• Tschipo

    Tschipo

    Franz Hohler

    Thomas M. Müller

    Atlantis

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Was würde wohl passieren, wenn Dinge, die man träumt, mit in die Gegenwart genommen werden könnten? Tschipo ist so ein Junge. Als er am Morgen wach wird, steht die ganze Wohnung voller Wasser, nur weil er geträumt hat, dass er mit einem Boot unterwegs sei. Aber das Schlimmste kommt ja noch, denn an einem Morgen ist Tschipo plötzlich verschwunden und ein Schlaffachmann vermutet, dass er bei einem anderen Träumer gelandet ist. 
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    Dabei handelt es sich um einen Piloten, der mit seinem Flugzeug notlanden musste. Auch er träumte so tief, dass auch er seine Träume ins Jetzt mitnahm. Und wirklich, die beiden treffen sich auf einer einsamen Insel und da Tschipo von einem Boot träumt, das dann wirklich im Meer verankert ist, können die beiden die Insel verlassen. Bald landen sie auf einer anderen Insel, auf der alles Schwarz ist, weil es aus Kohle besteht. Nachdem Tschipo geträumt hat, verwandelt sich alles wieder in seine normale Form.

    So erleben die beiden noch viele haarsträubende Abenteuer, dabei entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Träumern. Einen träumenden König gilt es zu wecken und das ist gar nicht so einfach. Am Ende gibt es eine Lösung, wie es den drei Träumern gelingen kann, ihre Träume beim Erwachen abzuschalten, damit sie keine verrückten Dinge anstellen.

    Die einzelnen Episoden strotzen nur so von fantastischen Szenen, da braucht es schon eine Menge Fantasie, so etwas zu erfinden. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine kleine Illustration, wie Tschipo mit seinem Freund Tschako bei den fliegenden und zwitschernden Fischen landet könnt ihr auf dem Cover bewundern.

    Im Text tauchen immer wieder Schweizer Ausdrücke auf, so lernen wir noch ein paar neue Begriffe und wenn wir mal in der Schweiz Urlaub machen, hilft es beim Verstehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fest verschlafen

    Fest verschlafen

    Elisabeth Steinkellner

    Michael Roher

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schrill und bunt sind ist das Cover und so sind auch die Bilder im Buch. Als erstes hören wir den Biber rufen „Baum fällt!“ und er meint damit den Tannenbaum, der zu jedem Weihnachtsfest gehört. Alle Tier bringen etwas zur Feier mit: „Alpakas stricken Socken, der Eisbär sendet Flocken“ so schön reimt sich der Text. 
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    Mir gefällt besonders gut „die Kuh sorgt für die Getränke“. Da ist eine Kuh zu sehen, die Milch aus ihrem Euter in Tassen laufen lässt. Daneben steht die Box mit dem Kakao. Auch das Zebra, das in ein Kleid schlüpft, hat es mir angetan. Leider taucht dann ein kleines Problem auf, aber da möchte ich nicht zu viel verraten. Nur so viel: Am Ende steht der Baum festlich geschmückt da.

    Ein witziges, peppiges Weihnachtsbuch mit schmissigen Reimen und humorvollen Illustrationen. Ich freue mich total aufs Vorlesen, der Enkel hatte schon jetzt Spaß daran.

    Dagmar Mägdefrau

  • Papa tankt und Mama trinkt Kaffee

    Papa tankt und Mama trinkt Kaffee

    Dietrich Brüggemann

    Kraus Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Witzig, wie die Buchstaben auf dem Cover gedruckt sind, bunte Buchstaben am Wortanfang und schwarze für den Rest der Wörter. Irgendwie wirkt alles etwas verwackelt.

    Die Familie bestehend aus Papa, Mama, der Tochter Lili und dem Hund Pepe fahren auf der Autobahn als Papa sagt: „Wir müssen Tanken.“ Mama sagt darauf „Ich brauche einen Kaffee“ Lili muss Pipi und der Hund sagt nur „Wuff.“

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    Da die Raststätte Pappelhain schon da vorne ist, wiederholt Papa die Vorhaben der Familie, doch im letzten Satz werden Buchstaben verwechselt und er sagt „Tata pankt“ die vertauschten Buchstaben sind dann immer farbig. Er versucht es wieder und diesmal macht Pili Lipi. Auch Mamas und Lilis Versuche sind falsch und die Sätze werden immer verworrener und deshalb verpassen sie die „Paststätte Rappelhain“. Die Wünsche werden immer großer und die Sätze immer schwieriger zu lesen. Nachdem Papa an den Raststätten vorbeigefahren ist, muss Lili am Ende den ADAC anrufen, der sie abschleppt.

    Ich glaube ich hatte beim Vorlesen am Ende einen Knotten in der Zunge, aber mir und den Zuhörerinnen und Zuhörer liefen die Lachtränen herunter.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jetzt aber wirklich Tschüss!

    Jetzt aber wirklich Tschüss!

    Klara Persson

    Charlotte Ramel

    Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nico und Sally, die wir auf dem Cover sehen, haben den zusammen bei Sally gespielt und nun meint Sallys Mama, es werde Zeit für Nico nach Hause zu gehen. Also verabschieden sich die beiden, doch kurz darauf schellt es wieder und Nico steht vor der Tür. Leider hat er vergessen, was er vergessen hat, und so geht er wieder. 
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    Als er dann noch einmal schellt, wundert sich die Mama, er wollte doch nach Hause gehen. Er war auch zu Hause, doch dort hat er nur sein Kegelspiel geholt, so kegeln die beiden Kinder erst einmal. Beim nächsten Klingeln hat Nico Hunger und er bleibt zum Pfannkuchen essen.

    Diese Situation kennen die Kinder, sie können sich einfach nicht trennen, auch wenn die Mutter argumentiert, dass sie sich sonst nicht morgen wieder treffen können. Es ist einfach herzerfrischend, dass die beiden sich zum Schluss umarmen und das Buch dann doch noch zu Ende geht.

    Die Illustrationen sind nicht so ganz nach meinem Geschmack, sie haben etwas von Comiczeichnungen und irgendwie passen sie dann doch zu der witzigen Geschichte.

    Und witzig ist dieses ständige Klingen und die Frage, wer das wohl sein könne. Meine Enkelkinder haben sich immer wieder sehr beim Vorlesen amüsiert und ich habe es im Urlaub sehr, sehr oft vorgelesen.

    Ein echter Renner in unserer Vorlesekiste!!!

    Dagmar Mägdefrau

  • Pfoten weg vom roten Knopf  

    Pfoten weg vom roten Knopf  

    Matilde Tacchini

    Aus dem Italienischen von Amelie Thoma

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Tiere schauen erstaunt und verwundert, vielleicht auch mit Angst auf den roten Knopf, der plötzlich im Wald aufgetaucht ist. Sie finden ihn schön, sind aber nicht sicher, ob er schön länger dort war. Zunächst machen sich Fuchs und Hase Gedanken, wobei der Hase immer nur ein „HM“ von sich gibt, was schon witzig ist.

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    Ein Bär und ein Huhn erwägen, was wohl passieren würde, wenn der Knopf gedrückt würde. Der Bär rät ängstlich ab, der Fuchs sieht das ganz anders. Das Huhn hat viel Fantasie und warnt vor Gluthitze und vor einer plötzlich eintretenden Eiszeit. Auch eine Alien-Invasion erwägt das Tier. Am Ende ziehen sich die Tiere zurück und ein kleiner Regenwurm, der auf den meisten Seiten unbeachtet am Rand zu sehen ist, drückt auf den roten Knopf und die Lösung ist einfach so witzig.

    Ein humorvolles Bilderbuch voller Fantasie und Illustrationen, die diese möglichen Szenarien so schön abbildet. Jede Figur bildet einen Charakter ab, mit dem sich die Kinder identifizieren können. Aber der Knaller ist einfach die Auflösung, wenn klar wozu der Knopf nütze ist. Alle meine Enkel lieben das Buch genauso wie ich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zipp Zapp Wiggedi Wagg

    Zipp Zapp Wiggedi Wagg

    Matthew Diffee

    Aus dem amerikanischen Englisch von Bettina Münch

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schaf und Ziege stehen sich mit bösem Gesichtsausdruck gegenüber, denn sie sagen beide „Mäh“ und wollen diesen Ausruf für sich beanspruchen.
    Zunächst meldet sich die Kuh mit einem „Muh“ zu Wort, dann das Pferd und schon gibt es Streit um das „Mäh“. Der Hund meint, wenn sich die zwei nicht einigen, kann keiner von beiden das „Mäh“ nutzen.
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    Beide Tier versuchen es mit anderen Lauten, doch die werden immer sofort von den entsprechenden Tieren für sich vereinnahmt. So kommt der Ziege die Idee eine lange Reihe von Lauten beginnend mit „Zipp Zapp Wiggedi Wagg…“ für sich zu nutzen. Doch da taucht eine fliegende Untertasse auf, die sich einmischt, weil die rosa Figur mit den Glupschaugen das auch ruft. Sie bringt den Begriff „Wiffeln!“ ins Spiel, das so viel wie Teilen bedeutet. Leider kann dieser Außerirdische das so gar nicht und so kommt es, dass die Tiere, als der Außerirdische wegfliegt, sich am Ende sehr gut einigen.
    Es ist einfach witzig, wie Schaf und Ziege sich zunächst streiten, sich dann aber doch einigen. Der Frosch bringt dann noch mal einen Extragag zum Schluss. Die Kinder werden sich abrollen vor Lachen, aber auch erkennen, wie wichtig es ist, sich im Guten zu einigen und evtl. auch ein „Mäh“ zu teilen. Die Illustrationen zeigen Tier mit einer wunderschöner Mimik, besonders die lachenden Tiere auf den letzten Seiten sind einfach zum Mitlachen.
    Das Buch wird ein Renner beim Vorlesen!

    Dagmar Mägdefrau
  • Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Frauke Angel

    Lilly L’Arronge

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover saust Mini um Raumanzug durchs Bild, oben in der Ecke ist ihr aus einer Streichholzschachtel gebaute Roboter MT – one zusehen.
    Mini ist eine große Erfinderin, die zusammen mit ihrer Freundin Silla davon träumt, den Nobelpreis zu bekommen.
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    Doch dann passiert etwas, womit nicht zu rechnen war, denn Silla begräbt ihren Traum Astronautin zu werden und möchte nun ein Topmodel werden. Zusammen mit ihren zwei neuen Freundinnen kümmert sie sich jetzt nur noch um ihr Aussehen und ihre Figur. 
    Mini, die schon als Frühgeburt eine Herzoperation überstanden hat, ist kleiner als ihre Mitschülerinnen und wahrscheinlich wird sie auch nicht viel mehr wachsen. Als sie erfährt, dass man sie als kleinwüchsig bezeichnet, plant sie den Bau eines neuen Roboters, der sie im Alltag unterstützen kann. Doch für dieses Projekt würde sie die Hilfe ihrer Freundin Silla brauchen.
    Wie schon im Titel erwähnt, schreibt Mini an ihr Logbuch und vertraut ihm ihre Gefühle und Ideen an. Sie ist zwar eine kleine Person und aufgrund ihres Herzens soll sie sich auch etwas schonen, aber sie hat so viel Power und so viele Ideen, sie ist einfach ein großartiges Mädchen. Ich fand es sehr interessant zu lesen, was sich so im Kopf dieser Achtjährigen tut, um was sie sich alles sorgt und wie sie die Welt verbessern möchte. Witzig waren auch die Aussagen zu Alexander Gerst, den sie „Astro-Alex“ nennt. Dass Papa, der Pralinenhersteller, immer tröstend mit einer Praline daherkam, fand ich hervorragend.
    Das Buch ist in großen Buchstaben mit vielen Einschüben gedruckt und die Illustrationen sind so humorvoll, da macht das Lesen und Anschauen Riesenspaß.

    Dagmar Mägdefrau

    Mini ist eine liebevolle und witzige Geschichte über ein achtjähriges Mädchen, das trotz seiner winzigen Größe große Träume hat. Mini möchte unbedingt Erfinderin werden und gemeinsam mit ihrer besten Freundin Silla eines Tages den Nobelpreis gewinnen. Während viele andere Mädchen in der Schule davon träumen, Topmodel zu werden, und auch Silla sich diesem Wunsch kurzzeitig anschließt, bleibt Mini ihrem Traum treu. Mit viel Einfallsreichtum sucht sie nach Lösungen für die Herausforderungen, die ihre geringe Größe im Alltag mit sich bringt, und hofft dabei, dass Silla bald wieder an ihre gemeinsame Mission glaubt.
    Besonders gut gefallen hat mir die Gestaltung des Buches in Form eines Logbuchs. Die witzige Comic-Schrift und die liebevollen Zeichnungen machen die Geschichte noch lebendiger und passen perfekt zum Erzählstil. Themen wie Minis Kleinwüchsigkeit und die Bedeutung von Freundschaft werden sehr einfühlsam und zugleich mit viel Humor behandelt.
    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil es wichtige Themen auf eine leichte und unterhaltsame Weise vermittelt. Gerade Minis Gedanken und ihre kleinen Alltagsprobleme werden mit viel Witz erzählt. Das Lesen hat großen Spaß gemacht. Gerade für Leseanfänger ist das Buch hervorragend geeignet und bietet einen gelungenen Einstieg in die Welt der Bücher.

    Katrin Hemmerich
  • Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Nicola Anker

    Patrick Fix

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den ängstlichen Papa, der von seinen Kindern getröstet werden muss. In dem verschachtelten Haus ist einiges zu entdecken, während wir Mama am Computer arbeiten sehen, bringt der Papafant die Kinder ins Bett. Doch als er das Licht löschen möchte, möchten die Kinder wenigstens das Nachlicht anhaben.

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    Doch Papa, der auch nie klein war, hatte nie Angst im Dunkeln. Also erfindet er Übungen, die die Kinder länger werden lassen sollen. Doch beim Nachmessen hat sich nichts verändert. Danach wird auf den Betten Trampolin gesprungen bis eines unter Papas Gewicht bricht. Papa stellt die zerbrochenen Bretter vors Fenster. Nachdem er versucht noch mit anderen witzigen Ideen die Angst der Kinder zu vertreiben, macht er das Licht aus, um den Kindern zu beweisen, dass nichts passiert. Aber dann ruft er um Hilfe, erst sind die Geräusche unheimlich und dann sieht er eine Art Gespenst am Fenster. Da haben die Kinder Spaß, als sie Papafant zeigen können, dass nur die Bretter vorm Fenster so unheimlich aussahen. Papa sitzt schlotternd mit Decken auf dem Kopf und muss zugeben, dass er doch Angst hatte. Natürlich dürfen die Geschwister jetzt das Nachtlicht anlassen.
    Ganz tolle Bilder, voller Dynamik und Gefühl. Dazu eine Geschichte, dessen Ausgangssituation die Kinder sicher alle kennen. Einfach mit verständlichen Worten und total witzig erzählt. Ich freue mich schon, wenn Papafant wütend wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    Markus Orths

    Sara Garbers

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Vergissmeinnicht so heißt das Land in dem King Karnickel sein Schloss hat. Dort lebt er mit seinem Diener Lothar von Kuschel. Die beiden haben noch nie dieses Schloss verlassen und ihr Tagesablauf verläuft immer gleich. Aber nachdem die beiden alle Spiele gespielt haben, aus dem nie benutzen Thron taucht eine Blume auf. Auf den Blättern ihrer Blüthe stehen Buchstaben und wenn sie sie abwirft, sind wundersame Worte, wie „Flokati Hopso“ zu lesen. 
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    Einer der beiden nennt dann das Wort, was ihm spontan dazu einfällt, wie „Trampolinläufer“ und in den verwandeln sich die Buchstaben. Doch dann entsteht das Wort „Druftenschaf“ und diesmal wird es sehr dramatisch. Denn unsere beiden Helden müssen das Schloss verlassen und nach diesem Schaf suchen. 
    Wir können ihren Weg anhand der Karte vorne im Buch nachvollziehen und schon die dort gennannten Landschaften zeigen, dass ein spannendes Abenteuer ansteht. King Karnickel und sein Diener siezen sich und King Karnickel wünscht auch keinen Körperkontakt, obwohl Lothar von Kuschel, wie schon sein Name sagt, gerne kuscheln möchte. Die Abenteuer, die sie beiden bestehen müssen, sind schon sehr gefährlich und zeugen von der großer Fantasie des Aurors. Das Ende ist dann doch etwas überraschend und es gefällt mir total gut. Die Bilder zeugen ebenfalls von einem großen Fantasiereichtum. Alle ein wenig verrückt, aber liebenswert.

    Dagmar Mägdefrau
  • OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    Cally Stronk

    Olivia Vieweg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Amys Mutter ist eine sehr beschäftigte Managerin und deshalb bucht sie für sich Amy und die kleine Schwester Fritzi eine Wellness-Auszeit in einem Kloster. Während Amys Freundinnen Post von exotischen Orten schicken, traut sie sich nicht Selfies zu machen, denn man würde sehen, dass sie in einem langweiligen Kloster mit lamen Holzmöbeln in einem kargen Zimmer gelandet ist. 
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    Zwei nervige Jungs ärgern nicht nur die anderen Kinder, sondern auch die sehr freundlichen Nonnen, die immer etwas positives sagen. Auch das Essen ist zunächst gewöhnungsbedürftig für die Pizza-Esserin Amy. Aber dann sind die Freizeitangebot doch ganz interessant. Aber trotzdem sucht Amy eine Möglichkeit diesen Urlaub vorzeitig zu beenden. Hilft da vielleicht schlechtes Benehmen, um rausgeschmissen zu werden? 
    Auf dem Cover sehen wir Amy und ihr Entsetzen, weil sie ihre Ferien in einem Kloster verbringen muss. Im Buch gibt es viele Illustrationen, die so viel Witz haben, genauso wie der humorvolle Text, der so viele ungewöhnliche Ideen beinhaltet, was man mit biblischen oder religiösen Begriffen alles anstellen kann. So wird im Kiosk der „Prayboy“ angeboten und gemeinsam wird „Mönchopoly“ gespielt.
    Ein Comic bei dem ich laut lachen musste und der mit Amy eine sympathische fast dreizehnjähriges Erzählerin hat, die trotz der langweiligen Location viele spannende Dinge erlebt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Horst von Haartoll

    Horst von Haartoll

    Ingo C. Schoenleber

    Tine Schulz

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Cover zeigt Horst mit seiner sprichwörtlichen Haartolle, vor sein Gesicht hält er eine Lupe, sein vielfältig einsetzbarer Föhn schaut aus der Jackentasche hervor und zusätzlich sprüht er Haarspray in die Luft.
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    Hier wird schon ganz klar, dass die Haare eine wichtige Rolle spielen. So beginnt das Buch im Bad, wo der Schniegel-Igel in zweistündiger Arbeit gebändigt wird, danach geht es aber auch noch zum befreundeten Friseur. So gestylt landet Horst im Park, hier hat er sein Detektivbüro. Als er einen Anruf von „der besten Mama der Welt“ erhält, die ihren Otto sucht, den sie entführt wähnt, freut er sich über den Auftrag. Etwas unkonventionell macht Horst sich auf die Suche nach dem Hund. Zum Glück begegnet ihm Detleva, die ihm clever zur Seite steht.
    Die Konstellation einfältiger Detektiv und kluges Mädchen gibt es ja häufig in Detektivgeschichten. Horst ist allerdings schon ein sehr überzeichnetes Exemplar, das macht die Geschichte sehr witzig. Aber manchmal war es doch etwas viel Klamauk für meinen Geschmack. Sehr gut haben mir die Illustrationen, die zwischendurch noch kleine Comis enthielten, gefallen. Durch diese Sprechblasen, die große Schrift und die vielen witzigen Zeichnungen macht das Lesen des Buches Grundschülern viel Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bo im Klo

    Bo im Klo

    Rüdiger Bertram

    Franziska Höllbacher

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bo zieht sich, um Ruhe vor der Familie zu haben und um seine Comics zu lesen, auf Klo zurück. Nur leider gibt es im Abwasserkanal einen Kraken, der auch gerne Comics liest und so streckt er einen seiner Arme aus, um Bo mitsamt seinem Comic durch das Abwasserrohr nach unten zu ziehen. 
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    So landet Bo stinkend und mit aufgeweichtem Comic bei dem grünen Kraken. Der sich sofort ans Lesen macht. Aber schon hinter der nächste Ecke warten zwei weinende traurige Krokodile auf Bo. Ihr Problem ist es, dass sie zu nett sind. Aber Bo gibt ihnen einen guten Rat. Die Maus oder Ratte fordert ihn auf, die Hände zu heben, denn sie bedroht Bo mit einem Zahnstocher. So möchte sie von ihm einen Comic erbeuten, doch den hat ja der Krake. 
    Da ist Rüdiger Bertam mal wieder eine total witzige und verrückte Geschichte gelungen. Eine zum laut Lachen beim Lesen. Ich horche jetzt immer erst, ob Geräusche aus dem Klo zu hören sind, bevor ich mich setze, denn einen Krakenarm möchte ich nicht am Po spüren. Dieser Erstlesercomic ist leicht zu lesen, denn die Schrift ist groß und die Bilder dazu anzuschauen, ist ebenfalls ein großer Spaß. Ich kann dieses irrwitzige Buch nur empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Johanna Prinz

    Stefanie Jeschke

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Pippa, das Erdferkel und ihre Freunde, Horst, der afrikanische Madenhacker, der eine Giraffe sucht, die drei Erdmännchen und Manolo, der eitle Löwe wohnen zusammen an einem Wasserloch. Irgendwann haben sie entdeckt, dass montags immer die Menschen dort auftauchen, und dann spielt die kleine Gruppe ihnen ein Theaterstück vor. 
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    Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, macht die Regie und manchmal wird das Stück für die Menschen so aufregend, dass sie sich übergeben müssen. Die Tiere freuen sich dann enorm über ihre gelungene Dressur. Als den Tieren ein Bauplan in die Hände fällt, der ihnen der im Gebüsch lebende Vogel Gisela vorliest, müssen sie erfahren, dass am Wasserloch gebaut werden soll. Wie schrecklich, diesen schönen Platz zum Leben verlieren zu müssen. Da kann nur das Orakel helfen, aber keiner weiß, wie es aussieht und was es ist. Also machen sich alle auf den Weg.
    Im Laufe der Geschichte wächst die Tiergruppe immer enger zusammen, sie erfahren vieles übereinander und unterstützen sich freundschaftlich. Natürlich ist die Dressur der Menschen zunächst einmal sehr witzig und die Umkehrung macht ganz besonderen Spaß. Aber neben diesem Spaß geht es auch um ernsthafte Probleme, so leidet Horst darunter, dass er trotz Qualifikation keine Giraffe hat, mit der zusammenleben kann. Zum Glück taucht dann auch eine Giraffe auf, die einen Madenhacker vermisst. Zum Schluss geht es um Arterhaltung und um Gisela, die gar nicht so hochnäsig ist. Ein Vorlesebuch, dass nicht nur den Zuhörenden Spaß bereitet. Neben dem witzigen Texten sind es die vielen schönen bunten Illustrationen, die das Buch wunderbar ergänzen. Ich freu mich auf die Folgebände.

    Dagmar Mägdefrau
  • Konrad Kröterich und die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit – Band 2    

    Konrad Kröterich und die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit – Band 2    

    Oren Lavie

    Anke Kuhl

    Aus dem Englischen von Mathias Jeschke

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nachdem Konrad Kröterich schon nach der allerschönsten Umarmung gesucht hat, macht er sich nun auf die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit. Auf dem Cover sehen wir ihn am Tisch sitzen und sich die Lippen (heißen die so bei einer Kröte?) leckend auf das Essen warten. Neben ihm sehen wir seinen Freund Freddie, eine Fliege.
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    Ja, das ist wirklich eine ungewöhnliche Freundschaft und Konrad tut sich nicht leicht, weil er immer wieder Appetit auf seinen Freund hat. Haferbrei, den er in den letzten Tage oft gegessen hat, verabscheut er inzwischen. So sitzt er bald mit Leidensgenossen beim wöchentlichen Treffen der Anonymen Amigophagen (AA), hier entscheidet er, dass er „eine Mahlzeit finden muss, die so köstlich ist, dass er drüber Freddie als Speise völlig vergisst.“
    Er wendet sich an seine Freunde und probiert deren Essen, muss aber feststellen, dass ihm diese Sachen auch nicht schmecken.
    Es ist wieder sehr witzig, die Suche von Konrad Kröterich zu verfolgen und die Illustrationen machen einen großen Teil des Spaß aus. Mir gefällt dieser zweite Band fast noch besser als der Erste. Und die Lösung, dass der mit Liebe gekochte Haferbrei einfach viel leckerer ist, gefällt mir ebenfalls. Ein wundervoll schräges Buch über Freundschaft, die über den Appetit siegt, und Liebe, die alles schmackhaft macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Kuh in meinem Bett

    Eine Kuh in meinem Bett

    DanIiel Fehr

    Jorge Martin

    Aus dem Englischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Kuh über eine gelbe Wand schauen. Papa steht in der Küche und spült Teller. Die kleine Tochter kann nicht schlafen, weil eine Kuh in ihrem Bett liegt. Papa geht gleich mit ihr, doch das Bett ist leer. Doch sie hat sich das nicht ausgedacht, die Kuh war wirklich da. 
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    Und nun ist sie auch wieder da und diesmal spielt sie mit der Ente Karten. Das Mädchen befürchtet, dass die Kuh, weil sie verliert, schlecht gelaunt sein wird.  Aber der Vater findet wieder nur ein leeres Bett vor. Als das Mädchen wieder in die Küche kommt, sehen wir Papa von oben, wie er ein Glas spült. Diesmal soll sogar ein Elefant im Bett sein. Natürlich ist auch der weg, als Papa kommt. 
    Große, klar strukturierte Bilder in kräftigen Farben zeigen uns die wechselnden Zimmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Text ist sehr kurzgehalten und ich meine ein leichtes Augenzwinkern darin zu spüren. Das Ende ist dann besonders witzig, aber ich will es hier nicht verraten. Ich weiß genau, dass dieses Buch genau den Humor meiner Enkel trifft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Saskia Gaymann

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Neben dem kleinen Zwergwollmammut-Baby sehen wir Krähe und Wolf. Die beiden dürften eigentlich nicht zusammen unterwegs sein, denn Krähes Mutter ist die Erfinderin des Rades und damit die Chefin des Herstellungsbetriebes, wohingegen Wolfs Vater nur die Räder herstellt. Deshalb wollen beide nicht zusammenspielen. 
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    Aber wie wir sehen, sind sie wieder zusammen unterwegs. Auch Krähe ist eine kleine Erfinderin und gleich zu Beginn der Geschichte erfindet sie einen Fußball aus Blättern, denn der Steinfußball bewährt sich nicht. Doch als sie dann einen kleinen Mammut finden, müssen sie überlegen, wie sie ihn vor den Jägern schützen können. Gut wäre es den Kleinen mit Milch zu füttern, doch er mag gerne Blätter essen, was dazu führt, dass er pupsen muss, was sehr stinkt. 
    Ich bin ja keine Freundin dieser ständigen Pupserei in Kinderbüchern, hier ist aber die Dramatik der Handlung davon abhängig. Trotzdem würde es mich freuen, wenn sich die Autor*innen mal was anderes einfallen ließen. Aber auch Wolf, der sehr schön zeichnen kann, bringt sein Talent neben Krähes Erfindungsgeist in die Geschichte ein.
    Ein ganz wichtiges Thema ist die Freundschaft zwischen den beiden Kindern und ihr gemeinsames Kümmern zur Rettung des Mammuts. Sehr gut gefällt mir, dass später alle Steinzeitmenschen zusammenhalten und den dummen Jäger davon abhalten, das kleine Mammut zu töten.
    Im Nachwort erklärt Rüdiger Bertram, dass diese Geschichte nicht authentisch die Steinzeit widerspiegelt, aber mir gefällt diese kleine Geschichte, die voller witziger Ideen und Anspielungen ist, sehr gut. Dazu beigetragen haben aber auch die cartoonartigen Illustrationen der Figuren und die kleinen Bilder, die die Geschichte auflockern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Glückwunsch, Bär

    Glückwunsch, Bär

    Susanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das kleine quadratische Bilderbuch zeigt auf dem Cover den Bär, denn er feiert heute Geburtstag. Im Arm hält er einen Schwimmreifen, den schenkt ihm das Krokodil. „Oh…Danke, liebes Krokodil!“ versucht der Bär, seine Enttäuschung zu überspielen, und er findet noch, das so ein Schwimmreif in keinem Haushalt fehlen sollte. 
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    Nach dem nächsten „Ding dong!“ kommt die Gans, sie schenkt Bär einen Wecker, den kann er gut gebrauchen, wenn seiner kaputt geht. Nach und nach kommen alle seine Tierfreunde und jeder bringt ihm ein Geschenk, aber keiner erfüllt seinen Wunsch. Bis dann die Maus kommt und ein winziges Fahrrad mitbringt. Der Bär ist wirklich gut darin, nicht enttäuscht zu wirken und so bekommt er am Ende seine Überraschung.
    Die Tiere haben den Bär ganz schön gefoppt und ihm praktische Sachen mitgebracht. Und wer von uns kennt solche Geschenke nicht. Und Hut ab, der Bär hat sich seine Enttäuschung nicht anmerken lassen und wurde am Ende dafür belohnt.
    Ein witziges Buch mit vielen tollen Bilder und sich wiederholenden Texten und Szenen, was die Kinder ja ganz besonders lieben. Ein tolles Buch, nicht nur am Geburtstag.

    Dagmar Mägdefrau
  • Anleitung für alles

    Anleitung für alles

    Daniel Fehr

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit einem pinken Schirm balanciert das Mädchen mit einem Werkzeugkasten in der Hand über ein Seil, unter ihr schaut ein Fisch neugierig aus dem Wasser. 
    Oben auf jeder der Seiten ist ein Satz zu lesen, wie „Wie man sich gut versteckt“ oder „Wie man Lieblingskind wird“, auf der DIN A4-Seite gibt es dann ein witziges Bild zu dieser Aussage, quasi die gemalte Anleitung.
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    So steht zum Thema Verstecken ein Mädchen mit zugehaltenen Augen im Raum und hinter der Vase ist ein Kind zu sehen, auch unter dem Vorhang tauchen Füße auf. Wunderschön ist auch die Anleitung „Wie man einen Tag im Bett verbringt“, hier spielt der Junge Tuba und neben seinem Bett sind viel Dinge verstreut, etwas zu essen und zu trinken, Bücher und Spielsachen.
    Die Illustrationen sind sehr detailreich und witzig gezeichnet und die Anleitungen sind sehr vielfältig. Ein Buch zum Anschauen und zum Entdecken und zum Spaß haben.

    Dagmar Mägdefrau