• Einstein – Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit

    Einstein – Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit

    Torben Kuhlmann

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ich weiß nicht, was mich mehr begeistert, die wunderschön gezeichneten Bilder oder die großartige Geschichte? Die kleine Maus macht sich auf in der Schweiz ein Käse-Fest zu besuchen, doch leider kommt sie einen Tag zu spät. Doch sie möchte zu gerne die Zeit soweit zurücksehen, dass sie das Fest besuchen kann. Ihre Bemühungen die Uhren zurückzustellen wirken sich nicht auf den Ablauf der Zeit aus.

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    Beim Durchsteifen der Stadt gerät sie in ein Uhrmachergeschäft und dort gibt es auch eine Maus, die Uhren herstellt. Diese Maus kann leider nicht alle Fragen der neugierigen Maus beantworten, aber sie erinnert sich an einen Wissenschaftler, der vor 80 Jahren eine revolutionäre Idee hatte. So gerät die Maus in das Patentamt, in dem Einstein damals arbeitete. Sie vertieft sich in seine Schriften und beginnt mit dem Bau einer Zeitmaschine. Leider bringt diese Maschine die Maus nicht zum Käse-Fest, sondern in die Zeit von Einstein zurück. So lernt die Maus den großen Wissenschaftler als Mitarbeiter des Patentamtes kennen und sie hat eine grandiose Idee, wie er ihr helfen kann, wieder in die Neuzeit zurückzukehren. 

    Die Geschichte spielt hervorragend mit der Zeit und zeigt, die Abhängigkeiten auf und natürlich hat nur die kleine Maus Einstein auf seine Relativitätstheorie gebracht. 
    Eine amüsante, lehrreiche Geschichte, die durch ihre realistischen Zeichnungen allein 6 Sterne bekommen müsste. Der Uhrmacherladen, mit den vielen Uhren und der Maus, die durch das Schaufenster guckt, Bilder der Stadt, mit ihren Passanten und dem Uhrenturm, die Maus bei der Berechnung mit einem Eiswürfel auf ihren Kopf, den sie sich gestoßen hat. Alles Bilder, die mit viel Liebe gezeichnet wurden und die man sich lange anschauen kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dinosaurier – Kinderlexikon

    Dinosaurier – Kinderlexikon

    DK-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Din-A-4 große Lexikon zeigt auf dem Cover mit Lackdruck verschiedene Dinosaurier. Das Inhaltsverzeichnis ist in 9 Kapitel eingeteilt, der Wegweiser zeigt, wie die Seiten aufgebaut sind. So kann in einem gelben runden Feld unglaubliche Tatsachen lesen. Untern am Rand jeder Seite kann man eine Frage lesen, die Antwort findet man daneben, aber auf dem Kopf gedruckt. 
    In der Einleitung kann man ein einem Zeitstrahl sehn, wie man die einzelnen Zeiten des Erdmittelalters nennt. Unter der Überschrift „Was ist ein Dinosaurier?“ erfahren wir welche Merkmale sie haben und wie sie unterteilt werden, wie sie gelebt haben und was sie fraßen.

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    Die Saurier der Trias sind auch die ersten Saurier, „Doch wo kamen sie auf einmal her?“ diese interessante Frage wird hier beantwortet.
    Es folgen die Tiere der Jura, die Sauropoden, klein Pflanzenfresser und mächtige Jäger sind dabei. In der Kreidezeit werden die Arten immer vielfältiger und einer der bekanntesten Dinos, der T.rex taucht auf. Der Troodon war wahrscheinlich der intelligenteste Dinosaurier. Unter „Andere Lebewesen“ lesen wir von „Saurier der Lüfte“, „Aus der Tiefe“ und „Frühen Säugetieren“. Danach geht es um „Fossilien“, dort wird gezeigt, wie ein Skelett versteinert und wie man es dann findet und mit dem Fund umgeht. Zuletzt geht es um „Das Ende der Dinosaurier“ und wie das Leben danach weitergeht. Mit verschiedenen Quiz wird das Wissen abgefragt und danach werden noch einige Begriffe erläutert. Ein Register der Namen vervollständigt das Buch. 

    Ein sehr umfassendes Buch über ein Thema, dass die Kinder sehr interessiert wurde hier zusammengestellt. Das Faszinierendste sind die 600 Bilder, die in hervorragender Qualität abgedruckt wurden. In den beeindruckenden Mäulern sieht man genau die spitzen Zähne, kämpfende Tiere und frischgeschlüpfte Babys. Teilansichten und Vergleiche, das alles hat mich sehr beeindruckt und ich weiß, dass mein Enkel, obwohl für das Buch eigentlich noch zu jung ist, begeistert, sein wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte

    Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte

    Marc-Uwe Kling

    Illustrationen von Astrid Henn

    CARLSEN

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wir kennen diese Familie aus den beiden Vorgängerbüchern und auch hier sind wieder alle zusammen. Da Papa und Mama ein romantisches Wochenende in „Wienedig“ verbringen wollen, sind Oma und Opa zum Kinder hüten gekommen. Da auch Luisa mit Justin, dem Pizzaboten, zusammen das Wochenende verbringen wird, möchte Papa mit den beiden ein heikles Gespräch führen.
    Bald ist die ganze Familie einschließlich dem Nachbarn im Wohnzimmer versammelt. So geben Opa und Oma ihre 60er-Jahre-Erfahrungen zum Besten, die kleine Tiffany stellt naive Fragen und Max, der 12jährige kichert, wenn das Wort Spermien fällt.

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    Letztendlich übernimmt Luisa die Gesprächsführung und untermalt mit entsprechenden Bildern, wird die humorvolle Geschichte doch noch zu einem Aufklärungsbuch.
    Wunderbar, wie die Klischees, der jeweiligen Generationen mich zum Lachen gebracht haben. Ich gehöre ja schon der Großelterngeneration an und diese beiden Althippies mit ihrer sexuellen Offenheit fand ich einfach zu schön. Dann der verklemmte Vater, der von Mumu und Schniedelwutz spricht und die Tochter, die alles auf den Punkt bringt und, die auch weiß, wie Verhütung geht.

    Das Buch hat viel Humor und klärt doch mit klaren Worten und Bildern auf. Ich habe Tränen gelacht und werde wahrscheinlich zukünftig immer daran denken, wenn ich einen Strecker in die Dose stecke.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fynn & Doti – Wolkendrache

    Fynn & Doti – Wolkendrache

    Lisa Aigelsperger

    Bilder von Beatrice Cozzolino

    leykam:

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Jungen Fynn, der ins Meer schaut, neben ihm sein Hund Doti. Mir gefällt das fröhliche türkis, finde aber die Namen der Macherinnen dieses Buches etwas klein geschrieben. Außerdem wirkt der Junge auf mich sehr traurig, was er aber nicht ist. 
    Das Buch beginnt mit einem Frühlingstag an dem Fynn einen Drachen in den Wolken erkennt. Das frühlingsgrüne Bild zeigt ihn sehr klein, einen großen Hund umarmend. Die fantasievolle nächste Seite zeigt uns den Hund mit folgendem Text „WAU und ich bin kein Hund Miau vielleicht eine Katze Wau vielleicht ein anders Tier“

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    Daneben ein schwarz-weißer Tierkörper mit einem Katzengesicht. Der Sommer zeigt das Bild vom Cover und diesmal hat sich der Drache im Wasser versteckt. Wieder sehen wir das Tier, nur diesmal mit einem Fischkopf und einem entsprechenden Text. So geht es durch Herbst und Winter, sogar in den Folgewinter. Zum Ende des Winters fehlt Doti an Fynns Seite und der ist nicht bereit seinen Hund in einem Drachen wiederzuerkennen. Erst Jahre später, als Fynn schon ein erwachsener Mann ist, findet er zu seiner kindlichen Fantasie zurück und „Fynn ist glücklich“. 

    Die letzte Seite gehört Doti, dem Drachen und der Epilog stellt die Frage „Dann habe ich als Kind doch echte Drachen gesehen?“

    Sehen wir nicht alle immer mal Sachen, die unsere Fantasie uns beschert? Manchmal werden sie belächelt, aber manchmal bringen sie uns auch Trost. Zum Band der Freundschaft zu Doti gehörte es auch, dass er Fynns Drachen sah und so war es klar, dass sein Trost auch eine Drachenbotschaft sein würde.

    Ein mit viel Liebe gestaltetes Buch mit kurzen Texten über Freundschaft und Fantasie, Verlust und Trost.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der unsichtbare Junge

    Der unsichtbare Junge

    Trudy Ludwig

    Patrice Barton

    Mentor Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wer mich heute kennt, wird es nicht glauben, aber auch ich war in den ersten Schuljahren unsichtbar. Ich war sehr ruhig und unsicher und so geht es Ben aus der Geschichte auch. In seiner Klasse beachtet ihn niemand und er wird auch nicht für das Völkerballteam ausgewählt. Auch bei Geburtstagsfeiern lädt ihn niemand ein. Am schlimmsten sind die Mittagspausen in denen sich alle fröhlich unterhalten, nur der mit Bleistift ohne Farbe gezeichnete Ben sitz allein. Das ändert sich, als der Yoshi in die Klasse kommt.

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    Sein koreanisches Essen wird von allen belacht. Doch Ben schreibt dem Neuen in der Klasse einen kleinen Brief mit einem Bild, denn Ben kann wunderschöne Bilder malen. Danach ist Ben für Yoshi sichtbar und auch im Buch bekommt er immer mehr Farbe. 
    Durch die einfache Bleistiftzeichnung, die sich im Laufe der Geschichte einfärbt, kann man genau beobachten, dass Ben sichtbarer wird. Zunächst nur für Yoshi, später für alle. Seine Zeichnungen werden bewundert und er wird zum integrierten Mitschüler.
    Im Anschluss an die Geschichte gibt es noch einige Fragen, die als Einstieg für eine Diskussion zu nutzen sind. Das Buch benutzt des Gender* und beim Vorlesen finde ich die Aussprache noch etwas schwierig und ich überlege, ob ich nicht besser Freund und Freundinnen statt Freund*innen lesen soll?

    Ein liebevoll gemachtes Buch, dass nicht die (Vor-) Lauten, sondern die ganz Ruhigen in den Vordergrund stellt. Auch um die, die man nicht immer beachtet und die auch Talente haben und dabei sein wollen, müssen wir uns kümmern. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Traumopa

    Traumopa

    Dolf Verroen

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Thomas, der auf dem Cover zum Sternenhimmel hinaufschaut, ist bei Oma und Oma zu Besuch. Auf der ersten Seite sitzt Opa am Küchentisch und der Enkel seht ihm gegenüber und schaut ihm zu. Das nächste Bild ist farblos, Oma spricht mit dem Bestatter, denn Opa ist gestorben. Obwohl Oma das nicht möchte, geht Thomas zum Opa und schaut ihn sich an. Er findet, dass er lächelt, der Tod ist für ihn nicht mit Angst besetzt. Das Bild zeigt den Opa im Bett von der Zimmerdecke gesehen.

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    Auf der nächsten Doppelseite geht es um einen Traum, der Opa Thomas mal erzählt hat. Die Zeichnung bildet die Situation des Träumens gut ab. Leider kann man auf diesen Traumseiten den Text wegen des unruhigen Untergrundes schlecht lesen. 
    Diese Seiten wechseln mit der Realität ab und Thomas erfährt einiges über die Beerdigung. Durch seinen Freund Omar kommen auch muslimische Gedanken dazu.
    Nachdem Thomas sich nicht mehr an den Opa erinnern kann, träumt er am Ende einen tröstlichen Traum und alles Erinnerungen sind wieder da.

    Mir fehlt bei dem Buch ein wenig der rote Faden. Da geht es zunächst um den verstorben Opa und keiner kümmert sich um den Jungen. Die Oma bietet den Himmel als Trost an, die Eltern glauben nicht an den Himmel, dann kommt die Frage auf, ob die Himmel der verschiedenen Glaubensrichtungen unterschiedlicher sind. Danach geht es wieder um die Einäscherung der Leiche. Dazwischen erinnert sich Thomas an die Träume, die Opa ihm erzählt hat. Mir fehlt da der tröstende Bezug zum Tod.

    Sicher ein Buch, dass man beim Tod eines Angehörigen zur Unterstützung nutzen kann, es gibt aber Bücher, die für mich tröstlicher wären.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der verlorene Comic – Abenteuer mit Edgar

    Der verlorene Comic – Abenteuer mit Edgar

    Annette Haupt

    Selbstverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Der Titel ist sehr schön gestaltet und auch im Buch sind hübsche Comic-Zeichnungen, die den Text auflockern. Der Opa erinnert mich ein wenig an Jean Pütz. 
    Die Hauptfigur ist Edgar, Opas Graupapagei. Da alle in einem Haus wohnen, kann der zehnjährige Tom, während Opas Urlaub in Italien, Edgar versorgen. Nachdem Opa ein ernstes Wort mit dem Papagei gesprochen hat, will dieser sich gut benehmen. 
    Nachdem die ersten schwierigen Tage um sind, machen es sich Tom und Edgar bei einem Frühstück gemütlich. Da taucht Edgars Freundin, die Taube Guuhdruuhn, auf und sie bringt eine beängstigende Nachricht mit. Opa wurde entführt und in einer Gartenlaube gefangen gehalten.

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    Wie ist das möglich, er ist doch bei Roberto in Verona? Tom und die beiden Vögel machen sich auf den Weg. Schon fast am Ziel begegnet ihnen Elli, die das Quartett vervollständigt.
    Man liest oft in der Zeitung, dass alte Comics bei Versteigerungen hohe Summen einbringen. Ist Opas altes Heft wirklich etwas wert? 

    Ein flott geschriebenes Buch für gute Leser in der Grundschule oder zum Vorlesen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich werde immer bei dir sein – Ein Buch über Trauer

    Ich werde immer bei dir sein – Ein Buch über Trauer

    Joanna Rowland

    Thea Baker

    Mentor Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Zunächst fliegt dem Mädchen der rote Luftballon fort. Sie spricht von ihrer Trauer darüber, stellt aber auch fest, dass er zu ersetzten ist. Dann steht sie an einem Grabstein und weiß, für Verstorbene gibt es keinen Ersatz „Ich vermisse dich“.  Sie liegt auf einer Decke und schaut in die Wolken, wir sehen die Szene aus dem Himmel schauend, eine außergewöhnliche Perspektive. Das Mädchen denkt darüber nach, ob sie die Person vergessen wird. Sie umarmt liebevoll ihren Teddy und wünscht sie könnte auch die, um die sie trauert, umarmen und „niemals loslassen.“ 

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    Dann füllt das Mädchen eine Kiste mit Erinnerungen und geht an besondere Orte, um perfekte Gegenstände zu sammeln. Sie unterhält sich mit der Familie, erlebt Neues und berichtet davon. So endet das Buch mit dem Satz „Ich werde dich niemals vergessen.“

    In diesem Buch wird nicht erwähnt, wer verstorben ist und in welcher Beziehung diese Person zu dem trauenden Mädchen steht. Sie spricht diese Person direkt an. Dadurch kann man sich gut in die Ängste des Mädchens einfühlen und mit der Erinnerungskiste hat sie für sich auch eine gute Lösung gefunden. Sicher ist das auch ein guter Tipp für andere. Jeder geht mit seiner Trauer anders um, aber dieses leise Buch, das aber auch Lachen zulässt, ist sicher ein schöner Ratgeber für Kinder, die eine solchen Verlust erleiden. Auch für uns, die vielleicht bald gehen müssen, ist dieses Buch tröstlich, denn was bleibt von uns, außer der Erinnerung der Menschen, die uns lieben.

    Die Altersangabe des Verlags finde ich sehr hoch. Ich denke, das Buch kann man durchaus mit jüngeren Kindern anschauen. Sicher nur bei Bedarf und mit liebevoller Begleitung.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wie kommen eine Million Austern auf die Spitze des Berges?

    Wie kommen eine Million Austern auf die Spitze des Berges?

    Alex Nogués

    Miren Asiain Lora

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ich gebe zu, dass ich mir diese Frage noch nie gestellt habe. Aber mein Enkel liebt Dinosaurier und alles was damit zusammen häng, also auch Fossilien. Und da sind wir beim Untertitel des Buches „Eine Reise in die Welt der Fossilien“.

    Auf dem Cover sitzen eine junge Frau und ein Junge auf einem Berg, sie liest ihm aus einem Buch vor. Auf der ersten Seite sehen wir Bäume, Tiere und einen Menschen. Der Leser wird aufgefordert sich umzusehen. Die Landschaft verändert sich und wir suchen etwas „Unglaubliches“.

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    Dann sehen wir einen Berg, der aus unterschiedlichen Schichten besteht und finden eine Auster. Wie kommt sie dort hin. Die nächste Seite sieht aus, als sei sie aus einem alten Lexikon. Sie stellt Nicolaus Steno vor. Wir hören von Ausgrabungen und Gesteinsablagerungen. Aber wie alt ist wohl die Auster? Der Aufbau der Gesteinsschichten berichtet uns einiges. Was ist wohl in den 85 Millionen Jahren alles geschehen? Die Erde hat sich sehr verändert und das wird sehr anschaulich dargestellt.

    Wunderschön gestaltetes, schön beschriebenes und sehr informatives Sachbuch für Grundschüler.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

    Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

    Marc-Uwe King

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ich habe mir für meinen neuen Herd einen Wasserkessel gewünscht, denn das Induktion Feld macht das Wasser schneller heiß als ein Wasserkocher. Leider ist in dem Buch vom Marc-Uwe Kling anders entschieden worden. Hier wurde ein Wasserkocher gekauft, der aussieht, wie ein altmodischer Wasserkessel und so kommt es, wie es kommen muss: Opa stellt den Behälter auf den Herd. Leider macht der Plastikrand des Kessels das nicht mit. So muss die Familie sich im Garten aufhalten und im Laufe der Gespräche erfahren wir, dass es in dieser Familie schon einige „Unfalle“ mit Wasserkochern gegeben hat. Da wurde Milch warm gemacht und Würstchen gekocht. Es sind auch schon Ostereier in der Mikrowelle explodiert und Puzzeln mit Sekundenkleber auf den Fußboden geklebt worden. Das Erzählen dieser Peinlichkeiten amüsiert die Familie und die Lesenden. Regt evtl. dazu an eigene Storys zum Besten zu geben. Wir erfahren aber auch, dass der Pizzabote Ambitionen zum Schweigersohn hat und dass Opa hervorragend Tischtennis spielen kann. 

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    Ein Tag in einer völlig normalen Großfamilie, die sich neckt und liebt und von der zu lesen einen Riesenspaß macht. 

    Ein Humor, den ich sehr mag und Bilder, die ein Lächeln auf meinen Mund zaubern, mehr kann ein Buch nicht erreichen. Ach ja, es wird mir auch warm ums Herz.

    Für Erstleser sind die große Schrift, die kurzen Textanteile und die vielen schönen Bilder sehr gut geeignet, aber auch erwachsenen Leser*innen werden gerne diese Familie kennenlernen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Rotzhase & Schnarchnase-Das Tal wird kahl

    Rotzhase & Schnarchnase-Das Tal wird kahl

    Julian Gough

    Jim Field

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    „Das Tal wird kahl“ ist der vierte Band der Reihe „Rotzhase und Schnarchnase“. Bär, für mich überraschend, eine weibliche Figur und Hase stellen fest, dass Bäume im Wald fehlen. Als dann der Baum von Grünspecht und damit auch ihr Zuhause in den Bach fällt, ist den Tieren klar, dass da etwas Ungewöhnliches im Wald geschieht. Als die Tiere dann noch sehen, dass der Bach sich verändert hat und die fehlenden Bäume den Bach stauen, wissen sie, dass ein Monster am Werk ist. Doch dann taucht ein Biber auf, ein Ingenieur mit einem wissenschaftlichen Plan. Schnell hat er die meisten Tiere von dem Nutzen seines Plans überzeugt, nur der Hase und einige anderen Kleintiere, wie Maulwurf und Maus, werden Nachteile durch diese Veränderung haben. Das scheint dem Biber aber unwichtig. Doch da hat er nicht mit den Freunden gerechnet. So lern der einsame, arbeitsame Biber, was Freundschaft heiß und wie schön es ist zusammen zu feiern.

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    Sicher haben einige von uns Erwachsenen schon ein menschliches Gegenstück vor Augen, wenn der Biber auftaucht. Für ihn zählt nur die Arbeit, die Freizeit kann er nicht genießen. Es ist schön zu erleben, wie die anderen Tiere zusammenhalten und ihm beibringen, dass es mehr im Leben gibt.

    Kurze Texte und schöne Bilder zeichnen dieses Buch für Leseanfänger aus, aber auch die Moral, die es vermittelt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Unsere kleine Insel

    Unsere kleine Insel

    Rüdiger Bertram

    dtv junior

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Neles Mama hat Heimweh nach ihrer alten Heimat, eine Hallig in der Nordsee. So zieht die ganze Familie aus der Großstadt Köln auf diese kleine Insel zu Mamas Eltern, die dort eine kleine Pension und ein Café haben. Zum Glück findet Nele in Lisa eine gleichalte Freundin. Lisa lebt schon immer hier und kann Nele vieles erklären. Die Mama züchtet Schafe und alle warten auf Emmas Lämmchen.

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    Der Papa ist Lehrer an der kleinen Schule und kümmert sich im Unterricht auch mal um eine verletzte Taube. Die Kinder haben ein für uns Stadtmenschen abenteuerliches Leben, sie sind mit ihren Rädern unterwegs, hängen ihre Skatboards an einen großen Wolfshund, Baden in der See und reiten die mächtigen Kutschpferde. Aber es gibt auch Stürme, Überschwemmungen, nervige Touristen und Familienmitglieder, die die Woche auf dem Festland verbringen.

    Obwohl in dem Buch immer wieder darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine Hallig handelt, heißt das Buch „Unsere kleine Insel“. Im Einband vorne werden und die Bewohner vorgestellt und ganz hinten sehen wir eine Karte der Hallig. Auch der Text wird immer wieder von schönen, erklärenden Bildern unterbrochen. Die 25 Kapitel haben eine gute zu lesende Länge.

    Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Familie und Natur, das sich leicht vorlesen und auch lesen lässt. Ein fröhliches Buch in dem Rücksicht genommen wird und das mit einem schönen traditionellen Fest endet.

  • Schlau, schwarz und kunterbunt – Die Welt der Rabenvögel

    Schlau, schwarz und kunterbunt – Die Welt der Rabenvögel

    Xenia Joss

    Atlantis thema

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sind vier der bekanntesten Rabenvögel zu sehen. Die erste Einbandseite befasst sich mit den Mythen, die sich um diese Tiere ranken. Und dann kommt das für mich schönste Bild dieses Buches: ein lebensgroßer Rabe. Dank seines zum Körper großen Gehirns kann man ihn als schlau bezeichnen.
    Bei uns im Ruhrgebiet ist sicher die Ester, der häufigste Rabenvogel. Neun Rabenarten leben bei uns, sie sind nebeneinandersitzend auf einem Ast abgebildet.

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    Bei uns im Ruhrgebiet ist sicher die Ester, der häufigste Rabenvogel. Neun Rabenarten leben bei uns, sie sind nebeneinandersitzend auf einem Ast abgebildet. Ihre Namen stehen neben ihren Bildern und im Text gibt es Erklärungen zu ihnen. Eine ganze Seite gehört der Elster, sie ist „superschau und gar nicht diebisch.“ Sie gehört zu den wenigen Tieren, die sich im Spiegel erkennen können. Das nächste Bild zeigt ein Feld mit Krähen, ein Nest und einen Vogel, der im Abfalleimer nach Nahrung sucht. Im Text geht es um das Zusammenleben der Raben. Das nächste Bild zeigt das weltweite Vorkommen der Rabenvögel, und zwar an Bäumen, dessen Blätterwerk die Form einer Landkarte haben, darauf verteilt sitzend die Vögel. Diese Abbildung hat mich sehr beeindruckt. Raben können durch aus bunt und schillernd sein, so gehören die Paradiesvögel zu Verwandtschaft. Raben nutzen Werkzeuge, haben den Nestbau den Gegebenheiten angepasst und haben Ampeltrick entdeckt. Wie verspielt sie in unseren Augen sein können erzählen die letzten Seiten. Wer noch mehr erfahren möchte, kann sich auf der letzten Seite informieren.

    Neben den außergewöhnlichen Bildern, die anzuschauen so viel Freude macht, habe ich vieles über diese doch im Stadtbild sehr präsenten Vögel erfahren. Ein durchaus nicht nur für Kinder empfehlenswertes Sachbilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Einfach nett – Ein Buch über das Freundlichsein

    Einfach nett – Ein Buch über das Freundlichsein

    Bilder von 38 netten Illustratoren

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Dieses Buch ist einfach besonders, 38 Illustratoren haben mit ihre Bildern dazu beigetragen und Axel Scheffler, der Grüffelo-Erfinder, hat das Vorwort verfasst. Im Einband werden die Zeichner mit Medaillons ihrer Bilder und einem kleinen Text vorgestellt. Der Erlös des in England erschienen Buchs geht an „Three Peas“, diese Organisation unterstützt Menschen, die ihre Heimat verloren haben. Genaues findet man auf den letzten Seiten des Buches.

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    Ob das Buch die Welt zu einem besseren Ort machen wird, wage ich zu bezweifeln, aber ich würde es mir wünschen. „Stell dir mal eine Welt vor, in der alle nett sind. Wie können wir das schaffen?“ so beginnt das Buch mit den großartigen Bildern. Jede Seite hat einen anderen Stil und andere Figuren, trotzdem ist hier etwas „Ganzes“ entstanden. Dann kommen die Ideen: 
    Man kann lächeln, trösten, umarmen, die Hand halten, helfen und dafür sorgen, dass jeder mitspielen darf. Ein Freundlichkeits-Glas kann man mit Murmeln füllen, man kann helfe eine Tasche zu tragen, etwas vom Boden aufheben und geduldig sein. „Wenn einer deine Sprache lernt, kannst du ihm neue Wörter beibringen?“ 

    Es gibt viele schöne Vorschläge, die jeder, auch Kinder, umsetzten können und die schönen bunten Bilder zeigen Menschen und Tiere, die das tun und schaffen „alle zusammen eine bessere Welt.“

    Dieses Buch ist so positiv gestaltet und hat so schöne machbare Vorschläge, vielleicht sollten Manager und Politiker dieses Buch zur Einführung ins Amt bekommen. Aber es ist sicher auch ein schöner Ansatzpunkt für Klassen, da gibt es vielleicht neue Ideen und Bilder.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Dunkelfresser

    Der kleine Dunkelfresser

    Ilka Volz

    Illustrationen von Julia Dürr

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Mädchen Leo lebt, nach der Trennung vom Vater, mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung. Sie musste in einen neue Schule, weil sie nicht mehr auf St. Pauli lebt. Früher wohnte sie in der Nähe ihres Opas und im Haus bei ihre Freunden.
    Die neue Wohnung macht ihr Angst, sie traut sich nicht durch den dunkle Flur und auch ihr Zimmer , das eigentlich sehr schön ist, ist ihr noch sehr fremd. So legt sie sich lieber in Mamas Bett.

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    Doch dann findet sie auf Opas Dachboden, wo all die spannenden Sachen, die er aus fremden Ländern mitgebracht hat sind, ein dunkles Knäul mit Knopfaugen. In ihrem Rucksack gerät dieser Wuschel in ihr Zimmer und als es dunkel wird frisst er schmatzend die Dunkelheit und erzeugt dadurch Licht. So kann Leo endlich mal die ganze Nacht in ihrem Zimmer schlafen.
    Da sie gerne malt, malt sie viele Bilder vom Dunkelfresser und zwei Mädchen aus ihrer Klasse machen sich lustig über sie. Aber Tom, einer der Coolen aus der Klasse, seht ihr bei und lädt sie in die Comic-Gruppe ein. 
    Zum Schluss reicht Leo ein von der Mutter genähter Dunkelfresser und sie kann das schwarze Knäul an Opa zurück geben.

    Schöne Bilder ergänzen die Geschichte für Schulanfänger. Der Text auf den 77 Seiten ist schon kompakt und kann sicher von den meisten erst später selbst gelesen werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Zwei Bilder ein Wort

    Zwei Bilder ein Wort

    Mirja Winkelmann

    Prestel

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wer kennt das nicht, das alte Spiel mit den Teekesselchen? Hier sehen wir immer einen Begriff auf der linken Seite und auf der rechten Seite einen Begriff, der genau so heißt, aber etwas ganz anders Bedeutet. Das Tier Raupe und das Baufahrzeug machen den Beginn. Der Boxer als Sportler und die gleichnamige Hunderasse, das Insekt Fliege und der Binder für den Herrn, ein Stück Wassermelone und der englische Herrenhut.

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    Zum Schluss der Hahn auf dem Bauernhof und der Wasserhahn. Es gibt noch viele andere Begriffe und manche sind schon etwas speziell, aber am Ende gibt es noch die Auflösung, wenn man gar nicht darauf kommt. Die Bilder sind klar und gut zu erkennen. Ich denke auch Vorschulkinder werden mit dem Buch etwas anfangen können. Ich hatte als Kind ein Kinderlexikon, da gab es auch Bilder zu den Begriffen und ich hatte immer viel Spaß an den gleichlautenden Wörtern. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Warum heißt der Löwe Löwe?

    Warum heißt der Löwe Löwe?

    Jörg Mühle

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    „Warum heißt der Biber Biber? Weil er vor Kälte bibert.“  Solche und ähnliche Wortspiele zusammen mit den Bildern, machen dieses Buch aus. So heißt die Schlange Schlange, weil sie sehr schlang ist. Oder, das Ferkel, das mit vielen gebrauchten Taschentüchern im Bett liegt, weil es sich verkeltet hat.

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    Bei manchen dieser Tiere muss man schon ein wenig nachdenken, manchmal hilft dann das Bild. Die Bilder sind sehr ansprechend und klar gezeichnet und haben ihren eigenen Reiz. So sitzt die Giraffe mit Möbelteilen und einem Aufbauplan und grirafft nichts. Kennt jeder, der bei Ikea kauft.

    Ich glaube, dass man beim Lesen dieses kleine Büchlein viel Spaß haben wird.  Nicht nur die Kleinen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stadtbär

    Stadtbär

    Katia Gehrmann

    Moritz

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Während der Bär seinen Winterschlaf gemacht hat, sind die Tiere in die Stadt gezogen. Fuchs, Dachs, Marder und die anderen kommen gut in der städtischen Umgebung klar. Da macht sich der Bär auf und will auch in die Stadt ziehen. Die anderen Tiere bezweifeln, dass das gut geht und befürchten, dass der Bär sie in Gefahr bringt. Darum dauert es eine Weile bis sich alle treffen und auch der Bär erkennt, dass die fremde Stadt kein neues zu Hause für ihn sein kann. Auch nicht die Option „moderne Wohnung, nicht groß, aber gepflegt. Lauter interessante, internationale Nachbarn. Vollverpflegung und sogar medizinische Versorgung und kein Jäger.“

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    Die Bilder sind pfiffig und bringen mich zum Schmunzeln. Der Text ist ein wenig ironisch und macht einfach Spaß. Ich glaube, dass Erstleser das Buch mit den vielen Bildern und kurzen Texten gerne lesen werden.

    Dagmar Mägdefrau