• Ein Pokal für den Schakal

    Ein Pokal für den Schakal

    Jule Wellendiek

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein riesiger Pokal ist auf dem Titel zu sehen und obendrauf sitzt lässig der Schakal. Er möchte gerne den Pokal gewinnen und ist ganz sicher, dass ihm das mit seiner Frisur gelingen wird. Doch dann muss mit der Enttäuschung fertig werden, dass die Gans den Pokal gewinnt und alle Tiere ihr zujubeln. 
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    Aber der Schakal ist clever und er verleiht sich selbst den Pokal für den „besten Schakal“, er fühlt sich „als wäre er der König der Welt.“ Doch leider kommen auch andere Tier auf diese Idee und so haben bald alle Tiere einen Pokal oder eine Medaille in Kategorien, die nur sie erfüllen können. So wird die Giraffe für den längsten Hals ausgezeichnet. 
    Ich muss gestehen, dass mir schon zu Beginn des Buches ein amerikanischer Politiker einfiel, den ich mir in der Rolle des Schakals vorstelle. Aber abgesehen von dieser Aktualität, ist der Schakal sehr clever, immer fällt ihm etwas ein, damit er gut dasteht und so schafft er es, dass am Ende des Buches alle zusammen ein Fest feiern.
    Ein Buch, das viele Gefühle beim Vorlesen hervorruft, denn als der Schakal alle Pokale stiehlt, war meine Enkelin voller Entsetzen darüber. Aber auch seine Überheblichkeit am Ende des Buches, als der Schakal ein Denkmal für sich aufstellt, war ihr durchaus bewusst.
    Die Illustrationen begleiten die Geschichte mit wimmeligen Bildern, sie zeigen aber auch die Emotionen unserer Hauptfigur, der vor allem Verschlagenheit aus den Augen blickt.

    Dagmar Mägdefrau