Jojo, elf und ein Viertel
Mit seinem Hoodie und der Kapuze auf dem Kopf, die Hände in den Taschen vergraben, sehen wir Jojo auf dem Cover. Dieser Junge, dessen Alter der Titel uns verrät, erzählt von seinem Alltag und den Veränderungen, die die Pubertät mit sich bringt. Weil sie zu viel gestört haben, wurden Jojo und Oskar, sein Freund seit Kindergartentagen, auseinandergesetzt und jetzt sitzt Agatha neben ihm. Er findet, sie ist ein KI- Superhirn, weil sie eine Menge weiß und deshalb mag er sie nicht besonders.
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Als er dann auf seinem Tische eine zwölfbeinige Spinne entdeckt und sie unerlaubterweise mit seinem Handy fotografieren will, schreit Agatha, weil sie eine Spinnenphobie hat und fällt in Ohnmacht. Das bringt die Lehrerin, deren Spitzname Köpfchen ist, auf die Idee, dass die Kinder etwas über ihre Probleme schreiben sollen. Doch dadurch hat Jojo erst ein Problem, denn er ist der Meinung, dass er keine Probleme habe. Oskar ist da zwar anderer Meinung, er findet, dass Jojo beim Erzählen immer zu sehr auf andere Themen kommt. Auch Jojos Vater kann ihm keinen guten Rat geben.
So berichtet Jojo von der Schule, vom Basketballspielen, von seinen Eltern und den Großeltern, von der Katze und von seinem ganzen Leben. Auch da kommt er von einem Thema zum nächsten und manchmal hätte ich mir gewünscht, er hätte Dinge ausgelassen, um schneller zum Ziel zu kommen. Denn zu Ende des Buches erlebt Jojo völlig neue Gefühle und er mag plötzlich ein Mädchen, was er die ganze Zeit verabscheut hat.
Jojo kann sehr genau beschreiben, was in ihm vorgeht und er berichtet durchaus mit Humor von allem. Das Buch hat über 300 Seiten und ich muss leider sagen, dass ich es manchmal etwas langweilig fand, obwohl Jojo gerne böse Worte benutzt, die er dann mit *** versieht. Zudem ist die Übersetzung aus dem Tschechischen keine ins Hochdeutsche, es gibt viele Begriffe, die in Österreich verwendet werden.
Dagmar Mägdefrau
Eagle Rider – Erkenne, wer du bist – Band 2
Tyl hat endlich sein Zuhause gefunden – Die Adlerreiter. Er lebt im Tal der Adler mit seinen Freunden. Doch plötzlich gibt es Unruhe: Einer der Reiter möchte zu den Feinden überlaufen und diese unterstützen. Der Rote Lord will den König angreifen und marschiert mit seiner Armee auf die Burg zu.
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Da Tyls Bruder Titus als Ritter beim König ist, versucht Tyl, ihn davon zu überzeugen, dass der Lord auf sie zumarschiert. Doch Titus verleugnet ihn auf der Burg, und so landet Tyl im Kerker.
Währenddessen versucht Liv allein, den legendären Heilstein in der Schlucht der tausend Tode zu finden. Tyl versucht, sie zu retten und die Gruppe wieder zusammenzuführen. Wird er es schaffen?
Da ich den ersten Teil bereits gelesen hatte, war ich sehr schnell wieder in der Geschichte drin. Der zweite Band ist, genau wie der erste, sehr spannend geschrieben, und es macht viel Spaß, Tyl weiter auf seinem Abenteuer zu begleiten. Die Geschichte ist sehr bildhaft geschrieben, und die Spannung bleibt durchgehend bestehen. Die Illustrationen untermalen den Text wunderbar. Ich hoffe es werden weitere Teile folgen, denn die Serie ist gerade für geübte Erstleser wunderbar geeignet und die Geschichte macht sehr viel Spaß.
Katrin Hemmerich
Stark gegen Mobbing
Der eine wird ausgeschlossen, die nächste wird auf der Toilette eingeschlossen. Mit wieder anderen wird nicht gespielt oder eine Gruppe lacht, wenn die Person an ihr vorbeigeht. All das sind Situationen, die in diesem Buch beschrieben werden – aus verschiedenen Perspektiven.
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Mobbing ist weit verbreitet: Etwa jedes vierte Kind erfährt Mobbing. Dieses Buch klärt über das Thema auf und stellt dabei die richtigen Fragen: Was bedeutet eigentlich Mobbing? Wie passiert Mobbing? Warum wird gemobbt? Darf man aus der Reihe tanzen? Und was ist eigentlich normal? Das sind nur einige der vielen Fragen, mit denen sich das Buch beschäftigt.
Ich bin von diesem Buch absolut begeistert! Es werden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Mobbing beantwortet. Auf den Doppelseiten finden sich nicht nur informative und für Kinder verständlich formulierte Texte, sondern auch Beispiele aus dem Alltag sowie Antworten von Kindern im Alter der Zielgruppe. Ergänzt wird das Ganze durch wunderbare Illustrationen, die die Inhalte anschaulich unterstreichen.
Besonders schön finde ich, dass sich das Buch so genau auf die Lebenswelt von Grundschulkindern einlässt und passende Beispiele aus ihrem Alltag aufgreift. Dadurch wird das Thema greifbar und verständlich, ohne dabei an Bedeutung zu verlieren.
Ich wünschte mir, dass dieses Buch in jedem Klassenzimmer in der Grundschule bzw. in jeder Schulbibliothek zu finden wäre, um Kinder für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und über Mobbing aufzuklären!
Katrin Hemmerich
Action Dude – Zoff im Freizeitpark – Band 1
Action Dude ist der Superheld in der Stadt. Er ist neun Jahre alt, heißt eigentlich Charlie und lebt bei seiner Mutter. Selbst der Einkauf wird zu einem filmreifen Action-Abenteuer. Als die Bürgermeisterin ihn zu Hilfe ruft, um den Freizeitpark vor den Robotern zu retten, zögert er keinen Moment. Wird er alle Besucher retten?
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Ich habe Action Dude meinem achtjährigen Sohn in die Hand gedrückt. Er begann sofort zu lesen und legte das Comic nicht mehr aus der Hand. Man hört ihn immer wieder lachen und sein Fazit war: „Ein sehr lustiges Comic. Es hat Spaß gemacht, das zu lesen.“
Jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen und kann ihn verstehen. Es ist sehr witzig aufgebaut. Action Dude erzählt dem Leser die Geschichte und gibt immer wieder Tipps, wie man bestimmte Dinge eigentlich nicht machen sollte, obwohl er sie gerade selbst macht.
Wir werden sicherlich den zweiten Band zeitnah kaufen und den dritten vorbestellen.
Katrin Hemmerich
An Großvaters Hand
Was mir an dem Buch so gut gefiel, war das Cover, auf dem der kleine Junge so vertrauensvoll die Hand seines Großvaters hält. Dazu der herbstliche Baum und die schönen Farben. Der Autor Michael Krüger berichtet von seiner Kindheit, die er in den ersten Lebensjahren bei seinen Großeltern auf dem Bauernhof verbrachte. Er ist ein Kriegskind und seine Eltern wollten ihn nicht im zerstörten Berlin groß werden lassen.
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„Die Russen“, die im Leben des kleinen Jungen allmächtig und abschreckend waren, haben einen Verwalter für den Hof eingesetzt und die Großeltern müssen sich mit ihrem Enkel auf ein Zimmer mit Plumpsklo beschränken. Natürlich leidet so ein Kind nicht so sehr unter den Umständen, während sein Großvater eine große Traurigkeit ausstrahlt. Er zeigt dem Kind die Natur, mit ihren Pflanzen und Tieren. Michael darf sogar mit vier Jahren draußen übernachten. Wenn es auch keine ganze Nacht war, die er in der Dunkelheit verbracht hat, so schwärmt er noch heute davon. Mit Beginn der Schule zieht er dann zu den großen Geschwistern und den Eltern nach Berlin, hier kommt er auf ungewöhnlichem Wege an eine Schildkröte.
Gerade wenn man selbst keine Großeltern hat, die von früher erzählen, ist so ein kleiner Erzählband eine feine Sache. Mich haben auch die warmen Illustrationen im Buch erfreut.
Schade fand ich, dass das Schulkind wohl nicht mehr die Großeltern besucht hat oder er hat es einfach nicht mehr erwähnt.
Dagmar Mägdefrau
Klassenbuch – Wer gewinnt im Spiel des Lebens?
Unter einem Klassenbuch hatte ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt und ich denke, so ist es auch beabsichtigt. Denn dieses Klassenbuch beschreibt die Klassen unserer Gesellschaft, die es immer noch gibt und wie ich befürchte, immer geben wird. Eine kleine Fotogalerie beginnt mit einem Babybild und auf dem letzten Foto geht der kleine Junge mir der lustigen Zahnlücke in die Schule.
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Da sitzt er mit seinen Mitschülerinnen und Mitschüler in der Klasse. Was werden sie wohl mal werden? Ist das, was jetzt folgt ein großes Spiel? Uns werden Personen vorgestellt, die sich durch ihre Kleidung sehr voneinander unterscheiden, durch kleine Infos werden wir auf die Unterschiede hingewiesen. Aber stimmt das, was behauptet wird oder sind es Vorurteile? Wir unterscheiden uns auch durch unsere Sprache oder durch unsere Tischgewohnheiten. Wir lieben unterschiedliche Musik und Kunst und treiben verschiedenen Sport. Aber auch unsere Vor- und Nachnamen sind sehr verschieden und sie führen eventuell dazu, dass wir einen Job oder eine Wohnung nicht bekommen. Wo und wie wir wohnen, liegt u.a. am Einkommen und an der Herkunft. Vielleicht fühlen wir uns nicht dazugehörig, weil wir irgendwie anders sind und uns dadurch ausgegrenzt fühlen?
Neben den vielen kleinen Bildern, die die beschriebenen Menschen und Situationen abbilden, gibt es kurze Texte und gelb unterlegte Sterne. Auf diesen Sternen sind Aussagen wie „Das ist doch schrecklich ungerecht“ oder „Und hat man das dann verdient?“ gedruckt. Diese Aussagen werden sicher zu Diskussionen bei den Leserinnen und Lesern führen und dafür ist dieses Buch sicher auch gedacht. Es endet mit einem Text der „Aber eigentlich müssen wir die Regeln ändern!“ überschrieben ist. Und ich frage: „Warum eigentlich?“
Dagmar Mägdefrau
Noch mal sehen wir nicht weg!
Wir sehen viel hundeähnliche Wesen in Kleidung auf dem Cover, sie alle halten sich an den Händen.
Der weiße Hund im braunen Anzug, ist der Großvater von dem hier berichtet wird. Aber zunächst gibt es eine Warnung des Enkels vor der Gleichgültigkeit. Der Großvater steht auf der Terrasse seiner Villa und schaut in eine friedliche Landschaft, doch „niemand ahnt, dass die Kaltschnauzen sie beobachten.“ Dann sehen wir sie schon, graue Hunde mit brauen uniformartigen Anzügen und einer schaut durch das Fernglas ins Tal.
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Im Ort wohnen Rotfüchse friedlich mit den anderen zusammen, sie werden freundlich gegrüßt. Doch die Kaltschnauzen finden sie zu Rot, sie passen nicht ins Stadtbild. So führen die Kaltschnauzen sie ab und wie alle hat der Großvater geschwiegen. „Er war ja kein Rotfuchs.“ Auch die Wölfe bestellten bisher friedlich ihr Feld, bis die Kaltschnauzen fanden, sei gehörten nicht hierher, weil sie ihren Acker haben wollen. Wieder hat der Großvater nichts unternommen.
Doch nachdem vieler der Abgeführten in Umerziehungslagern umkamen, hassten die Kaltschnauzen auch große Hunde, besonders, wenn sie superreich waren, wie der Großvater. „Als die Kaltschnauzen meinen Großvater holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Die Autoren wurden angeregt von den Worten Martin Niemöllers aus dem Gedicht „Habe ich geschwiegen“.
Gerade in dieser Zeit, die leider immer häufiger mit 1933 verglichen wird, ist es wichtig zu begreifen, dass wir jetzt nicht wegsehen dürfen und hoffen, dass es vorbei geht, ohne dass es uns trifft. Meine Familie hat keine Verfolgung erlebt und sie war nicht in der Partei, was auch immer das beweis kann. Aber trotzdem bleibt die Schuld, dass keiner etwas unternommen hat. Ich hoffe, dass wir diesmal mutiger sind und dieses Buch kann vielleicht aufrütteln. Mich hat es betroffen gemacht und nachdenklich. Bitte schaut es euch an!
Dagmar Mägdefrau
Marias Weihnachtsgeschichte
Auf dem Cover sehen wir die junge Maria, die ziemlich wütend ausschaut. „Stell dir mal vor…“ so beginnt das Buch und wir werden aufgefordert, in die Rolle der Maria zu schlüpfen. Sie ist gerade mal 14 oder 15 Jahre alt und soll schon heiraten. Dann macht sie sich auf, um Wasser zu holen und auf dem Rückweg begegnet ihr ein Engel. Das Mädchen ist so erschrocken, dass sie den Krug mit Wasser loslässt und er klirrend zerbricht.
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Der Engel beruhigt Maria mit netten Worten und nennt ihr den Namen, den das Kind, das sie bekommen wird, tragen soll. Als sie dem Zimmermann Josef von ihrer Schwangerschaft erzählt, wird der schrecklich wütend und zerstört in seiner Wut Möbel, die er schon für das Haus gemacht hat. Doch über Nacht beruhigt er sich wieder und am Morgen überrascht er Maria mit einer Wiege.
Neben der gut verständlich erzählten Geschichte, die wir schon so oft gelesen und gehört haben, sind die Illustrationen so passend gezeichnet, dass ich mich direkt in die Landschaft hineinversetzt gefühlt habe.
Diese Buch werde ich ganz sicher in diesem Advent und zu Weihnachten vorlesen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die neben den Geschenken und dem Baum, den Grund erfahren möchten, weshalb wir Weihnachten feiern. Auch wenn sie selbst nicht an Jesus glauben.
Dagmar Mägdefrau
Tschipo
Was würde wohl passieren, wenn Dinge, die man träumt, mit in die Gegenwart genommen werden könnten? Tschipo ist so ein Junge. Als er am Morgen wach wird, steht die ganze Wohnung voller Wasser, nur weil er geträumt hat, dass er mit einem Boot unterwegs sei. Aber das Schlimmste kommt ja noch, denn an einem Morgen ist Tschipo plötzlich verschwunden und ein Schlaffachmann vermutet, dass er bei einem anderen Träumer gelandet ist.
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Dabei handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug notlanden musste. Auch er träumte so tief, dass auch er seine Träume ins Jetzt mitnahm. Und wirklich, die beiden treffen sich auf einer einsamen Insel und da Tschipo von einem Boot träumt, das dann wirklich im Meer verankert ist, können die beiden die Insel verlassen. Bald landen sie auf einer anderen Insel, auf der alles Schwarz ist, weil es aus Kohle besteht. Nachdem Tschipo geträumt hat, verwandelt sich alles wieder in seine normale Form.
So erleben die beiden noch viele haarsträubende Abenteuer, dabei entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Träumern. Einen träumenden König gilt es zu wecken und das ist gar nicht so einfach. Am Ende gibt es eine Lösung, wie es den drei Träumern gelingen kann, ihre Träume beim Erwachen abzuschalten, damit sie keine verrückten Dinge anstellen.
Die einzelnen Episoden strotzen nur so von fantastischen Szenen, da braucht es schon eine Menge Fantasie, so etwas zu erfinden. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine kleine Illustration, wie Tschipo mit seinem Freund Tschako bei den fliegenden und zwitschernden Fischen landet könnt ihr auf dem Cover bewundern.
Im Text tauchen immer wieder Schweizer Ausdrücke auf, so lernen wir noch ein paar neue Begriffe und wenn wir mal in der Schweiz Urlaub machen, hilft es beim Verstehen.
Dagmar Mägdefrau
Wurzelflitzer – Auf Expedition in den Grugapark
Das Cover ist wunderschön gestaltet und zeigt die sechs Pflanzen, die es in den Essener Grugapark zieht. Die Fensterbank WG besteht aus dem Gummibaum Gunnar, der von Mallorca stammt und der fröhliche Ballermannlieder mag. Der Kaktus Kalle ist, wie sein Äußeres, etwas kratzbürstig, aber wir erfahren, dass er einen weichen Kern hat.
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Sehr selbstbewusst und von sich überzeugt ist die schöne Orchidee Orelia. Aus einem Schulprojekt stammt der Salat Simsalabim, er und das schüchtere Veilchen Valentina mögen sich sehr. Dann ist da noch die fleischfressende Pflanze Mampfred, die in dem ganzen Buch nichts frisst.
Gunnar weckt in seinen Freunden den Wunsch, sich zu bewegen und so trainieren die Pflanzen, aus dem Topf zu steigen und auf ihren Wurzeln zu laufen. Es gibt zwar immer wieder kleine Meinungsverschiedenheiten, aber am Ende schaffen sie es, in den Garten zu „laufen“. Leider gibt es dort den Angriff einer Schnecke auf Simsalabim, der mit Hilfe der anderen abgewehrt werden kann. Für ihren Ausflug in die Gruga müssen die Pflanzen einen Plan machen, das ist gar nicht so einfach, wie ihr euch vorstellen könnt.
Fantasie ist in diesem Buch das Wichtigste, die Leserinnen und Leser müssen sich völlig von den Gesetzmäßigkeiten dieser Erde befreien. Da laufen Pflanzen, sie unterhalten sich und wissen so vieles, das ihnen auf ihrer Fensterbank nie begegnet sein konnte. Da wird von zwei Augen, mit denen sie gucken, berichtet und sie unterliegen den lokalen Eigenheiten ihrer Herkunft. Aber das Allerwichtigste ist ihre Freundschaft und ihre gegenseitige Unterstützung. Wenn wir also alle Logik vergessen und dieses Buch als ein fantastisches Abenteuer nehmen, dann macht das Lesen dieser Geschichte Spaß, denn sie ist spannend und mit viel Herzblut geschrieben.
Die kleinen bunten Bildchen, die die Autorin selbst gezeichnet hat, lockern den Text sehr schön auf.
Dagmar Mägdefrau
So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt
Wieder geht es mit der Familie Strudel durch ein erklärendes Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene. Diesmal ist Onkel Emil zu Besuch, ein Erfinder, der auf die Bestätigung des Patentamtes wartet und der sich sehr gut mit KI auskennt. Außerdem ist er ein entspannter Typ, der immer ein Lösung parat hat.
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Da Onkel Emil einen Smart Speaker mitbringt, wird seine Funktion zuerst erklärt. Wir erfahren einiges über Alan Turing und wie er Menschen von Maschinen unterscheidet. Die Geschichte der KI wird mit einer Achterbahn verglichen und dann geht es um ihre Funktionsweise. Wie sie lernt und auf welche Arten. Schon 1843 geht es mit dem ersten Computerprogramm los, dann gibt es viel Stationen bis 2022 ChatGPT an den Start geht. Transformer zu erklären, ist nicht so ganz einfach, aber hier ist es sehr verständlich erklärt. Das Wichtigste aber ist, dass unsere Fragen an die KI genau gestellt werden, denn nur so kann sie präzise antworten. Wie sieht es aus, wenn wir Kunst und Musik durch die KI erstellen? Oder sogar Personen und Sprache in einen anderen Zusammenhang bringen? Aber man kann auch spielen mit KI, sogar selbst Spiele erzeugen. Natürlich werden auch die Gefahren und die unklare rechtliche Lage zum Thema.
Die Seiten sind in verschiedene Blöcke aufgeteilt, meist gibt es eine kleine Geschichte von der Familie Strudel und dann Erklärungen und Informationen, immer in kleinen Dosen und gut verständlich geschrieben. Durch kleine Illustrationen werden die bunten Seiten zusätzlich aufgelockert. Das Buch wird sicher kaum am Stück gelesen, es kann auch sehr gut als eine Art Lexikon nützlich sein. Ich habe einiges erfahren und konnte manches besser verstehen.
Dagmar Mägdefrau
Emma glaubt nicht an Feen -Band
Emmas Mama hat ihrer Tochter eine Menge über die Natur beigebracht und sie auch gelehrt, achtsam mit allem umzugehen. Sie selbst lässt „Unkraut“ in ihrem Garten wachsen, worüber sich ein Nachbar sehr aufgeregt hat. Als Emma noch die kurze Zeit bis zum Essen im Garten verbringen wollte, findet sie zwei Schnecken, die sie hinter dem Garten in den verwilderten Park bringen will. Doch hier taucht vor ihren Augen eine Hummel auf, die ein richtiges Gesicht hat.
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Verwundert krabbelt Emma durch die Brombeerhecke, um dem Tier zu folgen. Leider wird sie angegriffen und etwas trifft ihre Stirn. Da passiert das Ungewöhnliche, Emma schrumpft auf die Größe einer Maus. Jetzt trauen sich ungewöhnliche Wesen in Emmas Nähe und obwohl sie nicht an Feen glaubt, stellt es sich heraus, dass es hier hinter der Brombeerhecke in einer anderen Welt einige davon gibt.
Für Emma ist es nicht ganz leicht in dieser anderen Welt, denn ihre Größe macht sie zum Fressen für viele Tiere und die Wächterinnen wünschen ihr sogar, dass der Fuchs sie frisst. Zum Glück gibt es auch Feen, die Emma retten wollen, aber das ist nicht so einfach, denn seit einiger Zeit treibt sich der Trampler hier herum und er vernichtet die Pflanzen. Deshalb sind auch die Pflanzen Emma nicht wohlgesonnen.
Eine fantastische Geschichte voller Abenteuer mit vielen großformatigen poetischen Zeichnungen.
Dagmar Mägdefrau
Magicalia – Das Geheimnis des Schattendiebs – Band 2
Betsy und Kosh dürfen endlich mehr über die Magicores lernen und in den Ferien zur Schule gehen. Doch während einer Unterrichtsstunde wird die Schule vom Schattenschmied angegriffen. Panik bricht aus, und plötzlich wird Kosh verdächtigt, der Schattenschmied zu sein. Betsy und Kosh müssen fliehen und versuchen fortan auf eigene Faust herauszufinden, wer wirklich hinter dem Schattenschmied steckt.
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Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise und werden dabei von ihrem neuen Freund Mateo, den wir bereits aus dem ersten Band kennen, unterstützt. Viel Zeit bleibt ihnen allerdings nicht, denn die Pläne des Schattenschmieds sind von zerstörerischer Natur.
Auch dieser Band überzeugt, wie schon der erste Teil, mit einer bildgewaltigen Sprache, durch die man in seiner Vorstellung direkt in die Welt der Magicores eintaucht. Man fiebert durchgehend mit und es macht großen Spaß zu sehen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln und die Freundschaften zwischen ihnen immer stärker werden.
Ich hatte auch mit diesem Buch wieder sehr viel Spaß und freue mich schon darauf, den dritten Teil zu lesen.
Die Altersempfehlung finde ich weiterhin perfekt gewählt, und geübte Leser*innen werden keine Schwierigkeiten haben, dieser Reihe zu folgen. Gleichzeitig eignet sich die Geschichte auch hervorragend zum Vorlesen.
Auch für diesen Band gilt weiterhin: Wer auf der Suche nach einer magischen und gleichzeitig spannenden Reihe ist, ist hier genau richtig.
Katrin Hemmerich
Hört uns mal zu!
AkkordWort ist ein Jugendtreff, in dem viel Musik gemacht wird. Nino bringt sein Akkordeon mit, Mitray spielt auf ihrer Bağlama, einer langhalsigen Zupflaute. Cecile besucht eine Musikschule und spielt schon sehr gut auf ihrer Querflöte. Ergänzt wird die Gruppe durch Mateo, der hervorragend Texte schreibt und sie gerne als Rap vorträgt.
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Diese ganz unterschiedlichen Jugendlichen machen gemeinsam Musik mit Bennet, einem Lehrer, der nachmittags im AkkordWort arbeitet. Als die Leiterin den vieren den Vorschlag macht, zur Ausstellungseröffnung einer NS-Gedenkstätte etwas beizutragen, sind diese sofort begeistert. Zu Vorbereitung besuchen sie den Südbahnhof, denn von hier wurden die Menschen deportiert. Obwohl sie schon in der Schule von der Shoah gehört hatten, waren die Jugendlichen entsetzt von der Menge der getöteten Menschen. Nino hört hier auch von den Homosexuellen, die ebenfalls ins Konzentrationslager kamen. Alle vier feilen immer wieder an Texten und bringen dabei ihre eigenen Gefühle ein. Doch dann steht an der Wand des AkkordWort „Schwulenheimat“ und die Besucher des Treffs müssen sich um die Zukunft des Ortes, den sie als ihr „Daheim“ empfinden, sorgen.
Das Buch hat 144 Seiten und einige bunte, sehr gelungene Illustrationen. Die Geschichte wird sehr spannend erzählt, die Kapitel spielen abwechselnd im AkkordWort und bei den Jugendlichen. So erfahren wir einiges über die familiäre Situation der Jugendlichen. Aber auch die Vergangenheit, die hier mit dem Bahnhof einen Ort hat, ist Thema in der Geschichte. Die Auseinandersetzung mit Homosexualität, damals und heute. Der Kampf um den Erhalt des Treffs, Aussagen, die weh tun, und noch vieles mehr findet sich in diesem Buch.
Sehr gut gefielen mir die Passagen, in denen es um KI und ihre Auswirkungen geht und wie real die Situation beschreiben wird.
Für Schulen gibt es Begleitmaterial und ich finde, dass dieses Buch eine hervorragende Schullektüre ist.
Dagmar Mägdefrau
Die Tempelbande – Die Götter stehen Kopf – Band 1
Die Serie „Meine Comic Lese-Abenteuer“ wendet sich an Erstleser und ist eine Mischung aus Erzählung, Comic und Rätsel. Diesmal führt uns die Geschichte ins antike Griechenland, dort lernen wir die Götterkinder Nika und Leon kennen. Die beiden haben viel Unsinn im Sinn und weil sie zaubern können, lassen sie Brei auf die Stadt regnen. Sie finden das lustig und auch den Einwohnern scheint es zu gefallen.
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Nur Alex, der ebenfalls ein Göttersohn ist, ärgert sich darüber, dass er überall mit klebrigem Brei vollgeschmiert ist und petzt alles dem Vater der beiden. Da dem Vater ein Missgeschick mit Öl geschieht und er entsprechend wütend ist, gibt er seinen Kindern eine schlimme Strafe auf. Sie sollen den stinkenden Stierstall ausmisten.
Unten auf jeder Seite ist ein kleiner Balken zu sehen, der den Lesefortschritt abbildet und die kleinen Rätsel sind leicht zu lösen. Hinten im Buch gibt es noch schöne Anleitungen, mit denen wir selbst ein Tier zeichnen lernen und zum Schluss meldet sich der Autor Rüdiger Bertram selbst zu Wort und er erzählt uns in einem Comic etwas über Götter. Wie ich finde, eine witzige Idee.
Das Buch liest sich sehr gut, die Geschichte von Nika und Leon wird humorvoll, aber mit literarischem Hintergrund erzählt. Die vielen bunten Bilder haben eine passende Dynamik und die kleinen Comics lockern alles noch zusätzlich auf. Eine tolle Reihe und ein hervorragender erster Band.
Dagmar Mägdefrau
Allerlei Zauberei
Schon das Cover zeigt ein Sammelsurium an Szenen, die aus einem Märchen stammen könnten. In der Mitte das weiße Kaninchen im Zylinderhut. Das Buch beginnt mit dem Rumpelstilzchen und zunächst ist auch alles so, wie wir es kennen, erst am Ende lesen wir, dass die Königstochter den Namen des giftigen kleinen Mannes gegoogelt hat.
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Weil Georg einer alten Frau half, aus dem Bus auszusteigen, nannte sie, die in Wirklichkeit eine Zauberin war, dem Jungen zwei Zauberworte. Herr Scheibenkork, der als Zauberer auftritt und dabei mit Ticks arbeitet, benötigt einen neuen Zylinder und er muss feststellen, dass der doch wohl zaubern kann. Der Korrespondent Jakob Grimm berichtet von der Taufe Dornröschens, wo weise Frauen auftauchen. König Rasmus heiratet eine hübsche junge Frau, mit der er ein Kind bekommt, doch bald wird die von einer bösen Fee geraubt, die sich dann für die Königin ausgibt. Zu ihrer Befreiung muss der junge Prinz viele Abenteuer bestehen. Rosa erlebt einiges beim Fahrstuhlfahren in der Nacht. Die letzte Geschichte „Der fliegende Koffer“ ist schon recht lang und sie hat viele unerwartete Windungen, die zeigen, mit wieviel Fantasie da Märchen neu erdacht werden.
Neben den abenteuerlichen Geschichten, die mit einem Augenzwinkern erzählt werden, gibt sehr schöne Gemälde, die das Lesen des Buches noch interessanter machen.
Dagmar Mägdefrau
Schascha und der Buchspazierer
Schascha ist neun Jahre alt und liebt Bücher über alles. Sie lebt in einem Haus am großen Marktplatz. Dort begegnet sie dem Buchhändler Carl Kollhoff, der die bestellten Bücher zu den Menschen nach Hause bringt. Jeden Tag zur selben Zeit spaziert er durch die Stadt und besucht immer dieselben Personen. Schascha spricht ihn eines Tages an und möchte unbedingt mit ihm gemeinsam seine Runde gehen.
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Langsam, aber sicher entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen den beiden. Gemeinsam bringen sie den Menschen die Geschichten, die zu ihnen passen, und schenken ihnen damit Mut und Hoffnung. Doch dann entdeckt Schaschas Vater, was seine Tochter jeden Nachmittag unternimmt. Schon bald muss sie zeigen, wie viel Mut und Herz in ihr stecken.
Ich kenne bereits das Buch für Erwachsene und natürlich auch den Film, der vor zwei Jahren erschienen ist. Zu Beginn konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich diese Geschichte so gut als Kinderbuch adaptieren lässt. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.
Ich war sehr erfreut, dass es Carsten Henn gelungen ist, diese Geschichte so schön und kindgerecht zu erzählen. Denn die Geschichte über Ängste, Probleme, Gefühle und den Mut, der aus Freundschaft entstehen kann, zeigt auch Kindern, dass sie mit vielen Dingen nicht alleine sein müssen.
Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen und lässt sich ab neun Jahren auch von geübten Lesern gut selbstständig lesen. Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Bücher, Mut und die Kraft, füreinander da zu sein.
Katrin Hemmerich
Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals eine…Göttin reizen solltest – Band 5
Das Buch startet direkt mit einem wilden Kampf, obwohl Charly eigentlich nur ein Date mit seiner Freundin Dalia plante. Doch plötzlich zerbricht die Scheibe des Eiscafés in dem die neiden sitzen und „ein Monster in der Größe eines Kleinwagens mit kreisenden Stielaugen und jeder Menge Tentakel“ taucht auf.
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Bald kommen ein gelber Schulbus und ein neongrüner Monstertruck an und Martin, Charlys bester Freund, die Halbgöttin Epona, Béron, die Monsterjäger Störenfried und Jörd, vier vom Wandlerrudel und Elb Elvyn tauchen auf. All diese Freunde haben unterschiedliches Aussehen und die verschiedensten Fähigkeiten. Viele von ihnen unterstützen Charly bei seinem Abenteuer, das nicht nur spannend, sondern auch sehr gefährlich ist. Denn die Götter haben den Zugang zu ihrer Welt geschlossen, weil eine Sphinx Rache nehmen möchte und dazu benötig sie den Portalwächter Charly.
Dies ist der fünfte Band der Reihe und ich hatte manchmal Schwierigkeiten alle handelnden Personen unterzubringen, es sind auch zum Teil ganze Banden, die mit oder gegen Charly wirken. Dazu kommen die fantasievoll erdachten Monster, von denen manche im Anhang beschrieben werden. Auch die Illustrationen zeugen von viel Ideenreichtum, denn es sind wirklich unheimliche Wesen entstanden.
Wer es mag, dass sich die Story immer wieder in eine andere Richtig bewegt und deshalb die Situation immer auswegloser erscheint, der ist hier genau richtig. Dazu gibt es immer wieder spannende Kämpfe und neue Idee, die leider oft wieder in einer Sackgasse enden. Spannung und Fantasie gibt es auf jeden Fall in großen Mengen, aber es zeigt auch, dass Freundschaft und Familie wichtig sind um den Kampf gewinnen zu können.
Dagmar Mägdefrau
Mein Einschulungs-Buch
Auf dem Cover trägt Alonie Ayudi, ein türkises puscheliges Wesen mit großen Augen, eine Schultüte in den Armen, im Hintergrund ist eine Schule zu sehen. Gleich auf der ersten Seite steht der Ayudi mit Schaufel und Hammer und wir können ihn ausmalen. Er wird uns auch die Aufgaben zeigen, aber zunächst muss jemand der Lesen kann, den Anfang begleiten.
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So erfahren wir, dass jede Seite drei Aufgaben beinhaltet. Der grüne Alonie mit der fliegenden Untertasse gibt die Anweisungen. Da müssen Buchstaben nachgefahren werden und vieles soll ausgemalt werden. Auf dem Tisch liegen viele Dinge, die die in den Schulranzen gehören, sollen eingekreist werden. Ein Muster soll von einem Kästchen in ein anderes übertragen werden. Dann geht es ans Zählen. Formen vervollständigen ist sicher nicht ganz einfach und das Wort SCHULE aus vielen Buchstaben herausfinden ist auch eine anspruchsvolle Aufgabe.
Die Widmung hinten im Buch endet mit dem Wunsch „für einen fröhlichen und selbstbewussten Start in die Schulzeit!“
Und genau das ist es doch, was wir unseren Schulstarter*innen wünschen. Ich denke es ist wichtig die Kinder so gut wie möglich und doch spielerisch und mit Spaß auf die Schule vorzubereiten. Dazu ist es ganz wichtig, dass sie sich für einige Zeit gut konzentrieren können und dazu sind die Lernbücher gemacht. Hier wurde auf lange Texte verzichtet und vieles mit kleinen Bildern vorgegeben, da können die Kinder sich alleine mit dem Heft beschäftigen.
Eine gute Empfehlung für den Schulstart!
Dagmar Mägdefrau
Wir für ein gutes Klima
Wenn wir genau hinschauen, begegnen uns auf dem Cover die Kinder aus den Geschichten, so ist Ava unterwegs mit ihrem Onkel zur Ausstellung „Faszinierende Erde“, hier erfahren die beiden viel über den Klimawandel und dem Klimaschutz. Melina liebt es zu ihren Großeltern in den Garten zu gehen.
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Hier hilft sie bei der Gartenarbeit und bei der Ernte, so kann sie heute Kirschen mit nach Hause nehmen und sie freut sich, dass sie keine Verpackung haben und auch keinen Transport überstehen mussten.
Henry ist mit seinen Eltern umgezogen und er ist traurig, weil er in der neuen Schule niemanden kennt. Doch dann kann er mit Merle von gegenüber mit dem Rad zur Schule fahren, das ist viel umweltfreundlicher als mit dem Auto, wie bisher.
In der letzten Geschichte geht es auf den Flohmarkt, die Familie hat einiges, was sie dort verkaufen möchte, und so finden Spielzeuge und Kleidung neue Besitzer, das ist viel nachhaltiger als ein Neukauf.
Diese dünne Broschüre bietet sehr schöne Beispiele wie wir alle, auch Kinder etwas für unserer Umwelt tun können. Die Beispiels sind schön ausgewählt und gut erklärt, die bunten Bilder vervollständigen den Text bestens.
Da passt der Untertitel „Mit kleinen Schritten großes bewirken“ hervorragend.
Dagmar Mägdefrau
Niemals wegschauen
Auf dem Cover sehen wir den Geiger Karl Josef, der es geschafft hat durch sein Geigenspiel das Lager Auschwitz-Birkenau zu überleben. Markus Reinhardt erzählt uns von seiner Familie, die seit 600 Jahren in Deutschland wohnt und die mit ihren sogenannten „Zigeunerwagen“ über Land fuhren. Seine Familie lebte in Köln, denn der Opa arbeitete dort im Straßenbau. Doch am 16.5.1940 wurde er mit seiner Frau und den zwölf Kindern auf den Schwarz-Weiß-Platz gebracht.
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Von hier ging es bald zusammen mit anderen Sinti und Roma gen Osten. Als sie an der Endstationen ankommen, gibt der Opa die Losung aus „Wer es schafft, hier lebend wieder herauszukommen, der trifft sich in Köln wieder!“ Nachdem die Ankommenden von den Ärzten aussortiert wurden, kamen die, die wie der Opa ein Instrument spielen konnte, ins „Zigeunerfamilienlager.“
Es gibt viel Geschichten, die uns von den Juden erzählen, aber es ist auch wichtig, dass es Bücher über das Schicksal der Sinti und Roma gibt. Hier wird eine wahre Geschichte von einem Nachfahren erzählt und ich habe das Buch mit Tränen in den Augen gelesen. So schön es ist, dass sie Familie wieder in Köln lebt, so schrecklich ist doch der Verlust der sechs Kinder und anderer Angehöriger. Auch die schrecklichen Versuche des Dr. Mengele fließt in die Erzählung ein. Im Glossar am Ende des Buches wird über ihn berichte und andere Begriffe erklärt.
Die wundervollen gestalteten Illustrationen haben, obwohl sie etwas verwaschen wirken eine ungeheurere Aussagekraft und sie passen hervorragend zum Text.
Die Geschichte endet mit einem Gedenkmarsch durch Köln und den Worten „Und zusammen sorgen wir dafür, dass so etwas nie wieder geschieht.“
Dagmar Mägdefrau
Mikroben-Safari – Komm mit auf eine spannende Reise in ein unsichtbares Universum
Auf dem Cover winkt die bananenförmige Milchsäurebakterie Lotti Lacto fröhlich Greta und Theo zu.
Nachdem die beiden Kinder das Forschungszentrum am Tag der offenen Tür besucht haben, führt Lotto sie nachts mit ihrem Raumschiff zunächst in die Küche, und später ins Bad. Hier erfahren die Kinder viel über Mikroben und wo sie zu finden sind.
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Bauchbande, so nennen sich die Bakterien in unseren Verdauungsorganen, sie sind die hilfreiche Truppe, die den bösen Keimen keinen Raum bieten.
Theo liegt im Bett und fühlt sich krank, da taucht ein fieser grüner Virus auf, der ihn mit einer Erkältung infizieren möchte. Er verrät ihm und uns auch, wo die Viren lauern und dass man sie mit frischer Luft vertreiben kann.
Um das zu viel, bei der Bekämpfung von Mikroben geht es in der letzten Geschichte.
In einem kleinen Comic erfahren wir einiges über „Die geheime Sprache der Mikroben.“
Ein Safari in ganz andere Gebiete wird uns hier angeboten und es gibt viel zu lernen über Mikroben, die wichtig und gut für uns sind und andere, die uns krank machen und wie wir sie vertreiben können. Neben der Geschichte gibt es noch einige kleine Textfelder mit Sachinformationen, dazu viele große bunte Illustrationen, die uns in die Welt der Mikroben entführt.
Das Buch wurde in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung erstellt und hat deshalb einen wissenschaftlichen Anspruch.
Dagmar Mägdefrau
Die Schule der magischen Tiere – Das offizielle Lexikon
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher kein Buch aus der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ gelesen habe. Aber da mir die Bücher dieser Serie immer häufiger begegnen und nun auch noch ein Film herausgekommen ist, fand ich die Idee mich den magischen Tieren durch ein Lexikon zu nähern sehr spannend.
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Einige Kinder und Tiere zeigt schon das Cover und dann geht es nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort der Autorin mit A los, wie es sich für ein Lexikon gehört. So ist Agent Y, die Vogelspinne aus dem Death Valley, die erste, die vorgestellt wird. Es gibt ein Foto von ihr, einen Steckbrief und es sind drei Fakten über Vogelspinnen zu lesen. Außerdem gibt es einen kleinen Text unter der Rubrik „Schon gewusst?“ Anna-Lena Zink ist das erste Kind im Alphabeth und wir erfahren, wo sie wohnt, was sie mag, aber auch was sie nicht mag, wer ihre Freundin ist, etwas über ihre Familie, welches ihr magisches Tier ist und wo sie die magischen Nachrichten lesen kann.
So ähnlich sind alle Seiten aufgebaut und wir erfahren sehr viel über die Besucher der magischen Schule. Auch die Lehrer*innen und Mortimer Morrison, der Besitzer der magischen Tierhandlung, der immer auf der Suche nach magischen Tieren ist, wird vorgestellt. Es gibt auch eine Doppelseite über die Tierhandlung, eine Beschreibung der Stadt und den magischen Kreis, viele Infos „Rund um die magischen Tiere“ und natürlich etwas über den Schwur und die Regeln der magischen Gemeinschaft.
Mir gefielen die Doppelseiten auf der die 25 Kinder mit ihren magischen Tieren abgebildet sind und die Weltkarte der magischen Tiere, auf der ich sehen konnte, woher die Tiere stammen, besonders gut.
Mit einem Quiz endet das Buch und ich bin jetzt so gespannt auf diese Schule, dass ich sicher bald ein Buch der Reihe lesen werde.
Dagmar Mägdefrau
Nadira
Ein kleines quadratisches Büchlein mit gelben Cover und leckeren Himbeeren liegt vor mir und ich bin gespannt auf das Märchen, das es mir erzählen wird.
Eine hübsche, junge Frau mit Namen Nadira, die Wertvolle, lebt in einem kleinen Dorf und sie ist dort wegen ihrer freundlichen Art sehr beliebt. Immer hat sie für alle ein offenes Ohr und auch die Tiere begegnen ihr freundlich.
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An einem schönen Sommertag macht sie sich auf Himbeeren zu pflücken, weil sie Verlangen nach den Beeren hat. Doch kaum ist sie bei dem Strauch angekommen, zieht ein Gewitter auf und ein Blitz trifft einen Baum in ihrer Nähe. Vor Angst fällt Nadira in Ohnmacht. Als soe wieder erwacht, ist sie in einer anderen Welt gelandet. In einer kargen Landschaft greifen sie Stechmücken an und bald wird sie von „Skreb, einem hässlichen Ungeheuer, das alles Leben auf der Erde zerstören will“ eingefangen. Täglich kommen neue Menschen hinzu und Nadira hat schreckliche Angst und sie wird immer verzweifelter. Dann taucht eine kleine Maus auf, die ihr Hoffnung gibt.
Auf den letzten Seiten des Buches erklärt Julia Lindner, die sich mit positiver Psychologie beschäftigt, was Nadira uns lehrt. Sie erläutert dazu die symbolhafte Bedeutung der Handlung. So steht die kleine Maus für Empathie und Zuversicht und die benötigt Nadira in ihrer Hoffnungslosigkeit dringend. Nadira, die so viel erleiden muss geht am Ende gestärkt in ihr altes Leben zurück, eine Entwicklung, die Resilienz genannt wird.
Durch das Märchen von Nadira können wir viel lernen, es spiegelt das Leben, in dem es auch dunkle Zeiten gibt. Aber Nadira gewinnt an Stärke und sie trifft auf Helfer, so wie auch sie anderen geholfen hat. Karin Ellmer hat nicht nur den Text geschrieben, sie hat auch die sehr stimmigen Illustrationen gezeichnet. So ist ein kleines Buch mit viel Herzblut entstanden, das ich gerne empfehle.
Dagmar Mägdefrau
Majnka
Majnka, die ihren Namen Magdaléna nicht mag und sich deshalb lieber mit Majnka ansprechen lässt, lebt mit ihrer Mama, die Biologin ist, und ihrem dicken Papa, der Mathelehrer ist, auf einem Dorf in der Nähe von Prag. Sie interessiert sich für alles, was mit Natur zusammenhängt. Ihre Mutter hat ihr eine Menge erklärt und Majnka hat ein riesiges Wissen über Tiere und Pflanzen.
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Wenn sie uns etwas erzählt, geht es meiste darum, dass sie etwas im Wald sieht und sofort fällt ihr ganz viel dazu ein. Deshalb dauert es eine Weile, bis wir von der Krankheit der Mutter erfahren. Sie hat Krebs und erst nach einer Operation erzählen die Eltern Majnka davon. Die Oma, die Majnka sehr liebhat, zieht ein und besorgt den Haushalt. Jetzt kocht sie und nicht mehr nur der Papa. Als Majnka mal, weil sie sich über die Biologielehrerin geärgert hat, statt nach er Schule nach Hause zu gehen, in den Wald geht und sich dort verläuft, sorgen sich Papa und Oma um sie. Aber als Majnka wieder wohlbehalten zu Hause ankommt, beschließen sie Mama nicht davon zu erzählen. Doch bald darauf schickt die bettlägerige Mutter ihr Kind für eine Nacht alleine in den Wald.
Ich muss sagen, dass mir Majnka unendlich leidtut, nicht nur, dass sie ihre Mutter eine lange Zeit durch die Krebserkrankung begleitet und sie sie am Ende verliert, auch weil sie gar keinen gleichaltrigen Kindern begegnet. Sie hat keine Freunde, weder in der Schule noch Nachbarkinder oder Verwandte. Sie lebt abgeschlossen in ihrer Welt und dort dreht sich alles um Tiere und Pflanzen. Wenn man sich durch die vielen Sachinformationen nicht gelangweilt fühlt, erlebt man mit Majnka abenteuerliche Geschichten und ihre teilweise verwunderliche Sichtweise bringt sie oft in Schwierigkeiten, denn sie hat einen starken Willen und ein eigenes Bild von der Welt.
Auf vielen Doppelseiten gibt es sehr künstlerische Illustrationen, die eine Collage der Geschichte abbilden und die mich sehr fasziniert haben.
Dagmar Mägdefrau
Jani und die Sache mit der Mutmaschine
Jani, den wir auf dem Cover sehen, schaut über seine selbstgebastelte Mutmaschine. Wieso er sie braucht, darum geht es in diesem Buch. Es beginnt mit der Frage „Wer hat eigentlich gesagt, dass Superhelden keine Angst haben dürfen?“ Dann sehen wir Jani als Astronaut durchs Weltall fliegen, aber leider stimmt das so nicht, denn Jani ist ängstlich und er traut sich kaum am Eiswagen ein Eis zu bestellen.
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Er ist dann so aufgeregt, dass ihm seine Lieblingssorte nicht einfällt und er Minze-Schoko essen muss. Sein aller größtes Problem ist der Übernachtungstermin mit Ava und Nori im Zelt im Garten. Jani schafft es nicht sich jemand anderen als seinem Kaninchen Klothilde anzuvertrauen. Deshalb baut er eine Mutmaschine aus Dingen, die er bei seinen Großeltern findet. Die versteckt er im Zelt und hofft, dass er damit seine Angst vertreiben kann.
Doch dann kommt alles ganz anders und am Ende stellt sich heraus, dass auch seine Freunde Ängste haben. Deshalb wird am Ende im Wohnzimmer gezeltet. Was mir als Lösung sehr gut gefällt.
Im hinteren Teil des Buches gibt es noch viele Informationen für Erwachsene über das Thema „Angst“. Ich finde es immer sehr beruhigend, wenn sich herausstellt, dass andere auch nicht mutiger sind und der Gedanke, dass es Superhelden nicht anders geht, hat auch etwas Schönes. Angst gehört dazu und rettet uns häufig vor verrückten und gefährlichen Dingen. Die farbenfrohen Illustrationen, besonders das Bild, wo die Drei ausgelassen tanzen, ergänzen die Geschichte sehr gut. Das Buch eignet sich sicher auch zum Schulstart, denn trotz aller Freude darüber, haben die Erstklässler sicher auch ein Grummeln im Bauch.
Dagmar Mägdefrau
Cleo, Chaos und Konfetti
Cleo, ein Mädchen mit ADHS, gewinnt bei einem Gewinnspiel in der Bücherei ein Achtsamkeitstagebuch. Anfangs ist sie davon alles andere als begeistert, doch schließlich probiert sie es aus – und nimmt uns mit in ihren turbulenten Alltag, ihre Gedanken und Gefühle. Dabei erlebt sie so einiges: sei es ihr Bruder, der überall seine Nase hineinsteckt, oder die Vorbereitungen der Klasse auf den großen Kostümwettbewerb an Karneval. Und dann verschwinden plötzlich auch noch die gesammelten Süßigkeiten aus der Klasse …
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Lena Hach hat ein wundervolles Buch geschrieben. Ich liebe es, wie Cleo dargestellt wird: ein liebenswertes, kreatives Kind mit einem riesigen Gedankenkarussell im Kopf. Durch die humorvollen Tagebucheinträge bekommt man einen tollen Einblick in ihre Gedankenwelt und erlebt, welche außergewöhnlichen und schönen Ideen in einem Kinderkopf mit ADHS entstehen können.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht verständlich. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut für Kinder, die schon etwas fortgeschrittener im Lesen sind. Gleichzeitig ist es auch eine tolle Geschichte zum Vorlesen für jüngere Kinder.
Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es vermittelt bereits auf den ersten Blick das Chaos, das in Cleos Kopf herrscht, und ist liebevoll gestaltet. Die Illustrationen im Buch passen wunderbar zum Text und lockern die Geschichte zusätzlich auf. Gerade für Leseanfänger ist das schön, da sie sich durch die Bilder nicht direkt von zu viel Text erschlagen fühlen.
Ein humorvolles, warmherziges und kindgerechtes Buch, das ADHS auf eine liebevolle Art und Weise sichtbar macht. Eine klare Leseempfehlung von mir!
Katrin Hemmerich
Deepworld
Nachdem sein bester Freund weggezogen ist, bekommt Gustav eine neue Sitznachbarin in der Schule: Ruby. Gustav wundert sich darüber, was für komische Figuren und Monster sie in ihr Heft zeichnet, und sie redet nicht wirklich mit ihm. Doch nachdem Gustav ein Referat über sein Hobby gehalten hat, kommt Ruby auf ihn zu und lädt ihn zu sich nach Hause ein. Dort beginnen sie, „Deepworld“ zu zocken – ein Spiel, das man mithilfe einer VR-Brille spielt.
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In „Deepworld“ tauchen nicht nur die Monster aus Rubys Zeichnungen auf, sondern die beiden erleben auch wesentlich gefährlichere Begegnungen. Schon bald scheint das Spiel ein Eigenleben entwickelt zu haben. Ob sie es schaffen, das Spiel zu gewinnen, wird sich zeigen.
Ich hatte das Buch schon länger zu Hause liegen, nachdem ich in einem Buchladen mitbekommen hatte, wie der Buchhändler es mit voller Überzeugung empfohlen hat. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden, es zu lesen, und ich muss sagen: Es ist absolut großartig und unglaublich aktuell!
Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und hätte es nicht einmal für einen Moment aus der Hand legen können. Der Schreibfluss ist sehr flüssig, und die Geschichte hält die Spannung bis zum Schluss. Besonders gut gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit dem Thema KI und gleichzeitig mit dem Zocken von Computerspielen. Das Buch zeigt kritisch auf, welche Gefahren hinter diesen Themen stecken können, ohne dabei langweilig oder belehrend zu wirken.
Eine ganz klare Buchempfehlung für Kinder und Jugendliche, die sich für KI, Gaming und spannende Geschichten interessieren!
Katrin Hemmerich
Die Biberklasse – Alle anders, alle richtig
Die Biber-Klasse ist eine ganz besondere Schulklasse, denn jedes Kind hat seine eigenen Bedürfnisse. Ruby hat ein Gedankenkarussell im Kopf, Senay möchte möglichst keine Fehler machen und Emre braucht zwischendurch eine Flitzepause. Im Biberbau achten die Kinder aufeinander und unterstützen sich gegenseitig. Auch ihre Lehrerin Frau Pfefferkorn kennt die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler und geht verständnisvoll darauf ein.
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„Die Biber-Klasse“ ist ein wundervolles Erstlesebuch, das Kindern bereits zu Beginn ihrer Schulzeit vermittelt: Jedes Kind ist einzigartig – und jedes Kind ist richtig, so wie es ist. Die Geschichte zeigt verschiedene Kinder und ihre besonderen Bedürfnisse im Zusammenhang mit Neurodivergenz. Dabei wird deutlich, dass oft schon kleine Veränderungen im Schulalltag helfen können, damit sich Kinder wohlfühlen und gut lernen können.
Saskia Niechzial, bekannt als @liniert.kariert auf Instagram, klärt auf verständliche und wertschätzende Weise über verschiedene Neurodivergenzen auf. Das gelingt ihr auch in diesem kurzen Erstlesebuch sehr gut. Die Kinder lernen verschiedene Bedürfnisse kennen, ohne dass diese als etwas Negatives dargestellt werden.
Besonders gelungen finde ich den letzten Teil des Buches. Dort werden die einzelnen Kinder und ihre Bedürfnisse noch einmal genauer vorgestellt. Unter jedem Text steht, was dem jeweiligen Kind im Alltag helfen kann. So bekommen nicht nur die kleinen Leserinnen und Leser einen Einblick in die unterschiedlichen Bedürfnisse, sondern auch Erwachsene erhalten wertvolle Impulse.
Auch die Illustrationen von Stefanie Reich sind wunderbar und passen perfekt zu den Texten. Sie lenken nicht vom Inhalt ab, sondern greifen die einzelnen Situationen auf und machen sie für die Kinder noch anschaulicher.
Ein liebevoll gestaltetes und wichtiges Buch, das Vielfalt, Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme vermittelt. Eine klare Empfehlung für jede Grundschulbibliothek und für Familien, die Kindern zeigen möchten, dass alle anders – und alle richtig sind.
Katrin Hemmerich
Penicillin und andere unglaubliche Missgeschicke von denen du (wahrscheinlich) noch nie gehört hast
Das sehr wuselige Cover ist bei meinem Enkel sehr gut angekommen, er hatte Spaß daran den Satz zusammenzusetzen. Aber auch die kleinen Textfelder mit den spannenden und manchmal auch witzigen Inhalten kamen gut beim dem achtjährigen an.
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Zunächst werden die Leserinnen und Leser direkt eingebunden und die Frage lautete „Hast du schon mal Fehler gemacht? Ja, wer wohl nicht! Da erfahren wir auf der ersten Seite, dass Christoph Kolumbus Seekühe für hässliche Meerjungfrauen gehalten hat und die Entdeckung des Penicillins darauf zurückzuführen ist, dass Alexaner Flemming seine Petrischalen nicht gesäubert hat. Einer anderen Unachtsamkeit ist die Entdeckung des Sicherheitsglas zu verdanken. Das Fällen eines der ältesten Bäume 1964 hat dazu geführt, dass alte Bäume jetzt unter Naturschutz stehen.
Die kleinen Texte sind mit vielen bunten Illustrationen geschmückt und es gibt auf den Seiten eine Menge zu entdecken. Zudem gibt es noch einige spannende Aufgaben zu lösen und was mir seht gut gefällt, es gibt eine Doppelseite mit „Fakten“, die so nicht stimmen.
Am Ende wird dann die Frage gestellt „Welchen unglaublichen Feler Fehler hast du heute gemacht?“ Vielleicht machen wir auch einmal einen Fehler, der sich im Nachhinein als eine großer Erfindung herausstellt? Aber bis dahin lesen wir erst einmal dieses großartige Buch., das ist bestimmt kein Fehler.
Dagmar Mägdefrau

