass er ihn als einziger versteht. Die Illustrationen sind so herrlich vertraut und Willi hat sich äußerlich nicht verändert. Immer noch hat er wenige Haare und ein verschmitztes Lächeln, das ihn los liebenswert macht. Der Text ist schon etwas länger, aber die Geschichte passt einfach so gut zum Weihnachtsfest.

    Dagmar Mägdefrau