• Ich so du so – Alles super normal

    Ich so du so – Alles super normal

    Labor Ateliergemeinschaft

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Das etwas andere Buch. Es fängt schon damit an, dass es nicht ein oder zwei Autoren geschrieben und gezeichnet haben, sondern ein Gemeinschaft aus 9 Autor*innen. Diese Schreibweise habe ich in diesem Buch gelernt ist. Dabei handelt es sich um ein Gendersternchen, dass alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten meint.

    Im Buch finden wir Geschichten, Comics, Karikaturen, Fotos, Fragebögen für die Leser*innen und ausgefüllte Fragebögen.  Seiten mit Sprüchen, mit Aussagen oder mit vielen Worten, die man auf sich wirken lassen muss.

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    Zunächst taucht die Frage auf „Was ist normal?“ /“Bin ich normal?“. Dann geht es um die Geschlechterfrage. Ist rosa für Mädchen oder ist es das kleine rot und damit den kämpfenden Männern zugehörig? Dann geht es um Gefühle, besonders gut gefallen mir da die Märchen, würde Rapunzel sich die Haare abschneiden und in die Raumfahrt gehen? Es folgen Fragebögen, die Kinder auf der ganzen Welt ausgefüllt haben. Ich fand es spannend ihre Antworten zu lesen.  Es folgen körperliche Probleme, zu groß, zu dick, kurzsichtig oder das Leben mit Skoliose. Zum Ende gibt es noch einmal Fragebögen. Diesmal geht es um das Nicht-Normal-Sein.

    Ein total vielfältiges Buch, jeder wird sich in der einen oder anderen Geschichte wiederfinden. Vielleicht wird man aber auch die anderen besser verstehen können. Begreifen, warum sich andere so verhalten und sich nicht darüber lustig machen, um von sich abzulenken, sondern mal helfen und den anderen stärken.
    Deshalb gefällt mir die letzte Bildergeschichte „Mein Freund“ so gut. Eigentlich sind die beiden so verschieden und trotzdem stärken und unterstütze sie sich. Man weiß nicht, warum man ausgerechnet diesen Freund hat? Chemie? Zufall? Aber es tut so gut, dass man ihn hat.

    Ein Buch zum Blättern, zum weiter entwickeln und zum Nachdenken. Natürlich auch zum Lernen, siehe oben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hotel Wunderbar

    Hotel Wunderbar

    Jutta Nymphius

    Tulipan-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    In einem Hotel sind nicht immer alle Zimmer vermietet und das Hotel von Mikas Vater hat schon bessere Tage gesehen. Damals als Mama noch da war, da gab es einen richtigen, gut riechenden Weihnachtsbaum und sie konnte ganz tolle Sachen aus Gurken oder Tomaten machen.  Damals lief das Hotel so gut, dass man noch einen Anbau mit sechs Zimmern brauchte.

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    Aber jetzt ist alles anders, Papa sitzt immer nur im Büro und will auch nicht mit Mika „Hase und Jäger“ spielen. Mika kann nicht mal mit Papa sprechen, immer muss er arbeiten, obwohl gar nicht viel los ist.

    Da lernt Mika den kleinen schwarzen Hundewelpen Silvester kennen und mit ihm den Obdachlosen Teddy und weil beide so frieren lädt Mika die beiden ein in einem leeren Hotelzimmer im Anbau zu übernachten. Mit der Zeit werden jede Nacht alle sechs Betten belegt. Aber Mika gibt diesen Menschen nicht nur ein Bett, sondern er erzählt ihnen von seinen Sorgen und spielt mit ihnen. Und diese neuen Freunde hören ihm gut zu. So kommt es am 22.1. zu einer Weihnachtsfeier mit einem kleinen, krummen, aber echten Tannenbaum. Als Papa da hereinplatzt begreift er schnell, dass er sich zu wenig um seinen Sohn gekümmert hat. Jetzt soll das Leben so weitergehen, dass es „Mama gefallen“ hätte.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nicht drücken

    Nicht drücken

    Gernot Gricksch

    Oetinger Taschenbuch

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahren

    Spannung, Abenteuer und geheimnisvollem Geschehen für Kinder ab 9 Jahren:
    im Zentrum der Geschichte stehen Siri, ihre Freundin Svetlana und Ole. Drei mysteriöse Frauen, Drillinge, die in Kimonos auftreten und jeweils so schnell verschwinden wie sie aufgetaucht sind, sorgen dafür, dass sich die Umwelt der Kinder auf seltsame Weise verändert.
    Geheimnisvolle Pakete werden an Siri und Ole geliefert, Tiere, Eltern, Lehrer und Kinder nehmen gegensätzliche Verhaltensweisen an: eine Katze bellt, Jungen spielen mit typischem Mädchenspielzeug, eine Lehrerin verschwindet, andere Lehrer gestalten ihren Unterricht erstaunlich anders …

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    Rollenklischees werden hier stark in Frage gestellt durch diese skurrilen Veränderungen!
    Die drei Kinder sind immer wieder überrascht, aber zunächst total ratlos und überfordert. Sie halten Sitzungen, beratschlagen und werden immer mutiger. Nach und nach gibt es jedoch immer wieder neue Hinweise zum richtigen Reagieren durch die „Kimonofrauen“. Die Geschichte erreicht ihren Höhepunkt bei einem vom Trio organisierten Fußballspiel, ein für sie zwingender Auftrag der Frauen. Durch Mut und Entscheidungskraft schaffen es die Kinder, den unheimlichen Bann zu brechen, der sich durch das Buch zieht, so dass ihre Welt zum Ende hin wieder in ihren gewohnten Bahnen verläuft!

    Ein empfehlenswertes Kinderbuch durchzogen von Spannung, Phantasie, Spaß und Freundschaft, das die wörtliche Rede sicherlich die des lesenden Kindes treffen wird!

    Annette Heine

  • Wir und unsere Geschichte

    Wir und unsere Geschichte

    Yvan Pommaux

    Christophe Ylla-Somers

    Aus dem Französischen von Tobias Scheffel

    Moritz-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    So ein Buch hätte mich als Kind wochenlang und länger fasziniert. Kurze Texte werde durch interessante Bilder ergänzt. Vom Urknall über den Beginn der Menschheit, durch die Kon-tinente führt es bis in die Gegenwart. Die Entwicklung der Zivilisation, von den Mayas über die Chinesen und Inder, zu den Ägyptern und Griechen.
    Da gibt es das Mittelalter und die Eroberung neuer Welten. Diese Geschichte beschränkt sich nicht auf Europa, sondern sieht auch immer über den Rand unseres Kontinents.

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    Ich finde es sehr eindrucksvoll und es ist in keiner Weise belehrend. Ich habe es mit großem Spaß gelesen und geschaut. Das Buch kommt ohne große Namen aus, erst am Ende werde einige „Berühmtheiten“ vorgestellt.
    Vielleicht ist auch dieses Sachbuch in erster Linie ein „Jungenbuch“, aber ist es nicht toll, wenn es für unsere Männer auch etwas zu lesen gibt?

    Dagmar Mägdefrau