Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V.

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Meine geniale Liebe

Meine geniale Liebe
Jenny Jägerfeld
Urachhaus
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Nach “Mein geniales Leben” und “Mein genialer Tod” ist “Meine geniale Liebe” der dritte Teil, der von dem Teenager Sigge handelt.
Sigge ist noch nicht so lange an der Schule, auf der er jetzt Schüler ist, und vorher an der alten Schule gemobbt worden. Die geplante Klassenfahrt zur Insel Esterö hat er deswegen gar nicht auf dem Schirm - er ist zu sehr beschäftigt, sich anzupassen und damit, Adrian ganz heimlich anzuhimmeln.
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Am liebsten würde Sigge sich sofort entlieben, damit niemand merkt, dass er homesexuell ist …
Bei den vielen ungewohnten Namen muss man erst mal durchblicken, auch sonst sind die Verhältnisse ein wenig wirr, aber auch amüsant.
Das Hotel der Oma, in dem die Familie noch wohnt, kann ich mir in seinem Chaos ziemlich gut vorstellen. Wer Krille ist und warum er dort wohnt, habe ich bis zuletzt nicht verstanden und es hat mich auch erst verwirrt, dass die kleine Schwester in Großbuchstaben spricht.
Sigge ist ein beschäftigter Junge: Er zeichnet „Ansichtskarten für Faule“ zur Finanzierung der Klassenfahrt, setzt seine Eislaufkarriere fort, navigiert durch familiäre Veränderungen und entwickelt zusammen mit seiner Freundin Juno eine Tinder-ähnliche App für Tiere. Gleichzeitig ringt er mit seinen Gefühlen für Adrian und dem Kampf, seine sexuelle Identität zu akzeptieren.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass in jedem Kapitel immer nur eins der vielen Themen behandelt wurde, daher hat sich für mich nicht unbedingt eine fließende Geschichte daraus ergeben.
Die vielen Figuren fand ich fast alle allerliebst und sympathisch, vor allem die Oma mit ihrem englischen “Slang” war einfach unterhaltsam. Die Geschichte von Sigge und Adrian und vor allem Sigges Unsicherheit, zu seiner Sexualität zu stehen, ging ein wenig unter.
Trotzdem ein sehr schönes Buch zu dem Thema und sehr unterhaltsam!

Raphaela Brosseron

Die Forscherbande – Ada Twist und das Rätsel um die verschwundenen Haustiere -Band 1

Die Forscherbande - Ada Twist und das Rätsel um die verschwundenen Haustiere -Band 1
Andrea Beaty
David Roberts
Baumhaus
Die Forscherbande
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Ada Twist verbringt viel Zeit bei ihrer Tante Bernice, die einen „Schatzgräberladen“ führt. Beim Einkauf treffen die beiden eine alte Freundin der Tante. Beverly Elaine Good war Gesangslehrerin und kauft jetzt für ihren Hund Futter, das sie in einem Handwagen nach Hause bringt.
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Als Ada erfährt, dass Haustiere ihrer Freunde verschwunden sind und sie entdeckt, dass wohl auch noch andere Tiere vermisst werden, will sie mit ihren Freunden, der Forscherband, erforschen, wo die Tiere abgeblieben sind. So sitzen die fünf im Eiscafé und versuchen mit wissenschaftlichen Mitteln, den Fall zu lösen. „Wie finden Wissenschaftler Dinge heraus?“ ist dabei eine wichtige Überlegung, die Ada anstellt. 
Nach den 24 kurzen Kapiteln, die mit vielen Bildern aufgelockert werden, kommen noch ein paar Tipps über Fakten, Zuhören und einen Dinosaurier. Zur Lösung werden Hypothesen aufgestellt, die mittels eines Versuches, der dann aber fast gescheitert ist, bewiesen werden müssen. Hier sind eben keine Detektive am Werk, sondern kleine Forscher, die sich der Wissenschaft verschrieben haben.
Das Buch nutzt Millimeterpapier als Zwischenseiten und es wirkt schon dadurch sehr wissenschaftlich. Mir gefällt, wie immer, das Lesebändchen besonders gut. Eine neue Serie, die neugierig macht.

Dagmar Mägdefrau

Ein Fall für die Forscherkids – Einsatz am Vulkan – Band 6

Ein Fall für die Forscherkids - Einsatz am Vulkan
S.J. King
DK
Ein Fall für die Forscherkids
Verlagsempfehlung ab 7 Jahre
Diesmal werden Lea aus Nordhausen und Cheng aus Peking für den Fall am Vulkan eingesetzt. Lea ist Expertin für Biologie und wenn Tiere auftauchen, tut sie alles für sie. Chengs größter Wunsch ist es, Vulkanologe zu werden und er möchte zu gerne einen aktiven Vulkan beobachten.
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Deshalb baut er für seine kleine Schwester einen kleinen Vulkan zur Anschauung. (Eine Bauanleitung kann man am Ende des Buches finden.)
Diesmal geht es mit einem Hubschrauber in den Regenwald. Nach einem Marsch vorbei an Flughunden und heißen Quellen kommen sie zu einem Vulkan, der seit einiger Zeit aktiv ist und Lava ausstößt. Eine Vulkanologin erklärt ihnen ihr Messgerät, das dann auch gleich eine Warnung abgibt. 
Spannung gepaart mit vielen wissenschaftlichen Informationen finden sich in diesem Buch mit acht kurzen Kapiteln. Dazu gibt es Schwarz-Weiß-Zeichnungen, ein Quiz und Begriffserklärungen. Aber besonders spannend fände ich es, wenn man mit Backpulver, Spülmittel und einigen anderen Dingen einen Vulkan nachbauen würde.

Dagmar Mägdefrau

Mein liebstes Kuscheltier & ich – Zoé besucht die Feuerwehr

Mein liebstes Kuscheltier & ich - Zoé besucht die Feuerwehr
Susanne Böse
Marie Zippel
DK
Mein liebstes Kuscheltier & ich
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Auf dem Cover sehen wir Zoé ,wie sie mit ihrem Kuscheltier, einen Eisbären, auf den Feuerwehrmann zugeht. Das Buch beginnt, wie alle Bücher dieser Reihe, mit einem kleinen Plan, in dem die wichtigsten Häuser eingezeichnet sind. Meine Enkelin (4) liebt es, sich dort zu orientieren. Ein kleiner Steckbrief sagt uns, wie alt Zoé ist und dass ihr Eisbär Siro ihr hilft, wenn ihr etwas Angst macht. 
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Einige Kinder in der Gruppe der „Grünen Hüpfer“ haben wir schon in den anderen Büchern kennengelernt. Lara, die Erzieherin, führt die Polonaise, die die Kinder zu Zoés 5. Geburtstag machen, an und Olli geht mit der Gitarre hinterdrein. Ein Kind trägt eine Brille und ein Kind sitzt im Rollstuhl. Später geht es um einen Ausflug zur Feuerwehr, der am nächsten Montag stattfinden soll. Alle Kinder sind sehr aufgeregt und können etwas zu dem  Thema beisteuern. Aber bei Zoés Oma hat es gebrannt und seitdem hat das kleine Mädchen Angst, wenn sie das Martinshorn hört. 
In der Geschichte wird sehr einfühlsam erzählt, wie es Zoé gelingt, ihre Angst in den Griff zu bekommen. Ihr Kuscheltier spricht mit ihr und kann sie immer wieder beruhigen. Zum Schluss drückt sie sogar den Knopf für das Martinshorn und wird Mitglied bei den „Feuersalamandern“ - der Kinderfeuerwehr.
Neben den schönen Illustrationen wird hier eine Geschichte erzählt, die meine Enkelin sehr interessiert hat und die sie sich sofort einige Male vorlesen ließ.

Dagmar Mägdefrau

Das Museum der unnützen Körperteile

Das Museum der unnützen Körperteile
Rachel Poliquin
Clayton Hanmer
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover zeigt neben affenähnlichen Exponaten auch einige Körperteile in Gläsern. Das erinnert an ein Gruselkabinett. Der Plan weist Räume auf, die „Überlebende Haare“, „Gänsehaut“ oder „Schrumpelfinger“ heißen. Bei der Erklärung zu „Rudimente“ sind Worte wie "nutzlos" durch "lustig" oder "seltsam" durch "fantastisch" ersetzt. 
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Und dann geht es los, ein Zahn mit Doktorhut weist uns den Weg. Zunächst geht es um unseren Stammbaum, vom Einzeller bis zum Hominini, der fast schon ein Mensch war. „Die dunkle Seite“ berichtet von Veränderungen während der Evolution, die nicht immer reibungslos abliefen. So taucht da eine verschwundene Niere auf. Zu Weisheitszähnen können sicher einige Leute etwas berichten, doch der erklärende Zahn „möchte nicht darüber reden.“ Wir können in Sprechblasen die Dialoge zwischen Zahn und Niere lesen. In dem Feld „Liebe deine Überbleibsel“ wird angeregt, bei sich eine Gänsehaut zu erzeugen. Im „Großen Homini-Saal“ stehen unterschiedliche Exponate hinter Glas und der haarige Hans sieht schon wie ein Mensch aus. Kleine Kästchen geben Auskunft über die gefundenen ersten Menschen. Im Kinosaal kann man sich die Entwicklung der Füße anschauen. Nach einigen Kapitel treffen wir auch auf den Blinddarm, der mir sofort bei dem Titel einfiel. Vor dem Glossar machen wir noch einen Sprung in den Museumsshop.
Hier wird auf witzige Weise die Entwicklung des Menschen dargestellt und so kann ich endlich die Frage meine Enkelin nach der Herkunft der Menschen richtig beantworten.
Allerdings werde ich einer Vierjährigen wohl kaum den ganzen Text dieses Buche vorlesen können. Aber Stück für Stück werde ich damit ihre Neugierde stillen können. Viele Bilder, witzige Anmerkungen, aber auch viel Wissen steckt in diesem Buch und ein Besuch in diesem Museum kann ich empfehlen.

Dagmar Mägdefrau

Erstes Lernen – Zahlen

Erstes Lernen - Zahlen
DK
Erstes Lernen
Verlagsempfehlung ab 1 Jahr
In dem großem Pappbilderbuch mit Reitern dreht sich alles um das Zählen. Zur 1 gehört eine Holzlok mit einer Maus, die eine Reise macht, das Kind wird aufgefordert, das Geräusch, dass die Lok macht, nachzumachen, und die große Eins mit dem Finger nachzuziehen. Zur 2 wird über Hände und Füße gesprochen, das Kind auf dem Foto präsentiert uns beides. Wir sollen beides bewegen und zählen. 
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Genauso wie die Paare auf der anderen Seite. Fünf Enten und die Zahlen von 1-5 in Seifenblasen, die man wegblasen soll, präsentiert die Seite 5. Obst gibt es bei 6, der Regenbogen hat 7 Farben und unsere zehn Finger zeigen die Zahl 10 an. Danach gibt es noch Reihen der bekannten Gegenstände von 1-10 mit entsprechenden Fragen. Blumen und Bienen gibt es sogar zwanzigmal und auf der letzten Seite kann man unterschiedliche Dinge in unterschiedlicher Anzahl zählen. Auch hier gibt es Fragen wie „Sind es genauso viele Orangen wie Bananen?“ 
Das Buch kann man sicher mit Einjährigen anschauen und sie werden die Gegenstände zeigen und später auch benennen, allerding den Spaß am Zählen wird man bei ihnen wohl noch nicht erwecken können. Die Fragen sind ebenfalls zu schwierig, zu beantworten. Ab drei, wenn Zahlen interessant werden, eignet sich das Buch sehr gut, um sie sich konkret vorstellen zu können. Mit meinem dreijährigen Enkel habe ich alles gezählt und er hatte viel Spaß dabei. 

Dagmar Mägdefrau

Das geheime Leben der Haare

Das geheime Leben der Haare
Mariona Tolosa Sisteré
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Mit „Hallo! Ich bin ein Haar!“ begrüßt uns ein Haar mit Händen, Beinen und Gesicht, es wird uns durch dieses Buch führen. Nach einigen haarigen Gestalten, die Karneval feiern, zeigt uns ein Mensch, wo überall bei ihm Haare wachsen, danach wird der Aufbau eines Haares erklärt. Viele Kinder zeigen uns, wozu wir Haare brauchen, wie zum Beispiel zum Regulieren der Körpertemperatur.
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Im Haarkatalog sehen wir die unterschiedlichsten Haare, von dünn bis kraus. In einer Blase wird erklärt, warum Haar schneiden nicht weh tut. Auf einer Weltkarte sind viele Köpfe abgebildet, die zeigen, welche Haare es auf der Welt gibt. Läuse leben in Haaren, auch wenn es uns nicht gefällt, wie man sie los wird, kann man hier nachlesen. Über unterschiedliche Frisuren kommen wir zu einem kleinen Quiz. 
Ein sehr umfassendes Buch mit vielen Bilder und kleinen kurzen Textblöcken zum Thema Haare, das bei Kindern sehr gut ankommen wird. 

Dagmar Mägdefrau

Sieben – Die Schöpfung

Sieben – Die Schöpfung
Linda Wolfgruber
TYROLIA
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2024
Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2024
Kröte des Monats September 2023 der STUBE
Auf dem dunklen Cover sind Blätter zu sehen und der einfache Titel „sieben die schöpfung“.  Es folgt ein Bild mit blauer See und Eisbergen, schwer zu erkennen die Eisbärfamilie davor. Auf der gelben Seite ist zu lesen „Weil sie uns anvertraut ist…“ Es folgt „Tag 1“ graue Schrift auf schwarzen Hintergrund. Braun- und Grautöne ineinander verschlungene Formen zeigen das Chaos, aus dem Gott die Erde schuf. 
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Mit dem biblischen Text geht es, bis es Licht wird. Jetzt wird das Bild heller und klarer, das nächste Bild erinnert an eine Sternenexplosion, folgt ein dunkles Loch. Die Erde, zweigeteilt in Abend und Morgen, beendet den ersten Tag. Der zweite Tag ist grün gestaltet und beschreibt die Entstehung des Himmels. Am nächsten Tag wandelt sich das Grün zum Türkis mit kleinen Inseln. Danach geht es grün mit Blättern und Bäumen weiter. Tag vier zeigt in verschiedenen Blautönen die Entstehung der Himmelskörper. Mein liebstes Kapitel. Am fünften Tag sehen wir zunächst Fische, danach Vögel. Der siebte Tag beginnt mit einer zarten Abbildung von Tieren, die an Höhlenbilder erinnern. Der immer wiederkehrende Satz „Es wurde Abend und es wurde Morgen“ steht jetzt neben einem Bild, das ein Menschenpaar erkennen lässt. So vollendete Gott am siebten Tag sein Werk. In Gelb sehen wir Vögel und Schmetterlinge, Faultiere im Grünen, in Erdfarben Löwen auf einem Baum und zuletzt eine Frau und einen Mann, die wie Hirten eine Kuhherde bewachen. 
Dieses Buch ist sicher künstlerisch aufwendig gestaltet, Jugendliche und Erwachsene werden an den beeindruckenden Bilder ihre Freude haben. Ich denke aber, für Kinder ist dieses vielfach ausgezeichnete Buch zu unkonkret und auch zu wenig bunt. Mir fehlt für die Jüngeren ein wenig die Freude, die die Schöpfung ja beinhalten sollte. 

Dagmar Mägdefrau

Carlos und die Suche nach dem Glück

Carlos und die Suche nach dem Glück
Kristine Ortmeier
Sebastian Schmidt
Alibri
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Die Schildkröte Carlos lebt auf Galapagos zusammen mit anderen alten und schweren Tieren. Mit seinem großen Augen und dem Lächeln wirkt er eigentlich ganz zufrieden. Obwohl er von den Pflegern gut gefüttert wird, fühlt er sich einsam und leer. Als ein kleines Mädchen ihm ein Foto schenkt, erkennt er sein Aussehen und macht sich auf dem Weg, seine Herkunft herauszufinden. 
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Diego, die Krabbe, hilft ihm mit Hilfe seiner Familie, den Zaun zu überwinden. Ein Vogel schickt ihn zum Meer, doch die Robben sind nicht sehr nett zum ihm. Erst Iggy, die Echse, kann auf seine sich wiederholende Frage „Weißt du, wo ich herkomme? Sag, kennst du mich?“ eine Antwort geben und ihm den Weg zu einem Artgenossen zeigen. 
Allerdings ist das nicht das Ende der Geschichte, es gibt noch eine Wandlung.
Der gereimte Text ist nicht zu lang und gefällt mir sehr gut. Die Bilder sind sehr niedlich und bunt, aber mir fehlt ein wenig die Mimik, auf mich wirkt Carlos nie richtig traurig. Und weshalb die Robben „hämisch lachen“ und später seine Freunde sein sollen, ist mir auch unklar. 

Dagmar Mägdefrau

Halt dich an mir fest

Halt dich an mir fest
Sophie Schoenwald
Nadine Reitz
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Der schlafende kleine Otter treibt allein auf den Wellen, er hat die Hand seiner Mama losgelassen und muss von uns geweckt werden, dazu kitzeln wir ihn an den Füssen. Der Otter weiß nicht, wo er ist, und wir müssen ihn trösten. Jetzt müssen wir ihm zeigen, wie man taucht, also Luft anhalten und ins Wasser hüpfen. 
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Der Otter taucht unter und wir zeigen ihm die Muschel, dazu müssen wir das Buch hochkant halten. Als der Otter mit der Muschel auftaucht, helfen wir ihm, indem wir auf die Muschel klopfen, sie zu öffnen. In der Muschel ist auch eine große Perle, die will die Möwe holen, doch wir schütteln das Buch und können sie so vertreiben. In Seegras gekuschelt ruht sich der Otter aus und wir geben ihm eine Küsschen auf die Nase. Natürlich helfen wir dem Otter auch, zurück zu seiner Mama zu finden.
Ein Mitmachbuch, dass seinen Namen verdient hat, alle Aufgaben sind verständlich und die Kleinen können sie gut erledigen. Es macht doch immer Spaß, zu interagieren. Die kurzen Texte sind leicht zu verstehen und die niedlichen Bilder sind einfach mit so viel Liebe gezeichnet, dass ich sie mir gerne anschaue.

Dagmar Mägdefrau 

Der Flunkerfunkelstein oder die Ester, die nicht stehlen wollte

Der Flunkerfunkelstein oder die Ester, die nicht stehlen wollte
Kai Oppermann
Knesebeck
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Auf dem Cover kann man ihn schon sehen, den roten Funkelstein, und auch die kleine Elster. Meisterdiebe sind sie, alle Mitglieder der Elsterfamilie, nur die kleine Elster nicht. Sie flog nie auf Raubzüge, sie besuchte ihre Freunde. Die Elster liebt ihre Familie und sie weiß „Eine Elster ohne Funkelstein kann keine wahre Elster sein!“ 
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Während ihre Familie sich mit den gestohlenen Schmuckstücken behängt, überlegt sich die kleine Elster einen Plan. Mutig macht sie sich auf und kann am nächsten Tag einen „fabelhaft funkelnden Stein“ präsentieren. Alle, die ihr begegnen, gratulierten ihr und nennen sie „Meisterdiebin“ und sie meinen „Deine Familie muss stolz auf dich sein!“ Da wird der kleinen Elster ganz unbehaglich zu Mute, doch mehr will ich nicht verraten.
Die Texte sind nicht all zu lang und voller Poesie. Die Bilder sind beeindruckend und voller Farbenfreude.

Dagmar Mägdefrau

Lese-Lausch Abenteuer – Dino-Stadt

Lese-Lausch Abenteuer – Dino-Stadt
Annette Neubauer
Nikolai Renger
Ravensburger/tiptoi
Lese-Lausch Abenteuer
Verlagsempfehlung ab 7 Jahre
Maja und Ben sind zusammen mit ihrem Hund Oskar im „unheimlichen Haus“, hier gibt es Türen, die in andere Welten führen. Diesmal entscheidet Oskar, soll es durch die orange Tür mit dem „großen Fuß mit den spitzen Krallen“ gehen. So gelangen die Drei in eine ausgestorbene Westernstadt. 
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Doch wenn man genau hinsieht, kann man eigenartige Dinge entdecken und so taucht schon bald Hörnchen, der Sheriff, ein Triceratops, auf. Er versorgt die Kinder zunächst mit der richtigen Kleidung, denn hier ist es sehr heiß. Ein Langhalssaurier mit einem Planwagen auf dem Rücken bringt ihnen das Richtige. Im Saloon sitzen eine Menge Dinos und spielen Poker. Als andere Dinosaurier, die Ramba Zambas, versuchen, alle aufzumischen, spricht Ben ein Machtwort und so kommt es von Seiten der wilden Truppe zur Aufforderung zu einem Duell. Das allerdings ganz anders, als wir es kennen. Da geht es um Wettbewerbe wie z.B. wer kann den Eimer zuerst austrinken oder wer wirft die meisten Dosen um. Später gehen unsere Drei mit dem Sheriff auf Goldsuche, eine abenteuerliche Aktion.
Neben vielen anschaulichen Bildern gibt es auch einen fortlaufenden Text, den zu lesen die Kinder freundlich aufgefordert werden. Doch dann wird die Geschichte immer wieder durch den tiptoi-Stift weitererzählt. Es gibt auch eine Spielfunktion, die das Lesen nochmals auflockert. 
Eine abenteuerliche und fantasievolle Geschichte, die nicht nur Dino-Fans gefallen wird.

Dagmar Mägdefrau

Die Lolli-Gäng zähmt einen Drachen – Band 2

Die Lolli-Gäng zähmt einen Drachen – Band 2
Charlotte Inden
Susanne Göhlich
Hanser
Die Lolli-Gäng
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Die Lolli-Gäng, das sind die Geschwister Theo (7), Tom (6) und die kleine Lotti. Schon auf dem Cover sind sie im Wald unterwegs, auch das erste Kapitel erzählt von einem Ausflug der Familie in den Wald. Hier klettern die Kinder auf Gesteinsbrocken herum und stellen sich vor, dass sie einen Drachen reiten. Lotti hat immer ihr Einhorn dabei und wünscht sich nichts sehnlicher, als auf ein echtes zu treffen. 
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Dann müssen die Jungs wieder in die Schule und das frühe Aufstehen macht der ganzen Familie Probleme. Während Mama und Lotti aus dem Fenster winken, machen sich die beiden Brüder mit den Rollern auf den Weg zur Schule. Auf dem Schulhof empfängt sie schon Nils aus der vierten Klasse, der Tom, wegen seines roten Fahrradhelms, „Tom Tomatenkopf!“ hinterherruft. In der Fantasie der Jungen ist Tom der weiße Ritter, der immer gewinnt und Nils der schwarze Ritter. Nach der Schule holen Mama und Lotti die beiden Jungen ab und sie gehen gemeinsam ins Schwimmbad. Mit Mama gibt es eine wilde Plantscherei, natürlich sind dann alle Piraten.
In ihrer Fantasie können die Kinder alles sein und die Bilder im Buch zeigen sie auch immer wieder als Ritter oder Piraten. Dadurch kann man sich so richtig in die Geschichten hineinversetzten. Die Kinder erleben aber auch in ihrem Alltag einiges, Nils, der sie moppt und der nachher zum Freund wird, unheimliche Geräusche vom Spielplatz, die ihnen Angst machen, und Eltern, die ihnen die Sterne erklären. Am besten gefiel mir der Satz der alten Nachbarin „Wer braucht schon ein Einhorn, wenn er einen Bruder hat?“ Ich will mehr von dieser fröhlichen Lolli-Gäng.

Dagmar Mägdefrau

Ist doch Isy! – Von Lampenfieber, Leckeren Rezepten und meinem Lieblingssong – Band 2

Ist doch Isy! – Von Lampenfieber, Leckeren Rezepten und meinem Lieblingssong – Band 2
Annette Neubauer
Ravensburger
Ist doch Isy!
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Isy wohnt geht seit einiger Zeit auf die neue Schule und heute ist sie, wie so häufig in der letzten Zeit, mal wieder zu spät. Dadurch hat sie verpasst, dass die AG's zusammengestellt wurden, die Aktionen für das Sommerfest planen sollen. Wenn genügend Geld eingenommen wird, wird die Schule einen schönen neuen Schulgarten bekommen und darauf freuen sich alle schon. 
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So wird Isy von ihrer Lehrerin der Gruppe der Power Girlies zugeteilt. Sissi, der Kopf der Gruppe, hat sie im letzten Band der Reihe gemobbt und die beiden haben kein gutes Verhältnis. Sissi spiel einen Song vor und möchte darauf eine Choreografie tanzen, Yasim, der auch neu in dieser Gruppe ist, tanzt sofort mit und so steht fest, dass diese AG beim Sommerfest tanzen wird.
Zu Hause muss Isy auf ihren kleinen Bruder aufpassen, da die Eltern auf der Arbeit viel Stress haben, ihre große Schwester soll sie dabei unterstützen. 
Die 14 kurzen Kapitel sind durch kleine Bilder oder Muster aufgelockert und meist zu Ende gibt es noch Basteltipps und Rezepte. So beginnt der Morgen mit einem Brotaufstrich aus getrockneten Tomaten, weiter hinten schreibt Isy eine Gute-Besserungs-Karte und dazwischen gibt es noch viele schöne Ideen zum Nachmachen.
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, die Autorin nutzt die Sprache der Jugendlichen und die Handlung passt in unsere Zeit. Probleme werden nicht vertieft oder lösen sich einfach auf. 

Dagmar Mägdefrau

Lese-Lausch Abenteuer – Zauberwald

Lese-Lausch Abenteuer – Zauberwald
Annette Neubauer
Nikolai Renger
Ravensburger/tiptoi
Lese-Lausch Abenteuer
Verlagsempfehlung ab 7 Jahre
Auf dem Cover fliegen unsere drei Abenteurer auf einem Elch in den Zauberwald. In fünf Kapiteln wird ihre spannende Geschichte erzählt und Maja, Benn und der Hund Oskar begegnen vielen wundersamen Tieren.
Neben Omas Haus steht ein heruntergekommenes, altes Haus, in das Oskar durch das Kellerfenster einsteigt. Zum Glück finden die Geschwister einen Schlüssel und so kommen sie in die Eingangshalle mit den verschiedenen Türen. 
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Als Oskar durch die Tür mit dem Blatt geht, folgen ihm die Kinder und kommen so in einen ungewöhnlichen Wald. Hier lernen sie Glucks kennen, der sie durch den Zauberwald führt. In Glucks Fell lebt Fünkchen, ein leuchtend gelber Glückskäfer. So gelangen sie an den See der 1000 Wünsche. 
Das Buch hat eine Spiralbindung und man kann es lesen, dazu wird man auch immer wieder aufgefordert, aber man kann sich den weiteren Verlauf der Handlung vom tiptoi-Stift erzählen lassen. Zusätzliche wird auch eine Spielfunktion angeboten, so wird das Lesen der groß gedruckten Buchstaben nochmal interessanter. Die vielen Bilder helfen zum besseren Verstehen der Geschichte.
Mittels der Technik des tiptoi-Stifts werden Kinder, die nicht so gerne selbst lesen, angeregt, doch mal ein Buch zu lesen. Und ich kann nur sagen, um bei Kindern die Freude am Lesen zu erwecken, ist mir jedes Mittel recht. Um so besser, wenn diese spannende Geschichte ihre Fantasie anregt. 

Dagmar Mägdefrau

Hat irgendjemand Oscar gesehen?

Hat irgendjemand Oscar gesehen?
Leslie Conner
Hanser
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Aurora lebt mit ihren Eltern im ländlichen Maine, sie ist vorlaut und impulsive und immer in Bewegung. Als Gracia mit ihrem autistischen, stummen Sohn Oskar ins Nachbarhaus einzieht, findet Aurora sofort einen Draht zu dem Jungen. So gehen die beiden drei Jahre zusammen in eine Klasse, als ein amtlicher Brief mitteilt, dass beide nach den Ferien in unterschiedliche Klassen gehen müssen. Dadurch bekommt Oskar einen Helfer, der sich um ihn in der Schule kümmern soll. 
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Da Aurora immer genau weiß, was Oskar will, obwohl er lediglich eine Art Zwitschern von sich gibt, hat sie Bedenken, dass diese Neuerung Oskar gefallen wird. Aber er nimmt alles so hin, ohne dass er seinen Blick verändert. Sein Blick geht nämlich immer nach oben, denn er liebt Vögel. Er beobachtet sie und hat eine Sammlung von Vogelbildern. 
Da Aurora zwei Mädchen kennen lernt, die auch in ihre neue Klasse gehen, achtet sie nicht auf Oskar, als sie die Schule betreten. So kommt es, dass Oskar nicht in seine Klasse geht, sondern sich in den Wald aufmacht. Er ist zwar ein guter Wanderer und er kann sich gut orientieren, aber zunächst bleibt er verschwunden und eine große angelegte Suche nach ihm wird gestartet.
Der Umgang mit einem autistischen, stummen Jungen wird hier sehr genau geschildert und Aurora Möglichkeiten, mit ihm in Kontakt zu treten. Die Geschichte wird von Aurora erzählt, aber einige Kapitel sind auch mit anderen Namen überschrieben und dann gibt es eine erzählende Person. Wir erfahren viel über die Natur, Maine, das Softballspiel, das Aurora langweilt, und dem Miteinander der Menschen in dieser Urlaubsregion. Mir war das manchmal etwas langatmig und zu genau.

Dagmar Mägdefrau

Lenny Lamm und die Sache mit der Wut

Lenny Lamm und die Sache mit der Wut
Anja Kiel
Antja Hagemann
Ravensburger/tiptoi
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das kleine quadratische Pappbilderbuch mit Spiralbildung zeigt das wütende Lamm Lenny auf dem Cover. Er und seine Familie wollen in den Urlaub fahren und wir sehen sie bei der Vorbereitung. Mama Schaf packt mit Hilfe einer Liste ein, während Papa zunächst die Zeitung liest. Baby Lulu versucht unterdessen, einen riesigen Bär in ihren kleinen Koffer zu packen. 
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Da sehen wir zunächst Mama schimpfen „Muss ich denn immer an alles denken?“ Doch dann steht sie da etwas entspannter mit einer Tasse in der Hand. 
Auf der nächsten sitzt die Familie endlich im Auto. Nachdem Mama erst ihr Sonnenbrille vergessen hat und wieder umkehren muss, bekommt Baby Lulu Hunger und schreit laut, bis sie von Papa eine Brezel bekommt. 
In den nächsten Kapiteln geht es um das Einrichten auf dem Campingplatz, um das Essen in einem Restaurant, einen Spielplatzbesuch, einen Tag am Strand und eine Wandertour, bis alle sich am Lagerfeuer treffen und finden „Das ist der beste Urlaub aller Zeiten!“
Jedes Kapitel handelt von einer anderen Form der Wut, alles Situationen, die wir leider zu genüge kennen und in denen wir uns wiederfinden. 
Im Buch findet man nur kurze Textanfänge, dann kommt der tiptoi-Stift zum Einsatz. Er erzählt uns dann die ausführliche Geschichte, die dann schon etwas länger ist.
Meine Enkel kennen die Technik und für sie ist es schön, hier mal ein Buch wie ein Hörspiel nutzen zu können. Natürlich ersetzt die Technik das Vorlesen nicht, hier gibt es aber anders als zum Beispiel beim Tonie, ein Buch, dass man während des Vorlesens anschauen kann. 
Ein schönes bebildertes Buch und eine facettenreiche Geschichte zum Thema Wut.

Dagmar Mägdefrau

Der schwarze Strand – Die Entstehung des Earth Days

Der schwarze Strand - Die Entstehung des Earth Days
Shaunna und John Stith
Maribel Lechuga
Kindermann Verlag
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Ida, ein amerikanisches Grundschulmädchen, liebt den Strand und das Meer. Aber im Januar 1969 verursacht die Ölförderfirma Union Oil eine Ölpest vor der Küste Santa Barbaras. Und Idas geliebtes Meer ist nicht mehr wieder zu erkennen. Schwarze ölige Wellen, schwarzer Sand und Seevögel mit vom Öl verklebten Gefieder. Ida ist fassungslos. Sie schließt sich mit anderen Kindern zusammen, um Politiker auf die Umweltzerstörung aufmerksam zu machen. 
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Und so wie Ida haben viele Menschen das Bedürfnis, zu handeln. Es entsteht in den USA eine Bewegung zum Schutz der Umwelt. Am 22. April 1970 findet der erste Earth Day in den USA statt, ein nationaler Aktionstag, um auf Umweltprobleme hinzuweisen. Auch in Idas Schule beschäftigen sich Kinder und Lehrer*innen mit Umweltproblemen und was man dagegen tun kann. Und „je mehr Ida darüber wusste, desto stärker fühlte sie sich. Es gab so viele Wege, etwas zu tun.

Ein tolles Buch über die Entstehung des mittlerweile weltweit stattfindenden Earth Days! Texte und Bilder sind so gestaltet, dass sie bereits Fünfjährigen das Thema Umweltschutz kindgerecht nahebringen. Schön finde ich auch, dass am Beispiel von Ida aufgezeigt wird, dass bereits Kinder etwas unternehmen können. Und hierfür auch konkrete Beispiele genannt werden, wie sie aktiv werden können - und das nicht nur am "Tag der Erde", sondern an jedem Tag. 

Abgerundet wird das Ganze noch durch weitergehende Informationen im Anhang:  Ein Zeitstrahl, eine Auflistung „So wirst Du Umweltaktivist*in“, zwei kurzen Beiträgen zu den Themen Earth Day heute und Umweltverschmutzung. 

Ein rundum gelungenes Buch zu diesem wichtigen Thema. 

Beate Böhm

Frida Kahlo

Frida Kahlo
Christine Schulz-Reiss
Tine Schulz
Kindermann Verlag
Kinder entdecken berühmte Leute
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Schon das Titelbild zeigt Frida Kahlo wie man sie von ihren Bildern kennt, farbenfroh und mit den für sie typischen, zusammengewachsenen Augenbrauen. Die Illustrationen im Buch sind im gleichen Stil gehalten und teilweise bilden sie Bilder der Malerin ab. 
Das Buch beginnt mit den Eckdaten der viel bewunderten mexikanischen Künstlerin. 
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Sie sitzt in ihrem Atelier und malt, an der Wand hängen einige Werke von ihr. In ihrer Kindheit war die „freche Frida“ ein sehr selbstbewusstes kleines Mädchen, das gerne Fußball mit den Jungen spielte. „Einen Frosch auf Hinterbeinen“ nennt sie ihren späteren Mann, den Maler Diego Rievera, als sie ihn zum ersten Mal sah. Danach lernen wir Fridas Familie kennen und erfahren von der Kinderlähmung, die sie lange ans Bett fesselte. Mit 16 hatte Frida einen schrecklichen Unfall, dessen Folgen ihr ganzes Leben veränderten. Im Bett liegend begann sie aber auch zu malen. 
Alle Stationen des Lebens der Künstlerin, die nur 47 Jahre alt wurde, sind immer von passenden Illustrationen begleitet, neugierig wird man dann nach ihren Werken suchen und sie sich vielleicht sogar im Museum anschauen. Ihr Stil ist so ungewöhnlich, dass man ihre Bilder sehr gut wiedererkennen kann. 
Ein interessantes Buch über eine ungewöhnliche und starke Frau, die trotz aller körperlicher und seelischer Schmerzen gerne gelebt und gefeiert hat. 

Dagmar Mägdefrau

Kiezkinder – Wir mischen mit! – Der Geheimplatz  

Kiezkinder – Wir mischen mit! – Der Geheimplatz
Milena Bartels
Roya Soraya
orlanda
Kiezkinder
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Wir lernen eine bunte Mischung Kinder kennen, von denen wir auf dem Cover schon einen ersten Eindruck bekommt. Da ist der etwas stämmige Jaron, ein begnadeter Zeichner, der zusammen mit seiner Zwillingsschwester Helene, die am liebsten den ganzen Tag Fußball spielt, bei seiner Oma wohnt.
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Da es auf Ostern zugeht, wird in dieser Familie das Pessachfest gefeiert. Paul mit den kurzen blonden Haaren ist Diabetiker I und zieht mit einer Person, die er mein*e Pamo nennt, aus Finnland in das Mehrgenerationenhaus. Ava, die sportliche Brillenträgerin, sitzt gerne mit der ganzen Familie einschließlich ihrer Großeltern beim vegetarischen Abendessen. Theo trägt ein Hörgerät und lebt mit seinen zwei Vätern in einem großen Haus mit Swimmingpool. Sias Mama sitzt im Rollstuhl, ist dabei aber sehr sportlich. Sia wünscht sich manchmal etwas mehr Ruhe, die sie in ihrer lauten fröhlichen Familie selten findet.  Natürlich gibt es noch viel über die Kinder zu berichten, aber das solltet ihr dann lieber selber lesen.

Ava entdeckt eines Tages ein kleine Paradies auf einem alten Grundstück, dass sie eigentlich nicht hätten betreten dürfen. Die Kinder träumen davon, hier einen Spielplatz zu bauen, doch die Stadt hat anderer Pläne. Aber die Sechs haben gute Ideen und sie versuchen, damit zu überzeugen.

Die Kapitel sind abwechselnd mit den Namen der Kinder überschrieben, so erfährt man einiges von ihnen. Der Text wird von anschaulichen farbigen Illustrationen aufgelockert, die mir sehr gut gefallen. Ich hoffe, wir hören noch viel von diesen Kiezkindern.

Dagmar Mägdefrau

Durch das Jahr mit der Natur

Durch das Jahr mit der Natur
Lucy Brownridge
Margaux Samson Abadie
Ravensburger
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover ist einfach wunderschön und dank seiner Goldprägung wirkt es sehr wertvoll. Das Inhaltverzeichnis verrät schon, dass es durch die Monate geht, zu jedem Monat gibt es vier Unterthemen, die uns in unterschiedliche Länder führen.
Wir beginnen mit dem Januar in Peru, auf der Seite sind viel bunte Papageien, die sich am Wasser aufhalten.
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Sie schlecken hier am Lehm und halten sich dadurch gesund. Es gibt über die Seite verteilt einige Textblöcke, die darüber genauer informieren. Der Februar führt uns nach Japan, dort sieht die Kirschblüte wie „ein Meer von Rosa“ aus. Im März taut der Frosch in Kanada auf. Im April geht es nach England in den „Hasenglöckchen-Wald“. Im Mai sehen wir in den USA einen „magischen Mondregenbogen“, wunderschön illustriert wie auch alle anderen Bilder. Der Lavendel blüht in Frankreich im Juli, Ende September herrscht in Indien der Monsun. Im November schneit es in der algerischen Wüste und im letzten Monat im Jahr kann man in Norwegen das Nordlicht bestaunen. 
Ein wundervoll gestaltetes Buch mit stimmungsvollen, beeindruckenden Bildern und kleinen, erklärenden Texten. Einige Naturereignisse kennen wir bereits, teilweise aus eigenen Anschauung, andere werden wir uns erstaunt anschauen. Ein Buch, das man immer wieder zu Hand nehmen wird, und das uns so schön zeigt, wie die bunt unsere Welt ist.

Dagmar Mägdefrau

Das Lexikon der erstaunlichsten Fakten

Das Lexikon de erstaunlichsten Fakten
Verschiedenen Autoren
Ravensburger
Verlagsempfehlung ab 6 Jahre
Das ist schon eine Menge Buch, Din-A 4 groß und 250 Seiten stark, da macht das „WOW!“ auf dem Cover schon Sinn.
Zehn Kapitel und dann „Noch mehr Fakten“ und ein Wow! Quiz, kann man im Inhaltsverzeichnis lesen. Es geht los mit „Tiere“: Ein Strauß schaut uns auf der Seite erstaunt an und auf der ganzen Seite verteilt kann man kleine Texte lesen, manche in farblich unterlegten Feldern, andere geschwungen um den Kopf des Tieres.
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Auf der nächsten Seite steht unter „Wow!“, dass der Löwe mit seiner Mähne die Weibchen anlockt. Der nächste Teil beschäftigt sich mit Dinosauriern, hier fürchtet sich der Dreadnoughtus vor gar nichts. Mit „Fahrzeugen“ geht es in eine ganz anders Richtung, von den zwei Milliarden Fahrzeugen fährt die Hälfte in China - beeindruckend. Spätere Kapitel handeln vom Körper, hier treffen wir auf zwei fröhliche Skelette. Zum Schluss geht es ins Weltall.
Ein sehr umfassendes Buch, das mit vielen Bildern und ganz kurzen verstreuten Informationen sicher gerne zur Hand genommen wird, wenn eine Thema besonders akut ist oder einfach um ein bisschen zu schmökern. Wie ich finde, ein Tipp zur Einschulung, da können die Schulanfänger*innen Leseerfolge messen.

Dagmar Mägdefrau

Wild ist he Witch – Verfluchte Nähe

Wild ist he Witch – Verfluchte Nähe
Rachel Griffin
Oetinger
Verlagsempfehlung ab 14 Jahre
In einer Welt, in der Hexen und Magie Teil der Realität sind und Menschen von ihnen wissen, verbreiten sich auch Skandale der Hexenwelt: Iris Freundin Amy versuchte ihren Freund Alex in einen Magier zu verwandeln, mit furchtbaren Folgen. Das ging schief und landete sogar vor einem richtigen Hexengericht. Zwei Jahre später hat Iris ihr Leben wieder im Griff, aber dann bringt eine Nachricht im Radio die ganze Sache wieder hoch. 
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. Gerade da macht Pike, der Super-Praktikant im Wildtiergehege von Iris Mutter, eine blöde Bemerkung über Hexen. Iris, die eigentlich gelernt hat, mit ihrer Magie vorsichtig umzugehen, passiert ein dummer Fehler: Sie verflucht Pike in einem wütenden Moment.
Das Seltsame ist, dass gerade Pike ihr hilft, als sie versucht, den Fluch wieder rückgängig zu machen. Sie gehen zusammen in den Wald, wo Pike eigentlich nichts von der Magie mitkriegen soll. Aber irgendwie lernen sie sich besser kennen und Iris bereut den Fluch immer mehr.
Die Magie in dieser Welt wird wie physische Energie verstanden, die nicht erschaffen, sondern transformiert wird, und ist somit tief mit der Natur verwoben. Diese Auffassung von Magie passt wunderbar zum Setting des Wildtiergeheges und des Waldes, welches bereits eine mystische Atmosphäre bietet. Es fühlt sich alles magisch und irgendwie richtig an.

Genauso energiereich ist die Beziehung von Iris und Pike, zunächst als “Konkurrenten”, die eher wenig rücksichtsvoll miteinander umgehen, nach dem Kennenlernen, verwandelt sich auch hier die Energie. Das macht sowohl die Handlung als auch das Zwischenmenschliche stimmig, trotzdem sind noch genug Reibungspunkte für äußerst spannende Momente da, denn die Konsequenzen, denen Iris ausgesetzt ist, sind enorm. 
"Verfluchte Nähe" trifft es genau: Die Geschichte von Iris und Pike ist spannend, ein bisschen romantisch und zeigt, wie Magie und Natur zusammengehören. Es ist ein tolles Buch für alle, die gerne in eine magische Welt eintauchen und dabei was über Freundschaft und das Überwinden von Vorurteilen lernen wollen.

Raphaela Brosseron

Mit Worten will ich dich umarmen – Gedichte und Gedanken

Mit Worten will ich dich umarmen – Gedichte und Gedanken
Lena Raubaum
Katja Seifert
TYROLIA
Leseempfehlung ab 7 Jahre
LESERstimmen – Der Preis der jungen Leser:innen
Empfehlungsliste des Katholischen Kinder- und Jugenbuchpreises 2022
Österr. Kinder- und Jugendbuchpreis 2022
Gans im Glück
Wenn die Gans ganz beglückt
in den Abendhimmel blickt
in den Abendhimmel schaut
hat sie Gänsegänsehaut

Ich hatte das große Glück, dass die Autorin Lena Raubaum dieses Gedicht bei einer Veranstaltung vorgetragen hat und es macht schon auch beim Zuhören etwas Gänsehaut, so schön kann sie es lesen.
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Dieses wundervolle Lyrikbuch ist voller kleiner Gedichte, manchmal sind es auch nur kleine Sätze, die wie Honig von der Zunge gehen. Da geht es um Engel, um Frieden, um Kinder und um ganz, ganz viel Gefühle. So endet das Gedicht „Für eine Freundin, für einen Freund“ mit den Worten „wer ich wohl wär ohne dich“. Schöner kann man eine Freundschaft nicht beschreiben. Oder wie findest du das „Kompliment“ „Wow! Du siehst aus wie sieben Tage Sonnenwetter!“ In diesem kurzen Satz gibt es sogar Satzzeichen, mit denen wird in dem Buch meist gespart, was aber beim Lesen keine Probleme macht. Meist gehen die Sätze auch ohne Punkt und Komma einfach über die Lippen. Aber bei einigen Worten wie „Vorstellungsgönner“ muss man schon genauer hinlesen. 
Das Buch hat mir so viele schöne Dinge erzählt und ich habe das Lesen sehr genossen. Ich habe den Wunsch, die Gedichte anderen vorzulesen, weil ich ihnen auch diese Freude gönnen möchte. Lyrik, die gut lesbar und aussagekräftig ist, und die sich nicht nur an Kinder richtet. Aber ich muss auch noch die Illustrationen erwähnen, die mit wenigen Strichen und etwas Wasserfarbe so schön zum Buch passen.

Dagmar Mägdefrau

Neue Heimat – 1404

Neue Heimat - 1404
Frauke Angel
Tulipan
Neue Heimat
Verlagsempfehlung ab 11 Jahre
Einfach toll, wie viele nette Leute ich in der „Neuen Heimat“ kennengelernt habe. Enna, die uns erzählt, wie es kam, dass sie von der schönen Seite der Stadt hierherziehen musste und die einen Tick hat, den sie leider nicht in den Griff bekommt. Sie sagt völlig zusammenhanglos Schimpfworte, was bei den anderen zu großen Irritationen führt. Ihre Mutter, die im Theater als Maskenbildnerin gearbeitet hat und die jetzt als Kosmetikerin ihr Geld verdient. 
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Vivien, das hübsche Mädchen mit der Pufferjacke, mit der Enna sich eine Freundschaft wünscht. Firuz, der fleißig spart und der regelmäßig Hunde ausführt. Die Zwillinge JJ, die, obwohl zu zweit, immer in der Einzahl angesprochen werden. Die alte Nachbarin, die immer einen Pikkolo aus ihrer Kleidung zaubert, und ihre Freundin, der einiges abhandengekommen ist. Weniger nett ist der Hausi, der Hausmeister, der gerne rassistische Spruche von sich gibt. 
Als Ennas Rad aus dem Fahrradkeller gestohlen wird, freundet sie sich mit den anderen an und gemeinsam macht sich die Gang „Neue Heimat“ auf die Suche nach dem Dieb.
Einfach herrlich, wie bunte diese „Ghetto-Gesellschaft“ ist und wie liebevoll sie beschrieben wurde. Kein Wunder, dass Enna sich hier wohlfühlt und weiter Abenteuer mit ihren Freud*innen erleben wird. Ich freu mich drauf, wenn die "Neue Heimat" wieder ermittelt.
Ein Buch über Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und das zeigt, dass man trotz Handicap viel erreichen kann.

Dagmar Mägdefrau

Pauline Pechfee

Pauline Pechfee
Ursula Pozanski
Loewe
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover sitzt Pauline ziemlich genervt guckend unter einem Pilz, neben ihr liegt der goldene Beutel mit dem silbrig-rosa Sternenstaub. Der soll jetzt zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Zusammen mit der Glücksfee Camilla fliegt sie in die Stadt, um Glück zu verteilen. Zunächst zeigt ihr Camilla, wie man den Zauberstaub anwendet. 
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Ein Auto will nicht anspringen. Der Fahrer flucht, doch dank der Hilfe der Fee ist alles schnell wieder in Ordnung. Da läuft eine mit vielen Taschen bepackte Frau über die Straße, sie will den Bus noch mitbekommen. Das soll Paulines erster Fall werden: “Gleich hat sie Glück!“ Doch weder der Bus wartet auf sie, noch hilft ihr jemand beim Tragen. Nein, die Frau fällt hin und ihre Einkäufe verteilen sich auf der Straße. „Wie konnte so etwas passieren?“ fragt sich Pauline traurig. Als auch ihr zweiter Versuch, einem Hund, der in einer Mülltonne stöbert, zu helfen, misslingt und dann noch ein Einradfahrer, statt Kurven zu fahren, seinen Arm bricht, flieht Pauline völlig verzweifelt in den Wald. Doch letztendlich hilft ihr Staub doch, nur etwas später und etwas anders als erwartet. – Eine liebenswerte kleine Fee mit roten Locken schafft es nicht, Glück zu bringen, da möchte man doch mit ihr verzweifeln und wie freut man sich dann mit ihr, wenn alles doch einen Sinn hatte und sie doch eine Glücksfee ist. Manchmal geht das Glück auch Umwege. Mit den wunderschönen Illustrationen und dem etwas längeren Text wird dieses Buch sicher noch ganz oft vorgelesen, denn was gibt es Schöneres, als dass sich das vermeintliche Unglück in Glück verwandelt?

Dagmar Mägdefrau

Geniale Ohren – Eine kuriose Tiersammlung

Geniale Ohren - Eine kuriose Tiersammlung
Lena Anlauf
Vitali Konstantinov
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 5 Jahre
Nach „Geniale Nasen“ geht es jetzt um Tiere, deren herausstechende Eigenschaft ihre Ohren sind. Auf der gezeichneten Weltkarte sind die Tiere schon an ihren Heimatorten eingezeichnet. Dann folgt eine Gliederung nach Lang-, Groß-, Pinsel-, Koboldohrig und einigen anderen Bezeichnungen. Wir beginnen mit dem Fennek. Zunächst gibt es ein großes Bild von ihm, dazu einige kleine Bilder und kurze Textfelder, die einiges über ihn berichten, so kann er verschieden Lautäußerungen wie Knurren oder Bellen ausstoßen. 
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Niedlich sieht er aus - der Ohrenigel, er kann schwimmen und hohe Zäune erklimmen. Die Riesenohrspringmaus hat uns schon ins Buch begleitet. Das Gürteltier kann sich zu einer Kugel zusammenrollen. Bekannter ist da schon der Elefant oder der Wildhund als großohriges Tier. Der Galago schaut uns mit großen Augen an, aber mit seinen Ohren kann er Insekten fliegen hören und aus der Luft fangen. Hinten im Buch gibt es noch ein Glossar und Informationen über das Hören. Auf den letzten Seiten sind nochmal alle Tiere im Maßstab abgebildet, da kann man die Größe besser einschätzen. 
Ich finde es immer wieder spannend, in Büchern zu blättern, die besondere Eigenschaften von Tieren herausstellen. In diesem Buch habe ich wieder viele, mir völlig unbekannte Tiere kennengelernt.

Dagmar Mägdefrau

Fundbüro Wurm

Fundbüro Wurm
Jule Wellerdiek
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Der gestreifte Wurm, der uns von Cover aus anlacht, hat ein Fundbüro. Denn die Tiere um ihn herum verlieren ständig etwas. „Wurms Fundbüro gehört zu den besten der Welt.“ Denn er archiviert und sortiert, so findet er verlorene Gegenstände sofort wieder. Alle sind begeistert von seiner Freundlichkeit und dem Top-Service. Doch eines Tages muss Wurm selbst einen Verlust feststellen, als er am Morgen aufsteht, vermisst er seine Mütze. 
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Mit großen verwunderten Augen schaut er uns an und kann es nicht fassen. Zum Glück taucht seine beste Freundin, die Robbe, auf, die kennt sich auch mit dem Verlieren aus und freut sich, dass sie Wurm jetzt mal helfen kann. Die beiden suchen gemeinsam und können die Mütze nicht finden. Es ist so schön zu sehen, welche Posen sie bei der Suche einnehmen. 
Ein Bilderbuch, das einen einfachen Wurm mit allen Facetten darstellen kann, einfach grandios. Dazu kleine kurze Texte, die sich schön vorlesen lassen. Wie schön, dass Wurm seine Fundbüro für uns geöffnet hat.

Dagmar Mägdefrau

Der Schlummerang

Der Schlummerang
Nils Mohl
Sabine Kranz
TYROLIA
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Auf dem Cover flüchten die Tiere vor dem Schlummerang, der bedrohlich über ihnen schwebt, ganz klein in der Ecke sind Sandmännchen und Sandmädchen unterwegs. 
Er ist ein kleiner Mann und sie ist nur ein Mädchen, kann ich das gut finden? Immerhin sitzt sie einige Seiten weiter auf dem Motorrad, während er im Beiwagen hockend den Sand streut. Aber leider reicht dieser Sand oft nicht aus und dann wird nach härteren Methoden gegriffen.
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Der Schlummerang, eine besondere Art von Bumerang, kommt ins Spiel. Die beiden Sandleute werfen ihn fröhlich in die Luft und „Für Zubettgeher und -geherinnen heißt es Schluss! drei zwei eins… kriegt auf die Nuss.“ Das sind schon ziemlich böse Androhungen. Zum Glück streift er wohl nur die Hinterteile, der dann schlafenden Tiere. „Wenigschläferschwäne“ und „Groggybarenkeks“ wundervolle Wortschöpfungen, die zu lesen einfach Spaß macht. Zum Schluss schlafen alle und auf dem Schlummerrang sitzend klatschen sich Sandmädchen und Sandmännchen ab. „Gute Nacht“ Ein Buch, das durch seine wunderschöne Sprache und seine Reime, aber auch durch die total gut passenden Illustrationen hervorsticht.

Dagmar Mägdefrau

Ungalli

Ungalli
Lena Raubaum
Tobias Krejtschi
TYROLIA
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Ich hatte das große Vergnügen, dass die Autorin uns im Voraus dieses besondere Bilderbuch angelesen hat. Es basiert auf einem afrikanischen Märchen und das Cover zeigt uns Tiere, die Kleidung mit afrikanischen Mustern tragen. Da eine Dürre das Land austrocknet, fliehen die Tiere und finden einen Baum mit wunderschönen Früchten. 
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Leider ist keines von ihnen in der Lage, sie zu ernten. Nur eine alte Schildkröte kann sich erinnern, dass eine Vorfahrin von diesem Baum berichtet hat und man ein bestimmtes Wort sagen musste, damit die Früchte sich herabneigen. Da der Löwe in der Heimat geblieben ist und man weiß, dass er das Wort kennt, macht sich die schnelle Gazelle auf, um nach dem Wort zu fragen. Doch leider passiert ihr auf dem Rückweg ein Unfall und sie kann sich nicht mehr erinnern. Dem Elefant, der wegen seines guten Gedächtnis als nächster los geht, geht es leider genauso.
Die Geschichte wird in einer schönen Sprache erzählt und die Bilder sind einfach so passend, dass es einfach nur schön ist, sie zu betrachten. So sitzt z.B. der Löwe im Anzug mit dem Smartphone am Ohr hinter einem Schreibtisch. Alle Illustrationen sind in Erdfarben gehalten und dadurch wirken sie sehr authentisch. Märchenhaft!

Dagmar Mägdefrau