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Wie und wo geht der Floh aufs Klo?

Daniela Kulot
Gerstenberg
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Ein Pappbilderbuch mit runden Ecken und hübschen bunten Bildern. Dazu ein Thema, das seit „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ immer wieder in Bilderbücher vorkommt.
Die kleine Tine muss zum Klo und fragt ihre Mama „Sag mir doch mal, wie und wo geht der Floh aufs Klo?“ Diese Frage flüstert sie ihrer Mama ins Ohr und auf der nächsten Seite sehen wir einen Floh, dem was aus dem Schlüpfer fällt. „Die Katze gräbt einen Grube und drückt kräftig auf die Tube“. Dass ein Fuß über dem Hundehaufen zu sehen ist, finden wir besonders lustig. Nach Fisch und Kuh macht ein Spatz einem Paar auf den Kopf, auch das bringt Heiterkeit und ein Iiiii mit sich. Nach Elefant und Schlage setzt sich ein Fliege auf die Klobrille und Tine aufs Töpfchen. Auf der letzten Seite geht was in die Hose, was die Tiere nicht stört.
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Kinder lieben Wiederholungen und diesen Anspruch erfüllt die immer gleich lautende Frage von Tine. Die Antworten sind manchmal etwas konstruiert, so glaube ich nicht, dass Schlüpfer ein gängiges Wort im Sprachschatz der Zweijährigen ist. Aber das mit den Reimen ist ja auch nicht immer so einfach.
Dagmar Mägdefrau
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Räuberkinder

Anje Damm
Gerstenberg
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Deutschen Jugendliteraturpreis 2009
In der Struwwelpeter-Ausstellung 2019 in Oberhausen wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Räuberkinder mit rausgestreckter Zunge und Grimmassen schneidend. „Das sind 2 Räuberkinder. Sie sind wirklich sehr , sehr böse!!!“ so beginnt das Buch und die beiden sind mit schielenden Auge und einem unzufriedenen Gesicht abgebildet. Der gelbe Fisch hat ein Messer im Rücken. Im Bad malt sich der Junge mit Lippenstift an, den hat er vorher an der Wand benutzt. Das Klopapier wurde abrollt und die Zahnpasta wird ausgedrückt. Chaos auch beim Frühstück, Kanne und Tasse ausgeschüttet, der Ketschup fließt rot auf den Tisch. Sie spielen eigenartige Spiele und basteln seltsame Sachen, kümmern sich nur manchmal um die Haustiere und wenn sie einkaufen ist die Straße menschenleer. Sie teilen nicht, halten aber , wenn es darauf ankommt zusammen. Das Buch endet „Nein, du bist doch nicht etwas auch ei Räuberkind?“. Was mein Enkel eindeutig mit nein beantwortet.
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Die Bilder sind krakelig und auch die Schrift ist unordentlich auf der Seite verteilt. Mir gefallen einige Aussagen nicht so gut, weil sie für mich nicht ganz eindeutig sind. So z.B. das Gebastelte Finger-Gesicht? „Das ist ein Känguru!“ „Nee, ein Bagger!“ Da muss ich zugeben, das mir die mögliche Aussage da unklar ist.
Trotzdem wird Anschauen des Buches Spaß machen und hoffentlich nicht zum Nachmachen anregen.
Dagmar Mägdefrau
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Wir sind stark

Miriam Cordes
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Hier stellt sich uns eine kleine Kindergartengruppe vor. Lena ist die Erzieherin und fünf Kinder werden mittels Portraits gezeigt, klappt man die kleinen Bilder auf, ist dieselbe Person nicht mehr lächelnd, sondern mit traurigem Gesicht abgebildet.
Dann äußert einer seine Meinung beginnend mit „… Ist doof! …“ auf einer kleineren Mittelseite sieht man das entsprechende Kind mit seinem negativen Verhalten, auf der Rückseite macht es etwas positives und eine anderes Kind meint „Stimmt gar nicht! … kann..“ So geht es mit allen Kindern der Gruppe. Da macht sich einer in die Hose, kann aber toll turnen oder ein Mädchen doppelt, malt aber die schönsten Bilder.
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Dann kommt die Erzieherin an die Reihe, „Immer meckert sie!“ Dann folgen Beispiele und ein Bild über alle Seite, wo die fünf Kinder ihre Zungen herausstrecken. Als Lena fragt, „Fällt euch sonst gar nichts ein?“ antwortet jedes Kinder mit stufenförmig angelegten Seite, was es gut findet. Aber Lena meint, am allerbesten kann sie „alle gleichzeitig am liebsten haben.“
Allein schon die sehr schön überlegten Spiele mit den Seiten zeichnen dieses Pappbilderbuch als besonders aus. Und sicher ist es gut sich, gerade, wenn einer uns besonders doof erscheint, darüber nachzudenken, was man an ihm mag. Deshalb ist es ein schöner Ansatz. Trotzdem befürchte ich, dass es dazu auffordern kann, viel Doofes über eine Person zu sagen. Die Kinder und die Erzieherin tragen, bis auf den dunkelhaarigen Milan, schöne deutsche Namen und haben helle Haare, es gibt auch z.B. keine Brillenträger. Ich befürchte, dass das nicht die Norm in unseren Kindergärten ist und denke damit werden nicht alle Kinder abgeholt, wie man heute so schön formuliert.
Die Bilder sind einfach und schön gestaltet, die Texte kurz und gut verständlich.
Dagmar Mägdefrau
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Mein Zug hält auf der ganzen Welt

Norman Klaar
Karsten Teich
magellan
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Der Zug mit dem kleinen Emil fährt, wie der Titel verspricht, durch die ganze Welt. Start ist Europa, dort winken Pferde und eine Ziege. Dann geht es in den Regenwald zu den Affen, zum Büffel nach Nordamerika, zum Löwen nach Afrika, Pandas gibt es in Asien. Dann gibt es noch ein Känguru und Pinguine. Zu Schluss landet der kleine Bahnfahrer Emil im Schlaraffenland. Keine Ahnung, ob die kleinen Zuhörer sich darunter was vorstellen können und ob man es ihnen schon vermitteln kann, dass dieses Land nicht wirklich existiert?
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Das Buch ist aus Pappe und die Bilder sind einfach und bunt gezeichnet. Emils Kopf ist quer und im Verhältnis zum Körper sehr groß. Bei den Tieren wechselt Realismus mit Comicstil.
Was mir gut gefallen hat, sind die Reime, sie lassen sich flott vorlesen und mach Sinn.
Dagmar Mägdefrau
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Was machen wir bei der Feuerwehr

Nico Sternbaum
Loewe
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Dieses Pappbuch ist auch ein Mitmachbuch, auf einigen Seiten wir das Kind zum Handeln aufgefordert. So gleich auf der ersten Seite, da steht ein Mann in Unterwäsche und auf der anderen Seite sehen wir seine Kleidung und einen geschlossenen roten Schrank. „Kannst du auf den Schrank klopfen, damit er aufgeht…?“ Auf der nächsten Seite sehen wir den Feuerwehrmann Jonas in seiner Feuerwehrmannunform neben dem geöffneten Schrank. Das Kind wird mit einem „Prima“ gelobt und die Einzelteile der Kleidung werden namentlich genannt. Dann kommt das Auto, auch hier „schiebt“ das Kind die Rolltür auf.
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„Klasse“ auch hier sehen wir in den Wagen und die Utensilien darin werden benannt. Jetzt wird auf den blauen Knopf gedrückt und mit „tatütata!“ geht es los. Um das Auto zu beschleunigen, kommt die Aufforderung das Buch zu kippen. Am Einsatzort brennt eine Scheune, „niemand ist in Gefahr“. Mit „Schsch“ wird das Wasser nachgeahmt. Am Ende geht es zurück zur Feuerwache. Es wäre schön gewesen, wenn es weniger geschlossene Türen gäbe.
Ich finde das Buch sehr gelungen. Zum einen wird der Feuerwehralltag gut beschrieben, zum anderen macht das Kind mit und außerdem gibt es ein großes Lob für die Mithilfe.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Polizei & Feuerwehr -
Eines Nachts

Ulf Stark
Charlotte Ramet
Klett Kinderbuch
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Alle Seiten dieses Buches haben einen blauen Hintergrund. Der Junge, sein Bär und der Papa sind einfach gezeichnet, haben auch große Köpfe, wirken aber dadurch nicht niedlich. Die Umgebung wirkt sehr realistisch. Ein klein wenig erinnert es mich an Willi Wiberg, der ja auch mit seinem Papa zusammen lebte.
Teddy will groß sein und nicht im Bett des Jungen schlafen, aber dann hat er doch Angst auf seinem Regal. „Warum ist die Nacht so schwarz?“ und „Was sind das für Geräusche?“. Der Junge finde Erklärungen, aber dann stehen die beiden doch auf und gehen zu Papa in die Küche. Der gibt ihnen erst zu Essen und dann gehen alle drei nach draußen und bestaunen den Nachthimmel. Als Teddy müde wird, legen sich alle drei ins Bett. „Sie schlafen, bis der Wecker klingelt.“
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Ein sehr schönes Buch, dass nicht ermahnt, sondern eine wundervolle Atmosphäre schafft. Dazu die ruhigen Bilder. Ein besonderer Buch zum Thema Schlafen.
Dagmar Mägdefrau
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Was war hier bloß los?-Ein geheimnisvoller Spaziergang

Gerda Muller
Moritz-Verlag
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Außer dem Hinweis auf der ersten Seite, den Spuren nachzugehen, kommt das Buch ohne Worte aus. Ein Kinderzimmer am Morgen und Fußabdrücke, die erst nackte, dann beschuhte Fußabdrücke zeigen. Es geht an den Esstisch und begleitet durch Pfotenabdrücke nach draußen. Hier liegt Schnee und ein Vogel fliegt vom Futterhaus weg. Dann entfernen sich die Spuren vom Grundstück, begegnen einem Pferd, überqueren einen Bach und kehren wieder zurück. Neue größere Spuren tauchen auf und wir sehen eine Schubkarre. Wieder zurück im Haus können wir eine Kind und einen Hund sehen.
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Ich stelle es mir sehr spannend vor mit einem Kind diese Geschichte zu erforschen. Ich kann mir vorstelle, dass da auch ganz unterschiedliche Geschichte entstehen können. So vieles kann man aus diesen Spuren lesen.
Die Bilder sind weich und hell gezeichnet und erzählen eine schöne Geschichte. Da wird die Fantasie sehr angeregt. Sicher ist das ein Buch, dass zum Erzählen auffordert und gut zur Sprachförderung zu nutzen ist.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Detektive & Geheimnisse -
10 lustige Pinguine

Nastja Holtfreter
Sauerländer
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Die Geschichte wurde schon zig Mal umgeschrieben, sie ist aber immer gleich. Am Anfang sind es 10 und dann werden es durch einige Missgeschicke immer weniger, bis sie am Ende wieder zu Zehnt sind. Hier sind es nun Pinguine, lustig sind wohl die Assessors, die sie unterscheiden, außerdem sind sie „gut gelaunt und heiter“. Auf jeder Doppelseite sehen wir ein Bild und ein Zweizeiler erklärt die Szene. Die Bilder sind einfach gehalten und zeigen fröhliche Tiere.
Dagmar Mägdefrau
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Während der Bär schlief

Ayano Imai
minedition
Altersempfehlung ab 3 Jahre
Den Bildern sieht man an, dass der Illustrator und Autor in Japan studiert und sich von dem Land inspirieren hat lassen. Ganz zarte Farbe und ruhige Figuren, bebildern die etwas verrückte Geschichte.
Der Bär ist ein Eigenbrötler und lebt gerne für sich. Da kommt ein Specht und hämmert ein Loch in den Zylinder des Bären. Der weiße Zylinder wird immer höher und immer mehr Vögel finden in ihm Platz.mehr oder weniger lesen
Der Bär bezeichnet diese Vögel dann doch als seine Freunde und als sie ihn im Herbst verlassen, ist er sehr einsam und traurig. Den Hut setzt er ab und macht seinen Winterschlaf. Im Frühjahr hat der Hut Wurzeln geschlagen und ihn den Baum ziehen seine gefiederten Freunde wieder ein.
Die Text sind nicht mehr ganz so kurz, aber auch nicht zu lang für Dreijährige. Die Bilder bieten einiges an absurden Dingen an, so steht die Kaffetasse auf einem Ast. In der Wohnung des Bären hängt neben der Lampe ein kleiner Fisch. Ein hübsches Bilderbuch, dessen Cover mich sofort verzaubert hat.
Dagmar Mägdefrau
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Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht

Diana Amft
Martine Matos
Baumhaus
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Widerlich ist die kleine Spinnen auf gar keinen Fall, der große Kopf mit den riesigen Augen ist einfach nur niedlich und die rot-weiß gestreiften Spinnenbeine sind sicher nicht eklig. Bevor die kleine Spinne einschläft besucht sie noch andere Spinnenverwandte und schaut, was sie machen.
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Tante Igitte liest ein Buch, Onkel Langbein trinkt warmen Tee, Oma Erna mit Lockenwicklern, strickt rote Socken. Am Ende bringt Mama die kleine Spinne ins Bett „Gute Nacht, mein Schatz, jetzt schlaf auch du.“
Die großen Bilder auf blauem Hintergrund werden von einen Vierzeiler begleitet, die Texte sind kurz und einfach gehalten. Ein Buch für die ganz Kleinen. Die kleine Spinne hat ihren Hasen und eine Laterne dabei. So es gibt noch einige Kleinigkeiten zu schauen.
Dagmar Mägdefrau
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Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit

Eva Eland
Hanser
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Das kleine Büchlein zeigt in einfachen Zeichnungen, wie die Traurigkeit in das Leben des kleinen Kindes kommt. „Manchmal kommt die Traurigkeit unerwartet“ Das Kind macht die Türe auf und man sieht einen hellblauen Schatten im Türrahmen. Egal was das Kind macht, die dicke hellblaue Traurigkeit rückt immer näher. („dass du kaum atmen kannst“) Einsperren ist keine Lösung, da wird man selbst zur Traurigkeit.
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Jetzt ist auch das Kind hellblau und die Kinder um das Kind rum spielen. „Versuch keine Angst vor der Traurigkeit zu haben.“ Das Kind bindet die Traurigkeit in den Alltag ein und nimmt sie mit raus. Am Ende ist sie mit dem Kind schlafen gegangen und ist am Morgen weg.
Schon Kinder leiden unter dieser Traurigkeit und wissen sie sich nicht zu erklären. Hier ist ein liebevolle Ratgeber, das man, aufgrund seiner einfachen Zeichnungen und Texte, schon für die keinen Kinder nutzen kann. Aber vielleicht können auch Erwachsene daraus lernen.
Dagmar Mägdefrau
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Tupfst du noch die Tränen ab?

Jörg Mühle
Moritz
Leseempfehlung ab 2 Jahre
Ein wunderschönes Mitmachbuch über den kleinen Hasen, der diesmal auf den Arm gefallen ist. Es blutet sogar ein wenig. Da muss der kleine Hase weinen und das Kind, dem vorgelesen wird hilft ein Pflaster aufzukleben und den kleinen Hasen zu trösten. Am Ende wird alles wieder gut.
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Wie bei „Nur noch kurz die Ohren kraulen“ erleben die Kinder mit dem Hasen eine alltägliche Situation und pusten den Schmerz weg, genau, wie die Eltern es bei ihnen machen. Die Kinder verstehen schnell, was sie machen können um den Hasen zu trösten.
Das kleine quadratische ist aus Pappe und hat einfach gestaltete Bilder mit wenig Text, der die Zuhörenden zum Mitmachen auffordert.
Dagmar Mägdefrau

