Floh im Ohr
Markus Orths
Mantje Hagemann
Ueberreuter
Leseempfehlung ab 7 Jahre
Esmeralda hat leider ein sehr schlechtes Zeugnis und das liegt daran, dass sie einen kleinen Floh im Ohr hat. Und Casablanca flüstert ihn zu, sie solle Summen. Das tut sie dann auch. Als die Lehrerin sie an die Tafel bitte, damit sie eine Addition ausführt, kann sie das zwar nicht, aber es fällt auf, dass auch das ein Summe ist. Alle schimpfen mit Esmeralda und fordern, dass sie sich konzentrieren soll.
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Doch dann ist der Floh plötzlich verschwunden und Esmeralda lernt aus Langeweile. So bringt sie eine zwei mit nach Hause und die erinnert sie an einen Schwan. Dann wechselt die Perspektive und wir sehen Casablanca wie er durch den Gehörgang und den gelben Schmalz ins Gehirn gelangt. Was dort geschieht und wir er Esmeralda zu besseren Noten und vielen tollen neuen Melodien verhilft, das verrate ich nicht.
Mit Großbuchstaben, vielen anschaulichen bunten Bildern ist das Buch für Erstleser, wenn auch 60 Seiten bedeuten, dass sie lange durchhalten müssen. Was mir gut gefällt ist, dass sich am Ende alles auf eine unerwartete Art regelt und wir jetzt endlich wissen, wie das mit dem Ohrwurm läuft. Witzige Ideen und Spielereien mit Begriffen.
Dagmar Mägdefrau
Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1
Cornelia Funke
Simona Ceccarelli
Graphix Loewe
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Der neunjährige Tom soll eine Flasche Saft aus dem „gruseligen“ Keller holen. Er hasst den Keller, weil er ihn unheimlich findet.
Plötzlich steht ein schleimiges Gespenst vor ihm und erschreckt ihn! Niemand glaubt Tom seine Geschichte – außer seiner Oma. Sie schickt ihn zu ihrer besten Freundin Hedwig Kümmelsaft, einer erfahrenen Gespensterjägerin.
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Als Tom mit ihrer Hilfe das Gespenst vertreiben möchte, erfährt er, dass Hugo, das Gespenst, selbst aus seinem Zuhause von einem größeren Gespenst vertrieben wurde. Ob die beiden es gemeinsam schaffen, Hugos Zuhause zurückzuerobern?
Erst letztes Jahr habe ich mit meinem Sohn die Reihe von Cornelia Funke gelesen, und wir hatten dabei jede Menge Spaß. Umso mehr hat es uns gefreut, dass die Geschichte nun als Graphic-Novel-Reihe erscheint. (Hoffentlich alle Bände)
Die Umsetzung ist hervorragend gelungen – es fehlt kein wichtiges Detail der Originalgeschichte. Die Illustrationen sind wunderschön und greifen viele bekannte Szenen und liebevolle Kleinigkeiten auf.
Für einen Achtjährigen kann der Akzent des Gespensts beim Selberlesen zunächst etwas ungewohnt sein. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das jedoch problemlos. Mein Sohn hat das Buch an einem Abend regelrecht verschlungen. Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände!
Katrin Hemmerich
Schule mit Juli – Band 6
Petra Eimer
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Auf dem Cover sehen wir schon Anna, Paul und Max zusammen mit ihren Tieren. Zunächst hinten mit der Tafel Juli, das Pferd, das Paul zugelaufen ist. Das kleine schwarze Pony ist Juno, ihr kleiner Sohn, der zu Anna gehört und auf dem Tisch Watson, den Max von seiner Oma bekommen hat, als sie ausgewandert ist.
In der Schule gibt es Projekttage unter dem Motto: „Tiere – Was wir von ihnen lernen können“ und zum Start kommt sogar die Bürgermeisterin mit ihrem Therapiehund, der sie bei ihrer Diabetes unterstützt.
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Die Schüler*innen sollen sich ein Projekt überlegen und es am Ende der Woche präsentieren. Als die Freunde sich zusammentun, erfahren sie davon, dass Max versetzungsgefährdet ist und deshalb muss das Ergebnis besonders gut werden. Zwei andere Freunde wollen sich nicht anschließen, sie hoffen, das KI alles für sie regelt. Schnell ist klar, dass sie eine Art Zirkus einüben wollen und so starten sie bei Herrn Hoppe, dem ehemaligen Besitzer von Juli, ihr Projekt.
Wie immer lebt das Buch von den zauberhaften und so lebendigen Zeichnungen. Der Text der aufgelockert mit unterschiedlichen Schriftbildern gedruckt ist, liest sich auf diese Weise leicht. Natürlich ist es auch spannend, denn es geht immer wieder etwas schief. Zuerst müssen die Kinder und die Tiere eine Möglichkeit finden sich zu verständigen. Aber alle sind hochmotiviert und so wird es am Ende eine großartige Veranstaltung.
Bei jedem neuen Band kommt es mir vor, als würde ich alte Freunde wiedertreffen, denn alle sind mir so vertraut. Ich habe aber auch einiges über Therapietiere erfahren und bin überzeugt, dass diese drei cleveren Tiere einen guten Job machen werden.
Dagmar Mägdefrau
Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1
Jasmin Schaudinn
Julia Christians
Fischer Sauerländer
Verlagsempfehlung ab 7 Jahre
Auf dem Cover ist der neunjährige Hiro zusehen, er fährt die Rikscha, die der junge Drache Fuju gebaut hat. Der Stil der Illustration erinnert an japanische Kunst, die Wellen im Hintergrund sogar an Hokusai.
Nach der Vorstellung der Protagonist*innen, steigen wir in die Geschichte ein. Hiros älterer Bruder ist aufgebrochen, um das Glück zu suchen, er fehlt dem Jungen und seiner alten Oma sehr.
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Im Wald trainiert Hiro japanische Kampfkunst mit seinem unsichtbaren Bruder, als er ein Geräusch hört. Dann taucht ein Drache auf, der ihn bitte mit ihm die Rikscha aus der Höhle zu holen, denn er will damit ins Tal der flüsternden Winde fliegen. Er lädt Hiro ein ihn zu begleiten und dabei nach seinem Bruder zu suchen. Nach einer Bruchlandung in der Wüste geht es in einem Fluss weiter, denn die magische Rikscha kann auch schwimmen.
Neben der spannenden Geschichte, in der immer neue spannende Wesen auftauchen, gibt es eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Wir lernen Schlangenzunge mit der Hand darzustellen, finden Dinge auf Bildern und machen mit beim Abenteuertalenttest. Unten auf der Seite ist ein Streifen ähnlich wie beim eBook zu sehen an dem wir unseren Lesefortschritt erkennen.
Viele Bilder, kleine Comics und die große Spannung, damit lässt sich dieses Buch schnell lesen. Aber vorne im Buch gibt es einen QR-Code mit dem kann man sich das Buch auch vorlesen lassen und dabei den Text mitlesen.
Für mich ein sehr überzeugendes Erstlesebuch, wenn es mit so viel Maggie und Abenteuer nicht klappt, dann habe ich auch keine Idee mehr.
Dagmar Mägdefrau
Carlo von Catwig – Mopping
Cora Gofferijé
Christina Groth
fe-Medienverlag
Leseempfehlung ab 6 Jahre
Carlo kam als Niemandskatze in die Tierpension von Ida und lebt dort nun zusammen mit Fiesemöpp, dem Mops und Amboss, der ängstlichen Dogge. Fiesemöpp nutzt Amboss Ängste aus und versucht den Kater nach wie vor loszuwerden.
Es regnet und Ida wartet auf ein Paket, außerdem backt sie massenhaft Leberwurstmuffins und verspricht den Tieren eine Überraschung für den Nachmittag.
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Als der Paketbote endlich kommt, ergibt sich eine günstige Situation für Fiesemöpp und er beißt den armen Mann, der sowieso schon in Angst wegen des Mops lebt, ins Hinterteil. Deshalb soll sich ein Hundetrainer um den Übertäter kümmern. Der macht zunächst Yoga mit Fiesemöpp, dann bekommt er einen Maulkorb. Als sich herausstellt, dass Fiesemöpps Zwillingsschwester, die inzwischen ein gefeierter Filmstar ist, als Überraschung anreist, ist Fiesemöpp entsetzt. Denn diese kapriziöse Hundediva moppt noch schlimmer als er und oft ist er das Opfer. Doch als diese Schwester entführt wird, machen sich unsere drei Helden auf, sie zu retten. Mitten in der Nacht geht es auf dem Rasenmäher der Nachbarn nach Pusemuckel.
Es gibt eine ganze Menge Abenteuer und Spannung in dieser Geschichte, aber wir sehen auch wie bösartig die beiden Möpse, die anderen und sich gegenseitig mobben. Im Nachwort gibt es deshalb viele Ratschläge wie man sich verhalten sollte, wenn Kinder sich überwinden und uns von ihrem Gemoppt werden erzählen. Manche Situationen mögen uns witzig erscheinen, aber wenn Fiesemöpp mit Amboss Angst spielt, dann ist das eine schlimme Sache. Deshalb freuen sich Amboss und Carlo zunächst, dass Fiesemöpp jetzt von seiner Schwester gemoppt wird und sie finden, jetzt weiß er mal, wie sie sich fühlen. Aber das Gefühl kennt er schon seit seiner Kindheit und er will wohl nicht wieder zum Opfer werden und ist lieber der Täter.
Das Buch liest sich wie ein Krimi und wir erfahren einiges über Mobbing, lernen die Gefühle der Mobber und Gemobbten kennen und sehen, wie mutig Amoss auf das Wort „Box“ reagiert. Schaut aufs Cover, da seht ihr die drei Hunde beim Yoga und es ist einfach herrlich, wie die Bilder im Buch die Situationen so real und liebevoll darstellen. Ein besonderes Lob an Christina. Ich kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen!
Dagmar Mägdefrau
Mucks Maus und Missjö Katz – Es kann nur einen geben!
Isabel Abedi
Ina Hattenhauer
Arena
Leseempfehlung ab 8 Jahre
Nach Öffnen des Buches sehen wir eine arabische Stadt und von dort stammen die Vorfahre von Mucks Maus, aber schon vor vielen Generationen kam ein Mäuserich nach Hamburg und verliebte sich in eine, dort in einem Vorstadtbahnhof lebende Hausmaus. Der einzige Nachfahre ist Mucks und er lebt weiterhin in dem still gelegten Bahnhofsgebäude.
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Sein Mitbewohner Stanis Laus, der zum Glück kein Blut benötigt, ist uralt und sehr welterfahren und weise. Als eine Familie in den Bahnhof zieht, freundet sich der Mäuserich mit dem Sohn Rajo an und sie verbringen gerne die Sonntagnachmittage gemütlich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem die Schwester einen Kater mit nach Hause bringt.
Papa und Baba werden die Väter der Kinder genannt und Baba ist ein Mann mit orientalischen Wurzel, genau wie die Maus und die Autorin. Mir gefällt diese Familienkonstellation sehr gut. Die Schwester, die gerne Mode entwirft und näht wirkt zu Beginn etwas abweisend, wird aber immer sympathischer. Die Geschichte um Stanis, die ich hier nicht verraten möchte, ist einfach faszinierend und sehr gut ausgedacht. So wird selbst eine Laus zum Sympathieträger.
Natürlich geht es um Eifersucht, was der Untertitel schon ganz klar ausdrückt. Aber am Ende rettet Mucks den Kater und wird zum Helden.
Die Illustrationen sind, wie schon auf dem Cover zu sehen, genau passend zur Geschichte. Da ist die Angst beim Kater, die Freude der Maus genau zu erkennen und die Familie ist so wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Perfekt!
Dagmar Mägdefrau
Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3
Matthäus Bär
Anika Voigt
dtv
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Drei Wasserschweine und ein Faultierjunges sehen wir auf dem Cover. Sie sind außerhalb des Tierparks unterwegs und erleben ein spannendes Abenteuer.
Dies ist der dritte Band der Serie, aber ich hatte keine Verständnisschwierigkeiten, obwohl ich die anderen Bücher nicht kenne. Ich werde sie aber wahrscheinlich noch mal lesen, weil ich die drei Wasserschweine richtig toll finde.
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Emmy, Raul und Tristan sind sehr unterschiedlich Typen. Emmy ist die Clevere, Raul anpackend und Tristan schläft viel und ist etwas behäbiger. Als die Faultiermama in ihrem Gehege auftaucht, sind die drei zunächst erstaunt, aber dann erfahren sie, dass das junge Faultier vermisst wird. Da es zuletzt in einem inzwischen abgeholzten Baum gesehen wurde, vermutet Emmy, es könne mit dem Baum entsorgt worden sein. So machen sich die drei, die gelernt haben die Tür des Geheges zu öffnen, auf zum Wirtschaftshof, denn dort gelangen die Grünabfälle hin. Dummerweise landen die Wasserschweine in einem Auto und so sehen sie endlich das „Mehr“, das außerhalb ihres Tierparks liegt.
Es ist zu schön zu lesen, wie die Wasserschweine vieles mit ihrer Nase entdecken und einordnen. Überhaupt schlüpft Matthäus Bär völlig in die Haut der Tiere, der denkt und entscheidet wie sie. Da ist es nur logisch das von Menschenjungen statt Kindern die Rede ist.
Emmy schafft es immer wieder die Wogen zu glätten, Streit zu schlichten und Zusammenhänge zu erkennen. Gemeinsam mit dem Bieber und zwei Schwänen wird da sogar ein Mann, der keine Rücksicht auf die Natur nimmt, verscheucht.
Ein tolles Buch, in dem Tiere nicht vermenschlicht werden und doch Dinge können, die sie wohl nicht wirklich beherrschen. Und natürlich wissen wir nicht, ob sie empathisch sind und so sozial empfinden wie die drei sympathischen Wasserschweine. Die farbigen Illustrationen sind realistisch und sehr stimmungsvoll. Alles zusammen ein spannender Lesespaß!
Dagmar Mägdefrau
Robin The Hood – Wie klaut man ein Gehirn? – Band 2
Rüdiger Bertram
Horst Hellmeier
cbj
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Robin wird mitten in der Nacht von Mary geweckt: Etwas Merkwürdiges ist passiert. Loretta und der General sind spurlos verschwunden und niemand weiß, wohin. Schon stecken die beiden mitten in ihrem nächsten Abenteuer. Ein Erpresserschreiben taucht auf und plötzlich dreht sich alles um das Gehirn von Einstein, das sie aus einem Tresor in Princeton stehlen sollen. Doch werden Robin und Mary den waghalsigen Plan umsetzen können? Und wer steckt hinter der Entführung von Loretta und dem General?
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Wie schon den ersten Band haben wir auch dieses Buch regelrecht verschlungen und uns beim Vorlesen abgewechselt. Mein Sohn war genauso begeistert wie von Band 1. Besonders gut gefällt mir, dass sich die Geschichten unabhängig voneinander lesen lassen. Alle wichtigen Besonderheiten aus dem ersten Band werden noch einmal kurz erklärt, sodass man der Handlung problemlos folgen kann, auch wenn man „Wie klaut man eine Stadt?“ nicht gelesen hat.
Die kurzen Comicstrips lockern die Geschichte immer wieder auf und sind erneut herrlich witzig geschrieben und gezeichnet. Insgesamt ist die Reihe absolut empfehlenswert, und wir hoffen sehr, dass noch viele weitere Bände erscheinen.
Katrin Hemmerich
Conni und die Nacht in der Schule – Band 9
Julia Boehme
Herdis Albrecht
Carlsen – Einfach lesen lernen
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Für die Erstleser geht nun auch Conni in die Schule. Zunächst lernen wir einige Mitschüler*innen und die Erwachsenen kennen, die in der Nacht ebenfalls in der Schule dabei sind. Denn Frau Reisig, die Klassenlehrerin schlägt den Kindern vor eine Nacht in der Schule zu schlafen. Conni überlegt, was sie alles mitnimmt, und packt ihre Tasche.
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Am Nachmittag geht es zuerst in die Bücherei- Hier lösen die Kinder eine Aufgabe und finden das gesuchte Buch. (Natürlich können wir die Aufgabe ebenfalls lösen.) Dann gehen alle zum Spielen auf den Schulhof und später wird gemeinsam eine Pizza belegt. Doch zwei Jungen spielen den anderen einen Streich.
Auch dieses Buch bleibt dem Muster der Conni-Geschichten treu. Es gibt Kinder, die sich danebenbenehmen, die aber im weiteren Verlauf selbst schwach sind und dann von der Gemeinschaft aufgenommen werden. Aber es fehlt auch nicht an Spannung und am Ende sind alle gute Freunde. Meine Enkelin liebt Conni genau aus diesem Grund.
Das Buch ist mit vielen vertrauten Bildern ausgestattet und neben den Großbuchstaben gibt es noch viel Comic-Sprechblasen. Das wird die kleinen Leserinnen sicher schnell zum Selber-Lesen animieren.
Dagmar Mägdefrau
OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster
Cally Stronk
Olivia Vieweg
dtv
Verlagsempfehlung ab 11 Jahre
Amys Mutter ist eine sehr beschäftigte Managerin und deshalb bucht sie für sich Amy und die kleine Schwester Fritzi eine Wellness-Auszeit in einem Kloster. Während Amys Freundinnen Post von exotischen Orten schicken, traut sie sich nicht Selfies zu machen, denn man würde sehen, dass sie in einem langweiligen Kloster mit lamen Holzmöbeln in einem kargen Zimmer gelandet ist.
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Zwei nervige Jungs ärgern nicht nur die anderen Kinder, sondern auch die sehr freundlichen Nonnen, die immer etwas positives sagen. Auch das Essen ist zunächst gewöhnungsbedürftig für die Pizza-Esserin Amy. Aber dann sind die Freizeitangebot doch ganz interessant. Aber trotzdem sucht Amy eine Möglichkeit diesen Urlaub vorzeitig zu beenden. Hilft da vielleicht schlechtes Benehmen, um rausgeschmissen zu werden?
Auf dem Cover sehen wir Amy und ihr Entsetzen, weil sie ihre Ferien in einem Kloster verbringen muss. Im Buch gibt es viele Illustrationen, die so viel Witz haben, genauso wie der humorvolle Text, der so viele ungewöhnliche Ideen beinhaltet, was man mit biblischen oder religiösen Begriffen alles anstellen kann. So wird im Kiosk der „Prayboy“ angeboten und gemeinsam wird „Mönchopoly“ gespielt.
Ein Comic bei dem ich laut lachen musste und der mit Amy eine sympathische fast dreizehnjähriges Erzählerin hat, die trotz der langweiligen Location viele spannende Dinge erlebt.
Dagmar Mägdefrau
Das Haus in der Mango Street
Sandra Cisneros
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Gerd Burger
atlantis
Verlagsempfehlung ab 12 Jahre
Das erste längere Kapitel ist mit „Ein Haus für sich allein“ überschrieben und es ist das Vorwort der Autorin, dessen Foto ganz am Anfang abgedruckt ist. Eine junge Frau in ihrem Arbeitszimmer, das eigentliche eine Abstellkammer ist und in dem sie nicht arbeitet, denn sie schreibt am Küchentisch.
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Da das Buch schon 1984 erschien, ist die Autorin inzwischen eine alte Frau, was der Aktualität ihres Buches keinen Abbruch tut. Im Vorwort beschreibt Esperanza, wo sie gewohnt hat, bis sie mit ihrer Familie in die Mango Street zog. Die Straße liegt in einem armen Stadtteil von Chikago und es gibt um sie herum viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Schicksalen und diese Menschen tauchen in den kleinen Geschichten auf, aus denen das Buch besteht. Esperanza berichtet von ihren Eltern, ihren beiden Brüdern und von ihrer jüngeren Schwester Nenny, die oft Dinge tut, die für Esperanza unvorstellbar sind. Da ist von Joe, dem Babygrabscher die Rede, den Schwestern Lucy und Rachel mit denen sie sich zusammen ein Fahrrad für 15 Dollar kauft. Wir erfahren auch von ihrer Mutter, dass sie zwar sehr klug war, aber nicht lange zur Schule ging und dass sie heute beim Kochen Opernarien singt. Tragisch ist die Geschichte von der Tante Guadalupe, die lange krank war und für deren Tod sich Esperanza verantwortlich fühlt. Zu Ende des Buches lernen wir Sally kennen, Esperanza beste Freundin, die häusliche Gewalt vom Vater und vom Ehemann erfährt.
Die Geschichten sind kurz, nicht zeitlich sortiert und vieles wird nur angedeutet. Die Stil hat etwas von einem Plauderton und manchmal empfinde ich es als etwas naiv. Aber Esperanza schafft es die Mango Street zu verlassen und ihren Traum vom eigenen Haus zu realisieren. Dabei ist ihr wichtig nicht abhängig zu sein und so setzt sie sich durch und wird Schriftstellerin, ganz wie sie es im Vorwort schreibt.
Dagmar Mägdefrau
Horst von Haartoll
Ingo C. Schoenleber
Tine Schulz
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Das Cover zeigt Horst mit seiner sprichwörtlichen Haartolle, vor sein Gesicht hält er eine Lupe, sein vielfältig einsetzbarer Föhn schaut aus der Jackentasche hervor und zusätzlich sprüht er Haarspray in die Luft.
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Hier wird schon ganz klar, dass die Haare eine wichtige Rolle spielen. So beginnt das Buch im Bad, wo der Schniegel-Igel in zweistündiger Arbeit gebändigt wird, danach geht es aber auch noch zum befreundeten Friseur. So gestylt landet Horst im Park, hier hat er sein Detektivbüro. Als er einen Anruf von „der besten Mama der Welt“ erhält, die ihren Otto sucht, den sie entführt wähnt, freut er sich über den Auftrag. Etwas unkonventionell macht Horst sich auf die Suche nach dem Hund. Zum Glück begegnet ihm Detleva, die ihm clever zur Seite steht.
Die Konstellation einfältiger Detektiv und kluges Mädchen gibt es ja häufig in Detektivgeschichten. Horst ist allerdings schon ein sehr überzeichnetes Exemplar, das macht die Geschichte sehr witzig. Aber manchmal war es doch etwas viel Klamauk für meinen Geschmack. Sehr gut haben mir die Illustrationen, die zwischendurch noch kleine Comis enthielten, gefallen. Durch diese Sprechblasen, die große Schrift und die vielen witzigen Zeichnungen macht das Lesen des Buches Grundschülern viel Spaß.
Dagmar Mägdefrau
Bo im Klo
Rüdiger Bertram
Franziska Höllbacher
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Bo zieht sich, um Ruhe vor der Familie zu haben und um seine Comics zu lesen, auf Klo zurück. Nur leider gibt es im Abwasserkanal einen Kraken, der auch gerne Comics liest und so streckt er einen seiner Arme aus, um Bo mitsamt seinem Comic durch das Abwasserrohr nach unten zu ziehen.
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So landet Bo stinkend und mit aufgeweichtem Comic bei dem grünen Kraken. Der sich sofort ans Lesen macht. Aber schon hinter der nächste Ecke warten zwei weinende traurige Krokodile auf Bo. Ihr Problem ist es, dass sie zu nett sind. Aber Bo gibt ihnen einen guten Rat. Die Maus oder Ratte fordert ihn auf, die Hände zu heben, denn sie bedroht Bo mit einem Zahnstocher. So möchte sie von ihm einen Comic erbeuten, doch den hat ja der Krake.
Da ist Rüdiger Bertam mal wieder eine total witzige und verrückte Geschichte gelungen. Eine zum laut Lachen beim Lesen. Ich horche jetzt immer erst, ob Geräusche aus dem Klo zu hören sind, bevor ich mich setze, denn einen Krakenarm möchte ich nicht am Po spüren. Dieser Erstlesercomic ist leicht zu lesen, denn die Schrift ist groß und die Bilder dazu anzuschauen, ist ebenfalls ein großer Spaß. Ich kann dieses irrwitzige Buch nur empfehlen.
Dagmar Mägdefrau
Spinnen – bis die Netze beben! – Minecraft 8
Heiko Wolz
André Sedlaczek
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Das Buch wendet sich an Minecraft-Fans, die hier einfach lesen lernen können. Wenn die aus dem Spiel vertrauten Figuren mit den eckigen Körpern sich gegen eine Riesenspinne wehren müssen, dann ist Spannung angesagt.
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Anna, Stefan und Brokkoli, der unentwegt den Kuchen isst, den Annas Mama für ihn gebacken hat, sind in ihrem geheimen Treffpunkt im Keller der Schule und überlegen, einen Eisengolem zu bauen.Doch der Schmied hat den letzten Eisenbarren gestern verarbeitet. Stefan, der immer wieder neue Ideen hat, stellt einen Trank her, der es den Freunden erleichtern soll, Erz abzubauen. Doch ihre Werkzeuge sind nicht stabil genug. Diesmal wird Stefans Idee gefährlich für das ganze Dorf, denn eine Riesenspinne webt das Dorf völlig ein. Da müssen die drei schnell handeln.
13 Kapitel umfasst das Buch und am Ende gibt es eine Lese-Urkunde, ein Mini-Wörterbuch für die Begriffe und eine Anleitung, wie man es falten kann. Großbuchstaben und viele bunte Bilder erleichtern das Lesen und durch die steigende Spannung muss das Buch einfach ausgelesen werden.
Dagmar Mägdefrau
Rico und die Gewittertaube – Band 3
Andreas Steinhöfel
Lena Winkel
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Rico, den wir schon aus einigen Büchern kennen, schaut aus dem Fenster auf eine Taube, es sieht nach einem Sturm aus auf dem Cover. In der Schule berichtet Rico seinem Lehrer Herrn Wehmeyer von den Tauben und der bittet ihn, mehr davon zu berichten.
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So erzählt Rico den ersten Teil seiner Geschichte. Er sitzt in seinem Nachdenksessel und überlegt, wie gut es wäre, wenn er sich nicht immer verlaufen würde, und er kommt zu dem Schluss, dass er fliegend die bessere Übersicht hätte. Da gibt es einen Rumms an einem der Fenster und hier unterbricht der Lehrer mit einer echt blöden Frage. Aber dann geht’s weiter und wir erfahren, dass ein Taubenpaar vor Ricos Wohnzimmerfenster ein Junges großzieht. Herr Wehmeyer möchte gerne wissen, wie es mit der kleinen Taube weitergeht und gibt Rico als Ferienaufgabe auf, zehn Sätze darüber zu schreiben.
Die Sätze, die Rico schreibt, können wir in krakeliger Druckschrift im Buch nachlesen, während der Text in Großbuchstaben gedruckt ist und von Sprechblasen ergänzt wird. Zusammen mit den witzigen Bildern, so bewegt sich Rico so wild auf seinem Sessel, dass er am Ende damit umfällt.
Rico zeigt viel Fantasie, wenn er sich überlegt, wie er Fliegen könnte und er schreibt den letzten Satz, der nur für ihn und die kleine Taube Matti gedacht ist, erst ganz am Ende in das Heft. Rico ist mit all seinen Eigenarten ein liebenswerter Junge, den wir gerne bei seinen Abenteuern begleiten, weil wir auch ein wenig von ihm in uns haben.
Dagmar Mägdefrau
Der beste Zufall der Welt
Rafik Schami
Annette Swoboda
Hanser
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Glaube-Buchtipp Juni 2026
Auf dem Cover sieht man die drei Mädchen fröhlich tanzen: Emilia aus Deutschland, Samia aus Syrien und Kira aus der Ukraine.
Emilia sieht Samia im Supermarkt, wo sie nach einer Tafel Schokolade mit Erdnüssen sucht. Als Emilia sie findet, riecht Samia nur daran und legt sie dann wieder zurück, weil sie zu teuer ist. Ihr Mama arbeite als Putzfrau, obwohl sie Mathematiklehrerin war.
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Ihr Vater ist in Aleppo gestorben und nun lebt sie mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in einem grauen Haus in der Nähe des Supermarktes. Die beiden Mädchen freunden sich schnell an und auch die Mütter haben Kontakt. Später kommt Kira in Emilias Klasse und auch sie hat ihren Vater im Krieg in der Ukraine verloren, da ist es für die zwei Mädchen klar, dass sie ihre Freundschaft zu Dritt weiterführen müssen. Bald planen die drei eine mutige Aktion, die ihnen zunächst Ärger einbringt.
Rafik Schami schafft es wieder, sehr gut diese Mädchen zu beschreiben und sie sind so liebenswert und mutig, dass ich sie mir auch zur Freundin gewünscht hätte. Sie unterstützen sich und trösten sich und am Ende setzt sich Emilias Mutter, die eine bekannt Künstlerin ist, für die drei ein und bietet auch den Müttern ihre Hilfe an. Ein Buch, das weder die Schrecken unserer Zeit noch die Probleme der Migration verschweigt und zeigt, dass diese drei Mädchen Lösungen finden.
Der Text ist in Großbuchstaben geschrieben und sehr gut zu lesen, dazu kommen die Bilder, die mich ein wenig an Illustrationen der Astrid-Lindgren-Bücher meiner Kindheit erinnern.
Dagmar Mägdefrau
Robin The Hood – Wie klaut man eine Stadt? – Band 1
Rüdiger Bertram
Horst Hellmeier
cbj
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Robin Kappe (Robin the Hood) lebt auf einer Burg zusammen mit Loretta, die ihn zu einem Meisterdieb ausgebildet hat. Doch dann gerät er in die Falle eines Geheimdienstes. Dabei lernt er Mary, „Die Hand“, kennen. Sie wurde von ihrem Vater, dem General, zu einer Superagentin ausgebildet.
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Gemeinsam geraten sie in eine geheimnisvolle und gefährliche Mission: Sie müssen eine ganze Stadt stehlen! Dort ist ein äußerst gefährlicher Virus versteckt. Um zu verhindern, dass die Schurkin Madame Schenial den Virus verbreitet, müssen sie sie überlisten.
Ich habe das Buch meinem achtjährigen Sohn vorgelesen. Bevor ich diese Rezension geschrieben habe, fragte ich ihn: „Was soll ich über dieses Buch schreiben?“ Seine Antwort lautete: „Es ist super, lustig und auch sehr spannend.“ Das trifft es eigentlich perfekt.
Die Geschichte ist so geschrieben, dass sie auch von Kindern im Grundschulalter selbst gelesen werden kann – vorausgesetzt, sie lesen gerne und schon etwas geübter. Die Comic-Strips, die immer wieder in den Text eingebaut sind, lockern die Geschichte auf und sind wirklich witzig.
Wir haben direkt mit dem zweiten Teil begonnen und sind schon sehr gespannt: Wie klaut man eigentlich ein Gehirn?
Katrin Hemmerich
Urwelten
Thomas Halliday
Gavin Scott
Hanser
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Eine Zeitreise durch die Erdzeitalter
Thomas Hallidays Sachbuch Urwelten wurde mit Hilfe des Illustrators Gavin Scott wunderschön für junge Leserinnen und Leser umgesetzt. Es ist eine Reise durch die Erdzeitalter – vom Pleistozän vor 20.000 Jahren bis zum Ediacarium vor 550 Millionen Jahren.
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Zunächst wird grundlegendes Wissen zur Paläontologie vermittelt, bevor die Reise im jüngsten Zeitalter, dem Pleistozän, beginnt.
Kurze Texte sind in die Illustrationen eingebettet. Sie enthalten viele wissenschaftliche Informationen und Fachbegriffe. Dementsprechend ist das Buch für Achtjährige zum selbstständigen Lesen stellenweise etwas anspruchsvoll. Ich habe es gemeinsam mit meinem Sohn gelesen. Wenn er nicht weiterkam oder einzelne Begriffe nicht lesen konnte, habe ich ihm geholfen. In den Illustrationen haben wir immer wieder neue Details entdeckt. Die Welt, wie sie früher einmal war, ist meist ziemlich abstrakt. Durch die wundervollen Illustrationen wird sie jedoch lebendig und greifbar dargestellt.
Urwelten ist ein rundum gelungenes Sachbuch für Kinder und Jugendliche, die sich für die Urzeitwelten und deren Biodiversität interessieren.
Katrin Hemmerich
Aliya und der Laden der Zweiten Chance – Die Schule der Zeitreisenden -Band 3
Laila Rifaat
Bente Schick
Insel
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Aliya besucht die Schule der Zeitreisenden und ist die jüngste Schülerin der Akademie. Alle zwei Jahre findet das große Wettrennen der fliegenden Teppiche durch die Zeiten statt – ein Ereignis, auf das sich alle Schülerinnen und Schüler freuen. Doch in diesem Jahr ist etwas anders.
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Böse Gerüchte machen die Runde, und die Schlosser der Akademie scheinen ungewöhnlich viele geheime Projekte zu verfolgen. In der Atmosphäre entstehen neue Risse, und etwas Düsteres liegt in der Luft. Kurz vor dem großen Ereignis verschwinden plötzlich alle Schlosser – jene Menschen, die die Portale zwischen den Zeiten bewachen. Aliya bleibt als einzige Schlosserin zurück und muss die Energiequelle der Zeitreisewelt mit ihren Freunden vor dem bösen Magier Dorian Darke schützen.
Ein wundervoller Abschluss der Reihe! Tatsächlich habe ich die Reihe erst mit diesem dritten Band für mich entdeckt. Dennoch empfiehlt es sich, die Bücher von Anfang an zu lesen, um die Figuren kennenzulernen und die verschiedenen Handlungsstränge vollständig zu verstehen.
Die Geschichte beginnt eher ruhig, gewinnt jedoch zunehmend an Tempo. Die Spannung steigt stetig an, sodass man das Buch stellenweise kaum aus der Hand legen mag. Die Sprache ist sehr bildhaft und perfekt auf die Zielgruppe abgestimmt. Wer Lust auf ein spannendes Abenteuer voller Magie, Geheimnisse und Rätsel hat, ist mit dieser Reihe genau richtig. Das Buchcover und die Illustrationen sind wunderschön gestaltet.
Katrin Hemmerich
Mit Wumms in die Schule
Jutta Degenhardt
Juliana Kralik
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Das Cover zeigt Mina mit ihrem Freund Benno, an der Hand hält sie den Wumms, den sie in der Kita in ihr Erfindungsheft gemalt hat und der in der Schule aus dem Heft herauskommt und lebendig wird.
Aber zurück zum Anfang: Los geht es mit dem Flieger, den Mina und Benno in der Kita gebaut haben.
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Als die Erzieherin Rosi diesen Flieger aufhängt, rotiert er an der Schnur und Mina malt einen puscheligen Wumms, der das Flugzeug fliegen soll. Doch dann ist ihre Kindergartenzeit vorbei und sie nimmt das Wumms-Bild in ihrem Erfinderheft mit. Als sie dann in die Schule kommt, wird sie abgelenkt und so sitzt Benno an einem Vierertisch und Mina muss sich neben den ruhigen Mars setzen. Dieser Mars stellt sich als sehr feinfühlig heraus und er unterstützt Mina später sehr. Als der Wumms überraschend aus dem Heft auftaucht, schafft es Mina zunächst, dass die anderen ihn nicht entdecken, was ziemlich witzig ist, denn der Wumms will unbedingt wieder zurück in die Kita. Er, als Steuerprofi, möchte unbedingt seinen Flieger steuern.
Der Wumms ist eine sehr witzige Figur, er hat viele verrückte Einfälle und ist nicht bereit, auf Mina zu hören. Er macht, was er will und er will zunächst unbedingt in die Kita. Aber er unterstützt später, als er sich frei in der Klasse bewegt, auch die Kinder auf eine ganz besondere Weise. So wächst die Klasse, die noch ein Klassentier wählen soll, gut zusammen und aus den Kita-Kindern wird, auch dank ihres verständnisvollen Lehrers, eine wundervolle Mosaikklasse.
Ein fröhliches Buch für den Start in die Schule mit einem lebendig gewordenen gekritzelten roten Wumms (ich hoffe, Olaf Scholz hat den Begriff nicht für sich patentieren lassen), der Mina diesen Start leicht macht. Wenn wir unseren Erstklässler*innen den Text vorlesen, werden sie sicher auch viel Spaß an den vielen Bildern haben.
Dagmar Mägdefrau
Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster – Band 14
Bettina Göschl
Klaus-Peter Wolf
Franziska Havey
Jumbo
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Wir sehen unsere beiden Nordseedetektive zusammen mit den beiden Gaunern Lang und Finger bei einer Grillparty. Doch ist das hinter dem Wohnwagen nicht der Gangsterboss Nase?
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Wie immer wird zunächst die Familie Janssen vorgestellt. Neben der kurzen Beschreibung sind Bilder von ihnen zu sehen. Auch im Buch gibt es viele bunte Illustrationen, die die Abenteuer unserer beiden Kinder sehr schön untermalen.
Es ist kaum vorstellbar, aber die beiden Gauner Lang und Finger wollen ehrlich werden und sie bekommen schon bald die Chance, den Cateringservice, der das Essen zu den Janssens bringt, zu unterstützen. Besonders beim Grillen sind die beiden eine echte Begabung. Deshalb bittet sie auch Kommissar Stone, für das Essen auf der Abschiedsfeier seines Chefs zu sorgen. Allerdings ist der Gangsterboss Nase nicht glücklich mit dem Entschluss seiner „Angestellten“, denn er hat andere Pläne mit ihnen.
Diesmal besteht die Spannung nicht aus der Ermittlung eines Falles durch die Detektive, sondern diesmal geht es darum, ob Lang und Finger es schaffen werden, ehrlich zu werden. Witzig fand ich, wie die beiden ihre moralischen Vorstellungen der Situation anpassen konnten. Ein etwas anderer Fall für die Nordseedetektive mit viel Humor erzählt.
Dagmar Mägdefrau
Stella – Superpower: Brüder verjagen
Oda Valle
Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 9 Jahre
Ein witziger Comic voller verrückter Ideen, zwei Freundinnen und einem neuen Bruder und natürlich Meerschweinchen. Zunächst stellt sich Stella mit einem Steckbrief vor. Hinter dem Punkt „Bestie“ steht Hedda, das ist Stellas beste Freundin und die kann schon sehr rücksichtlos in ihren Einfällen sein.
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Und um genau diese Einfälle geht es, als Stella ihr davon berichtet, dass Tor, der Freund ihrer Mutter, mit seinem Sohn Bo bei ihnen einziehen wird. Nun wird sie noch häufiger Zeuge der Küsse der beiden werden müssen und dann wird auch noch der neue „Bruder“ in ihre Klasse gehen. So kommt Stella auf die Idee, Bo blaue Farbe in sein Shampoo zu mischen und deshalb taucht der Junge am ersten Schultag mit blauen Haaren in der Klasse auf. Leider geht Stellas Plan nach hinten los, alle finden den neuen Mitschüler cool und er steht sofort im Mittelpunkt, sogar Hedda setzt sich zu ihm.
Stellas größter Wunsch ist es, ein Meerschweinchen zu besitzen, doch bislang hat ihre Mutter ihr keines erlaubt. So handelt die Geschichte natürlich auch von den Meerschweinchen, die die Kinder am Ende zusammenbringen. Stellas Gefühle kommen in den Zeichnungen sehr gut heraus, gelungen fand ich auch, wie sie sich durch das Tragen der Hoodiekapuze abschirmt.
Die Bilder sind oft nah an den Gesichtern, so dass manchmal nicht alles in den Rahmen passt, was ebenfalls sehr effektvoll ist. Der Inhalt der Geschichte wurde schon oft erzählt, hier gibt es einige witzige Einfälle und unerwartete Wendungen.
Dagmar Mägdefrau
Die Zeit-Agenten – Die Mission des Samurai
S. J. King
Esther Hernando
DK
Die Zeit-Agenten
Verlagsempfehlung ab 7 Jahre
Acht Kinder aus aller Welt verbergen sich unter dem Begriff „Zeit-Agenten“, sie werden eingesetzt, wenn der Zeitdieb Mora versucht, in der Vergangenheit Einfluss zu nehmen. Diesmal werden Sarah aus Jordanien, die gerne schreibt und Notizbücher sammelt, und Alex nach Edo, das ehemalige Tokio, geschickt.
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Unterstützt werden sie von dem magischen Vogel Tempo, der immer wieder „Kuckuck“ ruft.
Natürlich tragen die beiden die passende Kleidung, die uns zum Ende des Buches beschrieben und erklärt wird. Bald treffen die beiden auf einen Samurai, der eine Botschaft überbringen soll. Wenn der Shogun diese Nachricht nicht erhält, könnte es in Japan zu Kampfhandlungen kommen. Die beiden Zeit-Agenten tun alles, um den jungen Krieger zu unterstützen, denn Mora versucht mit allen Mitteln, die Übergabe der Nachricht zu verhindern.
Das Buch ist reich mit schwarz-weiß-Zeichnungen bebildert und der Text ist leicht zu lesen. Allerdings habe ich Zweifel, dass es 1750 schon Nudeln-to-go gab. An einer Stelle leiht sich Sarah Strohhüte, die auf den Bildern nicht getragen werden. Kleinigkeiten sicher, aber da bin ich etwas pingelig.
Dagmar Mägdefrau
Heiße Spur und kalte Schnauze
Nikola Huppertz
Achim Engstler
Gulliver
Verlagsempfehlung ab 9 Jahre
Im Laufe der Geschichte sind immer mehr Kinder unterwegs und die sehen wir alle zusammen mit dem Hund Olli, der der Auslöser für das ganze Abenteuer ist. Es beginnt mit Conner, der zu spät wach wird, und sich deshalb das neue tolle Fahrrad seiner Schwester ausleiht.
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Und es kommt, wie zu befürchten ist: Es geht verloren. Zum Glück findet Conner mit Clara eine beherzte Freundin, die ihn tatkräftig und mit guten Einfällen unterstützt. So befragen die beiden zunächst Dunja, von der sie wissen, dass sie auf dem Klettergerüst war und vielleicht gesehen hat, wer das Fahrrad genommen haben könnte. Dunja kann einen Mann beschreiben und schließt sich gleich der Suche an.
Obwohl das Buch in 18 Kapitel gegliedert ist, ist es leicht zu lesen. Die großen Buchstaben und die breiten Zeilenabstände machen alles etwas aufgelockerter. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Zeichnungen und über den Abschnitten ist immer der Kopf von Conner oder Clara zu sehen (einmal taucht auch Tarek auf). Conner, der viel für ein Diktat geübt hat, das er nicht verpassen möchte, der aber anscheinend viele andere Talente hat, ist ein taffer Junge und Clara, die mit ihrer Mutter, die Ärztin ist, zur besseren Schicht gehört, empfindet die Suche hinter der rostigen Tür schon als Abenteuer.
Dagmar Mägdefrau
Alma – Freunde für immer und ewig – Band 1
Kim-Maria Miska
Sandy Gaiser
Autorinnenempfehlung Vorschule und 1. Klasse
Die siebenjährige Alma stellt uns ihre Familie und ihre Vorlieben vor. So mag sie gerne baden, Mama mag singen, Papa lesen und ihr kleiner Bruder Tim malt gerne. Jede Seite ist gleich aufgebaut und die Satzteile wiederholen sich am Ende gibt es einen Zusammenfassung „Das ist Alma mit Mama, Papa und Tim.“ Im nächsten kleinen Kapitel malt Alma gerne, am liebsten Lamas.
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In fünf Kapiteln lernen wir Almas Familie und ihre Freund*innen kennen. Zu Beginn jedes nächsten Themas erfahren wir, wie viele Worte und Buchstaben vorkommen werden. Die Buchstaben sind sehr groß und mit einer farblichen Silbentrennung gedruckt. Das Besondere ist aber, dass über jedem Buchstaben ein kleines Bild passend zum Buchstaben abgedruckt ist.
So sehen wir über dem E einen Esel und über dem W einen Wal. Diese Anlautschrift wird am Ende des Buches erklärt.
Obwohl ich keine pädagogische Ausbildung habe, kann ich mir gut vorstellen, dass Kinder mit Hilfe dieser Methode sehr gut Lesen lernen werden. Kurze, einfache, gut verständliche, sich wiederholende Sätze und ergänzende Illustrationen helfen dabei.
Meinem Enkel, der schon am Ende des 1. Schuljahres ist, fiel das Lesen sehr leicht, er meinte aber, zum Beginn hätte er ein solches Buch gut brauchen können.
Dagmar Mägdefrau
Wir alle in unserer Klasse – Band 2
Daniela Kunkel
Steffi Korda
Carlsen
Leseempfehlung für Leseanfänger in der 1. Klasse
Auf dem Cover sehen wir die Kinder der Klasse und das "Wir". Alle halten ihre Hände gemeinsam auf dem Globus. Das Bild strahlt schon die Gemeinsamkeit und Freundschaft aus, die das "Wir" vermittelt.
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Ella und Adeen sind kennen das "Wir" schon und wir sehen es auf dem Bild als Schatten der beiden Freundinnen. Die beiden halten zusammen und kommen zum Glück auch in dieselbe Klasse, in die auch viele Kinder aus ihrer Kita kommen. Anhand einiger Fotos sehen wir, dass die Kinder aus Frau Lorenz Klasse aus ganz unterschiedlichen Familien stammen. Wir sehen auch das "Wir" neben der Familie im Bett liegen. - Wie ich finde, ein wunderschönes Bild einer glücklichen Familie. Wie unterschiedlich die Kinder aussehen, sehen wir auf der nächsten Seite und natürlich sprechen die Kinder auch unterschiedliche Sprachen, die das "Wir" alle versteht. Im nächsten Kapitel geht es um Vorurteile, die wir schnell abbauen sollten, denn „wir sind vielfältig“ und „das kleine Wir liebt die Vielfalt im Klassenzimmer.“ Sehr gut gefallen mir auch die Streitregeln, denn auch Wir-Kinder streiten mal.
Ein tolles Buch, das gerade in der 1. Klasse das Wir-Gefühl festigt, aber auch zeigt, dass wir uns so akzeptieren müssen, wie wir sind. Uns trösten und loben und damit die Gefühle der anderen erkennen und darauf eingehen. Die Illustrationen zeigen uns genau, was die kurzen Texte aussagen und da die Schrift extra große Buchstaben nutzt, können die Erstklässler das Buch sicher bald lesen.
Dagmar Mägdefrau
Die letzten Ninjas und der Juwelenraub
Astrid Frank
Regina Kehn
Urachhaus
Verlagsempfehlung 10 Jahre
Stell dir vor, du bist ein eher ruhiger Junge, Ninjalehrling (!), und dein Alltag plätschert so dahin – bis plötzlich ein echtes Energiebündel namens Toni samt störrischen Hunden in dein Leben platzt. Genau das passiert Josh, und damit beginnt eine verrückte, spannende und gleichzeitig richtig schöne Geschichte über Freundschaft, Mut und das Lösen eines Juwelierraubs.
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Auf den ersten Blick wirken sie nicht gerade wie das ideale Team: Luis ist blind, Emil ist Autist, Josh sehr sensibel, und Toni ist alles andere als unauffällig. Doch gerade durch ihre Unterschiede ergänzen sie sich überraschend gut – und arbeiten gemeinsam an der Lösung des Falls. Auch wenn das nicht ganz ungefährlich ist …
Erzählt wird die Geschichte aus Joshs Sicht – und das ist super gelungen. Er ist einerseits total reflektiert, merkt viel um sich herum, denkt nach – und trotzdem ist da noch der 12-jährige Junge, der sich einfach nur riesig freut, endlich Freunde zu haben. Diese Mischung macht ihn wahnsinnig sympathisch. Am Rand findet man Tonis Kommentare zu Josh’s Bericht. Die Idee finde ich richtig kreativ, Tonis Kommentare wirken eher pseudofrech und nicht ganz so authentisch auf mich.
Insgesamt: eine tolle Geschichte mit gelungenen Illustrationen über das Anderssein und Zusammensein, über Vertrauen und darüber, dass man nicht perfekt sein muss, um gemeinsam Großes zu schaffen. Für alle, die gerne mitfiebern, mitfühlen und mitlachen – absolute Leseempfehlung.
Raphaela Brosseron
Josh, ein sehr introvertierter Junge, möchte gerne ein Ninja sein und weiß vieles über diese Kämpfer. Er selbst trainiert mit den Bokken und glaubt sich ungesehen, doch dann machen ihn einige größere Jungen an. Toni, ein sehr hibbeliges Mädchen, kommt ihm zur Hilfe. Damit beginnt eine neue ungewöhnliche Freundschaft. Später treffen die beiden noch zwei andere Jungen im Park. Luis ist blind, hat aber dafür viele andere Fähigkeiten. Geführt wird er von seinem autistischen Freund Emil, einem wandelnden Lexikon. Im Juwelierladen wurde durch eine zerstörte Scheibe u.a. ein Anhänger in Form eines Hundes gestohlen. Toni hatte diesen Anhänger am Vortag Josh gezeigt, weil er ihr so gut gefiel. Als dann aber die Frau, deren Hund Toni zum Spaziergang abholen will, diesen Anhänger trägt, hat Toni eine Vermutung. So machen sich die Freunde daran, einen Verdächtigen zu observieren und eine spannende Geschichte beginnt.
Die Geschichte im Buch ist der Bericht, geschrieben von Josh, der aber mit Randbemerkungen von Toni versehen wurde. Es macht Spaß zu lesen, wie die beiden Situationen völlig anders bewerten und beschreiben.
Dieser Bericht ist sehr schön zu lesen und beschreibt Joshs Gefühlswelt seht gut. Auch er geht nicht auf andere zu und findet in Emil einen Seelenversandten. Die vier werden von anderen zunächst bösartig, später liebevoll „Freaks“ genannt und das sind sie sich auch irgendwie. Gerade deshalb ist es toll, dass ihre Eigenarten so schön zusammenwirken können und die Geschichte zu einem guten Ende kommt.
Jedes der 23 Kapitel hat ist mit der entsprechenden japanischen Zahl versehen und mit einigen sehr schönen Bildern ausgeschmückt.
Dagmar Mägdefrau
Lesetandems – Texte für geübte Lesende – Für Profis – Geschichten und Sachtexte
Stefan Schwinn
BKV
Verlagsempfehlung ab 3. Klasse
Das Din-A-4 große Heft beinhaltet kurze Geschichten und Sachtexte, die nach dem an Anfang beschriebenen „Lesetandem“ gelesen werden sollen. Dazu tun sich zwei Kinder, die unterschiedlich gut lesen können, zusammen und erarbeiten als Trainer*in und Leser*in den Text. Unter der Führung einer Lehrkraft kann auch die ganze Klasse gemeinsam den Text lesen.
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Lisa ist mit Tante Anne im Zoo, dort klagt sie Tante Anne ihr Leid, dass sie zwar lerne, aber trotzdem bei der Arbeit versage. Da hat die Tante eine wundervolle Idee. Es folgt eine fantastische Geschichte, in der Lisa und Tom gemeinsam mit ihrem Hund auf einer magischen Picknickdecke davonfliegen. Die nächsten Texte erzählen von den Ghostkids und danach versucht Mia, Emilie durch Lügen zu ihrer Freundin zu machen. Ein Allien landet mit seinem Gurkiwurki im Keller und danach erfahren wir von Lennards Geheimnis.
Auch die Sachtexte sind sehr spannend geschrieben, da geht es um Schokolade, den Ötzi und die Titanic.
Ich bin im Gegensatz zum Autor keine Lehrerin und kann mir deshalb kein Urteil aus dieser Sicht erlauben, was ich aber sagen kann ist, dass die Geschichten und Sachtexte gut zu lesen sind und interessante Themen behandeln. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Lesenüben so Spaß macht.
Dagmar Mägdefrau
Neue Lesetandems und chorisches Lesen – Geschichten und Sachtexte
Stefan Schwinn
BVK
Verlagsempfehlung ab 4. Klasse
Zunächst werden die Erwachsenen angesprochen und die Methode dieser Leseförderung erklärt. Dazu finden sich immer zwei unterschiedliche gut Lesende zusammen, ein Part fungiert als Trainer*in, der andere wird durch häufiges Lesen geschult. Die ganze Klasse kann aber auch gemeinsam mit der Lehrkraft zusammenlesen.
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Tim darf Onkel Florian ins Fußballstadion begleiten, zwei Freundinnen gehen mit Hund Flocke Gassi, dann folgt die Geschichte aus Sicht von Flocke. Obwohl sie sich erst nicht traut, liest Milla eine fantasievolle Geschichte vor, alles kurze Episoden, die sich aber spannend lesen. Danach fährt die Bärenklasse an die See. Dort lernt sie den Monsterwurm kennen und macht eine Kutterfahrt, einen Heuler am Strand zu finden, ist sicher eine aufregende Sache. Es folgen einige Geschichten mit den Protagonisten des Buches „Käpt`n Donnerpaule“.
Die folgenden Text sind Sachtexte rund um die See.
Es ist wichtig, dass alle Geschichten interessant zu lesen sind und es neben den vertrauten Worten auch neue, weniger gängige Worte gibt. Mir gefällt die Mischung in diesem Heft sehr gut und ich glaube, dass die Kinder nicht nur nach der Methode „Lesetandem“ besser lesen, sondern auch die Texte besser verstehen lernen.
Dagmar Mägdefrau
Der Fremde mit der Maske
Mirjam Müntefering
Juliane Schlumberger
Hase und Igel
Verlagsempfehlung ab 2./3. Klasse
Ich finde es etwas schade, dass das Cover schon verrät, wer der „Fremde mit der Maske“ ist.
Denn hier sehen wir Elias, der sich für die Vögel im Garten interessiert und sie gerne beobachtet und Vicky, die ihren Opa besucht, wie sie einen Waschbären beobachten, der versucht ans Vogelfutter zu kommen.
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Elias sitzt gerne mit dem Fernglas im Garten und beachtete die Vögel, denen er einen Nistkasten gebaut hat und die er füttert. Doch leider wird erst die neue Futtersäule abgerissen und dann noch der Nistkasten vom Baum gehauen.
Elias hat Maunzi, die Katze des griesgrämigen Nachbarn in Verdacht, doch Vicky erzählt ihm, dass die Katze überfahren wurde. Die beiden Kinder kommen dem Täter mit Hilfe von Herrn Krätzig auf die Spur. Eine junge Waschbärin hat versucht im Garten Futter zu finden und mit ihren fingerartigen Pfoten einiges zerstört. Herr Krätzig, dem der Naturgarten von Elias Mutter schon lange ein Dorn im Auge ist, mag auch keine Waschbären, denn sie gehören nicht hierher. Sie wurden vor 100 in Hessen zur Jagd angesiedelt. Doch bald ändert er seine Meinung und es gibt noch ein sehr schönes Ende der Geschichte.
Das dünne Büchlein ist in großen Buchstaben gedruckt und es gibt einige farbige Bilder. Die neun kurzen Kapitel sind gut zu lesen und die Geschichte bietet einiges an Informationen.
Für Lehrer*innen bietet der Verlag zudem noch ein Heft mit „Materialen und Kopiervorlagen zur Klassenlektüre“.
Dagmar Mägdefrau

