• Feuerwehr im Rettungseinsatz!

    Feuerwehr im Rettungseinsatz!

    Julia Boehm

    Michael Stapper

    Arena

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Hier werden die Vorschulkinder angesprochen, besonders die, die schon gerne selber lesen wollen. Das können sie hier üben, weil einige Worte im Text durch kleine Bilder ersetzt wurden. Hinten im Buch gibt es ein Wörterbuch, hier können die Vorlesenden den richtigen Begriff für die Bilder finden. 
    Wir starten in Leons Kinderzimmer, hier spielt er mit seinen Bauklötzen und da er später Feuerwehrmann werden will, rast die Feuerwehr über den Spielteppich.
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    Als sein Hund Luna zwischen die Bausteine springt und alles kaputt macht, ist Leon zuerst sauer, aber dann sieht er, dass es draußen brennt. Er holt seinen Vater aus der Küche und der ruft sofort die Feuerwehr an. Dann gibt es einen Szenenwechsel zur Feuerwehr, hier sausen die Männer zum Auto und es geht mit „Tatütata“ los. 
    Hinten im Buch gibt es noch Rätsel, die leicht zu lösen sind, wenn man gut aufpasst beim Vorlesen. Die vielen bunten Bilder zeigen realistisch die Situation und der Text ist gut zu lesen. Die Erzählung zeigt sehr gut, was geschieht, wenn das Gartenhäuschen plötzlich brennt und ein besonderer Augenmerk gehört der Hündin Luna.

    Dagmar Mägdefrau
  • Sommergeschichten aus dem Glockenhof

    Sommergeschichten aus dem Glockenhof

    Christine Schniedermann

    Frau Annika

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover ist wundervoll gestaltet, es wirkt dreidimensional durch den aufgetragenen Lack. Es gibt uns einen Eindruck von dem schönen alten Haus, seinen Bewohnern und wie liebevoll die Illustrationen gestaltet sind.
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    Zunächst lernen wir die Familie kennen, die uns in allen Geschichten begleitet. Die sechsjährige Mia steht im Mittelpunkt der Familie, neben Mama und Papa gibt es noch den großen Bruder Till und den kleinen vorwitzigen Paul. Nebenan wohnt Mia Freundin Hazel mit ihrer Familie. Eine besonders nette Nachbarin ist Miraim, die einmal sogar für die Kinder eine Schnitzeljagd zusammenstellt. 
    In 20. Geschichten wird vom Sommer erzählt, beginnen mit vielen Kirschen, die verarbeitet werden müssen, von einem Sommerfest, das fast ins Wasser fällt, einem Geburtstag der lila ausgestattet ist, von einer netten alten Dame, die findet, dass man für Einhörner nie zu alt ist. Was ich sehr beruhigend finde. Der Garten wird zu „Gartalien“, es geht mit Opa Knut auf den Bauernhof, mit Mama und Papa zum Schwimmen und in die Stadt und die Kinder übernachten draußen in einem Zelt.
    Die Kinder vom Glockenhof erleben einen wundervollen, erlebnisreichen Sommer mit tollen Eltern und Nachbarn. Sicher ist das ein wenig „Heile Welt“, aber brauchen wir die nicht dringend in diesen Zeiter? Ich weiß, meine Enkel und ich werden das Vorlesen genießen.

    Dagmar Mägdefrau

  • …und dazwischen Coco

    …und dazwischen Coco

    Armin Kaster

    Felicitas Horstschäfer

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    Bereits das Cover vermittelt, worum es in diesem Buch geht: Man sieht das Mädchen Coco durch eine Hecke laufen. Diese trennt zwei sehr unterschiedliche Gärten: einen wildbewachsenen Garten mit einem Fischteich und einen mit einem kurz geschnittenen, geradezu teppichartigen Rasen ohne Blumen, auf dem die Taucherflossen von Maik, dem Nachbarsjungen, liegen. Und so unterschiedlich wie die Gärten sind auch die Familien von Coco und Maik.

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    Cocos Patchworkfamilie ist fröhlich und bunt, ihr Zuhause warm und etwas chaotisch. Maiks Eltern hingegen haben sich getrennt. Sein Zuhause ist kalt und nach außen wird die Fassade gewahrt. Seit der Trennung bekommt Maik plötzliche Wutanfälle, die er nicht im Griff hat. Maiks ganzes Interesse gilt seinem Aquarium mit den darin lebenden Fischen und er bemüht sich sehr, ihnen in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Was das bedeutet, erfahren wir aus den einseitigen Auszügen aus „Mein erstes Aquarium – Tipps für Anfänger,“ die jedem Kapitel vorangestellt sind.

    Cocos Eltern sind neu in das Nachbarhaus eingezogen und Rita, Maiks Mutter, sieht in Coco eine neue Spielkameradin für Maik – ungeachtet der Tatsache, dass die zwölfjährige Coco ganz andere Interessen hat als der achtjährige Maik. Sie erwartet von Coco, dass sie als Ältere Rücksicht auf Maik nimmt und auch seine Ausbrüche aushält – eine große Verantwortung für ein zwölfjähriges Mädchen. Aber Cocos Freunde sind alle in den Sommerferien verreist und so nimmt sie sich Zeit für Maik, der ihr mit seinem kalten Zuhause leidtut. Maik versucht, Coco für sich zu vereinnahmen, was ihr nicht recht ist. Und dazu kommen noch Maiks plötzliche Wutanfälle, die für sie richtig unheimlich sind.

    Ich bin, was dieses Buch angeht, zwiegespalten. Es hat als Hauptperson Coco, die zwischen den Stühlen steht: zwischen Mitleid mit Maik und Überforderung mit seinem Jähzorn, zwischen dem Aufbruch in die Pubertät und dem „Noch-Kind-sein“. Wichtiger für mich ist aber Maik. Die Trennung seiner Eltern, das hilflose Agieren seiner Mutter und das Desinteresse seines Vaters bewegen mich sehr. Seine Eltern interessieren sich so gar nicht für Maiks Gefühle. Wie verloren muss sich ein Kind fühlen, das eine Art Ersatzfamilie mit Hilfe seiner Aquarienfische aufbaut.

    Spannend fand ich, dass Armin Kaster sich mitten im Buch direkt an die Leser*innen wendet und uns von seiner Sorge um Maik erzählt. Dieser Bruch der Erzählebene ist ungewöhnlich und hat mich nachdenklich gemacht.

    Am Ende verkauft Maiks Vater das Haus. Maik und seine Eltern verschwinden, ohne sich zu verabschieden. An dem Tag, an dem Coco das feststellt, ist das für sie „wie ein Schlag in den Magen“. Sie wünscht sich, Maik zu vergessen, aber kann das nicht wirklich, auch wenn Maik ihr nicht fehlt. „Coco fühlt sich wie im April, wenn manchmal die Sonne scheint und es zugleich regnet.“

    Mich hat dieses Ende unbefriedigt zurückgelassen. Wichtige Informationen darüber, wie es mit den Figuren weitergeht, erfährt man erst in einem kurzen Nachwort. Dort wird unter anderem erzählt, dass Maik später in einer therapeutischen Wohngruppe lebt. Für mich hätten diese Entwicklungen stärker zur eigentlichen Geschichte gehört.

    Kein einfaches Buch: Ich denke, dass viele junge Leser*innen Fragen haben. Gerade deshalb könnte ich mir vorstellen, dass es gut ist, wenn Eltern und Kinder das Buch zusammen lesen und anschließend über Cocos und Maiks Geschichte ins Gespräch kommen.

    Beate Böhm

  • Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Oda Valle

    Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Ein witziger Comic voller verrückter Ideen, zwei Freundinnen und einem neuen Bruder und natürlich Meerschweinchen. Zunächst stellt sich Stella mit einem Steckbrief vor. Hinter dem Punkt „Bestie“ steht Hedda, das ist Stellas beste Freundin und die kann schon sehr rücksichtlos in ihren Einfällen sein. 
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    Und um genau diese Einfälle geht es, als Stella ihr davon berichtet, dass Tor, der Freund ihrer Mutter, mit seinem Sohn Bo bei ihnen einziehen wird. Nun wird sie noch häufiger Zeuge der Küsse der beiden werden müssen und dann wird auch noch der neue „Bruder“ in ihre Klasse gehen. So kommt Stella auf die Idee, Bo blaue Farbe in sein Shampoo zu mischen und deshalb taucht der Junge am ersten Schultag mit blauen Haaren in der Klasse auf. Leider geht Stellas Plan nach hinten los, alle finden den neuen Mitschüler cool und er steht sofort im Mittelpunkt, sogar Hedda setzt sich zu ihm.
    Stellas größter Wunsch ist es, ein Meerschweinchen zu besitzen, doch bislang hat ihre Mutter ihr keines erlaubt. So handelt die Geschichte natürlich auch von den Meerschweinchen, die die Kinder am Ende zusammenbringen. Stellas Gefühle kommen in den Zeichnungen sehr gut heraus, gelungen fand ich auch, wie sie sich durch das Tragen der Hoodiekapuze abschirmt.
    Die Bilder sind oft nah an den Gesichtern, so dass manchmal nicht alles in den Rahmen passt, was ebenfalls sehr effektvoll ist. Der Inhalt der Geschichte wurde schon oft erzählt, hier gibt es einige witzige Einfälle und unerwartete Wendungen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Päckchensommer

    Päckchensommer

    Jasmin Schaudinn

    Stéffie Becker

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Kalle und Frieda leben zusammen mit ihrem Papa, der Paketbote ist. Endlich ist es so weit: Die drei wollen gemeinsam nach Italien in den Urlaub fahren. Doch dann ruft der Chef an und streicht kurzfristig den Urlaub. Als der Papa merkt, wie traurig Kalle darüber ist, lenkt er spontan den Postwagen auf die Autobahn – und die abenteuerliche Reise Richtung Italien beginnt.
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    Päckchensommer ist ein wunderbares Vorlesebuch, das auch von fortgeschrittenen Erstlesern sehr gut selbstständig gelesen werden kann. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kalle erzählt. Dabei bekommt man die Eindrücke, Gedanken und Sorgen eines Kindes im Grundschulalter hautnah mit – sei es die am Nordpol forschende Mutter, die Traurigkeit des Papas diesbezüglich oder die vielen Gefühle rund um die Reise nach Italien. Die einzelnen Ereignisse werden so schön und bildlich beschrieben, dass man sie direkt vor dem inneren Auge sieht. Für Kinder ist es eine wunderschöne Geschichte mit einem tollen Happy End.

    Katrin Hemmerich
  • Einfach Frida – Hurra, mein letztes Kindergartenjahr!

    Einfach Frida – Hurra, mein letztes Kindergartenjahr!

    Eliane Retz

    Sandy Thißen

    Schneiderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt eine typisch Szene aus der Kita, Frida turnt auf der Bank rum, während ihr ein Junge zuschaut. Frieda hat die Schildkröte in der Hand, die in der Geschichte eine Rolle spielt.
    Struppi ist ein kleiner Rauhaardackel, den Frida mit zwei Jahren bekommen hat und der nachts bei ihr schläft.
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    Im ersten Kapitel des Buch begleiten wir Frida, die nicht so richtig aufstehen möchte, beim Frühstücken mit Mama und auf dem Weg in die Kita mit Papa. Thomas, der Erzieher mit dem Koi-Tattoo auf dem Arm, nimmt Frida liebevoll in Empfang. In der Kita nehmen wir zusammen mit Frida und ihrer Freundin Maryam am Morgenkreis teil und wir lernen Ingrid, die Erzieherin mit den graublonden Haaren, kennen, die immer alles sieht. So begleiten wir Frida durch dieses letzte Jahr mit Ausflug, dem Verlust und dem Wiederfinden der kleinen Schildkröte mit dem Helm bis zum Abschlusstanz.
    Frida ist ein taffes Mädchen, das in einer liebvollen Familie mit einer großen Schwester aufwächst und die wie viele Kinder in diesem Alter ihr Seepferdchen macht und die Schule herbeisehnt, wenn der Abschied aus der Kita auch nicht so ganz einfach ist. Damit wird sie den meisten Kindern im letzte Kitajahr entsprechen und gerade deshalb wird das Buch gefallen. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen und mein Enkelin wartet schon darauf, dass sie es endlich vorgelesen bekommt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Auch große Geschwister sind noch klein

    Auch große Geschwister sind noch klein

    Molly Mead

    Antonia Woodward

    Übersetzt von Kathrin Köller

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover mit dem Geschwisterpaar, das fröhlich Hand in Hand los geht, gefällt mir sehr gut, es macht mich neugierig auf die Geschichte.
    Die erste Doppelseite zeigt die jungen Eltern liebevoll mit ihrem kleinen Baby spielen. Sie begleiten ihre kleine Tochter und sie lernt viel, doch dann gibt es ein neues Baby und „auf einmal war ich das große kleine Kind.“
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    So ein Bild, wo das große Geschwisterkind das Baby im Arm hält, hat sicher jede Familie, in der es eine solche Konstellation gibt. Das Mädchen kümmert sich sehr lieb um sein Geschwisterchen und meint, dass es selbst jetzt groß ist und alles allein schaffen muss. Aber dann erkennt sie, dass sie sich auch noch klein fühlt und sie auch noch vieles lernen muss. „…dass ich nicht mehr groß sein will.“ gesteht sie sich traurig ein. Da nimmt sie ihre Mama in den Arm und verspricht ihr, „du passt immer hier neben mich.“
    Von großen Geschwistern, gerade wenn sie selbst noch so klein sind, wird manchmal zu viel erwartet und auch ihre eigenen Anforderungen sind zu hoch. Da ist es gut, wenn die Erwachsenen auf sie Acht geben, sie unterstützen und auch mal wie Kleine behandeln. Sie brauchen gerade jetzt viel Liebe, denn auch wenn sie die kleinen Geschwisterkinder lieben, dürfen sie nicht vernachlässigt werden. Kurze klare Texte und sehr schön Illustrationen machen dieses Buch zu einem wertvollen Geschwisterbuch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Manno Monster & ich

    Manno Monster & ich

    Katja Reider

    Daniela Kohl

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für den deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2026

    Auf dem Cover sind Jussi und Manno zu sehen und obwohl Manno ein Monster ist, schaut er sehr freundlich. Und genau da liegt sein Problem. Als Jussi, wie jeden Abend, sein Zimmer nach einem Monster absucht, hört er ein Knarzen und findet unter seinem Bett Manno, das niedliche blaue Monster. 
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    Von ihm erfährt er, dass Jungen wie er in Monsterkreisen als „Weichei“ eingestuft werden und eigentlich Anfängermonster auf ihn angesetzt würden. Aber Manno ist leider nicht gut im Erschrecken und deshalb taucht er heute bei Jussi auf. Nun hat Jussi mit diesem unfähigen Monster noch ein zusätzliches Problem neben seinem Vater, der mit ihm ständig für die Schule lernen will, einer pubertierenden Schwester und einem fiesen Nachbarjungen. 
    Wie und ob Jussi seine Probleme lösen wird, davon erzählt die Geschichte und ich darf verraten, er überlegt sich einen tollen Plan. Neben der sehr schön erzählten Handlung gibt es hervorragende Illustrationen und ein besonderer Gag ist, dass, wenn die Handlung im Dunkeln spielt, die Seiten ebenfalls dunkel eingefärbt sind. Dazu gibt kleine Sprechblasen, in denen uns Jussi anspricht und nach unserer Meinung fragt und Listen, die wir ausfüllen können. So können wir uns überlegen, wie wir vorgegangen wären. Schon bald gibt es einen zweiten Teil und ich bin gespannt, wie es mit Jussi und Manno weitergeht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Das große Buch von den sieben kleinen Hasen

    Sabine Praml

    Christiane Hansen

    Oetinger

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Ich kenne bereits einige dieser niedlichen Hasenbüchern, weil mein Enkel sie liebt, deshalb fand ich diesen Sammelband mit sieben Bänden sehr schön. Beim ersten Band geht es um die Geburt des siebten kleinen Hasen Matti „Wenn die kleinen Hasen um Häschen Nummer sieben rasen“. 
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    Die sechs großen Geschwister freuen sich über den Zuwachs und helfen bei seiner Versorgung. Dann geht es ums Verstecken, Papa muss seine kleinen überall suchen. „Wenn sieben kleine Hasen quietschfidel ans Wasser rasen“ heißt der nächste Band. Erst wird gepackt und dann geht es mit den Rädern an den See. Grummelig sind die Hasen wegen des Regens, aber dann rasen sie durch die Pfützen. Von Schnupfennasen und anderen Krankheiten handelt der nächste Band. Danach wird es weihnachtlich, hier feiert die große Familie Weihnachten mit Oma und Opa. Am Ende geht es dann müde ins Bettchen. 
    Eine Großfamilie, die viel zusammen unternimmt und bei denen wir die große Zuneigung und Liebe zueinander spüren können. Jedes Kind ist aber auch ein Individuum und meine Enkel können die Kleinen gut unterscheiden.
    Die gereimten Texte sind sehr schön zu lesen und die Bilder strahlen eine Heiterkeit aus, dass es eine Freude ist sie anzuschauen. Wundervolle kleine Geschichten, rund um den Alltag einer Hasenfamilie in der wir uns gut wiedererkennen können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Picknick mit Dino   

    Picknick mit Dino   

    Britta Sabag

    Marta Balmaseda

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt uns die Geschwister und den freundlichen Dino auf der Picknickdecke im Garten und das Sandwich ist wirklich riesig!!!
    Die erste Doppelseite wird den meisten Kindern vertraut sein, denn so sieht es in vielen Haushalten aus, in denen die Eltern Homeoffice machen. Papa telefoniert und Mama sitzt am Laptop.
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    Die Kinder decken schon den Tisch, als es klingelt. Als dann noch ein Riesenauge durch den Spion zu sehen ist, öffnen sie die Tür und ein freundlicher Dino steckt seinen Kopf ins Haus. Zuerst sind die Eltern sehr ungläubig, staunen dann aber nicht schlecht. Da der Dino wohl hungrig erscheint, geht es zum Picknick in den Garten. Hier frisst der ungeladene Gast alles auf und die Familie muss wieder ins Haus, um einen „Rumfort-Auflauf“ zu kochen. Dieses gemeinsame Kochen macht der Familie so viel Spaß, dass sie gar nicht bemerken, dass der Dino wieder fort ist.
    Meine Enkelin war begeistert von der Geschichte, vielleicht hofft sie, dass, wenn Mama und Papa arbeiten müssen, auch einmal ein Dino bei ihnen schellt. Eine wundervolle Idee, eine Familie zu einer gemeinsamen Aktion zu bekommen und Dinos lieben ja fast alle Kinder. Die Bilder sind sehr schön gezeichnet und zeigen z.B. das Erstaunen hervorragend. Ein echter Bilderbuchspaß.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Juli Wind

    Meike Töpperwien

    FischerSauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der Hund mit der spitzen Schnauze schaut uns schon eigenartig grinsend vom Cover an und sein Lieblingssatz „Verlasst euch auf mich!“ ist hier auch schon zu lesen. Der Untertitel „schrecklich unwiderstehlich“ passt leider nur zu sehr.
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    Die Familie Bauer-Mati lebt nach festen Regeln, jede Woche schreibt Mama eine Liste, die die Aufgaben der Familienmitglieder beinhaltet. Es wird gemeinsam gekocht, sonntags morgen joggen die Eltern schon vor dem Frühstück und die Kinder haben feste Termin wie Hockey spielen.
    Als die Kinder sich eines Morgens vor der Tür die Schuhe anziehen wollen, sitzt dort ein sehr dünner Hund auf der Matte. Er stellt sich als Schweinehundi vor und möchte Frühstücken. Dass Schweinehundi spricht, scheint niemanden zu verwundern und dass er zum Frühstück Schokoladenstreusel, die es nur sonntags gibt, verlangt auch nicht. Er bezeichnet Schokolade als wichtigen Energieträger und so sitzen bald alle zusammen wieder um den Frühstückstisch. Dann überredet Schweinehundi die Familie Schule und Homeoffice zu schwänzen und Minigolf zu spielen. Mama meint, es wäre „ausnahmsweise“, allerdings werden solche Aktionen bald zur Regel. Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung bleiben auf der Strecke, dafür kommt regelmäßig der Pizzabote und statt Joggen gibt es Kuchen.
    Kennen wir nicht alle so einen Schweinehundi, aber meist ist nach einiger Zeit damit Schluss. In dieser Familie eskaliert die Lage aber über Wochen immer mehr. Bis die Kinder, besonders die kleine Tochter Neneh klar erkennt, dass es so nicht weitergehen kann und Oskar sich nach dem Hockeyteam sehnt.
    Eine witzige Geschichte mit ebensolchen Bilder. Da hat die ganze Familie ihre Freude und kann sich königlich amüsieren. Ich hoffe nur, dass Schweinehundi nie bei uns klingelt und wir seinem Charm erliegen, denn er ist schrecklich unwiderstehlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Geh deinen Weg Schildkröte

    Geh deinen Weg Schildkröte

    Rachel Bright

    Jim Field

    Aus dem Englischen von Pia Jüngert

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Cover lernen wir Marla und ihren Bruder Mini kennen. Schauen sie uns nicht niedlich an?
    Zu Beginn des Buches schlüpfen die beiden mit einem „Plopp!“ aus dem Eis und laufen, einem Instinkt gehorchend, Richtung Meer.
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    Doch dann tauchen viele andere Tiere auf, die das Schauspiel anschauen. Wir haben ja auch schon oft gebannt vor dem Bildschirm gesessen und dieser zauberhaften Nacht zugesehen. „Los, Schildis!“ schreit der Affe und alle Schildkröten laufen noch schneller. Der Tukan will Marla als Siegerin sehen. Doch da fällt Marla auf, dass ihr Bruder nicht mehr mit ihr unterwegs ist und sie entschließt sich, umzukehren und nach ihm zu suchen. Aber sie weiß auch, dass sie vor der Morgendämmerung im Wasser sein muss.
    Natürlich geht die Geschichte gut aus, denn mit vereinten Kräften helfen die Tiere den beiden kleinen Schildkröten pünktlich ins Meer zu kommen. Das Buch ist, wie seine vielen Vorgänger in Reimform geschrieben und diesmal macht das Lesen richtig Spaß. So gefällt mir ein Satz zum Ende des Buches besonders „Und wenn nur Einer Mut zeigt, der andere bewegt, entsteht daraus ´ne Welle, die uns für immer trägt.“
    Neben den farbenfrohen Tierillustrationen zeigt dieses Buch uns, wie wichtige der andere - in diesem Fall der kleine Bruder - ist und wie erfolgreich alle Tiere zusammen sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich hab dich ganz genauso lieb

    Ich hab dich ganz genauso lieb

    Keira Knightley

    Übersetzt von Sophia Lindsey

    Schneiderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Keira Knightley, die ich bisher nur von der Leinwand kannte, hat dieses Buch geschrieben und illustriert. Das Cover mit dem schwarzen Hintergrund zeigt eindrucksvoll, wie schön die Bilder gezeichnet wurden. Es zeigt auch die Verlorenheit der großen Schwester, die uns den Rücken zukehrt.
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    Bisher gab es eine kleine glückliche Familie zu dritt und der Satz „Ich hab dich so lieb wie nichts auf der Welt“ galt einzig für die Tochter. Doch nun ist das Baby da und der Satz ändert sich in „Ich hab dich ganz genauso lieb.“ Lily nimmt den Platz in Mamas Bett ein und „die Große“ hört, wie Mama der kleinen Schwester das Schlaflied vorsingt. Doch dann beginnt eine Traum, in dem Lily, das langweilige Baby, weggewünscht wird. Doch als ein Vogel Lily mitnimmt, sagt das Mädchen mit in die Hüften gestemmten Fäusten und bösem Blick „Das ist mein Baby.“ So macht sie sich auf, die kleine Schwester zu retten.
    Danach wird die Handlung sehr fantastisch und die Illustrationen sind hervorragend gezeichnet. Der Text, der sich in großen Abschnitten reimt, ist sehr wortgewaltig und poetisch, aber auch schwierig zu verstehen. Manchmal fiel es mir schwer, zu folgen.
    Ein zauberhaftes Buch über die Eifersucht auf ein Geschwisterchen, zu dem die Liebe aber erwacht, wenn es in Gefahr ist. So ist das häufig unter Geschwistern. Ein liebevolles Ende, an dem die kleine Familie zu viert eng zusammensitzt.


    Dagmar Mägdefrau


  • Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat – Band 5

    Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat – Band 5

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Da sitzt die ganze Familie von Tiffany gemeinsam im Auto und fährt zur vierten Hochzeit von Tante Ilse nach Wuppertal. Die vertrauten, witzigen Zeichnungen lassen mich sofort eintauchen in diese liebenswerte irre Familie.
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    Wie schon auf dem Cover zu lesen ist, erwähnt Opa mehrfach, dass man die Bahn hätte nehmen sollen und natürlich gibt es den ersten Zwischenfall schon, kaum dass die Reise losging. Denn Max hat am Vorabend mit seinen Freunden den „Kleinen Feigling“ kennengelernt. Papa trägt, wie bei jeder Urlaubsfahr, seine ACDC-Kappe und Tiffany macht sich so ihre Gedanken, ob nicht was falsch gelaufen ist. Oma sucht ihr Handy, das sie nur bei solchen Reisen nutzt. Papa und Luisa klugscheißen um die Wette. Es ist also alles, wie ich es kenne und liebe. Und dass am Ende alles anders kommt und alle sich doch sehr mögen in dieser Familie, das erwarte ich auch irgendwie.
    Es ist wieder mal eine Geschichte voller Humor und witzigen Ideen, auch wenn mir diese K-Wörter etwas auf die Nerven gehen. Als Kind gab es bei mir keine Auto- oder Straßenbahnfahrt, die ohne solche Zwischenfälle auskam, deshalb ist mir das Thema durchaus vertraut und deshalb finde ich es gut, wenn es auch mal anderen passiert.
    Wenn man hinten aufs Cover schaut, dann ist da der Bräutigam Friedrich zu sehen und irgendwie kommt der mir bekannt vor?

    Dagmar Mägdefrau

  • Katastrofabelhafte Sommerferien

    Katastrofabelhafte Sommerferien

    Katja Alves

    Mila Maquis

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Buch des Monats August 2025

    Auf dem Cover sitzt Fili vor dem Wohnwagen, in dem sie mit ihren Vater die Ferien verbringt. Die beiden Jungs im Hintergrund sind Otto und sein kleiner Bruder Jayson.
    Fili steht ein wenig unter Druck, denn ihre Freundinnen fahren in den Ferien in angesagte Orte und sie werden mehrmals täglich tolle Bilder schicken, um sich gegenseitig zu übertrumpfen.
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    Fili hofft, dass ihr Vater eine schicke Villa am See für den gemeinsamen Urlaub gebucht hat, doch dann entpuppt sich die Villa als Wohnwagen und auch der Blausee, an dem er steht, macht seinem Namen keine Ehre. Es gibt einige Leute auf dem Campingplatz, die etwas wunderlich sind. Eine Nachbarin lebt mit einem Plüscheisbär zusammen, mit dem sie sich unterhält und eine hat eine große Sammlung an Gartenzwergen. Da ist es schön, dass Fili die beiden Brüder Otto und Jayson kennenlernt. Mit den Jungs erlebt sie so einiges und besonders der Größere der beiden setzt sich sehr für sie ein. Zunächst tauchen überall Dinge auf, über die sich die Beschenkten sehr freuen. So geht eine geliehener Schirm zu Bruch, wird aber wie durch Zauberhand durch einen Besseren ersetzt. Erst als Ottos Mutter vom Diebstahl im Supermarkt erzählt, werden die Kinder hellhörig und gehen der Sache auf den Grund.
    Filis Mutter, die zu Anfang Filis Koffer packt, ist auf alle Eventualitäten vorbereitet, ihr getrenntlebender Mann lebt in den Tag hinein, hat wenig Geld und verkauft alte Möbel. Leider ist er auch nicht sehr zuverlässig und vergisst Filis Geburtstag. Doch trotz vieler Katastrophen verlebt Fili einen schönen Urlaub mit guten Freunden und vielen Abenteuern.
    Viele bunte Bilder, buntunterlegte Texte mit Sprachnachrichten und 18 Kapitel machen das Buch zu einer hervorragenden Urlaubslektüre.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hier sind Ari und Luke

    Hier sind Ari und Luke

    Yvonne des Vries

    Jeska Verstegen

    Brigit Erdmann

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ari und Luke sitzen in einem Boot zusammen mit einer roten Katze, so sieht das Cover des Buches aus. 
    Und irgendwie sitzen die beiden auch in einem Boot, denn ihre Eltern haben sich ineinander verliebt und so ziehen die beiden zusammen in ein neues Haus.
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    Ari und ihre Mutter Jikke bewerkstelligen den Umzug in einem Lastenrad, das Buch spielt ja in den Niederlanden. Gus und Luke kommen mit einem Kleinbus an. Die Erziehungsmethoden von Jikke und Gus sind zwar unterschiedlich, aber Gus hat eine tolle Art zu vermitteln und Ruhe in die Situation zu bringen. So möchte Luke an einem Morgen einen bestimmten Pullover anziehen und als Jikke ihn nicht finden kann, brüllt er los. Gus weiß sofort, dass der Brüllaffe auf Lukes Zunge sitzt und geht sehr liebevoll und ruhig auf seinen Sohn ein. Das dazugehörige Bild mit dem rotgesichtigen Kerl auf Lukes Zunge, einfach toll. Beide Kinder sitzen und malen, natürlich wollen beide denselben Stift und so fällt der Satz, dass man teilen soll. Luke beharrt so lange darauf, bis Ari sein Meerschweinchen mit der Schere durchteilen will, das will sie aber nicht wirklich, aber so sitzt sie am Ende alleine am Tisch und hat alle Stifte für sich. So nähern sich die Kinder immer mehr an und werden vertrauter, auch die Eltern zeigen auf eine sehr schöne Art ihre Liebe zueinander und zu ihren Kindern. So werden Ari und Luke zu Bisschen-Schwester und Bisschen-Bruder.
    Das Buch ist einfach so sanft und zärtlich, besonders Gus hat ein so liebevolle Art, mit allem umzugehen, beneidenswert. Ein zauberhaftes Buch mit 31 kurzen Geschichten und vielen großen bunten Bilder, die hervorragend auch die Gefühle zeigen.

    Dagmar Mägdefrau-.

  • People Pleaser – Eine für alle und alle für sich

    People Pleaser – Eine für alle und alle für sich

    Anna Dimitrova

    Arctis

    Leseempfehlung ab 14 Jahre

    KORBINIAN -Paul-Maar-Preis 2025

    Nina geht es gut, wenn sie anderen helfen kann. Sie bringt ihren besten Freund*innen Frühstück mit in die Schule, schreibt Hausaufgaben doppelt ab. Alles, um zu helfen. 
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    Vielleicht liegt das auch an ihren bulgarischen Wurzeln: Ihre Mutter hat ihr beigebracht, dass Frauen in ihrer Familie niemals stillstehen dürfen. Ganz anders ihr kleiner Bruder Ivo, der chillt sich durchs Leben als wäre es ein Vollzeitjob.Besonders intensiv lebt Nina ihre „Fürsorge“ gegenüber ihrer besten Freundin Teo aus. Doch bei Theo spürt sie auch eine gewisse Distanz, irgendwas ist anders zwischen ihnen. Und dann ist da noch Aleks, der neue Bad Boy in Theos Leben. Nina geht so weit, ihn "retten" zu wollen, ohne zu merken, dass sie dabei ihre eigenen Freundschaften vernachlässigt.
    Nina sieht häufig das Problem vor lauter “People Pleasen” nicht, vor allem nicht, dass das “Pleasen” nicht immer positiv ist. Das ist teilweise so unangenehm, wie sie wirklich gar nicht für sich und ihre Bedürfnisse einsteht, dass es weh tut. Gerade dadurch entstehen aber auch spannende Dynamiken, die zum Nachdenken bringen: Was bedeutet Freundschaft eigentlich, wenn nur eine Seite sich öffnet und die andere immer nur hilft? Ist das wirklich fair? Tut Nina Theo damit überhaupt einen Gefallen?
    Auch die anderen Figuren greifen diese Dynamik auf und wirken dabei super echt. Wie schon in Kanak Kids bringt Dimitrova auch hier viel Humor rein. So schlagfertig wie Dimitrovas Figuren wäre ich gerne mal!
    Der Roman zeigt, wie es ist, wenn man immer nur für andere lebt und dabei sich selbst vergisst. Woher kommt das? Was ist erlernt, was ist vielleicht auch Erwartung von außen? Und wie oft machen wir Dinge für andere, ohne zu fragen, ob sie das überhaupt wollen? Wie wenn man jemandem immer den letzten Keks überlässt, ohne zu wissen, ob der andere überhaupt Appetit hat.
    Ein kluger, zeitgemäßer Roman mit viel Gefühl und Witz, der zum Reflektieren einlädt, ohne belehrend zu sein.

    Raphaela Brosseron


    Mir sagte der Begriff „People Pleaser“ nichts, deshalb hier die Definition: „...versteht man eine Person, die es allen anderen Menschen recht machen möchte. Nicht selten vergisst der „People Pleaser“ dabei seine eigenen Bedürfnisse.“
    Nina orientiert sich an ihrer Mutter, die immer bereit ist, anderen zu helfen. Neben Beruf und Haushalt kümmert sie auch um andere Menschen. So verhält sich auch Nina, die kurz vor dem Abitur steht. Da ihre langjährige Freundin Teo seit zwei Jahren ein Problem mit sich herumschleppt, das auch ihre Freundschaft belastet, besucht Nina eine Therapeutin, damit sie ihrer Freundin helfen kann. Leider gerät Teo auch immer an die falschen Jungs und diesmal ist es Aleks, der ihr gefällt. Aleks hat das Abi nicht geschafft und kommt deshalb neu in Ninas Freundesgruppe. Er tritt selbstbewusst auf und verbringt seine Zeit in einem Gym, um stundenlang zu trainieren. Nina befürchtet, dass Teos Freundschaft zu ihm toxische Züge haben wird und entschließt sich, mittel Deeptalk seinen Charakter zu verbessern. Doch dann erfährt sie, was sich hinter Aleks smarter Fassade verbirgt.
    Die Autorin stellt bulgarische Familien so dar, dass die Frauen sich für die Familie aufopfern, während Männer sich bedienen lassen. Entstehen so Vorurteile?
    Auf fast 400 Seiten erzählt uns in erster Linie Nina von ihren Bemühungen, immer Hilfe anzubieten und sich ausschließlich über diese Hilfe zu definieren. Damit schreckt sie Teo immer mehr ab und Aleks will sie mit ihren Deeptalks zu einem besseren Freund machen, damit Teo endlich eine gute Beziehung hat. Doch dabei erkennt sie nicht die echten Probleme ihrer Freundin und erst recht nicht ihre eigenen Probleme.
    Ein Buch, dass man nicht so leicht vergessen kann und was dazu führt, dass man seine eigenen Motive hinterfragt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Familie Maus im Mondschein

    Familie Maus im Mondschein

    Kazuo Iwamura

    Gereimt von Rose Pflock

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die ganze Mäuseschar, unterschiedlich gekleidet und so können wir sie später gut zuordnen, was meinen Enkeln viel Freude macht. Die ganze Familie besteht aus 10 Mäusegeschwistern und den Eltern und Großeltern. 
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    Familie Maus ist sehr unternehmungslustig und heute geht es nach oben. Mit Hilfe eines Flaschenzuges, an dem ein Korb hängt, werden alle Mäuse auf einen Baum gezogen. Es werden Leitern gebaut und so geht es immer weiter hinauf. Sie treffen auf einen Frosch und einen Vogel, die sich wundern, was die Mäusefamilie dort oben machen will. Mit gesammelten Zweigen bauen sie einen Art Plattform, das alles geschieht zusammen und mit viel Rücksicht aufeinander. So können alle gemeinsam dort oben sitzen und schauen, wie sich der Himmel verändert. 
    Eine zauberhafte Geschichte um eine große Familie, die gemeinsam ein wunderschönes Erlebnis hat. Der Umgang ist liebevoll und so empfinde ich auch die zarten Zeichnungen.
    Die Mäuse stehen zwar im Vordergrund, aber um sie herum sehen wir das Blätterwerk und später den leuchtenden Vollmond. Der Text besteht aus kurzen Reimen, die sich sehr gut lesen lassen. „Danke, Mond, fürs Glücklichsein heute Nacht im Mondenschein.“ Diesem schönen Reim kann ich nichts mehr hinzufügen.

    Dagmar Mägdefrau