• Kati die Möwe

    Kati die Möwe

    Anita Hansemann

    Verena Pavoni

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Im Winterquartier für Zugvögel sitzen die drei Lachmöwen auf ihrem Lieblingsplatz und beobachten, wie die anderen Vögel an den See kommen. Da landet eine Gruppe Kormorane und Kati findet einen davon schön. Sie landet neben ihm und erfährt, dass er Nils heißt. Obwohl er nicht sehr gesprächig ist, möchte Kati ihm gefallen und versucht, wie er zu tauchen. Kann aber froh sein, dass ihre Freunde sie retten.

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    Als es Frühling wird, fliegen die anderen Vögel wieder in ihre Sommerlager und die Lachmöwen bleiben zurück. „Krriiär, kik kik kik“ lachen sie, wie nur Lachmöwen lachen. Da muss man als Vorleser ein wenig üben um den Schrei gut hin zu bekommen.

    Das Buch ist schön bebildert, die Texte sind nicht ganz so kurz. Es beschreibt einfach einige Augenblicke von Winter am See und ist damit sicher das richtige Buch für kleine Naturkundler. Schön wäre es danach Lach- oder andere Möwen zu beobachten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Schwalbe, die den Winter sehen wollte

    Die Schwalbe, die den Winter sehen wollte

    Philip Giordano

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Bilder sehen aus wie gedruckt, ich weiß es nicht genau, so wie Linolschnitt. Ich habe mal gesucht und lese, dass der Künstler in Japan wohnt. Auf jeden Fall sind die Bilder sehr schön und passen mit den Pastellfarben gut zur Geschichte.
    Denn die kommt auch sehr leise daher. Die Schwalbe ist einfach neugierig, sie kommt als erste, wenn der Sommer beginnt und möchte einmal den Winter erleben. Wissen, was passiert, wenn sie nicht hier ist.

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    Also fliegen alle ohne sie in den Süden. Natürlich  wird es im Winter viel zu kalt und die Schwalbe muss vom Eichhörnchen gerettet werden. Die beiden verleben einen schönen Winter und bleiben auch im darauffolgenden Sommer zusammen. Im nächsten Winter möchte die Schwalbe aber wieder in den Süden fliegen, obwohl ihr der Abschied schwer wird. Aber es wird ja wieder Frühjahr…

    Die kurzen Texte sagen alles über Freundschaft und Unterstützung, ein wunderschönes Bilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nur ein Tag

    Nur ein Tag

    Martin Baltscheit

    Wiebke Rauers

    Dressler

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Wildschwein findet es einfach nur traurig, dass die süße Eintagsfliege nur einen Tag lesen wird, deshalb möchte er sie gar nicht erst kennen und vielleicht lieben lernen. Aber als er und der Fuchs am See sitzen schlüpft wieder ein solches Exemplar. Die beiden Freunde sind sich einige, dass sie der Fliege, die sich für eine Maifliege hält, nicht die Wahrheit sagen wollen.

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    Deshalb erzählen sie ihr, dass der Fuchs nur diesen einen Tag zu leben hat.
    Die Fliege versucht nun dem Fuchs das kurze Leben so schön wie möglich zu gestalten, alles soll er erleben: Schule, Hochzeit und Geburt. Doch als dann sein Geburtstag gefeiert wird, kommt es doch heraus, dass nicht der Fuchs, sondern die Fliege den Tag nicht überleben wird.
    Zunächst ist die Fliege enttäuscht und traurig, sie kommt aber zurück und bittet die Freunde auf ihr Ei, das sie wieder in den Teich gelegt hat, aufzupassen. So werden die zwei in drei Jahren wieder einen ähnlichen Tag erleben.

    Trotz des traurigen Themas ist es ein lustiges, teilweise albernes Buch, das doch viele philosophische Ansätze in sich trägt.

    Auch der Film, der im Sommer 2017 erschien, ist zu Anfang etwas skurril und albern, aber im ganzen fand ich ihn sehr schön und ganz anders als die Kinderfilme, die sonst so auf dem Markt sind.

    Wer also nicht lesen möchte, sollte den Film nicht verpassen.

    Dagmar Mägdefrau  

  • Pauli Fußballstar

    Pauli Fußballstar

    Brigitte Weninger

    Eve Tharlet

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein Buch, wie gemacht für die WM in diesem Sommer. Pauli Kaninchen spielt mit seinen Freunden Fußball, die Cousine Kuki darf im Tor stehen. Als der alte Stoffball kaputt geht, erfahren die Langohren, dass es bald ein Waldfußballturnier gibt, bei dem die Siegermannschaft einen richtigen Ball gewinnen kann.

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    Natürlich sind alle Feuer und Flamme und sie trainieren fleißig für ihr Ziel. Mama Kaninchen näht ihnen einen Ball und  Papa Kaninchen rodet ihnen einen Sportplatz. Die frechen Dachse, die bisher die Sieger des Turniers  waren, lachen natürlich über diese Mannschaft, die sogar Mädchen mitspielen lässt.

    Ein Buch mit schönen weichen Bildern und etwas mehr an Text, das sicher in diesem Jahr viel Anklang finden wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Welt der Gorgel

    Die Welt der Gorgel

    Jochen Myer

    Rick de Haas

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Bilderbuch ist der zweite Band über die Gorgel und am Ende wird angedeutet, dass es wohl noch mehr Abenteuer geben wird. Mit den Gorgeln lernen wir eine neue Spezies kleiner „Menschen“ kennen. Diese leben in alten Kaninchenhöhlen am Strand. Nachts, wenn die Menschen den Strand verlassen, kommen sie aus den Dünen und bevölkern den leeren Strand, spielen in den Sandburgen und schwimmen im Meer.

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    Die Hauptfigur dieses Buches ist Bobba, er besucht die Schule und wird zum Wachgorgel ausgebildet. In den Monaten mit R soll er Melle vor Scheußlingen beschützen, damit er nicht krank wird. Im Mai kehrt er für den Sommer zu seiner Familie zurück. „Jubeldibambam!“

    Schöne Bilder aus dem Gorgel und Kinderleben, mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Texte mit schönen Wortkreationen der Gorgelsprache.  „Wirst du auch voll-und-ganz gut auf dich achtgeben, Bobba, sozusagen doch oder sozusagen nicht-oder-doch?“ nur um eine Beispiel zu nennen. Das und Worte wie „Dämmerschlummernickerbam“ fordern den Vorlesen schon ganz schön heraus. Aber die Kinder werden eine höllische Freude daran haben.

    Die Welt der Gorgel gefällt mir sehr gut und der Gedanke an einen Gorgel, der auf unsere Kinder aufpasst ist doch auch schön, oder findet ihr nicht?

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Sommer in Sommerby

    Der Sommer in Sommerby

    Kirsten Boie

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein Buch das alles hat, was ein Buch für dieses Lesealter haben muss. Da die Mutter in New York einen Unfall hatte, fliegt der Vater sofort dort hin. Die Kinder werden zu ihrer Oma Inge gebracht. Nur Martha kann sich noch dunkel an diese Oma erinnern, ihre kleinen Brüder Mats und Mikkel kennen sie gar nicht. Sie wohnt auf einer wunderschönen Landzunge an der Ostsee, zu erreichen ist sie nur über das Wasser oder über eine Kuhweide ohne Weg.

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    Ziemlich schroff ist die Oma zu dem Kindern, aber sie erzählt auch von Mama, als sie noch ein Kind war. Zum Zwist zwischen Oma und den Eltern war es gekommen, weil sie die Oma gedrängt haben ihr Haus zu verkaufen. Dort sollte ein Einkaufszentrum entstehen. Beide Eltern sind wohl in der Finanzbranche und haben damals nur den großen Gewinn gesehen. Auch mit dem Bewohnern von Sommerby hat Oma ihre Probleme, auch die sind noch böse, weil sie auf die vielen Chancen verzichten mussten.

    Die Oma wohnt in ihrem Reetdachhaus und  kocht Marmelade, die sie an Touristen verkauft. Am Abend macht sie den Kindern Kartoffeln und Mikkel sucht die Eier dazu im Hühnerstall. Richtig beschaulich. Aber ein Mann schleicht sich mit dem Kanu an und möchte die Oma so erschrecken, dass sie ihr Haus doch noch verkauft. So kommt es besonders für Martha zu einigen abenteuerlichen Erlebnissen.
    Martha leidet aber zunächst sehr darunter, dass die Oma weder W-Lan noch Internet, ja nicht einmal ein Fernsehen hat. Aber dann entdeckt sie die alten Bücher ihrer Mutter. Mit der Zeit muss sie auch nicht immer alles per WhatsApp weiterleiten. Es macht ihr viel mehr Spaß das Boot zu lenken und manches muss die reiche Freundin gar nicht wissen.

    Mir hat das Lesen dieses Buches viel Freude gemacht, es zeigt, dass unsere moderne Welt nicht immer die Bessere ist und dass Geld nicht immer das einzig Wichtige ist auf unserer Welt. Ja und diese Welt ist in Sommerby noch ein wenig heil, nicht immer und nicht alles, aber es würde uns allen gut tun, dort einen Sommer zu verbringen.

    Ein wundervolles Buch für den nächsten Sommer.

    Dagmar Mägdefrau

  • Warum wir im Sommer Mückenstiche kriegen, die Schnecken unseren Salat fressen und es einen Regenbogen gibt – Eine Geschichte von Noah und seiner Arche

    Warum wir im Sommer Mückenstiche kriegen, die Schnecken unseren Salat fressen und es einen Regenbogen gibt – Eine Geschichte von Noah und seiner Arche

    Kirsten Boie

    Regina Kehn

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Das diese Geschichte von Noah und der Arche nicht nur ein christliches Thema ist, wird gleich auf der ersten Seite erklärt und damit kann man das Buch allen Kindern vorlesen. Der Erzählton ist etwas, ich möchte sagen, flapsig. So wird beschrieben, wie schlecht die Menschen mit der schönen Welt, die Gott geschaffen hat, umgehen.

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    „Nun hört mal auf mit dem Kasperkram!“ sagt Gott da schon im strengen Ton. „Leider sah es nicht so aus, als ob die Menschen zuhören wollten, jedenfalls machten sie einfach so weiter…“ Lediglich Noah und seine Familie sind freundlich zueinander und deshalb sollen sie eine Arche bauen und von jedem Tier ein Paar mit auf das Schiff nehmen. Gott gibt die Größe vor und die Familie baut eine Arche. Japheth, einer der Söhne Noahs, ist leider nicht so gehorsam und bringt auch Insekten an Bord. Dann kommt die Sintflut, die Sache mit der Taube und zum Ende der Regenbogen, das Zeichen für den „Deal“ zwischen Gott und den Menschen. Auch hier fällt uns Japheth auf, weil er die Stirne runzelt, aber wie Gott am Ende bemerkt „Die Menschen sind eben die Menschen“.

    Ein wenig erinnert der Stil an Janosch, als Erwachsenen hat man sicher einen besonderen Spaß an diesem Buch und seiner Ironie. Trotzdem erzählt es die Geschichte von Noah in einer heutigen Sprache und auch die Bilder sind aus unserer Zeit, so hat eine Person ein T-Shirt mit dem Friedenszeichen an.

    Mir gefällt dieses Buch, weil es zeigt, dass unsere Welt eigentlich wieder durch eine Sintflut zerstört werden müsste, denn wir sind wieder genau in der Situation, in der Gott fand, „mit denen kriege ich keine gute Welt hin, das steht fest.“ Vielleicht sollten wir uns beim nächsten Regenbogen mal wieder an das Verspechen der Menschen erinnern, auch wenn wir nicht an Gott glauben.

    Dagmar Mägdefrau

  • … das verspreche ich dir

    … das verspreche ich dir

    Knister

    Eve Tharlet

    minedition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre


    Ich habe das Buch schon einige Jahre, es macht aber immer wieder Freude diesen zart gezeichneten Knister vorzulesen. Es ist auch ein leises zartes Buch. Es handelt von Freundschaft und Vertrauen und natürlich von Bruno dem Murmeltier. Als er im Frühling erwacht freut er sich über die vielen kleinen Sonnen und den Löwenzahn.

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    Er erlebt einen wunderschönen Sommer und die Veränderung seiner Blumen in Pusteblumen. Da bekommt er Angst, dass die Blumen nicht mehr da sein werden. Aber er bekommt ein Versprechen, er soll vertrauen und feste pusten. Ja und im Frühjahr…..

    Dagmar Mägdefrau