• Der Schmetterling   

    Der Schmetterling   

    Kirsten Hall

    Isabelle Arsenault

    Übersetzt von Anna Schaub

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den Schmetterling, dessen kurzes Leben in diesem Sachbilderbuch beschrieben wird. 
    Zarte Planzen sind zu sehen und man muss schon genau hinschauen, um das kleine Stück Schmetterlingsflügel zu entdecken.
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    Doch dann sehen wir ihn in seiner ganzen Pracht auf einem grelle gelbgrünen Hintergrund. Dies Schmetterlingsdame legt ihr Ei auf der nächsten Seite auf ein Blatt und wir können die Entwicklung zur Raupe beobachten. Schon bald wird sie größer und dicker und sucht dann nach einem Ort, an dem sie sich verpuppen kann. So hängt sie sich an einen Ast und wir sehen alles Stadien, die sie durchläuft, um als Schmetterling wegflattern zu können. So macht der wunderschöne Schmetterling sich auf Nektar zu finden und selbst Eier zu legen. Erst danach trifft unser Schmetterling auf ein zweites Exemplar und die beiden tanzen und wirbeln im Liebesrausch durch die Blumen. Da stimmt doch etwas mit der Reihenfolge nicht. Dann auch danach legt sie wieder Eier und dann können wir viele Schmetterlinge bewundern und die Bilder sind sehr eindrucksvoll gezeichnet. 
    Der gereimte Text erzählt uns vom Leben der Schmetterlinge und die genauen Illustrationen zeigen und die Entwicklung und die Schönheit diese zarten Tiere. Ein sehr informatives Sachbuch mit zarten Bildern, dass naturinteressierte Kinder sicher immer wieder anschauen werden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schluss. Aus. Basta!   

    Schluss. Aus. Basta!   

    Nina Wehrle

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Format dieses Bilderbuches ist schon besonders, es kommt ganz schmal und hoch daher und zeigt drei Hunde und oben im Baum ein Eichhörnchen.
    Da sitzen die drei Hunde hintereinander und fordern das Eichhörnchen, das auf einem Ast relaxt, auf mit ihnen zu spielen.
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    Während es sich zwei der Hunde am Boden gemütlich machen, streckt sich einer am Stamm hoch, „Jetzt komm schon…“ Dann machen zwei Hunde ein Würstchen, was sicher alle Kinder erfreuen wird, und versuchen damit das Eichhörnchen zu zwingen herunterzukommen. Jetzt ist das Eichhörnchen erbost und „schießt“ mit Nüssen. „Entweder du spielst mit uns oder wir finden dein Nuss-Versteck.“ Drohen die Hunde und buddeln schon los. Erstaunlich, was sie alle dort finden, doch das Eichhörnchen lockt sie von seinen Schätzen weg. So geht es immer weiter mit Drohungen und Erpressungen bis die Hundebesitzer*innen auftauchen. 
    Wer kennt sie nicht die Sprüche, die mit „Entweder“ beginnen und mit einer Drohung oder einem Versprechen enden? Hier geht es lustig zwischen den Tieren hin und her. Die Illustrationen sind geprägt von den hohen schlanken Baumstämme und dem grellen Grün. Die Texte sind sehr kurz und sie werden durch Geräusche ergänzt. Ein ungewöhnliches Buch mit viel Humor.

    Dagmar Mägdefrau
  • Schicke Hunde  

    Schicke Hunde  

    Tini Malina

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der rote Hund auf dem Cover tragt eine karierte Schirmmütze und eine Fliege. Natürlich schaut er sich gerne im Spiegel an und seine Frisur muss immer gut liegen, selbst seine Dressur ist elegant, dazu sehen wir ihn im rosa Tütü auf einem grünen Ball balancieren. 
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    Sie tragen „Fesche Bänder“ und haben Terminkalender. So erfahren wir einiges über schicke Hunde, doch auch sie zerbeißen mal einen Schuh oder beriechen sich am Po.
    Ganz kurze Sätze reimen sich über die Seiten hinaus die Illustrationen sind sehr sparsam angelegt, so gibt es nur wenige Farben und im Gesicht des Hundes dominieren die Augen. Trotzdem wird alles verständlich dargestellt und das Vorlesen macht sicher auch kleineren Kindern Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dürfen Elefanten mit dem Bus zu ihren Tanten?

    Dürfen Elefanten mit dem Bus zu ihren Tanten?

    Patricia Cleveland-Peck

    David Tazzyman

    Aus dem Englischen übersetzt von Juri Johannson

    Kraus Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt uns schon, dass Elefanten nicht gut im Bus fahren können, und die erste Doppelseite zeigt uns, was noch zu sehen ist, wenn ein Elefant versucht in einen roten Doppeldecker zu steigen. „Elefantenhintern sind groß und schwer – wo sich so einer hinsetzt, sitzt später keiner mehr.“ 
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    Es wird auch gewarnt Affen in einen Einkaufswagen zu setzten, zumindest kaufen sie nur Obst ein. Obwohl der Tiger zeitunglesend ganz brav auf dem Poster sitzt, sollte er nicht im Zug reisen, damit er niemanden verspeisen kann. Was mit einem Seehund am Steuer eines Taxis geschieht, zeigt die nächste Seite. Der Tausendfüßler hingegen tut sich schwer mit dem Anziehen seiner Rollschuhe. So geht es noch mit einigen Tieren und ihren Fortbewegungsmitteln, die nicht für sie gemacht sind. So bleibt ihnen am Ende die Frage, wie sie denn reisen sollten und die Antwort wird euch genauso wie mich erstaunen. 
    Ich empfinde die Auswahl der „Fahrzeuge“ nicht wirklich konsequent. Wenn es ums Verreisen geht, komme ein Einkaufswagen oder Rollschuhe nicht in Frage und auch die Lösung, mit der Achterbahn zu fahren ist kaum zielführend. Aber da das Buch sehr englisch ist, mag es sich da auch um englischen Humor handeln. Die Illustrationen zeigen ebenfalls einige witzige Details, so feilt die Kassiererin mit den rosa Lockenwicklern ihre Nägel und wer steht da am Straßenrand mit seinen Corgis? Very british!

    Dagmar Mägdefrau

  • Stopp-Schutz-Schild – Familie Weißbescheid – Band 3

    Stopp-Schutz-Schild – Familie Weißbescheid – Band 3

    Dr. med. Konstantin Wagner

    RiWi Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Kinder auf dem Cover halten ihre Hände abwehrend hoch und zeigen uns damit „Stopp!“
    Auf der ersten Doppelseite sehen wir einen dörflichen Marktplatz mit vielen kleinen Menschen, die meisten gehen zur Eisdiele und so endet der Text mit der Frage „Magst du auch Eis?“
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    Auch die Familie Weißbescheid ist hier unterwegs und Lasse und Mathilda zieht es zum Brunnen. Da Mathilda nicht auf die Mauer klettern kann, möchte ein Mädchen ihr helfen und greift sie unterstützend an den Po. Da ruft Lasse „Stopp!“ und erklärt, dass man nicht einfach einen anderen Körper berühren darf, zur Unterstützung seiner Aussage hält der die Hand mit der Handfläche zu dem Kind hoch. Inzwischen haben die Eltern Eis geholt und alle setzten sich auf eine Bank. Da taucht Tante Magda auf und will Lasse einen Kuss geben. Auch hier findet der „Stopp-Schutz-Schild“ Anwendung. Es folgt eine Erklärung, die der Tante einleuchtet. 
    Dieses Pappbilderbuch zeigt anschaulich und kindgerecht, dass nur wir entscheiden, was mit unseren Körpern geschieht und dass wir lernen müssen das „Stopp-Schutz-Schild“ gegenüber anderen anzuwenden. Nur so werden unsere Kinder selbstbewusst und werden später die Worte „Stopp“ und „Nein“ anwenden. Es geht aber auch um Gefühle, darum um Hilfe zu bitten und um einen liebevollen Umgang miteinander. Klare Illustrationen unterstützen die wichtigen Aussagen.
    In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Expedition nach Genitalien – Familie Weißbescheid  

    Expedition nach Genitalien – Familie Weißbescheid  

    Dr. med. Konstantin Wagner

    RiWi Verlag

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Das Cover zeigt Lasse und Mathilda, die Kinder der Familie Weißbescheid, sie sind unbekleidet und es geht ja auch um ihre Genitalien. 
    Die kleine Familie macht einen Spaziergang durch den Wald, als die Kinder plötzlich Pipi müssen. Mama hält ihre Tochter ab, während Lasse, der noch eine Windel trägt im Stehen pinkelt.
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    Zu Hause sehen wir Mama auf der Toilette sitzen. Den Kindern wir erklärt, wie sie sich nachher abwischen können. Danach wird Mathildas Vulva mit Wasser gereinigt. Neben Mamas Erläuterungen zeigen uns die Bilder genau, wie wir das machen müssen. Zum Thema Penis und Vulva gibt es noch erklärende Zeichnungen, die auch auf die Verschiedenheit der Körper hinweist und hinten im Buch sehen wir die ganze Familie unbekleidet. Mir gefällt, dass Marie etwas rundlicher gezeichnet ist. 
    Diese Pappbilderbuch erklärt schon kleinen Kinder genau unsere Körper, erklärt die Hygiene und daneben erleben wir eine Familie, die liebevoll miteinander umgeht. Empfehlenswert für eine frühe Aufklärung und das Kennenlernen unserer Genitalien.
    In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.


    Dagmar Mägdefrau

  • MitMenschen – Familie Weißbescheid

    MitMenschen – Familie Weißbescheid

    Dr. med. Konstantin Wagner

    RiWi Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahren

    Mathilda und Lasse stehen auf einem Baumstumpf und im Hintergrund sind einige Menschen zu sehen. Diesmal geht es darum „Fremden und Bekannten sich zu begegnen.“
    Während Mama und Mathilda Kastanien sammeln, fährt Lasse mit seine Rad durch eine Pfütze.
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    Als er sein Rad abstellt, spricht ihn der Parkwächter an. Diesen Mann kennt Lasse zwar, doch als er mit ihm zum Radaufstellplatz gehen möchte, geht Lasse nicht mit. Erst muss er seine Mama fragen. Als Mama dazu kommt, ist ihr die Situation nicht geheuer und deshalb fasst sie Lasse zu fest an der Schulter, so das er sich später bei ihr beschwert. Die Mutter nimmt das sehr ernst und entschuldigt sich bei ihrem Sohn. Mama versucht zu erklären, dass man durchaus grüßen darf, aber trotzdem vorsichtig sein muss. Mathilda erzählt davon, wie die der Postbotin die Türe geöffnet hat. Im zweiten Teil des Buches möchte Tante Magda unabgesprochen Lasse aus der Kita abholen. Später werden Kastanienmännchen gemacht und in einem kleinen Rollenspiel geht es um das Thema „Geheimnisse“. 
    Ganz hinten im Buch gibt es eine gemeinsame Übung, bei der es um Situationen geht. Das Thema, das in diesem Pappbilderbuch besprochen wird, ist nicht einfach zu erklären, denn man kann leider den Menschen nicht ansehen, was sie mit dem Kindern machen werden. Da heißt es sensibel damit umgehen und hier werden anhand von Beispielen einige Situationen dargestellt. In ersten Linie ist es wichtig die Kinder zu sensibilisieren und da kann uns dieses Buch sehr gut unterstützen.
    In jedem Buch dieser Reihe gibt es QR-Codes mit Erklärungen für die Erziehenden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr im Muminhaus

    Ein Jahr im Muminhaus

    Inspiriert von den Werken von Tove Jansson

    Filippa Widlund

    Aus dem Englischen von Bernd Stratthaus

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon diese Aufmachung diese Buches ist kaum zu toppen, man öffnet die kleine grüne Schleife an der Seite des Buches und dann kann man das Buch zu einem runden dreidimensionalen Karussell auseinanderklappen. Mit dem Band wir es dann fixiert und wir können es drehen und anschauen. 
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    Zunächst wird es Frühling und Mümmla und ihr 34 Kinder kommen zu Besuch. Mumin wartet auf den Schlüpferich. Im Laufe des Frühlings wird aus den Pflanzen ein Dschungel, den wir vorne sehen, weiter hinten im Haus wird vorgelesen. Es wird Mittsommer und alle feiern und sitzen essend um den großen Tisch. Dann wird es Herbst und der Dampfkochtopf steht auf dem Herd, um Marmelade einzukochen. Die warmen Erdfarben werden kühl und der Winter kommt. Auf dem letzten Bild sehen wir einen Tannenbaum.
    Die Texte sind immer sehr kurz und beziehen sich auf die jeweilige Jahreszeit. Es werden einige Namen genannt, die Muminkenner sicher besser zuordnen können als ich. Alle Illustrationen sind sehr schön gestaltet und sie kommen dadurch, dass wir sie in mehreren Schichten sehen können, besonders gut zur Geltung. Ein zauberhaftes Buch in dem es sehr viel zu entdecken gibt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Neinhorn ABC

    Das Neinhorn ABC

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Buch wird allen Neinhorn-Fans begeistern, denn hier treffen wir viele Bekannte wieder. Schon das Cover zeigt uns das Neinhorn mit einem ABS-Schild.
    Und dann starten wir mit dem A!
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    Der ABÄR mit seinem ständigen „Aber, aber…“ ist hier zu sehen. Natürlich ist bei B der BIBBER, dem immer kalt ist abgebildet. „Immer lockeer bleiben“ fordert und bei C das ChinCHILLMAL auf. Der PLAPPERgei ist bei P unterwegs und ein UNFAIkel sehen wir bei U.
    Kleine spaßige Kostproben aus diesem besonderen und sehr witzigen ABC. Keine Ahnung, ob die Kinder das Alphabet so lernen, aber sie werden Spaß haben und hin und wieder laut lachen und das ist ja auch etwas sehr schönen, oder?
    Klein, witzig und mit gewohnt tollen Bildern, auch ein hervorragendes Mitbringsel.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mit Freude helfen

    Mit Freude helfen

    Dalai Lama

    Tisha Lee

    DK Verlag Kids

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch auf dessen Cover ein Kind mit Brille und Hund zusehen ist, wird als „Meditation für Kinder“ beschrieben und zeigt auch das Bild des Dalai Lamas. Mittels eines QR-Codes kann es auch gehört werden. 
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    Zunächst wird das Kind aufgefordert sich bequem hinzusetzten. Danach geht es um Liebe, um Menschen, die wir lieben und Weg diese Liebe zu zeigen. Darum anderen Freude zu machen. Um die Umwelt und alle anderen Lebewesen, kleine Taten, die glücklich machen und das Glück, das weitergetragen zu uns zurückkehrt. Zum Schluss können wir ein Gebet des Dalai Lamas lesen, dass er selbst täglich spricht.
    Hier werden schon Kita-Kinder aufgefordert zu meditieren, mit ganz einfachen ruhigen Sätzen wird mit ihnen über Liebe und dem liebevollen Miteinander, der Fürsorge für die Natur und der Welt als besserem Ort berichtet. Sicher können so Kinder zur Ruhe kommen und ein wenig in sich ruhen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Juli Wind

    Meike Töpperwien

    FischerSauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der Hund mit der spitzen Schnauze schaut uns schon eigenartig grinsend vom Cover an und sein Lieblingssatz „Verlasst euch auf mich!“ ist hier auch schon zu lesen. Der Untertitel „schrecklich unwiderstehlich“ passt leider nur zu sehr.
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    Die Familie Bauer-Mati lebt nach festen Regeln, jede Woche schreibt Mama eine Liste, die die Aufgaben der Familienmitglieder beinhaltet. Es wird gemeinsam gekocht, sonntags morgen joggen die Eltern schon vor dem Frühstück und die Kinder haben feste Termin wie das Hockey spielen.
    Als die Kinder sich eines Morgens vor der Tür die Schuhe anziehen wollen, sitz dort ein seht dünner Hund auf der Matte. Er stellt sich als Schweinehundi vor und möchte Frühstücken. Dass Schweinehundi spricht scheint niemanden zu verwundern und dass er zum Frühstück Schokoladenstreuseln, die es nur sonntags gibt, verlangt auch nicht. Er bezeichnet Schokolade als wichtigen Energieträger und so sitzen bald alle zusammen wieder um den Frühstückstisch. Dann überredet Schweinehundi die Familie Schule und Homeoffice zu schwänzen und Minigolf zu spielen. Mama meint es wäre „ausnahmsweise“ allerdings werden solche Aktionen bald zur Regel. Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung bleiben auf der Strecke, dafür kommt regelmäßig der Pizzabote und statt Joggen gibt es Kuchen.
    Kennen wir nicht alle so einen Schweinehundi, aber meist ist nach einiger Zeit damit Schluss. In dieser Familie eskaliert die Lage aber über Wochen immer mehr. Bis die Kinder, besonders die kleine Tochter Neneh klar erkennt, dass es so nicht weitergehen kann und Oskar sich nach dem Hockeyteam sehnt.
    Eine witzige Geschichte mit ebensolchen Bilder. Da hat die ganze Familie ihre Freude und kann sich königlich amüsieren. Ich hoffe nur, dass Schweinehundi nie bei uns klingelt und wir seinem Charm erliegen, denn er ist schrecklich unwiderstehlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gäähn! – Kets &Keks

    Gäähn! – Kets &Keks

    Robert Scheffner

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Dieses Pappbilderbuch zeigt schon auf dem Cover ein riesiges Gesicht, das mit offenem Mund gähnt. Dieses runde Gesicht gehört zu Keks, daneben sehen wir eine Katze.
    Das Zu-Bett-Geh-Ritual wird beschreiben und Keks streckt sich, er ist müde.
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    Keks schafft es nicht in über den hohen Rand der Keksdose zu klettern. Doch Ket, die Katze hilft ihm, obwohl sie selbst sehr müde ist. Sie basteln eine Leiter und so landet Keks in der Dose, doch dort findet er es nicht gemütlich und die müde Ket hilft ihm wieder. Dann entdeckt Keks das Nachtlicht über dem Katzenkorb und er will auch so ein Licht. 
    Und nach einigen anderen Problemen, die alle kennen, die ein Kind ins Bett bringen, schlafen beide zusammen im Katzenkorb.
    Ich habe nur die Befürchtung, dass unsere Kleinen hier noch neue Ideen entdecken, wie sie das Schlafen verzögern können. Aber das Buch zeigt auf humorvolle Weise, wie es in vielen Schlafzimmer zugeht. Einfache Bilder, kurze Texte.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ich und alle meine Ichs     

    Ich und alle meine Ichs     

    Andreas Thamm

    Melina Lebel

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
    Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß, wie drei Kisten Apfelsaft, die neben ihm stehen.
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    Seine Mama misst ihn an der Wand und macht einen Strich, denn Sam hat einen Schuss gemacht. Dann zeigt sie ihm Bilder als Baby in der Badewanne, ohne Zähne und mit wenig Haaren. Wir sehen ihn krabbeln und den jetzigen Sam einen Handstand machen. Seine packt das Handy mit den Bilder weg und Sam hat nun Bilder in seinem Kopf. Da erlebt er einiges, wächst und fährt vielleicht Motorrad. Dann überlegt er sich, wie es wäre, wenn er so alt wie Papa ist und er hat da einige tolle Ideen. Da Opa es am besten findet in Rente zu sein, hat Sam auch für diese Zeit Möglichkeiten, was er tun könnte. Wunderschön ist dann die Doppelseite auf der Sam über seine verschränkten Arme auf die kleinen Sams schaut, die vor ihm gezeichnet sind. Es ist einfach toll mit wieviel Optimismus er auf seine Zukunft schaut.
    Ich glaube, dass sich die Kinder hin und wieder vorstellen, wie das Leben weitergeht und hier wird die Vorstellung von wunderschönen Bildern begleitet. Wir erkennen unseren Sam in allen anderen Sams wieder und freuen und mit ihm auf das was kommt. Nach der Lektüre können wir zusammen weiterspinnen und uns selbst Bilder machen. Einfach herrlich!

    Dagmar Mägdefrau
  • Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumt 

    Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumt 

    Gundi Herget

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Da sehen wir ihn schon sitzen, den Monsteralbtraum. Er schaut mit einem Fernglas auf die Häuser und hält einen kleinen Teddy im Arm. 
    Da sitzt er auf dem nächsten Bild auf einem Kissen und in der Denkblase steht „Ich will endlich wissen, wie ich ausgehen!“
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    Und genau das ist sein Problem, denn die Träumer werden immer wach, bevor der Traum zu Ende geht. 
    Es wird Abend und das Monster lauert auf einem Dach und lauscht, wie die Kinder zu Bett gehen. Wir erfahren, wie unterschiedlich die Kinder sich verhalten und sehen das Traummonster, wie es sich in die Träume drängelt. Das Bild auf dem der Junge schlafend im Bett liegt und das Monster immer wieder aus seinem Traum wirft ist einfach sooo schön. Meist wachen die Kinder aber auf, wenn er sich in ihre Träume stiehlt und auch da werden und Beispiel gezeigt. Aber auch Albträume gibt es in unterschiedlichen Variationen und die werden auf der nächsten Doppelseite beschrieben und gemalt. Und dann lernen wir Julian kennen, der sich nie an seine Träume erinnert und die deshalb nicht seinen Mitschülern erzählen kann.
    Niemand will einen riesigen miesen Monsteralbtraum erleben, aber in diesem Buch sehen wir den Albtraum aus der Sicht des Monsters und vielleicht lohnt es sich ja nicht aufzuwachen und das schöne Ende des schlimmen Traumes zu erleben.
    Neben den fantasievollen Illustrationen könnte ich hier eine ungewöhnliche Geschichte lesen und es ist einfach toll „der riesige, miese Monsteralbtraum“ vorzulesen, da wird die Stimme automatisch ein wenig unheimlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Heute fahren wir nach Anderswo   

    Heute fahren wir nach Anderswo   

    Klaus Baumgart

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder in dem gemalten Auto losfahren. Das kleine Mädchen hat den roten Stift in der Hand.
    Klaus Baumgart wird uns als Autor vorgestellt und er sitz zusammen mit seinem Oskar in einem gemalten Auto, denn dieser Enkel hat ihn beim Illustrieren des Buches unterstützt.
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    Und dann sehen wir den Jungen im Buch, der auch Oskar heißt, er langweilt sich. Da sieht er das Mädchen und sie hat „Elfenkreide“ dabei. Obwohl Oskar meint „So was gibt es doch gar nicht“ schaut er ihr beim Malen zu. Und schon ist da das rote Auto zu sehen in das die beiden einsteigen und nach Anderswo fahren. Sie fahren hoch und runter und Oskar spürt das im Magen. Es geht rein und raus, sie sind groß und klein, langsam und schnell. Aber dann taucht ein Riese auf und der hilft ihnen weiter, weil sie sich verfahren haben. Nach dem tollen erlebnisreichen Tag liegt Oskar im Bett und denkt an Morgen.
    Die real gezeichneten Kinder bewegen sich in einer von Kinderhand gemalten Welt und dieser Gegensatz fasziniert mich sehr. Die Kinder werden sich in den Zeichnungen wiederfinden und können selbst so eine Welt erfinden und zeichnen. Was kann da nicht alles entstehen? Ein Bilderbuch voller Abenteuer und über eine ganz liebevolle Freundschaft.

    Dagmar Mägdefrau



  • Stock & Stein   

    Stock & Stein   

    Anna-Kathrin Behl

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir einen kleinen runden grauen Stein und einen kleinen geraden Stock. Diese beiden sehen wir im Dunkel einer Kinder-Jackentasche wieder. Hier liegen sie zusammen mit einigen anderen Dingen, die Kinder gerne in ihren Taschen sammeln. 
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    Auf der nächsten Seite sehen wir sie bei Licht und dann kommt eine „große erwachsene Hand“ und wirft unsere beiden Freunde vor die Tür, denn die Jacke soll gewaschen werden. Der Stein hat eine Menge Fantasie und überlegt, was alles mit ihnen geschehen könnte. Das sind sehr schöne Ideen, aber auch beängstigende. Zum Glück landen sie am Ende wieder in der Tasche der Kinderjacke. Was für ein Glück.
    Kennen wir das nicht alle, da hat das Kind wieder so viel Kempel in seinen Taschen? Zum Glück wirft die Hand die beiden nicht in den Müll, sondern zurück in die Natur. Ich fand es herrlich zu lesen, was sich die beiden einfallen lassen, was alles passieren könnte. Die meisten der kurzen Texte stehen Sprechblasen und die Zeichnungen zeigen trotz der einfachen „Gesichter“ sehr schön die Mimik und die Gefühle der beiden. Also nie Sachen aus den Kindertaschen achtlos wegwerfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Disko im Zoo

    Disko im Zoo

    Andrea Schomburg

    Barbara Nascimbeni

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon die Zootiere, die gemeinsam feiern wollen. Ganz vorne tanzen die beiden Pinguine, deren Geschichte hier in wunderschönen Reimen erzählt wird.
    Mitte Mai wird der Zoo abgeschlossen und alle Tiere freuen sich auf die Diskonacht.
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    Gerti Gnu schlüpft in die roten Hackenschuh und Schwein und Stinktier sprühen sich mit Parfüm ein. Dann sehen wir die ganze Truppe auf die Festtagswiese strömen und schon wird wild durcheinander getanzt. Die Pinguine Pong und Ping „tanzen ganz verliebt den Swing und der Ping sagt: “Nach dem Fest bauen wir ein Pinguinnest!“ Doch da sie zwei Männchen sind, wird das Nest leer bleiben. Doch dann meldet sich Marei, die Pinguinfrau „und sie sagt zu Pong und Ping: „Das ist doch kein großes Ding. Kriegt ihr halt von mir ein Ei – ich leg eh ja immer zwei.“ So endet daa Buch mit dem Schlüpfen der kleinen Emilie.
    Wir schön, dass hier so eine wundervolle unbürokratische Lösung gefunden wird, die unser Paar zu seinem Glück verhilft. Eine fröhliche Buch mit vielen feiernden Tieren, die aufeinander Acht geben und die ohne Vorurteile miteinander umgehen. Die herrlich bunten Bilder zeigen ein vergnügtes Fest und die Reime sind wieder so treffend und voller Witz und so prima vorzulesen. Einfach traumhaft schön.

    Dagmar Mägdefrau

  • Willkommen, Onkel Nouruz!   

    Willkommen, Onkel Nouruz!   

    Rashin Kheiriyeh

    Übersetzt von Susanne Seidita

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein wunderschön farbiges, fröhliches Cover, auf dem ein runder gedeckter Tisch von einem älteren Paar und Kindern umrahmt ist. Die schwarze Katze ist auch nicht zu vergessen, die im Buch auf jeder Seite zu finden ist.
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    Zunächst sehen wir eine Kinderzeichnung, auf der Kinder einen Schneemann bauen. Dann Onkel Nouruz auf einen fliegenden Teppich. Und dann starten wir mit der Anfangszeichnung, nur ist sie diesmal bunt und Naneh Sarma, die Großmutter des Winters, steht vor ihrem Haus. Zu Frühlingsbeginn soll dann Onkel Nouruz auftauchen. Es wird berichtet, dass die beiden sich immer verpassen würden.
    Dann geht es an die Vorbereitungen zum großen Frühlingsfest, es wird geputzt, eingekauft, sich neu eingekleidet, sich herausgeputzt, gekocht und der Tisch gedeckt. Alles das macht die Großmutter mit Hilfe der Kinder. Als dann alles fertig ist, schläft sie erschöpft ein und so verpasst sie wieder den Besuch von Onkel Nouruz.
    Im Nachwort erklärt uns die im Iran geborene Autorin, dass Nouruz „neuer Tag“ bedeutet und den Beginn des Frühlings und des persischen Neujahrs angibt. Hier lernen wir den Ablauf und die Tradition dieses Festes kennen und können uns mit Hilfe der wunderschönen Bilder vorstellen, wie schön so ein Neujahrsfest gefeiert wird.

    Dagmar Mägdefrau