So denke ich! Und was denkst du?
Das Cover zeigt uns die vier Tiere, die hier ein Herbstfest organisieren bzw. den Dachs, der versucht ihnen alles madig machen. Diesmal sind sich die Tiere schnell einig, sie wollen ein schönes Herbstfest feiern, doch was soll es zu Essen geben? Es gibt eine Menge Vorschläge, nur die kleine Maus Sebastian sitzt abseits und sagt nichts. Erst als die Häsin Lina ihm erklärt, dass jede*r eine Meinung haben kann, die er auch äußern darf, traut er sich „Kuchen“ zu sagen.
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Den Vorschlag finden alle sehr gut. Doch dann taucht Dachs Enno auf, rücksichtlos bringt er die Notizen durcheinander und behauptet, dass Kuchen im Freien wegfliegen würde. Aber Lina weiß, dass das nicht stimmen kann, denn sie hat schon Kuchen bei einem Picknick draußen gegessen.
Es gibt immer wieder Meinungsverschiedenheiten bei der Organisation des Festes, vieles kann man lösen, indem alle Ideen angewandt werden. Erst Enno macht die schönen Einladungskarten schlecht und behauptet böse Sachen, die nicht stimmen.
Ganz hinten im Buch gibt es noch vier Felder mit Sachtexten zum Thema Meinungsfreiheit und da lesen wir auch, dass Dinge, die nicht den Tatsachen entsprechen keine Meinung abbilden, sondern Fake sind.
Auf kindgerechte Art wird hier ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie erklärt und ich glaube, das Buch würde auch für manche Erwachsenen wichtige Informationen bieten. Denn auch sie fallen auf Fake-Infos rein und verwechseln Meinung mit falschen Behauptungen.
Die Illustrationen zeigen sehr schön, die Gefühle der Tiere und unterstützen damit ideal den gut verständlichen Text. Ein Buch, das möglichst viele Kinder kennen sollten.
Dagmar Mägdefrau
Die Bärin
Das Cover ist so beeindruckend, da schaut uns ein großes Bärenauge an, der Rest des Kopfes ist nur teilweise zu sehen. Danach sehen wir die Bärentatzen als Spur im Schnee. Es wird Herbst und die Bärin ist allein unterwegs, sie „streift schwermütig umher“ und aß die letzten Früchte des Sommers. Es wird kälter und dann fällt der erste Schnee.
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Inmitten der bergigen Schneelandschaft gräbt die Bärin eine Mulde und legt sich schlafen. Als die Sonne wieder wärmer scheint spürt die Bärin „dass sie etwas begrüßen wollte.“ Und so sehen wir sie auf dem Rücken in der Baumkrone liegend mit einem Bärenjungen auf dem Bauch. Gemeinsam gehen sie über die grüne Frühlingswiese.
Die wunderschönen Bilder brauchen nur wenige Worte, denn sie beschreiben auf eine liebevolle Weise wie die Bärin den Winter erlebt. Und mit dem letzten Frühlingsbild spüren wir die Hoffnung und das neue Leben.
Dagmar Mägdefrau
Das große Fehlen
Vorneweg geht die Katze, dann kommt das Mädchen und als letztes sehen wir das „große Fehlen“, denn das Mädchen hat ihre Mama verloren. Im Haus hängt eine Foto, wo sie gemeinsam Blumen eingepflanzt haben. „Dann starb Mama – und an ihre Stelle trat das große Fehlen.“ So liegt sie ganz eng an der Wand im Bett und dick daneben dieser Geist, der nun ihr einziger Freund ist.
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Denn er sitzt bei Frühstück zwischen ihr und Papa. Immer ist das große Fehlen dabei, sogar wenn sie mit Papa auf den Jahrmarkt geht. Doch dann fängt die Blume, die sie mit der Mama gepflanzt hat, an zu blühen und sie schenkt dem großen Fehlen eine Blüte. Zusammen retten sie eine kleine Katze, die ihre Freundin wurde.
Die Illustrationen sind zunächst in dunklen Erdtönen gehalten und sie werden erst mit dem Erblühen der Blume farbiger. Die anfängliche Distanz zum Papa wird auch immer geringer und am Schluss sitzen die beiden am Tisch nebeneinander und das große Fehlen hat am Tischende seinen Platz. Außerdem wirkt es durch die Blühten etwas freundlicher. Danach gibt es auch ein Foto, auf dem das Kind zusammen mit dem Papa etwas pflanzt, im Hintergrund mit Schaufel das große Fehlen und natürlich ist auch die Katze dabei.
Fehlen wird Mama immer, aber das große Fehlen gehört zum Alltag und nimmt ihn nicht mehr ganz ein. Das Mädchen hat es geschafft ihre Trauer zu durchleben und kann jetzt wieder fröhlich sein.
Dagmar Mägdefrau
Between the Lines – Band 1
Auf dem Cover sehen wir Kali und Rei, die Hauptdarsteller dieser RomCom, sie stehen an einem Regiestuhl, denn die beiden studieren an Filmakademie. Erwähnenswert ist auch der Buchschnitt, der passend zum Cover eingefärbt Filmicons abbildet.
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Zum ersten Mal treffen die völlig entnervte, heulende Kali und der mysteriöse Filmstudent auf der Unisextoilette aufeinander. Da sie sich nicht sehen können, braucht es schon etwas Zeit, bis sie dann aufeinandertreffen. Aber diese Eingangsszene ist humorvoll geschrieben und lässt und auf eine romantische Geschichte hoffen. Doch so schnell kommen die beiden nicht zusammen, denn Rei benimmt sich beim zweiten Treffen sehr abweisend. Da ist es gut, dass Kali in ihrer WG zwei nette Mitbewohnerinnen hat. Beide sind auch sehr interessant angelegte Charaktere. Maya, die sich immer nicht nur um ihre Geschwister kümmert, sondern auch den WG-Haushalt schmeißt und Lias, von der es heißt, wenn sie jemanden Opfer nennt, bedeutet, dass das sie ihn liebt.
Die Beziehung von Kali und Rey ist nicht einfach zu beschreiben, eigentlich finden sie immer wieder Gründe, dass sie nur Freunde sein wollen, dabei spürt man genau, wie es zwischen ihnen knistert.
In der Figur von Kali, die davon träumt eine gefragt Drehbuchautorin zu werden, steckt viel biografisches. So hat sie bulgarische Wurzeln und ist davon überzeugt, dass ihre Familie sie eher klein hält, statt sie zu unterstützen.
Die Sprache empfinde ich als sehr jugendlich, so gibt es viel englische Begriffe, ganz häufig wird das Wort „Same“ benutzt. Über viele humorvolle Passagen habe ich mich amüsieren können, aber es gibt auch tiefgründige Stellen und zu Ende habe ich die Spannung deutlich gespürt.
Dagmar Mägdefrau
Der Kürbisdieb
Vogel hat ein Gemüsebeet angelegt und Eichhörnchen hat sie Samen mit eingepflanzt. Nun wartet es ungeduldig, dass etwas wächst, aber erst Monate später entdeckt er fünf Kürbisse, die alle anders aussehen. Er selbst beansprucht den großen orangen für sich. Ein richtige Hilfe ist Eichhörnchen leider nicht, immer will er etwas machen, aber noch bevor er starten kann, sind es nur noch vier Kürbisse.
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Als nach und nach alle bis auf seinen Kürbis verschwinden, ist Eichhörnchen klar, dass es einen Dieb geben muss. Aber nicht nur die Früchte, auch sein Freund der Vogel ist verschwunden. Als Eichhörnchen verschiedene Spuren findet zeichnet er ein Phantombild, das einem Vogel ähnelt. Als Vogel wieder auftaucht, bietet Eichhörnchen dem „Entführer“ alle Kürbisse an, wenn sein Freund freikommt.
Kurze Texte und einfache bunte Bilder erzählen die Geschichte einer Freundschaft, denn Vogel hat alle Kürbisse an die anderen Tiere verschenkt und natürlich bekommt Eichhörnchen ebenfalls seinen orangenen, dicken Kürbis.
Auf den letzten beiden Seiten erfahren wir noch eine Menge über Kürbisse und so werden sicher einige Kinder Kürbissamen aussähen und im Herbst Kürbisse schnitzen.
Ein fröhliches Bilderbuch mit einigen guten Informationen.
Dagmar Mägdefrau
I-Ah hat Geburtstag
Das kleine hellblaue Büchlein enthält einen Auszug der Originalgeschichte von Winnie-der-Pu. Es geht darum, dass der Esel I-Ah Geburtstag hat und „der alte graue Esel am Bach stand und sich im Wasser betrachtet.“ Was er sieht, bezeichnet er als „ein Bild des Jammers“ und deshalb versucht er sein Glück auf der anderen Bachseite mit demselben Ergebnis.
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Als Pu ihn fröhlich begrüßt, lässt I-Ah seinen Frust an ihm aus. Auch das Lied, das Pu im vorsingt, kann die Laune des Esels nicht verbessern. Denn er erwartet einen Geburtstagskuchen und Geschenke. Pu vergewissert sich noch einmal, ob der Esel wirklich Geburtstag habe und gratuliert ihm dann. Danach macht er sich auf den Weg um „irgendein Geschenk“ zu suchen.
Die Geschichten aus dem Hundertsechzig-Morgen-Wald haben ja immer etwas Philosophisches und deshalb finde ich sie für Vorschulkinder etwas schwer zu verstehen. Es gibt zwar einige Bilder in den Buch, aber Kita-Kinder benötigen schon noch einige Informationen. So taucht zu Ende der Geschichte Christopher Robin auf, für den die Geschichten geschrieben wurden, aber für Neulinge ist nicht ganz klar, wer er ist.
Ein wundervolles Buch für Erwachsene, die noch einmal in den Hundertsechzig-Morgen-Wald abtauchen wollen und natürlich zur Ergänzung der vielen Bilderbücher, die nicht die Originalgeschichte, die so schön von Harry Rowohlt übersetzt wurde, abdrucken.
Dagmar Mägdefrau
Ein großer Affe
Das matte Cover zeigt einen leeren Käfig, der in einer ungewöhnlichen Landschaft steht. Das Buch beginnt mit dem leeren Käfig, der im Stadtpark steht. Hier sind kleine Menschen mit und ohne Hund unterwegs. „Im Urwald lebt ein großer Affe“ ist zu lesen, aber auf dem Bild sind nur diese kleinen Menschen mit Seilen unterwegs. Dann taucht der Affe auf, er liegt gemütlich in der Landschaft. Einige Bilder weiter liegt er gefesselt am Boden und danach sitzt er im Käfig und viele kleine Menschen sind unterwegs im Park.
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Weil ein Kind interessiert, was der Affe kann, stellt man ihm eine Staffelei hin und er malt viele Bilder nach dem gleichen Muster, es sind immer nur Gitterstäbe zu sehen. Dann gibt es eine Ausstellung im Museum.
Der Kontrast zwischen dem riesigen gorillaähnlichen Affen und den winzigen eckigen Menschen gefällt mir sehr gut. Er wirkt gutmütig, obwohl er nachher den Käfig verlässt und wieder in den Wald geht, um dort ein Künstler zu sein. Im Gelsenkirchener Zoo kann man von einer Affendame gemalte Bilder kaufen, das kam mir sofort in den Sinn. Dieser Affe sagt mit dem Malen von Gitterstäben etwas aus, dass traurig und betroffen macht. Als sich sein Stil ändert und er den Dschungel malt, erinnert er sich und kehrt dorthin zurück. Es gibt immer nur einen Satz auf den Seiten und ich finde das Anschauen des Buch sehr beruhigend. Auf mich wirken die Farben und die weichen Linien sehr beruhigend und ich empfinde dieses Bilderbuch als ein echtes Kunstwerk.
Dagmar Mägdefrau
Du nervst schimpf die Maus
Schon auf dem Cover sehen wir die Maus mit dem Elefanten schimpfen, denn er kann ihr nichts recht machen. Wenn wir das Buch aufschlagen, sehen wir in die Augen des Elefanten, denn über die Doppelseite ist sein Kopf abgebildet. Seine Augen wirken etwas müde, aber er hat die Ruhe weg. Das muss er auch haben, denn schon auf der ersten Seite schimpft die Maus „Du nervst!“ Zunächst ist der Elefant im Weg, doch er hat schnell eine tolle Lösung parat, denn die Maus kann zwischen seinen Beine durchlaufen.
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Dann hockt er im Weg und die Maus hat keinen Weitblick. Da nimmt er sie auf seinen Rüssel und schon kann die Maus alles sehen.
Die Bilder sind so zauberhaft gezeichnet, besonders der Elefant ist echt ein Kunstwerk. Beide Tiere tragen Boxershorts mit weißen Punkten, was ich sehr witzig finde. Die Wiederholung des Titels macht einfach Spaß und die Gelassenheit des Elefanten, nachahmenswert! Zum Glück nimmt die Maus ihn am Ende nochmal ganz lieb in den Arm.
Ich denke, dass das ein echtes Vorlesebuch sein wird, die Kinder kennen dieses Nerven und sie freuen sich, wenn es eine positive Lösung gibt.
Dagmar Mägdefrau
Die fabelhafte Geschichte von Herrn Leopold, der schweben konnte
Witzig sieht er aus, der Herr Leopold, mit seinen fliegenden grauen Krüsselhaaren und dem breiten Bart und er kann tatsächlich durch die Luft schweben. Schon als Baby schwebte Leopold über seinem Kinderbett und deshalb wurden ihm kleine Sandsäckchen an die Windel gebunden, er sollte ja nicht wegschweben. Selbstverständlich wurde seine wundersame Eigenschaft wissenschaftlich untersucht, allerdings ohne ein Ergebnis.
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Natürlich hat es auch seine Vorteile, wenn ein Junge einfach so schweben kann. „Er könnte in den Wolken schwimmen“ gefiel mir besonders gut. Bei einer großen Feier kam der Gedanke auf, dass es gefährlich sie einfach so zu schweben und so wurde Leopold mit vielen Dingen beschwert, damit er am Boden blieb.
Zum einen zeichnet das Buch die etwas skurrilen Illustrationen aus zum anderen ist es in einer wunderschönen Sprache geschrieben. Der Text ist etwas länger, aber er liest sich ganz leicht, als würde man schweben. Ein besonderes Bilderbuch zart und wortgewaltig.
Dagmar Mägdefrau
Little People, BIG DREAMS – Cristiano Ronaldo
Schon als Kind mochte der auf Madeira geborene Cristiano gerne Fußball spielen und er hoffte, dass er einmal in dem Club spielen könnte, indem sein Vater als Zeugwart arbeitete. Aber nicht nur das gelang dem talentierten Jungen, der wenn er verlor auch ein paar Tränen vergoss, er spiele bald schon in größeren Clubs.
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Dann holte ihn Manchester nach England und weiter ging es nach Spanien zu Real Madrid. Christiano Ronaldo gewann viele Pokale sowohl mit seinen berühmten Vereinen als auch mit der portugiesischen Nationalmannschaft, wenn er auch nie Weltmeister wurde.
Neben den kurzen Texten zum Lebens des Fußballspielers, gibt es viele schöne bunte Bilder, Trikots mit der Nummer 7 oder mit dem Pokal für den besten Spieler der Welt, den er 23-mal bekam. Kleine Fußballfans, die Ronaldo aus dem Fernsehen als berühmten Spieler kennen, erfahren hier viel über ihr Idol, über seine Siege, aber auch über seine karikativen Spenden.
Dagmar Mägdefrau
Öffne dein Herz: Herzoperation
Ein rot-pinkes Herz ist wird mit einem Band verschlossen, wenn wir es aufschlagen, können wir auf der ersten Seite ein Bild einkleben. Danach folgt eine Einweisung und danach können wir ein medizinisches Herz ausmalen. Nochmal können wir Klappen öffnen und darunter sehen wir einen Menschen und seinen Blutkreislauf, danach ist ein Herz mit seinen „Zimmern“ abgebildet.
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Dann lernen wir die forschende Mrs. Pieks und den emotionalen Mr. Pust kennen, sie werden uns im Buch begleiten. Das Herzteam kann sich auf der nächsten Seite verewigen, danach können die Patient*innen sich dazu äußern, „was sie auf dem Herzen haben.“ Die Aufkleber finden sich viel Anwendungsmöglichkeiten. Danach werden Dinge rund um sie Operation erklärt, wie z.B. die Nakose. Es gibt Ausmahlbilder und ein Memorie, hinten im Buch kann das Kind einen eigenen Mut-Orden ausschneiden und bemalen.
Die ganze Familie und alle Freunde werden sich um ein Kind sorgen, dem eine Herzoperation bevorsteht. Dieses Buch kann im Vorfeld viele Fragen beantworten und fängt auch die Emotionen gut auf. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Buch mit all seinen unterschiedlichen Facetten sehr gut als Begleiter im Krankenhaus geeignet ist und auch später gerne angeschaut werden wird.
Eine hervorragende Idee, auf diese Art dem Kind die Angst zu nehmen. Sehr empfehlenswert!
Dagmar Mägdefrau
Öffne dein Herz: Operation
Schon das Äußeres dieses Buches ist besonders, es gibt eine Ringbindung zum Umschlagen der Seiten, ein Herz auf dem Cover, das mit einem Bändchen verschlossen wird. Wenn wir es öffnen, können wir unser Foto dort einkleben, denn das Buch ist ein sehr persönliches. Es soll ein Kind bei einer Operation begleiten und unterstützen.
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Zunächst gibt es eine kleine Anleitung, denn das Buch ist sehr vielseitig. So kann gemalt, geschrieben und gerätselt werden. Es gibt ein Quartett und ein Puzzle. Aber das Wichtigste sind die Informationen rund um die anstehende Operation. Da ist zunächst die Frage, was wird operiert, später geht es dann nochmal um Knochenbrüche. Die verschiedenen Menschen, die in einem Krankenhaus arbeiten, werden vorgestellt und dieses Team kann sich auf einer Herzchenseite im Buch eintragen. Dann lernen wir Mrs. Pieks, die analysiert und forsch und den emotionalen Mr. Pust kennen, sie werden immer wieder auftauchen. Auf einer Seite können Familie und Freunde etwas hineinschreiben. Die Aufkleber können wir nach belieben anwenden. Danach folgt der Ablauf bis zur Entlassung.
Natürlich hat jeder Angst vor einer Operation, da ist so ein einfühlsames Buch ein wundervoller Begleiter. Schon im Vorfeld werden Fragen beantwortet und Dinge erklärt, das nimmt schon etwas die Angst. Aber in dem Buch gibt es auch viel Anregungen, wie man die Zeit vertreiben kann. Der kleine Patient oder die kleine Patientin können ihr Gefühle dem Buch anvertrauen und auf die doofen Seiten können sie auch negatives eintragen.
Zum Schluss wird ein Mut-Orden ausgeschnitten und angemalt.
Ich bin begeistert von der Idee ein Buch für Kinder zu gestalten, die eine Operation vor sich haben.
Dagmar Mägdefrau
Mut-tut-gut: Urjas, der kleine Bär findet sein Glück
Glücklich lächelnd liegt der kleine Bär auf dem Bauch und schaut uns vom Cover aus an. Zehn Jahre hat der Bär bei der Eule Sophia eine ganze Menge gelernt und nun zieht er los um das Glück zu finden. Zum Abschied gibt Sophia Urjas ein kleines Gedicht über Mut mit auf den Weg. Es endet „Mein Herz, das hüpft, die Beine schwingen, der Mund singt und die Glieder schwingen, ich bin so, wie´s mir gefällt auf dieser wunderschönen Welt.“
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So positiv eingestimmt trifft Urjas auf die Maus. Doch seiner Aufforderung ihn zu begleiten, kommt die Maus nicht nach, denn sie hat Angst. Und die spürt Urjas jetzt auch, aber der Spruch von der Eule macht ihm wieder Mut.
Neben der Geschichte gibt es Fragen an die Kinder, denen das Buch vorgelesen wird. So geht es zunächst um einen Ort an dem sie sich geborgen fühlen, danach um die Ängste und wer ihnen da hilft. Danach geht es um Mut und es gibt sogar eine Feld in das ein Mut-Tier gezeichnet werden kann.
Viele Illustrationen zeigen uns die Tiere, denen Urjas begegnet und die alle unterschiedliche Probleme haben, aber Urjas wird durch den Spruch immer wieder mutig genug weiterzusuchen und am Ende wird er feststellen „Mut findet man im Herzen!“
Beim gemeinsamen Lesen dieses Buches werden wir viel über das Kind erfahren und vielleicht können wir es so stärken, wie Sophie es mit Urjas getan hat. Der schöne Spruch, der sich im Buch mehrfach wiederholt kann da eine große Hilfe sein. Ein ganz besonderes Bilderbuch, das unseren Kindern zeigt, dass auch sie etwas Besonders sind.
Dagmar Mägdefrau
Stock & Stein – Eine Tasche voller Herbst
Was Kinder so alles in ihren Taschen herumtragen, ist erstaunlich. Nachdem wir im ersten Teil die Abenteuer von Stock und Stein miterleben durften, weil sie zum Glück nicht mit in die Waschmaschine mussten, erleben wir nun mit ihnen den Herbst. Schon auf dem Cover sehen wir die Kastanie, die als erstes zu ihnen in die Tasche wandert.
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Die Kastanien, die noch in ihrer stacheleigen Schale am Baum hängen, sind ganz aufgeregt, weil sie bald herabfallen und sie überlegen, was sie alles werden könnten. Nur die Kastanie, die in der Tasche landet, ängstigt sich davor schrumpelig zu werden. Dann würde sie im Müll landen. Aber Stein setzt sich die stachelige Schale auf und wird so zum Igel. Es finden noch eine Eichel, Zapfen, Ahornnasen und Bucheckernhüllen den Weg in die Tasche.
Auf der letzten Seite sehen wir fantasievolle Basteleien mit den Waldfrüchten, denn am Ende bleiben Stock und Stein allein zurück und sie haben wieder ihre Ruhe.
Es wird sehr ideenreich erzählt, was da in dieser Jackentasche geschieht, voller Fantasie nutzen die zeitweiligen Bewohner die Naturmaterialien, um sich zu verändern. Sicher werden die Kinder im Wald nach den Teilen suchen und ausprobieren, was sie im Buch gesehen haben. Neben den kurzen Textteilen und den Comicblasen gibt es wieder sehr schöne Illustrationen vom Tascheninhalt. Sicher wird das Buch genauso begeistert gelesen, wie der erste Teil.
Dagmar Mägdefrau
Guten Morgen – Gute Nacht
Dieses Buch fällt nicht nur durch seine zarten Titelbilder auf, sondern auch dadurch, dass man es wenden kann. Denn einmal geht es um den Tag und einmal um die Nacht.
„Guten Morgen“ zeigt dasselbe Motiv nur in einem anderem Licht. „Die Sonne geht auf, der Himmel wird hell“ steht auf der ersten Doppelseite, die die aufgehende Sonne über dem Wasser zeigt, nur als Silhouette, viele Vögel.
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Auf dem Balkon stehen zwei Kinder und schauen auf die Sonne, eine Gruppe Jugendliche läuft über eine Wiese, Hektik in der Großstadt sind einige der Motive der nächsten Seiten. Auf der letzten Seite sehen wir Menschen am Meer den Sonnenuntergang bestaunen.
„Gute Nacht“ beginnt mit dem fast weißen Mond, der über der kargen Landschaft aufgeht. „Die Nacht bricht herein“ Rinder werden zurück ins Dorf getrieben, dann spielen zwei Kinder unter dem sanften Schein einer Lampe miteinander, sie sind „zu Hause“. Andere sind unterwegs, gehen ins Café oder arbeiten an einer Großbaustelle. Viele Eindrücke folgen, bis wir bei den Nordlichtern angekommen sind, die die Eisbären beleuchten.
Der kurze Satz auf jeder Seite ließ mich manchmal überlegen, was da wohl geschehen sein könnte, er ordnete die Bilder zu einer Geschichte. Die Illustrationen sind ruhig und so vielfältig in ihrer Darstellung. Ich glaube das Buch muss ich noch einige Male anschauen und auf mich wirken lassen. Auf jeden Fall macht es mich auf eine schöne Art ruhiger.
Dagmar Mägdefrau
Chamäleonrot
Aus der Pfütze schaut ein rotes Chamäleon auf das Mädchen, das mit einem Pflaster auf dem Knie vor der Pfütze hockt.
Dieses Mädchen erzählt uns von sich und von ihrer Verbundenheit zu den Chamäleons. Sie übt mit ihrer Zunge zu rollen und kann Brausepulver blitzschnell schnappen. Auch wenn sie mit ihren Augen nicht in unterschiedliche Richtungen schauen kann, beobachtet sie doch genau.
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Allerdings kann sie nicht die Farbe wechseln, außer zu Rot, dabei wünscht sie sich so sehr, dass sie sich tarnen könnte und sie der Kellner im Lokal nicht fragen würde, ob es geschmeckt hat. Sie redet nicht gerne mit anderen Menschen, weil sie so schüchtern ist. Nachdem Mama und das Mädchen in ein großes Haus gezogen sind, wollen sie sich gemeinsam allen Nachbarn vorstellen. Erst als sie bei einem alten Herrn klingeln, der ein Terrarium mit einem Chamäleon besitzt, überwindet sie ihre Schüchternheit.
Auf dem Vorsatz sind verschiedene Chamäleonarten abgebildet und wir erfahren eine Menge über diese faszinierenden Tiere. Aber im Mittelpunkt der Geschichte steht das schüchterne Mädchen, dass uns an ihren Gefühlen teilhaben lässt. Unterstützt durch Illustrationen, die das Mädchen, wenn sie lieber unsichtbar wäre, nur mit einem weißen Umriss abbildet und die aus ungewöhnlichen Perspektiven gezeichnet sind. Der Text ist nicht zu lang, kann aber sehr schön beschreiben, wie sich das Kind fühlt. Am Ende des Buches wird sie aber ein klein wenig mutiger, weil der nette Nachbar ihre die Freundschaft zu seinem Chamäleon anbietet. Ich konnte gut mit dem Mädchen fühlen, denn auch wenn es heute keiner mehr für möglich hält, so war auch ich einmal ein schüchternes Mädchen.
Dagmar Mägdefrau
Das Land wo die Eiscreme wächst
Zwei Jungs stehen in der Eisdiele und zeigen auf ein Bild, das weiße Berge zeigt. So ist es auf dem Cover zu sehen.
Das Buch beginnt dann auch gleich mit einem Bergpanorama, diesmal sind die Berge bunt und haben Namen wie Lutschiama oder Vanillegipfel.
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„Jakob, Tom und ich waren zum Essen ausgegangen“ als am Nachbartisch ein Mann die Frage der Bedienung, ob er Eis wolle mit „Nie wieder will ich Eiscreme auch nur sehen.“ beantwortetet. So erfuhren die drei vom Land, in dem die Eiscreme wächst. Mit dem Zeppelin geht es dort hin, schon von oben sind Rieseneishörnchen zu sehen. Nach dem Aussteigen kosten sie das Eis des Bodens und machen Fotos mit den Rieseneishörnchen. Sie machen sich Gedanken, wer wohl so große Eis essen kann, und sie finden vor einer Höhle leere Waffeln. Da taucht eine Art Bär mit Löffeln auf und sie gehen schnell weiter.
Auf jeder zweiten Seite steht ein kurzer Textblock und daneben gibt es sehr fantasievolle Landschaftsbilder. Die Überschriften lauten Mampftag, Eisdielentag oder Gemischtwoch und haben einen witzigen Bezug auf die Wochentage. Auf der letzten Seite taucht wieder die Eisdiele vom Cover auf und dort finden wir die drei als Kinder wieder. So wird alles zu einer kreativen fantastischen Geschichte. Ein wenig unheimlich waren die Eisriesen, die damit drohten, auch die drei Forscher zu essen, allerdings erst später. Das galt dem Enkel zu erklären.
Ein ungewöhnliches Buch, das betrifft sowohl den Text als auch die Bilder. Mich hat es sehr angesprochen und ich bin gespannt auf die Reaktion der Kinder, wobei ich denke, dass eher Grundschulkinder richtig begeistert sein werden.
Dagmar Mägdefrau
Papa
Recht einfach kommt das Cover mit dem weißen Hintergrund und dem Pinguinpapa mit Kind daher. Allerdings glänzt alles wunderschön lackiert und fällt dadurch auf.
Zunächst werden unterschiedliche Tierväter vorgestellt. Die erste Doppelseite zeigt einen Gorilla mit seinem Kind, zu lesen ist „Papa ist stark“, danach liegen die Jungen beim Fuchs „Papa ist lieb“ seht daneben.
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Der graue Gibbon hat sich von seinem Jungen abgewandt, der die Pfote nach ihm ausstreckt und „Papa lässt dich manchmal im Stich“ lautet der Text. Nach dem Wolf, der „eine Geschichte erzählt“ wechseln die Bilder und es werden Menschen gezeigt. „Papa wischt die Tränen ab“ zeigt einen Vater im Rollstuhl, der seinen mit dem Rad gestürzten Jungen tröstet. Danach träumt Papa vom größer werden des Kindes. Zum Schluss gibt es einen Sachtext zu den Tierpapas. Da lesen wir beim Gibbon, dass er sich noch mehr um die Kinder kümmert als die Mütter.
Das Buch zeigt sehr zärtliche Bilder, die die Nähe der Väter zu ihren Jungen abbilden. Sie beschränken sich ebenfalls wie die kurzen Sätze auf das Wesentliche. Obwohl mir die Aussage klar ist, fehlt mir ein wenig der rote Faden und eine Aussage. Wie ich am Beispiel des Gibbon beschrieben habe, finde ich eine solche Aussage beunruhigend, auch wenn sie durch die anderen aufgehoben wird.
Dagmar Mägdefrau
Die verrückteste Mondrakete der Welt
Das Cover zeigt eine Rakete mit sehr vielen eingebauten (angeklebten) Dingen, die nicht unbedingt zum Rakentenbausatz gehören. Im Vorsatz erfahren wir einiges über Mondmüll und Weltraumschrott, für beides sind wir Menschen verantwortlich.
Dann lernen wir die Hasen Klara und Hansi kennen, die in der Stadt Müll aufsammeln, als sie bei Bruno ankommen, zeigt der ihnen seine Rakete, die dann versehentlich gezündet wird.
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Schnell landen die drei auf dem Mond und sammeln, gekleidet in ihre Raumanzüge, den Müll ein. Erstaunliche Dinge tauchen dabei auf, doch dann wir ihnen klar, dass sie keine Antrieb haben, um wieder zurückzufliegen. Zum Glück treffen sie auf Aliens, denen sie helfen können und die sie dann unterstützen.
Bisher haben wir uns wenig Gedanken um den Müll gemacht, der im Weltraum unterwegs ist und sicher wird es aufgrund der neu entfachten Weltraum-Euphorie noch mehr geben. Hier erleben wir, dass die Hasen helfen und ihnen geholfen wird, zudem erfahren wir einiges über die Problematik der Weltraumfahrten. Die Bilder sind sehr gelungen und es gibt eine ganze Menge zu entdecken. Der gereimte Text holpert manchmal etwas, zeigt aber insgesamt viel Humor. Das realistische Problem der Verschmutzung des Weltalls steht hier im krassen Gegensatz zur kurzen Reise zum Mond ohne jede Vorbereitung und dem Weltraumkleber, der ein echter Superkleber ist.
Dagmar Mägdefrau
Lieselotte lauert
Die Kuh Lieselotte feiert ihren 20 Geburtstag als Buchreihe und ich kenne sie als sehr gute Freundin und Unterstützerin des Postboten. Aber in diesem Bilderbuch aus dem Jahr 2006 lauert sie jeden Morgen dem Postboten auf, um ihn zu erschrecken. Das Bild mit der laut muhenden Kuh und dem Postboten, dem vor Schreck fast die Brille vom Kopf fällt, ist einfach herrlich.
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Die Bäuerin ist inzwischen genervt von den vielen kaputten Sachen, die in den Paketen bei ihr ankommen. Auch hier ein witziges Bild mit all dem geflickten Porzellan auf ihrem Tisch. Während sich Lieselotte immer wieder neue Verstecke aussucht, hat der Postbote schon Albträume von der Kuh. Ich verrate nicht, wie es weitergeht, aber wir wissen ja, dass die beiden sich vertragen werden.
Ein gelungenes Jubiläumsbuch von Alexander Steffensmeier, das nicht nur eingeschworene Lieselotte-Fans begeistern wird.
Dagmar Mägdefrau
Alle meine Mäuse – Mein erstes Buch vom Geld
Dieses Pappbilderbuch wendet sich schon an Vierjährige und mir gefällt es sehr gut, dass sie hier leicht verständlich etwas über Geld erfahren. Zunächst lernen wir die Mäusegeschwister Mo und Netti kennen. Netti bleibt immer ganz ruhig und dann folgt ihre Idee.
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Mama hat heute Geburtstag und die beiden haben kein Geschenk. Aber im Hutladen gibt es einen Strohhut mit einer roten Blume. Seinen Preis können wir unter einer Klappe sehen. Leider haben die beiden kein Geld, aber Netti weiß, dass die Bank Geld hat. Aber Frau Pinke-Pinke lehnt es ab ihnen Geld zu geben und wenn wir die Karte in den Geldautomaten stecken, sehen wir, dass der Kontostand bei 0 ist. Auf dem Markt bietet ihnen das Huhn an Eier einzusortieren. Wenn wir den Eierkarton öffnen, sehen wir den Preis. Auf der nächsten Seite gibt es einen Umschlag, in dem das verdiente Geld ist. Das wandert auf der nächsten Seite in die Kasse, allerdings bleibt etwas übrig, das kann ins Sparschwein, das wir zusammenbasteln können.
Die Geschichte ist kindgerecht erzählt und das Buch wurde sehr aufwendig hergestellt. Neben Dingen wie den Geldautomat, wo man eine Karte bewegen kann, gibt es auch noch rote Button in denen kleine Aufgaben stehen, die die Kinder erledigen können. Eine wunderbare Idee, die hier sehr gut umgesetzt wurde und die schon kleinen Kindern zeigt, wozu wir Geld benötigen.
Dagmar Mägdefrau
Der Ballkönig – Ein Fußballmärchen
Auf dem Cover sehen wir zwei Fußballspieler, einer mit Krone, das ist Prinz Ollie. Der andere ist Leo, der Junge, der, wie Aschenputtel, die ganze Hausarbeit machen muss, während seine beiden Brüder Fußball spielen. Auch Leo möchte gerne Fußball spielen und er ist erfindungsreich genug, sein Training in die Hausarbeit zu integrieren.
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Dann bekommt er eine Einladung zu einem Fußballspiel. Aber seine gemeinen Brüder lachen nur über ihn und lassen ihn mit dem dreckigen Geschirr zu Hause. Aber dann kommt die Magie und Leo kann am Spiel teilnehmen und schießt das entscheidende Tor. Dabei verliert er überraschenderweise seinen silbernen Fußballschuh. So sucht am nächsten Tag Prinz Ollie nach dem Träger dieses verlorenen Schuhs. Dieses Märchen erzählt König Leo seinem Sohn, den er gemeinsam mit König Ollie ins Bett bringt.
Eine witzige neue Geschichte um das Aschenputtel-Thema. Das Thema Fußball wird dabei in den Mittelpunkt gestellt und so ganz nebenbei und selbstverständlich gibt es noch ein queeres Elternpaar. Die Illustrationen sind sehr großformatig und bunt. Ein zauberhaftes Märchen, das wohl auch Jungen gefallen wird.
Dagmar Mägdefrau
Schluss. Aus. Basta!
Das Format dieses Bilderbuches ist schon besonders: Es kommt ganz schmal und hoch daher und zeigt drei Hunde und oben im Baum ein Eichhörnchen.
Da sitzen die drei Hunde hintereinander und fordern das Eichhörnchen, das auf einem Ast relaxt, auf, mit ihnen zu spielen.
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Während es sich zwei der Hunde am Boden gemütlich machen, streckt sich einer am Stamm hoch, „Jetzt komm schon…“ Dann machen zwei Hunde ein Würstchen, was sicher alle Kinder erfreuen wird, und versuchen damit, das Eichhörnchen zu zwingen herunterzukommen. Jetzt ist das Eichhörnchen erbost und „schießt“ mit Nüssen. „Entweder du spielst mit uns oder wir finden dein Nuss-Versteck.“ drohen die Hunde und buddeln schon los. Erstaunlich, was sie alles dort finden, doch das Eichhörnchen lockt sie von seinen Schätzen weg. So geht es immer weiter mit Drohungen und Erpressungen, bis die Hundebesitzer*innen auftauchen.
Wer kennt sie nicht die Sprüche, die mit „Entweder“ beginnen und mit einer Drohung oder einem Versprechen enden? Hier geht es lustig zwischen den Tieren hin und her. Die Illustrationen sind geprägt von den hohen schlanken Baumstämme und dem grellen Grün. Die Texte sind sehr kurz und sie werden durch Geräusche ergänzt. Ein ungewöhnliches Buch mit viel Humor.
Dagmar Mägdefrau
Boah, was für ein Fahrrad
Welches Kind wünscht sich nicht ein tolles Fahrrad, alle meine Enkel fahren gerne Rad. Aber hier macht sich Loki auf den Weg, sich ein eigenes Fahrrad zusammenzustellen. Sie besucht Leute, die ungewöhnliche Dinge mit ihren Rädern gemacht haben. Das erste Rad macht Musik und es sind viele Boxen darauf installiert.
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Eine Dame führt einen ganzen Flohmarkt auf ihrem Rad mit sich. Es finden auch viele Pflanzen und sogar Sportgeräte auf einem Rad Platz. Drei Mäuse haben ihr Fahrrad künstlerisch gestaltet und einen Sticker dazu erstellt, der dem Buch beiliegt. Witzig ist auch das Camper-Fahrrad mit Zelt.
Am Ende baut Loki ihr Rad und sie nutzt dazu all die Dinge, die sie von den anderen bekommen hat, dabei.
Das Ungewöhnliche an dem Buch ist der Aufbau der Seiten, in der Mitte sehen wir das Rad mit dem Fahrer oder der Fahrerin. Oben gibt es eine beschreibende Überschrift und der Text steht rund um das Blatt und ist entgegen dem Uhrzeigersinn zu lesen. Er steht in Kästchen und wird von kleinen Illustrationen unterbrochen.
Ein sehr farbiges Buch, in dem sicher nicht alles sofort gesehen wird und das Lust auf ein ungewöhnliches Fahrrad macht, so wie Loki es sich gebaut hat. Ich habe zwar kein Rad, aber ich hatte einen Riesenspaß beim Lesen und Anschauen dieses ungewöhnlichen Buches.
Dagmar Mägdefrau
Der Alleinstein
Auf dem Cover sehen wir die gelbe dicke Raupe Waldi und sie hat einen dunklen Stein auf dem Rücken, der bunte Stellen einschließt.
Um den Stein geht es in dem Buch, es ist der Alleinstein, der über eine lange Zeit gewachsen ist. Er zeigt die unterschiedlichsten Gefühle, die Waldi erlebt. Aber Waldi möchte mehr erfahren und er weiß, dass er durch Reisen viel erfährt.
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So kommt er zunächst zur Eule Pi, die einen Weinstein unter dem Flügel trägt, der ihn sehr traurig macht. Bald erkennen die beiden, dass dieser rote Stein auch in Waldis Stein vorkommt. Der Maulwurf Hugo hingegen trägt seinen Kleinstein auf der Nase. Er fühlt sich dem entsprechend klein.
Der Text ist in handgeschriebenen Druckbuchstaben gedruckt und sehr dynamisch. Es gibt Vermerke und Fragen an die Lesenden, dadurch ist das Lesen nicht ganz einfach, aber sehr spannend und vielfältig. Mir hat es auf jeden Fall viel Freude gemacht zu erleben wie die unterschiedlichen Gefühle hier in Form von Steinen, zu denen die Autorin ein besonderes Verhältnis hat, plastisch dargestellt werden. Auch die kunstvollen Illustrationen sind ungewöhnlich, manchmal kleinformatig und dunkel, manchmal groß und bunt. Es gibt viel zu entdecken und ich habe mir dabei Gedanken über die Gefühle gemacht. Zwischen zwei Seiten gibt es transparente Seiten, die ebenfalls bemalt wurden. Das ist noch einmal etwas Besonderes. Ein wundervolles Bilderbuch über Gefühle, die man hier erkennen und benennen kann, denn es ist wichtig über Traurigkeit in ihren unterschiedlichen Facetten zu sprechen. So hilft auch in der Geschichte Freundschaft, die Schwere der Steine zu verringern.
Dagmar Mägdefrau
George & Lenny sind immer zusammen
Auf dem gelben Skatboard sausen die Freunde über das weiße Cover. Die beiden sind immer zusammen und darüber unterhalten sie sich auf dem Spielplatz, während sie rutschen und schaukeln. Doch dann möchte Lenny, die kleine graue Maus, unbedingt das Alleinsein ausprobieren.
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Zunächst versteht George das nicht und will ihn auch dorthin begleiten, aber dann verschwindet Kenny in einer kleinen Hütte und dort macht er vieles allein, doch irgendwie ist George immer bei ihm, so malt er ihn. Am Ende sind beide froh, wieder zusammen zu sein.
Die Geschichte wird mit viel Humor und einfachen Zeichnungen erzählt und sie zeigt, wie wichtig Freundschaft für uns alle ist.
Dagmar Mägdefrau
Obacht!
Ein riesige dunkle Tatze schaut unter einer orangen Decke hervor, daneben sehen wir die Protagonisten dieses Bilderbuches. Gleich am Anfang lernen wir sie kennen: Den Wimpf, den Wompf, Timpa-Ma und Timpe-Pa, die in einem Haus wohnen und Mienchen, die nebenan wohnt.
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„Obacht“ schreit der Wimpf, denn er entdeckt das RIESIGE Tier, das vor der Stadt liegt. Timpe-Pa legt die orange Decke über das Tier und schon ist es nicht mehr zu sehen. „Mienchen gefällt das gar nicht.“, aber sie wird ja nicht gefragt. So wird dann eine Brücke gebaut und eine Straße verlegt. Doch das alles ist nicht die Lösung. Erst als Mienchen mit dem Tier freundlich spricht, liegt die Lösung auf der Hand.
Ungewöhnliche winzige Menschlein mit ausgefallenen Namen wurden hier geschaffen und sie sind festgefahren in ihren Aussagen, die sie immer wiederholen. Das Fremde, bedrohlich Wirkende wird ausgeblendet und umgangen, statt sich damit auseinanderzusetzen und es anzusprechen. Nur Mienchens Sichtweise stellt sich als Lösung heraus und sie wird am Ende gefeiert. „Deine Worte haben etwas SO Großes bewegt!“
Ein Bilderbuch mit vielen Diskussionsansätzen, das sich schön vorlesen und anschauen lässt, denn die Illustrationen sind aus ungewöhnlichen Perspektiven erstellt und voller poetischer Fantasie.
Dagmar Mägdefrau
Du bist immer bei mir
Auf dem Cover sehe ich ein Tier, das ich nicht genau zuordnen kann, aber hinten auf dem Buch wird mir gesagt, dass es ein kleiner Otter ist. Auf seiner Hand sitzt eine Libelle. Die sehen wir sehr groß auf der ersten Doppelseite. „Du hast mich zum Lachen gebracht und mir immer Süßigkeiten geschenkt.“ meint der Otter.
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Aber dann ist sie nicht mehr da und alle Otter trauern. Aber der kleine Otter kann das und die Erklärungen nicht verstehen, seine Trauer wird immer größer und er vermisst die Libelle. Doch dann hört er unter einer Tanne sitzend den vermissten Freund in der Natur „Du bist die Ruhe, die ich in mir spüre, wenn ich aufgeregt bin.“ Und er versteht, was die Großen gemeint haben und fühlt sich getröstet.
Ich muss zugeben, dass mich dieses Bilderbuch weder mit den Illustrationen noch mit der Handlung überzeugt. Warum ist der Freund eine Libelle, wenn die Süßigkeiten verschenkt und in einem Sessel sitzt? Der kleine Otter trägt einen gelben Umhang mit Kapuze, auch die andern Otter sind im Gegensatz zur Libelle bekleidet. Warum bei dem Otter dann plötzlich die Erkenntnis aufkommt, z.B. im Regenbogen den Vermissten zu erkennen, wird nicht erklärt.
Dagmar Mägdefrau
Der unerwünschte Gast
„Ein Geschichte über Zöliakie“ heißt der Untertitel und wir sehen eine nette Dame, die bei Lou anschellt.
Leider gibt es immer mehr Menschen, auch Kinder, die unter dieser Autoimmunerkrankung leiden und kein Gluten vertragen.
Lou lebt mit Mama, Papa und ihrem kleinen Bruder Nikki zusammen, die Geschwister mögen beide gerne Gummibärchen, deshalb versteckt sie Lou in der Toilettenpapierrolle.
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Lou hat oft Bauchschmerzen und ihre Beine tun ihr weh, außerdem ist sie oft schon früh müde. Deshalb geht sie mit ihren Eltern zur Kinderärztin, die ihr Blut abnimmt. Ein Ergebnis gibt es noch nicht, aber als Lou mit ihren Eltern Memorie spielt, schellt eine Frau an, die mit drei Koffern anreist und die für immer bleiben will. Ihr Name ist Zöliakie und sie sortiert alle Lebensmittel aus, die Lou nicht mehr essen darf. Sie erklärt ihr, dass sie den Kleister in manchen Lebensmittel nicht verträgt. Lou findet sie lästig und aufdringlich, erst ihr kleiner Bruder weist sie darauf hin, dass sie ihre gesundheitlichen Probleme los ist, weit Frau Zöliakie sich um sie kümmert.
Die Illustrationen im Buch sind sehr großformatig und sie zeigen sehr genau, wie Lou ihre Ernährung umstellt. Der Text ist schon etwas länger, erklärt aber sehr verständlich und kindgerecht diese Krankheit, die nicht heilbar ist, die aber durch konsequente Vermeidung vom Gluten verhindert wird.
Das Buch klärt nicht nur Betroffene auf, sondern es zeigt auch allen anderen, wie genau man es mit der Ernährung nehmen muss.
Dagmar Mägdefrau
Sigismund lernt brüten
Kräftig krähend sehen wir Sigismund auf dem Cover, dann werden die drei Hühner vorgestellt. Doris, Rosemarie und Adelheit leiden sehr unter diesem lauten Krähen, das über den Hof schallt. Adelheit platzt der Kopf, Doris und Rosemarie sorgen sich um Küken und Eier. Und dann fordert Sigismund die Damen noch auf, ihn auf seinem Kontrollgang über den Hof zu begleiten.
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Stolz schreitet er voran, gefolgt von den Hühner und den Küken. Aber zu den Kühen muss die Gruppe eine Straße überqueren und als es auf dem Rückweg zu einem Unfall kommt bei dem Rosemarie verletzt wird, fordert Adelheit, dass Sigismund die Eier ausbrühten soll.
Trotz aller Tragik eine witzige Geschichte, die zeigt, dass auch solche Machos wie dieser Hahn klein beigeben bei so viel Frauenpower. So kommt es, dass Sigismund Carearbeit leisten muss, „es wird höchste Zeit, dass auch mal ein Hahn brütet.“
Die Illustrationen muten ein wenig naiv an, was, wie ich finde, gut zum Bauernhof passt. Der Text ist recht kurz und gut verständlich und mit einem Augenzwinkern geschrieben. Mir gefallen die emanzipierten Hennen.
Dagmar Mägdefrau

