• Die besten Eltern der Welt

    Die besten Eltern der Welt

    Andrea Tuschka

    Tanja Stephani

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder, die sich Erwachsenensachen angezogen haben. Beim Aufschlagen des Buches sehen wir massenweise Süßigkeiten. Dann erfahren wir von dem Jungen, dass er heute richtig alt ist, nicht 6 sondern 60 oder 30 Jahre alt. 
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    Wenn man so alt ist, ist man ein Bestimmer und so werden er und seine Freundin Lou zu Eltern vieler Kinder, allerdings müssen sie sich zunächst mit Mama, Papa und dem kleinen Bruder Jonas begnügen. Denen wird verkündet „Ihr seid heute unsere Kinder!“  Und wenn man Bestimmer ist, muss man Regeln erstellen, die erste Regel lautet „Heute müsst ihr den ganzen Tag Fernsehen!“ Dann überlegt der Junge, der uns die Geschichte erzählt, dass es das Einfachste wäre, wenn man den Kindern statt Namen Nummern gibt, so wird Mama zu Nummer 2. Sie wäre lieber eine 3, doch Lou erklärt ihr, dass man Namen nicht aussuchen kann.  Dann sollen auch noch alle im Schlafanzug herumlaufen, Einwände werden mit Phrasen beantwortet, die die Kinder sicher von ihren Eltern übernommen haben.
    Hier wird die Welt auf den Kopf gestellt und nur die erschöpften „Kinder“, die die Süßigkeiten nicht mehr essen wollen und die auf der Couch einschlafen, obwohl sie die ganze Nacht hätten, wach sein sollen, zeigen uns wie es mit den besten Eltern der Welt läuft. Welches Kind träumt nicht von so einem Tag, Fernsehen, Süßes essen, nicht helfen müssen und wach bleiben dürfen. Hier wird dieser Wunsch grausige Wirklichkeit.
    Neben dem etwas längerem Text sind die wunderschönen bunten Bilder eine Wonne, die spitzbübische Freude der kleine Eltern und die ablehnenden Gefühle der großen Kinder, herrlich abgebildet.

    Dagmar Mägdefrau
  • Keiner Löwe, erzähl mir von dir

    Keiner Löwe, erzähl mir von dir

    Joëlle Tourlonias

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Der niedliche kleine Löwe vom Titelbild ist ein Kuschellöwe, der mit dem kleinen Jungen im Bett liegt, als der ihn bittet „erzählst du mir bitte noch was, damit ich gut einschlafen kann?“
    Und weil er ihn so gernhat, möchte er etwas von seinem kleinen Löwen erfahren. So legt sich der kleine Löwe auf den Rücken und erklärt einige Körperteile und bitten dann seine Füßchen zu kitzeln.
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    Das macht das zuhörende Kind zu gerne. Auf der nächsten Seite gibt es einen Schieber, so kann der Löwe sich „leise anpirschen und das Mäuschen erschrecken.“ 
    Wir erfahren noch so einiges vom Leben des kleinen Löwens und am Ende schlafen das Kind und der Kuschellöwe aneinander gekuschelt ein.
    Ein liebevoll gestaltetes kleine Pappbilderbuch mit einer informativen Gute-Nacht-Geschichte. Da kann das Kind agieren, zählen und suchen, so macht das Vorlesen besonders bei kleinen Kindern viel Spaß. Und mir machen die zauberhaften zarten Zeichnungen in warmen Farben besondere Freude.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mäuschens Äpfel

    Mäuschens Äpfel

    Frances Stickley

    Kristyna Litten

    Aus dem amerikanischen Englisch von Nils Aulike

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Mäusen mit seinem vier Äpfeln sehen wir schon auf dem Cover. Das Buch zeigt uns zunächst einen Lageplan und dann erfahren wir wie Mäuschen die Äpfel gefunden hat. Sie ist so glücklich über dieses feine Essen. Doch da taucht der Bär auf und der will nicht verhandeln, der beansprucht alle Äpfel für sich. 
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    Als er dann die zaghaften Einwände der Maus mit der Drohung auch sie zu verspeisen abtut, überlegt sich die Maus einen hervorragenden Plan, wie sie doch noch an die Äpfel kommen könnte. Zunächst verunsichert sie den Bären mit der Behauptung, es gäbe fünf Äpfel. 
    Solche Geschichten sind einfach wundervoll und es macht so viel Spaß, wenn die kleine Maus dem großen starken Bären einen Bären aufbindet. Die Illustrationen sind gelungen und zeigen uns genau, was geschieht. Der gereimte Text lässt sich sehr gut vorlesen und man spürt dabei ein kleines Augenzwinkern.

    Dagmar Mägdefrau
  • Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Nicola Anker

    Patrick Fix

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den ängstlichen Papa, der von seinen Kindern getröstet werden muss. In dem verschachtelten Haus ist einiges zu entdecken, während wir Mama am Computer arbeiten sehen, bringt der Papafant die Kinder ins Bett. Doch als er das Licht löschen möchte, möchten die Kinder wenigstens das Nachlicht anhaben.

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    Doch Papa, der auch nie klein war, hatte nie Angst im Dunkeln. Also erfindet er Übungen, die die Kinder länger werden lassen sollen. Doch beim Nachmessen hat sich nichts verändert. Danach wird auf den Betten Trampolin gesprungen bis eines unter Papas Gewicht bricht. Papa stellt die zerbrochenen Bretter vors Fenster. Nachdem er versucht noch mit anderen witzigen Ideen die Angst der Kinder zu vertreiben, macht er das Licht aus, um den Kindern zu beweisen, dass nichts passiert. Aber dann ruft er um Hilfe, erst sind die Geräusche unheimlich und dann sieht er eine Art Gespenst am Fenster. Da haben die Kinder Spaß, als sie Papafant zeigen können, dass nur die Bretter vorm Fenster so unheimlich aussahen. Papa sitzt schlotternd mit Decken auf dem Kopf und muss zugeben, dass er doch Angst hatte. Natürlich dürfen die Geschwister jetzt das Nachtlicht anlassen.
    Ganz tolle Bilder, voller Dynamik und Gefühl. Dazu eine Geschichte, dessen Ausgangssituation die Kinder sicher alle kennen. Einfach mit verständlichen Worten und total witzig erzählt. Ich freue mich schon, wenn Papafant wütend wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Tag mit den Grems

    Ein Tag mit den Grems

    Hayley Schrader

    Kathrin Fehrl

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt eine fröhliche junge Mama mit ihren zwei monsterartigen Kindern in einer liebevollen Umarmung. Sowohl auf der ersten Seite („Sie liebt uns“) als auch auf der letzten Seite („Weil wir uns so unendlich liebhaben“) wird über die Liebe gesprochen, die die drei verbindet.
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    Heute ist „Grem-Tag“, denn Grem nennen sich die kleinen zotteligen Gestalten. Sie sind meist laut und oft frech steht auf den Klappen darunter ist das Gegenteil zu lesen. Der Tag beginnt um 5:12 Uhr und damit Mama noch ein Augen zumachen kann, erlaubt sie den beiden „Schokobrot ohne Brot“ zu essen und unter der Klappe wird eine Schokocreme aus dem Glas gelöffelt. Da die Grems das Wohnzimmer zu ihrem Zimmer machen sieht es entsprechend aus, denn an Grem-Tagen gilt ihr Ordnungsverständnis. Schaut besser nicht in den Schrank. Auch die Küche machte eine schlimmen Eindruck. Trotzdem geht es dann noch ins Schwimmbad, das gehört auch zum Grem-Tag. Auf dem Rückweg wird im Auto ein englisches Lied angestimmt, warum kein deutschsprachiges, dass ich auch singen könnte? 
    Da wird wohl ein Tag geschildert, den sich Kinder vielleicht wünschen könnten, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie so ein Chaos wirklich glücklich macht. Für mich wäre es kein Liebesbeweis ihnen alles Wünsche zu erfüllen. Aber vielleicht bin ich zu alt für diese Art mit Kindern umzugehen. Ein fröhliches Buch mit vielen bunten schönen Illustrationen. Ich werde allerdings nicht so richtig warm mit diesem Pappbilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Dalli dalli, hopp hopp! – Die Einhorntrödelbande  

    Dalli dalli, hopp hopp! – Die Einhorntrödelbande  

    Jussi Jubitsch

    Susanne Göhlich

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Schon auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen mit ihren Einhörnern. Jedes ist anders gestylt und hat einen entsprechenden Namen, wie uns die Geschichte zeigen wird.
    Das Mädchen hat schon das Morgenfrühprogramm erledigt, doch die Einhornschar ist noch verpeilt und kommt nicht voran.
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    „Das Einhorn mit den Glitzersteinen will noch langer liegen bleiben“ und das Einhorn mit der goldenen Krone, grummelt, weil es nicht die Zähen putzen will. Das eine liest, das andere malt, eines fühlt sich schlapp, während das andere sich viel bewegt. So geht es einige Seiten weiter, bis das Einhorn mit der Armbanduhr wiehert „Los geht´s! In einer Minute plus keine Sekunde!“
    Ein Pappbilderbuch, dass alle morgendlichen Probleme, wegen denen wir nicht fertig werden, aufzeichnet. Hier sind es die Einhörner, die im Gegensatz zum Kind einfach immer wieder etwas anders tun. Die hübschen bunten Bilder sind schon kleinformatiger und zeigen sehr genau die Eigenarten der Einhörner. Die flotten Reime zu lesen, macht sicher nicht nur mir viel Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gute Nacht, kleine Kehrmaschine                 

    Gute Nacht, kleine Kehrmaschine                 

    Lena Walde

    Joachim Krause

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die kleine Kehrmaschine auf dem Cover hat Augen statt Scheinwerfer und so wird sie zu einer Person, die handelt. Im Herbst fährt sie bei Dämmerung vom Hof, dort stehen noch andere Fahrzeuge der Staßenreinigung. Eine Fahrerin fegt mit de Fahrzeug die Blätter zusammen. 
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    Dann kommt der Laubsaugwagen und sammelt die Blätter ein. Am Abend flüstert die Kehrmaschine dem Laubsaugwagen zu „Träume schön und gute Nacht!“ Als nächstes tritt der Glascontainerwagen auf und leert den grünen Container. Auch ihm flüstert die kleine Kehrmaschine am Abend ihren Spruch zu und natürlich auch dem Streufahrzeug, dass auf der nächsten Seite unterwegs ist. 
    Die kleinen Reime mit den sich wiederholenden Gute-Nacht-Wünschen lesen sich sehr gut und aus Erfahrung weiß ich, dass solche Fahrzeuge die Kinder einfach faszinieren und sie genaues über sie wissen wollen. Hier steht aber mehr die Gute-Nacht-Geschichte im Vordergrund als der Einsatz der Fahrzeuge.

    Dagmar Mägdefrau
  • Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Fred Paronuzzi

    Mariana Ruiz Johnson

    Übersetzt aus dem Italienischen von Stefanie Beck

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich finde es erstaunlich, dass dieses Buch übersetzt werden musste, denn der Text besteht ausschließlich aus den Geräuschen, die wir im Laufe eines Tages hören. So klingelt morgens der Wecker „Klingeling!“ und Papa ruft „Huhu“, um sein Kind, das noch im Bett liegt, zu grüßen. 
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    Ein „Blubb, Blubb“ kommt aus dem Aquarium und die schnurrende Katze liegt gemütlich auf der Bettdecke. Beim Frühstück wird geschlürft und geschmatzt, im Bad hören wir ein „Plitsch, Platsch“ am Waschbecken, das Auto tutet auf dem Weg zur Kita und dort geht es richtig laut her mit ganz vielen verschiedenen Geräuschen.
    Ich kann mir gut vorstellen, beim Vorlesen die Kinder nach den Geräuschen zu fragen, vielleicht fallen ihnen noch mehr oder andere ein? Die Illustrationen, die immer eine Doppelseite füllen, sind sehr bunt und zeigen auf eine besonders Weise den Tagesablauf in der Familie. Ein fröhliches Buch, das sicher auch kleineren Kindern schon gezeigt werden kann, denn das Nachahmen der Geräusche regt die Stimme und die Modulation sicher an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du und ich und unser Wir  

    Du und ich und unser Wir  

    Daniela Kunkel

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Mutter hat das Kind auf dem Arm und die beiden haben richtig viel Spaß miteinander, da kann auch das Wir im Hintergrund nur freundlich lächeln.
    Winkend begrüßen uns die Drei in der Tür, dazu ist noch eine gestreifte Katze gekommen. Der Vierzeiler erzählt uns, dass alle in der Gartenstraße 4 wohnen. Und dann gibt es noch die kleine Vertiefung mit dem Soundknopf, erst läutete es und dann werden wir mit einem „Hallo“ begrüßt.
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    Auf der nächsten Seite geht es in den Garten, ein Schmetterling sitzt auf der Nase des Wirs. Vogelzwitschern und das Summen der Insekten hören wir neben einem fröhlichen Kinderjauchzen. Nach einem kleinen Fahrradunfall trösten das Wir und die Mama den Kleinen. 
    Auf diese Weise können sich schon ganz kleine Kinder mit dem Wir vertraut machen, das sie dann durch den Kindergarten bis in die Schule in den unterschiedlichsten Büchern begleitet.
    Was ich hier zum ersten Mal sehe, ist das Aufladen des Sounds durch einen USB-Anschluss, das erspart das lästige Batteriewechseln. Die Illustrationen sind klar und es gibt eine Menge zu entdecken, neben den kleinen Reimen können wir noch die winzigen Hörspiele anhören und gerade damit locken wir die Kinder zum Vorlesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gehen Tiere auch aufs Klo?

    Gehen Tiere auch aufs Klo?

    Maike Harel

    Nadine Resch

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen schon eine Menge Tiere und wir sind gespannt, ob sie wohl alle aufs Klo gehen. 
    Der kleine Junge sitzt auf dem geschlossenen Toilettendeckel und eine Fliege brummt um seinen Kopf. Auf der anderen Seite ist sie groß abgebildet und sie moderiert die Tour durch die Tierwelt.
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    Zunächst treffen wir eine Kuh, die einen Fladen auf die Wiese macht, auf der anderen Seite gibt es die Riesenköttel eines Ziegenbocks. Mit Lätzchen und Besteck steht unsere Fliege vor dem Pferdeapfel. „Köttel, Fladen oder Mist, jedes Tier macht, weil es frisst.“ Ist eine sich wiederholender Text. Nach der Katze, die brav in die Kiste geht, tritt jeden Moment ein Turnschuh in einen Hundehaufen, das amüsiert meinen Enkel sehr. So treffen wir noch auf einige Tiere und ihre Hinterlassenschaften, bis wir wieder auf den Jungen treffen, der nun auch das Klo benutzt. 
    Die Illustrationen sind sehr schön und zeigen die Tiere sehr realistisch, die gereimten Texte sind an manchen Stellen etwas holprig, aber sie erklären sehr gut, wie sich die Tiere entleeren und wie die Produkte aussehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Auch große Geschwister sind noch klein

    Auch große Geschwister sind noch klein

    Molly Mead

    Antonia Woodward

    Übersetzt von Kathrin Köller

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover mit dem Geschwisterpaar, das fröhlich Hand in Hand los geht, gefällt mir sehr gut, es macht mich neugierig auf die Geschichte.
    Die erste Doppelseite zeigt die jungen Eltern liebevoll mit ihrem kleinen Baby spielen. Sie begleiten ihre kleine Tochter und sie lernt viel, doch dann gibt es ein neues Baby und „auf einmal war ich das große kleine Kind.“
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    So ein Bild, wo das große Geschwisterkind das Baby im Arm hält, hat sicher jede Familie, in der es eine solche Konstellation gibt. Das Mädchen kümmert sich sehr lieb um sein Geschwisterchen und meint, dass es selbst jetzt groß ist und alles allein schaffen muss. Aber dann erkennt sie, dass sie sich auch noch klein fühlt und sie auch noch vieles lernen muss. „…dass ich nicht mehr groß sein will.“ gesteht sie sich traurig ein. Da nimmt sie ihre Mama in den Arm und verspricht ihr, „du passt immer hier neben mich.“
    Von großen Geschwistern, gerade wenn sie selbst noch so klein sind, wird manchmal zu viel erwartet und auch ihre eigenen Anforderungen sind zu hoch. Da ist es gut, wenn die Erwachsenen auf sie Acht geben, sie unterstützen und auch mal wie Kleine behandeln. Sie brauchen gerade jetzt viel Liebe, denn auch wenn sie die kleinen Geschwisterkinder lieben, dürfen sie nicht vernachlässigt werden. Kurze klare Texte und sehr schön Illustrationen machen dieses Buch zu einem wertvollen Geschwisterbuch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Johanna Hennig

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über künstliche Befruchtung“ ist der Untertitel des Buches und wir sehen auf dem Cover ein Kind in Eisbärenkostüm in die Arme seiner Mutter laufen.
    Das Vorwort wendet sich erst an die Kinder und dann an die Erwachsenen, denen geraten wird, das Buch zunächst ohne das Kind zu lesen.
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    Die meisten Kinder stellen irgendwann die Frage, wie sie in den Bauch der Mutter gekommen sind. Hier erzählt die Mama vom Kinderwunschzentrum, „einer Art Zauberwerkstatt“, wo Papa und ihr geholfen wurde. Hier wurden Ei und Samen zusammengebracht und unter dem Mikroskop beobachtet, wie daraus der kleine „Eisbär“, wie Mama das Kind immer nennt, entstand. Da Mamas Körper noch Zeit brauchte, wurde das neue Leben zunächst in einen Winterschlaf versetzt, dann erst wurde es in den Bauch übertragen. Dort wusste es gleich, „Hier bleibe ich“. Danach wird von der Schwangerschaft und dem Kind berichtet. Der Text ist kurz und gut verständlich, die Illustrationen sind weich und liebevoll gezeichnet. 
    Der Mitmachteil für Kinder bietet Anregungen für Gesprächsimpulse, unterstützt durch kreative Ideen und Ausmalbilder. Zuletzt gibt es einen Fachteil für Erwachsene.
    Ich finde es richtig, dass man Kinder die Wahrheit erzählt und diese Buch hilft Eltern, deren Kinder durch eine künstliche Befruchtung entstanden sind, das kindgerecht zu erklären. Die Literatur ist voll von Geschichten, in denen Menschen nach der Suche nach ihren Wurzeln sind. Ich bin überzeugt, dass es besser ist, gleich genau zu erzählen, wie ein Kind entstanden ist.

    Dagmar Mägdefrau