• Geheimnisvolle Wale   

    Geheimnisvolle Wale   

    Rosana Bossù

    Aus dem Italienischen von Cornelie Panzacchi

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    In der Meereswelt gehören Wale zu den faszinierendsten Tiergruppen. Sie sind Säugetiere und können gleichzeitig unglaubliche Tiefen erreichen. Es gibt viele unterschiedliche Arten, die sich teilweise noch einmal in verschiedene Unterarten unterteilen lassen. 
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    Ich selbst habe Wale schon als Kind geliebt und anscheinend habe ich diese Begeisterung an meinen achtjährigen Sohn weitergegeben. Schon lange interessiert er sich für die Unterwasserwelt mit all ihren Tieren. Dementsprechend haben wir auch viele Bücher zu diesem Thema zu Hause.

    Geheimnisvolle Wale ist ein wunderbares Buch, das uns die Welt der Wale noch einmal ganz genau näherbringt. Dabei geht es sowohl um ihre Evolutionsgeschichte als auch darum, wie wir Menschen bis heute mit diesen faszinierenden Giganten umgehen. Wir haben tatsächlich viele neue Dinge gelernt und interessante Details erfahren, die uns vorher noch gar nicht bewusst waren.

    Wer sich für Wale interessiert, wird dieses Buch fantastisch finden. Die Illustrationen sind wunderschön und ergänzen die Texte hervorragend. Dieses Buch macht einfach Spaß!

    Katrin Hemmerich

  • Mit Maus in den Bergen    

    Mit Maus in den Bergen    

    Alice Melvin

    Übersetzt von Susanne Weber

    Kunstmann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem Maus auf dem Fluss und am Strand unterwegs war, führt sie uns diesmal in die Berge. Auf dem Cover sehen wir sie mit Wanderkleidung, Rucksack und einer Wanderkarte. Zuerst muss sie eine Fahrkarte kaufen und mit dem Zug im Schlafabteil Richtung Berge starten. Wir begleiten sie auf der Reise und können im Buch einige Klappen öffnen und so ins Abteil und ins Bahnwärterhäuschen schauen. 
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    Detailliert ist alles genau gezeichnet. Vorbei am kleinen Café geht Maus dann los. Von Weitem sieht sie den Zug fahren und die Berge tauchen hinter dem Nebel auf. Übernachtet wird in einer Berghütte, dann führt der Weg zu einem Wasserfall. Mutig springt Maus in den Bergsee.

    Die Wanderung zeigt uns die Flora und Fauna sehr genau und am Ende haben wir einen freien Blick auf die Landschaft und können vorher besuchte Plätze entdecken. Am Ende des Buches gibt es noch einige Sachinformationen.

    Der gereimte Text liest sich manchmal etwas holprig, er erzählt aber sehr schön die Geschichte zu den wundervollen Illustrationen. Hier kann man vor und nach dem Urlaub in der herrlichen Natur schwelgen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr auf der Streuobstwiese

    Ein Jahr auf der Streuobstwiese

    Ingrid Semmelmann

    Lorena Veerkamp

    Zaradiso Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

     Diese quadratische Broschüre beinhaltet vier kleine Geschichten. Jede ist in einer Jahreszeit angesiedelt und alle spielen auf der Streuobstwiese, die auch immer wieder von Menschen besucht wird.

    Im Frühling treffen wir die gerade aus ihrer Höhle gekrabbelte Wildbiene Wilma, die uns begleitet und vieles erklärt. Sie muss sich zuerst mit der Hummelkönigin um die wenigen Blühten streiten, doch bald gibt es genügend Nektar für alle Tiere.

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    Rudi Regenwurm bohrt Löcher in die Erde und über ihm werden die Kirschen und bald auch das andere Obst reif. Doch dann gibt es einen sehr starken Regen und so gerät Rudi in große Gefahr.

    Im Herbst begegnet uns Fiona, die Fledermaus. Natürlich ist sie meist in der Dunkelheit unterwegs und am Ende der kleinen Geschichte ist sie bereit für den Winterschlaf.

    Georg der Specht bleibt auch im Winter auf der Wiese und dank der Spuren im Schnee, sieht er den Fuchs, bevor der ihm etwas antun kann.

    Schon auf dem Cover sehen wir einen Baum, dessen Zweige alle Jahreszeiten abbilden, auch die anderen bunten großformatigen Bilder zeigen uns sehr schön die Natur. Der Text berichtet kindgerecht von den Tieren und der Veränderung, die die Wiese im Laufe des Jahres erlebt. Das Buch ist hervorragend für Vor- und Grundschulkinder geeignet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Bärin

    Die Bärin

    José Ramón Alonso

    Lucia Cobo

    Aus dem Spanischen von Christina Bosse

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover ist so beeindruckend, da schaut uns ein großes Bärenauge an, der Rest des Kopfes ist nur teilweise zu sehen. Danach sehen wir die Bärentatzen als Spur im Schnee. Es wird Herbst und die Bärin ist allein unterwegs, sie „streift schwermütig umher“ und aß die letzten Früchte des Sommers. Es wird kälter und dann fällt der erste Schnee.

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    Inmitten der bergigen Schneelandschaft gräbt die Bärin eine Mulde und legt sich schlafen. Als die Sonne wieder wärmer scheint spürt die Bärin „dass sie etwas begrüßen wollte.“ Und so sehen wir sie auf dem Rücken in der Baumkrone liegend mit einem Bärenjungen auf dem Bauch. Gemeinsam gehen sie über die grüne Frühlingswiese.

    Die wunderschönen Bilder brauchen nur wenige Worte, denn sie beschreiben auf eine liebevolle Weise wie die Bärin den Winter erlebt. Und mit dem letzten Frühlingsbild spüren wir die Hoffnung und das neue Leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Nacktschnecke

    Die Nacktschnecke

    Elise Gravel

    Kraus Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mit einem „Yo!“ begrüßt uns die Schnecke auf dem Cover, unten in der Ecke steht auf einer Raupe „eklige Tierchen“. Auf der ersten Seite wird dann die Schnecke vorgestellt und diesmal grüßt sie mit einem „Tachchen!“, danach begegnet sie einer Schnecke mit Gehäuse, die sie nackig findet. Die vier verschiedenen Arten, der Nacktschneckenart sehen wir mit einfachen Zeichnungen auf der nächsten Seite, aber in diesem Buch geht es um Landnacktschnecken.

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    Mit den Tentakeln oben an ihrem Kopf behauptet sie das Kind, das nach Brokkoli riecht, zu sehen. Da sie die Tentakeln einziehen kann, wäre eine Brille „etwas umständlich“. Danach erfahre ich, dass die Schnecke durch ein Loch an der Seite atmet. Das Bild zeigt sie mit einem rosa Kaugummi, den sie durch das Loch aufbläst. Besonders witzig ist dann eine Bild, dass die Schnecke im Wochenbett zeigt und die Schwester gratuliert zum „Mädchen-Junge!“

    Ihr seht, auch ich habe hier mit ganz viel Spaß und Witz noch etwas gelernt. Die einfachen Zeichnungen bilden alles ab, um den Text zu erklären und der ist einfach toll geschrieben.

    Das Buch bietet viele Informationen und ist dabei noch witzig.

    Dagmar Mägdefrau

  • Majnka

    Majnka

    Olga Stehliková

    Andrea Tachezy

    Aus dem Tschechischen von Jana Krötzsch

    Balaena

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Majnka, die ihren Namen Magdaléna nicht mag und sich deshalb lieber mit Majnka ansprechen lässt, lebt mit ihrer Mama, die Biologin ist, und ihrem dicken Papa, der Mathelehrer ist, auf einem Dorf in der Nähe von Prag. Sie interessiert sich für alles, was mit Natur zusammenhängt. Ihre Mutter hat ihr eine Menge erklärt und Majnka hat ein riesiges Wissen über Tiere und Pflanzen. 
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    Wenn sie uns etwas erzählt, geht es meiste darum, dass sie etwas im Wald sieht und sofort fällt ihr ganz viel dazu ein. Deshalb dauert es eine Weile, bis wir von der Krankheit der Mutter erfahren. Sie hat Krebs und erst nach einer Operation erzählen die Eltern Majnka davon. Die Oma, die Majnka sehr liebhat, zieht ein und besorgt den Haushalt. Jetzt kocht sie und nicht mehr nur der Papa. Als Majnka mal, weil sie sich über die Biologielehrerin geärgert hat, statt nach er Schule nach Hause zu gehen, in den Wald geht und sich dort verläuft, sorgen sich Papa und Oma um sie. Aber als Majnka wieder wohlbehalten zu Hause ankommt, beschließen sie Mama nicht davon zu erzählen. Doch bald darauf schickt die bettlägerige Mutter ihr Kind für eine Nacht alleine in den Wald.

    Ich muss sagen, dass mir Majnka unendlich leidtut, nicht nur, dass sie ihre Mutter eine lange Zeit durch die Krebserkrankung begleitet und sie sie am Ende verliert, auch weil sie gar keinen gleichaltrigen Kindern begegnet. Sie hat keine Freunde, weder in der Schule noch Nachbarkinder oder Verwandte. Sie lebt abgeschlossen in ihrer Welt und dort dreht sich alles um Tiere und Pflanzen. Wenn man sich durch die vielen Sachinformationen nicht gelangweilt fühlt, erlebt man mit Majnka abenteuerliche Geschichten und ihre teilweise verwunderliche Sichtweise bringt sie oft in Schwierigkeiten, denn sie hat einen starken Willen  und ein eigenes Bild von der Welt.

    Auf vielen Doppelseiten gibt es sehr künstlerische Illustrationen, die eine Collage der Geschichte abbilden und die mich sehr fasziniert haben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein großer Affe  

    Ein großer Affe  

    Vera Gereke

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das matte Cover zeigt einen leeren Käfig, der in einer ungewöhnlichen Landschaft steht. Das Buch beginnt mit dem leeren Käfig, der im Stadtpark steht. Hier sind kleine Menschen mit und ohne Hund unterwegs. „Im Urwald lebt ein großer Affe“ ist zu lesen, aber auf dem Bild sind nur diese kleinen Menschen mit Seilen unterwegs. Dann taucht der Affe auf, er liegt gemütlich in der Landschaft. Einige Bilder weiter liegt er gefesselt am Boden und danach sitzt er im Käfig und viele kleine Menschen sind unterwegs im Park.

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    Weil ein Kind interessiert, was der Affe kann, stellt man ihm eine Staffelei hin und er malt viele Bilder nach dem gleichen Muster, es sind immer nur Gitterstäbe zu sehen. Dann gibt es eine Ausstellung im Museum.

    Der Kontrast zwischen dem riesigen gorillaähnlichen Affen und den winzigen eckigen Menschen gefällt mir sehr gut. Er wirkt gutmütig, obwohl er nachher den Käfig verlässt und wieder in den Wald geht, um dort ein Künstler zu sein. Im Gelsenkirchener Zoo kann man von einer Affendame gemalte Bilder kaufen, das kam mir sofort in den Sinn. Dieser Affe sagt mit dem Malen von Gitterstäben etwas aus, dass traurig und betroffen macht. Als sich sein Stil ändert und er den Dschungel malt, erinnert er sich und kehrt dorthin zurück. Es gibt immer nur einen Satz auf den Seiten und ich finde das Anschauen des Buch sehr beruhigend. Auf mich wirken die Farben und die weichen Linien sehr beruhigend und ich empfinde dieses Bilderbuch als ein echtes Kunstwerk.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stock & Stein – Eine Tasche voller Herbst 

    Stock & Stein – Eine Tasche voller Herbst 

    Anne-Kathrin Behl

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was Kinder so alles in ihren Taschen herumtragen, ist erstaunlich. Nachdem wir im ersten Teil die Abenteuer von Stock und Stein miterleben durften, weil sie zum Glück nicht mit in die Waschmaschine mussten, erleben wir nun mit ihnen den Herbst. Schon auf dem Cover sehen wir die Kastanie, die als erstes zu ihnen in die Tasche wandert. 
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    Die Kastanien, die noch in ihrer stacheleigen Schale am Baum hängen, sind ganz aufgeregt, weil sie bald herabfallen und sie überlegen, was sie alles werden könnten. Nur die Kastanie, die in der Tasche landet, ängstigt sich davor schrumpelig zu werden. Dann würde sie im Müll landen. Aber Stein setzt sich die stachelige Schale auf und wird so zum Igel. Es finden noch eine Eichel, Zapfen, Ahornnasen und Bucheckernhüllen den Weg in die Tasche. 
    Auf der letzten Seite sehen wir fantasievolle Basteleien mit den Waldfrüchten, denn am Ende bleiben Stock und Stein allein zurück und sie haben wieder ihre Ruhe.
    Es wird sehr ideenreich erzählt, was da in dieser Jackentasche geschieht, voller Fantasie nutzen die zeitweiligen Bewohner die Naturmaterialien, um sich zu verändern. Sicher werden die Kinder im Wald nach den Teilen suchen und ausprobieren, was sie im Buch gesehen haben. Neben den kurzen Textteilen und den Comicblasen gibt es wieder sehr schöne Illustrationen vom Tascheninhalt. Sicher wird das Buch genauso begeistert gelesen, wie der erste Teil.

    Dagmar Mägdefrau

  • Guten Morgen – Gute Nacht  

    Guten Morgen – Gute Nacht  

    Johanna Schaible

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Buch fällt nicht nur durch seine zarten Titelbilder auf, sondern auch dadurch, dass man es wenden kann. Denn einmal geht es um den Tag und einmal um die Nacht.
    „Guten Morgen“ zeigt dasselbe Motiv nur in einem anderem Licht. „Die Sonne geht auf, der Himmel wird hell“ steht auf der ersten Doppelseite, die die aufgehende Sonne über dem Wasser zeigt, nur als Silhouette, viele Vögel.
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    Auf dem Balkon stehen zwei Kinder und schauen auf die Sonne, eine Gruppe Jugendliche läuft über eine Wiese, Hektik in der Großstadt sind einige der Motive der nächsten Seiten. Auf der letzten Seite sehen wir Menschen am Meer den Sonnenuntergang bestaunen.
    „Gute Nacht“ beginnt mit dem fast weißen Mond, der über der kargen Landschaft aufgeht. „Die Nacht bricht herein“ Rinder werden zurück ins Dorf getrieben, dann spielen zwei Kinder unter dem sanften Schein einer Lampe miteinander, sie sind „zu Hause“. Andere sind unterwegs, gehen ins Café oder arbeiten an einer Großbaustelle. Viele Eindrücke folgen, bis wir bei den Nordlichtern angekommen sind, die die Eisbären beleuchten.
    Der kurze Satz auf jeder Seite ließ mich manchmal überlegen, was da wohl geschehen sein könnte, er ordnete die Bilder zu einer Geschichte. Die Illustrationen sind ruhig und so vielfältig in ihrer Darstellung. Ich glaube das Buch muss ich noch einige Male anschauen und auf mich wirken lassen. Auf jeden Fall macht es mich auf eine schöne Art ruhiger.

    Dagmar Mägdefrau

  • Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Drei Wasserschweine tauchen ab – Band 3

    Matthäus Bär

    Anika Voigt

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Drei Wasserschweine und ein Faultierjunges sehen wir auf dem Cover. Sie sind außerhalb des Tierparks unterwegs und erleben ein spannendes Abenteuer.
    Dies ist der dritte Band der Serie, aber ich hatte keine Verständnisschwierigkeiten, obwohl ich die anderen Bücher nicht kenne. Ich werde sie aber wahrscheinlich noch mal lesen, weil ich die drei Wasserschweine richtig toll finde.
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    Emmy, Raul und Tristan sind sehr unterschiedlich Typen. Emmy ist die Clevere, Raul anpackend und Tristan schläft viel und ist etwas behäbiger. Als die Faultiermama in ihrem Gehege auftaucht, sind die drei zunächst erstaunt, aber dann erfahren sie, dass das junge Faultier vermisst wird. Da es zuletzt in einem inzwischen abgeholzten Baum gesehen wurde, vermutet Emmy, es könne mit dem Baum entsorgt worden sein. So machen sich die drei, die gelernt haben die Tür des Geheges zu öffnen, auf zum Wirtschaftshof, denn dort gelangen die Grünabfälle hin. Dummerweise landen die Wasserschweine in einem Auto und so sehen sie endlich das „Mehr“, das außerhalb ihres Tierparks liegt.
    Es ist zu schön zu lesen, wie die Wasserschweine vieles mit ihrer Nase entdecken und einordnen. Überhaupt schlüpft Matthäus Bär völlig in die Haut der Tiere, der denkt und entscheidet wie sie. Da ist es nur logisch das von Menschenjungen statt Kindern die Rede ist.
    Emmy schafft es immer wieder die Wogen zu glätten, Streit zu schlichten und Zusammenhänge zu erkennen. Gemeinsam mit dem Bieber und zwei Schwänen wird da sogar ein Mann, der keine Rücksicht auf die Natur nimmt, verscheucht.
    Ein tolles Buch, in dem Tiere nicht vermenschlicht werden und doch Dinge können, die sie wohl nicht wirklich beherrschen. Und natürlich wissen wir nicht, ob sie empathisch sind und so sozial empfinden wie die drei sympathischen Wasserschweine. Die farbigen Illustrationen sind realistisch und sehr stimmungsvoll. Alles zusammen ein spannender Lesespaß!

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Die Grünen Piraten – Anschlag auf die Baumriesen    

    Andrea Poßberg

    Corinna Böckmann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die fünf Piraten, die uns zu Beginn des Buches vorgestellt werden, in einem Baum sitzen bzw. die Bagger zu bremsen, die die Bäume abholzen wollen.
    Mit Hilfe einer Drohne erforscht Lennart das Naturschutzgebiet, dabei sieht er Marvin Klotzmeier, den Sohn des Bürgermeisters, der mit seinem Freunden herumtanzt.
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    Was hat das wohl zu bedeuten? Doch dann entdecken sie zwei Männer, die mit einem schwarzen Bus gekommen sind. Sie fühlen sich durch die Drohne beobachtet und versuchen, sie zu fangen. Doch die Kinder schaffen es, das Gerät auf dem Haus von der alten Frau Schlüter zu landen. Als sie sich den Film anschauen wollen, hören sie draußen die Baufahrzeuge. Die Männer wollen die gesunden Bäume in der Allee abholzen. Da müssen die Grünen Piraten sofort handeln.
    Die fünf Kinder ergänzen sich sehr gut und so schaffen sie es, diesen spannenden Fall zu lösen und die gefährdeten Bäume zu retten. Aus den unterschiedlichsten Erzählsträngen ergibt sich ein klares Bild und wir fiebern der Lösung entgegen. Denn am Ende geraten die Piraten noch in eine sehr gefährlich Situation.
    Neben der sehr spannenden Handlung erfahren wir noch sehr viel über Bäume und die Natur. So gibt es auf den letzten Seiten noch sehr viele Sachinformationen durch die Grünen Piraten. Ich finde, es handelt sich um ein runde Sache, die auch noch viel Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gehen Tiere auch aufs Klo?

    Gehen Tiere auch aufs Klo?

    Maike Harel

    Nadine Resch

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen schon eine Menge Tiere und wir sind gespannt, ob sie wohl alle aufs Klo gehen. 
    Der kleine Junge sitzt auf dem geschlossenen Toilettendeckel und eine Fliege brummt um seinen Kopf. Auf der anderen Seite ist sie groß abgebildet und sie moderiert die Tour durch die Tierwelt.
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    Zunächst treffen wir eine Kuh, die einen Fladen auf die Wiese macht, auf der anderen Seite gibt es die Riesenköttel eines Ziegenbocks. Mit Lätzchen und Besteck steht unsere Fliege vor dem Pferdeapfel. „Köttel, Fladen oder Mist, jedes Tier macht, weil es frisst.“ Ist eine sich wiederholender Text. Nach der Katze, die brav in die Kiste geht, tritt jeden Moment ein Turnschuh in einen Hundehaufen, das amüsiert meinen Enkel sehr. So treffen wir noch auf einige Tiere und ihre Hinterlassenschaften, bis wir wieder auf den Jungen treffen, der nun auch das Klo benutzt. 
    Die Illustrationen sind sehr schön und zeigen die Tiere sehr realistisch, die gereimten Texte sind an manchen Stellen etwas holprig, aber sie erklären sehr gut, wie sich die Tiere entleeren und wie die Produkte aussehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Emil und die Bärin

    Emil und die Bärin

    Leonard Erlbruch

    Kunstmann

    Leseempfehlung 3 Jahre

    Das Cover zeigt Emil, den niedlichen Hund, der ganz fröhlich auf die Bärin zugeht. 
    Zusammen mit seiner Familie fährt Emil im Kombi in den Wald. Da er sehr ängstlich ist, beschließt er, nicht auszusteigen, sondern es sich unter der Decke bequem zu machen. Doch ein interessanter Geruch lockt ihn dann doch aus dem Wagen.
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    Leider fährt seine Familie weg, ohne zu überprüfen, ob Emil im Auto ist. Emil folgt verzweifelt der Spur und muss sogar allein im Wald übernachten. Doch dann trifft er auf die Bärin Gisela, die sich schon auf ihren Winterschlaf eingestellt hat. Trotzdem verbringt sie einige Zeit mit Emil und nimmt ihn dann mit in ihre Höhle. Im Laufe des Winters bekommt sie zwei Bärenkinder, denen sie gemeinsam mit Emil alles beibringt, was sie zum Überleben brauchen. So wird aus dem kleinen ängstlichen Emil ein selbstbewusster mutiger Hund, der sich dann auf den Weg zu seiner Familie macht. 
    Die wundervollen Naturbilder von den Tieren begeistern mich und sicher auch die Kinder. Dass dieser niedliche Hund sich dann so viel traut, macht uns selbst auch etwas mutiger, selbst wenn wir keine erfahrene Bärin an unserer Seite haben.
    Da Emil am Ende wieder zwischen seinen schlafenden Menschenkindern liegt, ist das Buch auch als Gute-Nacht-Geschichte zu lesen, aber das Wichtigste ist die Freundschaft sowohl zur Bärin und ihren Kinder als auch zu Emils menschlicher Familie. Ein zauberhaftes Buch voller Wärme.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Kleiner Pinguin bald bist du groß!

    Isabel Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der kleine Pinguin sitzt auf den Füßen seines Vater und beide stupsen sich mit den Schnäbeln an. Irgendwie wirkt dieses Bild auf mich so liebevoll und voller Vertrauen.
    Zunächst geht es in die Antarktis zu den großen Kaiserpinguinen.
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    Wieder sehen wir Pinguinküken auf den Füßen ihrer Väter. Die Pinguinmamas watscheln und schlittern bald über das Eis. Sie haben im Meer nach Futter gesucht und füttern nun ihre Kleinen. 
    Bald wagen sich die Kleinen auch aufs Eis, doch wenn ihre Eltern unterwegs sind, stehen die Küken dicht gedrängt zusammen, um sich zu wärmen. Dann ist es so weit und die Kleinen springen ins Wasser, hier fühlen sie sich gleich wohl. Bald sind die Jungen erwachsen und so kümmern sie sich selbst um ihre Eier und die Jungen. So schließt sich der Kreis.
    Die niedlichen Küken sind so schön gezeichnet und es ist eine Wonne, sich die Tiere anzuschauen. Der Text ist nicht sehr lang und gut verständlich geschrieben, aber die Illustrationen stellen alles andere in den Hintergrund. Ein beindruckendes Sachbilderbuch für kleine Naturliebhaber*innen. Gerade Pinguine faszinieren die Kinder immer wieder, deshalb wird sie dieses Bilderbuch begeistern.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ein Jahr mit den Möwen

    Ein Jahr mit den Möwen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein ganzes Jahr im Leben einer Möwe wird in diesem realistischen, wunderbar illustrierten Sachbilderbuch aufgezeichnet. Zunächst sehen wir den schroffen Felsen, auf dem die Möwen brüten. Dann gehen wir näher heran und schauen auf die Nester. 
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    Schnell findet die Möwen ihr Männchen und bald liegen Eier im Nest. Schon reißen die Kleinen ihre Schnäbel auf und werden von ihren Eltern gefüttert. Bald machen sie schon ihre ersten Flugübungen und fliegen dann aufs Meer hinaus, um sich selbst Futter zu suchen. In der Weite erlebt die junge Möwe, was Freiheit bedeutet. Auch wir können auf einer Doppelseite die Weite des Meeres nachempfinden und wir verfolgen die Möwe, die dort allein unterwegs ist. Ein Unwetter lässt uns um die Möwe bangen, doch sie kann sich auf einem Kutter retten. 
    Die Texte sind kurzgehalten und die beeindruckenden Illustrationen zeigen uns den Lebensraum der Möwen sehr genau. Ein Sachbilderbuch, das schon kleinen Kindern zeigt, wie sich Möwen in ihrem Lebensraum bewegen und welche Gefahren sie bestehen müssen.

    Dagmar Mägdefau


  • So wohne ich und du?

    So wohne ich und du?

    Saskia Gwinn

    Adam Ming

    Übersetzung: Andreas Held

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre


    Dieses liebevoll gestaltete Sachbuch für Kleinkinder nimmt seine jungen Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Tiernester. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Kolibri, der zunächst überzeugt ist, dass sein eigenes Nest das allerbeste ist. Doch auf seiner Reise begegnet er den Nestern von 49 weiteren Tieren – und schnell wird klar: Jedes Nest hat seine ganz eigenen Besonderheiten.
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    Der Aufbau des Buches ist dabei besonders gelungen. Die Geschichte rund um den Kolibri führt kindgerecht durch das Sachthema und schafft einen roten Faden, der neugierig macht. Auf jeder Doppelseite wird eine neue Tierart vorgestellt, deren Nest sowohl durch wunderschöne Illustrationen als auch durch kurze, leicht verständliche Texte nähergebracht wird.
    Die detailreichen Bilder laden zum Entdecken ein und regen dazu an, die Seiten immer wieder anzuschauen. Kinder können spielerisch erraten, welches Tier als nächstes auftaucht, und dabei ganz nebenbei viel über die Vielfalt der Tierwelt lernen.
    Insgesamt ist dieses Buch ein rundum gelungenes Sachbuch für Klein- und Vorschulkinder, das Wissen anschaulich, kreativ und mit viel Liebe zum Detail vermittelt.

    Katrin Hemmerich
  • Das Nest in meinen Zweigen

    Das Nest in meinen Zweigen

    Anna Taube

    Carmen Saldaña

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch begleitet einen Tulpenbaum, der zur Gattung der Magnolien gehört, in zwölf Bildern durch das Jahr.
    Es beginnt im Schnee mit kahlen Zweigen und einem Schneemann. Eine Katze, ein Eichhörnchen und einige Vögel sind zu sehen. Zwei Fragen sprechen die kleinen Zuhörenden an. Im Frühling seht ein Dreirad unter dem Baum und Krokusse schauen aus der Erde. „Wer streckt seine Schnauze aus dem Laubhaufen?“

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    Bald darauf sehen wir, dass die Knospen sich öffnen und auf der nächsten Seite voll erblühen. Die Stieglitze haben Eier im Nest, die Frage bezieht sich auf die zwei Katzen. Nach den Blüten kommen die Blätter und mit ihnen die Vögel. In der Nacht gleiten die Fledermäuse über den Himmel. Im Sommer spendet der Baum Schatten für die jungen Kätzchen. Dann färben sich die Blätter und unter dem Baum liegt eine Picknickdecke. Wenn die Blätter braun werden, machen sich die Zugvögel auf den Weg. Nach den Herbststürmen kommt so langsam wieder der Winter. Der Baum ist müde nach dem langen Jahr und er freut sich über die Freunde, die ihn begleitet haben. 

    Das Buch zeigt anschaulich und kindgerecht wie das Wetter und damit die Landschaft sich übers Jahr verändert. Es gibt so vielen zu entdecken und die kleinen Fragen weisen zusätzlich auf einiges hin. Ein wundervolles Sachbuch für die ganz Kleinen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Wenn es Licht wird im Wald – Vorlesegeschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

    Kaisa Happonen

    Anni Vasko

    Aus dem Finnischen von Anu Stohner

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind alle Tiere abgebildet, auf die wir im Laufe der Geschichten treffen werden. Ganz unten der kleine Bär Brumm und sein Freund.
    In der ganz kurzen Auftaktgeschichte fragt der Feuerfalter Brumm, was man „Im Licht des Waldes sehen kann“.
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    Und natürlich kann man den Feuerfalter sehen, der ist ganz groß und rot auf der nächsten Doppelseite zu bewundern. Brumm kann nicht mit seinem Freund toben und den Baum hinaufklettern, weil er überlegt, wie die Nacht anfängt. Sein Freund zeigt es ihm und so gibt es drei Doppelseiten ohne Text, auf denen sich der Wald immer dunkler färbt. Dazu passt, dass der Schildrohrsänger ständig singt und nur eine Pause macht, „wenn der Abend zur Nacht wird.“
    Die poetischen Geschichten sind zart und mit wenigen Worten erzählt, dennoch beinhalten sie wichtige Aussagen. Aber ganz besonders schön sind die Illustrationen, die großformatig und trotz der deckenden Farben durchscheinend wirken. Sie erinnern mich an japanische Kunst, aber ich bin da keine Expertin.
    Ich kann nur bestätigen, dass ich nach der Lektüre sanft eingeschlafen bin.

    Dagmar Mägdefrau