Doch als sie das gehypte „Copenhagen Cinnamon“ betritt, findet sie zwar keinen geliebten Pumpkin Spice Latte, dafür aber den sympathischen Mads. Und irgendwie ist da etwas zwischen den beiden, auch wenn beide ihr eigenes Päckchen zu tragen haben.
Besonders gefallen hat mir, dass zu Beginn noch ein weiteres mögliches Love Interest für Mads angedeutet wird. Es wirkt oft unrealistisch, wenn all diese attraktiven und charakterlich bewundernswerten Figuren scheinbar keinerlei Kontakt zum anderen Geschlecht haben. Das wurde hier angenehm anders gelöst.
Die Atmosphäre im Café und generell im Roman ist unglaublich gemütlich. Ich mochte beide Hauptfiguren sehr und vor allem ihre Verbindung zueinander. Es gibt durchaus Konflikte, aber sie werden nicht durch unrealistisches Schweigen künstlich aufgebläht, noch wird die Beziehung als plötzliche Lösung für alle Probleme dargestellt. Stattdessen entwickeln sich die Figuren gemeinsam weiter, Jonnas Intelligenz wird sinnvoll eingebracht und Mads’ schwierige Situation wird zusammen angegangen. Genau so stelle ich mir einen gelungenen Slow-Burn-Trope vor.
Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war die wiederholte, für mich etwas kitschig wirkende Rede von einem „Funkeln“, das wiederentdeckt werden soll. Vielleicht war das als Leitmotiv gedacht, aber für mich hat es nicht ganz funktioniert, zumal der Roman auch ohne dieses Stilmittel stark genug ist.
Der unaufgeregte Schreibstil und die überzeugende Entwicklung der Beziehung sorgen dennoch für einen hohen Wiedererkennungswert. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Teil!
Raphaela Brosseron