• Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles

    Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles

    Markus Pfilster

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover ist der Regenbogenfisch zusammen mit Humbrecht zu sehen. Wie immer schimmern einige seiner bunten Schuppen silbern. Der Fisch mit dem ungewöhnlichen Namen hat etwas Wichtiges zu erzählen. Er behauptet, dass ein fieser Typ den Stöpsel am Meeresboden herausziehen wird, und dann sitzen alle auf dem Trockenen. Der Regenbogenfisch zweifelt zwar, aber der fremd Fisch macht ihm Druck. Seine Freunde lachen ihn nur aus und wollen den Fisch selbst kennenlernen. Doch am nächsten Tag will Humbrecht nichts von einem Stöpsel wissen, dafür erzählt er eine neue Geschichte von einer Bedrohung durch fremde Schwärme.
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    Wieder bietet er seine Hilfe an, diesmal sollen die Fische eine Mauer bauen. Als er am nächsten Tag wieder warnt, kennen die Fische die Geschichte schon. Denn sie wissen, dass der Blauwal ihnen nicht das Futter wegisst. Danach mache sich die Fische lustig über den Fisch und nennen ihn „Humbug“. Zum Schluss gibt es aber noch eine sehr schöne Lösung.
    
    Ich denke schon immer wurden Warnungen ausgestoßen, die erfunden waren und nur Angst machen sollten. Aber in Zeiten von Social Media verbreitet sich sowas sehr schnell und es ist gut zeitig mit den Kinder darüber zu sprechen, dass man leider nicht alles glauben kann, genauso wie der Regenbogenfisch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Echte Superhelden – Pop-up-Bilderbuch

    Echte Superhelden – Pop-up-Bilderbuch

    Santi Beascoa

    Edgar Plans

    CV

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt vier kleine Superhelden mit Masken in unterschiedlichen Farben. Köpfe und Augen sind riesig und erinnern an Comic-Figuren. 
    Auf der erste Doppelseite stellt sich ein Maler mit Staffelei auf, auf dem Boden liegen Farbtuben. „Wusstest du, dass es „echte“ Superhelden gibt?“ Ist die Frage, die mit alltäglichen Helden beantwortet wird. „Aber woran erkennt man echte Superhelden?“ fragt sich das Kind auf der Rutschbahn, die sich wieder auf der Seite aufstellt.
    Mittels Schieber verwandeln sich Figuren durch eine Maske zu Superhelden.
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    Dann werde einige vorgestellt. Ein Lehrer, eine Verkäuferin oder ein Bauer. In den dazugehörigen Texten ist zu lesen, was sie leisten. Man kann selbst überlegen, wer noch dazu gehört. Unter den Klappen sind noch drei andere Berufe erklärt. Alle tragen die obligatorischen Masken. Superhelden müssen trainieren und wirken meist im Verborgenen, sie helfen ohne Gegenleistungen. Oft arbeiten sie mit anderen zusammen, stellt sich eine Art Gerüst auf und viele Superhelden schieben den Mond grade. Auf der letzten Seite gibt es noch eine besondere Überraschung für den Superhelden, der das Buch liest und die Aufforderung „Vollbringe jeden Tag eine kleine Heldentat!“
    
    Die Bilder hätte ein Kind gemalten haben können, alle Figuren haben große runde Köpfe und tragen Masken, sie unterscheiden sich aber durch Kleidung und Frisur. Das tolle sind natürlich die Pop-ups, die sich aufstellen, wenn wir die Seite aufschlagen. 
    Superhelden sind für die Kinder im Moment ein großes Thema, obwohl sie sie nicht wirklich kennen, tragen sie Kleidung mit ihren Bildern, deshalb gefallen mir diese Alltagshelden besonders gut. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mami, Mami!

    Mami, Mami!

    Claude K. Dubios

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Wort Mama kommt in dem Buch nur 18-mal vor, ich hätte gedacht käme viel häufiger vor. Denn die drei Küken suchen ständig etwas und fragen ihre Mama danach. Allerdings weiß Mama auch immer sehr genau, wo das Gesuchte liegt, und kann präzise Angaben machen. Aber Mama möchte so gerne ihre Buch weiterlesen. Welche Mutter kennt das nicht? Immer wieder versucht sie es und so erfahren wir von einer „unheimlichen Gestalt“ und einem „Dämon mit schwarzen Augen“. Aber immer wieder unterbrechen sie die Kinder mit ihren Fragen.
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    Einmal schellt sogar eine Nachbarin, die jemanden sucht. Am Ende verwindet Mama im Garten und setzt sich dort auf einen Ast. Sie hegt die Hoffnung, dass ihre Kinder ja nie etwas finden. 
    
    Ein niedliches Buch, deren Sinn den Kinder wahrscheinlich verborgen bleibt. Denn sie sind ja davon überzeugt, dass Mamas alle Fragen beantworten können und da auch gerne tun. Aber wir Mütter haben sicher unseren Spaß an der Geschichte, die in unserem Alltag immer wieder vorkommt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Manchmal ist da einer

    Manchmal ist da einer

    Tobias Krejtschi

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt ein großes blaues Quadrat, das ziemlich böse schaut und seine Armhaltung hat etwas Drohendes. Ein kleiner brauner Kreis mit einem großen Auge kauft sich ein Eis im Hörnchen. Die Stimmung ist friedlich, Schmetterlinge fliegen zu den Blumen. „Viele wollen einfach nur ihre Ruhe“ ist auf der nächsten Seite zu lesen. Dann taucht das Quadrat vom Cover aus und es will keinen Frieden. So fällt das Eis zu Boden. Jetzt tauchen noch andere braune Kreise auf und wehren sich gegen den großen Blauen, andere fliehen vor ihm.
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    Er wirkt inzwischen sehr bedrohlich. Dann taucht ein viel größerer brauner Kreis auf und er ist stärker. „Am Ende sind alle nur Verlierer.“ Beiden Großen fehlen Stücke ihrer Figur. Im Fernsehen ist Gewalt zu sehen, nachts wird davon geträumt. „Manchmal fällt es schwer anders zu verstehen.“ Wird durch zwei Puzzle-Teile dargestellt. Wir müssen vertrauen und miteinander reden, wird empfohlen. Am Ende kommt das blaue Quadrat und bringt ein Eis für den braunen Kreis. Das Buch endet mit dem Friedenszeichen, dass viele kleine Formen entstehen lassen. 
    
    Das Buch zeigt mit minimalen Mitteln, wie Konflikte entstehen, wie sich entwickeln und wie man sie beenden kann. Das Buch ist eine hervorragende Grundlage zum Thema Streit/Krieg und Vertragen/Frieden. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Teddy ist weg!

    Teddy ist weg!

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Buch ist in dem Stil gefertigt, den die Bücher von Antje Damm ausmacht. Landschaften und Menschen, die aus Pappe hergestellt werden, werden angemalt und dann als neues Bild fotografiert. Dadurch entstehen diese besonderen dreidimensionalen Bilder.
    Ganz kurze Text beschreiben den Ablauf. Flo, Papa und Teddy zelten übers Wochenende. Sie bauen das Zelt auf und machen dann eine Bergtour bis zum Gipfel. Am Lagerfeuer gibt es Dosensuppe und dann wird geschlafen. Flo träumt von einem Drachen und muss am nächsten Tag feststellen, dass sein Teddy nicht mehr an seinem Platz draußen am Baum sitzt.
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    Die Lösung ist ein wenig mystisch und bringt Flo auf eine neue Idee.
    Wenig Worte erzählen mit ungewöhnlichen Bildern eine humorvolle Geschichte. Vielleicht muss man die Geschichte nochmal lesen, um den Gag zu verstehen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Dachsjahr

    Ein Dachsjahr

    Synnøve Borge

    Nora Brech

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch hat ein ungewöhnliches Format, aber es passt ein ganzes Dachsjahr hinein. Die Bilder sind sehr real gestaltet und der Text erzählt von dem kleinen Dachs, der im Laufe des Jahres erwachsen wird.
    Mit seinen Geschwistern liegt der kleine Dachs in der Höhle an seine Dachsmutter gekuschelt. Als es wärmer wird dürfen die Kleinen endlich nach draußen, dort spielt die ganze Familie auf der Wiese. Mama Dachs bringt den Kinder bei auf „Plumpsklo“ zu gehen und Futter zu finden. Aber das besondere für die kleine Familie sind die Gerüche, die sie gegenseitig austauschen und an denen sie sich orientieren.
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    Einmal ist die Wiese voller Löcher, weil die ganzen Familie nach Würmern sucht, nach einem leckeren Mahl mit Nacktschnecken begegnen die jungen Dachse einem Igel. Doch dann werden die Bäume über der Höhle gefällt und die Tiere müssen sich eine neue Höhle weit weg von zu Hause graben. 
    Als es Winter wird, ist der kleine Dachs schon groß geworden, aber bleibt noch den Winter über bei den Eltern .
    
    Ein Sachbuch, dass so schön in eine Geschichte verpackt ist, dass man gar nicht merkt, was man alles daraus lernen kann. Auf den letzten beiden Seiten ist ein Dachs abgebildet und wir erfahren noch einiges über diese Tiere.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Erzähl deine Geschichte – Piratenabenteuer

    Erzähl deine Geschichte – Piratenabenteuer

    Lily Murray

    Stef Murghy

    CV

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Ein schönes buntes Buch, das dazu aufgefordert selbst eine Geschichte zu erzählen. Zunächst gibt es so etwas wie eine Gebrauchsanweisung und dann wird gestartet. 
    Die erste Doppelseite stellt uns die möglichen Protagonisten vor. „Wer möchtest du sein?“ Da ist z.B. eine Ziege, ein Kapitän oder ein Piratenaffe im Angebot. Dann geht es zur Verkleidekiste, auch da steht einiges zur Auswahl. Dann geht es zum Ort an dem die Geschichte spielen soll. „Das Steinzeitland“, „Der Drachenfelsen“ oder lieber „Das Land der strickenden Omas“? Dann wird die Tasche gepackt, drei Sachen kann man sich hier aussuchen.
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    Bei den Begleitern gibt es keine Mengenvorgabe, da kann man gleich „18 der besten Piraten, die du kennst“ mitnehmen oder besser eine Gespenst? Auch die Reisemittel sind vielfältig und ungewöhnlich, dann noch eine Route aussuchen und dann kommen wir zu den möglichen Abenteuern. „Was kann dir auf deiner Seereise schlimmstenfalls passieren?“ Dann brauchen wir nur noch eine Person, die uns am Ziel erwartet. Lieber Käpt´n Blaubart oder ein Lama? Ein Feind kommt dann auch noch ins Spiel bzw. in die Geschichte und für den muss man sich auch noch was Gemeines ausdenken. Zum Glück werden auch noch Auswege angeboten.  Nach einer Belohnung kommen wir dann auch zum Ende.
    
    Ich kann mir gut vorstellen mit diesem Buch eine Geschichte zusammenzubauen. Die Bilder regen an, sich die Geschichte bildlich vorzustellen und sicher kommen viele ungewöhnliche Geschichten dabei rum.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schüttle leise, schüttle sacht, sag den Tieren gute Nacht!

    Schüttle leise, schüttle sacht, sag den Tieren gute Nacht!

    Madlen Ottenschläger

    Ag Jatkowska

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Ein Gute-Nacht-Buch, das mal mit einer Besonderheit daherkommt. In einem Plastikbehälter sind goldene Sterne eingeschweißt. Durch Schütteln des Buches machen sie ein sehr leises Geräusch. Jede Seite hat eine Aussparung, so kann man die Sternen-Rassel auf jeder Seite sehen und nutzen.
    Das Entenküken sitz bei seinen Papa in den Federn. „Hilfst du der Ente bei Einschlafen und lässt die Traumsterne fliegen?“ geht die Frage an das Kind und mit „Schüttel leise, schüttel sacht, sag dem Entchen gute Nacht.“ Wird der Text fortgesetzt. Diese Sätze wiederholen sich auf jeder Seite mit dem entsprechenden Tier.
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    Da ist die Katze, der Affe das Häschen und zuletzt der Löwe in den Schaf zu schütteln.
    Kurze Texte und viele Wiederholungen gefallen kleinen Kindern besonders, lediglich das Schüttelgeräusch ist sehr leise, denn die Sterne scheinen sich gegenseitig zu behinderm. Sie laden sich zum Einen auf und zum Anderen verhaken sie ineinander. Das ist schade, denn der Gedanke mit diesen zarten Tönen auch die Kinder etwas zu beruhigen gefiel mir gut. Vielleicht lässt sich das irgendwie besser lösen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Astronautenkinder – Ein Buch über Einzigartigkeit

    Astronautenkinder – Ein Buch über Einzigartigkeit

    Anna Bartosik

    Asia Gwis

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Das Buch über Einzigartigkeit“ steht auf dem Cover, dass uns eine Kind mit Brille zeigt, das wohl über das Sonnensystem nachdenkt. Auf den Planeten im Hintergrund sehen wir andere Kinder. Bunte Planeten und die Erklärung zu den „echten Astronautenkindern“ folgen. Dann werden wir aufgefordert mutig zu seine und loszufliegen. 
    Wir lernen Mira kenne, die sich mit ihren Bildern wohlfühlt, sie sucht an manchen Tagen Kontakt zu anderen. Mit einfachen Bildern schreibt sie eine Nachricht.
    Tim mag kein Durcheinander, sein Tag und seine Umwelt sind geordnet und werden von ihm kontrolliert.
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    Zara erlebt einen Meteoritenhagel und trifft auf Aron, der sein Raumschiff selbst zerstört hat. Er war wütend, obwohl er es nicht will. Nach dem Vergleich mit einem Vulkan, versuchen die Kinder zukünftig solche Explosionen aufzuhalten. Robin erkundet einen neuen Planeten und er rennt wie wild umher. In seinem Forscherrucksack sind Dinge, die ihn vor zu vielen Einflüssen schützen können. „Astronautenkinder halten zusammen“ und „Du bist einzigartig“ sind wichtige Sätze dieses Buches, dass uns ungewöhnliche Kinder vorstellt. 
    
    Eine schöne Idee, Kindern, die aufgrund ihres Verhaltens als auffällig gelten, hier ein so wundervolles Buch zu widmen. Die Bilder sind wunderschön anzuschauen und haben viel Gefühl.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Wie ich dich liebe

    Wie ich dich liebe

    Andrea Beaty

    Vashti Harrison

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Gelb gekleidet und mit gelben Gummistiefeln an den Füssen springt die Mutter mit ihrem Kind durch die Pfütze. So beginnt das Buch mit dem Satz „Ich lieb dich so gelb.“ Die beiden laufen über eine Wiese einem Schmetterling nach. Auf Mamas Schulter geht es durch den Park, dann sitzen beide auf einer Bank und schieben sich Orangenspalte quer in den Mund. 
    Kleine Bilder zeigen unterschiedliche Gefühle der Kinder. Auch der Vater liebt seine beiden Kinder, das kleine Mädchen sitzt im Rollstuhl.
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    Auch sie blödeln herum. Eine Mutter liegt schlafend mit ihren Kindern im Bett. „Ich lieb dich so langsam.“ Nach dem Aufstehen wird dann aber gehetzt. Beim Sportfest läuft auch ein Mädchen mit einer Beinprothese mit. Nach einem Herbstbild sehen wir zuerst eine schwangere Frau, dann die große Schwester mit dem Baby. Vor einer Hochhauskulisse sehen wir einen Vater mit seinem Kind Karten spielen, dann liegen die beiden auf einer Wiese und schauen zu den Sternen. Der große Bär ist mit dem Text „Ich lieb dich für immer, so ewig und wahr.“ versehen. Drachen steigen am Strand, da ist ein Opa dabei. Beendet wird das Buch mit einem wunderschönen stimmungsvollen Bild. Die Mutter gibt ihrem Kind „den zärtlichen Kuss.“
    
    Die Bilder sind weichgezeichnet und in zarten Farben gehalten. Der Text reimt sich und so entsteht ein liebevolles Gedicht für unsere Kleinen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mama und Mami und ich – Die große Vermissung

    Mama und Mami und ich – Die große Vermissung

    Nina LaCour

    Kaylani Juanita

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Eine dunkel- und eine hellhäutige Mama geben ihrer kleinen Tochter auf beide Wangen einen Kuss. Das Mädchen kneift fröhlich ein Auge zu. Ein glückliche Familie ziert das Cover.
    Die Geschichte führt uns durch eine ganze Woche, eine ganze Woche in der die Mutter, die das Kind „Mami“ nennt, auf Geschäftsreise ist.
    Der Tag beginnt mit einem schönen Frühstück, dann winken Mama und Kind Mami zu und sie fährt für eine Woche weg. Dienstag in der Kita erzählt das Mädchen dem Erzieher, wie sehr sie ihre Mami vermisst.
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    Die anderen Kinder erzählen, was sie vermissen. Am Mittwoch telefonieren Mama und Kind mit Mami. „ich vermisse dich mehr, als Schnee in den Bergen fällt“ sagt Mami und so kommt der Begrifft der Vermissung auf. Donnerstag bei Einkaufen müssen keine Heidelbeeren für Mami gekauft werden. Am Abend wird mit Mama gekuschelt, weil das Kind so traurig ist. Freitag und Samstag gibt es viel im und um das Haus zu tun. 
    Am Sonntag pflücken die beiden einen bunten Strauß Blumen, eine Sorte für jeden Tag. Für den Freitag Fingerhut, eine schöne, aber hochgiftige Pflanze. Dann kommt Mami endlich wieder zurück und das letzte Bild zeigt alle drei in einer liebevollen Umarmung.

    Die Bilder sind mit vielen geometrischen Figuren gezeichnet, dadurch wirken sie nicht so sehr weich. Mama hat einige Tattoos, was in Bilderbüchern noch ungewöhnlich ist.
    Dass ein Elternteil für eine längere Zeit nicht zu Hause ist, ist nicht ungewöhnlich. Hier werden die Gefühle des Mädchens, dass uns diese Geschichte erzählt, beschrieben und das Wort „Vermissung“ sagt ganz klar, was ihr fehlt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Clara – Meine kleine Schwester von nebenan

    Clara – Meine kleine Schwester von nebenan

    Kirsten Reinhardt

    Christiane Fürtges

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein Kind berichtet von seiner kleinen Schwester Clara, ein Nachbarskind, mit dem es gerne und viel spielt. Dann berichtet es, dass seine Eltern sich sehr über die Geburt gefreut haben. Auch Mamas Freundin hat sich auch sehr gefreut. Sie und ihre „Verliebte“ (Warum er sie so benennt, weiß ich nicht, Frau hätte mir besser gefallen) wünschen sich auch ein Kind. Anhand von gemalten Bildern erklärt das Kind, dass man Ei und Samen benötigt, dann schwimmen die Samen auf ein freudig lächelndes Ei zu und einer schreit „Erster“.
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    Mama fand es ungerecht, dass ihre Freundin kein wunderbares Kind bekommen kann und sie dachte „wer viel hat, kann doch teilen.“ So gab Papa seine Samen in einem Becher weiter und dann wurde Clara geboren. 
    
    Ich fand das Thema Samenspende sehr interessant und zeitgemäß. Es ist auch gut beschrieben, obwohl die eigentliche Entstehung nicht erklärt wird. Lediglich die Tatsache, dass der Vater der Mann der besten Freundin ist, schränkt etwas ein. Ich wollte das Buch an ein weibliches Ehepaar geben, doch da ist, wie meist, der Spender zunächst unbekannt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Rotkäppchen

    Rotkäppchen

    Nach Jacob und Wilhelm Grimm

    Illustriert von Rocio Bonilla

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Klappbilderbuch mit runden Ecken zeigt ein niedliches Rotkäppchen auf seinem Cover, auch der Wolf, der sich die Lippen leckt, wirkt nicht sehr grausam.
    Im Buch finden wir einen Text, der sich an der Geschichte der Gebrüder Grimm orientiert. Das erste Bild zeigt eine sehr modernes Rotkäppchen mit seiner Mutter, unter dem Bild steht eine kurzer erklärender Text. Der lange Text weißt durch ein Zeichen darauf hin, dass die Seite aufgeklappt werden kann. Hier sehen wir das Mädchen auf dem Weg zur Großmutter, hinter den Bäumen lauert der Wolf.
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    Schon spricht er Rotkäppchen an und weist auf die Blumen hin. Er selbst klopft bei der Großmutter, geht hinein und verschlingt sie. Mit großen Augen schaut Rotkäppchen hinter der geöffneten Tür hervor und stellt dann am Bett die bekannten Fragen.  Am Ende schmiegt sich Rotkäppchen in Großmutters Arm, während der Jäger seinen Kaffee trinkt.
    
    Es gefällt mir sehr gut, dass es zum Märchentext auch eine Kurzversion der Geschichte gibt, die man kleinen Kindern schon zeigen kann. Auf der Rückseite des Buches erfahre ich, dass dieser Text auch zum Mitlesen gedacht ist und deshalb einige Begriffe wie „Weg“ oder „Haus“ zusätzlich beschriftet wurden.
    Ich finde, dass Märchen nicht einfach vergessen werden sollten, deshalb mag ich diese Bilderbücher und lese sie gerne vor.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Da liegt ein Wal in meinem Bett!

    Da liegt ein Wal in meinem Bett!

    Angelika Glitz

    Nikolai Renger

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Heute soll, weil Mama ihre Freundinnen zu Besuch hat, Knuti allein ins Bett gehen. Knuti weigert sich zunächst, als Mama dann mit Eintrittskarten für ein Fußballspiel lockt, kann er das dann doch. Mamas Bedingung ist, dass er um 8 im Bett liegt. Als Knuti nach Zähne putzen und so weiter ins Bett will, liegt dort ein großer blauer Wal. Da der Wal natürlich sprechen kann, verlangt er zunächst etwas zu trinken. Als Knuti Mama von dem Wal im Bett erzählt, glaubt sie ihm nicht. Beide passen aber auch nicht ins Bett.
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    Da der Wal behauptet fliegen zu können, bringt Knuti ihn dazu mit ihm loszufliegen. Nach der Rückkehr steigt der Junge zuerst ins Bett und damit muss der Wal sich in Mamas Bett legen. So sitzt er auf dem letzten Bild gemütlich in Mamas Bett.
    
    Der Text ist humorvoll geschrieben, die Bilder sind fröhlich und bunt. 
    Nur es gibt ein Bilderbuch aus dem Jahr 2018, das nicht mehr verlegt wird, mit dem Titel „Vom Walross, das nicht einschlafen konnte“ Da konnte der Junge wegen eines Walross nicht ins Bett und auch dieses Tier wechselte später ins Bett der Eltern. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Liebhaben

    Liebhaben

    Christopher Franceschelli

    David Partington

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt, wie die Pinguineltern liebevoll auf ihr Küken hinabschauen. Aber das Ungewöhnlich an diesem Papp- und Klappbilderbuch ist die Dicke von ca. 5 cm.
    Als Erstes steht da der Elefant in der Savanne „Ich hab dich lieb.“ So beginnt der Text immer. 
    Wenn man die Elefantensilhouette umblättert, steht er Rüssel an Rüssel mit einem Elefantenbaby. „Liebhaben ist…wie eine gemeinsame Reise.“ Und hinter der nächsten umklappbaren Seite sehen wir die Herde und der kleine Elefant hält sich an Mamas Schwanz fest. Die Erdmännchen schauen ihnen nach.
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    Dann folgt das Versprechen „Ich begleite dich auf deinem Weg und bleibe immer bei dir.“ Worte, die Vertrauen aufbauen und Sicherheit geben.
    Im Meer verspricht der Otter, dass seine Hand dich festhalten wird. Es folgt die Giraffe, die Schwaneneltern, die mit ihren Hälsen ein Herz formen und Unterstützung geben. Nach dem Känguru folgt der Panda, dann das Nilpferd, dessen Liebe in die Tiefe geht. Das Faultier meint „Liebhaben ist Zeithaben.“ Die Pinguine sind danach zu sehen und der Fuchs lässt Abenteuer zu. „Liebhaben macht uns Mut.“ findet der Adler und fliegt hoch in den Himmel. Auf der letzten Doppelseite, die man noch einmal ausklappen kann, sehen wir einen Park mit Eltern und Kindern „Wenn wir einander liebhaben, ist das Leben wunderbar.“
    
    Ein Buch voller Liebe und schönen Versprechen für unsere Kleinen. Ich kann es mit bei vielen Gelegenheiten als Geschenk vorstellen, oder einfach nur um mal zu sagen „Ich hab dich lieb!“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nachtlampenfieber

    Nachtlampenfieber

    Stephanie Schneider

    Nele Palmtag

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Titelbild sehen wir die kleine Luzie und ihre Oma im Schein der Deckenlampe am Küchentisch sitzen, ihre Hände berühren sich und beide haben eine schönes Lächeln auf den Lippen. Ein heimeliges, gemütliches Bild voll Vertrauen. Für Luzie ist es ein besonderer Tag, sie schläft heute zum ersten Mal alleine bei Oma, ganz alleine natürlich nicht, denn Herr Palimpa, ihre Bär, ist dabei. Oma freut sich über „sturmfrei“ und nach dem Wäsche aufhängen geht es ans Verkleiden. Da ist das schlechte Gefühl vom Abschied schnell vergessen.
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    Dann geht es in den Supermarkt und Luzie schlägt das Angebot von Oma Pommes zu kaufen aus, weil sie dasselbe essen möchte, was es immer bei Oma gibt. 
    Dann machen es sich die beiden mit ihrem Abendbrot vor dem Fernseher gemütlich. Mit Oma zusammen legt sich Luzie ins das alte Bett von Mama, Oma liest ein Buch aus ihren Regal vor. Als Oma sich auszieht, kann Luzie sie über den Flur hinweg beachten und sie stellt fest „Als Einschafoma siehst du aber komisch aus.“ Doch dann hat Luzie allein im fremden Bett doch etwas Angst. Deshalb ist es schön, dass Oma zu ihr kommt und ihr gesteht, dass sie auch etwas Angst vor der Übernachtung hat. Luzie weiß, dass ist „Nachtlampenfieber“.
    Nach einer heißen Milch können dann beide zusammen einschlafen.
    
    Die erste Übernachtung bei Oma ist für Kinder immer ein spannendes Erlebnis. Hier werden die Gefühle sehr schon beschrieben. Besonders die Überwindung der Angst zusammen mit Oma gefällt mir gut.
    Neben der einfühlsamen Geschichte sind die Bilder wunderschön gezeichnet. Da ist die etwas rundliche Luzie mit kurzen dunklen Haaren und die rothaarige Oma mit runder Brille, deren Figur altersgemäß gestaltet wurde. Da finden sich sicher viele Omas wieder. Die Art, wie sie beiden sich anlächeln, da weiß man, da sind zwei, die sich sehr mögen.
    
    Ich wünsche den kleinen Lesern und Leserinne, dass sie auch bald bei Oma schlafen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Weil Tiger keine Affen sind!

    Weil Tiger keine Affen sind!

    Stefan Waidelich

    Nikhila Anil

    Amazon Media

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Aus seiner Erfahrung als Lehrer heraus schriebt der Autor dieses Buch. Dabei hat er sich von dem Spruch „Wenn man einen Fisch nach seinem Talent, auf einen Baum zu klettern, beurteilt, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“ den wir am Ende des Buches finden, leiten lassen. In einer Schulklasse finden wir ganz unterschiedliche Tiere und Frau Nilpferd, die Lehrerin stellt ihnen eine Aufgabe, die nur das kleine Äffchen erledigen kann. Die meisten wissen, dass sie die Aufgabe auf den Baum zu klettern nicht schaffen werden. Der Tiger wird sogar noch ausgelacht bei seinem misslungenen Versuch.
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    Die nächste Aufgabe ist auf den Fisch zugeschnitten, hier gibt es aber auch Lob für die Tieren, die es zusammen versuchen. 
    Als der Tiger Samuel am Abend seinen Eltern sein Leid klagt, bekommt er den Titel des Buches zur Antwort. Erst als ein Unglück geschieht, kann sich der Tiger beweisen und zeigen, wo sein Talent liegt.
    
    Die Geschichte ist schön erzählt und bebildert. Mir gefällt es gut, dass die Tiere nicht bekleidet sind. Allerdings wirkt sie auf mich sehr belehrend, ich mag Geschichten, wo man selbst die „Moral“ erkennen kann. Hier wird sie auf dem silbernen Tablett serviert.
    Trotzdem werden die Kinder die Geschichte gerne hören und hoffen, dass ihr Talent auch bald erkannt wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein bester Freund der Bär

    Mein bester Freund der Bär

    Vane Kosturanoy

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf der einen Seite des Hauses sieht man den großen Bären und auf der anderen Seite das Mädchen. Mit einer Leiter kommt das Mädchen so hoch, dass sie den Bären umarmen kann, denn sie sind „zwei allerbeste Freunde“. Sie machen viele Sachen zusammen, die lassen Ballons steigen, fahren Rad und steigen auf einen Berg. Im Sommer erkunden sie das Wasser, am Abend den Himmel und „im Herbst spielen sie mit der Sonne Verstecken.“ Sie lesen Bücher, staunen über die Stille des Schnees und liegen zusammen krank im Bett.
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    „Jede Nacht schweben sie gemeinsam in die Welt der Träume.“ Doch dann taucht eine Freundin und später noch andere Kinder auf. Doch den Bär nimmt sie immer noch in den Arm, nur ist er jetzt ein ganz normal großes Schmusetier.
    
    Poetische kurze Sätze voller Zuneigung erzählen die Liebe zwischen Kind und Schmusetier, die Bilder sind zart, teilweise in dunkler Farben gehalten. Auch sie zeigen die Verbundenheit der beiden.
    
    Dagmar Mägdefrau