• Emil und die Bärin

    Emil und die Bärin

    Leonard Erlbruch

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Das Cover zeigt Emil, den niedlichen Hund, der ganz fröhlich auf die Bärin zugeht. 
    Zusammen mit seiner Familie fährt Emil im Kombi in den Wald, da er sehr ängstlich ist, beschließt er nicht auszusteigen, sondern es sich unter der Decke bequem zu machen. Doch ein interessanter Geruch lockt ihn dann doch aus dem Wagen.
    mehr oder weniger lesen
    Leider fährt seine Familie weg, ohne zu überprüfen, ob Emil im Auto ist. Emil folgt verzweifelt der Spur und muss sogar allein im Wald übernachten. Doch dann trifft er auf die Bärin Gisela, die sich schon auf ihren Winterschlaf eingestellt hat. Trotzdem verbringt sie einige Zeit mit Emil und nimmt ihn dann mit ihn ihre Höhle. Im Laufe des Winters bekommt sie zwei Bärenkinder, denen sie gemeinsam mit Emil alles beibringt, was sie zum Überleben brauchen. So wird aus dem kleinen ängstlichen Emil ein selbstbewusster mutiger Hund, der sich dann auf den Weg zu seiner Familie macht. 
    Die wundervollen Naturbilder von den Tieren begeistern mich und sicher auch die Kinder. Dass dieser niedliche Hund sich dann so viel traut, macht uns selbst auch etwas mutiger, selbst wenn wir keine erfahrene Bärin an unserer Seite haben.
    Da Emil am Ende wieder zwischen seinen schlafenden Menschenkindern liegt, ist das Buch auch als Gute-Nacht-Geschichte zu lesen, aber das Wichtigste ist die Freundschaft sowohl zur Bärin und ihren Kinder als auch zu Emils menschlichen Familie. Ein zauberhaftes voller Wärme.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Isabel Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der kleine Pinguin sitzt auf den Füßen seines Vater und beide stupsen sich mit den Schnäbeln an. Irgendwie wirkt dieses Bild auf mich so liebevoll und voller Vertrauen.
    Zunächst geht es in die Antarktis zu den großen Kaiserpinguinen.
    mehr oder weniger lesen
    Wieder sehen wir Pinguinküken auf den Füßen ihrer Väter. Die Pinguinmamas watscheln und schlittern bald über das Eis. Sie haben im Meer nach Futter gesucht und füttern nun ihre Kleinen. 
    Bald wagen sich die Kleinen auch aufs Eis, doch wenn ihre Eltern unterwegs sind, stehen sie die Küken dicht gedrängt zusammen, um sich zu wärmen. Dann ist es so weit und die Kleinen springen ins Wasser, hier fühlen sie sich gleich wohl. Bald sind die Jungen erwachsen und so kümmern sie sich selbst um ihre Eier und die Jungen. So schließt sich der Kreis.
    Die niedlichen Küken sind so schön gezeichnet und es ist eine Wonne sich die Tiere anzuschauen. Der Text ist nicht sehr lang und gut verständlich geschrieben, aber die Illustrationen stellen alles anders in den Hintergrund. Ein beindruckendes Sachbilderbuch für kleine Naturliebhaben. Gerade Pinguine faszinieren die Kinder immer wieder, deshalb wird sie dieses Bilderbuch begeistern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ein Jahr mit den Möwen

    Ein Jahr mit den Möwen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein ganzen Jahr im Leben einer Möwe wird in diesem realistische wunderbar illustrierten Sachbilderbuch aufgezeichnet. Zunächst sehen wir den schroffen Felsen, auf dem die Möwen brüten. Dann gehen wir näher heran und schauen auf die Nester. 
    mehr oder weniger lesen
    Schnell findet die Möwen ihr Männchen und bald liegen Eier im Nest. Schon reißen die Kleinen ihre Schnäbel auf und werden von ihren Eltern gefüttert. Bald machen sie schon ihre ersten Flugübungen und fliegen dann aufs Meer hinaus, um sich selbst Futter zu suchen. In der Weite erlebt die junge Möwe, was Freiheit bedeutet. Auch wir können auf einer Doppelseite die Weite des Meeres nahempfinden und wir verfolgen die Möwe, die dort allein unterwegs ist. Ein Unwetter lässt uns um die Möwe bangen, doch sie kann sich auf einem Kutter retten. 
    Die Texte sind kurzgehalten und die beeindruckenden Illustrationen zeigen uns den Lebensraum der Möwen sehr genau. Ein Sachbilderbuch, dass schon kleinen Kindern zeigt, wie sich Möwen in ihrem Lebensraum bewegen und welche Gefahren sie bestehen müssen.

    Dagmar Mägdefau


  • So wohne ich und du?

    So wohne ich und du?

    Saskia Gwinn

    Adam Ming

    Übersetzung: Andreas Held

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre


    Dieses liebevoll gestaltete Sachbuch für Kleinkinder nimmt seine jungen Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Tiernester. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Kolibri, der zunächst überzeugt ist, dass sein eigenes Nest das allerbeste ist. Doch auf seiner Reise begegnet er den Nestern von 49 weiteren Tieren – und schnell wird klar: Jedes Nest hat seine ganz eigenen Besonderheiten.
    mehr oder weniger lesen
    Der Aufbau des Buches ist dabei besonders gelungen. Die Geschichte rund um den Kolibri führt kindgerecht durch das Sachthema und schafft einen roten Faden, der neugierig macht. Auf jeder Doppelseite wird eine neue Tierart vorgestellt, deren Nest sowohl durch wunderschöne Illustrationen als auch durch kurze, leicht verständliche Texte nähergebracht wird.
    Die detailreichen Bilder laden zum Entdecken ein und regen dazu an, die Seiten immer wieder anzuschauen. Kinder können spielerisch erraten, welches Tier als nächstes auftaucht, und dabei ganz nebenbei viel über die Vielfalt der Tierwelt lernen.
    Insgesamt ist dieses Buch ein rundum gelungenes Sachbuch für Klein- und Vorschulkinder, das Wissen anschaulich, kreativ und mit viel Liebe zum Detail vermittelt.

    Katrin Hemmerich
  • Das Nest in meinen Zweigen

    Das Nest in meinen Zweigen

    Anna Taube

    Carmen Saldaña

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch begleitet einen Tulpenbaum, der zur Gattung der Magnolien gehört, in zwölf Bildern durch das Jahr.
    Es beginnt im Schnee mit kahlen Zweigen und einem Schneemann. Eine Katze, ein Eichhörnchen und einige Vögel sind zu sehen. Zwei Fragen sprechen die kleinen Zuhörenden an. Im Frühling seht ein Dreirad unter dem Baum und Krokusse schauen aus der Erde. „Wer streckt seine Schnauze aus dem Laubhaufen?“

    mehr oder weniger lesen

    Bald darauf sehen wir, dass die Knospen sich öffnen und auf der nächsten Seite voll erblühen. Die Stieglitze haben Eier im Nest, die Frage bezieht sich auf die zwei Katzen. Nach den Blüten kommen die Blätter und mit ihnen die Vögel. In der Nacht gleiten die Fledermäuse über den Himmel. Im Sommer spendet der Baum Schatten für die jungen Kätzchen. Dann färben sich die Blätter und unter dem Baum liegt eine Picknickdecke. Wenn die Blätter braun werden, machen sich die Zugvögel auf den Weg. Nach den Herbststürmen kommt so langsam wieder der Winter. Der Baum ist müde nach dem langen Jahr und er freut sich über die Freunde, die ihn begleitet haben. 

    Das Buch zeigt anschaulich und kindgerecht wie das Wetter und damit die Landschaft sich übers Jahr verändert. Es gibt so vielen zu entdecken und die kleinen Fragen weisen zusätzlich auf einiges hin. Ein wundervolles Sachbuch für die ganz Kleinen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Kaisa Happonen

    Anni Vasko

    Aus dem Finnischen von Anu Stohner

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind alle Tiere abgebildet, auf die wir im Laufe der Geschichten treffen werden. Ganz unten der kleine Bär Brumm und sein Freund.
    In der ganz kurzen Auftaktgeschichte fragt der Feuerfalter Brumm, was man „Im Licht des Waldes sehen kann“.
    mehr oder weniger lesen
    Und natürlich kann man den Feuerfalter sehen, der ist ganz groß und rot auf der nächsten Doppelseite zu bewundern. Brumm kann nicht mit seinem Freund toben und den Baum hinaufklettern, weil er überlegt, wie die Nacht anfängt. Sein Freund zeigt es ihm und so gibt es drei Doppelseiten ohne Text, auf denen sich der Wald immer dunkler färbt. Dazu passt, dass der Schildrohrsänger ständig singt und nur eine Pause macht, „wenn der Abend zur Nacht wird.“
    Die poetischen Geschichten sind zart und mit wenigen Worten erzählt, dennoch beinhalten sie wichtige Aussagen. Aber ganz besonders schön sind die Illustrationen, die großformatig und trotz der deckenden Farben durchscheinend wirken. Sie erinnern mich an japanische Kunst, aber ich bin da keine Expertin.
    Ich kann nur bestätigen, dass ich nach der Lektüre sanft eingeschlafen bin.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Der kleine Tiger – zu Hause in Indien   

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Christine Faust

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover schreitet der kleine Tiger mit einer geschmeidigen Bewegung auf uns zu. 
    Als die Dämmerung so langsam dem Morgen weicht, sehen wir in einer Höhle die Tigerin mit ihren Jungen liegen.
    mehr oder weniger lesen
    Ein wunderschöner Anblick bietet sich uns auf der nächsten Doppelseite, da saugen die kleinen Tiger an den Zitzen der Mutter. Die Kleinen sind erst einige Minuten alt und noch ganz aufgeregt. Nach ein paar Wochen gilt es, die Welt zu entdecken und spielerisch zu lernen. Dank der Tigerin kann ein Leopard in die Flucht geschlagen werden. Zusammen mit ihrer Mutter lernen die Tigerkinder schwimmen. Aufgrund der großen Hitze zieht es die Familie immer wieder zum Wasser. 
    Die wunderschönen, sehr realistischen Zeichnungen zeichnen dieses Sachbilderbuch in erster Linie aus. Der Alltag eines kleinen Tiger wird hier sehr schön beschrieben und wir begleiten ihn bis zu dem Zeitpunkt, wenn er sich aufmacht, selbstständig zu leben.
    Auf der letzten Doppelseite erfahren wir noch einiges über Raubkatzen und speziell zu Tigern. Dieses Bilderbuch vermittelt eine Menge Informationen in erzählenden Texten und mit vielen schönen Bildern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Smillas Gespür für Käfer

    Smillas Gespür für Käfer

    Anne Jaspersen

    Amrei Fiedler

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Die zehnjährige Smilla liebt Käfer über alles. In der Schule wird sie von einigen Mitschülern gemobbt und ist eher eine Außenseiterin. 
    mehr oder weniger lesen
    Deshalb sucht sie nach der Schule Zuflucht auf einem alten, verwilderten Grundstück mit einem kleinen roten Haus, das Fiete vor seinem Tod gehörte.Leider gerät dieser geschützte Raum, in dem sie so sein kann, wie sie ist, in Gefahr, als JayJay, ein bekannter YouTuber, das Haus für sich beansprucht. Doch als schließlich eine Investmentfirma das Grundstück kaufen und dort Eigentumswohnungen bauen möchte, verbünden sich die beiden und suchen nach einer Möglichkeit, dieses Vorhaben zu stoppen.
    Die Geschichte rund um die Rettung von Fietes Grundstück ist wunderbar erzählt und sehr schön geschrieben. Am Anfang jedes Kapitels werden Fakten zu einzelnen Käfern genannt, die jeweils inhaltlich mit dem Kapitel zusammenhängen. Passend dazu gibt es schöne Illustrationen der jeweiligen Käfer.
    Besonders hervorzuheben ist, dass Smilla mit Zügen aus dem neurodivergenten Spektrum beschrieben wird und man dadurch einen sehr einfühlsamen Einblick erhält, wie Menschen in diesem Spektrum viele Dinge wahrnehmen. Sehr schön zu lesen ist auch, wie sich die Freundschaft zu JayJay und später zu John entwickelt und wie sie gemeinsam so viel erreichen.
    Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen.

    Katrin Hemmerich


  • Jadavs Dschungel

    Jadavs Dschungel

    Philippe Zwick Eby

    Ekaterina Goncharova

    editions malama representation

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kleine Softcoverbuch erzählt die Geschichte des Inders Jadav Payeng, den wir mit einem Sprössling in der Hand auf dem Cover sehen. Zu Beginn ist Jadav noch eine Junge und er kauft mit seiner Mutter auf dem Markt ein. 
    mehr oder weniger lesen
    Auf dem Heimweg macht er sich Gedanken um die Trockenheit und überlegt, dass Bäume Schatten spenden könnten und dadurch eine besseres Leben möglich wäre. Der wilde Fluss bestimmt das Leben der Menschen und nimmt ihnen mit der Flut ihren Besitz, so gehen Jadavs Eltern fort, aber er bleibt und lernt fleißig. So beschließt er, Bambus anzupflanzen, der die nächste Flut übersteht. So wird aus seinen Pflanzen im Laufe der Zeit ein Dschungel, in dem sich wilde Tiere ansiedeln. 
    Neben der Biografie von Jadav Payeng gibt es viele Informationen über die unterschiedlichsten Themen, aber die Leser*innen werden auch immer wieder gefragt, wie z.B. „Ist es schlimm, wenn Tiere aussterben? Warum?“ Das gibt viele Anreize zur Diskussion.
    Ich würde die Leseempfehlung etwas höher ansetzen, da Jadav Payeng zuerst von seinen Nachbarn angefeindet und mit dem Tod bedroht wird, auch wenn sie am Ende einsehen, wie wertvoll die Arbeit von Jadav Payeng ist. Die Illustrationen sind bunt und einfach angelegt, der biografische Text ist auch schon etwas länger.

    Dagmar Mägdefrau



  • Aurora

    Aurora

    Uwe Krauser

    Franziska Frey

    FarbFux

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Was für ein wunderschönes Cover, da sitzt Aurora, die Eintagsfliege, mitten in goldenen Strahlen auf dem weißen Hintergrund. So toll ist sicher kaum eine kleine Fliege präsentiert worden.
    mehr oder weniger lesen
    Es ist ein sonniger Morgen, als Aurora sich auf den Weg macht, ihren Tag zu erleben. Voller Tatendrang fliegt sie zu einer Blumenwiese, wo sie entzückt zwei Schmetterlinge beobachtet. Beinahe hätte der Frosch sie verschlungen, doch er will Aurora nicht den einzigen Tag ihres Lebens verderben und fängt sie nicht mit seiner Zunge. Er rät ihr zum Goldregen zu fliegen und dort begegnen unsere kleinen Fliege viele summende Hummeln. Denen schaut sie bei ihrer Pollensuche zu, bis es anfängt zu regnen. Auf dem Baum, auf den sie sich vor den Tropfen flüchtet, trifft Aurora auf eine nette Raupe. Als die ersten Sonnenstrahlen auf die Regentropfen fallen, ist Aurora „sprachlos vor Staunen.“
    Es ist wunderschön zu erleben, wie dieses kleine Wesen, das wir oft achtlos erdrücken, einen Tag voller Wunder erlebt und sich so an ihrem kurzen Leben erfreut. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen und achtsamer mit unserer Zeit umgehen. Deshalb gibt es am Ende des Buches auch eine Bastelanleitung für ein Tagebuch, in dem wir all unsere schönen Erlebnisse festhalten können.
    Auch wenn hier der Teil des Fortpflanzens, der ja der Hauptanlass für das Lebens dieser Fliege ist, ausgespart wurde und ihr am Ende noch ein zweiter Tag „geschenkt“ wurde, ist dieses Buch wunderschön anzuschauen, die zarten Bilder zeigen so eindringlich Auroas Leben. Der Text ist fein gesponnen und genau so zart.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das krasseste Tier der Erde

    Das krasseste Tier der Erde

    Kai Lüftner

    Friederike Ablang

    Calme Mara

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit runden Glupschaugen schaut uns der Regenwurm fröhlich vom Cover aus an, denn „im Boden ist der Wurm drin!“ 
    „Ein einzelnes Regenwürmchen sitzt müde auf einem Türmchen“ mit diesem Satz, den wir in Abwandlungen noch oft hören werden, beginnt das Buch.
    mehr oder weniger lesen
    Denn bald taucht eine weiterer Wurm auf und schon sitzen sie zu weit auf dem Türmchen. Sie legen sich ins Zeug und bewegen einiges. Aber bald sind sie schon zu zehnt und sie sind planvoll fleißig. Doch was können erst 100 dieser rosa Gesellen bewirken? „Furchen und Wege und Gänge, überall, jede Menge. In diesen nisten und wohnen Tierchen, zu Abermillionen. Inzwischen sehen wir auf der Illustration schon ganz viele Würmer in und auf der Erde. Das ist ein Gewimmel. So sind es am Ende Einhundert Millionen Regenwürmchen, die Kompost und Mist machen und dafür sorgen, dass auf unserer Erde so viel wachsen kann. 
    Die gereimten Texte erklären uns sehr anschaulich, was die kleinen fleißige Gesellen so alles in der Erde erledigen. Beeindruckend sind dann die Bilder, auf denen immer mehr Regenwürmer sich um die Erde kümmern. Da gefällt es mir gut, dass es am Ende des Buches einen Dank an diese unscheinbaren Tiere gibt.

    Dagmar Mägdefrau


  • Schau genau hin! – Das außergewöhnliche Handbuch der Beobachtologie

    Schau genau hin! – Das außergewöhnliche Handbuch der Beobachtologie

    Giselle Clarkson

    Katharina Diestelmeier

    Moritz

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Jahresempfehlungen „Drei für unsere Erde“ 2025

    Luchs Die Zeit und Radio Bremen

    Ein ungewöhnliches Sachbuch über die Tiere, die so um uns rum kreuchen und fleuchen. Die Kinder werden aufgefordert, wie der Titel es schon sagt, zu gucken und zu beobachten. Dazu gehört natürlich auch das richtige Werkzeug.

    mehr oder weniger lesen

    „Beobachtologie“ ist die Kunst des genauen Hinschauens und die wird hier gelehrt.
    Gegliedert ist das Buch in vier perfekte Orte für Expeditionen, es beginnt mit der „feuchten Erde“. Dort finden wir neben Schnecken auch Pilze, Landasseln und Hundertfüßer. Zu jedem dieser Tiere finden wir viele Informationen und wir lernen, wie und wo wir sie finden. Aber auch der „Gehweg“ kann zu einer Fundgrube an Tieren werden. Da sehen wir Ameisen, Flechten, Würmer und wir können Vögel beobachten. Sehr interessant fand ich, wie man einen Wurm richtig rettet. Auch „zugewucherte Flecken“ eignen sich zur Tierbeobachtung, Bienen und Wespen sind hier zu finden. „Hinter dem Vorhang“ finden wir Fliegen, Schaben, Spinnen und Nachtfalter.
    Eine Seite ist der Fruchtfliege gewidmet, ein Insekt, das meist nervig ist. Hier schaut es uns mit seinen „umwerfend roten Augen“ an. Auch die Überschrift „Beobachtung mit den Ohren“ hat mir gut gefallen, denn auch Insekten machen unterschiedliche Geräusche. Was ist der Unterschied zwischen Nachtfalter und Schmetterling, wüsstet ihr da die Antwort?
    Man kann viel lernen als Beobachtologe oder Beobachtologin, dieses Buch endet mit einer Abschlussprüfung und dann kann man seinen Namen in die Urkunde eintragen.
    Viele leicht verständliche und gut lesbare Informationen und viele ausführliche Zeichnungen machen dieses Handbuch aus. Empfehlenswert für alle, die neugierig auf ihre nähere Umgebung sind und die bereits sind, mit offenen Sinnen in der Natur unterwegs zu sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Gartenretter

    Die Gartenretter

    Luise Holthausen

    Iris Hardt

    Duden Leseprofi

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre/2. Klasse

    In diesem Buch kann man gleich zwei Abenteuer der Gartenretter lesen, dazu gibt es viele Fragen, die man nach dem Lesen des Textes gut beantworten kann. Das Cover zeigt Frieda mit ihrem Freund Mario und Daria, die später in das Hexenhaus zieht.

    mehr oder weniger lesen
    Um dieses Hexenhaus, seinen Garten und dem Baum, der darin steht, geht es in der ersten Geschichte. Als die alte Frau auszieht, steht das Haus zum Verkauf und der potenzielle Käufer will alles wegmachen und neu bauen. Als Frieda hört, dass auch der Baum gefällt werden soll, muss sie handeln, denn im Baum wohnen viele Tiere. So organisiert sie eine Protestaktion, der sich viele, auch Erwachsene, anschließen. 
    Im zweiten Band „Die Bienenretter“ sind die drei Kinder unterwegs und lernen einen Mann kennen, der ein Bienenvolk besitzt, das sich, weil es so viel Beton um sie herumgibt, nicht mehr allein ernähren kann. Die Kinder haben einen Plan und es gelingt, die Bienen umzusiedeln.
    Zwei Bücher jeweils in vier Kapitel aufgeteilt, in großer Schrift gedruckt und mit vielen bunten Bildern ergänzt. Dazu viele Informationen über Bienen und Insekten, die bei den Profifragen abgefragt werden. Am Ende des Buches kann man noch beweisen, dass man auch Vollprofi ist und auch diese Fragen beantworten kann. Umwelt und Natur und Kinder, die tatkräftig und ideenreich agieren, das mögen Erstleser*innen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Toni & Lou – Auf Schatzsuche am Meer

    Toni & Lou – Auf Schatzsuche am Meer

    Jonny Lambert

    Übersetzung Sandra Grimm

    DK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Bär Toni und der Vogel Lou machen heute einen Ausflug zum Strand. Auf der ersten Seite sehen wir Toni mit Strohhut, Eimer und Schaufel. Lou flattert am Himmel und wir sehen den Vogel durch ein Loch in der Seite, obwohl er auf der nächsten Seite abgebildet ist. 
    mehr oder weniger lesen
    Am Bildrand sehen wir einige Dinge, die wir auf dem Bild suchen können. Zusätzlich kann noch die Frage „Worauf freuen sich Toni und Lou?“ anhand des Textes beantwortet werden. Da Flut ist, können die beiden keine Sandburg bauen, aber sie werden Forscher und entdecken einiges. Diesmal lautet die Frage „Warum ist Toni enttäuscht?“ Auf der nächsten Seite entdecken die Freunde eine große glitzernde Muschel. Am Ende des Buches legen die beiden ein Bild aus den Entdeckungen des Tages und auf der letzten Doppelseite sind alle Sachen noch einmal abgebildet. 
    Ein ereignisreicher Tag wird in diesem Buch beschrieben, jede Doppelseite zeigt uns eine neue Szene und auf jeder Seite können wir Gegenstände suchen und eine Frage beantworten. Wenn wir einen Urlaub an der See planen, ist es besonders schön, in diesem Buch Anregungen zu bekommen, aber auch nach der Reise hilft es, zu erinnern. Aber man kann es sicher auch in den Bergen oder zu Hause lesen und anschauen, denn es macht einfach Spaß, den Tag mit Toni und Lou zu verbringen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Pop-up-Buch zum Staunen – Wo kommst du her, kleiner Löwenzahn?

    Mein Pop-up-Buch zum Staunen – Wo kommst du her, kleiner Löwenzahn?

    Hannah Abbo

    Maike Biederstadt

    Sandra Grimm

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Mit einem Vierzeiler über ein Samenkorn beginnt das Buch und nach der Frage „Was geschieht dann?“ klappen wir eine Seite herunter und können dreidimensional sehen, wie das Korn in der Erde zwischen allerlei Getier liegt. 
    mehr oder weniger lesen
    Ein kurzer Satz erklärt, wie es mit dem Samenkorn weitergeht. Eine schöne blühende Wiese und mittendrin unsere Pflanze, die schon einige Blätter hat. Nach dem Aufklappen der Seite strecken sich die Blätter in die Luft. Danach können wir uns an den wunderschönen gelben Blüten erfreuen. Schmetterlinge und Bienen trinken den süßen Nektar und dann kann der Wind wieder die Schirmchen über die Wiese pusten und wir können das Buch wieder von vorne beginnen.
    Neben den Reimen gibt es Sachinformationen, aber das Faszinierendste an diesem Pop-up-Bilderbuch sind die dreidimensionalen Blumen, die aus den Seiten wachsen.
    Da das Buch aus fester Pappe gemacht ist, können auch die kleinen Fingerchen schon die Seiten umblättern, ohne etwas kaputt zu machen. Ein wundervolles Buch zum Staunen, das diese Serie sehr schön ergänzt.

    Dagmar Mägdefrau


  • Wo die Tiere leben                  

    Wo die Tiere leben                  

    Alejandro Algarra

    Rocio Bonilla

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Lilli und Bruno, die wir schon aus dem Jahreszeitenbuch kennen, entdecken auf dem Cover mit einer Lupe eine Ameise und schauen in ein Vogelnest. 
    mehr oder weniger lesen
    Wir besuchen die beiden in ihrem Kinderzimmer, dort gibt es einige Holztiere und ein Aquarium, in das Bruno und eine Katze schauen. Im Text lesen wir viele Fragen der beiden zum Thema Tierbehausungen. Im Garten sitzt Lilli auf einem Ast, während Bruno schaukelt, um sie herum sind viel Tiere zu sehen. Einige Tierwohnungen sind dann abgebildet und der Text endet mit der Frage „Fällt dir noch mehr ein?“ Über der Erde ist die grüne Schlange unterwegs und in der Höhle darunter sitzen die kleinen Mäuse. Die Jungen des Feldhasen verbergen sich dichtem Grün. Weiter geht es mit Elefanten und Giraffen an einem Wasserloch. Ein Storchenpaar zeigt uns sein Nest und Schwalben nisten unter dem Dach. Specht und Eichhörnchen nutzen Baumhöhlen und ein Netz aus Seide wird gesponnen. 
    So erfahren wir in diesem Sachbuch mit den vielen schönen Bildern viel über den Lebensraum der Tiere. Die Texte sind kurzgehalten und leicht verständlich geschrieben. So können kleine Interessierte zusammen mit Lilli und Bruno schön die Welt entdecken.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die geheime Welt der Bäume

    Die geheime Welt der Bäume

    Laura Faile

    Rena Ortega

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Dieses Sachbilderbuch für Grundschulkinder ist schon sehr umfassend. Nach der Klassifizierung der Bäume geht es gleich an den Anfang zurück. Erstaunlich, wie lange es schon einige Bäume wie den Gingko gibt. 
    mehr oder weniger lesen
    Ein Zeitstrahl und viele Abbildungen zeigen uns die Entwicklung. Blätter oder Nadeln, Nacktsamer oder Bedecktsamer, Giganten oder Urgesteine sind interessante Unterschiede. Aber ganz besonders unterscheiden sich die Kronen der Bäume in ihrer Form. Wie ein Baum aufgebaut ist und wie es funktioniert, dass das Wasser aus den Wurzeln aufsteigt, wird verständlich, durch Abbildungen unterstützt, erklärt. Kennt ihr den Regenbogenbaum? Ich kannte ihn bisher nicht. Nach einem Besuch im Regenwald gibt es eine Erklärung zu den Jahresringen. Erstaunlich, wie verschieden die Blüten und Früchte der Bäume sind. 
    Es macht Spaß, in diesem Buch alles über Bäume zu erfahren. Der Text ist übersichtlich und nicht zu lang, die Illustrationen geben zusätzliche Erklärungen zu den Themen. - Eindrucksvolle Bäume vorgestellt in einem eindrucksvollen Buch.

    Dagmar Mägdefrau
  • Humbi und Mohna auf der wilden Wiese – Eine Geschichte wie ein Samenkörnchen

    Humbi und Mohna auf der wilden Wiese – Eine Geschichte wie ein Samenkörnchen

    Carina Lendl

    Hannelore Demel-Lerchster

    Renate Götz Verlag

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Humbi, so heißt die Steinhummelkönigin, die zu Beginn des Buches aufwacht. Schon bald begegnet sie der Mohnbiene Mohna, die im Gegensatz zu ihr sehr zart ist. Deshalb ist es Mohna auch sehr kalt, denn sie ist einfach zu früh losgeflogen. Schon bald darauf machen die beiden die Bekanntschaft des Igels Ignatz und so werden die drei „das Team mit Herz, Hirn und Stachel“.
    mehr oder weniger lesen
    Gemeinsam genießen sie mit anderen Tieren das Leben auf ihrer schönen Wiese, wenngleich sie schon darauf achten müssen, wem sie nahekommen, denn um satt zu werden, muss man sich auch mal fressen. Doch dann tauchen die Trampler auf, so nennen die Tiere uns Menschen. Was führen diese rücksichtlosen Wesen, die ihren Müll einfach so in der Natur zurücklassen, im Schilde? Die Tiere halten fest zusammen, um dahinterzukommen.
    Genau so zart wie die Tiere auf dem Cover sind auch die Schwarz-Weiß-Illustrationen im Buch. Sie sehen sehr kunstvoll aus, sind aber manchmal schlecht zu erkennen. Die Geschichte erinnert natürlich sofort an den Maulwurf Grabowski, den ich schon mit meinen Kinder in den 1980er Jahren gelesen habe. Hier sind allerdings Hummel und Biene neben dem Igel die Protagonisten. Dadurch habe ich eine Menge über diese kleinen Insekten gelernt. Allerdings hat es mich verwundert, dass eine Hummelkönigin nicht sofort einen Staat gründen muss. Hier schiebt sie das immer weiter hinaus, um noch ein wenig die Freiheit mit den Freund*innen genießen zu können. Wir Menschen kommen im Großen und Ganzen nicht gut weg in diesem kleinen Buch, allerdings gibt es Karin und Nino, die sich sehr lieb um Ignatz kümmern.
    Eine abenteuerlich Geschichte aus Sicht von Humbi erzählt, die nicht immer so schnell und mutig ist wie Mohna, die sich aber auch viele Gedanken macht und hin und wieder über ihren Schatten fliegt. Das Buch liest sich gut und es gibt Situationen, wo es sich lohnt, darüber nachzudenken, wie ich mich da wohl verhalten hätte.

    Dagmar Mägdefrau