• Die zauberhafte Wortverlosung

    Die zauberhafte Wortverlosung

    Jutta Degenhardt

    Lars Baus

    Mixtversion

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Buch des Monats Oktober 2024

    Helene und Oma sitzen auf einem nostalgischen Karussell, Helene hält einen Eimer mit Losen in ihren Händen. Ein Cover, dass uns gut auf die Geschichte einstimmt.
    Mit Zuckerwatte in der Hand sind die beiden auf der Kirmes unterwegs und Helene möchte Lose an einer Bude kaufen, sie selbst gewinnt eine Kleinigkeit und auf Omas Los steht „Niete“.
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    Oma gefällt das Wort und sie nimmt es mit für ihre Wortsammlung. Helene ist begeistert von den vielen ungewöhnlichen Worten und sie hat eine Idee. So sitzt sie mit Oma vor dem Haus und hat die Worte aus der Sammlung aufgerollt in einem Eimer dabei.
    Ein Mann zieht das Wort „Welle“ und Oma und Helene (und wir) können sehen, wie der Mann in Gedanken vorne auf einem Segelschiff den Winden trotzt. „Hokuspokus“ bringt einen Jungen in ein Zirkuszelt, hier verwandelt er einen Löwen in ein Schwein.
    So werden noch viele zauberhafte Worte gezogen und in Abenteuer umgewandelt. Am Ende fliegen Oma und Helene dank dem Wort „Rakete“ davon.
    Die Illustrationen sind sehr klar und zeigen, dass sich alles in den Köpfen abspielt und doch können Oma und Helene zuschauen. Der Text ist verständlich und regt dazu an, sich Wörter zu überlegen, die uns oder andere zum Träumen bringen.

    Dagmar Mägdefrau
  • KoboldKroniken

    KoboldKroniken

    Daniel Bleckmann

    Thomas Hussung

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre


    So ein gut gemachtes ansprechendes Cover - ich bin total begeistert. Der Titel „Sie sind unter uns“ ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn diese frechen Kobolde wohnen bei uns unter der Erde und es gibt geheime Türen, durch die wir zu ihnen kommen können. In dieser Geschichte ist diese Tür in einer alten Toilettenanlage der Schule zu finden.
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    Aber da greife ich etwas vor, zunächst muss Dario Leone, der dieses Skizzenbuch, das wir gerade lesen, angefertigt hat und der sich am Anfang ganz ordentlich vorstellt, feststellen, dass sein bester Freund Lennard völlig verändert aus den Ferien bei seinen Großeltern zurückkommt. Nicht nur, dass er schlanker ist, er liebt es auch, Sport zu machen und ist dabei richtig gut. Er hat auch Probleme, Rituale zwischen den Freunden anzuwenden. Die beiden Jungen haben gemeinsam eine App entwickelt und mit „CritterSwitch“ kann man, wenn man Personen fotografiert, etwas von deren Charakter auf dem Bild sehen. Mehr will ich jetzt nicht verraten, denn dieses Buch soll ja spannend bleiben.
    Neben den Erzähltexten gibt es, wie bei Comics, wörtliche Rede in Blasen, Fotos und massenhaft Skizzen auf etwas gammeligen Seiten. Besonders fasziniert haben mich die Gehirne, die aufzeichnen, was das Gehirn der Lebewesen bevorzugt denkt. Ich fand es nicht einfach, das Buch mit den vielen Kobold-Begriffen zu lesen, aber es braucht sehr viel Fantasie, ein solches Buch zu schreiben. Ich bin wirklich beeindruckt, wie alles logisch zusammenpasst und welche Entwicklung die Geschichte nimmt.

    Dagmar Mägdefrau



  • Sternenwesen

    Sternenwesen

    Nadine Körner

    Daniel Lopez Leon

    Eigenverlag

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Sternenwesen, ein ungewöhnlicher Begriff, und er ist hier wörtlich zu nehmen, denn die beiden Wesen, die wir auf dem Cover sehen, wohnten auf einem Stern. Doch dann brach ein Zacken des Sternes ab und Nunki und Aludra „verloren sich aus den Augen“. Ein schrecklicher Gedanke, wenn man wie die beiden immer zusammen war, und einander so ähnlich ist. Doch zum Glück landen beide auf demselben Planeten, wenn auch weit voneinander entfernt. 
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    So machen sich die beiden auf den Weg und hoffen, den jeweils anderen wiederzufinden. Irgendwann hört Aludra eine Melodie und kommt, nachdem sie durch ein winziges Tor ging, in einen Garten, wo eine Musikband spielt und kleine Elfen sie umringen. Dies alles verzaubert das kleine Sternenmädchen. Auch Nunki ist unterwegs und wird dabei von einer nervigen Krähe begleitet. Doch sie bringt Nunki ebenfalls an eine kleine Pforte.
    Dieses zauberhafte Bilderbuch für Grundschulkinder ist in großen, goldenen, etwas verschnörkelten Buchstaben gedruckt. Fasziniert haben mich die ungewöhnlichen Illustrationen. Zum einen werden die beiden Protagonisten, die im Buch genau beschrieben werden, ein wenig wie Aliens und doch so freundlich und gefühlvoll dargestellt. Zum anderen spielt der Künstler mit den Farben und drückt so die verschiedenen Stimmungen aus. Manches wirkt fast abstrakt und doch sieht man viel auf den Bildern. Ich finde es auch erstaunlich, wie gut die Zartheit und Verletzlichkeit der Sternenwesen getroffen wurde.
    Trotz der fantastische Handlung geht es, wie der Untertitel schon sagt, um Freundschaft, die verloren und zum Glück wiedergefunden wird. Im „Garten der geheimen Wünsche“ werden die zwei sicher noch lange glücklich sein.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle

    Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle

    Cee Neudert

    Philipp Ach

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Diese Abenteuerspielbuch bietet wirklich eine Menge. Man kann sich einen Charakter aussuchen, die Beschreibung findet man am Ende des Buches, und in die Rolle dieses Tieres schlüpfend im Buch agieren. Die drei Tiere auf dem Cover des Buches begleiten dann den Lesenden bei seinen Abenteuern, auch die Drei habe einen festgeschriebene Identität, die man auch am Ende des Buches nachlesen kann. 
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    Dort gibt es auch ein „Notizbuch“ und einem „Rucksack“ mit der Möglichkeit, ihn zu befüllen. So findet man zum Beispiel während des Spieles immer wieder Nüsse, die Zahlungs- und Nahrungsmittel sein können. Ganz vorne im Buch ist die Landkarte des „Wilden Waldes“ mit den drei Orten, in denen die Spieler ihre Abenteuer bestehen müssen.
    Nachdem der Neuling willkommen geheißen wird, geht es an die Auswahl der „Spielfigur“, mit der man sich im Laufe des Spiels völlig identifizieren kann. Ich hatte mich für die Maus entschieden, sie ist geschickt, aber leider nicht sehr stark. So wurde ich zum Bestandteil der Geschichte und wurde immer direkt angesprochen. Es gibt ein Problem mit dem „Großen Baum“ und seine Hüter kommen zusammen und wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Je nachdem ,wie ich mich nach einem kurzen Kapitel, von denen es 207 gibt, entscheide, lese ich an einer anderen Stelle weiter. Zum Glück gibt es ein Lesebändchen und ich kann mir merken, wo ich zuletzt war.
    Eine fantasievolle, spannende Geschichte, in die ich eintauchen und zusammen mit mystischen Figuren die Rettung des Baumes auf abenteuerliche Weise bewerkstelligen kann. Man kann das Spiel auch mehrfach machen und die erworbenen Stärken behalten.
    Mir ist diese Art Buch und Spiel neu und ich habe solchen Spaß dabei gehabt, dass ich das Buch nur empfehlen kann.

    Dagmar Mägdefrau
  • Geheim – Agentur für magische Wesen – Löse das Rätsel des Meerungeheuers – Band 4

    Geheim – Agentur für magische Wesen – Löse das Rätsel des Meerungeheuers – Band 4

    Amelie Benn

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Pipa und Ben sind ziemlich sauer, weil sie die Ferien bei ihrer Tante Esmeralda verbringen sollen. Zudem ist Pipas Cousin Ben auch noch zwei Jahre jünger als sie, was ihr noch weniger gefällt. Doch dann kommt alles anders. Tante Esmeralda wird von der Agentur für magische Wesen mit dem Schiff nach Südamerika geschickt, dort soll sie dort ein magisches Tier vor den Unorden, die diese wundervollen Tiere nur ausnutzen wollen, retten.
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    Schon auf dem Schiff fallen den Kindern zwei Männer auf, die sich sehr verdächtig benehmen. Durch Kombinieren können sie einen dieser Männer als zu den Unorden gehörig ausmachen und ein magisches Wesen vor ihm retten. So nehmen sie das niedliche Marillo mit in ihre Kabine. Diese kleine fuchsähnliche Tier kann fliegen und sich unsichtbar machen. 
    Die spannende Geschichte über magische Wesen, Tante Esmeralda und die Kinder wird in 20 Kapiteln erzählt, die mit einem Rätsel enden. Diese Rätsel sind in drei Schwierigkeitsstufen eingeteilt und sehr abwechslungsreich gestaltet. Logisches Denken und eine gute Beobachtungsgabe helfen bei der Lösung. Aber notfalls kann man sich auch durch zwei Tipps helfen lassen oder einfach weiterlesen, denn im nächsten Kapitel steht die Lösung ebenfalls. Aber es macht auch Spaß, sich die Aufgaben anzuschauen und zu überlegen, wo der Lösungsansatz steckt.
    Wieder eine schöne Fortsetzung der „Geheim!-Reihe“, die wie immer mit einem Brief hinter dem Cover beginnt und durch die Rätsel und Illustrationen gut zu lesen ist.

    Dagmar Mägdefrau


  • Lese-Lausch Abenteuer – Zauberwald

    Lese-Lausch Abenteuer – Zauberwald

    Annette Neubauer

    Nikolai Renger

    Ravensburger/tiptoi

    Lese-Lausch Abenteuer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover fliegen unsere drei Abenteurer auf einem Elch in den Zauberwald. In fünf Kapiteln wird ihre spannende Geschichte erzählt und Maja, Benn und der Hund Oskar begegnen vielen wundersamen Tieren.
    Neben Omas Haus steht ein heruntergekommenes, altes Haus, in das Oskar durch das Kellerfenster einsteigt. Zum Glück finden die Geschwister einen Schlüssel und so kommen sie in die Eingangshalle mit den verschiedenen Türen. 
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    Als Oskar durch die Tür mit dem Blatt geht, folgen ihm die Kinder und kommen so in einen ungewöhnlichen Wald. Hier lernen sie Glucks kennen, der sie durch den Zauberwald führt. In Glucks Fell lebt Fünkchen, ein leuchtend gelber Glückskäfer. So gelangen sie an den See der 1000 Wünsche. 
    Das Buch hat eine Spiralbindung und man kann es lesen, dazu wird man auch immer wieder aufgefordert, aber man kann sich den weiteren Verlauf der Handlung vom tiptoi-Stift erzählen lassen. Zusätzliche wird auch eine Spielfunktion angeboten, so wird das Lesen der groß gedruckten Buchstaben nochmal interessanter. Die vielen Bilder helfen zum besseren Verstehen der Geschichte.
    Mittels der Technik des tiptoi-Stifts werden Kinder, die nicht so gerne selbst lesen, angeregt, doch mal ein Buch zu lesen. Und ich kann nur sagen, um bei Kindern die Freude am Lesen zu erwecken, ist mir jedes Mittel recht. Um so besser, wenn diese spannende Geschichte ihre Fantasie anregt. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Wild is the Witch – Verfluchte Nähe

    Wild is the Witch – Verfluchte Nähe

    Rachel Griffin

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    In einer Welt, in der Hexen und Magie Teil der Realität sind und Menschen von ihnen wissen, verbreiten sich auch Skandale der Hexenwelt: Iris Freundin Amy versuchte ihren Freund Alex in einen Magier zu verwandeln, mit furchtbaren Folgen. Das ging schief und landete sogar vor einem richtigen Hexengericht. Zwei Jahre später hat Iris ihr Leben wieder im Griff, aber dann bringt eine Nachricht im Radio die ganze Sache wieder hoch. 
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    . Gerade da macht Pike, der Super-Praktikant im Wildtiergehege von Iris Mutter, eine blöde Bemerkung über Hexen. Iris, die eigentlich gelernt hat, mit ihrer Magie vorsichtig umzugehen, passiert ein dummer Fehler: Sie verflucht Pike in einem wütenden Moment.
    Das Seltsame ist, dass gerade Pike ihr hilft, als sie versucht, den Fluch wieder rückgängig zu machen. Sie gehen zusammen in den Wald, wo Pike eigentlich nichts von der Magie mitkriegen soll. Aber irgendwie lernen sie sich besser kennen und Iris bereut den Fluch immer mehr.
    Die Magie in dieser Welt wird wie physische Energie verstanden, die nicht erschaffen, sondern transformiert wird, und ist somit tief mit der Natur verwoben. Diese Auffassung von Magie passt wunderbar zum Setting des Wildtiergeheges und des Waldes, welches bereits eine mystische Atmosphäre bietet. Es fühlt sich alles magisch und irgendwie richtig an.
    
    Genauso energiereich ist die Beziehung von Iris und Pike, zunächst als “Konkurrenten”, die eher wenig rücksichtsvoll miteinander umgehen, nach dem Kennenlernen, verwandelt sich auch hier die Energie. Das macht sowohl die Handlung als auch das Zwischenmenschliche stimmig, trotzdem sind noch genug Reibungspunkte für äußerst spannende Momente da, denn die Konsequenzen, denen Iris ausgesetzt ist, sind enorm. 
    "Verfluchte Nähe" trifft es genau: Die Geschichte von Iris und Pike ist spannend, ein bisschen romantisch und zeigt, wie Magie und Natur zusammengehören. Es ist ein tolles Buch für alle, die gerne in eine magische Welt eintauchen und dabei was über Freundschaft und das Überwinden von Vorurteilen lernen wollen.
    
    Raphaela Brosseron
    
  • Ungalli

    Ungalli

    Lena Raubaum

    Tobias Krejtschi

    TYROLIA

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich hatte das große Vergnügen, dass die Autorin uns im Voraus dieses besondere Bilderbuch angelesen hat. Es basiert auf einem afrikanischen Märchen und das Cover zeigt uns Tiere, die Kleidung mit afrikanischen Mustern tragen. Da eine Dürre das Land austrocknet, fliehen die Tiere und finden einen Baum mit wunderschönen Früchten. 
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    Leider ist keines von ihnen in der Lage, sie zu ernten. Nur eine alte Schildkröte kann sich erinnern, dass eine Vorfahrin von diesem Baum berichtet hat und man ein bestimmtes Wort sagen musste, damit die Früchte sich herabneigen. Da der Löwe in der Heimat geblieben ist und man weiß, dass er das Wort kennt, macht sich die schnelle Gazelle auf, um nach dem Wort zu fragen. Doch leider passiert ihr auf dem Rückweg ein Unfall und sie kann sich nicht mehr erinnern. Dem Elefant, der wegen seines guten Gedächtnis als nächster los geht, geht es leider genauso.
    Die Geschichte wird in einer schönen Sprache erzählt und die Bilder sind einfach so passend, dass es einfach nur schön ist, sie zu betrachten. So sitzt z.B. der Löwe im Anzug mit dem Smartphone am Ohr hinter einem Schreibtisch. Alle Illustrationen sind in Erdfarben gehalten und dadurch wirken sie sehr authentisch. Märchenhaft!
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Willkommen bei den Grauses – Wer ist schon normal?

    Willkommen bei den Grauses – Wer ist schon normal?

    Sabine Bohlmann

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    In einer Sommernebelnacht ziehen in das alte Haus in der Sackgasse fünf Gestalten ein. Ottilie beobachtet das von ihrem Fenster und als Papa sie am Morgen bittet, einen Kuchen zur Begrüßung zu den neuen Nachbaren zu bringen, erlebt sie Ungewöhnliches. Als sie bei Familie Grause schellt, um ihren Begrüßungstext zu sagen, kommen nur Kinderstimmen aus dem Briefschlitz. Diese Kinder kennen wohl keine Brille und wundern sich über das „doppelte Monokel“, dass Ottilie trägt. Auch mit dem Namen Ottilie tun sie sich sehr schwer. 
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    Als dann eine Erwachsenenstimme den Kindern rät zu sagen, sie wären nicht da, ist Ottilie völlig verwirrt. Da sie selbst keine Freunde hat, geht sie immer wieder zu Haus Nr. 13 und so langsam gewöhnen sich die Neuen an sie und nach ein paar Tagen kommen sie auf Ottilie zu. Wolfi, das Mädchen, stellt sich als Werwolf vor, Muh hat Hörner auf dem Kopf, die er durch eine Mütze verdeckt ,und das dritte Kind ist ein unsichtbares Gespenst. Die Geschwister erklären Ottilie, dass sie eine Liste von Worten nicht sagen darf, die Wort sprechen sie dazu rückwärts, dann schaden sie nicht. Ottilie ist entschlossen, die Familie dabei zu unterstützen, „normal“ zu werden. Doch der schwierigste Fall ist Opa, der ein Schrat ist.
    Eine wunderliche Familie ist da eingezogen und es gibt viele lustige Missverständnisse, die aber letztlich in einer richtigen Freundschaft enden. Die Familienangehörigen lernen sich wie eine richtige Familie zu verhalten und füreinander einzustehen.
    
    Dagmar Mägdefrau 
    
    
  • Das Mädchen, das in den Wellen verschwand

    Das Mädchen, das in den Wellen verschwand
    Um den Meeresgott zu besänftigen, wird jedes Jahr ein Mädchen in den Wellen geopfert, um seine neue Braut zu werden. Dadurch nehmen die Stürme zumindest für ein Jahr ein Ende, doch es war anscheinend noch keine Braut dabei, die ihn für die Ewigkeit beruhigt, und so bleibt es bei der jährlichen Opfergabe. 
    Mina wurde eigentlich nicht ausgewählt, doch sie opfert sich, damit ihr Bruder mit seiner großen Liebe zusammen bleiben kann…
    Endlich erfährt sie, wie es den Bräuten in der Götterwelt ergangen ist erkundet diese. Das ist aber eine gefährliche Reise, in der sie sich den großen Göttern stellen muss, von denen ihre Großmutter schon immer so viele Geschichten erzählt hat. 
    
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    Es war superspannend, wie sich hier die koreanische Mythologie und Fantasy vermischt haben. Die Sage um Shim Cheong, die sich, um ihren Vater zu retten, ebenfalls dem Meeresdrachen geopfert haben soll, wurde hier aufgegriffen und zu einer modernen Erzählung verarbeitet. 
    Vor allem durch Minas Abgleich mit den Geschichten, die sie über die Götter kannte und dem, was sie dann tatsächlich erlebt, wird klar, wie stark sie all diese Sagen und Mythen schon ihr ganzes Leben lang geprägt haben und wie enorm ihr kultureller Einfluss ist.
    Da Fantasy und Mythologie hier verschmelzen, ist es manchmal gar nicht so leicht, hinterherzukommen. Der klare Schreibstil, der bestimmt auch einer gelungenen Übersetzung zu verdanken ist, hilft da. 
    Der romantische Teil wird auch wunderbar in diese mythische Erzählung hineingearbeitet, denn Mina ist durch ein rotes Band des Schicksals mit jemandem zunächst eher unfreiwillig verbunden. 
    Mit ein wenig Konzentration und Offenheit kann man sich mit dem Roman in eine wirklich liebevoll ausgestaltete Welt hineinführen lassen, die so anders ist, als alles, was man vielleicht sonst so liest.
    
    Rapaela Brosseron
  • Das Erwachen der Magie

    Das Erwachen der Magie

    Gabriele Rittig

    Marek Bláha

    Faryland

    Leseempfehlung ab 9 Jahre

    Das Buch beginnt mit einem Alptraum, den Kelvin hat. Er glaubt sich im verbotenen Bannwald und plötzlich taucht ein böser Troll vor ihm auf. Kelvin und sein bester Freund der Elf Jarven sind gerne gemeinsam unterwegs, doch diesmal kommt bei der Heimkehr eine schlimme Überraschung auf sie zu. Ihr schönes Dorf wurde von den Trollen überfallen und die haben vieles zerstört, auch das Haus von Kelvins Oma. Aber das Schlimmste ist Kelvins kleine Schwester wurde geraubt. 
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    Da bleibt den beiden Jungen nicht anderes übrig, zumal die erwachsenen Männer nichts unternehmen wollen, sie machen sich auf das kleine Mädchen zu befreien. Das bedeutet aber, sie müssen den Bannwald durchqueren und das werden die Feuerelfen nicht zu lassen. 
    Viele gefährliche Abenteuer wartet auf die beiden mutigen Jungen, doch sie bekommen auch Hilfe von einem Feuerelfen-Mädchen, das damit auch ihr Volk retten will.
    Mit cleveren Ideen ist die Geschichte gespickt und der Ablauf in sich logisch, was ich auch bei Fantasy-Erzählungen sehr wichtig finde. Die Schwarz-weiß-Zeichnungen sind diesmal nicht so ganz nach meinem Geschmack, alles ist sehr spitz und die Gesichter wirken auf mich böse. 
    Sieben Kapitel in größerer Schrift, einige Bilder und viel fantasievolle Spannung. Da lohn sich das Lesen, zumal die Magie ja erst erwacht und wir sich noch mehr über die drei Freunde erfahren werden.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Mina Wirbelfee          

    Mina Wirbelfee          

    Zoe Magdalene

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Mina Wirbelwind wartet sehnsüchtig auf ihren siebten Geburtstag, denn an dem Tag bekommen kleine Feen ihre Zauberkräfte. Nur leider kann man die Schrift in der Mitteilung der Feenkönigin nicht lesen und so macht sich Mina auf den gefährlichen Weg ins Schloss auf Wolke sieben. Bis dahin muss sie einige Abenteuer bestehen, sie hat aber den Dackel Rüdiger, einen niedlichen kleinen Kerl, an ihrer Seite und auch die Warze Wanda, die sich selbstständig bewegen kann, sucht mir ihr das Abenteuer. Mina schafft es, die bösen Blumen auf der Wiese zu besänftigen und so geht es langsam für sie voran zum Ziel.
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    Das Buch ist wunderschön illustriert und dank der Vielzahl der Bilder kann man das Buch auch schon Vorschulkindern vorlesen. Leider kommt auch dieses Buch am Trend „Pupsen“ nicht vorbei und einige Situationen scheinen mir nicht ganz logisch. Ich gebe zu, da bin ich etwas empfindlich. 
    Natürlich ist das Cover ein echter Hingucker und kleine Mädchen werden diese süße Fee und den glitzernden Feenstaub lieben, ob das Buch auch Jungen anspricht, wag ich zu bezweifeln.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Das Buch der gestohlenen Träume

    Das Buch der gestohlenen Träume

    David Farr

    Kristina Kister

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Das Cover mit seinen glänzenden goldenen Buchstaben ist auf jeden Fall ein Hingucker. Die Geschwister Rachel und Robert leben zusammen mit ihren Eltern in Krasnia, einen Land, dass von dem Diktator Charles Malstain regiert wird. Er mag keine Kinder und deshalb haben sie auch keine Berechtigung, im Alltag aufzutauchen. 
    Das Buch beginnt mit einer Warnung an den Lesenden, das Lesen des Buches geheim zu halten, denn man weiß ja nie, ob ein Spion aus Krasnia uns beobachtet
    
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    Im ersten Kapitel reist Rachel allein mit einem Luftschifft nach Port Clement, einen Nachbarstaat. Ein eigenartiger Mann spricht sie an und wir erfahren, dass sie unter falschem Namen reist und ein Geheimnis kennt. Erst im dritten Kapitel wird uns Rachel und ihre Familie vorgestellt. Ihr Vater ist Bibliothekar in einer großen Bibliothek und er erfindet spannende Spiele, die er mit seinen Kindern zu Hause spielt. Doch an Rachels zwölften Geburtstag geht er ein großes Risiko ein und geht mit den Kindern in die Bibliothek. Hier zeigt er ihnen ein geheimes Buch - „Das Buch der gestohlenen Träume“. 
    Wie sich herausstellt, soll dieses Buch vernichtet werden, aber eigentlich möchte Charles Malstain das Buch in seinem Besitz bringen, weil er hofft, dass es ihm einen großen Nutzen bringt. So erforschen die Kinder die Herkunft und den Sinn des Buches. Es beinhaltet 49 Träume, die wundervoll illustriert sind. Dann müssen sie vor der Geheimpolizei, die auch vor Folter und Mord nicht zurückschreckt, fliehen. 
    Das Buch umfasst fast 400 Seiten, die allerdings in etwas größerer Schrift gedruckt sind. Einige Kapitel beginnen mit einer Seite aus dem „Buch der gestohlenen Träume“ und wir erfahren etwas über die einzelnen Träume. Es brauchte einige Zeit bis ich die Zusammenhänge der Geschichte durchschaut hatte und nicht alles schien mir immer logisch aufgebaut zu sein. 
    Die Beschreibung des Tyrannenstaates hat mich oft richtig geängstigt und Vergleiche mit einigen Diktatoren boten sich an. 
    Tapfere Kinder erleben spannende Abenteuer um ein Buch mit magischen Eigenschaften, aber so ganz überzeugen konnte mich die Geschichte nicht.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Grimm und Möhrchen – Ein Zesel zieht ein

    Grimm und Möhrchen – Ein Zesel zieht ein

    Stephanie Schneider

    Illustriert von Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Grimm ist Buchhändler und er führt in einem Dorf die Bücherkiste. Eines Tages taucht ein sprechender Zesel namens Möhrchen bei ihm auf. Der Kleine ist eine Mischung aus Zebra und Esel mit gestreiften Beinen und einem ebensolchen Ohr. Er bringt Grimm eine leeres Buch mit in das er die Geschichte der beiden schreiben soll. Die Lesebändchen sind, genau wie in unserem Buch, schwarz und weiß. 
    Möhrchen entdeckt die Welt wie ein Kind und hat viele Fragen und ganz viel Fantasie. Zunächst wundert er sich, dass es ein Zuhause gibt und Grimm nicht im Buchladen wohnt.
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    Die Hausnummer 7 ist schief, aber das gefällt dem Zesel so. In einem Kapitel werden vergessene Wörter aufgeschrieben und zum Verschenken aufgehängt. Eine schöne Idee und es fallen uns sicher noch einige Worte ein. Wieviel Spaß man mit einer Pappe vom Straßenrand haben kann und was geschieht, wenn man nicht schlafen geht, sind wundervolle Kapitel. Weil so wenig Kinder in die Bücherkiste kommen, lädt Möhrchen die Kinder aus dem Dorf ein und so gibt es jetzt Dienstag immer ein Vorlesestunde. Als das Wetter kühler wird, muss der Zesel lernen, dass es bald Herbst wird und was das bedeutet. Aber schnell hat er auch an Eichel- und Kastanienbasteln seinen Spaß. Obwohl Möhrchen einen runden Kürbiskuchen essen möchte, muss er mit Nussecken vorliebnehmen. Aber die machen am Ende einen runden Bauch. Das Buch endet mit dem Warten auf Weihnachten und auch hier hat Möhren eine besondere Art Menschen einzuladen.
    
    Mit seiner offenen, unbedarften Art ist der Zesel ein echter Sonnenschein, schnell ist seine seltene schlechte Laune verflogen und schon hat er wieder tolle neue Ideen, die bei Grimm immer auf ein offenes Ohr stoßen. Ein echtes Gute-Laune-Buch mit liebenswerten Figuren und fantasievollen Geschichten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Märchen von Hans Christian Andersen

    Märchen von Hans Christian Andersen

    Hans Christian Andersen

    illustriert von Werner Klemke

    BELTZ Der Kinderbuch Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Zum 100. Geburtstag von Werner Klemke hat der Verlag Beltz ein umfangreiches Märchenbuch mit Andersen-Märchen heraus gebracht.
    Die Zeichnungen von Werner Klemke, mit wenig Farbe und oft nur als Silhouetten erkennbar, sind mir irgendwie vertraut. Das Märchenbuch aus meiner Kindheit ist ähnlich illustriert.

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    Ein Märchenbuch von Andersen, in dem einige bekannte Märchen fehlen und man andere, nicht so geläufige, entdecken kann.

    Dagmar Mägdefrau