• Wohin geht die Zeit, wenn sei geht?  

    Wohin geht die Zeit, wenn sei geht?  

    Sabine Engel

    Mareike Ammersken

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Stina bleibt eine Woche bei ihre Opa, weil die Eltern verreist sind. Ihre Mutter hat ihr einen Kalender mit kleinen Geschenken für jeden Tag gebastelt, damit ihr die Zeit bei Opa nicht so lang wird. Doch die beiden haben bald ein Projekt, dass sie ganz in Anspruch nimmt, den Stina fragt: „Was ist eigentlich Zeit?“ und was passiert, wenn sie vergeht. Obwohl Opa schon alt ist und viele Bücher gelesen hat, muss er erst nachdenken und damit das seine Ordnung hat, schreiben die beiden erstmal alle Fragen auf.

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    Elf Fragen werden notiert und zunächst besuchen sie den Nachbarn Felix, einen Physiker. Er erzählt vom Urknall und dank der vielen Fragen, die Stina stellt, können wir seine Antworten gut verstehen. Nach dem Auspacken des ersten Päckchens, der eine Samenbombe enthält geht es zu Frau Mertens, die sich mit der Natur, den Tages- und Jahreszeiten auskennt. Zusammen sitzen die drei im Garten und sprechen über die Zeit.

    Bis zum siebten Tag gibt es noch viele Begegnungen, Fragen und Antworten. Da wird philosophiert und wissenschaftlich überlegt. So gibt es am Ende verständliche Antworten auf die Fragen und Stina, die wir als ein sehr kluges Mädchen kennengelernt haben, hat eine spannende Woche mit ihrem Opa, der selbst auch noch einiges lernen könnte, verbracht.

    Neben den sehr schönen gemalten Bildern gibt es auch viele Fotografien, die uns den Text bildlich näherbringen. Mir geht es wie dem Opa, auch ich habe viel neues erfahren und kann dieses MINT-Vorlesebuch mit der schönen Beziehung zwischen Stina und ihrem Großvater und dem interessanten Sachwissen allen neugierigeren Kinder und Erwachsenen empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fest verschlafen

    Fest verschlafen

    Elisabeth Steinkellner

    Michael Roher

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schrill und bunt sind ist das Cover und so sind auch die Bilder im Buch. Als erstes hören wir den Biber rufen „Baum fällt!“ und er meint damit den Tannenbaum, der zu jedem Weihnachtsfest gehört. Alle Tier bringen etwas zur Feier mit: „Alpakas stricken Socken, der Eisbär sendet Flocken“ so schön reimt sich der Text. 
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    Mir gefällt besonders gut „die Kuh sorgt für die Getränke“. Da ist eine Kuh zu sehen, die Milch aus ihrem Euter in Tassen laufen lässt. Daneben steht die Box mit dem Kakao. Auch das Zebra, das in ein Kleid schlüpft, hat es mir angetan. Leider taucht dann ein kleines Problem auf, aber da möchte ich nicht zu viel verraten. Nur so viel: Am Ende steht der Baum festlich geschmückt da.

    Ein witziges, peppiges Weihnachtsbuch mit schmissigen Reimen und humorvollen Illustrationen. Ich freue mich total aufs Vorlesen, der Enkel hatte schon jetzt Spaß daran.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bluey – Verpackung     

    Bluey – Verpackung     

    Basierend auf dem Originaldrehbuch von Joe Brumm

    Adaptiert von Jane Kent

    Illustriert von Gabriele Tafuni

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Unten auf dem Cover steht zwar Bilderbuch, aber vor mir liegt eine Kassette mit einer Duplo-Bluey-Figur, mit der die Geschichte nachgespielt werden kann. Das eigentliche Bilderbuch kann herausgelöst werden.

    Ich finde, wenn Kinder die Figur Bluey aus dem Fernsehen oder von der Kleidung kennen, ist es sicher ganz einfach, ihnen ein Bilderbuch von dieser Figur vorzulesen und wenn es dann noch eine Duplof-Figur zum Anfassen gibt, dann steht dem Lesespaß nichts mehr im Weg.

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    Während ihre Eltern Möbel aufbauen, spielen Bluey und ihre Schwester Bingo mit dem Verpackungsmaterial. Die Luftpolsterfolie wird zum Wasser und die beiden werden zu Fischen, und zwar zu einem Mama- und einem Babyfisch. Das Kind wird aufgefordert, die Figur ebenfalls schwimmen zu lassen. Dann werden die beiden zu Fröschen. Dank Papphülsen wird aus ihnen eine Eidechse. Jetzt kriecht die Figur wie eine Eidechse. Aus Packpapier wird ein Vulkan und aus den Schwestern T-Rex.

    Neben der Geschichte, die als Comic mit Sprechblasen erzählt wird, gibt es immer einen Dupolstein „Baumodus“ – da gibt es Anweisungen, zum Beispiel eine Höhle zu bauen.

    Da wird vorgelesen, gebaut und gespielt, sicher ergeben sich daraus Anregungen selbst kreativ zu werden. Eine schöne Idee, nicht nur für Bluey-Fans.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Glücksauto Sonny und der Funkelstern – Band 4

    Das Glücksauto Sonny und der Funkelstern – Band 4

    Karin Jenta

    Michael Scheeper

    Isenseeverlag Oldenburg

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Tom, der als Adoptivkind bei Anne und Michael lebt. Er schaut mit dem Fernglas in den Himmel, denn vom Funkelstern tauchen immer wieder Rüsseltiere auf.

    Ein Paar dieser ungewöhnlichen Tiere, die aufgrund ihres Rüsseln ein wenig wie sitzende Elefanten aussehen, lebt bei ihnen in der Garage. Als sie dann drei Baby bekommen, machen die, allen voran die quirlige Stups, viel Unsinn. Sie sind clever und denken sich wilde Streiche aus.

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    Michael hat ein ganz besonderes Auto gebaut. Sonny lädt sich mit Sonnenstrahlen auf, die an Michaels Tankstelle getankt werden können. Es gibt noch viele andere Autos und Fahrzeuge, die so betankt werden. Aber Sonny kann noch etwas ganz besonderes, er kann suchen und dabei hat er wohl schon häufiger verlorene Personen wiedergefunden. Außerdem beruhigt die Fahrt mit ihm die Mitfahrer.

    Tom hat sich dafür eingesetzt, kein Plastik zu verwenden und wird dafür in Berlin geehrt. Dies ist eine der kleinen Geschichten, aus denen das Buch besteht. Als sein Freund Jimmy wegzieht, tröstet Tom ihn und verspricht , ihn mit Sonny am neuen Wohnort zu besuchen. Als Stups verschwindet, hilft Sonny bei der Suche nach dem kleinen Rüsseltier. Die Geschichte als Willi, ein Mitschüler von Tom, verschwindet und rauchend in einem Häuschen von Sonny gefunden wird, hat mich dagegen etwas verwundert, zumal er und seine Mutter sehr aggressiv sind. Zum Glück kann Sonny da beruhigend einwirken.

    Die Geschichten sind vielfältig und erzählen von Freundschaft und Familie, vieles ist Alltag, aber sowohl die Rüsseltier als auch der Stern, von dem sie kommen, entspringen der Fantasie. Sonny ist sicher auch ein Wunschauto, das keine fossilen oder anderen Brennstoffe benötigt, der einfach Sonne tankt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein kleines bisschen groß   

    Ein kleines bisschen groß   

    Kairi Look

    Anne Pikkov

    Aus dem Estnischen von Maximilian Murmann

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    White Raven 2024

    Auf dem gelben Cover sehen wir die Tigerin und ihren kleinen Sohn, der ein Maßband in der Pfote hält. Dieser kleine Tiger hat Geburtstag und schon treffen seine kleinen Gäste mit Luftballon und Geschenken ein. Nach den jungen Tigern kommen auch die anderen Verwandte und Freunde. Der Tiger sitzt auf seinem Stühlchen und freut sich. Dann wird gespielt und erstaunlich viel Torte gegessen.

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    Als dann am Abend alle gegangen sind, klettert der kleine Tiger auf einen Baum, doch als sich die Tigermama unter den Baum legt, fallen kleine Tropfen auf ihre Nase und auf ihre Schnurbarthaare. „Meine Streifen sind schief“ jammert der kleine Tiger. Als Mama ihm erklärt, dass das am Wachsen liege, meint der Tigerjunge „Aber ich bin traurig, dass ich so schnell wachse.“ Danach tröstet ihn seine Mama auf liebvolle Weise.

    So gerne unsere Kleinen auch auf der einen Seite groß sein wollen, so macht ihnen das auch ein wenig Angst, sie würden lieber nur „Ein kleines bisschen groß“ werden. Hier geht die Tigermutter so liebevoll mit dem Kleinen um, sie versteht ihn und geht auf seine Angst ein. Die Illustrationen sind Ton in Ton gezeichnet und zeigen uns erst die tolle laute Party und dann die zarte Liebe zwischen Mutter und Sohn.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Nase & Weis – Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? – Teil 1

    Michael Engler

    Martina Matos

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Weis, der Eisbär, und Nase, die kleine Maus, stellen sich auf dem Cover vor, sie sind die zwei Freunde, „Die es wissen wollen!“ Und mit Wissen geht es gleich los, nach dem Öffnen des Buches gibt es gleich kleine Zettel über die Pole und ihre Entdecker. Der Eisbär sitzt neben einem riesigen Schlitten, auf dem alle Fragen notiert sind, die der Bär so hat. Sein Blick geht zu einer verlassenen Polarstation und dort sehen wir ihn auf der nächsten Seite in einem gemütlichen Sessel sitzend. In der Hand hält er die kleine Maus, die von oben herabfiel.

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    Und dann taucht die Frage auf, die in diesem Buch beantwortet wird. So lernen wir Issac Newton und seine Erfahrung mit dem Apfelbaum kennen. Bald sitzen die beiden über vielen Büchern und sie lernen, wie ein Experiment aufgebaut ist. So gehen sie wieder nach draußen und machen den ersten Versuch. Wird der Eisbär auch nach unten fallen?

    Durch die wissenschaftliche Arbeit, die die beiden Tiere hier leisten, erfahren wir spielerisch und doch sehr gut erklärt, wie die Schwerkraft funktioniert. Besonders die Vergleiche wie „Fliehkraft haben wir schon auf dem Kettenkarussell gespürt“ mit den entsprechenden Bildern, machen das Begreifen einfach.

    Die Texte der Geschichte und die Sachtexte sind sehr verständlich geschrieben und die Illustrationen sind auch für beide Teile sehr gelungen. Ein wundervolles Sach-Bilderbuch für Kinder, die es wissen wollen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Siggi Silberfisch – Staubige Weihnachten

    Julia Regett

    Calme Mara

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    An einem Tannenzweig hängend winkt uns Siggi, der Silberfisch, vom Cover aus zu. Zunächst sehen wir einen Grundriss der Wohnung in der Siggi lebt. Weihnachten ist der totale Horror für Silberfische und anderem Ungeziefer, das in unseren Wohnungen unterwegs ist. Aber diesmal nehmen wir die Sichtweise des Silberfisches ein und da gibt es viele schreckliche Vergleiche, wie Weihnachten sich für diese Tiere anfühlt.

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    „Lebenslanges Spielplatzverbot“ oder „Monster unter dem Bett“ sind da nur zwei Bespiele. Denn zu so einem Festtag muss alles sauber werden und schon taucht das Riesenmonster, der Staubsauger, auf. Neben Siggi sorgen sich auch der Weberknecht Ruprecht und Carmen-Berta, die Maus. Siggi schnappt sich sein Megafon und warnt alle, aber wohin sollen sie sich retten? Einige Verstecke werden getestet und für nicht geeignet befunden, bis endlich der Weihnachtsbaum zum Retter wird.

    Manchmal in der Nacht sehe ich in meinem Bad einen Silberfisch weghuschen. Da diese Tiere mich nicht wirklich stören, habe ich bisher auch nichts gegen sie unternommen. So leben wir in friedlicher Koexistenz. In diesem Bilderbuch wird aber sehr heftig die Panik der Tiere geschildert, die unserem besonders ordentlichen Hausputz zu Weihnachten zum Opfer fallen. Auf den Illustrationen wird nicht nur ihre Panik, sondern auch das ganz drum und dran genau geschildert. Besonders gut hat mir der Zusammenhalt der unterschiedlichsten Ungeziefer gefallen. Ein witziger Perspektivwechsel, aber ich befürchte so problemlos wie mit einem Silberfisch kann ich nicht mit allen vorkommenden Tieren leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin die Mumpelmaus

    Ich bin die Mumpelmaus

    Antje Vogel

    Dorothée Kerstiens

    Wermeling Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover zeigt die zauberhaften Tiere, die die Mumpelmaus im Buch treffen wird. Am Morgen verabschiedet Mama-Maus ihr Kind mit einem dicken Kuss und der Feststellung „Du bist meine Munpelmaus!“ Die kleine Maus neigt dazu, wenn sie von einem Tier berichtet, die Geschichte sehr fantasievoll auszuschmücken.

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    So berichtet sie dem Fisch im Teich von einem Pinguin, der seinen Auszug zum Schwimmen auszieht und stattdessen eine rote Badehose mit weißen Punkten anzieht. Dem Frosch, der auf den Seerosenblättern herumspringt, berichtet sie von einem Weitspringe, der über jeden Fluss springen kann. Die Geschichte beendet die Mumpelmaus mit den Worten „Tusch, Applaus, aus die Maus. Ehrlich wahr. Genau so ist das.“

    Aber gerade das ist zu bezweifeln, denn, so steht es im Anhang, ein Kanguru kann zehn Meter weit springen, aber Flüsse sind oft breiter. Von zehn Tieren, die in Australien wohnen erzählt die Mumpelmaus zum Teil sehr verrückte Geschichten. Ein Tüpfelkuskus, der mit einem Spinnennetz Fische fängt, ist wirklich eine tolle Idee. Oder der Nacktnasenwombatvater, der so stark ist, dass er sogar ein Auto tragen kann.

    Nicht immer sind die Zuhörenden bereit sich die Geschichten der Mumpelmaus anzuhören, aber die kleine Maus bleibt beharrlich und erzählt immer weiter, bis es Abend wird.

    Neben den fanatischen Geschichten mit dem kleinen wahren Kern gibt es zauberhafte Illustrationen. Alle Tiere tragen Kleidung, die liebevoll für sie entworfen wurden.

    Ein Buch zum Träumen und nach dem Erwachen kann man noch etwas über die beschriebenen Tiere lernen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Furzipups – Oh, du furzige Weihnachtszeit! – Band 5  

    Furzipups – Oh, du furzige Weihnachtszeit! – Band 5  

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Als Buch gibt es diesen Titel schon seit einiger Zeit, jetzt gibt es auch ein Pappbilderbuch und hier ist der Auslöser für die weihnachtlichen Pups-Lieder nicht als Extraknopf im Cover sondern direkt im Buch integriert. „Furzipups dachte grad eben: Morgen Drachen wird´s was geben!“ so beginnt der gereimte Text sehr weihnachtlich. Gemeinsam wartet die ganze Drachenschar auf den Weihnachtsdrachen.

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    Das Drachental ist weihnachtlich geschmückt, selbst der Vulkan trägt deine Weihnachtsmütze. Da fällt auf einmal etwas vom Himmel und aus diesem Paket entschlüpft Pipi Popo Penguin. Ein kleiner Pinguin mit einem rosa Fotoapparat. Es knips alle Tier mit Blitzlicht und deshalb sind Furzipups, Rüdiger und Hicksi Huhn erstmal für kurze Zeit blind. Dann ist Penguin verschwunden und die Suche nach ihm geht los.

    „Bimmel, bammel, Glockenklang, Kekse, Kerzen und Gesang. Kein Furz, kein Hicks, keine Rülpser, denn: Im Drachental ist Weihnachten!“ So endet das Buch mit einem Reim, den wir auch schon einigen Male hören konnten.

    Wieder sind die witzigen Bilder schön anzuschauen und auch der gereimte Text ist weihnachtlich ruhig und nicht so krawallig laut. Die Geräusche spielen sowas wie ein Weihnachtslied und damit feiern wir gemeinsam mit Furzipups und seinen Freunden ein schönes Weihnachtsfest.

    Dagmar Mägdefrau

  • Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Du bist ein Wunder – Entdecke, wie erstaunlich du bist

    Katharine Halligan

    Sophia O´Connor

    Übersetzung Elena Bruns

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover ist wunderschön gestaltet, ganz leicht schwebt das Kind über dem Rüssel des Elefanten und die Schrift ist in Gold gehalten. Jede Aussage ist über eine Doppelseite gezeichnet, zu Beginn sehen wir einen Wal und in Druckbuchstaben steht dort „Du bist größer als eine Luftblase…und kleiner als ein Wal.“ Es gibt jeweils zwei Textblöcke mit Sachwissen zum Blauwal. Ergänzend ist zu lesen „Du bist groß und du bist klein.

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    Diese direkte Ansprache macht den Text zu etwas sehr Persönlichem. Weiter geht es mit dem Fliegenpilz und ich war erstaunt, dass es Exemplare gibt, die einen halben Meter hoch sind. Die Geschwindigkeit einer Schildkröte wird der eines Gepards gegenübergestellt. Die Lautstärke mit der ein Gewitter daher kommt, die Härte von Wasser zu der Härte eines Diamanten und das Gewicht eines Elefanten zur Pusteblume.

    So gibt es ein Menge Vergleiche und damit auch viele Informationen und das Buch endet mit der Feststellung „…du bist erstaunlich!“ Dank den wundervollen poetischen Bildern, den Tatsachen-Sätzen und den Sachinformationen lässt sich das Buch sehr schön einem Kind vorlesen und ich glaube, es entsteht dadurch eine besondere Nähe zwischen Lesendem und Kind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer macht hier Buh?   

    Wer macht hier Buh?   

    Jeane Wills

    Brain Fitzgerald

    Aus dem Englischen von Christiane Steen

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover ist schon der ganze Königshof und das grüne Gespenst zu sehen. Wenn wir das Buch aufschlagen, ist alles auf der Doppelseite grün. Da ist der grün-grüne Wald und das grün-grüne Schloss. Die nächste Seite ist unterteilt und zeigt uns die Räume, in einem schläft der König auf einer Couch.

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    Da kommt mit einem „Buh!“ ein ebenfalls grünes Gespenst. Der König verdächtigt zunächst seine Frau ,ihn mit dem „Buh!“ erschreckt zu haben. Aber bald wird auch die Prinzessin, die viele grüne Matratzen auf ihrem Bett liegen hat, erschreckt. Sie verdächtig ihren Bruder, der alles von sich weist und den Ritter verdächtigt. Der fängt den Narr, der auch nicht „Buh!“ rief, der aber eine gute Idee hat und vorschlägt, alles im Schloss rot anzumalen, damit man den grünen Geist besser sehen kann.

    Die witzigen Gestalten fallen durch ihre stechenden, erstaunt schauenden Augen auf und die Geschichte lässt sich so schön vorlesen, weil die Kinder viel Spaß an diesem Humor haben.

    Ich denke, dieses Buch wird wieder ein Dauerbrenner in unserer Vorlesekiste, die Enkel sind auf jeden Fall begeistert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mit Maus in den Bergen    

    Mit Maus in den Bergen    

    Alice Melvin

    Übersetzt von Susanne Weber

    Kunstmann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem Maus auf dem Fluss und am Strand unterwegs war, führt sie uns diesmal in die Berge. Auf dem Cover sehen wir sie mit Wanderkleidung, Rucksack und einer Wanderkarte. Zuerst muss sie eine Fahrkarte kaufen und mit dem Zug im Schlafabteil Richtung Berge starten. Wir begleiten sie auf der Reise und können im Buch einige Klappen öffnen und so ins Abteil und ins Bahnwärterhäuschen schauen. 
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    Detailliert ist alles genau gezeichnet. Vorbei am kleinen Café geht Maus dann los. Von Weitem sieht sie den Zug fahren und die Berge tauchen hinter dem Nebel auf. Übernachtet wird in einer Berghütte, dann führt der Weg zu einem Wasserfall. Mutig springt Maus in den Bergsee.

    Die Wanderung zeigt uns die Flora und Fauna sehr genau und am Ende haben wir einen freien Blick auf die Landschaft und können vorher besuchte Plätze entdecken. Am Ende des Buches gibt es noch einige Sachinformationen.

    Der gereimte Text liest sich manchmal etwas holprig, er erzählt aber sehr schön die Geschichte zu den wundervollen Illustrationen. Hier kann man vor und nach dem Urlaub in der herrlichen Natur schwelgen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wölkchen ist weg!

    Wölkchen ist weg!

    Daniela Kulot

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Als ich das Cover sah, bekam ich Sternchen in meinen Augen und wollte sofort ans Meer fahren. Leuchtturm, Segelboot, ein reetgedecktes Haus und eine Herde Schafe, am Himmel eine Schar Möwen, genau so muss es aussehen. Wir hören von den Schafen, wie sie über die Möwen denken und auf der nächsten Seite erfahren wir die Gedanken, die sich Möwen über Schafe machen. Leider sprechen beide nicht gut übereinander.

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    Nur das kleine Schaf Wölkchen und die jungen Möwe Mio interessieren diese Gespräche nicht. Doch dann taucht Björn Schaf auf und er fragt nach Wölkchen und so macht sich die ganze Herde auf, um wohl organisiert nach dem Schäfchen zu suchen. Doch Wölkchen hat es sich in einem Strandkorb gemütlich gemacht und es freut sich, dass Mio sich dazusetzt. Die beiden sind nicht der Meinung der alten Tieren, sie sind neugierig auf die anderen und bewundern sie sogar. Zusammen machen sich die beiden auf den Heimweg, immer den kleinen Schafskötteln nach.

    Vorurteile überwinden und Freundschaft zu schließen, ist ein wichtiges Thema in diesem wundervollen Bilderbuch. Am Ende, wenn die Sonne ins glitzernde Meer taucht, sind alle Tiere näher zusammengerückt. Die Illustrationen zeigen genau die Küstenlandschaft, die gerade wir Ruhries lieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Ich mag nur Nudeln ohne Soße!

    Alicia Metz-Kleine

    Gareth Ryans

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kennen wir doch alle, dass Kinder sich scheuen, Neues zu probieren und alles ablehnen, außer trockenen Nudeln, Pommes oder Reis. Bloß kein Gemüse und schon kein grünes.

    Hier lernen wir zunächst Wanda kennen, die schon etwas aufgeschlossener in Sachen Essen ist. Während ihr kleiner Bruder Luis trotz Superheldenumhang da eher nicht so mutig ist.

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    Wir starten gleich beim Frühstück in der Küche von Wandas Familie. Auf Wandas Frage, warum es bei ihnen nur im Sommer Erdbeeren gibt, erklärt Papa, welches Obst und Gemüse bei uns Saison hat und das die anderen Sachen oft von weit herkommen. An das Kind geht die Frage, welches Obst wohl jetzt Saison hat. Bei der Beantwortung hilft eine entsprechende Abbildung. Dazu gibt es eine Erklärung für die Eltern und einen Tipp, wie man Kresse sät. Dann geht’s in den Supermarkt zum Einkaufen. Zu Hause werden zwei Obstsorten probiert, die die Familie noch nicht kennt und danach geht’s ans Kochen.

    Im Verlauf des Buches geht es dann auch um Zucker und darum, welche Lebensmittel gesund sind. Es gibt ein „Selbstmach-Essen“, wo jeder sich das auf den Teller legen kann, was er möchte und mag. Am Ende gibt es ein großes Familienfest und in dem Zusammenhang geht es um Regeln bei Tisch. Auf der letzten Seite isst die Familie von Wanda dann gemeinsam Pfannekuchen, die gehen eigentlich auch immer.

    Die allerletzte Doppelseite wendet sich dann direkt an die Eltern. Ich glaube, nicht nur die Kinder können viel lernen beim Lesen dieses Buches, auch die Eltern werden noch das eine oder andere ausprobieren oder in den Alltag integrieren können. Aber was das Wichtigste ist, es macht Spaß, das Buch zu lesen und die comicartigen Bilder anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Frohe Weihnachten, Willi Wiberg  

    Gunilla Bergström

    Deutsch von Stefan Pluschkat

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der kleine Willi ist inzwischen 7 Jahre alt geworden und deshalb darf er Weihnachten zusammen mit Klein-Benni am Erwachsenentisch sitzen. Zusammen mit Oma decken die beiden Jungen den Tisch für 21 Gäste festlich. Willi darf die guten Gläser, die wie Cola-Gläser aussehen, auf den Tisch stellen. Dann kommen die Gäste und das Essen geht los. 
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    Weil Oma Willi gebeten hat, auf Klein-Benni aufzupassen, sitzen die beiden zusammen und Willi tut alles, damit der Kleine sich wohl fühlt. Er hilft ihm beim Essen und kümmert sich liebevoll. Doch dann passiert es doch, Klein-Benni stößt eine Glas um, das klirrend zu Boden fällt. Nicht nur Willi, sondern auch die Erwachsenen helfen und trösten, doch Klein-Benni schämt sich, weil er das Fest gestört hat. Im Laufe der Feier wird dann ein Lied gesungen, in dem es darum geht, die Gläser klirren zu lassen. Da rennt Klein-Benni in die Küche, weil er denkt, dass sein umgefallenes Glas gemeint ist.

    Wie schön, dass sich unser kleiner Willi, den ich schon mit meinen Töchtern vor bald 40 Jahren kennengelernt habe, sich zu so einem empathischen und lieben Jungen entwickelt hat. Es ist wunderschön zu sehen, dass er sich so lieb um Benni kümmert und dass er ihn als einziger versteht. Die Illustrationen sind so herrlich vertraut und Willi hat sich äußerlich nicht verändert. Immer noch hat er wenige Haare und ein verschmitztes Lächeln, das ihn los liebenswert macht. Der Text ist schon etwas länger, aber die Geschichte passt einfach so gut zum Weihnachtsfest.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn sieben kleine Hasen mit Schwung durch die Adventszeit rasen 

    Wenn sieben kleine Hasen mit Schwung durch die Adventszeit rasen 

    Sabine Praml

    Christiane Hansen

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die wunderschönen in Reimen erzählten Geschichten von der Hasenfamilie gehen in der Adventszeit weiter.

    Die Illustrationen sind fast schon Wimmelbilder, so viel gibt es hier zu entdecken. Das Cover zeigt die fröhlichen Hasenkinder auf dem Weihnachtsmarkt. Wie es viele Mütter von sich kennen, erklärt die Hasenmama, dass es in dieser Adventzeit „keine Hektik, Stress und Streit“ geben wird.

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    Allerdings kommt schon Valentin mit einem Zettel aus der Kita, da sollen Kekse für den Basar gebacken werden. Deshalb geht es zunächst in den Supermarkt zum Einkaufen. Die Kekse werden schnell gebacken, aber Titus baut ein riesiges Lebkuchenhaus. Die Deko muss auch noch aufgehängt werden und so wird erstmal gebastelt. Dann geht’s zum Geschenkekauf auf dem Weihnachtsmarkt, dort geht Baby Matti verloren. Dann schafft es die Familie, den letzten schiefen Weihnachtsbaum zu kaufen, aber nach einem Spaziergang im Wald sind alle in Weihnachtsstimmung.

    Ja, ich denke, das ist der ganz normale Wahnsinn, den die Adventszeit so mit sich bringt. Es wird hier in schönen Reimen und mit liebevoll bis in die kleinste Kleinigkeit schön gestalteten Bildern von den sieben kleinen Hasen berichtet. Wir werden das Buch sicher in der Vorweihnachtszeit gerne lesen. Aber ich verrate euch, auch jetzt im September hatten meine Enkel Spaß daran.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Schachtel voll Geheimnis   

    Eine Schachtel voll Geheimnis   

    Dita Zipfel

    Bea Davies

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die beiden Geschwister sitzen, der größere hält die rote Schachtel mit dem Geheimnis in der Hand. Mir gefallen die Farben sehr gut und wie der Kleine seine Hand vertrauensvoll auf den Arm des Bruders legt.

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    Im Vorwort, das sich an die Vorlesenden wendet, wird darauf hingewiesen, dass es eine bewegliche Sprache vorzulesen gilt, denn in den Sprechblasen sind Sätze wie „Sollich ma mein größtes Geheimnis der Welt zeigen?“ zu lesen.Ich fand das Vorlesen schön, denn meiste sprechen wir so.

    Während die Kinder ihr Müsli essen, schmiert Mama Brote und Papa hat den Espressokocher in der Hand. Wir sehen die Kinder tuscheln ohne, dass wir was hören und die Eltern Frühstücken etwas bedrückt. Dann dürfen wir zusammen mit dem kleinen Bruder in die Streichholzschachtel schauen. Unter einer Decke wird versprochen das Geheimnis nicht zu verraten und während der Vater abwäscht, packt die Mutter das Essen ein. Schon sausen die Kinder die Treppe hinunter und es geht ab ins Auto. Die Eltern packen viele leeres Kartons in den Kombi. Hinten sitzen die beiden in ihren Kindersitzen und sprechen über geheimes. Ankunft in einem alten Haus, der Vater nimmt die Mutter liebevoll in den Arm, neben der Tür steht ein Rollator. Währen die Eltern aussortieren durchsuchen die Kinder die aussortierten Sachen.

    Zunächst muss ich meine Begeisterung über die stimmungsvollen Zeichnungen mitteilen. Sie wirken ein wenig skandinavisch und gehen direkt zu Herzen. Die Kinder führen ein Gespräch über den Tod, der sich augenscheinlich auf die tote Biene, die sie begraben bezieht. Aber beim Betrachten der Bilder wird klar, dass es um den Tod des Oma geht. Am Ende sitzen alle vier zusammen auf der Couch und die Wärme, die dieses Bild ausstrahlt, tröstet mich sehr.

    Wenig Text in Sprechblasen, Bilder, die viel sagen, hier ist ein wunderbares Buch entstanden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Kinderschul-Buch ab 3

    Mein Kinderschul-Buch ab 3

    Jan Valentin Kalb

    Jasmin Noetzel

    Jan Kalb

    Verlagsempfehlung Vorschule ab 3 Jahre

    Auf dem Titel stand zuerst „Kindergarten“ aber der Garten wurde durchgestrichen und durch das Wort Schule ersetzt. Ein türkiser puscheliger Alonie in Form eines As stellt sich zunächst vor. Dieses Buch wendet sich an die Kleinsten in der Kita, auch sie viel Freude daran haben Paare zu suchen und durch Labyrinthe zu fahren. 
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    Die niedlichen Figuren werden sie sicher anmalen und so langsam lernen nur die Formen zu bemalen. Ganz behutsam und langsam bekommen so die Zahlen bis fünf ein Gesicht. Die niedlichen Alonies unterstützen die Kleinen und geben ihnen die Aufgaben für die kaum Text anfällt.

    Eine schöne Methode unser Kleinsten an kleine Aufgaben heranzuführen für die sich ein klein wenig konzentrieren müssen. Sicher werden sie sich auf die nächsten Bücher der Reihe freuen, die einen ähnlichen Aufbau haben, aber deren Inhalt sich der jeweiligen Altersstufe anpasst. Ich kann die Alonies-Bücher sehr empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau