Gute-Quatsch-Nacht     

Gute-Quatsch-Nacht
Jussi Jubitsch
Susanne Straßer
Hanser
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Ein wildes Durcheinander an Tieren liegt mit dem Kind im Bett und das Buch ist gespickt mit wunderschönen Zungenbrecherworten. 
Zunächst gibt es in der Hütehundehütte 5 Hüttenhütehunde, wir sehen sie übereinander in den Betten liegen und einer steigt noch die Leiter hinauf.
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Weiter geht es mit 4 Froschpfützenfrösche mit Pfützenfroschmützen. Wir sehen sie mit ihren lustigen Kopfbedeckungen im Teich schlummern. Die Schleiereulenscheune wird von 9 Scheunenschleiereulen bewohnt und sie sitzen zusammen auf der Stange und wechseln die Schleiereulenschleier jede Nacht. „Hätt´ ich nicht gedacht!““
So einen winzigen witzigen Reim gibt es zu jedem Textende. Die Zahlen von 1 – 10 kommen durcheinander mit immer anderen Tieren, die besondere, schwer auszusprechende Namen haben, vor. Und ich finde es total lustig, habe aber auch leicht Zweifel, ob ich den Text halbwegs fehlerfrei vorlesen werde. Aber ich freu mich drauf, es zu probieren.
Es geht um Zahlen, Tiere und ein Kind, aber hauptsächlich um Spaß und das finde ich sehr wichtig. Einfach mal gepflegt albern sein. Ach ja, ehe ich es vergesse, die Bilder sind auch sehr gelungen und passend.

Dagmar Mägdefrau


Was fehlt dir, kleiner Roboter?

Was fehlt dir, kleiner Roboter?
Przemysław Wechterowicz
Emilia Dziubak
Übersetzt von Thomas Weiler
Oetinger
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Zusammen mit dem Biber sitzt unser kleiner Roboter auf eine Bank, die beiden wenden sich zueinander und es wirkt sehr innig. 
Dem Roboter läuft eine Träne aus dem Auge und er sitzt betrübt auf seinem Bett, denn er hat seine Lieblingsschraube verloren.
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Der Bär hilft ihm suchen, traut sich aber nicht, ihn tröstend Huckepack zu nehmen. Auch der Hase versucht zu helfen, er traut sich aber nicht, einen Witz zu erzählen, weil er glaubt, der Roboter verstehe ihn nicht. Nach der erfolglosen Suche traut sich die Ente auch nicht, mit ihm zu plantschen und die Fruchtfliege denkt, dass Roboter kein Obst mögen, und bietet ihm nichts zum Trost an. Erst als der Biber dem Roboter eine Ersatzschraube schnitzt, holt er all die versäumten Dinge mit ihm nach.
So geht es leider manchmal, wir glauben zu wissen, was der anders nicht nutzen kann oder will, und versagen es ihm, statt zu fragen, was ihn trösten könnte. All die unterschiedlichen Tiere glauben, dass ein Roboter sich nicht an Dingen freuen kann, die ihnen Spaß machen. Nur der Biber empfindet mit dem kleinen Roboter und erfüllt seine Wünsche.
Das quadratische Bilderbuch hat kurze Texte, jeweils mit einem passenden kleinen Bild vom Roboter versehen. Auf der anderen Seite wirkt die Illustrationen fast wie ein Foto, was mir sehr gut gefällt.
Ein gefühlvolles Bilderbuch, das darauf aufmerksam macht, dass wir uns mehr in andere hinein fühlen sollten.

Dagmar Mägdefrau

Nanu, welches Tier versteckt sich hier? 

Nanu, welches Tier versteckt sich hier?
Sophie Schoenwald
Sarah Dietz
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Das Schaf auf dem Cover zeigt uns schon, dass es sich hinter einem Puzzle-Teil versteckt. Der gereimte Text gibt schon ein paar Informationen preis, bevor es das Tier, als erstes ist es ein Schaf, benennt. 
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Danach lösen wir das Puzzleteil aus der Pappseite und drehen es um, dann ist das Schaf auf dem Teil und darunter auf der Seite zu sehen. Weiter geht es mit dem Schwein „Oft ist es rosa und ganz speckig, manche sagen, es sei dreckig.“ Es folgen Kuh, Huhn und Gans. So sind einige Bauernhoftiere zu suchen und zu finden.
Am Ende können alle Puzzleteile aneinander zu einer Tierkette zusammengefügt werden. Ein Lese- und Puzzle-Spaß für kleine Hände. Da lernen wir nicht nur die Tiere kennen und hören uns dazu die Reime an, da kann auch noch etwas Kreatives entstehen.

Dagmar Mägdefrau

Mori, der große Wald

Mori, der große Wald
Yenny Reyes
Cesia trejo
books.yenny.at
Autorenempfehlung ab 3 Jahre
Das Buch besteht aus drei einzelnen Büchern, die hier in einem Sammelband erschienen sind.
📕Buch 1: Ein klebriger Streich
Mori ist ein Naturparadies, in dem die Tiere als Freunde miteinander leben.
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Zunächst sehen wir Gira, die kleine Löwin, die versucht ihren Freund, den Bären Bruno, zu wecken. Doch der Hase Diego hat eine Idee, da Bruno seinen Honig so sehr liebt, dass er ihn im Arm hält, versuchen die beiden ihm das Honigglas wegzunehmen. Da taucht der freche Vogel Alex auf und versteckt den Honig. Aber die Freunde können Bruno helfen.
📗Buch 2: Nass bis zu den Pfoten
Da es heftig regnet, sind alle Tiere in der Höhle des Bären Bruno untergekommen. Sie sitzen gemütlich am Feuer, aber es ist ihnen langweilig, da stellt Nala, der Fuchs, eine Frage, er möchte wissen, warum es regnet, und Bruno kennt die Antwort. Aber dann tritt der Fluss über das Ufer und alle Tiere gemeinsam machen sich an die Rettung der Tiere, die der Fluss weggeschwemmt hat.
📘Buch 3: Die wunderschöne Nacht der Geschichten
Die Tiere sitzen am Abend gemütlich um eine Lagerfeuer und Bruno soll eine Geschichte erzählen. So erfahren wir einiges über die Tiere des Waldes Mori. Aber die interessanteste Geschichte ist die, wie die kleine Löwin Gira in den Wald kam. Denn eigentlich ist sie ja in der Savanne zu Hause. Aber weil sie so neugierig auf Abenteuer ist, hat sie sich auf den Weg gemacht, Neues zu entdecken.
Die Illustrationen sind sehr großformatig und farbenfroh gestaltet. Alles Tiere haben riesige runde Augen, mit denen sie uns anschauen. Der Text zeugt von der Freundschaft der Tiere und erzählt uns, wie gut sie sich unterstützen.

Dagmar Mägdefru

Wir sind eins

Wir sind eins
Refiloe Moahloli
Zinelda McDonald
Übersetzt von Africandiva alias Fatma Sidibe
Leykamp:
Leseempfehlung ab 3 Jahre
So bunt wie das Cover ist, ist auch das gesamte Buch, es zeigt ganz unterschiedliche fröhliche Kinder, die zusammengehören. Sie spielen auf einen Baumhaus und nutzen einen Karton als Bus. Inmitten bunter Blumen schauen sich zwei Kinder vergnügt an und finden „Ich bin du und du bist ich.“ 
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Im Querformat ist ein blühender Baum mit Wurzeln abgebildet, den ein Mädchen umarmt, tanzend geht ein Mädchen auf einen Jungen im Rollstuhl zu, beide strahlen sich an, weil sie sich mögen. Eine Umarmung zur Begrüßung auf dem Spielplatz und durch einen langen Schal verbunden sind vier Kinder in der winterlichen Stadt unterwegs, sie haben sich lieb und sind auf dem Heimweg von der Schule. Im Sommer werden Geschichten erzählt und die Hüften geschwungen. 
So kümmern sich die Kinder um die Kleineren und um einen blinden Freund. Denn, wie der Titel sagt, sind wir eins. Diese Gemeinschaft, die von liebevollen Gefühlen geprägt ist, lässt die Kinder strahlen und glücklich sein. Sie unternehmen viel miteinander und unterstützen sich, wenn es notwendig ist.
Bunte Bilder voller Frohsinn und kurze Texte voller Liebe machen dieses südafrikanische Bilderbuch zu einem Beispiel für „Ubuntu“, einen Begriff, der mit „Ich bin, weil wir sind.“ übersetzt wird und der gelebt eine bessere Welt erschafft.

Dagmar Mägdefrau


Mein erstes Buch der großen Tiere      

Mein erstes Buch der großen Tiere
Sandra Grimm
Kerstin M. Schuld
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 18 Monate
Da geht es nicht nur um große Tiere, auch das Buchformat ist etwas größer und es hat riesengroße Schieber, wie man auf dem Cover lesen kann. Bei der Elefantenmutter, die liebevoll ihr Kleines anschaut, kann das Ohr bewegt werden.
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Auf der nächsten Doppelseite des Pappbilderbuche sehen wir einen blauen Wal, in seinem zu schließenden Maul verschwinden kleine bunte Fische. Laut dem kleinen Vierzeiler wollen die alle mit durchs Meer. Hochkant müssen wir dann das Buch drehen, damit die Giraffe ihren Hals strecken kann. Mit einem Schieber taucht der kleine Eisbär auf und die Schildkröte streckt ihren Hals, um an die Blätter zu kommen.
Das Buch lebt von seiner Größe und den beweglichen Teilen, es soll einfach Spaß machen und vom Vorlesen eignen sich die kleinen Reime ganz gut.

Dagmar Mägdefrau

Unser Spielplatz    

Unser Spielplatz
Daniela Chudzinski
esslinger
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Das große quadratische Bilderbuch zeigt einen Spielplatz und im Laufe des Buches wird er die Hauptperson bleiben. 
Viele der gezeichneten Menschen werden immer wieder auftauchen, so der Mann mit dem Hund, das Paar, das sich erst umarmt und später einen Kinderwagen schiebt oder Tante Lial, die strickend auf der Bank sitzt und später ihren fertigen Schal mit einem netten älteren Herrn teilt.
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Der Spielplatz liegt in einem Park, aber er grenzt auch an Häuser. Es gibt einen Sandkasten mit einer roten Rutsche, eine Wippe, eine Schaukel und noch einiges mehr. Zu Beginn des Buches ist Frühling, es folgt der erste Sommertag, dann sehen wir den verlassenen Spielplatz in der Nacht. Mal ist es heiß und mal regnet und stürmt es. Es wird Herbst und Winter, da liegt der Park im Schnee.
Ein schöner Jahreskreislauf wird hier in kurzen Texten beschrieben, aber das Wichtigste sind die Bilder, die wir sicher oft anschauen können und wir werden immer wieder etwas entdecken.

Dagmar Mägdefrau

Deine Hand ist eine Sonne    

Deine Hand ist eine Sonne
Christina Naumann-Villemin
Géraldine Cosneau
Übersetzt von Saskia Heintz
Hanser
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Ein fröhliches quadratisches Pappbilderbuch, das eine Hand zeigt, die mit einigen zusätzlichen Strahlen zu einen Sonne wurde. 
Das Kind wird aufgefordert, seine Hand auf das Bild zu legen, denn das Huhn ist auch wieder aus einem Handabdruck entstanden.
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„Gack, Gack, Gack!“ macht es uns auf seine Küken aufmerksam. „Gluck, Gluck, Gluck“ macht er planschende Tintenfisch. 
So bekommen wir sehr schöne Anregungen, wie man aus dem Abdruck einer Hand Tiere entstehen lassen kann. Sicher fallen uns noch andere kreative Möglichkeiten ein, Tiere entstehen zu lassen.

Dagmar Mägdefrau

Bitte nicht wecken…Hier schläft ein Pirat

Bitte nicht wecken…Hier schläft ein Pirat
Rhiannon Findlay
Siân Roberts
Aus dem Englischen von Cornelia Boese
magellan
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Der verschlafene Pirat sitzt auf seinem Goldschatz und der Junge schleicht sich zusammen mit seinem Hund an. Sie werden doch den Piraten nicht wecken? 
Zunächst sehen wir eine Karte der Rumtreiberinsel, dann werden die Macherinnen des Buches vorgestellt und dann sehen wir den Jungen oben vom Leuchtturm, der wohl sein Zuhause ist, herabschauen.
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Er sucht seinen Hund Wuff und er macht sich auf den Weg, ihn zu suchen. Dabei ist sein wichtigster Vorsatz „Weck niemals die Piraten!“ Ein Satz, den wir noch oft lesen werden. Vorbei an dem zauberhaften Feenbaum geht es zur Meerjungfrau und bald findet er in einer Flasche eine Karte. So gelangt er zum Lager der Piraten, mit denen sein Hund fröhlich feiert.
Ein witziges Buch mit schönen Reimen und bunten Illustrationen, in der jeder aus Riesenaugen herausschaut. Die Wiederholung der Warnung, den Pirat nicht zu wecken, wird den Kindern beim Vorlesen sehr gut gefallen und dass der Furcht unbegründet ist sicher auch.

Dagmar Mägdefrau

Geh deinen Weg Schildkröte

Geh deinen Weg Schildktöte
Rachel Bright
Jim Field
Aus dem Englischen von Pia Jüngert
magellan
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Schon auf dem Cover lernen wir Marla und ihren Bruder Mini kennen. Schauen sie uns nicht niedlich an?
Zu Beginn des Buches schlüpfen die beiden mit einem „Plopp!“ aus dem Eis und laufen, einem Instinkt gehorchend, Richtung Meer.
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Doch dann tauchen viele andere Tiere auf, die das Schauspiel anschauen. Wir haben ja auch schon oft gebannt vor dem Bildschirm gesessen und dieser zauberhaften Nacht zugesehen. „Los, Schildis!“ schreit der Affe und alle Schildkröten laufen noch schneller. Der Tukan will Marla als Siegerin sehen. Doch da fällt Marla auf, dass ihr Bruder nicht mehr mit ihr unterwegs ist und sie entschließt sich, umzukehren und nach ihm zu suchen. Aber sie weiß auch, dass sie vor der Morgendämmerung im Wasser sein muss.
Natürlich geht die Geschichte gut aus, denn mit vereinten Kräften helfen die Tiere den beiden kleinen Schildkröten pünktlich ins Meer zu kommen. Das Buch ist, wie seine vielen Vorgänger in Reimform geschrieben und diesmal macht das Lesen richtig Spaß. So gefällt mir ein Satz zum Ende des Buches besonders „Und wenn nur Einer Mut zeigt, der andere bewegt, entsteht daraus ´ne Welle, die uns für immer trägt.“
Neben den farbenfrohen Tierillustrationen zeigt dieses Buch uns, wie wichtige der andere - in diesem Fall der kleine Bruder - ist und wie erfolgreich alle Tiere zusammen sind.

Dagmar Mägdefrau

Das Lesefest mit Uhuwe – Band 2

Das Lesefest mit Uhuwe – Band 2
Christelle Saquet
Tatjans Mai-Wyss
Aus dem Französischen von Anna Taube
Bohem
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Unsere drei Freunde aus dem ersten Teil „Uhuwe liest vor“ haben lesen gelernt und alle sind zusammen mit dem bebrillten Uhu hinter dem großen Buch zu sehen. Diesmal soll es ein Lesefest geben.
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Alle drei haben schon Leckereien bereitgestellt und dann liest zuerst der Dachs vor. Doch er liest ohne Punkt und Komma in einem durch. Der Hase liest vor Angst so leise, dass man ihn nicht verstehen kann. Als dann das Eichhörnchen Silben einzeln liest und sich ständig verhaspelt, platzen die Drei vor Lachen. Am Abend berichten sie Uhuwe von ihren Problemen. Er nimmt sie mit in seine wunderschöne Baumbibliothek und sie sind fasziniert von den vielen Büchern. Mir gefällt das Bild auch ganz besonders gut und ich würde auch gerne mal dort hineinschauen wollen. Dann gibt er allen einen Rat, wie sie ihr Vorlesen verbessern können und ich glaube, das können auch viele kleine Leser*innen beherzigen. 
Eine schöne Geschichte über das Vorlesen, denn wir alle haben lernen müssen, wie wir es am besten machen, dass die anderen uns gut verstehen können und dem Vorlesen gerne lauschen.

Dagmar Mädefrau

Das war ich nicht! Das waren die Piraten!

Das war ich nicht! Das waren die Piraten!
Sabine Kranz
Peter Hammer Verlag
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Wilde Piraten schauen uns von Titel an, ganz vorne steht das kleine Mädchen, die uns auf der ersten Seite ihren Papa vorstellt. Er hat sie vom Kindergarten abgeholt und nun gehen sie noch schnell was einkaufen, Flora hat viel zu erzählen, aber der Papa hört nicht richtig zu. 
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Er hat noch viel Hausarbeit zu erledigen. Doch Flora will freiwillig aufräumen, Sie fragt die Piraten, ob sie ihr helfen. Als Papa dann verwundert fragt „Huch!? Was ist den hier passiert?“, als er das Zimmer betritt, antwortet Flora mit dem Buchtitel. Auch das Badezimmer setzten die Piraten unter Wasser und als dann noch ein Pfannkuchen in Papas Gesicht landet, schickt er seine Tochter auf den Hof. Hier lernt Papa dann die Piraten persönlich kennen.
Die Zeichnungen in diesem Bilderbuch sind genau so verwegen wie die Piraten, vielleicht haben sie es auch gemalt? Bunt, wild und voller Lebensfreude. Der kurze Text wird durch Sprechblasen ergänzt und unsere Kinder sind um eine Ausrede reichen, wenn es mal wieder was zu meckern gibt. Fantasie- und humorvoll, ein echter Piratenschatz! Und für die, die meinen, auch Männer sollten Carearbeit leisten, ist dieser Papa ein Paradebeispiel.

Dagmar Mägdefrau

Furzipups der Knatterdrache  – Pappe

Furzipups der Knatterdrache - Pappe
Kai Lüftner
Wiebke Rauen
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Oben auf der Seite ist eine Vertiefung und dort versteckt sich das Pupsgeräusch, das wir durch einfaches Drücken auslösen. 
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Die anderen, ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines. Aber sie können alle Feuer speien.
„Alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschicht: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Meine ersten Zuhörer sind auf jeden Fall sehr begeistert, wenn die Furzipupsbücher auftauchen.
Dieses Buch ist nun ein Pappbilderbuch und damit sehr gut geeignet für kleine Hände.

Dagmar Mägdefrau

Komm, entdecke die Tiere

Komm, entdecke die Tiere
Masha Shu
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 18 Monaten
Schon das Cover fällt auf durch das blauglänzende Wasser und die Löwenmähne, die aus weicher Wolle besteht und die man gerne streicheln möchte. Auf der ersten Doppelseite sehen wir den kleinen Tiger, der sich verlaufen hat, zum Glück wirft ihm ein Mädchen eine Strickleiter zu und so kann er zu ihr in den Korb eines Heißluftballons klettern.
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 Hier im Wald gibt es eine Menge Tiere und einige finden wir unter Klappen. Die Krähe wird durch eine Wolke aus Filz verdeckt, die wir herabklappen können und der Fuchs hat eine weiße Schwanzspitze, die sich wie Watte anfühlt. Auf der nächsten Seite sind wir in der Arktis und hier hat der Eisbär ein schönes kuschelig weiches weiße Fell. 
Nach dem Meer und der Savanne kehrt der Tiger dann in den Dschungel heim zu seiner Mama.
Ein fröhlich buntes, großformatiges Pappbilderbuch mit vielen überraschenden Extras. Da kann ein kleines Kind viel entdecken und die kleinen Texte sind spannend zu lesen. Ein wirklich tolles Buch für unsere Lesekiste. Meine Enkel hatten schon viele Spaß damit, obwohl sie nicht mehr ins Lesealter passen.

Dagmar Mägdefrau


Zippi – Die Ziege

Zippi – Die Ziege
Michaela Freund
Paracelsus Verlag
Autorenempfehlung ab 2 Jahre
Die kleine weiße Ziege Zippi hüpft über die Wiese, im Hintergrund sind hohe Berge zu sehen.
Wir werden aufgefordert, Zippi zu helfen und sie zurück zu ihrer Herde zu bringen, dazu müssen wir zunächst den Spuren folgen.
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Damit es losgeht, müssen wir zunächst zweimal auf die Seite klopfen, und schon wird Zippi erste beim Rennen. Mit mir an ihrer Seite, ist sie mutiger geworden. Damit werde ich irgendwie Teil der Geschichte. Als dann ein Gewitter aufzieht, halte ich das Buch als Schirm über die kleine Ziege. Danach pusten wir gemeinsam die Wolken weg. Wieder gibt es einen Dank für meine Hilfe. Doch dann verirrt sich die kleine Ziege und mein „Hallo“-Ruf hört eine Bäuerin, die die Ziege mitnimmt auf ihren Bauernhof.
Hier ist es zwar sehr schön, aber Zippi sehnt sich nach ihrer Herde und als die Tür offensteht, macht sie sich auf den Weg. Selbstverständlich begleite ich sie und unterstütze sie immer wieder.
Es gibt eine Szene, als Zippi sich am Abend in eine Höhle rettet und dort ein Feuer anzündet, das sie am nächsten Tag auspustet. Darauf hätte ich gerne verzichtet, weil die sonst sehr realistische Geschichte dadurch ins Fantastische abweicht.
Insgesamt gefällt mir das Abenteuer von Zippi sehr gut und die Aufforderungen zum Mitmachen lassen die Leser an allem teilnehmen. Meine Enkelin, die schon 6 Jahre alt ist, hat Zippi gerne begleitet und sie sehr schön unterstützt bei ihrer Rückkehr zur Herde.
Die Illustrationen sind einfach gehalten und ergänzen die kurzen Texte ganzseitig.
Ein vielseitiges Mitmachbuch über das Abenteuer einer kleinen Ziege, die allein zurück zu ihrer Herde läuft.

Dagmar Mägdefrau

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte – Band 2      

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte – Band 2
Gareth Ryans
magellan
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
In der Dämmerung schwebt das kleine Gespenst etwas zaghaft über eine Wiese, im Hintergrund sehen wir ein düsteres Schloss. Anstatt zu spuken, gruselte sich das Gespenst selbst am meisten.
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So allein fühlte es sich nicht wohl und es überlegt, eine Übernachtungsparty zu feiern. Ihr erster Gast sollte die Schnecke sein, doch die war viel zu langsam und würde bis zum Abend die Strecke nicht schaffen. Auch das Eichhörnchen hatte noch mit der Suche nach seinem Futterversteck zu tun. Die Henne musste noch brüten und der Frosch konnte nicht so lange ohne Wasser auskommen. So kommt es, dass das Gespenst traurig dem Mond sein Leid klagt. Als dann ein zweites Gespenst auftaucht, das tolle Ideen hat, wird alles gut und es kommt zu einer Überraschungsparty mit vielen Gästen.
Der Text des Buches ist schon sehr lang, da muss ein dreijähriges Kind schon Erfahrung mit Büchern haben. Die Bilder sind sehr stimmungsvoll und bilden sehr schön die Nacht ab, ohne Angst zu machen.
Wie schön, dass auch ein Gespenst nicht gerne allein sein möchte und dass es dank der Freundschaft zum Nachbargespenst so viele Freunde findet. Das Buch hat sich schon bei meinem jüngsten Enkel zum Lieblingsbuch gemausert.

Dagmar Mägdefrau

Auf dem Bauernhof…ist so viel los!       

Auf dem Bauernhof…ist so viel los!
Susanne Böse
Natalie Merheb
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Ein großes Pappbilderbuch mit Schiebern, das kommt immer gut an bei den Kleinen. Mama Kuh sucht ihr Kälbchen und wir suchen mit und schieben die Tür der Scheune zur Seite und entdecken das Kälbchen, die rote Katze gibt uns einen Tipp. 
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Wegen dieser Katze flüchten die Küken in den Hühnerstall, hier zählen wir sie durch. Auch das Lämmchen wird gesucht, wir finden es auf der Weide. 
Es werden Tiere gesucht und nachdem wir den Schieber herausziehen, finden wir die Gesuchten. Dadurch lernen wir die Tierkinder und ihre Eltern kennen. Die Bilder sind bunt und zeigen die Bauernhoftiere in ihrem Lebensraum. Wegen der dicken Pappseiten können die Kinder das auch mal ganz alleine entdecken, es wird ihnen Freude machen.

Dagmar Mägdefrau

Elefant versteckt sich       

Elefant versteckt sich
Miriam Zedelius
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir das kleine Faultier, das sich die Augen zuhält. Hinter dem Sessel schaut der Elefant hervor. Als der Fuchs fragt, was sie spielen sollen, schlägt das Mäuschen Verstecken spielen vor. Das Faultier muss suchen und schon hat sich das Mäuschen versteckt. 
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Es ist nicht ganz einfach, das kleine Schwänzchen hinter dem Obstkorb zu finden. Jetzt ist der Fuchs dran, er legt sich unter die Bettdecke, die Giraffe hat es nicht ganz so leicht, aber auch der Elefant, der sich als letztes Tier versteckt, muss sich etwas überlegen. 
Verstecken spielen mögen alle Kinder und in diesem Pappbilderbuch verstecken sich die Tiere sehr fantasievoll und ich musste schon genau hinschauen, um sie zu finden. Das Buch werden wir sicher noch oft vorlesen, es macht richtig Spaß zu suchen und zu finden.

Dagmar Mägdefrau

Die kleine Kackwurstfabrik

Die kleine Kackwurstfabrik
Maja Baseler
Annamarie van den Brink
Klett Kinderbuchverlag
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Dieses kleine Pappbilderbuch zeigt schon den ganz kleinen Leser*innen, was in unserem Körper passiert, wenn wir etwas essen. Schon auf dem Cover sehen wir die Banane, die in unserem Körper verarbeitet wird und am anderen Ende als braune Wurst herausfällt. 
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Pim und Polly sind zwei kleine menschliche Wesen, die die Banane begleiten. Der Magen knurrt und sie entscheiden sich für die Banane, die zusammen mit anderen Nahrungsmittel auf dem Teller liegt. Dann geht es in den Mund, die Zähne kauen, es kommt Spuke hinzu und die Zunge sorgt dafür, dass alles in die Speiseröhre gelangt. 
Die eckigen Formen erinnern an eine Maschine, im Dickdarm ist ein Zug unterwegs und ein Fließband transportiert den entstandenen Haufen in Richtung Ausgang.
Es werden einige Worte benutzt, die ich hier nicht erwähnen möchte, die aber zum Thema passen.
Das Buch ist sehr gut verständlich und erklärt in wenig Worten und passenden Illustrationen sehr genau, wie die Verdauung funktioniert.

Dagmar Mägdefrau


Grimm und Möhrchen – bauen sich eine Höhle -Band 2

Grimm und Möhrchen – bauen sich eine Höhle -Band 2
Stephanie Schneider
Stefanie Scharnberg
dtv
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Kaum hatte ich angefangen zu lesen, ergänzen die Enkel den Text, denn beide kannten das Lied aus dem Adventsbuch vom letzten Jahr. Hinten auf dem Buch ist der QR-Code für das Lied.
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Der kleine Zesel Möhrchen und sein Freund, der Buchhändler Grimm, haben nie Langeweile, immer fällt ihnen etwas ein. „Heut hab ich geträumt, wir hätten, schwuppdiwupp – das ganze Zimmer umgeräumt!“ und schon ziehen die beiden in den Schrank oder hinter das Sofa. Die witzigen Bilder zeigen uns, wie die beiden das machen. Dann wird gemeinsam eine Höhle gebaut, eine beliebte Tätigkeit meiner Enkel.
Was die beiden da machen, ist allen Kindern vertraut, aber vielleicht gibt`s ja noch ein paar Anregungen. Ein tolles Pappbilderbuch, ein fröhlicher gereimter Text und schöne Bilder. Gelungen!

Dagmar Mägdefrau

Grimm und Möhrchen – In die Betten, fertig, los! – Band 1

Grimm und Möhrchen – In die Betten, fertig, los! – Band 1
Stephanie Schneider
Stefanie Scharnberg
dtv
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Nun hat der kleine niedliche Zesel auch den Weg ins Pappbilderbuch geschafft, die beiden erfolgreichen Ste(ph)fanies haben auch hier wieder ein wunderschönes Buch erschaffen.
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Auf dem Cover hüpft Möhren fröhlich durchs Bett. Zunächst liegt er auf dem Bauch und schaut verträumt in die Dämmerung, in Grimms Arm gekuschelt zeigt er ihm die Sterne. „Und weil ich noch nicht schlafen will, hol ich mir sieben Sachen.“ So liegt er mit all diesen Dingen im Bett. Dann wird zusammen getanzt: „Ringelsockensamba!“ Es folgt das Matratzentrampolin, das die meisten Kinder auch lieben. 
In zarten, poetischen Reimen wird eine schöne Gute-Nacht-Geschichte erzählt und mit den liebenswerten Zeichnungen ist hier wieder ein bezauberndes Buch entstanden. Die Enkel und ich haben sich über das Wiedersehen mit dem beliebten Zesel gefreut.

Dagmar Mägdefrau

Wichtel Theo zieht ein – Adventskalender

Wichtel Thea zieht ein
Katia Simon
Nadja Schwendemann
kaufmann
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Vor mir liegt eine Kassette mit 24 Pappkarten, auf denen wir den Wichtel Theo durch die Adventszeit begleiten dürfen. Unter den Karten befinden sich 24 farbige, durchnummerierte kleine Briefe, deren Empfänger noch eingetragen werden kann. 
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Am 1. Dezember zieht Theo bei der Familie ein. Nachdem er sich eingerichtet hat, befestigt er die Tür und den kleinen Briefkasten. Als Flori und Olivia, die Kinder der Familie, sich über den Einzug des Wichtels freuen, kribbelt es in Theos Körper, denn das ist ein magischer Moment für den Wichtel. Nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten findet Theo in der Katze Mirella eine gute Freundin, die ihn oft bei seinen Vorhaben unterstützt und die sich gut im Haushalt auskennt. Theo liebt Schokoladenpudding und den kocht er immer wieder gerne. Aber er bastelt auch gerne und kann mit Magie eine ganze Menge schaffen.
Die Briefe sind mit „Hallo“ überschrieben und sind damit neutral gehalten. Sie beziehen sich auf die Geschichte und ergänzen diese wundervoll. Auf jeder Karte finden wir ein schönes Bild, so können wir Theo durch die Adventszeit begleiten.
Eine zauberhafte Idee für alle, die sich nicht die Arbeit machen wollen, selbst einen Wichtel zu erfinden und Briefe zu schreiben. Natürlich kann man noch das eine oder andere selbst beisteuern und alles glaubwürdiger zu gestalten. Aber ich denke, diese kleine Box beinhaltet alles, um einen Wichtel ins Haus zu holen.

Dagmar Mägdefrau

Und dann?

Und dann?
Heinz Janisch
Helga Bansch
Jungbrunnen
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2025
ORF KIDS-Bestenliste (März 2025)
Auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder am Wasser sitzen und angeln. Bei diesem Buch ist es ganz wichtig, die allerersten Seiten anzuschauen, denn dort erfahren wir, dass das Mädchen viele Dinge aus dem Wasser angelt, während der Junge erfolglos bleibt und schließlich aufsteht und geht. 
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Auf der nächsten Seite sehen wir sehr groß seinen Kopf und sein Gesicht spiegelt seine Wut und deshalb macht er einen Knoten in den Leuchtturm. Und dann kommt die Titelfrage, die sich auf jeder Seite wiederholt. „Was dann?“ Dann trinkt er das Meer leer, setzt sich eine furchtbare Maske auf und alle fürchten sich vor ihm. Als alle weg sind, wird es still, er nimmt die Maske ab und ist am Ende froh, dass er wieder neben seiner Freundin sitzen und angeln kann.
Die Wut, die sich immer weiter durch diese „Und dann?“ steigert, kennen wohl die meisten Kinder, wie schön, wenn danach alles wieder gut wird. Das gibt uns die Sicherheit, dass wir auch mal ausflippen dürfen. Der Text ist sehr reduziert, dafür zeigen uns die eindrucksvollen Illustrationen die Gefühle des Jungen sehr intensiv.

Dagmar Mägdefrau

Na und? Wir lassen uns nicht ärgern!    

Na und? Wir lassen uns nicht ärgern! Na und? Wir lassen uns nicht ärgern!
Sonia Coudert
Grégoire Mabire
esslinger
Verlagsempfehlung ab 3 Jahren
Auf dem Cover sehen wir die ganze Gruppe der Kitakinder, von der und hier berichtet wird, ganz vorne das Krokodil Bosse, das die Kinder immer wieder ärgert.
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Über eine ganze Doppelseite sehen wir den Kindergarten, allerdings fällt uns gleich auf, dass es keine Spielgeräte dort gibt. Für die ganze Gruppe ist wohl auch nur die Füchsin als Erzieherin zuständig zu sein. „Bosse verbreitet Angst und Schrecken“ erfahren wir auf der ersten Seite und dann ruft er Timo zu „Hey, du hast Mundgeruch.“ Woraufhin der sich so schämt, dass er seinen Mund nicht mehr öffnet. Am nächsten Tag macht sich Bosse über die Zöpfe von Maria, dem kleinen Elefantenmädchen, lustig. Sie erfindet eine Ausrede, damit sie Papa nicht sagen muss, warum sie die Haare offen trägt. Gabriel kann seine Schuhe nicht richtig zu machen und Julia trägt eine lächerliche Brille. Da taucht ein neues Mädchen auf, eine Gepardin, und Bosse findet ihre Flecken komisch. Doch Pauline antwortet nur „Na und?“ und damit kann Bosse gar nicht umgehen. 
Niedlich sind die vielen Tiere dargestellt und dieses „Na und?“ des Titels ist vielleicht wirklich ein guter Rat für Kinder, die auf solche Art gemobbt werden. Cool bleiben und kontern, ohne Streit anzufangen, das könnte klappen.
Bis darauf, dass die Erzieherin ihren Beruf verfehlt hat und die Kita eine traurige beige Fläche ist, gefällt mir das Buch sehr gut.

Dagmar Mägdefrau

Dinosaurier feiern Weihnachten – Band 6    

Dinosaurier feiern Weihnachten - Band 6
Dominik Hochwald
Jörg Ihle
Vesselin Kashev
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Jetzt liegt schon der sechste Band dieser wundervollen Dinosaurier-Reihe vor mir und diesmal wird Weihnachten gefeiert. Das Cover zeigt einen Riesentannenbaum, einige Saurier in Feierlaune und natürlich die Oma mit der Schleife im Haar. 
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Plätzchen werden selbstverständlich auch gebacken und einige sehen wir gleich zu Beginn des Buches, sie haben die Form von Dinos und für uns weniger erfahrene Erwachsene stehen sogar die Namen daneben. Diesmal bringt Mama die beiden Enkel Sophie und Leon zur Oma, sie weiß immer noch nicht von den Haustieren ihrer Mutter. Ein Umstand, der mir so gar nicht gefällt, und deshalb freue ich mich, dass sich das zum Ende des Buches endlich klärt. Ein frisch geschlüpfter Nanuqsaurus springt aus dem Kühlschrank, denn er mag die Kälte und schwitzt sehr beim Plätzchen backen. Dieses Backen ist einfach herrlich, wie sich alle einbinden und ihre Stärken zeigen können, dazu noch die wundervolle Illustration über die ganze Doppelseite. Dann geht es in den Schnee, aber viele Dinos trauen dieser weißen Pracht noch nicht. Doch mit den Kinder haben sie bald alle ihren Spaß und sausen fröhlich den Hang hinunter. Doch dann wird der Schloßherr krank und kann nicht, wie versprochen das Weihnachtsfest vorbereiten. Doch da machen sich alle gemeinsam an die Arbeit. 
Solche Dino-Hilfen könnten wir sicher auch gebrauchen, denn mit Ihrem Einsatz klappt alles sehr gut und am Ende kann das Fest zusammen gefeiert werden.
Auch dieses Buch macht gute Laune und es ist ein Spaß, es vorzulesen und anzuschauen. Mir fiel sofort auf, dass die Personen auf den Bilder etwas anders aussehen und stellte dann fest, dass ein neuer Illustrator die Bilder erstellt hat. Sie sind einen Hauch anders und doch wieder wunderschön. Ich freu mich auf das Vorlesen in der Weihnachtszeit, was sicher nicht nur Dinofans erfreuen wird.

Dagmar Mägdefrau

Wie man einen Yeti findet

Wie man einen Yeti findet
Matt Hunt
Übersetzter Uwe-Michael Gutzschhahn
Kunstmann
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Wenn du ganz oben aufs Cover schaust, dann siehst du den Yeti über den Baumspitzen hervorschauen, unten den suchenden Jungen und seinen Hund.
Der Junge fragt uns direkt, ob wir wissen, dass „im Wald hinter dem Haus ein Yeti lebt?“
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Er zeigt uns eine selbstgemalte Karte und sagt, er sei ein Yeti-Experte und malt sich seine kommende Berühmtheit aus. Zusammen mit seinem Hund Milo macht er sich auf und durchquert zunächst eine unberührte Schneefläche. Als sie den Wald erreichen, geht die Suche los. Wir sehen zwischen den Bäumen die bläulichen Riesenfüße, während der Junge mit einer Lupe den Boden absucht. Auch Milo schaut auf den Yeti, gibt aber keinen Laut von sich. Ähnlich ist die Situation am Holzstapel, auch hier leuchtet der Junge mit der Taschenlampe und der Hund sieht zum Yeti hoch, der über die Stämme schaut. 
Eine witzige Geschichte um die erfolglose Yetisuche, aber ein wenig tut mir der Junge auch leid, dass er das riesige Tier nie sieht. Der Yeti selbst scheint ein sehr netter Zeitgenosse zu sein, darum ist es etwas schade, dass er nicht gefunden wird. Das Buch kommt mit wenig Text aus und die sparsam gezeichneten Bilder zeigen uns alles ganz genau.

Dagmar Mägdefrau


Mein erster Weihnachtszauber  

Mein erster Weihnachtszauber
Kathrin Lena Orso
Julia Christians
Penguin Junior
Verlagsempfehlung ab 30 Monaten
Wie ein kleines Theater ist dieses Pappbilderbuch aufgebaut. Der kleine süße Hase vom Cover besucht zunächst den Weihnachtsmarkt. Mit einer Tüte gebrannter Mandeln steht er zwischen den Buden, die dreidimensional um ihn stehen. 
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Natürlich wird bei Familie Hase auch gebacken und während der Kleine in ein Plätzchen beißt, rührt Mama den Teig. Dann geht es ab in den Winterwald, dick eingemummelt stapfen die Tiere durch den Schnee. Am Weihnachtsabend werden am Tannenbaum vor dem Kamin die Geschenke ausgepackt. 
Ein wunderschönes Buch, um den Kleinen einen Vorgeschmack auf Weihnachten, das sie vielleicht zum ersten Mal bewusst erleben, zu geben. Die Bilder sind ohne viele Verzierungen gezeichnet und wirken dadurch realistisch, was durch das Dreidimensionale zusätzlich verstärkt wird. Der kleine Text erklärt die entsprechende Szene.

Dagmar Mägdefrau

Ich war das nicht!

Ich war das nicht!
Lydia Hauenschild
Antja Bohnstedt
Vermes-Verlag
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Auf dem Cover können wir die beiden Kinder sehn und Leo schreit Klara, die etwas schuldbewusst schaut, an. 
Dabei hat Klara sich so gefreut, dass sie heute bei Leo spielen darf.
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Neugierig schaut sie sich das Zimmer ihres Freundes an und sofort fällt ihr Blick auf einen Elefanten, den Leos Onkel aus Lego gebaut und der ganz oben im Regal steht. Doch Leo möchte nicht, dass damit gespielt wird. Als er dann aus dem Zimmer geht, steigt Klara sofort auf einen Stuhl und versucht, den Elefanten zu erreichen. Balu, Leos Hund, möchte sie wohl davon abhalten und zieht an ihrer Hose. Leider passiert dann das Unglück und der Elefant fällt zu Boden und dort kommen nur noch einzelne Steine an. Sehr schön ist Klara mit ihrem entsetzten Gesicht gezeichnet. Als Leo wieder in sein Zimmer kommt, nennt er Klara eine „Dumme Kuh!“ 
Doch sie versucht, dem Hund die Schuld zu geben, das nimmt ihr Leo aber nicht ab. Erst als Klara Leos Verzweiflung spürt, gibt sie ihren Fehler zu und entschuldig sich.
Beeindruckend fand ich die Bilder, die so schön die Gefühle der beiden Kinder abbilden. Die eigene Schuld nicht zugeben wollen, das ist etwas ganz Normales und kommt sicher bei jedem Kind hin und wieder vor, da ist es gut zu erleben, dass die beiden nach der Entschuldigung noch so schön zusammengespielt haben und Freunde geblieben sind.
Ein wunderschönes Bilderbuch.

Dagmar Mägdefrau

Fröhliche Winternacht

Fröhliche Winternacht
Lorenz Pauli
Kathrin Schärer
atlantis
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Es ist nicht wunderschön anzusehen, wie die Tiere zusammen mit dem schlafenden Bär auf dem Cover abgebildet sind?
Da es schon Zeit zum Schlafen ist, hat der Bär ziemlich schlechte Laune und die Tiere verstecken sich, um ihm nicht zu begegnen.
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Dann legt der Bär sich in seine Höhle zur Winterruhe. Doch die kleine Maus traut sich zu ihm hinein in die Höhle, weil es dort schön warm ist und sie sich gemütlich auf sein Fell legen kann. Bald traut sich das Eichhörnchen, das gerne immer dieselbe Geschichte erzählt, hereinzukommen. Auch der Specht kommt dazu und singt ein Lied. Erschrocken sieht der Dachs die Tiere beim Bären, kommt aber kurz darauf mit Wurzeln, Beeren und Nüssen in die Höhle. So feiern alle zusammen ein Fest. Als dann noch ein Tier aus der Kälte dazu kommt, nehmen die Tiere es sofort in ihrer Mitte auf. So freut sich sogar der Bär, als er kurz wach wird, über das schöne Fest. Am Ende liegen alle zusammen schlafend in der Bärenhöhle.
Ist es nicht einfach wunderbar, wie friedlich diese Freunde hier zusammenleben? Neben den kurzen Texten lebt das Buch von den liebevoll gezeichneten Bilder, die ich immer wieder anschauen mag. Sie sind realistisch gezeichnet und strahlen so viel Wärme aus.

Dagmar Mägdefrau

Einmal durch die ganze Stadt – Familie Bär zieht um

Einmal durch die ganze Stadt – Familie Bär zieht um
Barbara Korthues
esslinger
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Schon auf dem Cover dieses Pappbilderbuches sehen wir das Gewimmel von Tieren und den Umzugswagen, der die Möbel von Familie Bär in das neue Haus bringen soll. Sie selbst sind auf ihren Rädern unterwegs. 
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Eine fröhliche, geschäftige Straße mit einem Kiosk ist zu sehen und die Bärenfamilie, die ihre Sachen zusammenpackt. Ein kleiner Text beschreibt uns, wie es zu dem Umzug kam. Vorbei am Markt geht es mit den Rädern. Rast macht Familie Bär am Bahnhof, Pelle möchte den Schnellzug anschauen. Das kenne ich von meinem Enkel. Papa und Emma gehen noch schnell ins Kino, was mich wundert. Baustelle und Kaufhaus sind die Themen auf der nächsten Seite. Warum jetzt noch ein Hulla-Hoop-Reifen gekauft werden muss? Der Stadtpark ist die nächste Station, hier springt Pelle noch schnell in den Teich. Spielplatz und Flohmarkt sind auf der nächsten Seite zu finden und es gibt ein Eis. Dann ist Familie Bär endlich am Ziel angekommen und die Möbel werden ausgeladen, danach gibt es Pizza für alle.
Auf dem hinteren Cover wird uns die Familie vorgestellt, die uns im Buch durch all die Wimmelbilder begleitet hat. Das Buch hat kleine „Öhrchen“, auf denen Gegenstände abgebildet sind, die man auf den entsprechenden Seiten suchen kann.
Das Buch war schon in unserer Lesekiste und die Kinder hatten viel Spaß, die Familie Bär beim Umzug zu begleiten und sie haben viel auf den Seiten entdecken können.

Dagmar Mägdefrau