• Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Papafant – Angst im Dunkel? Ich doch nicht! – Band 1  

    Nicola Anker

    Patrick Fix

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir den ängstlichen Papa, der von seinen Kindern getröstet werden muss. In dem verschachtelten Haus ist einiges zu entdecken, während wir Mama am Computer arbeiten sehen, bringt der Papafant die Kinder ins Bett. Doch als er das Licht löschen möchte, möchten die Kinder wenigstens das Nachlicht anhaben.

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    Doch Papa, der auch nie klein war, hatte nie Angst im Dunkeln. Also erfindet er Übungen, die die Kinder länger werden lassen sollen. Doch beim Nachmessen hat sich nichts verändert. Danach wird auf den Betten Trampolin gesprungen bis eines unter Papas Gewicht bricht. Papa stellt die zerbrochenen Bretter vors Fenster. Nachdem er versucht noch mit anderen witzigen Ideen die Angst der Kinder zu vertreiben, macht er das Licht aus, um den Kindern zu beweisen, dass nichts passiert. Aber dann ruft er um Hilfe, erst sind die Geräusche unheimlich und dann sieht er eine Art Gespenst am Fenster. Da haben die Kinder Spaß, als sie Papafant zeigen können, dass nur die Bretter vorm Fenster so unheimlich aussahen. Papa sitzt schlotternd mit Decken auf dem Kopf und muss zugeben, dass er doch Angst hatte. Natürlich dürfen die Geschwister jetzt das Nachtlicht anlassen.
    Ganz tolle Bilder, voller Dynamik und Gefühl. Dazu eine Geschichte, dessen Ausgangssituation die Kinder sicher alle kennen. Einfach mit verständlichen Worten und total witzig erzählt. Ich freue mich schon, wenn Papafant wütend wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    King Karnickel – Die Suche nach dem Druffenschaf

    Markus Orths

    Sara Garbers

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Vergissmeinnicht so heißt das Land in dem King Karnickel sein Schloss hat. Dort lebt er mit seinem Diener Lothar von Kuschel. Die beiden haben noch nie dieses Schloss verlassen und ihr Tagesablauf verläuft immer gleich. Aber nachdem die beiden alle Spiele gespielt haben, aus dem nie benutzen Thron taucht eine Blume auf. Auf den Blättern ihrer Blüthe stehen Buchstaben und wenn sie sie abwirft, sind wundersame Worte, wie „Flokati Hopso“ zu lesen. 
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    Einer der beiden nennt dann das Wort, was ihm spontan dazu einfällt, wie „Trampolinläufer“ und in den verwandeln sich die Buchstaben. Doch dann entsteht das Wort „Druftenschaf“ und diesmal wird es sehr dramatisch. Denn unsere beiden Helden müssen das Schloss verlassen und nach diesem Schaf suchen. 
    Wir können ihren Weg anhand der Karte vorne im Buch nachvollziehen und schon die dort gennannten Landschaften zeigen, dass ein spannendes Abenteuer ansteht. King Karnickel und sein Diener siezen sich und King Karnickel wünscht auch keinen Körperkontakt, obwohl Lothar von Kuschel, wie schon sein Name sagt, gerne kuscheln möchte. Die Abenteuer, die sie beiden bestehen müssen, sind schon sehr gefährlich und zeugen von der großer Fantasie des Aurors. Das Ende ist dann doch etwas überraschend und es gefällt mir total gut. Die Bilder zeugen ebenfalls von einem großen Fantasiereichtum. Alle ein wenig verrückt, aber liebenswert.

    Dagmar Mägdefrau
  • OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    Cally Stronk

    Olivia Vieweg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Amys Mutter ist eine sehr beschäftigte Managerin und deshalb bucht sie für sich Amy und die kleine Schwester Fritzi eine Wellness-Auszeit in einem Kloster. Während Amys Freundinnen Post von exotischen Orten schicken, traut sie sich nicht Selfies zu machen, denn man würde sehen, dass sie in einem langweiligen Kloster mit lamen Holzmöbeln in einem kargen Zimmer gelandet ist. 
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    Zwei nervige Jungs ärgern nicht nur die anderen Kinder, sondern auch die sehr freundlichen Nonnen, die immer etwas positives sagen. Auch das Essen ist zunächst gewöhnungsbedürftig für die Pizza-Esserin Amy. Aber dann sind die Freizeitangebot doch ganz interessant. Aber trotzdem sucht Amy eine Möglichkeit diesen Urlaub vorzeitig zu beenden. Hilft da vielleicht schlechtes Benehmen, um rausgeschmissen zu werden? 
    Auf dem Cover sehen wir Amy und ihr Entsetzen, weil sie ihre Ferien in einem Kloster verbringen muss. Im Buch gibt es viele Illustrationen, die so viel Witz haben, genauso wie der humorvolle Text, der so viele ungewöhnliche Ideen beinhaltet, was man mit biblischen oder religiösen Begriffen alles anstellen kann. So wird im Kiosk der „Prayboy“ angeboten und gemeinsam wird „Mönchopoly“ gespielt.
    Ein Comic bei dem ich laut lachen musste und der mit Amy eine sympathische fast dreizehnjähriges Erzählerin hat, die trotz der langweiligen Location viele spannende Dinge erlebt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Horst von Haartoll

    Horst von Haartoll

    Ingo C. Schoenleber

    Tine Schulz

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Cover zeigt Horst mit seiner sprichwörtlichen Haartolle, vor sein Gesicht hält er eine Lupe, sein vielfältig einsetzbarer Föhn schaut aus der Jackentasche hervor und zusätzlich sprüht er Haarspray in die Luft.
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    Hier wird schon ganz klar, dass die Haare eine wichtige Rolle spielen. So beginnt das Buch im Bad, wo der Schniegel-Igel in zweistündiger Arbeit gebändigt wird, danach geht es aber auch noch zum befreundeten Friseur. So gestylt landet Horst im Park, hier hat er sein Detektivbüro. Als er einen Anruf von „der besten Mama der Welt“ erhält, die ihren Otto sucht, den sie entführt wähnt, freut er sich über den Auftrag. Etwas unkonventionell macht Horst sich auf die Suche nach dem Hund. Zum Glück begegnet ihm Detleva, die ihm clever zur Seite steht.
    Die Konstellation einfältiger Detektiv und kluges Mädchen gibt es ja häufig in Detektivgeschichten. Horst ist allerdings schon ein sehr überzeichnetes Exemplar, das macht die Geschichte sehr witzig. Aber manchmal war es doch etwas viel Klamauk für meinen Geschmack. Sehr gut haben mir die Illustrationen, die zwischendurch noch kleine Comis enthielten, gefallen. Durch diese Sprechblasen, die große Schrift und die vielen witzigen Zeichnungen macht das Lesen des Buches Grundschülern viel Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bo im Klo

    Bo im Klo

    Rüdiger Bertram

    Franziska Höllbacher

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bo zieht sich, um Ruhe vor der Familie zu haben und um seine Comics zu lesen, auf Klo zurück. Nur leider gibt es im Abwasserkanal einen Kraken, der auch gerne Comics liest und so streckt er einen seiner Arme aus, um Bo mitsamt seinem Comic durch das Abwasserrohr nach unten zu ziehen. 
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    So landet Bo stinkend und mit aufgeweichtem Comic bei dem grünen Kraken. Der sich sofort ans Lesen macht. Aber schon hinter der nächste Ecke warten zwei weinende traurige Krokodile auf Bo. Ihr Problem ist es, dass sie zu nett sind. Aber Bo gibt ihnen einen guten Rat. Die Maus oder Ratte fordert ihn auf, die Hände zu heben, denn sie bedroht Bo mit einem Zahnstocher. So möchte sie von ihm einen Comic erbeuten, doch den hat ja der Krake. 
    Da ist Rüdiger Bertam mal wieder eine total witzige und verrückte Geschichte gelungen. Eine zum laut Lachen beim Lesen. Ich horche jetzt immer erst, ob Geräusche aus dem Klo zu hören sind, bevor ich mich setze, denn einen Krakenarm möchte ich nicht am Po spüren. Dieser Erstlesercomic ist leicht zu lesen, denn die Schrift ist groß und die Bilder dazu anzuschauen, ist ebenfalls ein großer Spaß. Ich kann dieses irrwitzige Buch nur empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Wilde Woche – Montags ist immer Safari – Band 1

    Johanna Prinz

    Stefanie Jeschke

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Pippa, das Erdferkel und ihre Freunde, Horst, der afrikanische Madenhacker, der eine Giraffe sucht, die drei Erdmännchen und Manolo, der eitle Löwe wohnen zusammen an einem Wasserloch. Irgendwann haben sie entdeckt, dass montags immer die Menschen dort auftauchen, und dann spielt die kleine Gruppe ihnen ein Theaterstück vor. 
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    Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, macht die Regie und manchmal wird das Stück für die Menschen so aufregend, dass sie sich übergeben müssen. Die Tiere freuen sich dann enorm über ihre gelungene Dressur. Als den Tieren ein Bauplan in die Hände fällt, der ihnen der im Gebüsch lebende Vogel Gisela vorliest, müssen sie erfahren, dass am Wasserloch gebaut werden soll. Wie schrecklich, diesen schönen Platz zum Leben verlieren zu müssen. Da kann nur das Orakel helfen, aber keiner weiß, wie es aussieht und was es ist. Also machen sich alle auf den Weg.
    Im Laufe der Geschichte wächst die Tiergruppe immer enger zusammen, sie erfahren vieles übereinander und unterstützen sich freundschaftlich. Natürlich ist die Dressur der Menschen zunächst einmal sehr witzig und die Umkehrung macht ganz besonderen Spaß. Aber neben diesem Spaß geht es auch um ernsthafte Probleme, so leidet Horst darunter, dass er trotz Qualifikation keine Giraffe hat, mit der zusammenleben kann. Zum Glück taucht dann auch eine Giraffe auf, die einen Madenhacker vermisst. Zum Schluss geht es um Arterhaltung und um Gisela, die gar nicht so hochnäsig ist. Ein Vorlesebuch, dass nicht nur den Zuhörenden Spaß bereitet. Neben dem witzigen Texten sind es die vielen schönen bunten Illustrationen, die das Buch wunderbar ergänzen. Ich freu mich auf die Folgebände.

    Dagmar Mägdefrau
  • Konrad Kröterich und die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit – Band 2    

    Konrad Kröterich und die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit – Band 2    

    Oren Lavie

    Anke Kuhl

    Aus dem Englischen von Mathias Jeschke

    Fischer-Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nachdem Konrad Kröterich schon nach der allerschönsten Umarmung gesucht hat, macht er sich nun auf die Suche nach der allerleckersten Mahlzeit. Auf dem Cover sehen wir ihn am Tisch sitzen und sich die Lippen (heißen die so bei einer Kröte?) leckend auf das Essen warten. Neben ihm sehen wir seinen Freund Freddie, eine Fliege.
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    Ja, das ist wirklich eine ungewöhnliche Freundschaft und Konrad tut sich nicht leicht, weil er immer wieder Appetit auf seinen Freund hat. Haferbrei, den er in den letzten Tage oft gegessen hat, verabscheut er inzwischen. So sitzt er bald mit Leidensgenossen beim wöchentlichen Treffen der Anonymen Amigophagen (AA), hier entscheidet er, dass er „eine Mahlzeit finden muss, die so köstlich ist, dass er drüber Freddie als Speise völlig vergisst.“
    Er wendet sich an seine Freunde und probiert deren Essen, muss aber feststellen, dass ihm diese Sachen auch nicht schmecken.
    Es ist wieder sehr witzig, die Suche von Konrad Kröterich zu verfolgen und die Illustrationen machen einen großen Teil des Spaß aus. Mir gefällt dieser zweite Band fast noch besser als der Erste. Und die Lösung, dass der mit Liebe gekochte Haferbrei einfach viel leckerer ist, gefällt mir ebenfalls. Ein wundervoll schräges Buch über Freundschaft, die über den Appetit siegt, und Liebe, die alles schmackhaft macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Logbuch einer Himmelsstürmerin

    Frauke Angel

    Lilly L’Arronge

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Mini ist eine liebevolle und witzige Geschichte über ein achtjähriges Mädchen, das trotz seiner winzigen Größe große Träume hat. Mini möchte unbedingt Erfinderin werden und gemeinsam mit ihrer besten Freundin Silla eines Tages den Nobelpreis gewinnen. 
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    Während viele andere Mädchen in der Schule davon träumen, Topmodel zu werden, und auch Silla sich diesem Wunsch kurzzeitig anschließt, bleibt Mini ihrem Traum treu. Mit viel Einfallsreichtum sucht sie nach Lösungen für die Herausforderungen, die ihre geringe Größe im Alltag mit sich bringt, und hofft dabei, dass Silla bald wieder an ihre gemeinsame Mission glaubt.
    Besonders gut gefallen hat mir die Gestaltung des Buches in Form eines Logbuchs. Die witzige Comic-Schrift und die liebevollen Zeichnungen machen die Geschichte noch lebendiger und passen perfekt zum Erzählstil. Themen wie Minis Kleinwüchsigkeit und die Bedeutung von Freundschaft werden sehr einfühlsam und zugleich mit viel Humor behandelt.
    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil es wichtige Themen auf eine leichte und unterhaltsame Weise vermittelt. Gerade Minis Gedanken und ihre kleinen Alltagsprobleme werden mit viel Witz erzählt. Das Lesen hat großen Spaß gemacht. Gerade für Leseanfänger ist das Buch hervorragend geeignet und bietet einen gelungenen Einstieg in die Welt der Bücher.

    Katrin Hemmerich
  • Eine Kuh in meinem Bett

    Eine Kuh in meinem Bett

    DanIiel Fehr

    Jorge Martin

    Aus dem Englischen von Stefanie Malleier

    Katapult Kinderbuch

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Kuh über eine gelbe Wand schauen. Papa steht in der Küche und spült Teller. Die kleine Tochter kann nicht schlafen, weil eine Kuh in ihrem Bett liegt. Papa geht gleich mit ihr, doch das Bett ist leer. Doch sie hat sich das nicht ausgedacht, die Kuh war wirklich da. 
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    Und nun ist sie auch wieder da und diesmal spielt sie mit der Ente Karten. Das Mädchen befürchtet, dass die Kuh, weil sie verliert, schlecht gelaunt sein wird.  Aber der Vater findet wieder nur ein leeres Bett vor. Als das Mädchen wieder in die Küche kommt, sehen wir Papa von oben, wie er ein Glas spült. Diesmal soll sogar ein Elefant im Bett sein. Natürlich ist auch der weg, als Papa kommt. 
    Große, klar strukturierte Bilder in kräftigen Farben zeigen uns die wechselnden Zimmer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Text ist sehr kurzgehalten und ich meine ein leichtes Augenzwinkern darin zu spüren. Das Ende ist dann besonders witzig, aber ich will es hier nicht verraten. Ich weiß genau, dass dieses Buch genau den Humor meiner Enkel trifft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr – Band 1

    Rüdiger Bertram

    Saskia Gaymann

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Neben dem kleinen Zwergwollmammut-Baby sehen wir Krähe und Wolf. Die beiden dürften eigentlich nicht zusammen unterwegs sein, denn Krähes Mutter ist die Erfinderin des Rades und damit die Chefin des Herstellungsbetriebes, wohingegen Wolfs Vater nur die Räder herstellt. Deshalb wollen beide nicht zusammenspielen. 
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    Aber wie wir sehen, sind sie wieder zusammen unterwegs. Auch Krähe ist eine kleine Erfinderin und gleich zu Beginn der Geschichte erfindet sie einen Fußball aus Blättern, denn der Steinfußball bewährt sich nicht. Doch als sie dann einen kleinen Mammut finden, müssen sie überlegen, wie sie ihn vor den Jägern schützen können. Gut wäre es den Kleinen mit Milch zu füttern, doch er mag gerne Blätter essen, was dazu führt, dass er pupsen muss, was sehr stinkt. 
    Ich bin ja keine Freundin dieser ständigen Pupserei in Kinderbüchern, hier ist aber die Dramatik der Handlung davon abhängig. Trotzdem würde es mich freuen, wenn sich die Autor*innen mal was anderes einfallen ließen. Aber auch Wolf, der sehr schön zeichnen kann, bringt sein Talent neben Krähes Erfindungsgeist in die Geschichte ein.
    Ein ganz wichtiges Thema ist die Freundschaft zwischen den beiden Kindern und ihr gemeinsames Kümmern zur Rettung des Mammuts. Sehr gut gefällt mir, dass später alle Steinzeitmenschen zusammenhalten und den dummen Jäger davon abhalten, das kleine Mammut zu töten.
    Im Nachwort erklärt Rüdiger Bertram, dass diese Geschichte nicht authentisch die Steinzeit widerspiegelt, aber mir gefällt diese kleine Geschichte, die voller witziger Ideen und Anspielungen ist, sehr gut. Dazu beigetragen haben aber auch die cartoonartigen Illustrationen der Figuren und die kleinen Bilder, die die Geschichte auflockern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Glückwunsch, Bär

    Glückwunsch, Bär

    Susanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das kleine quadratische Bilderbuch zeigt auf dem Cover den Bär, denn er feiert heute Geburtstag. Im Arm hält er einen Schwimmreifen, den schenkt ihm das Krokodil. „Oh…Danke, liebes Krokodil!“ versucht der Bär, seine Enttäuschung zu überspielen, und er findet noch, das so ein Schwimmreif in keinem Haushalt fehlen sollte. 
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    Nach dem nächsten „Ding dong!“ kommt die Gans, sie schenkt Bär einen Wecker, den kann er gut gebrauchen, wenn seiner kaputt geht. Nach und nach kommen alle seine Tierfreunde und jeder bringt ihm ein Geschenk, aber keiner erfüllt seinen Wunsch. Bis dann die Maus kommt und ein winziges Fahrrad mitbringt. Der Bär ist wirklich gut darin, nicht enttäuscht zu wirken und so bekommt er am Ende seine Überraschung.
    Die Tiere haben den Bär ganz schön gefoppt und ihm praktische Sachen mitgebracht. Und wer von uns kennt solche Geschenke nicht. Und Hut ab, der Bär hat sich seine Enttäuschung nicht anmerken lassen und wurde am Ende dafür belohnt.
    Ein witziges Buch mit vielen tollen Bilder und sich wiederholenden Texten und Szenen, was die Kinder ja ganz besonders lieben. Ein tolles Buch, nicht nur am Geburtstag.

    Dagmar Mägdefrau
  • Anleitung für alles

    Anleitung für alles

    Daniel Fehr

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit einem pinken Schirm balanciert das Mädchen mit einem Werkzeugkasten in der Hand über ein Seil, unter ihr schaut ein Fisch neugierig aus dem Wasser. 
    Oben auf jeder der Seiten ist ein Satz zu lesen, wie „Wie man sich gut versteckt“ oder „Wie man Lieblingskind wird“, auf der DIN A4-Seite gibt es dann ein witziges Bild zu dieser Aussage, quasi die gemalte Anleitung.
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    So steht zum Thema Verstecken ein Mädchen mit zugehaltenen Augen im Raum und hinter der Vase ist ein Kind zu sehen, auch unter dem Vorhang tauchen Füße auf. Wunderschön ist auch die Anleitung „Wie man einen Tag im Bett verbringt“, hier spielt der Junge Tuba und neben seinem Bett sind viel Dinge verstreut, etwas zu essen und zu trinken, Bücher und Spielsachen.
    Die Illustrationen sind sehr detailreich und witzig gezeichnet und die Anleitungen sind sehr vielfältig. Ein Buch zum Anschauen und zum Entdecken und zum Spaß haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große Abenteuer von Rudolfus Rozendaal

    Das große Abenteuer von Rudolfus Rozendaal

    Daniel Fehr

    Miriam Zedelius

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Rudolfus Rozendaal ist der „Kuschel-Zebra-Hund“ von Aaron, der mit wehenden, rotweiß gestreiften fliegenden Ohren auf dem Cover zu sehen ist. 
    Mit Rudolfus Rozendaal unternimmt der Junge alle seine Abenteuer, die wunderschön und humorvoll im Bild dargestellt werden.
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    Doch eines Morgens ist Rudolfus Rozendaal verschwunden und Papa erzählt seinem Sohn eine spannende Abenteuergeschichte über den Verbleib des Kuscheltieres. Er erlebt da eine ganze Menge, so springt er verwegen aus einem fahrenden Buch und fährt mit einem Schiff übers Meer. Zum Glück taucht Rudolfus Rozendaal am Abend wieder auf und Aaron wundert sich über den frischen Duft, den er verströmt.
    Meine Enkelkinder liebten dieses humorvolle Bilderbuch auf Anhieb, ich habe es schon einige Male vorgelesen. Aber auch das Vorlesen macht Freude, ebenso wie das Anschauen der detailreichen Illustrationen. Zudem ist es eine sehr schöne Anregung für uns Erwachsene, wie wir die Zeit, die die Kuscheltiere in der Waschmaschine verbringen, auszuschmücken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Im Namen des Spektakels – Abenteuer: Gedichte

    Im Namen des Spektakels – Abenteuer: Gedichte

    Nils Mohl

    Halinka Kirschner

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Buch des Monats April 2026

    Kinderlyrik muss keine ernste, langweilige Geschichte sein, dieses Buch zeigt, dass Gedichte auch Spaß machen können. Schon das Cover zeigt uns einige schräge Figuren - einen Vampir und Batman. 
    Am Anfang des Buches können wir einen Gruß vom „Dichterbiest“ lesen und dann geht`s los „Im Namen des Spektakels“.
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    Es tauchen auch immer wieder ein Kind mit Maske und Umhang und ein zotteliges Wesen auf, die mit Sprechblasen versehene kleine Reime absondern. So fragt der Zottel „wann werden piraten es endlich mal kapieren?“ und das Kind antwortet „schatzkarten lassen sich auch laminieren!“ Ich finde, dass ist mal ein echter Tipp an die Freibeuter der Meere. Wisst ihr, was ein „Kauarbeiter“ ist? - Das ist einer, der ständig Kaugummi kaut. Sehr gut gefallen mir auch die „friedlinge“, kleine Wesen, die auf einem „schnuckeligen aterioden“ zu Hause sind und die, wie ihr Name sagt, sehr friedlich zusammenleben. „zuckerwattenträume“, dieses Gedicht ist ein echter Zungenbrecher, so zuckrig ist es. Es gibt auch einige „Quick-Quiz-Rate-Runden“, deren Lösungen wir hinten im Buch finden. 
    Ihr habt es wahrscheinlich schon bemerkt, in dem Buch wurde auf Großschreibung verzichtet. Die Illustrationen sind einfach wunderbar humorvoll, schrill und kantig, Die Texte beschränken sich in manchen Zeilen auf ein Wort, trotzdem ist ihre Aussagekraft groß und das Lesen macht einfach Spaß. Ich kann da so viel Witz und Freude spüren, das schreit förmlich nach einem „Nochmal!!!“

    Dagmar Mägdefrau


  • Das Neinhorn ABC

    Das Neinhorn ABC

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Buch wird alle Neinhorn-Fans begeistern, denn hier treffen wir viele Bekannte wieder. Schon das Cover zeigt uns das Neinhorn mit einem ABC-Schild.
    Und dann starten wir mit dem A!
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    Der ABÄR mit seinem ständigen „Aber, aber…“ ist hier zu sehen. Natürlich ist bei B der BIBBER, dem immer kalt ist, abgebildet. „Immer lockeer bleiben“ fordert uns bei C das ChinCHILLMAL auf. Der PLAPPERgei ist bei P unterwegs und ein UNFAIkel sehen wir bei U.
    Kleine spaßige Kostproben aus diesem besonderen und sehr witzigen ABC. Keine Ahnung, ob die Kinder das Alphabet so lernen, aber sie werden Spaß haben und hin und wieder laut lachen und das ist ja auch etwas sehr schönes, oder?
    Klein, witzig und mit gewohnt tollen Bildern, auch ein hervorragendes Mitbringsel.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Juli Wind

    Meike Töpperwien

    FischerSauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der Hund mit der spitzen Schnauze schaut uns schon eigenartig grinsend vom Cover an und sein Lieblingssatz „Verlasst euch auf mich!“ ist hier auch schon zu lesen. Der Untertitel „schrecklich unwiderstehlich“ passt leider nur zu sehr.
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    Die Familie Bauer-Mati lebt nach festen Regeln, jede Woche schreibt Mama eine Liste, die die Aufgaben der Familienmitglieder beinhaltet. Es wird gemeinsam gekocht, sonntags morgen joggen die Eltern schon vor dem Frühstück und die Kinder haben feste Termin wie Hockey spielen.
    Als die Kinder sich eines Morgens vor der Tür die Schuhe anziehen wollen, sitzt dort ein sehr dünner Hund auf der Matte. Er stellt sich als Schweinehundi vor und möchte Frühstücken. Dass Schweinehundi spricht, scheint niemanden zu verwundern und dass er zum Frühstück Schokoladenstreusel, die es nur sonntags gibt, verlangt auch nicht. Er bezeichnet Schokolade als wichtigen Energieträger und so sitzen bald alle zusammen wieder um den Frühstückstisch. Dann überredet Schweinehundi die Familie Schule und Homeoffice zu schwänzen und Minigolf zu spielen. Mama meint, es wäre „ausnahmsweise“, allerdings werden solche Aktionen bald zur Regel. Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung bleiben auf der Strecke, dafür kommt regelmäßig der Pizzabote und statt Joggen gibt es Kuchen.
    Kennen wir nicht alle so einen Schweinehundi, aber meist ist nach einiger Zeit damit Schluss. In dieser Familie eskaliert die Lage aber über Wochen immer mehr. Bis die Kinder, besonders die kleine Tochter Neneh klar erkennt, dass es so nicht weitergehen kann und Oskar sich nach dem Hockeyteam sehnt.
    Eine witzige Geschichte mit ebensolchen Bilder. Da hat die ganze Familie ihre Freude und kann sich königlich amüsieren. Ich hoffe nur, dass Schweinehundi nie bei uns klingelt und wir seinem Charm erliegen, denn er ist schrecklich unwiderstehlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gute-Quatsch-Nacht     

    Gute-Quatsch-Nacht     

    Jussi Jubitsch

    Susanne Straßer

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein wildes Durcheinander an Tieren liegt mit dem Kind im Bett und das Buch ist gespickt mit wunderschönen Zungenbrecherworten. 
    Zunächst gibt es in der Hütehundehütte 5 Hüttenhütehunde, wir sehen sie übereinander in den Betten liegen und einer steigt noch die Leiter hinauf.
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    Weiter geht es mit 4 Froschpfützenfrösche mit Pfützenfroschmützen. Wir sehen sie mit ihren lustigen Kopfbedeckungen im Teich schlummern. Die Schleiereulenscheune wird von 9 Scheunenschleiereulen bewohnt und sie sitzen zusammen auf der Stange und wechseln die Schleiereulenschleier jede Nacht. „Hätt´ ich nicht gedacht!““
    So einen winzigen witzigen Reim gibt es zu jedem Textende. Die Zahlen von 1 – 10 kommen durcheinander mit immer anderen Tieren, die besondere, schwer auszusprechende Namen haben, vor. Und ich finde es total lustig, habe aber auch leicht Zweifel, ob ich den Text halbwegs fehlerfrei vorlesen werde. Aber ich freu mich drauf, es zu probieren.
    Es geht um Zahlen, Tiere und ein Kind, aber hauptsächlich um Spaß und das finde ich sehr wichtig. Einfach mal gepflegt albern sein. Ach ja, ehe ich es vergesse, die Bilder sind auch sehr gelungen und passend.

    Dagmar Mägdefrau


  • Smilla und die Superhirne – Krawumms in der Schule     

    Smilla und die Superhirne – Krawumms in der Schule     

    Plavia Fox

    Maleek

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    An der Marie-Curie-Schule findet ein Tüfteltalente-Wettbewerb statt. Smilla möchte gemeinsam mit ihren Freunden den Tüftelpokal gewinnen. Dabei entsteht ein witziges Erfinderduell, bei dem die Smarten gegen die Genies antreten. 
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    Die erfundenen Maschinen sorgen für jede Menge Chaos und verändern alles – sogar die Lieblingslehrerin. Ob sie es schaffen, alles wieder rückgängig zu machen und am Ende den Tüfteltalente-Wettbewerb zu gewinnen?
    Schon das Cover verspricht eine herrlich chaotische Geschichte. Ich habe den Comic zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen. Die Geschichte ist lustig, turbulent und macht großen Spaß. Besonders schön ist, dass man den Comic sowohl lesen als auch einfach die Bilder und Comic-Strips ohne Text anschauen kann. Wir mussten immer wieder lachen und hatten beim Lesen richtig viel Freude.
    Gerade weil der Comic wenig Text enthält, eignet er sich hervorragend für „lesefaule“ Kinder. Aber auch Kinder, die gerne lesen, werden viel Spaß daran haben.

    Katrin Hemmerich