• Aufregung im Freizeitpark

    Aufregung im Freizeitpark

    Anja Kiel

    Valeska Scholz

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 6 Jahre 1. Lesestufe

    Auf dem Cover sehen wir die drei Kinder, die wir in den Freizeitpark begleiten, mit der Achterbahn fahren. Hinten jubelt Paul, während Nuri und Elias sich sichtlich unwohl fühlen.
    Die Klasse 2 a macht, nachdem die Kinder die Karten gewonnen haben, einen Ausflug in den Freizeitpark.
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    Paul nimmt seinen Mund immer sehr voll und möchte mit allen Fahrgeschäften fahren. Erst geht es in die Achterbahn, danach kommt die Geisterbahn dran und obwohl sei inzwischen ihre Klasse verloren haben, muss Paul noch auf die Wildwasserbahn. Nuri und Elisas zögern zwar immer wieder, steigen aber dann doch immer ein. Als sie endlich vom Riesenrad aus ihre Klasse entdecken und zu ihr finden, ist ihre Lehrerin ziemlich böse auf sie. Paul versucht sich herauszureden, aber Nuri gesteht, wie es war. 
    So ein Besuch im Freizeitpark ist immer eine spannende Sache und nicht alle wollen mutige überall mitfahren. Da ist etwas Rücksichtname schon angeracht, aber Paul interessieren die Ängste der anderen nicht. Bis er selbst in eine Situation gerät, in der er sich fürchtet.
    Die vier Abschnitte sind in großen Buchstaben gedruckt und der Text ist nicht sehr lang. Dazu kommen die vielen schönen bunten Bilder, die die Geschichte zusätzlich erzählen. Ein schönes Erstleser*innen-Buch über Ängste und Freud*innen, die uns unterstützen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Helfer in der Not – Spannende Hundegeschichten              

    Helfer in der Not – Spannende Hundegeschichten              

    Katia Reider

    Vernessa Himmler

    Ravensburger

    Leseempfehlung ab 6 Jahre 1. Lesestufe

    Das Cover zeigt die Bergretter mit Hund und Helikopter im Hintergrund. In der ersten Geschichte geht es dann in die Berge, wo eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter vermisst wird. Hund Bruno kann sie mit seiner feinen Nase finden. Danach lernen wir die Assistenzhündin Holli kennen, die einen blinden Mann in den Supermarkt begleiten soll. 
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    Auch am Strand werden Hund eingesetzt, so unterstützt Balu die Rettungsschwimmerin Mira bei der Rettung eines Jungen, dessen Schlauchboot unterging. Pepe ist ein Polizeihund, der einen Flüchtenden stellen kann.
    Die vier Hundegeschichten sind kurz, in großer Schrift gedruckt und mit vielen schönen großformatigen bunten Illustrationen bebildert. Eine Leseanfängerin oder ein Lesefänger kann sehr gut die spannenden kleinen Episoden lesen und einiges über die „Arbeit“ dieser Hunde erfahren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Agathe – Papas Schildkröte und ich

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung 6 Jahre

    Ein sehr persönliches Buch hat Antje Damm da geschrieben, gezeichnet und geklebt. Es handelt von Agathe der Schildkröte, die inzwischen wohl 80 Jahre alt sein dürfte und die ihre Vater sich gekauft hat, weil seine Mutter kein Haustier wollte. Er hat sich als Junge sehr gut um das Tier gekümmert, aber leider musste er vieles selbst herausfinden, weil es ja noch kein Internet gab, wo man alles erfragen kann. 
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    Im Sommer bekam Agathe ihr Lieblingsessen und im Winter wurde sie in einer Kiste mit Laub und Erde in den Keller gestellt. Später zog er mit seiner Frau in eine Wohnung und Agathe lebte auf dem Balkon. Im Buch gibt es einen Grundriss, damit wir uns das vorstellen können. Danach sehen wir ein Foto von Antje als Kind mit Agathe im Arm. Heute lebt Agathe im Haus der Autorin und inzwischen gibt es extra einen Kühlschrank zum Überwintern.
    Viele Kinder wünschen sich wie der Vater ein Haustier. Meine Kinder fanden die kleinen Wasserschildkröten immer so niedlich. Aber dann erfuhren wir, dass sie ziemlich groß werden und bissig sein können. Hier wurde auch sehr blauäugig eine griechische Landschildkröte angeschafft, aber zum Glück hat die Familie sich in drei Generationen sehr liebevoll um Agathe gekümmert.
    Ich finde dieses Buch sollte man lesen, wenn man erwägt ein so langlebiges Tier anzuschaffen. Daneben macht es natürlich viel Spaß es zu lesen, denn es gibt neben Fotos kleine Comics, viele tolle Zeichnungen und Geschichten aus Agathes Leben. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen, ich habe einiges über Schildkröten erfahren und mich darüber amüsiert, dass eine Taube Freundschaft mit Agathe schloss.

    Dagmar Mägdefrau
  • Kant oder was ist hinter dem Weltraum

    Kant oder was ist hinter dem Weltraum

    Jon Fosse

    Akin Düzakin

    Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Der Autor Jon Fosse wurde 2023 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet und hier haben wir eine Bilderbuch für Grundschulkinder zum Vor- oder Selberlesen. Es hat großformatige wunderschöne Illustrationen, die die Geschichte hervorragend unterstützen.
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    Das Cover zeigt Kristoffer in seinem Bett und die Angst, die er vom Nachdenken bekommt, kannst du seinem Gesicht ansehen. In der Hand hält er einen Comic, denn die liest Kristoffer am liebsten. Kristoffer ist 8 Jahre alt und in der dritte Klasse, da morgen wieder Schule ist, soll er bald schlafen. Aber Kristoffer denkt nach über den Weltraum und wie er wohl enden könnte. Das Nachdenken macht ihm Angst und er ruft einen Vater, der im Wohnzimmer liest. Er tröstet und streichelt Kristoffer und gemeinsam überlegen sie, was sein könnte. Der Vater erwähnt Kant und meint, dass Kristoffer später seine Bücher lesen können. 
    Ich konnte mich sehr gut in Kristoffer und seinen Überlegungen hineinversetzten und einem Kind in seinem Alter wird es ähnlich gehen. Ein sehr einfühlsam geschriebenes philosophisches Buch, verständlich schon für neugierige Grundschulkinder.
    Lediglich der Satz „Wegen dem Weltraum“ tut mir ein wenig weh, schade, dass der Genitiv tot ist.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Lese-Rakete

    Die Lese-Rakete

    Anne Rummenie

    Nora Fuchs

    Duden

    Verlagsempfehlung ab 1. Klasse

    Das Cover zeigt die Rakete, aus deren Fenstern einige Protagonisten herausschauen. Die Leser*innen werden als Astronauten und Astronautinnen angesprochen und aufgefordert, das Lese-Universum zu erobern. Zur Unterstützung wurden die Worte in unterschiedlichen Farben gedruckt.
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    Dann wird abgehoben, die Geschichten bestehen lediglich aus wenigen kurze Sätzen und einem passenden bunten Bild. Dann geht es höher, das können wir an der Rakete am Seitenrand ablesen, die immer höher steigt. Jetzt haben die Geschichten schon bis zu zehn Sätze und es gibt wörtliche Rede und Nebensätze. Bei der Entdeckung fremder Welten tauchen schon schwierige, rot gedruckte Worte auf. Und Schwerelos bedeutet schon längere Texte, in denen noch mehr schwierige Wörter auftauchen.
    Die Geschichten sind sehr unterschiedlich und decken die verschiedensten Themen ab. Sicher wird nicht jeden alles interessieren, aber das ist ja immer so bei einer Mischung. Ich denke aber, dass Erstleser sich mit diesem Buch hervorragend steigern können und den Mut bekommen, selbst zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das wundersame Buch über den Tod

    Das wundersame Buch über den Tod

    Mariona Cabassa

    Soledad Romero Mariño

    Aus dem Spanischen von Melanie Laibl

    Leykamp:

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Goldene Buchstaben und ein weißes Skelett zieren das Cover. Der Titel macht mich sehr neugierig auf den Inhalt. An der Seite des Inhaltsverzeichnisses steht „Die vielen Seiten des Todes“ und ich kann bestätigen, sie werden genau beleuchtet.
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    Zunächst geht es um die wichtigste Erkenntnis „Keine Leben ohne Sterben“, dazu gibt es kleine informative Texte und einen Spruch von Francis Bacon. Danach geht es darum, dass alles stirbt einschließlich der Himmelskörper. Wichtig ist auch, dass aus dem was stirbt Neues entsteht. Alle leben unterschiedlich lange, so lebt eine Qualle praktisch unendlich, wenn sie nicht gefressen wird. Auch Tiere haben Rituale, wie sie mit ihren verstorbenen Artgenossen umgehen. Und so kommen wir auch zu „menschlichen Totenritualen“. Wir erfahren einiges über Friedhöfe und letzte Ruhestätten, die Totengedenktage in der Welt und welche Heiligen oder Götter da zuständig sind. Zum Ende des Buches kommen wir zur Trauer und dem Tabu, das mit dem Thema Tod verbunden ist.
    Die Illustrationen des Buches sind hinreißend, bunt, lebendig und voller Kraft. Der Textanteil ist nicht sehr groß, bietet aber sehr viele interessante Informationen. Vielleicht sollte so ein wunderschönes Buch mal im Familienkreis angeschaut werden, um damit ein Tabu zu durchbrechen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir sind erste Klasse! – Es rappelt in der Kiste

    Wir sind erste Klasse! – Es rappelt in der Kiste

    Daniela Kulot

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wir sehen Betti mit ihrer Kiste auf dem Schulhof stehen und Anton schaut neugierig durch den kleinen Spalt hinein.
    Nachdem uns die beiden vorgestellt wurden und wir erfahren, dass sie in die 1. Klasse gehen, die „Fuchs-Bande“ heißt und ihre nette Lehrerin Frau Kanne kennenlernen, geht es gleich mit dem Unterricht los.
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    Frau Kanne liest eine Herbstgeschichte vor und unsere Aufgabe ist es, das richtige Buch auszusuchen. Dann werden Blätter gebastelt, die durch die Klasse fliegen. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes: Aus Bettis Kiste kann sich eine kleine graue Maus befreien. Frau Kanne springt auf den Stuhl und die Kinder tun alles, um die Maus zu fangen.
    Natürlich geht das nur, wenn alle zusammen überlegen und zusammen handeln. So wird mit dieser kleinen Geschichte für Erstleser gezeigt, wie schön es ist, eine tolle Klassengemeinschaft zu haben.
    Neben der groß gedruckten spannenden Schulgeschichte gibt es viele schöne bunte Illustrationen und einige Rätsel, die gut zu lösen sind. Ein empfehlenswertes Buch für den Schulanfang.

    Dagmar Mägdefrau

  • Staub

    Staub

    Silke Schlichtmann

    Maja Bohn

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir Staub in unterschiedlichsten Erscheinungsformen mit Demo-Schildern, die darauf hinweisen, wie wichtig diese kleine Partikel sind. „Staub ist eine Mischung aus Luft und winzigen Teilchen.“ 
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    Zunächst berichtet die Autorin aus ihrer eigenen Erfahrung, die sich mit der der Lesenden deckt. Wir empfinden Staub meist als lästig und mühen uns, ihn zu entfernen. „Staub hat einfach einen schlechten Ruf.“ Aber in diesem Buch werden wir eines Besseren belehrt, denn vieles funktioniert ohne Staub gar nicht. So schützt er uns vor der Sonneneinstrahlung oder erzählt uns Geschichten über die Vergangenheit oder über mögliche Täter. Es gibt eine Menge Staubsorten, über die wir viel erfahren. So wird der fruchtbare Lössboden „staubiges Gold“ genannt. 
    Erstaunlich, dass dem Staub, dem wir ja überall begegnen, erst jetzt so ein spannendes Sachbuch mit so vielen informativen Illustrationen gewidmet wurde. Hier wurde ein Alltagsthema zu einem superwichtige Thema gemacht, aber das Beste an dem Buch ist, dass das Lesen und Anschauen riesigen Spaß macht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Paul`s unglaubliche Reise mit Donnerblitz

    Paul`s unglaubliche Reise mit Donnerblitz

    Thorsten Winskowski

    BoD

    Autorenempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover reitet der kleine Paul auf Donnerblitz, seinem selbstgebastelten Raumschiff. Nachdem Paul von einem Raumschiff geträumt hatte, macht er sich gleich am Nachmittag daran, so etwas selbst zu bauen, zum Schluss schreibt er „Donnerblitz“ auf die Tonne. 
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    Und schon in der darauffolgenden Nacht drückt er auf den Startknopf und legt vorsichtig den ersten Gang ein. Zu seinem eigenen Erstaunen kann Donnerblitz fliegen, schon bald ist er über den Dächern unterwegs. Mit einem Knall durchbrechen sie die Schallmauer und mit dem fünften Gang erreichen sie den Weltraum. Jetzt muss Paul Luft aus den mitgenommenen Luftballons atmen. Im sechsten Gang geht es dann wieder zurück zur Erde. 
    In der nächsten Nacht nimmt sich Paul vor, bis zum Mond zu fliegen.

    Eine Geschichte voller Fantasie. Später im Buch tauchen dann noch kleine außerirdische Roboter auf, denen Paul helfen kann und die seinen Donnerblitz reparieren können. Zusammen geht es dann noch zum Mars. Natürlich kann man sich Gedanken machen, wenn ein Junge nachts im Garten unterwegs ist, vielleicht sollten sich die Eltern auch mehr für das Tun ihres Kindes interessieren. Aber letztlich ist es eine fröhliche, fantasievolle Erzählung und es macht Spaß, sie zu lesen. Die Bilder im Buch sind, anders als der Text, KI-unterstützt entstanden, passen aber sehr gut zur Geschichte.

    Dagmar Mägdefrau
  • Lea, Tom und der gelbe Luftballon

    Lea, Tom und der gelbe Luftballon

    Luitgard Péron

    tredition

    Autorenempfehlung ab 6 Jahre

    Tom und Lea sehen wir auf dem Cover, sie liegen fröhlich auf einer Wiese und beobachten einen Frosch. 
    Die beiden sind schon lange beste Freunde und gehen jetzt gemeinsam in die 2. Klasse. An den Nachmittagen treffen sie sich an ihrem „geheimen Ort“, einer Eiche, die auf einer bunten Wiese steht.
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    Wir erfahren, wie sie den Platz entdeckt haben und was sie schon Tolles zusammen hier erlebt haben. Doch diesmal hat Tom eine schlechte Nachricht, er wird in eine andere Stadt ziehen und „Lea verliert ihren besten Freund.“ Zuhause merkt Mama gleich, dass Lea ein Problem hat und als sie in Leas Zimmer kommt, erfragt sie liebevoll und einfühlsam den Grund für Leas Tränen. Sie geht auf Leas Gefühle mit viel Verständnis ein und ermutigt sie, alles zu erzählen. Mit Hilfe eines Bildes von einem Leuchtturm verbildlicht die Mama Leas Schmerz und versichert ihrer Tochter: „Ich tröste dich jetzt, ich bin bei dir.“ Später erzählt sie Lea noch eine kleine Geschichte und erklärt damit den Begriff „dein eigener Ort“, an den sich Lea zurückziehen und innere Ruhe finden kann.
    Ein sehr gefühlvolles Buch, dass die Autorin selbst passend in zarten Tönen illustriert hat. Die Mutter geht auf die Gefühle ihrer Tochter ein und nimmt sie sehr ernst. Mit ihrer ruhigen Art, ihrer körperlichen und mentalen Nähe schafft sie es, dass ihre Tochter trotz des Verlustes Trost findet.
    Im hinteren Teil des Buches werden die Leser*innen zum Mitmachen aufgefordert. Sie können malen und schreiben und sich ihrer Gefühle bewusst werden. Beim Lesen spürte ich, wie wichtig der Autorin dieses Thema ist und wie wohl überlegt und voller Liebe sie dieses Buch zusammengestellt hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Niemandskatze – Carlo von Catwig

    Niemandskatze – Carlo von Catwig

    Cora Gofferijé

    Christina Groth

    fe- Medienverlag

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den einäugigen Kater Carlo von Catwig, stolz schaut er uns mit seinem einen blauen Auge an. Daneben die riesige, aber immer ängstliche Dogge Amboss und mit einem verschlagenen Blick der Mops Fiesemöpp, der seinen Namen zu Recht bekommen hat.
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    Während Ida Isenbügel, die Inhaberin des Hunde-Hotels, friedlich schläft, hört Amboss verdächtige Geräusche. Da er selbst zu ängstlich ist, geht der kurzbeinige Mops zur Tür und findet davor eine Katze. Diese Katze befindet sich in einem jämmerlichen Zustand und Ida macht sich sofort auf den Weg zur Tierärztin, damit der Kater medizinisch versorgt wird. Doch dort muss Ida eine Entscheidung treffen, denn der Kater ist eine „Niemandskatze“, eine Katze ohne Namen und ohne Besitzer*in. Ida ist sicher, dass der Kater kämpfen wird und gibt ihm den Namen „Carlo von Catwig“. Und sie behält Recht, bald kann Carlo wieder bei ihr einziehen. Aber Fiesemöpp kann sich nicht damit abfinden, dass dieser Kater Privilegien hat, die er auch gerne hätte, und so versucht er mit allen Mitteln, den neuen Mitbewohner loszuwerden.
    Das Schicksal von Carlo ist bei uns in Essen durch die Presse gegangen und in diesem kleinen Büchlein erfahren wir, wie aus einer kranken, schmutzigen Niemandskatze ein stolzer einäugiger Kater geworden ist. Carlo ist ein Kämpfer mit Herz, der selbst am Ende Fiesemöpp rettet.
    Die Kinder werden mit Carlo zittern und seinen Erfolg feiern. Besonders die zahlreichen farbigen Illustrationen, die die Erzählung so schön begleiten, werden ihnen, wie mir, gefallen. Die Mut-Mach-Geschichte liest sich wunderbar in einem durch und zeigt, dass auch die, die schon am Boden liegen, noch zum Star werden können. Carlo ist einfach ein liebenswerter Kerl!

    Dagmar Mägdefrau
  • Maris Märchen

    Maris Märchen

    Shari & André Dietz

    Saskia Gaymann

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Zunächst stellt sich Mari vor, sie ist die Tochter des Autorenpaares und hat das Angelman-Syndrom. Deshalb kann Mari nicht für alle verständlich sprechen, ist aber sehr fröhlich und lacht sehr viel. In dem Märchen „Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ versucht Mari, zu erfahren, wie es ist, Angst zu haben. 
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    Rosi, die im Palast Downröschen genannt wird, was ihr natürlich nicht gefiel, schläft eine lange Zeit und träumt von Henry Prinz und einer besseren Welt. Als sie dann aufwacht, spricht sie mutige Worte. „Händikäppchen“ wird das Rotkäppchen böswillig genannt und Wolfgang, ihr Freund, ist ein Wolf mit einem ungewöhnlichen Kleidergeschmack. Weil alle Jochen Günter „Humpelstilzchen“ nennen, kennt niemand seinen Namen und er kann mit dem König die bekannte Wette abschließen. Was Ein „Grank“ ist und was er anrichtet, erzählt uns dann noch einmal Mari, die uns zu Ende des Buches noch einmal ganz genau ihre Sichtweise erklärt. 
    Ein Buch, das voller Humor steckt und doch sehr nachdenklich macht. Wie schnell setzt sich so ein beleidigender Begriff zuerst im Spaß und dann im Alltag durch. Hier wird gezeigt, dass kleine Einschränkungen nicht dazu führen müssen, dass die oder der Betroffene nicht clever sein können und mit ihrem fröhlichen Lachen für gute Laune sorgen können. Ein wunderschönes Märchenbuch voller zauberhafter Geschichten und liebenswerter Protagonist*innen, dazu kommen noch die witzigen Illustrationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • 101 Wichtel ziehen ein!

    101 Wichtel ziehen ein!

    Alexandra Helm

    Ruby van der Bogen

    Bearbeitung und Rätsel Alexandra Hanneforth

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre


    Die Wichtel springen über die Bücher und huschen dann durch die Wichteltür. Diese Buch erzählt uns einiges über das Leben der Wichtel in der Adventszeit. Aber zunächst müssen wir unseren Namen mit einem Rechencode in einen Wichtelnamen verwandeln.
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    Bei einigen Versuchen blieben immer nur die Vokale übrig und denen musste ein Buchstabe vorangestellt werden. Nach einer kleinen Gebrauchsanweisung starten wir dann in die Geschichte. „Was Wichtel mögen“ erkunden wir zuerst, aber zunächst messen wir unser Hand, damit wir vergleichen können, wie klein die Wichtelhand ist. In der Puppenstube werden die Reifen gezählt und der Verweis auf Seite 12 verrät uns, was Wichtel so stark macht.  Leider hat nicht jede Seite eine Seitenzahl. Eine kleine Denkaufgabe verrät uns das Alter eines ausgewachsenen Wichtels, was Wichtel gerne machen, erfahren wir auf Seite 11. Am Ende eines Kapitels gibt ein Wichtelbild, auf das wir einen entsprechenden Mund aufmalen können, je nachdem, wie schwierig wir die Aufgaben fanden. 
    So rechnen wir uns durch das Buch und erfahren einiges über die kleinen Adventshausgäste.
    Niedliche bunte Wichtelbilder, in denen sich oft Aufgaben verstecken, machen das Buch zu einem fröhlichen Adventsbuch. Ich muss zugeben, dass die Aufgaben nicht immer leicht zu lösen waren und ich habe mich einige Male bei den Lösungen hinten im Buch vergewissert, ob ich richtig liege. Ich weiß allerdings aus Erfahrung, dass meine Enkel da oft besser kombinieren als ich. Für kleine Tüftler und Wichtelfans sicher ein toller Adventsspaß.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat – Band 5

    Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat – Band 5

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Da sitzt die ganze Familie von Tiffany gemeinsam im Auto und fährt zur vierten Hochzeit von Tante Ilse nach Wuppertal. Die vertrauten, witzigen Zeichnungen lassen mich sofort eintauchen in diese liebenswerte irre Familie.
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    Wie schon auf dem Cover zu lesen ist, erwähnt Opa mehrfach, dass man die Bahn hätte nehmen sollen und natürlich gibt es den ersten Zwischenfall schon, kaum dass die Reise losging. Denn Max hat am Vorabend mit seinen Freunden den „Kleinen Feigling“ kennengelernt. Papa trägt, wie bei jeder Urlaubsfahr, seine ACDC-Kappe und Tiffany macht sich so ihre Gedanken, ob nicht was falsch gelaufen ist. Oma sucht ihr Handy, das sie nur bei solchen Reisen nutzt. Papa und Luisa klugscheißen um die Wette. Es ist also alles, wie ich es kenne und liebe. Und dass am Ende alles anders kommt und alle sich doch sehr mögen in dieser Familie, das erwarte ich auch irgendwie.
    Es ist wieder mal eine Geschichte voller Humor und witzigen Ideen, auch wenn mir diese K-Wörter etwas auf die Nerven gehen. Als Kind gab es bei mir keine Auto- oder Straßenbahnfahrt, die ohne solche Zwischenfälle auskam, deshalb ist mir das Thema durchaus vertraut und deshalb finde ich es gut, wenn es auch mal anderen passiert.
    Wenn man hinten aufs Cover schaut, dann ist da der Bräutigam Friedrich zu sehen und irgendwie kommt der mir bekannt vor?

    Dagmar Mägdefrau

  • Ninjago – Aufstieg der Drachen – Abenteuer Atlas

    Ninjago – Aufstieg der Drachen – Abenteuer Atlas

    Simon Hugo

    DK

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Da meine Enkel schon einige Ninjago-Figuren besitzen und auch die Serie im Fernsehen schauen dürfen, wurde es Zeit für mich, mich mit diesem Thema zu befassen.
    Im dicken Deckel des Buches finde ich die Lego-Figur Kai, den Elementemeister, der auch das Vorwort an uns richtet.
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    Das Inhaltverzeichnis ist in Städte, Wildnis, Ozeane und andere Welten unterteilt. Dann lernen wir unsere Reiseleiter Kai, Arin und Sora kennen, zu ihren Porträts finden wir kleine Felder mit ihren Steckbriefen. Los geht es mit den Städten. Ninjago City ist eine „tolle Stadt für Überfälle“ findet UnAGami1. Ich sehe ein mehrstöckiges Gebäude. Danach geht es in die Stadtteile, mich beeindruckt da „Parks und Gärten“. Crossroads, „eine Zuflucht für alle, die kein anderes Zuhause haben“, wurde zur Festival-City. In Kapitel 2 werden Dschungel und Wälder vorgestellt, der „Tempel des Kristallkönigs“ ist beeindruckend. Sumpfgebiet, Berge und Wüsten sind hier zu finden. Auf der „Dunklen Insel“ wird der Besuch des Steinfests empfohlen. „Endlose Ozeane“ heißt es dann und zu Beginn ist ein Tempel zu sehen. Steil ist der Aufstieg zum Leuchtturm und ein Schild besagt, dass hier nur Skelette Zutritt haben. Imperium und die andere Seite des Imperiums werden im letzten Kapitel erklärt. Es geht in den Wald der Geister und ins Königreich des Irrsinns. Im Glossar konnte ich noch einige Begriffe finden und das alphabethische Register hilft bei der Suche.
    Das Buch ist reich mit vielen Fotos bestückt, daneben gibt es eine Menge kleiner Textfelder. Wie bei einem Reiseführer üblich, gibt es Tipps, wie die Rubrik „muss du sehen…“, Berühmtheiten werden vorgestellt und natürlich gibt es Bewertungen von Besuchern. Unsere drei Reiseführer haben auch immer wieder wichtige Informationen für uns. In den Bubbles „Aufgepasst“ lesen wir Warnungen, die es zu beachten gilt.
    Ja, ich würde euch raten, macht euch auf zu einer abenteuerlichen Reise und entdeckt mit dem „Abenteuer Atlas“ die Welt von Ninjago.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schwimmbad

    Schwimmbad

    Eilika Mühlenberg

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Lesepeter Gewinner 2/2025

    Meine ältesten Enkelkinder haben gerade ihr Seepferdchen bestanden und ich als Oma bin natürlich sehr stolz. In diesem Buch geht es u.a. auch um Schwimmabzeichen. Das Cover zeigt ein richtig tolles Schwimmbad, wo oben die Leute vom Brett springen, andere schwimmen und tauchen und einige Besucher gehen unten an Bullaugen, die das Schwimmbecken zeigen, vorbei.
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    Wir starten dann an der Kasse und können schon ins Bad schauen. Papa, Tomi und Lino gehen noch angezogen an vielen Wegweisern vorbei zur Umkleidekabine und zum Duschen. Diese Seiten kommen noch ohne Text aus. Dann gibt es Sprechblasen, weil die Frage auftaucht, ob jeder schwimmen können muss. Es folgt eine Schwimmanleitung mit vielen Bildern, ein Auswahl an Bademoden und wir sehen erste Schwimmversuche von Tomi. Während die Kinder mit ihren Nudeln ins Becken springen, verhandelt Tomi mit Papa. Auf der nächsten Seite können wir uns Schwimmabzeichen anschauen. Dann geht`s ins Nichtschwimmerbecken. Danach geht es mit Tomi und Papa in einem kleinen Comic weiter. 
    Auf den nächsten Seiten sehen wir Supersicheres, wer vom Turm springt, was Nichtspringer machen, wie es früher in Schwimmbädern aussah, ein Erlebnisbad wird vorgestellt, wir schauen in den Keller und tauchen. Nach Tomis 2. Versuch geht es zum Imbiss, dann wird Pause gemacht, Kunst angeschaut, gerutscht und nach dem Wassersport geht es mit Tomi weiter.
    Schwimmen wollen alle können und Spaß im Schwimmbad haben erst recht. Aber das Schwimmen lernen ist nicht immer so ganz einfach. Hier können die Kinder sich alles anschauen, was nur irgendwie mit Schwimmen zu tun hat und sehen, wie Tomi es am Ende schafft, zu schwimmen.
    Hervorragende Illustrationen, manchmal mit echten Fotos, einfach ein Genuss. Zum einen gibt es viele Informationen, zum anderen begleiten wir Tomi beim Schwimmen lernen. Eine tolle Mischung!

    Dagmar Mägdefrau
  • Lasse in der 1. Klasse

    Lasse in der 1. Klasse

    Sarah Welk

    Anne-Kathrin Behl

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    In diesem Buch kann man mit Lasse zusammen Abenteuer rund um die Einschulung erleben. Von dem Schulranzen-Kauf, über die Schultüte bis hin zu den ersten Tagen in der Schule, sind viele schöne und lustige Geschichten dabei. 
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    In jedem Kapitel erlebt Lasse, teils mit seiner besten Freundin Rica, Abenteuer, die für Kinder im Grundschulalter spannend geschrieben sind. Die Gefühle der kleinen Menschen, gerade im Zusammenhang mit dem Wechsel von der Kita zu Grundschule, sind sehr schön in jedem Kapitel beschrieben, so dass die Kinder sich damit identifizieren können. Sie zeigen, dass es normal und gut ist, solche Ängste und Gedanken im Zusammenhang mit der Einschulung zu haben.
    Es ist als Vorlesebuch gerade im Vorschulalter toll, damit die Kinder eine erste Vorstellung von der Schule bekommen. Als Erstleser würde ich es jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt empfehlen, nicht schon in der ersten Klasse, vielleicht im Laufe der zweiten Klasse. Mein Sohn (kommt jetzt in die zweite Klasse) fand es teilweise anstrengend zu lesen.
    Die Illustrationen sind schön gestaltet und finden immer wieder den Bezug zu der Geschichte.
    Alles im allem sind es sehr schöne Geschichten, die trotz Spannung immer wieder ein schönes Ende finden.

    Katrin Hemmerich
  • Koboldkroniken – Der Klassenkobold – Band 1

    Koboldkroniken – Der Klassenkobold – Band 1

    Daniel Bleckmann

    Thomas Hussung

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die Erstklässlerin Emilia mit dem Ümpf und dem Kobold Rumpel. Ein Foto der Drei wurde auf ein verschließbares Tagebuch geklebt. 
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    „Schule ist sehr aufregend“ - ein Satz, der ganz vorne im Buch steht, wird sich in dieser Geschichte bewahrheiten, denn dieser erste Schultag ist total aufregend für Emilia.
    Das Buch beginnt mit einfachen kurzen Sätzen, die in großer Schrift gedruckt sind. Die Bilder könnte Emilia selbst gemalt haben, wie auf der ersten Seite Mama und Papa Hand in Hand, die ihr „Viel Spaß am Abenteuer“ wünschen. Emilias To-Do-Liste besteht aus Worten und Zeichnungen, so kann sie Emilia auch selbst „lesen“. Zunächst begegnet ihr der nette Hausmeister, von dem wir ein Foto und ein gemaltes Bild sehen. Er zeigt Emilia den Weg zur Klasse, gibt ihr aber auch eine wichtige Information. Emilia hat Papas Kamera dabei, weil sie Fotos machen möchte und auch die wird ihr später nutzen. Die streng guckende Lehrerin möchte, dass die Klasse ein Klassentier wählt, doch da stellt Emilia fest, dass Schnuffmuff fehlt. Zum Ende eines Kapitels können wir einen Ümpf bunt anmalen. Außerdem werden Fragen zum Gelesenen gestellt.
    Die sieben Kapitel sind schnell gelesen und durch die vielen Bilder, Sticker und Fotos, ist es einfach, sich alles vorzustellen. Die Fabelwesen kennen viele Kinder schon aus den Koboldkroniken, die ab 10 Jahren empfohlen werden. Es gefällt mir sehr gut, dass hier auch Erstleser die Kobolde und ihre Methoden kennenlernen. Hier können schon junge Leser*innen in eine fantastische Welt eintauchen.

    Dagmar Mägdefrau